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diesem geschlossenen und relativ engen Becken, ge- genommen werden, kann. Eine der unmittelbaren hört, wie es IV2 Jahre Krieg bereits bewiesen Folgen dieser Ueberlegenheit ist der kraftvolle und

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Alle Angriffe -er Sowjets gescheitert

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Oer Wehrmachtbericht.

DRV. Ausdem Iührerhauptquarkler. 3. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n verschiedenen Abschnitten der Ostfront, be­sonders nordostwärts Taganrog, wurden sow­jetische Angriffe unter hohen Verlusten für den Gegner abgewiesen. An anderen Stetten brachten eigene Angriffe gegenüber zähem feindlichen wider­stand trotz schwieriger Schneeverhültnisse örtliche Er­folge. Die sowjetischen Luftstreitkräfte büßten in Luftkämpfen und durch Angriffe auf Flugplätze 23 Flugzeuge ein, ohne dah eigene Verluste eintraten.

fcor der britischen Südostküste versenkten Kampfflugzeuge aus gesicherten Geleitzügen heraus drei Frachtschiffe mit zusammen 1OOOO BRT. und ein Bewachungsfahrzeug. Lin weiteres größeres Handelsschiff wurde schwer getroffen. 3m Zuge be­waffneter Aufklärung bombardierte die Luftwaffe am Tage mit guter Wirkung eine 3ndustrieanlage an der schottischen Ostküsle.

3n der Eyrenaika wurde der weichende Feind

Die Luftstreitkräfte der Achse haben heute im Mit« telmeer eine Ueberlegenheit, die ihnen schwerlich ab«

erneut zum Kampf gestellt. Er erlitt Verluste an Menschen und Material.

Bei Angriffen deutscher Kampffliegerkräfte auf Flugplätze, Hafenanlagen und andere militärische Ziele der 3nsel Malta wurden Bombentreffer schweren Kalibers auch in einer Munitions- und Torpedowerkstatt erzielt.

An der Küste der besetzten Westgebiete schossen deutsche Jäger am gestrigen Tage drei britische Flug­zeuge ab.

Der Kampf gegen die feindliche Versor­gungsschiffahrt wurde lm 3anuar in verschie­denen Meeren mit gutem Erfolg fortgeführl. Kriegs­marine und Luftwaffe versenkten 63 Handels­schiffe mit zusammen 400600 BRT., davon vernich­tete die llnterseebootwaffe allein 56 Schiffe mit 367 000 BRT. Die britische Kriegsmarine verlor lm gleichen Zeitraum im Kampf mit Einheiten der deutschen Kriegsmarine drei Z e r st ö r e r, ein Un­terseeboot und ein Schnellboot. Außerdem wurden ein Kreuzer, vier Zerstörer, ein Uytersee- boot, ein Minensuchboot und ein Bewachungsfahr­zeug sowie 28 Handelsschiffe durch Bomben oder Torpedotreffer beschädigt. Die Verluste der Sowjets sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

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zwei Kreuzer sowie ein Zerstörer schwer beschädigt. Die Vorherrschaft im Mittelmeer,

ZmIanuarüber400000BRTversenkt

Neue örtliche Erfolge an verschiedenen Abschnitten der Ostfront. 23 Sowjet­flugzeuge abgeschoffen. - Der weichende Feind in der Eyrenaika erneut geworfen.

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Oie Kampftage an der Mittelmeerfront.

EnglandsgroßeOffensive" im Sande verlaufen. - Oie Lage zugunsten der Achse verändert

schlechten Landverbindungen ein Teil des Materials und Personals über See an der Küste entlang nach, geschoben. Angesichts dieser Lage entschloß sich die deutsche Seekriegführung daher, eine Anzahl Unter« seeboote in das Mittelmeer zu entsenden, um die strateaiscke Lage der Achsenmächte zu verb-estern. Aus oieser Entsendung erklärt sich auch zum Teil das Nachlassen der Dersenkunaserfolge im Handels» krieg. Im Mittelmeer stehen oie deutscken U-Boote vor ganz anderen Ausgaben als im Atlantik, hier heißt es nicht Handelskrieg, sondern Kampf gegen die feindlichen Seestreitkräfte oder die militärischen Geleitzüge. Die Erfolge zeigten sich bald. Am 13.1L 1941 versenkte das Unterseeboot des Kapitänleut»

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den zerstört und eine größere Anzahl weiterer Flug­zeuge schwer beschädigt. Bon den zur Abwehr des deutschen Angriffs au'fgestiegenen sowjetischen Flug­zeugen wurden drei in Luftkämpfen abgeschossen, ohne daß dabei ein deutsches Flugzeug verloren ging.

Ein erfolgreicher deutscher Gegenangriff brachte am Morgen des 1. Februar im Südteil der Ostfront eine Ortschaft unfeinen Bahnhof wie­der in deutschen Besitz, die in der voraufgegange­nen Nacht vor einem Angriff zahlenmäßig weit überlegener bolschewistischer Kräfte hatten geräumt werden müssen. Im Schutze der Dunkelheit und des dichten Schneetreibens war es den Bolschewisten gelungen, durch einen Angriff von zwei Seiten her in die Ortschaft einzudringen, die. von den deut­schen Truppen infolge der unübersichtlichen Lage und zur Vermeidung unnötiger Verluste geräumt wurde. Nach mehrstündigem hartem Kampf mit den Bolschewisten, die den Ort und Bahnhof zäh verteidigten, warfen die deutschen Soldaten den Feind und fügten ihm hohe blutige Verluste zu.- Außerdem wurden 60 Gefangene gemacht.

An der Einschließungsfront von Sewastopol setzten am 1.2. Artillerie des deutschen Heeres und andere schwere Waffen die wirkungsvolle Bekämp­fung bolschewistischer Stellungen, Unterkünfte und Truppenansammlungen fort. Der Feind erlitt durch das deutsche Artilleriefeüer erneute Verluste und

Iber § M Ifer r Lieb' haben, nicht der Flotte, sondern ist abhängig von unaufhörliche Einsatz gegen Malta, der sich im ? MpoiE' der Leistungsfähigkeit der Luftstreitkräfte. mittleren Mittelmeer auswirken.wird. jliiff-

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Die deutsche« Aterfeeboote im Mittelmeer

Von Wulf Siewert.

B e r l i n, 3. Febr. (DNB.) JmNordteilder Ostfront schlugen deutsche Truppen im Laufe des 1.2. mehrere örtlich begrenzte Angriffe der Bolschewisten zurück. Der Schwerpunkt dieser An­griffe lag aus zwei Ortschaften, gegen die die Bol­schewisten immer erneut starke Kräfte ansetzten. Diese Angriffe, die bereits in den frühen Morgen- stunden begannen, und die Bolschewisten am Nach­mittag wiederholten, wurden unter hohen feindlichen Verlusten zurückgeschlagen. Ein starker Verband deutscher Kampfflugzeuge griff am 2. 2. im Norden der Ostfront besonders erfolgreich zur Unterstützung des Heeres in die Erdkämpfe ein. Mit Bomben und Bordwaffen bekämpften die Flieger Truppenan­sammlungen, zersprengten bolschewistische Kolonnen und fügten dem Feind hohe blutige Verluste zu. Umfangreiche Mengen an Kriegsmaterial wurden zerstört. 130 motorisierte und bespannte Fahrzeuge fielen den deutschen Bomben zum Opfer. Mehrere Panzerkampfwagen und zahlreiche Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt oder schwer beschädigt.

Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturz­kampfflugzeuge bekämpften am Montag im Mit­te l a b s ch n i t t der Ostfront den Kolonnenoerkehr der Bolschewisten und fügten dem Feind durch Bom­benwurf und Bordwaffenbeschuß große Verluste an Menschen und Material zu. Besonders erfolgreich waren die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf zwei Flugplätze der Bolschewisten. In kühnen Tief­flügen wurden 18 Flugzeuge des Gegners am Bo-

R 0 m, 3. Febr. (DNB.) In italienischen mili- tärischen Kreisen wurde am Montag folgende Ueber- sicht über die Kampflage an der Mittelmeerfront ge­geben:

Die nach langer und gründlicher Vorbereitung ge­startete große britische Offensive, die die Stellungen der Achsenmächte in Nordafrika ein­drücken sollte, ist ebenso wenig über die Syrte hinausgekommen, wie diejenige des Vorjahres und ist in den ersten Januartagen wiederum im Gebiet von El Agheila im Sande verlaufen. Dieser programmwidrige Stillstand wurde verursacht durch die schweren Verluste, durch den Verschleiß an Mann und Material und durch die mißglückte Flotten­aktion, die gleichzeitig zur Unterstützung der zu Lande kämpfenden Einheiten organisiert wurde.

Am 21. Januar brachen die italienisch-deutschen motorisierten und Panzerstreitkräfte zum Gegen­angriff aus dem Gebiet von E l A g h e i l a vor. Sie überwanden den ersten Widerstand, setzten sich in den Besitz der am weitesten vorgeschobenen Lager und rückten längs der Dia Balbia gegen Agedabia und aus Wüstenpfaden gegen El haseiat vor. Ziemlich starke britische Einheiten, dabei auch Pan­zer, stellten sich ihrem Vormarsch entgegen. Sie wurden jedoch schnell überwältigt und nahezu ver» nichtet. Der Vormarsch ging nach Norden und nach Osten vorwärts. Antelat wurde besetzt, Sol- l u ch und Msus wurden erreicht. Schließlich be­setzten nach nur zehn Tagen Kampf die Streitkräfte der Achse Bengasi und gingen darüber hinaus vor. Weiter im Innern gingen sie im Dschebel der Cyre- naita in Richtung auf El Mechili vor.

Wenn auch die Ziele des Vorgehens bisher noch nicht genau bezeichnet werden können, können die Angreifer jedoch jetzt schon die Vernichtung vieler feindlicherVerbände, große Bente an Waffen und Material und einen tiefen Einbruch in den feindlichen Aufmarsch zu ihren Gunsten buchen. Ganz besondere Bedeutung kommt im Rah­men der gesamten Lage der Eroberung von Bengasi und seiner Umgebung zu, da der Hafen Bengasis sowie die besetzten- militärischen Anlagen und Luftstützpunkte, von denen aus das Land und die See in weitem Umkreis beherrscht werden kön­nen, großen Wert für den Nachschub besitzen.

Gleichzeitig mit diesen Ereignissen zu Lande be­gann zur See, wie hervorzuheben ist, die Krise für den Gegner sich immer deutlicher abzuzeichnen. Im Mittelmeer kann eine Reträchtliche Ein­schränkung der britischen Tätigkeit verzeichnet werden, die durch dann und wann un­ternommene Operationen von leichten Seestreitkräf­ten oder U-Booten nicht ausgeglichen wird. Die Varham" liegt auf dem Grunde des Meeres, wie schließlich, die britische Admiralität hat zugeben müssen. Die SchlachtschiffeDalian t" und Queen Elizabeth" liegen schwer beschädigt im Hafen von Alexandria, und es besteht wenig Hoffnung, daß sie bald wieder hergestellt sein wer­den. Feindliche F l 0 t t e n v e r b ä n d e, die in den letzten Tagen längs der Cyrenaikaküste einzu­greifen versuchten, um den Gegenangriff der Achse zu parieren, wurden von unserer Luf,twaffe angegriffen. Im - Verlaufe einer einzigen Woche wurde ein Kreuzer versenkt und zumindest

verlor durch Volltreffer zahlreiche ausgebaute Stel­lungen.

Deutsche Truppen schlugen im-Ostteil der Krim am 1. 2. erfolgreich die Angriffe von zwei bolschewistischen Kompanien zurück. Ein weiterer Angriff, den der Feind in einem benachbarten Ab­schnitt in Batalllonsstärke durchführte, wurde durch die deutsche Artillerie zum Stehen gebracht. Die deutschen Geschütze legten ein so dichtes Sperrfeuer vor die deutschen Linien, daß der Feind infolge seiner hohen Verluste feinen Angriff einstellen und die Reste seiner Einheiten zurückziehen mußte.

Am Dienstag 11 Sowjetflugzeuge in Luflkömpfen abgeschoffen.

Berlin, 3. Febr. (DNB.) Im Verlauf von Luftkämpfen, die sich heute im Nordabschnitt der Ostfront über den sowjetischen Linien entwickel­ten, schossem Jäger nach bis jetzt vorliegenden Mel­dungen 17 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab.

Oer Wollzug ist -a!

Von Kriegsberichter Falke Klewe.

DNB. 3. Febr. (PK.) Wenige Tage, nachdem der letzte Termin für die Abgabe von Wollsachen in der Heimat vorüber war, liefen in einem Bahnhof der Ostfront, der sich nur wenige Kilometer hinter den vordersten Linien befindet, die ersten Wagen Wollsammlung ein.

Zwischen den langen Reihen der Güterwagen, die den Nachschub, die Verpflegung für die Soldaten der Division, die gepreßten Heuballen für 'die Pferde und Munition herangeführt hatten, stehen einige Wagen, angefüllt mit den Wollspenden aus der Heimat. Auch an diesem kalten Januartage ent­wickelt sich das gleiche Bild, das immer wieder bei der Ankunft der endlosen Nachschubzüge entsteht: Die Zahlmeister der betreffenden Abteilungen er­scheinen, prüfen die Plomben, Schlitten und LKW.s fahren heran, und viele fleißige Hände beginnen mit dem Ausladen, denn auch auf dem letzten Bahnhof vor der Front wird jeder Waggon so schnell wie möglich ausgeladen, um den Laderaum sofort wie­der frei zu machen.

In der Mitte des langen Zuges stehen an diesem Tage jedoch einige Waggons, die bald die Aufmerk, samkeit auf sich lenken, tragen sie doch in Kreide- buchstaben die einfache AufschriftWollspende d e s d e u t s ch e n Volkes". Die mit ihren Schlit­ten und LKW.s heute auf diesem Bahnhof sind, er­zählen es sich, daß der Wollzug da ist. Und als die Türen des Wollzuges geöffnet werden und die gro­ßen LKW.s vorgefahren find, um die Spenden auf­zunehmen, kommt jeder, der irgendwie einen Augen­blick abkommen kann, einmal schnell vorbei! Jeder wollte doch einmal sehen, was gespendet mordest war, denn vor wenigen Tagen erst waren die Zei­tungen eingetroffen, die von der Opferbereitschaft der Heimat berichteten.

Komm, wollen eins kieken", sagte der Gefreite Hein zu seinem Kameraden. Sie sind mit ihrer Ar­beit fertig und steuern auf den Waggon mit der Wollspende zu. Der erste Eindruck, den sie haben, sind Pelze, Pelze und nochmals Pelze. Sie trauen ihren Augen nicht und kommen langsam näher, um zu sehen, öb die Sachen tatsächlich gut sind. Nun kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. So hätten sie sich dar doch nicht vmrgeiM.

zu den echten Quellen völkischen Lebens. Die Stammoerwandtfchaft zwischen Deutschland und Norwegen tat ein übriges für diese Parallelität. Anderseits ist es klar, daß für Quisling und seine Bewegung der Anschauungsunterricht des national­sozialistischen Deutschland ungeheuer wertvoll war. Zu jener Zeit, da Quisling von 1933 ab die Grund­lagen seiner Bewegung schuf, zeigte ihm, wie auch * der ganzen Welt, die nationalsozialistische Bewegung Deutschlands das gigantische Schauspiel einer totalen Revolution, und zwar einer Revolution des Frie­dens.

Quisling konnte bei größten Opfern und allen Anstrengungen es zunächst nicht erreichen, daß feine Bewegung den Rahmen einer sehr kleinen Minder­heit sprengte. Man muh da zunächst die von Natur aus konservative Art des Norwegers berücksichtigen, mehr noch die Tatsache, daß dieser Konservatismus getragen wqr von einem unleugbaren Wohlstand. Daß dieser Wohlstand eine Art Lohn war für jene verhängnisvolle Verflechtung mit der britischen Plutokratie, konnte nur Männern wie Qussling un­erträglich sein, der mit bewundernswertem politi­schen Instinkt die Gefahren voraussah, die für Nor­wegen eines Tages aus dieser Abhängigkeit ent­stehen würden. Quisling war es klar, daß Nor­wegen für England im Falle eines Krieges mit Deutschland die Rolle eines wirtschaftlichen wie auch eines militärischey Sekundanten spielen sollte. Zwei­tens hatte er, der durch jahrelangen Aufenthalt in der Sowjetunion das weltrevolutionäre Wesen des Bolschewismus erfaßt hatte, auch die Bedrohung seines Landes vom Osten her erkannt. DieGe­spensterflieger", die eine Zeit lang über dem nor­wegischen Norden gesehen wurden und die Sen­sation der Welt waren, waren eben kein Spuk, sondern sollten die Vorboten einer bolschewistischen Intervention fein.

Quisling forderte also sowohl die britische Demo­kratie, als auch den Bolschewismus zum Kampf heraus, und beide Gegner bedienten sich des herr­schenden Systems, um diesen fürchtlosen und ein­samen Kämpfer mundtot AU machen, Dieser unge­heure Druck, der die Entfaltung der N. S. behin­derte, fiel zwangsläufig weg, als die deutsche Wehr­macht am 9. April 1940 England auch hier vom Kontinent vertrieb. Nun kam für die N. S. eine Zeit störungsfreier ideeller und organisatorischer Sammlung. Während Reichskommissar Terboven zunächst in die mehr als ein Jahr dauernde Ueber- gangsregierung zehn führende N.-S.-Männer be­rief, hielt sich Quisling als Führer der N. S. frei von jeder staatlichen Funktion. Er sah seine Aus­gabe zunächst darin, seine Bewegung zu straffen und zu erweitern. Er kann einen großen Erfolg ver­buchen: Heute ist die N. S. macht- und zahlen­mäßig die stärkste Partei, die Norwegen je ge­kannt hat.

Reichskommissar Terboven hat in einer Rede bei dem Festakt bargelegt, daß die norwegischen Mini­ster Quisling unter Zugrundelegung eines zustim­menden Gutachtens des Höchsten Gerichtes gebeten haben, die Ministerpräsidentschaft zu übernehmen und daß daraufhin der Reichskommissarzu diesem Schritt selbstverständlich und gern seine Zustim­mung erklärt und den angebotenen Rücktritt der bisherigen Minister angenommen hat". Diese For­mulierung des Reichskommissars zeigt deutlich das große Maß vyn innenpolitischer Aktionsfreiheit, das Deutfch^nd Norwegen bei allen militärischen Not­wendigsten läßt. Wenn das Erscheinen der deut­schen Wehrmacht in Norwegen auch die Ausschal­tung der Faktoren des alten Systems zur Folge hatte, so hat Deutschland doch immer sorgsam dar­auf geachtet, das Ausreisen der Erneuerunasbe- wegung Quislings nicht zu beeinflussen. Sf.

Willfährige Werkzeuge

Roosevests.

Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland, Italien und Japan.

Berlin, 3. Febr. (DNB.) Auf Grund der Be­schlüsse der Konferenz von Rio haben unter dem Druck der nordämerikanischen Regierung die Re­gierungen von Brasilien, Uruguay, Pa­raguay, Bolivien, Ecuador und Peru die diplomatischen Beziehungen mit Deutschland, Italien und Japan abgebrochen.

*

Obwohl es sich hierbei um eine völlig leere Geste handelt, die für die Kriegführung selbstverständlich nicht die geringste Bedeutung hat? werden sich zu gegebener Zeit Deutschland, Italien und Japan der Willfährigkeit der südamerikanischen Regierungen erinnern und die notwendigen politischen und wirt- , schaftlichen Konsequenzen ziehen.

Dis Kabinettskrise in Aegypten.

Ankara, 3. Febr. (Europapreß.) Wie aus Kairo gemeldet wird, hat König Faruk den Senatspräsidenten Mahmoud KhalilBey mit der Bildung der neuen ägyptischen Regierung be­auftragt.

Zur ägyptischen Regierungskrise stelltPopolo di Roma" fest, daß die öffentliche Meinung ganz auf Seiten des volkstümlichen Königs Faruk steht. Aegypten fei sich vollkommen klar über die Schwie­rigkeiten, mit denen die Krone feit Ausbruch des Krieges zu kämpfen habe. Das ägyptische Volk ver- folge mit großer Aufmerksamkeit' die britischen Niederlagen in Libyen und in O st - a s i e n.Messaggero" schreibt, die Aegypter sehen heute, daß die englische Herrschaft nicht einmal mehr durch ihre angebliche Macht gerechtfertigt sei, da sich Englands Vorherrschaft immer nur auf der ,Schwäche und der Furcht der anderen aufbaute. Wenn heute London, wie man aus neutraler Quelle erfahre, über die Wendung der Dinge in Aegypten verstimmt sei und dem englischen Gesandten Lamp­son mangelnde Geschicklichkeit vorwerfe, so könne man darauf antworten, daß die mangelnde Geschicklichkeit ausschließlich auf Seiten des Generals A u ch i n l e ck liege, der die Streitkräfte der Achsenmächte in der Eyrenaika vernichten sollte.

Meine politische Nachrichten.

Die in Wien gezeigte AusstellungDas Sowfet- parabies" wurde am 1. Februar geschlossen. Sie wurde an 50 Ausstellungstagen von insgesamt 481 673 Personen besucht. Diese Ziffer stellt einen bisher unerreichten Höchststand im Besuch einer po­litischen Ausstellung in Wien dar. Die Ausstellung wird auch in einer Reihe anderer Städte des Rei­ches gezeigt werden.

Der Iustizminifter der USA. gibt bekannt, daß bisher nicht internierte Staatsbürger Japans und der Achsenmächte ihre Wohnsitze in gewissen Ge­bieten von San Franzisko und Los Angeles bis zum 24. Februar verlassen müssen. Es sollen weitere 27 Gebiete bekanntgegeben werden, aus denen Staatsangehörige der Dreierpaktmächte wegziehen müssen.

nants Guggenberaer bekanntlich den britischen Flug­zeugträgerArk Royal" im weltlichen Mittelmeer, während das SchlachtschiffMalaya^ beschädigt und für längere Zeit außer Gefecht gesetzt wurde. Spa» , ter wurden noch der britische Kreuzer.Galathea", ein Kreuzer derLeander"-Klasse, mehrere Zerstörer und Bewacher und über zehn Transporter versenkt, während ein weiteres Schlachtschiff, drei Zerstörer und andere Kriegsschiffe beschädigt wurden. Diess Erfolge, die innerhalb weniger Wochen erhielt wur­den, schädigten den Feind derart, batz er zn beträcht­lichen Einschränkungen der Geleitzüge gezwungen mürbe, die nun wieder ihren Weg vornehmlich um Südafrika herum nehmen müssen. Die Aktionen der U-Boote gegen die britischen Kriegsschiffe und ihrs Seeverbindungen brachten den deutsch-italienischen Afrikatruppen eine mittelbare und unmittelbare Er­leichterung im Kampf. Die englischen Seestreitkräfte konnten sich im mittleren Mittelmeer nicht mehr mit Sicherheit bewegen und zogen sich mehr und mehr nach dem östlichen Mittelmeer zurück. Dadurch wurde die italienische Marine entlastet und gleich­zeitig der Gegner von Aktionen gegen die eigenen Verbindungslinien abgehalten.

Gleichzeitig mit den deutschen U-Booten erfolgte der Einsatz größerer deutscher Luftwaffenverbände gegen die Insel Malta, die in massierten Angriffen so zerstört wurde, daß sie als Aufenthalt für feind­liche Kriegsschiffe in hohem Maße ausgeschaltet ist. Immerhin war Malta vorher ein störender Fak-' tor gewesen, da von dort aus die Operationen der italienischen Flotte beobachtet und gestört werden konnten. Das ist nunmehr außerordentlich einge. schränkt worden. Der Einsatz deutscher U-Boote im Verein mit der Luftwaffe hat das mitttere Mittel- meer also zum großen Teil der englischen Kontrolle entzogen und für feindliche Geleitzüge fast unpassier­bar gemacht. Das ist für den weiteren Kriegsverlauf in Nordafrika von entscheidendem Einfluß.

Wohl auf keinem Kriegsschauplatz ist ein der­artig enges Jneinanbergreifen von Land-, See- und Luftkriegführung zu beobachten wie im Afittelmeer. Das ergibt sich aus der eigenartigen geographischen Gestaltung dieses Raumes,, der in seiner Geschichte bereits oft kombinierte Land- und Seeunterneh- mungen gesehen hat. Durch den Hinzutritt der Luft­waffe hat man Die Kriegführung im Mittelmeer weiter kompliziert, weil der Kampf um vorteilhafte Stützpunkte für die Luftstreitkräfte wiederum von tiefem Einfluß auf die übrige Kriegführung ist. Der Kampf um die Küsten erhalt damit eine neue Note.

Wer jedoch, über das Mittelmeer hinweg fahren, wer in Norbafrika Krieg führen will, muß nach wie vor den Seeweg offenhalten und schützen. Das ist die notwendige Voraussetzung für die afrikanische Kriegführung. Damit wird der Kampf um die See­wege und um die Seeherrfchaft zum leitenden Ge­danken der Kriegführung im Mittelmeer. Für beide Gegner gilt es also, die eigenen Seewege zu sichern und die des Gegners zu unterbinden. Erfolg ober Mißerfolg auf diesem Gebiet hat daher entscheiden­den Einfluß auf die strategische Lage in Norbafrika. Der Nachschub für bie dort stehenden Truppen muß über das Mittelmeer hinweg geführt werden.

Die Engländer hatten zwar unter dem Druck der Achsenstrettkräfte ihren Sckiffsverkehr zum größten Teil aus dem Mittelmeer yerausgenommen und auf die viermal längere Kap-Route gelegt, was für die Versorgung der in Aegnpten stehenden Truppen sehr nachteilia ist. Nur besonders wichtige und eilige Geleitzüge schickte man noch durch das Mittelmeer, allerdings nur unter dem Schutz starker und schwe­rer Uebermafferftreitträfte^ Denn die itqlienische Kriegsmarine konnte aus der Flanke die britischen Geleitzüge bedrohen. Es hoben verschiedene erfolg­reiche Angriffe italienischer See- und Luftstreitkräfte gegen derartige Geleitzüge stattgefunden, so daß die Briten zu größerer Zurückhaltung veranlaßt wur­den. Dann aber schickten die Engländer mehrere Schlachtschiffe derQueen-Elizabeth"-Klasse und Flugzeugträger in bas Mittelmeer, so daß sich- das Kräfteverhältnis erheblich änderte. Die italienische Kriegsmarine sah sich einer großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit gegenüber, daß sie zum vorsichtigen Einsatz ihrer ei gen en. Kräfte gezwungen war.

Bei dem englischen Großangriff auf Libyen zeigte sich wieder der enge Zusammenhang von Land-, See- und Luftkriegsührung. Unter anoerem unterstützten britische Seestreitkräfte durch Be­schießung der deutsch-italienischen Küstenstellungen den Angriff zu Lande. Auch wurde wegen der

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