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Das frömmelnde Theater, das die beiden Erzkriegs­hetzer Churchill und Roosevelt soeben zu Weihnach­ten oollführt haben, ist nur ein schwacher und wenig trostreicher Aufguß jener lauten Drohungen, die man vor Beginn der Kämpfe in Ostasien als geeigneten Bluff zur Erhöhung der eigenen Kriegs- ftimmung ansah. Tatsache ist jedenfalls, daß die Spekulanten der City ebenso wie diejenigen von Wallstreet sich plötzlich und unangenehm von der Notwendigkeit überrascht sehen, nicht mehr fremde Hilfsvölker, sondern die eigenen Kräfte einzuspan­nen, um ihre imperialistischen Machtpositionen in zwei Großräumen zu verteidigen, die sie nicht mehr halten können.

Der Zusammenbruch dieser plutokratischen Welt ist hiernach gewiß, mögen die Beteiligten auch noch eine gewisse Zeit in der Lage sein, einander die Kampfmittel und Rüstungskapazitäten, an denen jeder für sich dringenden Mangel leidet, mit großer Geste zu übereignen: getretener Quark wird breit, nicht stark! Wenn aber eine Gewaltherrschaft stür­zen soll, die ihre Polypenarme in Jahrhunderten um den ganzen Erdball geschlungen hat, so kann das nicht das Werk einiger schneller Bravoursiege sein, sondern nur der Erfolg eines zähen Ringens, aus dem die neue Ordnung herauswachsen muß.

So stehen wir, im vollen Bewußtsein des hel­dischen Soldatentums, das den bisherigen Einsatz unserei^Wehrmacht und aller befreundeten Truppen kennzeilKet, für die Zukunft vor der Verpflichtung, auch in der Heimat noch kämpferischer, härter, kom­promißloser zu werden, um durch eiserne Disziplin und Opferbereitschaft unsere Berechtigung zu er­weisens dereinst an der Größe und Weltgeltung Unseres Reiches persönlichen Antell zu haben! H.M.

Mii Sem Eichenlaub zum Nitterkreuz ausgezeichnet.

DRV. Aus dem Führerhauptqnartier. 2. Januar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem Hauptmann Schulz, Kommandeur einer Panzerabteilung; Major Hoffmann-Schönborn, Komman­deur einer Sturmgefchühableilung; Oberst Eibl, Kommandeur eines Jnsanlerieregiments; Kapitän- leulnant Lehmann-Dillenbrock, Komman­dant eines Unterseebootes, und Major Weiß, Kom­mandeur einer Schlachtgruppe als 52. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Ferner verlieh der Führer dem lm Osten gefallenen Major Dr. 6(finger, Va- taillonskommandeur in einem Schühenregiment, als 48. Soldaten der deutschen Wehrmacht nachträglich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Das Wfferfreft.

Berlin, 2. San. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleut­nant Hammer, Kommandeur einer Infanterie- Diviston; Oberst Püchler, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Schünemann, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Ober­leutnant W e y e l in einem Infanterie-Regiment, und Obergefreiter G r u e b l in einem Gebirgs­jäger-Regiment.

Vor den Stellungen zufammengeschoffen.

US dem Osten kommen immer wieder Meldungen, daß sowjetische Angriffe auf unsere Winterstellunaen n Feuer unserer Abwehr zusammenbrechen. Diese sowjetischen Panzer wurden unmittelbar vor der deutschen Stellung durch Flaktreffer erledigt. (PK.-Ausnahme: Kriegsberichter Schalber sSchl)

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Harte Nahkämpfe in Schnee und Eis.

Berlin, 2. Ian. DNB.) Heftige nächttiche Kämpfe entbrannten am 2. Januar gegen 1 Uhr um einen von den deutschen Truppen verteidigten Brückenkopf im Süden der O st front. Der Feind versuchte vergeblich, durch seine aus mehreren Richtungen geführten Dorstöße die deut­schen Stellungen zu erschüttern. In harten Nahkämpfen wurden die einzelnen Angriffs­wellen zurückgewiesen. Ein schwerer feindlicher Vor­stoß, den die Bolfchewisten nördlich dieses Brücken­kopfes unternahmen, wurde ebenfalls im Nahkampf abgeschlagen. Ein feindlicher Panzerzug wurde durch Artillerie erfolgreich bekämpft. Die Ent­ladeanlagen des Hafens Feodolia auf der Halbinsel Krim waren das Ziel heftiger Angriffe deutscher Kampfflugzeuge .Mit starken Kräften wur­den Truppenansamlungen und ausgeladene Fahr­zeuge auf den Kais mit Bomben belegt und mit Bordwaffen beschossen. In Brennstofflagern und Munitionsstapeln wurden zahlreiche Explosionen und Brände verursacht. Mehrere Angriffswellen richteten sich gegen Kriegs- und Trans­portschiffe. Dabei fielen den deuffchen Bomben ein Kriegsschiff von etwa 2000 Tonnen, drei Trans­porter von zusammen 11000 BRT. und ein mitt­lerer Frachter zum Opfer.

Im mittleren Abschnitt der Ostfront brachte eine deutsche Infanterie-Division am 1. Ja­nuar einen feindlichen Angriff zum Stehen. U n - geachtet der eisigen Kälte und b er Sch nee stürme, die die Sicht und das Vor- wärtskommen erschwerten, ging die deuffche Infan­terie daraus zum Gegenstoß über. Im Verlaus der

harten Kämpfe gelang es einem Regiment, eine von starken bolschewistischen Kräften besetzte Ortschaft und mehrere südlich davon gelegene Höhen zu neh­men. Selbst in der Silvesternacht war ohne Unterbrechung und mit Erbitterung gekämpft wor­den. In wechseloollem Ringen wurden die Angriffe zum Stehen gebracht und an einigen Stellen durch Gegenangriffe erwidert. Die in schweren Kämpfen stehenden Truppen erhielten Unterstützung durch starke Verbände von Kampf, und Sturzkampfflug­zeugen. In kühnen Tiefangriffen stießen die deut­schen Flieger auf die bolschewisttschen Truppen und Fahrzeugkolonnen herab. Allein in einem Kampf­abschnitt wurden 100 Fahrzeuge vernichtet, über 200 Pferde getötet, mehrere Geschütze außer Gefecht gesetzt und eine ganze Munitionskolonne durch Voll- tteffer in die Luft gesprengt.

Im Nord ab schnitt der Ostfront säuberten deutsche Truppen das Gelände von feindlicken Teilen, die an mehreren Stellen in die deutschen Linien eingedrungen waren. Die Bolschewisten wurden in hartem Nahkampf geworfen. Eine feindliche Gruppe, die im Dunkel der Nacht versucht hatte, einen Fluß zu überschreiten, wurde zersprengt und zum Teil vernichtet. Mehrere von den Bolschewisten benutzte Eisenbahnlinien erhielten bei Angriffen deutscher Kampfflugzeuge Bomben­treffer. Ein Zug mit gefüllten Betriebstoffwaggons wurde zerstört. Südlich des Ladoga-Sees wurden mehrere Kolonnen mit Bomben belegt und mit Bordwaffen beschossen. Dabei wurde umfangreiches Kriegsmaterial vernichtet. Jäger schossen 13 feind­liche Maschinen ab.

Die militärischen Ziele -es Ostfeldzuges.

In einem in der Presse veröffentlichen Auffatz weist der bekannte Militärschriftsteller Oberstteut- nant Georg S o l d a n auf das durch falsche Vor­stellungen der tatsächlichen Verhältnisse verursachte, vom deutschen Oberkommando keineswegs geteilte Erstaunen weiter Kreise über die Härte und die lange Dauer des Feldzuges im Osten hin. Er sagt, dabei habe zweierlei mitgesprocken: Im Kriege gegen Finnland 1939/40 haben die Sowjets ihre neuzeitlichen Kampfmittel gegen Finnland nicht eingesetzt, um sie nicht vorzeitig zu ent­tarnen, und zum anderen haben sie in diesem Feld­zug zweifellos nur geringe militärische Fähigkeiten entwickelt. Offenbar hat aber ge­rade dieser Feldzug in Verbindung mit einer sorg­fältigen Beobachtung der auf den vorangeaangenen Kriegsschauplätzen so eindrucksvoll in Erscheinung getretenen deutschen Kampfmethoden den Bolsche­wisten Anlaß zu einer ungewöhnlich tatkräftig und schnell emporgepeitschten Aufrüstung, Ausbildung und Umorganisation gegeben. Mit allen Mitteln haben sie versucht, Stärke und Schlagkraft ihrer Wehrmacht zu heben. Mit brutaler Rücksichtslosigkeit wurde unbekümmert um den Lebensstandard des Volkes die Aufrüstung betrieben. Ohne Grenzen schöpfte man aus dem gewaltigen, von jeher mili- tärisch vorzüglich veranlagten Menschenreichtum. Die wirtschaftlichen, vor allem die überall weit unter­schätzten industriellen Kräfte des Landes verstand man zielsicher auf modernste materielle Kriegs- rüstung abzustellen. Es gibt kein Land außer dem Sowjetstaat auf dieser Erde, das derartige Blutopfer

ertragen, Millionen von Gefangenen verlieren, solche Mengen an Kriegsausrüstung, wie geschehen, hätte einbühen können, ohne völlig entkräftet am Boden zu liegen. Die Sowjets zeigen demgegenüber eine den Europäern oft überraschende Unempfind­lichkeit und Widerstandskraft, die sie vorläufig im­mer wieder neue Abwehrfronten hat bilden lassen. Ihre Generale bleiben von den riesigen Verlusten an Menschen und Material so unbeeindruckt, wie im kleinen irgendein niedriger Sowjetführer, der über Hunderte von Leichen seines Verbandes hinweg immer wieder dem sicheren Tod geweihte Reserven in das deutsche Feuer vorführt.

Nur wer im Weltkriege einmal Massenstürme der Russen erlebt hat, der kann sich wohl eine beschei­dene Vorstellung von dem machen, was sich heute hier im Osten ereignet. Bescheidene! Denn damals bestand eine starke militärische Unterlegenheit des zaristischen Soldaten, während uns heute der bol- schewistische darin auch mindestens gleich, sehr oft sogar noch überlegen war. Die Ausdehnung und Häufigkeit der Minenfelder nimmt nicht ab. Aus Sibirien herangeführte frische Truppen oder Neu- Formationen, in weißer Kleidung der winterlich ge­wordenen Natur angepaßt, geben dort Rückhalt, wo zehnfach bereits zerschlagene Divisionen nun end­gültig zu versagen drohen. Immer wieder haben die Bolschewisten ihre Front geflickt, immer wieder werden Massen in den Kampf geworfen. Für die deutschen Soldaten ist es dabei in der Auswirkung gleichgültig, ob die Bolschewiken durch ihre jüdi­schen Kommissare oder was sonst in eine eiserne

Oie Hauptstadt der Philippinen.

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Die Einfahrt in die Bucht von Manila. Hohe Berge treten an das Ufer heran und fallen gegen die Mitte der Bucht ab. Die Inseln Cor- re g i d o r, Carabao und F r a i l e offenbaren schon die amerikanischen Verteidigungsanlagen. Doch bildet die zur Rechten auf dem Lande gelegene Flottenstation Cavite den Schlüssel zu Manila, zur Hauptinsel Luzon und den Philippinen selbst. Cavite erinnert an den 1. Mai 1898, an dem Ad­miral Dewey gegen die damals schlecht armierte Feste und die hölzernen spanischen Kriegsschiffe den Angriff eröffnete, der mit der Vernichtung der spanischen Flotte endete. Die Stadt Manila konnte erst am 13. August 1898 eingenommen werden. Admiral Luce bemerkt in seinen Aufzeichnungen: Eine Niederlage des amerikanischen Geschwaders bei Manila wäre eine Katastrophe gewesen, deren Folgen sich nicht hätten absehen lassen. Ein halber Sieg wäre fast so schlimm gewesen, wie eine ganze Niederlage." Heute droht den Amerikanern in den Philippinen eine Katastrophe.

Am Ende der Bucht in einer geräumigen Ebene, die von bläulichen Bergen umschlossen wird, liegt die Stadt Manila, die der ganzen Insel­gruppe ihr Gesicht verleiht. Manila wird gewöhn­lich als durch und durch amerikanisiert hingestellt. Doch ist das unrichtig. Denn Manila hat sein spa­nisches Wesen bewahrt. Wohl ist der Verkehr ameri­kanisiert, sind große quadratische Straßenzüge nach amerikanischem Muster entftanben, doch Aussehen der Stadt, Tracht, Sprache und Wesen der Be­völkerung sind unverfälscht spanisch geblie­ben. An Sprachen gibt es nicht weniger als vier. Die amtliche ist Englisch. Da aber außer den Be­hörden kein Mensch englisch spricht, ist das Kasti­lische ausschlaggebend. Daneben wird noch philippi­nisch gesprochen. Die vierte Sprache ist das Chine- ische, dessen Bedeutung man erfaßt, wenn man ieht, daß ganze Stadtteile von Chinesen bevölkert ind. Die Philippinos sind eine kräftige, mittelgroße Raste. Die Männer haben ausnahmslos europäische Tracht angenommen; aber die Frauen sind ihrer alten noch aus der Zeit der Christianisierung stam­menden Gewandung treu geblieben. Den langen Rock tragen sie an der Seite kokett gerafft, so daß der weiße Spitzenunterrock sichtbar wird. Den Oberkör­per verhüllt eine eigenartige Bluse aus durchsichtiger

Gaze mit gestreiften, abstehenden Aermelpuffen. Manche der glutäugigen Mestizenfrauen, in deren Adem malaiisches und spanisches Blut kreist, sind von großer Schönheit. Auch die Chinesen haben größtenteils ihre Nationaltracht beibehalten. Poli­zisten, Schaffner, Kraftwagenfahrer sind ausnahms­los Philippinos, vereinzelt Chinesen, nie Euro­päer. Neben den Kraftwagen sind Trambahnen vor­handen, sowie zweirädrige Ponywägelchen für zwei Personen, die verhältnismäßig flott und billig fahren.

Von dem Pier gelangt man schnell in die Stadt, die sehr sauber ist. Der älteste Teil der Intramotos ober die Walled city ist b i e alte spanische Festung; noch heute von Wall und Graben um­geben, schachbrettartig angelegt mit Wohnsitzen ber hohen Geistlichkeit, zahlreichen katholischen Kirchen und ber Universität. Die eigentliche City, bie Ge- schäftsstabt, liegt am Pasigf 1, einem nicht sehr mächtigen, aber doch recht bedeutsamen Strom ber Insel, ber mit kleinen Dampfern weit hinaus schiffbar ist. Hat man sich glücklich burch bas Fahr- zeugchaos burchgewunben, so kommt man über bie St.-Jones-Brücke zur Plaza Moraga, einem ehrwürdigen edjt spanischen Platz. Von ber Plaza Moraga gelangt man in bie Hauptgeschäftsstraße ber Stabt, bie Esco11 Geschäft reiht sich hier an Geschäft, meist spanischen Bedürfnissen angepaht. Die Escolta ist bie einzige Geschäftsstraße mit mo­dernen Steinbauten, von denen einige sogar kleinen Hochhäusern gleichen.

Die weit ausgedehnte N e u ft a b t mit schönen Alleen und Parkanlagen bildet die Wohnstätte der Europäer und Amerikaner; hier liegen auch die meisten Regierungsgebäude. Die bessere Welt wohnt im Dillenvorort Pasay, zu dem breite Auto­straßen am Meer entlang führen. Der Baustil ist überwiegend dem der spanischen Alfftadt angepaßt. An öffentlichen Gebäuden ist das Parlamentshaus bemerkenswert, ein freistehender reichgeglieberter Bau mit breiten Marmorfronten, hohen jonischen Säulen und sehr geräumigen Sälen. Auch bie Klubs haben ihre Räume in ben ruhigsten Vierteln; ber deutsche Klub, erst nach dem Weltkriege wieder neu erstanden, enthält neben Restaurationsräumen einige Geschäftssäle und ein gut ausgestattetes Lese­zimmer.

Der Angriff auf Hawai im Film

Der Film über den überraschenden Anariff japa- nischer ßuftftreitfräfte auf Amerikas Pazifikflotte in Pearl Harbour wurde der japanischen Öffentlichkeit übergeben. Die Filmstreifen wurden von japanischen Marineflugzeugen aufgenommen, die sich alle selber aktiv am Anariff beteiligten, sie haben eine Länge von etwa 150 Meter. Zu Beginn sieht man aus großer Höhe zwei japanische Flugzeug­träger, die sich durch die stürmische See ihren Weg ostwärts nach Hawai bahnen. Viele Maschinen befinden sich bereits auf Deck. Man scheint sich in der Nähe ber Stelle zu befinden, von wo aus bie Flugzeuge zum Angriff auf Pearl Harbour starten sollen. Das Bilb wechselt, man sieht Maschinen be­reits mit Kurs auf Hawai. Der Flugplatz Hickam auf Oahu taucht auf, deutlich erkennt man den Unionjack. Wie bei einer Parabe find reihenweise feindliche Maschinen aufgebaut. Wenige Minuten später, und das ursprüngliche Bild des friedlichen Flugfeldes zeigt allenthalben Bombeneinschläge und Rauchwolken. Hallen und Maschinen, Oeltanks und andere Einrichtungen sind bereits getroffen. Man hort Detonationen ber Bomben. Rauchwolken deh- nen sich über bas gesamte umliegenbe Gelände aus.

Noch biefes Bilb riesiger Zerstörung vor Augen, sieht man als nächste Szene frieblich bie Forbinfel inmitten Pearl Harbour liegen, an bereu Kai­anlagen Kriegsschiffe aller Klassen liegen. Beson- bers heben sich sechs Schlachtschiffe hervor, bie zwei

unb zwei hintereinanber vor Anker liegen. An ber Spitze ein einzelnes Schlachtschiff. Deutlich kann man Sonnensegel erkennen, bie an Bug unb Heck aufgespannt finb, kleine Beiboote schaukeln seitwärts ber Ungetüme. Das Bild muß nur wenige Se­kunden vor der zweiten Angriffswelle ausgenommen fein, denn schon die nächste Szene läßt eine hohe Wassersäule erkennen, bie von Lufttorpebos her- rühren bürfte. Das nächste Bilb zeigt bie erste unge­heure Auswirkung bes Angriffs auf Amerikas Pa­zifikflotte. Die Szene wirb mehrere Minuten lang festgehalten. Der Filmsprecher gibt Erläuterungen über die Schiffstypen unb bie Auswirkungen Der Bomben- bzw. Torpeboangriffe. Das große Schlacht­schiff an ber Spitze bes anfernben Geschwabers sinkt bereits, an jedem Schiff und an ben Kai­anlagen erkennt man Bomben- unb Torpeboein- schlüge, sieht man immer stärker merbenbe Rauch­entwicklung. Der Sprecher weist daraus hin, baß die Schiffe, teils in ber Mitte getroffen, barsten, anbere in weniger als Minutenfrist sanken unb zahlreiche weitere Einheiten schwer beschäbigt würben. Ein großer Hebekran an ben Kaianlagen ist ins Wassessr gestürzt. Man sieht japanische Maschinen über bie Schlachtschiffe hinwegbraufen währenb im Hinter« grunb immer beutlicher bie Auswirkungen ber ^Bom­benangriffe auf zahllose Oeltanks erkennbar wer­ben. Es scheint, als ob bie ganze Insel Oahu von Rauchschwaben überzogen ist.

Disziplin hineingezwungen werden. Diese Disziplin ist jedenfalls vorhanden, und mit ihr muß gerechnet werden. Im Verlaufe des Feldzuges ist es den Sowjets bisher auch nach den großen Dernich- tungsfchlachten wieder gelungen, sie wiederherzu­stellen.

So erscheint die Kriegführung hier im Osten auch im großen gesehen verständlicher. Oft ist, beson­ders im Auslande, der Vermutung Ausdruck ge­geben worden, daß die bolschewistischen Heere vor ben beutschen ausweichen und sich nicht zur Schlacht stellen würden. In völliger Verkennung der in Kriegen unserer Zeit gegebenen Verhältnisse schwebte dabei die Napoleon gegenüber angewandte Methode vor. Aus erbeuteten Befehlen ergab sich aber immer wieder einwandfrei, daß die Sowjet­führung in keiner Phase bes Feldzuges an ein grundsätzliches Ausweichen und gar an eine Schlach­tenverweigerung gedacht hat. Immer wieder ist es ihr Streben gewesen, sich an starken Abschnitten, oft in vorbereiteten Stellungen zu setzen, um einem weiteren beutschen Vorbringen Halt zu gebieten, das sich eines Tages unausbleiblich katastrophal auf die Widerstandskraft des Landes auswirken muß. Sehr klar das vorausfehend verlangte sie vielmehr Aus- Harren und Kampf selbst in völlig aussichtslosen Lagen; wie allgemein festzustellen ist, daß wir auf keinem Kriegsschauplatz bisher mit einem Feinde die Waffen zu kreuzen hatten, der so aktiv unb offensiv den Kampf geführt hat.

Daraus erwächst die ungeheure Schwere des Ringens. Sie verkleinern zu wollen, bedeutet eine Minderung eines hier im öften gezeigten ein­zigartigen deutschen Heldentums. Dieses darf aber nicht nur kämpferisch gesehen werden. Zu seiner wahrhaft erhebenden Größe wird es erst durch ein gleichzeitiges Ertragen unvorstellbarer Mühselig­keiten und Entbehrungen emporgetragen. Und wo ist bas Ende? Drei militärische Ziele verfolgt dieser

Feldzug: 1. Die Vernichtung der bolschewistischen Streitmacht; 2. Die Zerschlagung ber wichtigsten Rüstungszentren; 3. Die Sicherung derjenigen Ge­biete, deren der europäische Kontinent bedarf, um blockabefest zu werben. Im bisherigen Verlauf des Krieges finb biefe Aufgaben zum großen Teil ge­löst worden. Ihre restlose Erledigung kann durch die klimatischen Verhältnisse des Kriegsschauplatzes wohl verzögert, aber niemals in Frage gestellt werden. Am Ende wird nicht bie Kapitulation ir­gendeiner Regierung stehen, sondern bie Vollendung bes deutschen Willens, Europa von jedem ernst­haften bolschewistischen Druck für alle Zukunft zu befreien. Somit handelt es sich nicht um ein weites, beinahe zielloses Vorstoßen in bie uferlose Tiefe des bolschewisttschen Raumes. Der europäische Kon­tinent hat seine natürlichen Grenzen.

Der Wehrmachiberichi.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Jm Osten setzte der Feind seine Angriffe an zahlreichen Stellen fort Einzelne Einbruchstellen wurden abgeriegclt, andere im Gegenstoß beseitigt.

Die Luftwaffe unterstützte den Abwehrkampf des Heeres und führte nachhaltige Zerstörungs­angriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen des Feindes.

Starke Kampf- und Jagdfliegerverbände be­kämpften auch gestern die bei J e o d o f i f a auf der Krim gelandeten feindlichen Kräfte sowie die Hafenanlagen. Ein Handelsschiff mittlerer Gröhe und ein kleines Kriegsschiff wurden verfenkt. drei größere Frachter in Vrand ge­worfen und vier Transporter schwer beschädigt.