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n studentenführung Hessen-Nassau. Na< i- Betätigung auf diesem Gebiet ersoM! t, gleichen Jahres seine ehrenvolle Be
eauftragung als
macht.
Verfügung und übernahm bas Amt NS.-Altherren-
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kann auch Kinder-Kegel-Klub heißen, denn in jedem Künstler steckt ein Kind, das spielen will."
Da wandte sich der Sportkegler voll Entsetzen; er verstand die Welt nicht mehr.
vereiste Stellen zu bringen.
(PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Grunwald. jSch-ü
Meter hinter sich haben, stehen gegen frische Reser, ven der Sowjets. Wer wird Sieger bleiben?
Da kommt plötzlich von oben, vom Himmel ein merkwürdiges Heulen, der ganze weite Raum ist erfüllt davon. Sollten das — ja, es sind einige un. serer Stukas. Sie lassen uns heute nicht im Stich trotz der Kälte. Sie kreisen drüben über der Stadt, suchen ihr Ziel und dann ^beginnt ihr töd- licher Reigen. Eine nach der anderen kippt ab, stürzt, stößt im rasenden Sturz der Erde entgegen. Weiter, die Sowjets müssen drüben raus, um jeden
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lich pfeift und zwitschert es über die ebene Fläch-, s Maschinengewehrgarben hacken und hämmern, tau» endfaches Echo werfend.
Die ersten Kameraden fallen. Scharfschützen schie- ßen drüben, sitzen hinter dem aufgesetzten Zielfern- rohr wie auf dem Anstand. Die hartgefrorene Erde der Hänge bietet keine Deckung. In kurzen Sprün« gen geht es weiter, stolpernd über die gefrorenen Furchen, vom Schnee überweht. Dauernd ^gleitet der Fuß ab, tritt unversehens in ein -p Borwärtskommen allein ist schwierig, dazu kommt j dieses teuflische Feuer, das immer stärker wird. Der ! Himmel ist aufgerissen. Ein Stück Blau lugt zwi- . schen treibenden Wolkenfetzen. Der Wind ist eisig wie am frühen Morgen. Die Gewehrläufe schwitzen ; und überziehen sich mit ein°r Eishaut.
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Harter Kampf in eisiger Nacht
Von Unteroffizier Karlheinz Ullrich.
Kradfahrer in einem Kampfabschnitt im Donezgebiet.
Schneefälle und Vereisung erschweren das Voi> wärtskommen der motorisierten Truppen gewaltig und bringen manche Strapazen mit sich. In schwie- rigen Situationen bewährt sich jedoch immer bie Kameradschaft aller Waffengattungen. Hier haben kräftige Hände zugefaßt, um einen Kradmelder über
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„Nachschub durch die Lust."
Von Kriegsberichter Hermann Kohler.
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trügliches Ohr aus wachem Erkennen stammen. Aber . er spricht darüber nicht viel, und seine Musiker verstehen ihn doch. Darin erweist er sich durchaus als Magrer. Ein paar knappe Worte, die das Wesentliche enthalten, ohne es eigentlich auszusprechen, und schließlich nur die Mahnung „Schöner, meine Herren!" und „Bitte, achten Sie hier auf mich!" ob$r „Nachlassen!", das ermöglicht zauberhafte Wir. kungen. So wird aus unzähligen Mosaiksteinen die Aufführung zusammengesetzt. Bei all dem ist im wesentlichen Planung am Werk, wenn sie sich in Wahrheit auch nicht nur, wie es scheinen könnte, auf die Einzelheiten bezieht, sondern nicht minder auch die großen Linien in jedem Augenblicke mitbedenkt.
Dieses Zusammenschließen der Werteinzelhetten in planvoller Arbeit ist ein hinreißendes Schauspiel.. Leider dürfen es nur wenige miterleben. Das Dr- cbester genießt diese Proben als Feststunden. Es ist kein Geheimnis, daß unsere Orchestermusiker wahre Teufel sein können, wenn es gilt, einen ver- haßten Kapellmeister zu verdrießen. Der Schatz ihrer Schliche und Ränke, wie man ihn zum Weißbluten- bringen kann, ist unerschöpflich. Dagegen muß man sie nun bei Wilhelm Furtwängler in den Proben sehen. Beethovens siebente Symphonie, die sie jedes Jahr mehrere Male unter ihm spielen und daher noch öfter proben, wird auch das nächste Mal wieder 2 bis 3 Stunden lang durchgearbeitet. Wohlgemertt: nicht etwa nur wiederholt, sondern im Grunde völlig neu einstudiert. Denn wieder schürft Wilhelm Furtwängler nach neuen Schönheiten. Er arbeitet rhythmische, klangliche, melodische und andere Beziehungen heraus, die ihnen allen bisher verborgen geblieben sind. Natürlich handelt es sich dabei stets nur um allerfeinste Schwe. bungen, um ein letztes Ausklügeln und Auswägen von zartesten Abschattungen. Aber selbst die aller, bekanntesten Symphonien wirken dadurch völlig neu. Darum sind seine Musiker jetzt alles andere als Teufel, sondern sitzen wie große Jungen da und hängen voller Erwartungen an seinen Augen. Mag er in einem Satz hundertmal unterbrechen, so bleibt ihre Phantasie doch stets im Fluß, sodaß Aufmerksamkeit und Musizierwillen nie nachlassen. Das größte Geheimnis dieser Probenarbeit ist nämlich, daß sie an einem gewissen Punkt stehenbleibt: dort, wo die Planung in die Eingebung, in die Jmpro- visation übergeht. Die gehört dem Abend, weil sie Gnade des großen Augenblicks ist.
Ebene.
Noch schweigen die feindlichen Batterien, sollte die Ueberraschung drüben allgemein fein? Die Schützen gehen weiter vor, eine kleine Stadt ist das Ziel des Gegenstoßes. Da heult es auf, ein berstendes Krachen mitten unter uns, Erdbrocken, Splitter fetzen durch die Luft, die Sowjets antworten. Plötz-
bensjahres auch in bie NSDAP, eingetreten. Sein Eintritt in die SA. erfolgte im Herbst des gleichen Jahres. Im Jahre 1934 wurde er als Sturmbannreferent für weltanschauliche Schulung eingesetzt, später in den Stab der Gruppe Hessen übernommen und zum SA.-Hauptsturmführer ernannt. Im Frühjahr 1937 stellte sich der im nationalsozialistischen Kampf um die Hochschule bewährte alte NSDStB.- Kamerad abermals der studentischen Arbeit zur
Gaustudentenführer. Im Braunhemd und feldgrauen Rock hat Gaustudentenführer Kugelmann getreu seine Pflicht erfüllt bis zum letzten Einsatz. Seit Kriegsbeginn stand er in den Reihen der Wehr-
Angriffe des Feindes erfolgreich zurück. Ein Angriff starker bolschewistischer Kräfte richtete sich dabei gegen ein/* von deutschen Truppen besetzte Ortschaft, die die Bolschewisten durch den schonungslosen Em- satz aller ihrer Kräfte zu erobern versuchten. Der Angriff wurde jcbod) schon vor den deutschen Limen durch das zusammengesahte Abwehrfeuer der deutschen Infanterie und Artillerie zerschlagen.
Die deutsche Luftwaffe griff an der s üb 11 cf> e n Ostfront trotz teilweise schwerer Behinderung durch schlechtes Wetter feindliche Truppen- und Fahrzeugkolonnen erfolgreich an und unterstützte die Angriffe der Erdtruppen^
Der Haupteinsatz erfolgte im m i 111 e r e n Kampfabschnitt, wo feindlichen Kolonnen und Truppenansammlungen schwere Verluste zugefugt wurden. Im nördlichen Abschnitt zerstörten Kampf- und Jagdflugzeuge mehr als 70 Fahrzeuge und Schlitten und setzten eine Batterie außer Ge- ftm karelischen Kampfraum wurden Bahnhöfe angegriffen und Gleisstrecken der Murmanbahn mehrmals unterbrochen. In der Nacht zum 2. Feb- ruar griffen Kampfflugzeuge im mittleren Kampf- abschnitt Fahrzeugkolonnen und einen Flugplatz mit Erfolg an. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zerstört.
Norden kommt. -
Auf einem kleinen Feldflughafen setzen die Maschinen auf. Schon sind sie umringt von den Mann- scyaften des Horstes; die Kraftwagen rollen herbei. Selbstverständlich hilft jeder mit, und im Handum- drehen sind die Kanister mit dem wertvollen Kraft- stoff umgeladen. Die Flugzeuge nehmen die bereit- gestellten leeren Gefäße auf. Gleichzeitig melden sich auch Verwundete bei uns, um mitgenommen zu werden zur Weiterfahrt nach Deutschland. In unserer Maschine nimmt ein Feldwebel Platz, besten Stirn eine kleine Narbe zeigt: „Direkt vor den Kühler meines PKW." sagt er, „hat mir der Tommy eine Granate hin gesetzt, mein Wagen flog in tausend Stücke, aber ich kam mit dieser Schramme da. von; nur eine Gehirnerschütterung blieb übrig, die ich in meiner Heimat ausheilen muß."
Wenige Minuten nach der Landung heben sich die Maschinen schon wieder in die Luft. Ein kurzer Abschiedsgruß zu den winkenden Kameraden und schnell ist das offene Meer wieder erreicht. Mit derselben Ruhe, mit der sie gekommen sind, ziehen die Maschinen ihren Kurs nach Hause. Bei sinkender Abendsonne erreichen sie ohne Zwischenfall ihren Einsatzhafen, wo die Ladungen für den morgiaen Tag schon wieder bereitgestellt sind. Unbeirrbar funktioniert auch hier im Süden die deutsche Dr-
Der Tag ist zu kurz, die Nacht muß herhalten. Wir stehlen ihr di-e Stunden, die wir für unseren Gegenangriff brauchen, um die Sowjets, die gestern den ganzen Tag über gegen unsere Stellungen anrannten, wieder zu werfen. Es ist vier Uhr. Es ist noch völlig dunkel, tief hängen die Wolken, kein Stern ist zu sehen, die richtige Zeit zum Angreifen!
Die Schützen sind schon angetreten, fast lautlos bewegen sich die dunklen Gestalten über das Ge» fände, über die hartgefrorenen Erdbrocken der Felder zum nächsten Dorf hin, in dem die Sowjets fitzen. Nickte rührt sich dort, sollte der Gegenstoß für oen Feind überraschend kommen? Sollte er überrumpelt werden können?
Kein Wort wird bei den Schützen gesprochen, weit holen sie aus, um von der Flanke her das Dorf zu erreichen, schon tauchen die Umrisse der ersten Häuser aus dem Nachtdunkel — und noch immer kein Schuß, kein Laut da vorn. Ein kurzes Atemholen, und bann im Sprung vor zum Dorfrand. Da fällt der erste Schuß, jetzt erst hat einer der Sicherungsposten der Sowjets die Deutschen bemerkt,
in der allerschlechtesten Bedeutung dieses Wortes, mit Ungerechtigkeit, Haß und Ehrabschneidung. Da spielen z. B. vier brabe Männer als Partei A gegen vier brave Männer der Partei B, und obwohl alle acht braven Männer sonst innig befreupbet sind, hebt nun der gewissenloseste Parteikampf an. Partei A läßt kein gutes Haar an Partei B, und» umgekehrt. Wenn einem von A ein guter Wurf gelingt, )ann hohnlacht ganz B: .Zufallstreffer", und wenn einer von B gerade zum Wurf ansetzt, wird ganz A wie wahnsinnig und versucht auf den „Kegelpraxi- teles", der im Zivilberuf Vildhauer ist, oder auf den „Kegeldürer, der ansonsten malt, „akustisch" einzuwirken. Früher war sogar die Herbeiführung einer Schrecksekunde gestattet; ba wurde im Augenblick, wo der feindliche Kegler soeben schieben wollte, dicht neben ihm ein Tablett au Boden geschmettert, doch wird neuerdings diese Art von Beeinflussung als unsportlich abgelehnt, und auch das Berühren des Spielers selbst ist nicht mehr erlaubt.
Man sieht, das psychologische Kegeln ist schwer und wie man es von Künstlern ja auch erwarten bars, geradezu eine Kunst. Sogar das Anschreiben der erzielten Würfe vollzieht sich hier unter schwierigsten Umständen, weil je nach der Parteizugehörigkeit der Schreiber die Zahlen fälscht und beim Addieren die hanebüchensten Fehler macht, sofern sie nur der eigenen Partei zugute kommen.
Einmal aber geschah es, daß durch seinen Unstern ein „richtiger" Kegler in diese Bahn geriet. Das Rollen der Kugeln, das Poltern der Kegel zog ihn an mit zauberischer Kraft, er trat in eine dicke Wolke von Zigaretten-, Pfeifen- und Zigarrenqualm und fragte, ob er „ein bissel" zugucken dürfe. Natürlich durfte er. Nach zwei Minuten schon quollen ihm die Augen hervor, er blickte verstört von Mann zu Mann, lauschte verzerrten Angesichtes in die Geheimsprache dieser Kegler, und ihm verging buchstäblich Hören und Sehen. „Was is denn das, hä?" lallte er auf gut Breslauisch, und einer antwortete: „Das is Murmelspiel, Herr Nachbar"; aber ba auch er die Breslauer Mundart beherrschte, sagte er: „Mirmelspiel" statt „Murmelspiel". Ein anderer wies mit hoheitsvoller Gebärde an die Tafel und tippte wortlos auf die drei rätselhaften Kreidebuchstaben, die ba standen: K K K, und ein Dritter erbarmte sich schließlich des völlig Entgeisterten und 1 deutete ihm die geheimnisvolle Inschrift: „Das ■ heißt nämlich Künstter-Kegel-Klub, mein Herr» es
Preis!
Wieder beginnt das zähe Ringen um jeden Meter hartgefrorene (Erbe. Aber e s geht vorwärts. Man spürt bie Stunden nicht, die dahingehen. Der Mittag ist längst vorbei. Hinter Wolken versteckt 1 senkt sich die Sonne bereits wieder. Die brennen- J den Häuser leuchten heller in das Dämmerlicht des 1 grauen Tages. Die Stabt ist erreicht, aber um jedes 3 Haus muh gerungen werden, von den Höhen jen- J jette jagen die Leuchtspurgeschosse der Sowjets her- 1 über. Als die Nacht hereinbricht, sitzen die Sow- A jets nur noch in den, Randgehöften. Die frischen Reserven aus Sibirien müßten den kampsgehärte» ten deutschen Soldaten weichen.
Der Tag ist vorbei, aber der Kamps geht weiter.. ! Jetzt kommen sie wieder, die Sowjets. In überlegener Stärke greifen sie an, ihre Kommissare werden | schnauben vor Wut, daß sie die Stadt lassen muß- < ten. Wir« haben uns In die hartgefrorene Erde ge- I wühlt, mit Hacke und Spaten mühsam ein flaches | Loch gebildet, das etwas Schutz gibt gegen die j berstenden Granaten. Der eisige Steppenwind 1 pfeift immer noch über die Ebene.
Die Nacht bringt neue Kälte. Durch alle schützen- j
Von Arnold Mitz.
Zwischen dem Kegeln und den bildenden Künsten muß ein geheimnisvoller Zusammenhang bestehen; in Berlin, in München kommen Künstler kegelnd zusammen. Der Maler Max Unold hat sogar ein Buch geschrieben „Zwischen Atelier und Kegelbahn", .und auch in Breslau lassen ein paar Maler, Bildhauer, Graphiker und Architekten allwöchentlich einmal die Kugeln und, wenn sie Glück haben, auch die Kegel donnern.
Es läßt sich denken, daß ihre Kegelweise sich von der üblichen, anerkannten ein wenig unterscheidet, es ist nämlich das „psychologische" Kegeln, d.h. diesen Spielern kommt es nicht einfach darauf an, möglichst viele Kegel umzulegen, sondern auf bie Erreichung dieses Zieles unter den seelisch allerungün- ftigften Verhältnissen. Diese ungünstigen Verhältnisse werden durch das sogenannte Störungssystem heroorgebracht: Man versucht den Kegler beim Wurf auf jede Weise zu beeinflussen, lächerlich zu machen, zu erschrecken, durch Erzählung des neuesten Witzes abzulenken und ihn also seelisch und geistig dermaßen zu erschüttern, bah er ein wahrer Kegel- Olympionike sein müßte, wenn seine Kugel mcht einen Seitensprung, eine „Ratze" machte. Hat er die Ratze geschoben, bie ihm zum Schluß obenbrein eine Strafezahlung einbringt, dann wird ihm durch teuflischen Hohn gelohnt, man nennt ihn ein erbärmliches Nervenbündel ober eine lebensuntaugliche Mimose. Ist ihm aber nüber Erwarten ber Wurf trotz aller Störung geglückt, bann ist er ein durch nichts zu erschütternber, gefühlloser Barbar, dem auch in seiner Künstlerlaufbahn kein Silber- streifen am Horizonte schimmern wirb.
Als Ausgleich für biese Erschwernisse gibt es allerbings auch einige Erleichterungen; beispiels- weise ist es gestattet, bie Kugel mit beiben Hcmdey zu schieben, was unter echten Sportkeglern als ehrenrührig gilt, unb auch bas streng verbotene Betreten der eigentlichen Wurfbahn, der Bohle, ist erlaubt; es darf nur nicht dahin ausarten, daß einer die Kugel einfach bis zu den Kegeln trägt. Daß diese „Zweihänder" und „Holzaufsetzer", „obwohl man sie nicht geradezu ausstößt, mit Spott überschüttet werden, versteht sich von selbst.
Uebriqens ist diese Kegelbahn die einzige Stelle in Deutschland, wo es noch Parteien gibt, unb zwar
Beförderungen in der Wehrmacht.
Berlin, 2. Februar. (DNB.) Der Führer hat beförbert:
1. JrnHeer : Mit Wirkung vorn 1. Februar 1942: Zu Generalleutnanten bie Generalmajore Pilz, Wcmger, Prager, Neumann (Friedrich-Wilhelm), Stoewer, Bielefeld, Feldt; zu Generalmajoren die Obersten Hiepe, Gümbel, von Beeren, Strack, Böhringer, Bühler, von Block, Hoffmann (Kurt), Kam» mel, Deinbl, Mierzinsky, Hederich, Rittweger, Pe- tersen (Mathias), von Kurnatowsk; zum General- arzt den Oberstarzt Dr. Lenz; zum Generalveterinär den Oberstveterinär Dr. Ott. In ber Heeresverwaltung: Mit Wirkung vom 1. Dezember 1941: Zum Oberstintendanten den Dberintenbanturrat ßaumann.
2. In der Krieasmarine: Mit Wirkung vom 1. Februar 1942: Zu Vizeadmiralen bie Konteradmirale Krause von ber Marwitz, Hanke; zum Vizeadmiral (3ng.) den Konteradmiral (Jng.) Thaeter; zu Konteradmiralen die Kapitäne zur See Haeker (Erich), Rasmus, Kopp (Wilhelm), Lindenau; zum Konteradmiral (Jng.) den Kapitän zur See (Jng.) Dipl.-Jng. Grube; zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Schulz-Carstensen, von Schönermark; zum Kapitän zur See (Jng.) den Fregattenkapitän (Jng.) Marlow. >
3. In ber Luftwaffe: Mit Wirkung vom 1. Februar 1942: Zu Generalen ber Flieger die Generalleutnante Ritter von Pohl, Pstugbeil; zu Generalmajoren die Obersten Kreßmann, Luczny, Hänschke, Schilffarkh, Lohmann, Drechsel, Hckntel- mann; zu Obersten die Oberstleutnante Ziechen, Schlabach, Trost, Weitkus, Gattersleben, Gerick, Benz, Dr. HerzMeptow, Seibt, Brusiatis, Dauselt, Nette, Bauer (Erich), Harttg (Gustav), Höhn, Ho- henberger, Chop, Hempel, Bühling, Hunzinger, Dröge, Kaapcke, von Linsingen, Schröder-Richter, Aschoff, Vahle; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte Weleit, Dr. Volckmcmn, Dr. Hepp; Zum Oberst (W.) den Oberstleutnant (W.) Burghause; zu Generalingenieuren die Oberstingenieure Eisenlohr, Rau; zu Obersttngenieuren die Flieger-Oberstabsingenleure Kemvf, Dr. Noack, Sellschopp, Haase-Berton; zum Ministerialrat den Oberreqierungsrat Dr. Plow; zum Oberstintendanten Den Oberregierungsrat Schneppeö; zum Direktor im Reichswetterdienst den Oberregterungsrat Professor Dr. Robitzsch.
Gaustudentenführer Kugelmann gefallen.
NSG. Gaustudentenführer Hessen-Nasiau, Gauhauptstellenleiter Karlheinz Kugelmann. Ist am 31.12.1941 in einem Feldlazarett im Osten einer schweren, als Leutnant in einem Pionier- Bataillon erlittenen Verwundung erlegen. Kugel- mann war Träger des Ehrenzeichens des NSD.- Studentenbundes und des E. K. II. Die politische Führerschaft des Gaues Hessen-Nassau erleidet mit dem Heldentod dieses vorbildlichen Nattonalsozia- listen abermals einen schweren Verlust.
Schon im Sommerhalbjahr 1930, seinem ersten Studiensemester, war KarlhÄnz Kugelmann in die damals verbotene Hochschulgruppe Frankfurt a. M. des NSDStB. und nach Vollendung des 18. Le-
DNB. (PK.) Wohl an keiner Front tritt die Bedeutung des Nachschubes so eindringlich in Erscheinung wie in Norbafrika. Der alte Satz, bah der Krieg den Krieg ernährt, bah also die Versorgung der Truppe, wenn auch nicht vollständig, so wenigstens stückweise, aus dem Boden des Kriegsgebietes entnommen werden kann, ist hier völlig aufgehoben. Hier bewegen sich die motorisierten Veäände auf dem riesigen Raum der Wüste und ihres schmalen Küstengürtels. Je größer ihre Ab- stände von der eigenen Versorgungsbasis werden, um so entscheidender wird zugleich das gesicherte Funktionieren des Nachschubs. Ueberdie weite Fläche des Mittelmeeres hinweg teilen sich Marine und Luftwaffe in diese Auf- gäbe. Sie heißt: die kämpfende Truppe mit Munition, Kraft st off undVerpflegung so- wie mit all den tausend Dingen des modernen Kriegsbedarfs zu versorgen.
lieber die weite Fläche des Mittelmeeres rollt ein Verband deutscher Maschinen. In ihren gedrungenen Rümpfen stehen bie gefüllten Kanister aufgestapelt. Mit bumpfem Dröhnen ziehen sie^südlichen Kurs. Die Flugzeugführer halten bie Maschinen nur wenige Meter über bem Meeresspiegel; zuweilen glaubt man, daß wir die Schaumkronen des Wassers streifen. Es verlangt unermüdliche Ausdauer vom Flugzeugführer, drei ober vier Stunden lang bie Maschine so dicht über dem Meer au halten. Als wir auf ber Höhe von Malta sind, beutet er mit ber Hand hinüber in die Richtung, in der die englische Zwingburg in diesen Stunden im Bombenhagel der deutschen Kampf- maschinen liegt, unb er murmelt vor sich hin, daß er als alter Kampfflieger jetzt lieber über Malta seine Einsätze fliegen möchte; aber er lächelt zu- «in dem Bewußtsein, daß auch dieser scheinbar ure Dienst stete die volle Kampfbereitschaft
fordert.
Die Besatzungen sind wachsam auf ihren Posten, denn jederzeit kann sich ein Gegner in ber Luft ober auf dem Wasser zeigen. Doch nichts stört den Flug über bie unendlich erscheinende Weite des Meeres, das in leichten tiefblauen Wellen das milde Licht der Januar-Sonne widerspiegelt. Eine Möwe kommt uns entgegen, ruhig unb unbekümmert sehen wir —v v.......
sie nordwärts an uns vorüberziehen. Die Männer tzanisation des Nachschubs, in ber Kanzel sehen sich an, da erscheint bie KüsteI ----
Furtwängler auf der Probe.
Von Friedrich Herzfeld.
Den folgenden Abschnitt entnehmen wir bem kürzlich erschienenen Buche „Wilhelm Furtwängler — Weg und Wesen" von Friedrich Herzfeld (Wilhelm Gokbmann Verlag, Leipzig.)
Mll man erkennen, wie Planung und Jmpro- visatton bei Wilhelm Furtwängler am Werke sind, so muß man ihn auf den Proben beobachten. Es ist bekannt, daß er ungemein genau und ausführlich probt. Unter drei Proben kommt es selten zu einem Konzert, oft sind es aber fünf, unb das nicht nur bei neuen Werken, sondern auch bei viel- gesplelten Stanbsymphonien von Beethoven, Bruck- ner und Brahms. Bei keinem Dirigenten sind Proben und Aufführungen etwas so Verschiedenes wie bei ihm. Nie verlangt er in der Probe bas gleiche wie in der Aufführung. Allenfalls bei neuen Werken wird ein Satz im Zusammenhang durchgespielt. Sonst gilt die Arbeit den kleinsten Einzelheiten. Hier muß die Oboe hinter den «zweiten Geigen zu- rücktteten, dort sollen sich Jnstrumentengruppen bes. [er ablösen, dieses Pianissimo ist noch nicht oer- schwebend genug, jener Rhythmus wird nicht genau erfaßt, in dieser Figur fehlt es an Wärme bei den Streichern, und in jenem Bläserakkord muß mehr Schwere liegen. Selten kommt bas Orchester dazu, mehr als acht Takte zu spielen. Dann unterbricht Furtwängler unb meldet seine Wünsche an. Er gleicht bei dieser Arbeit einem bosselnden Gold« schmiedemeister, ber immer unb immer wieder eine Rundung ausschleift oder dem Schwung einer Linie nachtastet.
Sein Umgang mit dem Orchester ist übrigens einzigartig. Die Orchestermusiker pflegen die Dingen- ten zu unterscheiden, je nachdem, ob sie bei den Proben viel ober wenig reden. Die viel reden, sind ihnen verhaßt, und Wilhelm Furtwängler nennen sie darum einen „Gott" im Probieren, denn er redet so wenig wie möglich. Zwar hat er bestimmte, stets klug begründete Wünsche, dte über fetn un-
bunb (NS.-Studentenkampfhilfe) fn ber Gaustudentenführung Hessen-Nassau. Nach erfolgreicher ’ ' ~ ' te am 3.12. bes
Nordafrikas und versetzt uns schlagartig in die Zone des Wüstenkrieaes. Nichts von dem romantischen Schimmer ist zu sehen, in dem in friedlichen Zeiten dem Reisenden die Schönheiten einzelner Küstenorte gezeigt werden. Keine Palme, kein Strauch, kein Grashalm deckt die steinige rötliche Ebene, nur einzelne Büschel von dornigem Gestrüpp sind wie Mooshäufchen über die Erde verstreut.
Wir fliegen über den schmalen Küstenstreifen hin- weg ein Stück ins Innere bes Landes. Immer wieder tauchen Kolonnen von Fahrzeugen und Gruppen vonZelten unter uns auf; einmal überfliegen wir auch ein mit dicken roten Kreu- zen markiertes Lazarett. UeberaU treten bie deutschen Soldaten heraus unb winken uns freudig zu. Sie wissen, daß diese Transporter ihnen das bringen, was sie zur Fortführung des Kampfes brauchen, und sie freuen sich auf dem heißen unb harten Boden Afrikas über alles, was aus dem
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Sibirische Truppen sind unsere Gegner, . r
die in aller Hast herangeschafft wurden. Es wirb M? ^chen ein erbittertes Ringen. Deutsche Soldaten, in fünf .j Monaten des Feldzuges hart geworden, aber auch Wi“L in
mit Lücken zwischen den Reihen ber Kameraden, p1Ä mit Fahrzeugen, aus denen alles herausgeholt wen Mcht, die den mußte, mit Panzern, die viele tausend Kilo« ; V n Wrn\
aber nun ist es zu spät. Im Sturm geht es hinein ins Dorf, die Sicherungen sind schnell überrannt, dann kommen die Sowjets aus den Häusern, ver- chlafen, aufgeschreckt, — ehe sie die Lage übersehen, ind sie entwaffnet. Nur am Ende des Dorfes haben ich einige Bolschewiken in einem Haus verharrt- kodiert, schießen aus allen Fenstern. Ein paar Schüsse jagen in das Strohdach und schon brennt es lichterloh; nun müssen sie heraus, wenn sie nicht lebendig braten wollen — und das wollen sie nicht.
Fahle Dämmerung kündet den Tag. In diesem dunklen Grau leuchtet der Rauhreif auf, es scheint, als käme das Licht von der Erbe. Auf bem ganzen Abschnitt rollt jetzt ber Anariff. Dumpf hallen die Abschüsse der eigenen Artillerie über bie weite


