Einzelbild herunterladen

pw

Aus der Stadt Gießen

Freude im Alltag.

bei

(Nachdruck verboten.)

5. Fortsetzung.

Es stens

verdunkelungszeit:

3. Februar von 19.09 bis 8.30 Uhr.

ijtürmen.

Wer den Ort bekommt der Gegner nicht wieder, fc der Tag graut, muß er auch aus den letzten Mrn heraus, trotz erbittertster Gegenwehr. Im

In oie jcymerzenoen tyuge au, vie «june mivc, n etwas warm zu werden. Don Nacht zu Nacht Inert nun das Ringen.- Auch der morgige Tag ild keine Ruhe bringen. Die Sowjets drüben sind tienmäßig überlegen, sie werden immer wieder

im Geiste wieder: seinen schmalen Langschadel, meergraue Augen unter fast weihen Brauen, Helles, schon mit viel Weiß durchmischtes Haar, das ihm etwas unordentlich um den Kops hing, seine baumlange Gestalt...

Wovon hatten sie gesprochen? Don Arnold Fon­tana zuerst, dem Komponisten derDonauni^ , der hochmerkwürdiges Zusammentreffen für den Winter ein dem Baron gehöriges Jagdhaus gemietet hatte, hoch droben im Walde. Fehr hatte einen Brief hervorgeholt und auf dem Tisch ausgebreitet:Meine Tochter Ulla schreibt gerade heute: ,Fontana hat das Jagdhaus bezogen und einen großen Flügel aus Berlin kommen lassen.

Drollig, Baron! Ich kenne Fontana ein wenig, er war zur Premiere hier, ich denke, ich habe ihm gefallen..." , ,, , ,

Werde ihn übermorgen gleich mal fragen.

Ach, Sie fahren so bald? Ja, fragen Sie ihn! Und schreiben Sie mir ganz aufrichtig, was er sagt aber ganz aufrichtig, ja? Es wäre mir^unend- lich wichtig, wenn er sich für mich einsetzte.

Und dann hatten sie von dem Fehrschen Gut ge­sprochen, von Lappersdorf. Ob er es selber bewirt-

w HM u

ft-

luqt

Der feurige Ofen

Roman von Hans von Hülfen

^etaä ss

Bereitschaft im winterlichen Wald.

Während die Schützen vielfach in Erdlöchern ver­steckt aus den Feind warten, ist hier Pak an einer Waldlichtung aufgefahren, um evtl, angreifende Panzer mitFeuerarüßen" empfangen zu können. (PK.-Ausnahme: Kriegsberichter Cusian. jSch »

War Ihre Leidenschaft zum Theater so groß, daß Sie plötzlich auf und davon gehen mußten?

,Zch gestehe offen; sie war nicht der einzige An­trieb. Ünb auch nicht der stärkste. Es überrascht Sie gewiß, aber ich hänge gar nicht so sehr am Theater. Nicht so, wie man mühte, um auf die Dauer Erfolg zu haben. Gott weiß, ob ich über­haupt dabei bleibe. Die Bühne war eigentlich nur meine Rettungsinsel in dem allgemeinen Schiff­bruch, den ich mit achtzehn Jahren erlebte. Oder mir wenigstens einbildete ... Ach, was! Seien Su lustig mit mir, Baron!"

Traurige Dinge? Haben Sie noch immer Mach! ^Bis^ gestern? glaubte ich's selber nicht.' Ich habe in den ganzen sechs Jahren selten einen Gedanken an die Vergangenheit gewendet. Höchstens, wenn; Schwierigkeiten hagelte ... ja, daran fehlt s bein Theater nicht, nie, bis heute nicht! ... dann hab ich mich manchmal zurückgesehnt. Aber das, ginx immer rasch vorbei. ,Wolken, die vorüberziehn, sag! meine kluge Freundin Fips. Und jedenfalls hattn die Geister des Einst niemals Macht über mich Aber gestern. Sie brach ab, kniff die Lippen zu­sammen. _ a

Er wollte seine Hanü tröstend, auf die ihre legen, doch sie griff danach und hielt sie fest:

Als ich gestern nach Hause kam, von unferm famosen Abend, der so lange gedauert hatte... M mar mein Vater plötzlich da. Was sagen Sie dazu? Er saß in meinem Zimmer - ich bekam einen furchtbaren Schreck! Er hatte mich endlich aufge­stöbert. Nach sechs Jahren sah ich ihu zum ersten Mal. Es war schrecklich, es hat mich sehr ange- Griffen, ich bade geglaubt ich muß beute absagen Aber nun Schluß, Schluß, Schluß!" rief sie plötz­lich mit veränderter Stimme:Schluß^ mit diesen trüben Geschichten! Seien wir verqnnqt ' D es- Augenblick ist schön... es tut nur so wohl, lieber Baron, endlich wieder einmal eineni Menschen aus der Sphäre zu begegnen, der ich entstamme... unv die icb nur schwer verlassen habe .. Gemeßen wir bcn Augenblick!... Ah, ich glaubender Burgunder fpJWASä' M.. »°- m. nrs sfää

a»mefen. Ach, die Erinnerung daran tat so wohll (Fortsetzung folgt.)

ist ein Gesundheitsgesetz des Lebens, wenig- einmal am Tag lächeln zu dürfen, wenigstens eine Diertelstunde lang von den oierundzwanzig Stunden eines mühseligen Arbeitstages eine stille Freude genießen zu können. Menschen, die tage- oder gar wochenlang die kleinste. Freude entbehren müssen, können dies Leben nur ertragen, indem sie mit ihrer schlechtgewordenen Laune auch die gute ßaune jener verderben, denen es nach ihrer Mei­nung besser geht, weil sie noch lachen und lächeln

Ichlachtfetten nur bet dem Metzger zulässig ist, d-r die Karte abgestempelt hat. Die Beachtung dieser Bestimmungen ist notwendig, weil nach Aushebung d-r Bestellscheinpslicht für Schweineschiachtsette nur auf diese Weise die reibungslose Abgabe dieser Er. Zeugnisse sichergestellt ist.

Erfasiungsappette der Hitler-Zugend.

können.

Gewiß kommen für jeden Menschen einmal Tage, an denen jedes Lachen verstummt und der geringste Versuch zu lächeln sich in ein Weinen verwandelt. Doch diese Tage sind selten. Der Tod, die erschüt­terndste Not, die härteste Qual vrägen sie. Wer aber die Kraft besaß, solche Tage furchtbarster Last zu

NSG. Zur Zeit finden in allen Bannen der Hitler-Jugend Erfassungs-Appelle statt. Bet diesen Appellen werden die Stammrollen angelegt uno zur Erfüllung der Jugenddienstpflicht für alle Ju­gendlichen angelegt. Sie haben nichts mit einer Einberufung zur Wehrmacht oder zum Reichs­arbeitsdienst zu tun. Rückfragen von Betrieben an Dienststellen der Partei oder der Wirtschaft er­übrigen sich daher.

Es ist noch darauf hinzuweisen, daß etwa aus- fallende Arbeitszeit von dem Betriebsführer zu zahlen ist.

Lehrer i. 5t. Wilhelm Michel achtzig Zahre alt.

Am 5. Februar begeht der Lehrer i. R. Wil­helm Michel, ein Oberhesse, seinen 8 0. Ge­burtstag. In Muschenheim geboren, wirkte er von 1881 bis 1885 als Lehrer an den Schulen in Holzheim und Garbenteich und von 1886 bis zum Ruhestand (1924) an der hiesigen Stadtschule An seinem Geburtstage werden seine ehemaligen Schüler und Schülerinnen, denen er ein guter und gerechter Lehrer war, seiner, dankbar gedenken. In Turnerkreisen ist er ebenfalls eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit. Noch bis zum 74. Lebens­jahre leitete er die Altersriege des Männerturnver­eins Gießen, dem er seit 1886 ununterbrochen an­gehörte. Der Männerturnverein ernannte ihn wegen seiner Treue und seiner Verdienste um die deutsche Turnsache zum Ehrenmitglied. Der Turnkreis 9 (Mittelrhein) der ehemaligen Deutschen Tumerschast verlieh ihm den Ehrenbrief, die Deutsche Turner- schäft zeichnete ihn besonders aus. Der Jubilar war auch ein guter Schwimmer und eifriger Wanderer. Er ist langjähriges treues Mitglied des. Männer­badevereins Gießen. Im Weltkrieg verlor er den einzigen Sohn und in diesem Kriege einen Enkel. Möge dem Jubilar, dem die besten Wunsche zu seinem 80. Geburtstage gelten, noch ein fonniaer Lebensabend beschieden sein.

Gloria-palast:

; »Tanz mit dem Kaiser.-'

Nacht, fuhr er mit feinem Kübel zu den Ge- disständen. Die Sowjets dürfen um keinen Preis Jen Ort wiederhaben. Wie Riesenfackeln leuchten bkennen-den Häuser in der Nacht. In ihrem Dein tauchen da vorn immer wieder dunkle Ge- 2ten auf. Dann peitschen die Maschinengewehre jta Garben in das Dunkel, bellen die Gewehre w bis alles wieder ruhig wird. So geht das die -py Nacht, die Schützen klettern von Zeit zu Zeit ihren Löchern, Wagen mit den Armen, ttam- die schmerzenden Füße auf die harte Erde,

In dieser Woche sind die Bestellscheine der Le- bensmittelkarten für die 33. Zuteilungsperiode bei den Verteilern abzugeben. Schon feit der vorigen Zuteilungsperiode enthalten die Reichsfetttarten für jeden Bestellschein ein freies Feld auf der Vorder, eite der Karte, in welches der Verteiler seinen Fn> menstempel zu setzen hat. Zur Beseitigung von Zweifeln wird aüsdrücklich festgestellt, daß durch diese Regelung die Bestimmung unberührt bleibt, nach der 'die-Metzger die Rückseite des Stammab- schnitts, -der^Fettkarten mit ihrem Firmenstempel zu oeriehen haben und der Bezug von Schweme-

Da muß erst eine schöne Frau kommen und einem das sagen: ein Wahnwitz!" 1

Manches müssen euch Männer überhaupt erst die Frauen sagen ..." , ,

,Ha, ja. Mir bats keine gesagt. Weil ich keine angesehen habe. Vielleicht war's ein Irrtum..."

Einer, den Sie ganz gewiß noch einmal forrl- gieren werden..." £

Wenn ich mein Leben noch einmal anfange , hatte Christian Fehr gesagt:Und wahrhaftig, jetzt püre ich fast Lust dazu! ... dann steht mir der Sinn nach etwas ganz und gar Ausgefallenem. So ausgefallen, wie die schönen Gläser, die aus dem Schmelzofen meiner .Sophienau' hervorgehen und aus den kunstreichen Händen meiner Blaser und Schleifer! Dann möchf ich eine Frau nach Lappersdorf bringen, die dortzulande wirkt wie ein bunter fremder Vogel! Schöne Phantasien, ^Phantasien, Baron? Nichts ist so phantastisch wie das Leben. Es brinat die kuriosesten Dinge zustande. Mir war's auch nicht geweissagt, daß ich mal auf einer Münchner Bühne stehen wurde Die Eltern hatten sehr viel bürgerliche Dinge mit mir vor..." ..

Ja? Sie sind also kein Theaterkind?

Hat Ihnen Abbeg das nicht schon erzählt, daß ich eines schönen Tages durchgebrannt und zum Theater gelaufen bin?"

Kein Sterbenswort. Ich habe seit gestern gar nicht den Vorzug gehabt. Woher wüßte er s Übri. gens? Ach so, er scheint ja em alter Bekannter von Ihnen..." . . ....

Alter Bekannter. Ja, ich kenne ihn eigentlich von klein auf. Er verkehrte viel In meinem Eltern- hause. Geschäftliche Zusammenhänge ich weiß das nicht im einzelnen..." - ..

Mir schien gestern es war eine Art Duell zwischen Ihnen?" , , ,

Duell! Nicht übel! Ja, wir haben uns immer mit dem Florett gegenübergestanden von allem Anfang an. Es liegt in seinem Wesen, daß er immer' Herr und Besitzer sein will. Er hat mir wahnsinnig den Hof gemacht, obwohl er eiskalt von Natur ist, merken Sie das nicht auch? ... als ich noch ein junges Ding und zu Hause war. Und Sie sahen ja, daß er das gestern fortzusetzen versuchte.

Sie gingen nach nebenan, um ZU tapzen. Spater

i flte Zehn

und Aengste zärtlich überbrückt.

Wer die Freude im Mtagsgetriebe nicht fand, wem sie nicht von einem lieben Freunde gegeben ward, der rufe sich selbst herbei. Der Mensch ist immer sich selbst sein bester Freund oder sein bö­sester Feind. Mancher ist so böse auf sich oder so abgeneigt gegen sich, daß er nicht mit sich selbst verkehrt. Und darum verlernt er auch, ein Lächeln in den Tiefen seiner Seele erblühen zu lasten aus einem scheinbar ganz nichtigen Grunde.

Nur weil er eine Schwalbe ins Abendrot fliegen sicht. Oder weil ein Kind irgendwo singt. Oder weil ein junges Mädchen an ihm vorübergeht, das schön ist ohne es zu wissen. Oder weil das Brot, in das die Zähne hineinbeißen, so würzig und erbhaft schmeckt. Oder weil eine Erinnerung aus der Kin- derzeil auftaucht. Oder weil die Seele plötzlich so leicht dahinschwebt, daß es vom Leben zum Tod nur noch ein Flügelschwung ist. Das sind die un­vergeßlichen, nie zu raubenden Freuden, die feder haben kann und jeder braucht wie das tägliche Brot.

A. n.

Oer Stempel des Metzgers auf der Fettkarte.

H Hüllen bringt dieser Hind. Der Kaffsee kn der M>flasche ist gefroren, das Stück Brot im 23rot- iLtel ein Eisklumpen, an warmes Esten ist nicht «L denken, die Feldküche kann nicht nachkommen, in der stockdunklen Nacht würden die Esten-

♦Mer den Weg nicht finden, außerdem ist keine fal dafür da. Die Zähne bohren sich in das hart- lleforene Brot, der Hunger wühlt, aber schlimmer ft tiefer teuflische Eiswind.

Tokio, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nachdem lt japanischen Truppen seit Samstag vor den loren Singapurs stehen, sei, wie der Spre-

der Armeen Oberstleutnant H o 11 a, betonte, \ i Kürze mit einer Generals sfensive gegen k Jnselfestung zu rechnen.

die Beschießung Singapurs von |an b a'u s hält ununterbrochen an und hat zu inet regelrechten Artillerieschlacht geführt, l die Engländer ebenso heftig, besonders vom Üblichen Teil Singapurs aus, das Feuer erwidern. Mnischerseits werden gleichzeitig fortgesetzt Bombenangriffe durchgesührt, die vor allem kn Datteriestellunaen gelten, um das Feindfeuer fcig Schweigen zu bringen.

film Samstagnachmittatz griffen starke Formatio- bn her japanischen Luftwaffe den Flugplatz feletar auf Singapur an und schossen hier- fc 13 feindliche Maschinen ab. Bei einem Veiten Angriff kam es zu heftigen Luftkämpfen, lobet der Gegner 19 Hurrikane- und 2 Bus- plo-Maschinen verlor. Eine japanische Maschine ist durch direkten Einsatz auf das Ziel jurd) Selbstvernichtung verlorengegangen.

Das 20 Kilometer nordwestlich Johore Bharu Megene Wasserreservoir von Singapur fei in japanische Hand. Angesichts der Schnelligkeit des japanischen Vormarsches ist es den Isländern nicht mehr gelungen, das große Re- Irooir vor ihrer Flucht zu zerstören.

IJapanische Aufklärungsflugzeuge stellten im Ha- m von Singapur eine größere Schiffs- [lotte fest, die aus zwei 10 000-Tonnen-Damp- Im zehn 5- bis 6000-Tonnern und zahlreichen klei- Men Einheiten besteht. Diese Schiftsansammlung, Bit der wahrscheinlich der Abttansport der briti- ben Truppen nach Java und Sumatra erfolgen M, .bildet nun ein Hauptziel der japanischen Bom- 4tr. In den kilomerterlangen Dockanlagen drängen |f) Taufende von Menschen, darunter zahlreiche fcolbaten, um auf die Schiff« zu kommen,

-lustherrschast der Japaner über Burma

DerTanz mit dem Kaiser", nach einer Idee von Geza von Bolvary und Friedrich Schrey- d o gl von Georg Jacoby in Szene gesetzt, ist typisch für eine von der Ufa seit Jahren gepflegte, publikumswirksame Gattung von historischen Tanz- und Ausstattungsfilmen.

Josef II. von Oesterreich unternimmt, um sich einem ihm nicht willkommenen Heiratsprojekt seiner energischen Mama Maria Theresia zu entziehen, eine Inspektionsreise nach Siebenbürgen. Unterwegs muh sich sein Adjutant, der Rittmeister von Kleber, wegen eines Radbruchs am Wagen bei der hüb­schen siebenbürgischen Baronin Christine von Alvms einquartieren, die den schmucken Offizier, was unter solchen Umständen nicht unglaubhaft erscheint, für den Kaiser hält. Der Rittmeister, der praktischer- weise auch Josef mit Vornamen heißt, laßt sich diese Verwechslung mit unbedenklich-liebenswürdiger Frechheit gefallen: Christine ist nicht nur ein Tanz, sondern auch die darauf folgende Nachtmit dem Kaiser" beschieden. Es ist eine große Liebe beider­seits auf den ersten Blick. Da Maria Theresia aber wenig später einen an den Kaiser gerichteten Brief der Baronin in die Hand bekommt, entdecken sie und der Kaiser nach und nach, was sich m Sieben­bürgen abgespielt hat; die Baronin wird nach Wien zitiert, und es sieht zunächst so aus, als ob das Reiseabenteuer ein schlimmes höfisches Nachspiel haben sollte, aber die Hersteller des Films wußten genau, was sie ihrem Publikum schuldig waren, und am Ende darf die Baronin mit dem geliebten Josef in ihre Heimat zurückkehren. Diesmal weiß sie, daß es nicht der Kaiser ist (mit dem sie übrigens wirklich einmal hat tanzen dürfen), sondern der Rittmeister, der sogar noch obendrein zum Statt- Hatter von Siebenbürgen befördert wird.

Der Spielleiter Georg Jacoby hat aus jahre­langer Filmpraxis die an sich geringfügige Fabel

Her japanische Angriff gegen Singapur

Artilleriekämpfe. - 34 englische Flugzeuge abgeschoffen.

Ich habe eigentlich alles verpachtet, was der alte Herr noch selbst regierte. Manchmal frag ich mich, ob dieser Mangel an Aksivitat.nicht schon ein Zeichen von Dekadenz ist ..."

Dekadent? Sie!" Marion lachte ihm ins Ge­sicht:Sie sehen aus, als ob Sie jagen, Tennis spielen, Ski laufen!" .

Tue ich auch. Mit Ulla, die mir bei alledem ein guter Kamerad ist. Sonst wär's nicht auszuhalten in den schlesischen Wäldern..." , , .

Seine Tochter lebe also bei ihm? Nicht bei der ^U^ri?ber?" Fehr wurde plötzlich ernst:Ach so,"Sie glauben, ich bin geschieden, wie's zeitgemäß ift Nein liebes Fräulein von Brakei, ich bin nicht der Mann, der sich scheiden ließe. Meine Frau^ist leider früh gestorben, vor zehn Jahren schon ....

Zehn Jahre Witwer ein Mann, wie Sie? Kaum glaublich, Baron!" ..

^ehn Jahre ja. Vielleicht haben Sie recht. Ich habe damals nur an mein Kind gedacht, dem Ich nicht Unrecht tun wollte. Und h°b >hm aus diese Weise vielleicht das größere Unrecht getan. Zehn einsame Jahre eigentlich ein Wahnwitz,!

Tokio, 2,Februar. (DNB,) An der Burma- [r o n t konnte die japanische Luftwaffe bereits die iiuf therrs chaft erringen. Im Verlaufe der bis­herigen Bombenangriffe und Luftkämpfe seien rund 100 feindliche Maschinen zerstört war- den. Darunter befinden sich Flugzeuge, die erstem len letzten Wochen aus dem Nahen Osten an der punnafront eintrafen. Gegenwärtig ständen dem jeinbe an der Burmafront nur noch Luftkräfte Ischungkings mit amerikanischen Freiwilligen zur Verfügung. ______________________ .

überstehen, der weiß wiederum, weshalb an ihnen fein Lächeln mehr gelang: weil statt der Freude der abgrunbtiefe Schmerz neue Seelengründe öff­nete, aus denen der Geist innerlichster Läuterung emporstieg. ,

Ebenso selten wie die Tage des großen Glückes. Von diesen Ausnahmetagen, deren ein Menschen- leben gewöhnlich kaum ein Dutzend vom Schicksal zugeteilt erhält, einmal ganz abgesehen, besteht unser Leben aus Alltagen und Sonntagen, die bei näherem Hinschauen für jedermann ziemlich gleich verlaufen: alle haben ihr Päckchen Merger, ihr Päckchen Vergnügen und ihren Packen Arbeit auf dem Buckel. Schön: der eine mehr, der andere weniger. Die paar aber, die sich vor dieser allge­mein üblichen Last drücken, haben statt dessen etwas viel Schlimmeres sich aufgehalst: ein schlechtes Ge­wissen.

Dies gilt in ausgleichendem Maße vor allem auch in solchen Zeiten wie jetzt, da jeder doppelt kämp­fen und arbeiten muß. Friede und Freude atmet )ie ganze Gott-Natur dort, wo sie gedeiht; Unrast und Kampf tobt in der Natur dort, wo sie vernich­tet. Trotzdem ist ein Gewitter heilsam und frucht- dringend; so kann es auch ein Krieg sein.

Was aber ist das Schönste nach einem Gewitter? Oer Regenbogen. In den sieben Farben ist das Lachen Gottes über feine schöne Erde angesammelt, im harmonischen Zusammenklang dieser Farben aber atmet erlösender Friede, der alle Schrecken

Lieber Baron", sagte sie hasttg, beinahe ; füftemb: ,Hch weiß alles, was Sie denken. Ich be­greife auch, daß Sie es denken, denken müssen, ob» vohl es entsetzlich für mich ist. Ich hatte ^mir unser Diedersehen ganz anders vorgestellt ..." hIch auch." Er gab sich keine Mühe, seine Bitter- leit zu verbergen.

[Wo wohnen Sie?" Und, da er den Namen dnes großen Hotels am Anhalter Bahnhof nannte: !Lch bitte Sie inständig, bleiben Sie im Hotel, bis ich Sie anrufe! Baron, ich habe niemals im Leben tlnen Freund so nötig gehabt. Lassen Sie sich durch Lichts täuschen, ich weiß, der Anschein spricht gegen mich, aber es ist alles ganz anders als Sie glau­ben. Geben Sie mir, ich bitte Sie herzlich, geben Sie mir Gelegenheit, es zu erklären ... jetzt kann ich nicht ... Versprechen Sie mir bas?" Sie ergriff plötzlich seine Hand, hielt sie mit beiden Hän- btn fest.

Christian Fehr schwankte sekundenlang. Er tompfte mit sich. Es war alles so sinnlos geworden - so ganz sinnlos. Und doch konnte ers ihr ab» schlagen? Da sie ihn so dringend bat, mit Wort und Aick und Händedruck?

,^ch werde warten ..."

Marion zögerte, den Drücker ihrer Zimmertür in der Hand. Wohl eine Minute. Und in dieser einzigen Minute drängte sich in ihrer fieberhaft arbeitenden Erinnerung der ganze, reiche Abend Rammen der eine Abend, den sie mit Chri­st an Fehr verlebt, mit ihm allein vtzrlebt; der Ibenb, der auf jenes Beisammensein zu viert felgte. Gerade wie vorhin Fehr im Wachtraum, »ährend der Bahnfahrt, erlebte sie noch einmal blitzschnell alle Einzelheiten der Stunden in dem leinen, eleganten, überfüllten Weinrestaurant, in tas der Baron sie geführt, nach dem Theater, nach seinem Besuch in der Garderobe. Sie sah wieder noch erhitzt von den Strapazen der großen Hotte wie es ihm Spaß machte, die Speise- tarte. dis Wemkaptö mit ihx äU erörtern, Sah ibn

Mulmein in japanischer Hand.

Tokio, 2. Februar. (Europapreß.) Das kaiser­liche Hauptquartier gab am Montag bekannt, daß die japanischen Landstreitkräfte in Burma Mul­mein besetzten. Mulmein ist mit seinen rund 65 000 Einwohnern eine der bedeutendsten Hafen- ftäbte Burmas. In unterrichteten Kreisen Tokios wird daraus hingewiesen, daß die Möglichkeit der Benutzung der Burmastraße für den Transport von Kriegsmaterial für Tschungking praktisch ihr Ende erreicht hat, nachdem die japanischen Stteitkräfte Mulmein besetzt haben, das nur 160 Kilometer ost­wärts Rangun liegt.

Feindlicher Flottenvorstoß gescheitert.

Tokio, 2. Febr. (DNB.) Am Morgen des 1. Febr. erschien eine Flotte feindlicher Flugzeug­träger, Kreuzer und Zerstörer in den Gewässern der Marschall-Inseln, die sofort von ja­panischen Flotteneinheiten angegriffen wurde. Die Japaner setzten einen Kreuzer in Brand, schossen elf feindliche Flugzeuge ab und verursachten den übrigen Schiffen beträchtliche Schäden. Die japa­nischen Streitkräfte erlitten nur leichte Schäden an einem kleinen Hilfsschiff, während die übrigen Schiffe sowie die militärischen Einrichtungen auf den Inseln unbeschädgt blieben. Die japanischen Verluste betragen 28 Tote und Verwundete. (Die Marschall-Inseln gehören zu den östtichen japani­schen Besitzungen im Pazifik und liegen von allen japanischen Besitzungen den hawaiischen Inseln am nächsten.)

CTleine politische Nachrichten.

eisigen GkeppeMvfnV mürbe Reser Weg Im VeM^ stoß errungen, im klirrenden Frost der Nacht die errungene Stellung gehalten.

Der Führer hat durch Verordnung vom Ä). Ja­nuar 1942 die Satzung des Ehrenzeichens für deut- fche Volkspflege dahin erweitert, daß-für Verdienste unter persönlichem Einsatz bei den besonderen Ge­fahren des Krieges das Ehrenzeichen und die Me- daille für deutsche Volkspflege auch mit Schwertern auf dem Bande der Auszeichnung verliehen werden können.

Der Ritterkreuzträger, Hauptmann Wilhelm Spis.s, Gruppenkommandeur in einem Jagdge­schwader, ist an der Spitze seines Verbandes bei einem Tiefangriff im Ostteldzug den Heldentod ge­storben. Am 14. Juni 1941 wurde ihm für seine hervorragenden Waffentaten das Ritterkreuz ver­liehen. Er erhielt diese hohe Auszeichnung vor allem für die außerordentlich wagemutigen Tiefangriffe, die er, stets an der Spitze feiner Staffel fliegend, im Südostfeldzug durchgeführt hat.________________

das Vop h 'n gewaltig » 3n fchwit» | immer bii i hier haben I melber über I < |6*]) I ifche Reser. I den? I Himmel ein I ! Raum ist I ) einige un» I e nicht im I n über der I nt ihr töt« I i kippt ab, I )e entgegen. I 5, um jeden I jeden Meter ] erwart». 1 geben. Der I m versteckt J a brennen« 1 meriichi des 1 ier um jedes 1 höhen jen« I Sowjets her. I n die Sow- I Die frischen 1 impfgeijärte» I geht weiter. I 3n überlege« fjare werden 1 lassen muß« me Erde ge» 1 i ein flaches | t gegen »je Steppet®

ckelchW'

imtnen. Mer.1 -ine MM sich durch«® die 6m urzchrechen, jöner, meine auf mich!

erfinde Meinen 6« dem ifl ® n fie IW 5 einen nidjt m* ,enM *

rfeinjelH1 5 Sch°E en. W £ chest«^

Weiß' "ch W U * wieder DbN" Schön« ihnen nv-Schive- & id aller-

" un»

Et? t . d-lt, n W gilt f* bett-

jj üusfjalten, auf jeden Fall aushalten! Der rÄMpaniechef ist gefallen und mancher Kamerad er- i timit ihm den Heldentod. Der Leutnant kriecht v i]t »;r: -üI Loch zu Loch, kümmert sich um jeden einzelnen elMlSeT Soldaten. Der General war vorn. Noch tn fuhr or mit feinem Kübel m den Ge- >11 "in ».