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Der gewaltige Erfolg, den die japanische Kriegs- marine bereits in den ersten Kriegstagen in Pearl Harbour erzielen konnte, hat in der ganzen Welt Aufsehen erregt und wurde von der feindlichen Presse sofort mit dem Einsatz der neuen japanischen Waffe, dem Zwei-Mann-U-Boot, in Verbindung ge­bracht. Wir zeigen nun eine Darstellung dieses U-Bootes aus einer Londoner Zeitschrift. An der Spitze des Bootes sieht man die Ausstoßrohre für zwei Torpedos, in der Mitte den Beobachtungsturm und weiter hinten den Motorenraum und die Steue­rungsanlagen. Die Besatzung besteht aus einem Offizier und einem Maschinisten. Die kleine Ab­bildung in der rechten Ecke zeigfein U-Boot-Mutter­schiff, das die kleinen U-Boote, die natürlich einen beschränkten Aktionsradius haben, in die Nähe des Feindes heranbringt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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TRINERAL MÜNCHEN J 27/547

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Schwerer japanischer Bombenangriff aus Singapur.

Oer Artilleriekampf geht weiter.

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Knüppelwege auf Borneo.

Das Vordringen in den Sumpfwäldern Borneos haben die Holländer und Engländer durch Knüppel­wege erleichtert, die jetzt auch für die Japaner die einzigen Straßen sind, auf denen sie in das Innere zu den wichtigsten strategischen Punkten vordringest können. (Scherl-Archiv-M.)

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Hmiptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» HMiVtichrtftIeit''rs: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: füt da« Feuilleton: Dr. Hans Tbyriot; für Stadt Gießen. Provinz. Wirt­schaft u. Sport: Ernst Blumichein.

Druck und Verlag: Brühlsche UntversitätSdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeiqenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt Der Anzeigen: Theodor Kümmel B> Nr.6,

Knox ist Pessimist

Kritische Lage in beiden Ozeanen." -Mängel und Schwierigkeiten in der ttSA.-Aufrüstung."

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Doburch ! unb gleich, die eigenen rten erfolgte sfemelbön^ m Angriffen >lt für feind, ousgescholkt orenber K>s. rativnen ber fort werden itlich ringe. U-Voote Im tlere Mittel­en Kontrolle ist unpajlier« stlegsverlaus

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Ein pommersches Schaf gab sein Fell für Dich - »um Muff. Nun werden Deine Hände schön warm sein, wenn Du auf Wache ziehst gegen den Feind. Die Heimat grüßt Dich herzlich." xrr Gefreite Hein freut sich sehr darüber, denn c stammt, wie fast alle seine Kameraden dieser Vision, aus Pommern. Bald hat es sich herum- gisrochen, daß hier Pommern für Pommern ge- Cinelt haben, denn daß diese pommersche Woll­et Wintersachenspende gerade in eine pommersche hjrifion gelangt ist, war ein Zufall.

| Mr bekommt nun eigentlich die Sachen?" fragt L Gefreite Hein den Oberzahlmeister, der das ffn-Laden überwacht. Denn nun ist sein Interesse im faxten Maße erweckt. Er will alles gctnz genau denn wenn er zur Kompanie zurückkommt U vom Eintreffen der Wollspende berichtet, muß

er doch erzählen. Und er bekommt hier auf alle seine Fragen Auskunft.

Die Pelz- und Wollsachen werden nach einem genauenDerteilungsschlüsselheraus- gegeben. Die Kompanien, die in gefährdeten Stellen liegen und mehr draußen sein müssen, be­kommen natürlich die besten und wärmsten Sachen. Wo die Bunkerheizung nicht gut funktioniert oder Fahrer lange unterwegs sein müssen, werden wahr­scheinlich die Fußsäcke ausgegeben.

Und noch etwas wollte der Gefreite Hein wissen: Wem gehören eigentlich die Wollsachen und Pelze? Darf man die nun behalten? Auch darauf gab der Oberzahlmeister Antwort:Sie gehören nicht dem Soldaten, der sie empfängt, sondern sie sind Eigen­tum der Wehrmacht."

Schon am nächsten Tage mußte der Gefreite Hein wieder zum Bekleidungsamt der Division fahren, um die Wollspende, die seiner Kompanie zugeteilt worden war, abzuholen.

Als er dann von der Hauptstraße abbog, auf der die Schlittenkufen ihre knirschende Spur im Schnee gezogen hatten, und so ganz versonnen auf den dicken Reif blickte, der sich in der grimmigen Kälte überall auf dem Pferderücken bildete, zog er doch einmal so ganz probeweise einen von den gespen­deten Fußsäcken nach vorn. Und als seine Stiefel in dem wärmenden Fell verschwunden waren, fühlte er sich beinahe wie zu Hause.

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Wie der Kriegskorrespondent vonAsahi Schim- bun" Dienstagfrüh meldet, steht Singapur an mehreren Stellen in Flammen. Erkun­dungsflieger beobachteten, daß die Brückenftrahe zwischen Johur Bharu und Singapur immer stär­kere Zerstörungen aufweist. Die vom Feind ge­sprengten Stellen, die ursprünglich nur 20 Meter breite Trichter aufwiesen, haben sich durch nach­folgende Explosionen bis jetzt auf etwa 40 Meter erweitert.

Australien stellt Lustpostverkehr ein.

Schanghai, 3. Febr. (Europapreß.) Wie aus Sydney gemeldet wird, hat der australische Post- minister die vorübergehende E i n st e l l u n g des gesamten australischen Luftpostverkehrs be­kanntgegeben. Die Gründe für diesen Entschluß wer­den in der australischen Mitteilung nicht erwähnt.

$ofl ganz Borneo in japanisc? e- Hand.

Tokio, 3. Febr. (DNB.) Wie der Sender Tokio berichtete, ist fast die ganze Insel Borneo nun­mehr in j a p a n i s ch e r H a n d. Alle Flugplätze be­findet sich bereits unter japanischer Kontrolle.

Borneo ist mit einer Gesamtfläche von 731500 qkm die drittgrößte Insel der Welt, die jedoch^ mit rund

Berlin, 3. Febr. (DNB.) Der USA.-Marine- minister Knox, von seinen Landsleuten ,.der Säbelrassler" genannt, machte am Montag vor einem Ausschuß des Kongresses über die Kriegs­lage und die Rüstungsmöglichkeiten eine bemerkens­wert pessimistische Aussage. Er sah fich, wie Reuter meldet, bei der Begründung seiner Marinevorlage, in der über 26 Milliarden Dollar gefordert werden, zu dem Eingeständnis gezwungen, die m i l i t ä - ( rische Lage seiin beiden Ozeanen , kritisch".

Die Welt ist seit einem Jahre einen ganz anderen , Ton von diesem kriegslüsternen Maulhelden ge- I wohnt.Wir werden die deutschen Piraten vom Nordatlantik wegfegen", schrieb er noch am 1. Okto- , der 1941 an eine Rechtsanwaltsoereinigung.Wir werden Japan in 90 Tagen vernichten", ließ er Admiral Stirling ausrufen.Die USA. und Eng­land werden gemeinsam die sieben Weltmeere be­herrschen", meinte er siegestrunken 14 Tage vor der Katastrophe auf Hawai. Jetzt will er von seinen Prophezeiungen nichts mehr hören und sucht nach Gründen für die heutige kritische Lage in beiden Ozeanen. So besaß er die Stirn, vor dem Kongreß- ausfchuß zu erklären:Bis jetzt haben wir ver­sucht, einen Krieg in zwei Ozeanen mit einer Ma­rine zu führen, die nur für einen Ozean geplant war". Das ist das genaue Gegenteil von dem, was der nach dem Krieg schreiende Knox bisher den. Amerikanern' erzählt hat. Schon am 16. Mai des vorigen Jahres sprach er stolz von derZwei- Ozean-Flotte" der USA., die erhalten werden müsse.

Die Kriegsmaterialproduktion", so jammerte der Hetzer vor dem Ausschuß weiter,wird durch den Mangel an Werkzeugmaschinen behin­dert. Die ärgsten Mißstände bestehen bei der Her­stellung von Flugzeugmotoren, da man weit mehr Flugzeugrümpfe als Motoren herstellt, und da man die größten Schwierigkeiten hat, Per­sonal für b i e Nachtschichten bereitzustellen. Die Marine kann nur schwer geeignete Arbeitskräfte finden, um die Maschinen laufend zu besetzen. W i r werden Zeit brauchen, um Stärke zu ge­winnen. Wir dürfen nicht mit schnellen Ergebnissen rechnen. Unser Problem ist: Aushalten!"

Auch hiervon hat Knox nie etwas verstanden, ob­wohl er noch vor drei Wochen in die Welt po­saunte:.Die Produktionskapazität der USA. ist die größte Bedrohung für Hitler." Sein Herr und Meister, Roosevelt, der ihm. beim Angeben nicht nachsteht, sekundierte eifrig und phantasierte in einer Rede über seine Aufrüstung gleich von Hunderttausenden von Flugzeugen und Panzer­wagen. Was von dieser Prahlerei zu halten ist, hat Knox jetzt selbst gesagt: Mangel, Mißstände, Schwie­rigkeiten ... _____________________

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Wie dieBarham" , versenkt wurde.

Schilderung

eines amerikanischen Augenzeugen.

Rom, 2. Februar. (DNB.) Der Bericht eines amerikanischen Journalisten, der von Bord des Ad­miralsschiffes der britischen MittelmeerflotteQueen Elizabeth" aus als Augenzeuge der am 25. Novern- ber 1941 erfolgten Versenkung des briti­schen SchlachtschiffesB a r ha m" bei­wohnte, wird von der römischen Presse in großer Aufmachung veröffentlicht. Der Schilderung des Amerikaners ist zu entnehmen:

Der von Zerstörern geschützte Flottenverband, in dem in Kiellinie auf das AdmiralschiffQueen Eliza- beth" dieBarham" und das SchlachtschiffVa- liant" folgten, war gegen Geleitzüge der Achsen­mächte eingesetzt. Am 25. November gegen 16.25 Uhr gelang es einem U-Boot, den Zerstörerschleier zu. durchbrechen und aus rund 600 Meter Entfernung einen Torpedo gegen das Admiralfchiff abzuschießen, dem jedoch dieses durch geschicktes Manövrieren aus­zuweichen vermochte. Vier in kurzen Abständen auf­einanderfolgende Torpedos des U-Bootes trafen dann die ungefähr 500 Meter hinter dem Admiral­schiff fahrendeBarham" an Backbord vorn. Das 28000-t-Schiff erhielt sofort schwere Schlag­seite. Die Offiziere gaben Befehl zum Verlassen des Schiffes. Hunderte von Männern sprangen ins Wasser und klammerten sich an die ins Meer ge­worfenen Gummiflöße. Wenige^ Minuten nach der Torpedierung (um 16.30 Uhr) explodierte dieBarham", da die Torpe­dos wahrscheinlich die Munitionskammern getroffen hatten. Trümmer ber Panzerung, ganze Schiffs­teile, das schwere Landungsboot usw. wurden Hun­derte von Metern in die Luft geschleudert und fielen in bedrohlicher Nähe der anderen Schiffe des Ver­bandes ins Meer.

Von der 1400 Mann zählenden Besatzung der Barham" wurden wie Agenzia Stefani ergän- zend meldet 500 gerettet, darunter Vizeadmiral Wippe! mit seinem Sekretär, sowie 12 weitere Offi­ziere.

2,7 Millionen Einwohnern nur sehr bilnn bevölkert ist. Der Hauptteil der Insel (535 638 qkm mit 1,8 Millionen Einwohnern) gehörte * zum niederländi­schen Kolonialbesitz, während der Rest unter eng­lischer Herrschaft stand.

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uftangriffes feststellen und hierbei ein grau» Izes, aber einzigartiges Schauspiel erleben. Wäh- tiib das beiderseitige Feuerduell der rtillerie im Gange war und drüben von Singapur aus zahlreiche Scheinwerfer den nächt- Kdjen Himmel sowie das gegenüberliegende Fest- Brfb abfuchten, erschienen plötzlich größere Einheiten panischer Bomber über der Jnselfestung.

Gleichzeitig setzte ein höllisches Abwehrfeuer ein. >3d) unbeirrbar steuerten die lapanischen Maschinen ire Ziele an. Fast im gleichen Augenblick ereig- ftten sich aus verschiedenen Teilen der Insel, vor Allem aber an den langgestreckten Kai - nlagen des Kriegshafens, schwere x p l 0 s i 0 n e n. An fünf Stellen konnte man rie- Ifhe Feuersäulen beobachten. Kaum war das Bom- kstgeschwader über die, Insel hinweg geb raust, als Eturzbomber erschienen und das Vernich- t^ngswerk fort setzten.

I Die Auswirkungen dieses Angriffes waren so ftarf, daß man die Erschütterunaen bis weit in die Hrovinz Johur verspürte. Allenthalben über Singa- jjr leuchtete heller Feuerschein gegen den nacht-

schwarzen Himmel. Auf dem Flugplatz Seletar waren Tanks in Brand geraten, die bis zum näch­sten Vormittag nicht gelöscht werden konnten. Die Auswirkungen dieses nächtlichen Bombenangriffes auf Singapur, müssen furchtbar gewesen sein.

Das 50 000-Ionnen-Dod in Singapur versenkt.

ei einem Angriff der japanischen Heeresluftwaffe am 1. Februar 1942 wurde das große brstlsche hwimmdock von 50 000 Tonnen Tragfähigkeit schwer getroffen und versenkt. Spatere Aufklarungs- üqe der Marineluftwaffe haben diese Versenkung bestätigt. Unser Bild zeigt das riesige Schwlmm- f von Singapur, dessen gewaltige Ausmaße durch den im Dock befindlichen Kreuzer noch)heroor- gehoben werden. (Atlantic. |Sch.|)

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Ser Gefreite Hein erlebt noch eure zweite Ueder- Luwng. An einem der Muffs hängt eine Karte Keinem silbernen Bändchen. Und da der Muff U ber Karte ziemlich am Ende des LKW.s lag, d! er schnell einmal, was darauf steht.

ILieber unbekannter Soldat!

lofio, 3. Febr. (DNB.)Schwere Explosionen wen zu hören, während gleichzeitig riesige Feuer- cilen gegen den nächtlichen Himmel loderten", so yildert ein Frontberichter der Agentur Domei seine mdrücke von dem Angriff der japanischen Luft- ttffe auf Singapur in der Nacht zum Diens- kz.Ddn dem Hügel in der Nähe von Johur Rchru", so h^iht es in dem Bericht,konnte man

I? furchtbaren Auswirkungen des