Ausgabe 
3.10.1942
 
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Samstag, 5. /Somtfag, 4.®ftober 1942

Annahme von 2tnzelaen für die Mittaasnummer btS 8'/, Uhr desVormittagS An-eiaen-Preife

für die Millimeter-Lette von 22 Millimeter Brette: 7Rvf. für f>amilienan« zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen

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|92. Zahrgang Nr. 235

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Eichener Anzeiger

Btfib W UniDerfttätstrndetet B. £<rogt General-Anzeiger für Oberhessen $d|riek6en,9$<»iIftraetil7-9

Generalfeldmarschall Rommel beim Führer

Der Dank -er Ration

daraus ergehende Forderung. Nur dadurch, daß im Gemüsebau intensivst gearbeitet wurde auch hier waren Leistungsaussch'üsse am Werk und infolge einer erheblichen Vergrößerung der Gemüseanbau- lache war es möglich, dem gegenüber früheren Jahren auf das Vielfache angestiegenen Gemüsebe­darf möglichst gerecht zu werden.

Zurückblickend ist festzustellen, daß das verflossene Wirtschaftsjahr von den bisherigen Kriegsjahren die größten Schwierigkeiten für die Er­zeugung bereitete. Daß es auch in der Organisation des Marktes viele kriegsbedingte Hemmungen zu überwinden gab, kam dazu. Das Landvolk selber ist gerade deshalb dankbar, daß wieder die G e w i n -

Wichtige Neuerungen in der Kriegsopferversorgung

Gesicherter Lebensunterhalt für die Hinterbliebenen. - Höchstmaß an Arbeits- und Leistungsfähigkeit für die Kriegsversehrten.

Wieder eine Ernte für den Sieg

Von Landesobmann Wemtz, stellv. Landesbauernführer.

wen und Waisen erhalten zur Witwen- und Wai­senrente auf Antrag einen Zuschuß, so daß mit Renten und ähnlichen Bezügen bei Witwen 45 v.H., bei vaterlosen Waisen 9 v. H., bei Vollwaisen 15 v.H. des letzten Arbeitseinkommens des Ver­storbenen erreicht werden. Einschließlich des Zu­schusses dürfen die monatlichen Gesamtbezüge bei Witwen 270 RM., bei vaterlosen Waisen 54 RM. und bei Vollwaisen 90 RM., nicht überschreiten. Witwen- und Waisenbezüge einschl. der Zuschüsse dürfen zusammen 75 v. H. des letzten Arbeitsein­kommens des Verstorbenen und den Höchstsatz von 450 RM. nicht übersteigen.

In der Reichsversorgung für die Weltkriegs­opfer wurde für Erwerbsunfähige mit besonders schwerem Leidenszustand die Zusatzrente mo­natlich um 30 RM. auf 87 RM. erhöht. Außerdem kann Erwerbsunfähigen, die durch den Verlust des Arbeitseinkommens eine so hohe wirtschaftliche Ein­buße erlitten haben, daß ihre Bezüge nicht aus­reichen, um sie vor einer unbilligen Einschränkung ihrer Lebenshaltung zu bewahren, auf Antrag ein

Der Führer empfing den Oberbefehlshaber der Panzerarmee Afrika, Generalfeldnmrschall Rommel, zum Dortrag. Bei dieser Gelegenheit überreichte der Führer Generalfeldmarschall Rommel den Mar­schallstab und sprach dem verdienten Armeeführer nochmals zugleich im Namen des deutschen Volkes einen Dank und feine Anerkennung aus. Unser Bild zeigt den Führer, wie-er dem Generalfeldmarschall Rommel die Urkunde übergibt. Im Hintergrund Generalseldmarschall Kettel. (Presse-Hofsmann.jScherl.l)

Kameradschaft der Aafton.

Die letzten Septembertage brachten im Strom der vorwärtsstürzenden Ereignisse des Krieges einen Augenblick des Verhaltens zu besonnener Umschau. Reichsaußenminister von Ribbentrop in seiner An­sprache am zweiten Jahrestage des Dreimächtepak­tes, Reichspropagandaminister Dr. Goebbels in sei­nem Rechenschaftsbericht über das Kriegs-Winter­hilfswerk 1941/42 und schließlich der Führer selbst in seiner großen Rede zur Eröffnung des neuen Kriegs-Winterhilfswerks haben der Welt ein im einzelnen sich ergänzendes als Ganzes überaus ein­drucksvolles Bild der inneren Geschlossenheit des deutschen Volkes, der unangreifbaren strategischen Stellung Deutschlands und seiner Verbündeten so­wie ihrer durch die gewaltigen Erfolge ihrer Waffen während der letzten Monate gesicherten und neu hinzugewonnenen wirtschaftlichen Kraft gegeben. Das Fundament der deutschen Kriegführung ist die sittliche Haltung des deutschen Volkes, denn ohne ein im Kern gesundes Volk kann ein Krieg von diesen Ausmaßen nicht geführt, geschweige denn gewon­nen werden. Das lehrt uns jedes Blatt unserer eigenen an bitteren Enttäuschungen und Rückschlä­gen so reichen Geschichte, das lehren uns aber auch die innerpolitischen Verhältnisse bei unseren Geg­nern, deren unausgeglichenes soziales Gefüge durch die starken Erschütterungen des Krieges bereits be­denklich ins Schwanken geraten ist, und die daher jene Unsicherheit in der Führung -eigen, die sich in erregten Debatten über die Schuld an der nicht endenden Serie der politischen wie milttärischen Mißerfolge äußerl, die schließlich zu einer lang­samen LÄhmung des Selbstvertrauens führt und mit dem durch die Not geschärften Blick für die Mängel der eigenen inneren Verfassung aus der peinvollen Gegenwart Zuflucht sucht in unklaren Bildern einer besseren Zukunft, in der man sich und anderen alles das nachzuholen und zu ändern verspricht, was im behäbigen Dahinleben vor dem Kriege versäumt oder gar von der Eigensucht und dem Kastengeist der herrschenden Schichten bewußt hintertrieben wurde. Wir kennen diesen Geistes- zustand aus unserer eigenen Krankheitsgeschichte der unheilfchwangeren Jahre 1917 und 1918 des ersten Weltkrieges, und wir sehen heute, ohne der Ent­wicklung' ungebührlich vorgreifen zu wollen, ge­wisse ähnliche Symptome im britischen Volke, dem seine führende Schicht im dumpfen Ahnen des Ver­hängnisses stüherer Versäumnisse und zur Bemän­telung des eigenen jämmerlichen Versagens immer neue und verheißungsvollere Kulissen einer Zu­kunft aufbaut, für die man, wie der Führer in seiner Rede mit schonungslosem Sarkasmus fest­stellte, ohne sich irgendwelchen Zwang anzsttun, auf nationalsozialistisches Gedankengut zurückgreift. Mit

nung einer guten Ernte gelang, und mir können beobachten, daß diese Dankbarkeit vom gan­zen deutschen Volk geteilt wird. Es soll dabei auch allen Volksgenossen gedankt werden, die bei der Einbringung der Ernte m i t h a l f e n. Das Landvolk selber wird, dessen kann es gewiß fein, nach dem Siege den Lohn seiner Leistungen in der Kriegserzeugungsschlacht erhalten, so wie alle, die ihre ganze Kraft für den Sieg einsetzen.

Nach bäuerlichem Brauch folgt dem Erntewagen der Pflug. In den kommenden Wochen wird der Samen für eine neue Ernte gelegt. Wieder sind es Brotgetreide, Oelfrucht und Futter, die im Herbst gesät werden. Der ewige Kreislauf des Werkes auf der Scholle geht weiter. Wir bauen und säen für unsere Soldaten, für das ganze Volk, für die Zukunft. Wir geben unsere letzte Kraft für eine große Ernte: für den Endsieg, d i e Freiheit und bas Glück des deutschen Volkes!

NSG. Jede Ernte ist nicht nur das Werk schaf­fender Hände, sondern in ihr offenbart sich ganz besonders bie geistige Lenkung, die durch den führenden Kopf- im einzelnen Betrieb ausgeübt vird. Heber diese grundlegende Voraussetzung aller landwirtschaftlichen Erzeugung muß man sich klar [ein, wenn man die Leistung richtig beurteilen will, die hinter der Erzeugung der Ernte steht. Gerade für unseren Gau Hessen-Nassau ist diese Art der Betrachtung besonders aufschlußreich. Während der Großbetrieb mit einer größeren Zahl an der Lei­tung beteiligten Personen ausgeftattet ist, verfügt her bei uns mit über 90 v. H. vorherrschende mittlere und kleinere Besitz über einen einzigen Betriebsleiter, der den Kopf des Betriebes und meist auch noch die stärkste Hand in ihm dar­pellt. Wenn sich auch die entstehenden Lücken rein Zahlenmäßig durch ausländische Hilfskräfte füllen lassen, so kann von einem leistungsmäßigen Ersatz dabei niemals die Rede sein. Schon der deutsch­blütige Landarbeiter ist durch den Ausländer nie ersetzbar, noch weniger der Bauer ober ber Bauern- lohn.

Trotz dieser einschneibenben Schwierigkeiten ist toieber eine Ernte gewonnen worben, die sich sehen lassen kann. Wenn die beutschen Volksgenossen heute Landfrauen beobachten, die mit ber Sense ben Hof verlassen und auf dem Felde ben Pflug und die Maschinen führen, bann mögen sie daran denken, daß auf diesen Frauen neben dieser Arbeit und der Leitung des Haushalts häufig noch b i e S o r g e der Betriebsführung lastet. Darum ist es in unserem Gau ganz besonders die Landfrau,

dungsgang unterbrechen und sich einem Notberuf zuwenden müssen.

Und gleichzeitig wird die Sorge für unsere Kriegs­versehrten neu geordnet. Dabei wird selbstverständ­lich von der Tatsache ausgegangen, daß Arbeit vor Versorgung geht. Es ist ber Wunsch der Kriegs­opfer selbst, nach den Möglichkeiten ihrer körper­lichen Beschaffenheit selbst für sich und ihre Fami­lien durch eigene Arbeit sorgen zu können. Der Staat wird ihnen hierfür alle Voraussetzungen schaffen, durch Umschulung, die auf Kosten des Staates erfolgt, durch Förderung ihrer Kenntnisse und durch Einwirkung auf die Wirtschaft, alle für Kriegsverletzte geeigneten Arbeitsplätze freizuhalten. Deutschlands Kriegsopfer werden also in Zukunft nicht auf eine Rente schlechthin angewiesen sein, son­dern sich durch ihre Arbeit an geeigneten Arbeits­plätzen die Grundlage für ihre Existenz selbst schaf­fen Das heißt nicht, baß ber Staat sich seiner Pflichten den Kriegsopfern gegenüber in dem Augen­blick entzieht, da diese nach voraufgegangener Um­schulung einen Arbeitsplatz gefunden haben. Sie bleiben zeit ihres Lebens in der Betreuung,unb Obhut des Staates, der es mit dem ganzen deut- ' schen Volk als seine Ehrenpflicht betrachtet, die­jenigen nicht in Nachteil kommen zu lassen, die für des Vaterlandes, Freiheit und Zukunft ihr Blut und ihre Gesundheit einsetzten. Den Kriegsverletzten soll aber durch diese Art ber Betreuung ein neuer Lebensmut gegeben werden,'sie sollen sich als voll- roertige und vollanerkannte Arbeitskräfte, als be­vorrechtigte Glieder des deutschen Volkes betrachten,

der in erster Linie ber Erntebank gebührt. Ihr pehen jetzt im Kriege Jugend unb Alter, teils als Familienangehörige, teils als treue ßanbarbeiter, zur Seite und helfen Erzeugungsschlacht um Er­zeugungsschlacht gewinnen. Der noch vorhandene Reftbeftanb an Betriebsleitern hat sich in der Regel über ben eigenen Hof hinaus noch um anbere Be­triebe zu kümmern ober öffentliche Führungsauf­gaben zu bewältigen.

Das eben abgelaufene Wirtschaftsjahr hat uns nichts geschenkt. Im Frühjahr würbe bas Landvolk vor die Tatsache gestellt, daß die abnormen Kälte­grade scharf in die Feldbestänbe eingegriffen hatten. Sn Hessen-Nassau waren Winterbrotge­treide unb auch bie Gerste stark betroffen, so daß ausgedehnte Flächen umgepflügt werben muß­ten. Der Allgemeinheit tarn es zum Bewußtsein, mit welchem Aufwand an zusätzlicher Arbeit diese Felder neu bestellt unb nach äußerst schwieriger Aufbringung des Saatgutes Sommergetreide ange­baut wurde. Wie muftergültig diese Notmaßnahme durchgeführt wurde, bewiesen die schonen Erträge der Sommerung. Auch in die Winterölfrüchte batte der Frost eine riesengroße Bresche geschlagen, die den Anlaß gab, ben größeren Teil umzureißen unb bie Parole für bie Sommerölfrüchte ouszugeben. Auch biefe unerwartet notwendig ge­worbene Umstellung vollzog sich, insbesondere .in Form des Mohnanbaues, so vorbildlich, baß ein großer Teil ber ausgewinterten Oelfrüchte im Er­trag ersetzt werden konnte. Daneben wurde dem Anbau von Faserpflanzen ein weiterer Auf­trieb gegeben.

Auf dem Gebiet des Hackfruchtbaues, au dem der Herbst 1941 einen fchwern Fehlschlag gebracht hatte, wurde in unserem Gau ein neuer Bormarsch angetreten. Als Ergebnis konnte eine ISprogentige Erweiterung der Kar- toffelanbaufläche erreicht werben. Eine außergewöhnliche Frühkartoffelernte war ber erste sichtbare Erfolg, und auch die Hauptkartoffelernte wird gute Erträge bringen.

Vor eine ebenfalls ungünstige Situation stellte # das Winterende unsere hiesige Futter wirt­schaft. Den größeren Teil des Winterfutters hatte ber Frost von den Feldern genommen, der Klee und die als Frühjahrsfutter gedachten, im herbst angesäten Zwischenfrüchte waren ausge- i! froren. Das Frühjahr kam spät, infolge ber lange | anhaltenden Kälte ließ bas Wachstum der Wiesen und Weiden wochenlang auf sich warten, und es bedurfte der ganzen Energie und planmäßigster Organisation, um die Tierbestände über diese Klippe ! hinwegzuführen unb ein allzu starkes Absinken der | Leistungen zu verhindern. Gleichzetig mußte alles | geschehen, um weitgehend die Erzeugung von Er- I ptzfutter einzuleiten. Es gelang, auch dieser Schutte - |f pgteit Herr zu werden. .

\ Um die M i 1 ch f e t t er z e u g u n g aus höchste I Touren zu bringen, wurde auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bas Moment des Wettbewerbs ein­geschaltet. Nach dieser Richtung hin erstreckte sich de Tättqkeit der Milchleistungsausschüsse. Außer- ! dem wurden in einer Reihe von Kreisen Milch- j und Fettleistungsschauen aufgezogen, die der Pro- ' pagierung ber Höchsterzeugung unb ^ochstabliese- (i rmg von Milchfett bienten, unb in deren Nahmen große Tagungen ber Parteigliederungen ber Ge- |i meinbeoerroaltungen, ber Lehrerschaft, des Land­volkes und des Handwerks stattfanden. Besonderer Tank ist der Partei auszusprechen, die sich an ihrer

I Lpitze der Gauleiter, tatkräftig für die For- 8 derung dieser Veranstaltungen einsetzte und damit I vor der gesamten Bevölkerung die Wichtigkeit der scholleneigenen F e 11 e r z e u g u n g auf­zeigte. Auf allen Gebieten ber Groß- unö : Kleintierzucht galt es, die Ziele der Herbbuch­zucht weiter zu verfolgen, unb bie Leistungen Der Landeszucht auf der Hohe zu halten. Die lausende

| Versorgung mit tierischen Prunkten und mit Fleisch konnte ohne Unterbrechung unb Störung burdjg^ führt werden. Die züchterische Arbeit erwies sich durch die Bereitstellung wertvollen Zuchtmaterials unb hochwertiger Nachzucht, ungeachtet der der­zeitigen Erschwerungen, als sehr erfolgreich, üer Gemüsebau mußte im Frühjahr der Tatsache Siechnnng tragen, daß der Frost die überwinternden bemüse zur Strecke gebracht hatte. Schnellstmog- \ kiche Aufbringung von Ersatzgemifte war die sich

Der Dank, den das beuft'che Volk an seine durch Verwundung ober Krankheit ausgeschiedenen Kämp­fer und an Die Hinterbliebenen der Gefallenen ob-er Verstorbenen ab zu statt en gewillt ist, soll darin be­stehen, bah die Heimat alles aufbietet, um die Wun­den des Krieges zu heilen. Dabei soll dem Kriegs­beschädigten ein Höchstmaß an Arbeits- und Lei­stungsfähigkeit wiedergegeben werden, damit er in Ausübung eines nützlichen Berufes seinen ge­sicherten Lebensunterhalt und seine seelische Befriedigung findet. Als Ergän­zung kann eine Versorgung in den Fällen nicht ent­behrt werden, in denen der Ausgleich durch Arbeit nicht ganz erreicht wird. Neuerungen in ber Kriegs- verforaung, bie bas OKW. im Einvernehmen mit bem Leiter der Parteikanzlei zum 1. Oktober 1942 in Kraft gesetzt hat, bringen teilweise erhebliche Leistungssteigerungen. Vor allem aber gehen sie von dem Gedanken aus, daß die Kriegsopfer aus ihrer sozialen Schicht nicht absinken. Die Verbesse­rungen erstrecken sich auf die Versehrten und Hin­terbliebenen dieses Krieges und Beschädigte und Kriegerhinterbliebene des Wettkrieges.

Fijr die Opfer des jetzigen Krieges bleibt ber Grunbsatz, baß eine laufenbe E l t e r n v e r s o r- g u n g nur an bebürftige Ettern gewährt wird, äufrechterhalten. Es wird jedoch auf Antrag eine einmalige Elterngabe von 300 RM. für jeden Sohn gewährt, der gefallen ober als Wehrmachtange­höriger verstorben ist, ungeachtet bessen, ab er lebig ober verheiratet war. Um die Erledigung ber An­träge zu beschleunigen, hat bie Kriegsopferver­sorgung es übernommen, die Erhebungen zu tätigen und bie Anträge weiterzuleiten. Für Schwerst- b e s ch ä b i g t e ist eine V e r s e h r t e n g e lö­st u f e 4 von monatlich 80 RM. neu eingeführt wor­ben, zu ber bei Beschädigung bei befonberem Ein­satz eine Versehrtengelbzulage von. 20 RM. hinzu­kommt. Der Lebensunterhalt eines arbeitsverwen- bungsfähigen Versehrten wirb bis zu seiner be­ruflichen Eingewöhnung dadurch sichergestellt, daß eine Uebergangsunterstützungin Höhe des Unterschiedes zwischen dem früheren unb bem jetzi­gen Arbeitseinkommen gewährt wirb. Jetziges Ar­beitseinkommen unb Uebergangsunterstützung zu­sammen werben bei einem Lebigen monatlich 500 RM., bei einem Verheirateten 600 RM. nicht über­steigen. Arbeitsverwendungsfähige können zu ihren Versorgungsbezügen einen Zuschuß zur Erreichung von 75 v. H. ihres früheren Arbeitseinkommens, bis zum Höchstbetrag von monatlich 375 RM., bei einem Ledigen und 450 RM. bei einem Verheirateten er­halten. Witwen (Witwer), die bas 45. Lebens­jahr ooUenbet haben, erhalten je nach Ortsklasse einen Zuschlag von monatlich 4 bis 10 RM.; Witwen, bie nur eine zwei Drittel-Witwenrente ober einen aus der Witwenrente errechneten Unter» Jaltsbeitrag erhalten monatlich 3 bis 7 RM. Wit-

Bei Ausbruch des Krieges wurde aus dem Ge­danken heraus, daß ber totale Krieg bie Teilnahme bes ganzen Volkes erheischt, bie Allgemeinheit aber auch für bie Betroffenen einzustehen hat, eine Reihe von Bestimmungen getroffen, die den sozialen Cha­rakter der Kriegs-Dersorgungsgesetze besonders be­tonten, so daß die materielle Notlage der Hinter­bliebeneck nach Möglichkeit ausgeschattet wurde. Diese Dersorgungsgesetze sind jetzt, wie die Neurege­lung beweist, aus eine ganz neue Basis gestellt worben, sie sinb bie umfassendste Regelung auf diesem Gebiete, die überhaupt denkbar ist, und sie ist zustandegekommen nach Anhören aller Kreise des Staates, der Partei und der Wehrmacht. Mit voller Härte traf der Krieg bie Ettern, Gattinnen und Kinder ber Gefallenen. Oft war ber Gefallene der einzige Ernährer greif er Ettern, oder ber einzige Ernährer feiner Familie, bie nach seinem Heldentode in bie äußerste Bedrängnis geriet. Wo kein Ver­mögen vorhanden war, geriet die Familie in die größte Not, die Erziehung der Kinder mußte unter­brochen werden. Die Familie wurde in ihrer Ent­wicklung geknickt. Das ist künftighin unmöglich. Die­jenigen, bie dem Vaterlands ihr Höchstes Hingaben, erhalten wenigstens materiell einen vollen Ausgleich als Dank der Allgemeinheit für bie Größe ihres Opfers. Die (Elterngabe wird durch Zuschüsse ver­bessert, bie Lage der Hinterbliebenen Gattin, vor allem wenn sie ihre Kinder erziehen muß, wird auch materiell gesichert, so daß es nicht mehr Vor­kommen wird, daß Sohne und Tochter ihren Bil-

laufenber Zuschuß bis zu 30 RM. monatlich bewil­ligt werden. Für Leicht beschädigte, bie wegen ihres hohen Alters einem Erwerbe nicht mehr nachgshen können, wurde die Zusatzrente von 10 RM. auf monatlich 15 RM. erhöht und die Einkommensgrenze heraufgesetzt. Witwen, die das 45. Lebensjahr vollendet haben, erhalten einen Zuschlag zur Witwenrente von 4 bfs 10 RM. je nach Ortsklasse. Durch Einbeziehung ber Schwer- beschädigtenzulage und durch eine zlenberung der Zusatzrentensätze ergibt sich für Witwen, die das 45. Lebensjahr vollendet haben, je nach Ortsklasse eine Gesamterhöhung ihrer Bezüge von rund 5 bis 12 RM. Auch die Waisenrente hat eine Erhöhung erfahren. An Stelle einer Witwenbeihilfe kann einer Witwe bie Witwenrent e gewährt werden, wenn der Verstorbene bie Ehe erst nach bem Ausscheiben aus bem Militärdienst und nach dem 6. 6.1931 ge­schlossen hat. Beschädigte, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, erhalten eine Alterszulage, die von 60 aus 120 RM. jährlich erhöht wurde.