Samstag, 5. / Somtfaa, 4. Januar 1942
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192. Jahrgang Nr. 2 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags
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Japan im Angriff.
Funkspruch unseres Tokioter Korrespondenten Dr. Kurt Abshagen.
Tokio, Jahreswende 1941/42.
1941 wird in die Geschichte als ein Jahr eingehen, in dem der Krieg in Europa zum Weltkrieg wurde. Die Drohung eines Weltkonsliktes hatte seit September 1939 über der Menschheit gehangen, aber erst das Ende dieses Jahres brachte die Ausdehnung des Kampfes auf Asien-Amerika.
Unter der japanischen Perspektive betrachtet, zeigte das Jahr 1940 eine sich immer schneller steigernde politische Spannung, die auch äußerlich durch eine Reihe von immer kürzer aufeinanderfolgenden Kabinettswechseln angedeutet war. Die politische Lage Japans wurde bestimmt durch das Streben nach Ausbau der natürlichen politischen und wirtschaftlichen Lebenssphäre im ostasiatischen Raum, wosür die erfolgreiche Beendigung des Konfliktes mit China Voraussetzung schien.
Die heranreifende Erkenntnis in Japan, daß die Beilegung dieses Konfliktes ausschließlich durch die angelsächsische Unterstützung Tschungking - Chinas verhindert wurde, bedingte auch die Annäherung Japans an die vom gleichen Feind bekämpften Mächte in Europa, eine Annäherung, die bereits beim Abschluß des Dreierpaktes gefordert worden war und nun zur Wirklichkeit geworden ist. Im Frühjahr 1941 unterstrich der damalige japanische Außenminister Matsuoka anläßlich seiner Europareise die enge Freundschaft der Partner des Dreimächtepaktes. Zugleich allerdings war Japans weltpolitische Lage durch den japanisch-sowjetischen Pakt schwierig geworden, wenngleich dieser Pakt in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Rückendeckung für die Durchführung der japanischen Aufgaben im ostasiatischen Raum zu verstehen war.
Der Ausbruch des Krieges zwischen Deutschland und der Sowjetunion zeigte erst die volle Schwierigkeit der japanischen Situation im rechten Lichte und brachte die Ablösung des zweiten Kabinetts Konoye, das sowohl den Dreierpakt als auch den Pakt mit Sowjetrußland abgeschlossen hatte. Gleichzeitig traten die angelsächsischen Bestrebungen, die örtliche Isolierung Japans zu einer verstärkten Obstruktion gegen den Aufbau Ostasiens im japanischen Sinne auszunutzen, immer klarer zutage. Während das Dolksempfinden in Japan bereits frühzeitig den unvermeidlichen Konflikt mit den angelsächsischen Mächten voraussah, versuchten die in Tokio dann kurz aufeinanderfolgenden Regierungen nochmals die Verständigung mit ihnen. Hierbei gingen sie bis an die Grenze der äußersten Geduld, um den Krieg im Pazifik noch zu vermeiden. Bereits kurz nach Abschluß des japanisch-sowjetrussischen Abkommens hatte diese Aussprache begonnen, deren Ablauf nach Zusammenbruch dieser Verhandlungen und Ausbruch der Feindseligkeiten durch die von japanischer Seite veröffentlichten Dokumente jetzt im einzelnen aufgezeigt wurde. Manchmal schien es, als ob die Blickrichtung der Vereinigten Staaten auf Europa einen modus vivendi für den Pazifik ermögliche. Schließlich aber spannten die USA., die Lage und Stimmung in Japan kraß verkennend, ihre Forderungen zu hoch, ja sie provozierten in der Schlußphase dieser Verhandlungen schließlich noch die japanische Ehre derart, daß Japan die Geduld reißen mußte.
Das volle Maß der Verkennung der wahren Lage Japans durch die USA. erwies sich aber erst, als die unzulänglich vorbereitete Wehrmacht der Vereinigten Staaten sich den vernichtenden Schlägen der japanischen Streitkräfte ausgesetzt sah. Eine Würdigung dieser erstaunlichen Aenderung der strategischen Lage seit dem 8. Dezember 1941 an Hand europäischer Karten wird nur selten möglich sein, weil diese meist nur die eine oder die andere Hälfte des Pazifiks zeigen. Dazu sind japanische Karten nötig. Diese beginnen im Osten bereits mit Kalkutta und umfassen den gesamten Pazifik bis Panama, das heißt sie reichen von 90 Grad östlicher Länge bis 90 Grad westlicher Breite.
Ein Blick auf diese Karten zeigt das wahre strategische Problem in seiner ganzen Große auf, das japanische Problem nämlich. Die Lage Japans an der Küste Asiens bringt nämlich in erster Linie eine westlich-südwestliche Blickrichtung Japans, während in östlicher Richtung in Friedenszeiten die 6000 Meilen des Pazifischen Ozeans zwar eine Handelsbrücke darstellen, einer politischen Expansion jedoch eine unüberschreitbare Grenze setzen. Südwestlich von Japan aber liegt eine zwar politisch zerrissene, geographisch jedoch einheitliche, an Rohstoffen unerschöpfliche Zone Tausender von Inseln, nordwestlich begrenzt vom asiatischen Festland, im Süden durch die großen Sunda-Jnseln, östlich von den Philippinen. Dieser Raum, der sich konzentrisch um die Chinesische See gruppiert, bedeutet und bestimmt Japans Zukunft.
Die Betrachtung der Karte unter diesem Gesichtspunkt aber enthüllt gleichzeitig die Folgerichtigkeit der japanischen Politik in den letzten Jahren als die Vorbereitung der jetzigen Auseinandersetzung mit den angelsächsischen Mächten und ihren Anhängseln Der Besitz Formosa? stellte bereits den Anspruch eines weiteren Vorstoßes dar. Die Besetzung Hainans im Frubiahr 1939 war der nächste Schritt. Die Durchdringung I n doch i n a s als Folge der Niederlage Frankreichs in Europa war der weitere. Das Bündnis mit Thailand schließlich brachte Japans Soldaten an die Küste Jndochinas, wodurch die nordwestliche Umfassung des Raumes der Chinesischen See vollendet war.
Der am 8. Dezember ausgebrochene Krieg bringt nun auch die Umfassung von rechts her. Es ist eine Zange angesetzt, deren eine Backe immer tiefer in die malaiische Halbinsel hineinbeißt, während die andere, an den Nord-Philippinen angesetzt, zum Jahresende bereits das Herz dieser Inselgruppe erreichte. Die Vorbedingung der Durchdringung dieser riesigen Räume war d?e Erringung der Luftherrschaft und die Verhinderung von Seeangriffen von außen her. Beide Ziele können als erreicht ange
sehen werden, zumindest für den Zeitraum, der zur völligen Umschließung dieses reichsten Rohstoffgebietes der Erde notwendig ist. Der Schlag der geballten Kräfte seiner Flotte und Luftwaffe, den Japan gegen Hawai führte, vernichtete praktisch die UFA.-Flotte im Pazifik. Die japanischen Unternehmungen gegen die im Pazifik errichteten Flotten- und Luftstützpunkte der Vereinigten Staaten zerstörten deren Hoffnungen, die Luftwaffe auf den Philippinen und auf Malaya zu verstärken.
Das neue Jahr sieht nun Japan im Begriff, seine seit Jahrzehnten gehegten Pläne der Einigung
Tokio, 3. Ian. (DAV. Funkspruch.) Der japanische Nachrichtendienst gab am Freitagnachmittag die vollständige Einnahme Manilas bekannt. Neue bei Baiangas im Südwesten von Luzon gelandete japanische Streitkräfte stoßen in raschem Teinpo längs der am Westrand des Bag- Sees entlangführenden Bahnlinie gegen Manila vor. Ihr Angriffsziel war der USA.-Floltensiüh- punkl Cavite. Die von Norden gegen Manila vorstoßenden japanischen Streitkräfte standen bereits am Mittwoch 10 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Lin Teil der USA.-Slreitkräfte war auf der Batangas-Halbinfel, nordwestlich von Manila, eingeschlossen. Japanische Flugzeuge bombardierten feindliche Streitkräfte, die in der Manila-Bucht auf das Jnselsort Corregidor überzusehen versuchten.
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Mit Manila ist einer der wichtigsten Stützpunkte gefallen, die die Vereinigten Staaten für ihre imperialistische Politik in der Südsee im Krieg gegen Spanien 1898 an sich gerafft hatten. Manila zählt heute 650 000 Einwohner. Mehr noch als durch seine Industrien, die in der Hauptsache in Zigarren- und Zigarettenfabriken bestehen, liegt seine Bedeutung als wichtiger Einfuhrhafen für Reis, Maschinen, Automobile, Baumwollwaren, Eisen- und Stahlwaren, Konfektionsartikel, Kohlen und Chemikalien, sowie als Ausfuhrhafen besonders für Rohrzucker, Hanf Tabak, Zigarren, Gewürze, Stickereien, Bau- unb Nutzholz. Er wies im Jahre. 1932 einen Umschlag von nicht weniger als 10 542 Mill. BRT. auf.
Tokio, 3. Jan. (DNB. Funkspruch.) In der japanischen Presse wird erklärt, daß durch den japanischen Einmarsch in Manila nicht nur das Schicksal der nordamerikanischen Streitkräfte auf Luzon besiegelt ist, sondern daß damit auch die gesamten Philippinen von Japan militärisch beherrscht werden. Es wird hekvorgehoben, daß die Besetzung Manilas die Kette starker USA.-Stütz- punkte, einschließlich der befestigten Insel Corregidor, des Marinestützpunktes Cavite, der Marinereparaturstation O l o n g a p o und der Flugplätze Nichols F i e l d und Clarke Field wertlos gemacht hat, auf denen das ganze nordamerikanische Verteidigungssystem auf den Philippinen beruhte. Politisch bedeute der Fall Manilas die Ausschaltung eines weiteren Bollwerkes des englisch-nordamerikanischen Imperialismus, während auf wirtschaftlichem Gebiet die Kontrolle über die Philippinen die reichen Hilfsquellen der Inseln an Eisen, Baumwolle, Hanf und Zucker zur Verfügung der Japaner während- der Kriegszeit stelle.
Man erinnert in Tokio daran, daß „Times- Magazine" die Manila-Bucht als „Schwerstbefestigtes Gebiet" der Philippinen bezeichnete. „Die Amerikaner sind stolz darauf zu behaupten, daß Corregidor der am stärksten befestigte Punkt der Welt ist." Corregidor sei eine Felseninsel, die bis zu einer Höhe von 215 Meter aus dem Wasser aufsteige und mit drei Verteidigungsgürteln umgeben sei, von denen jeder mit starken Batterien von 15- und 30-cm-Geschützen sowie mit Flakbatterien ausgerüstet sei. Große Tunnels seien durch den Felsen gebohrt. . .
Der Grund für den Zusammenbruch der Philip- pinen-Verteidigung wurde gelegt durch die Zerstörung der USA.-Flotte in Pearl Harbour am 8. Dezember, durch die alle nordamerikanischen Pläne für die Verstärkung der Verteidigung der Philippinen im Falle eines Krieges über den Haufen geworfen wurden; durch die Ueberschätzung der Hilfsquellen General MacArthurs; durch die geographischen Schwierigkeiten bei der Verteidigung der Inseln und durch die falsche Einschätzung der Stärke und Entschlossenheit der japanischen Streitkräfte. Der größte Teil der zur Verteidigung der Philippinen bestimmten USA.-Flotte war im Kriegshafen Cavite südlich Manilas innerhalb der Manila-Bucht stationiert. Dieses „Asiengeschwader" unter dem Befehl von Admiral S h a r t setzte sich vor Kriegsbeginn zusammen aus dem schweren Kreuzer „Houston" mit 9050 Tonnen als Flaggschiff (Baujahr 1929), den Kreuzern „Martz l e h e a d", „Cincinnati" und „T r e n t o n von je 7050 Tonnen (Baujahre 1921/23), dem Zerstörer „Paul Jones" und 16 anderen derselben Klasse (1630 Tonnen) sowie zehn neuen U - Boo - t e n und etwa zwölf alten und endlich dem Flug- zeugtender ,^) e r o n" (840 Tonnen) Man nimmt an, daß ein großer Teil dieser Schiffe in Cavite eingeschlössen ist, Ebenfalls ist anzunehmen, daß sich ein großer Teil der auf Luzon und Mm- danao verteilten USA. - Heeres st reitkräfte den japanischen Truppen ergeben mutz.
des ost asiatischen Raumes zu vollenden. Es gibt Japan eine nur sehr schwer angreifbare Verteidigungsstellung, besonders bann, wenn die Abdeckung der ^A.-Basen im Nordpazifik, die bei günstiger Wittemng Störungsfaktoren bilden könnten, erfolgreich durchgeführt ist. Defensiv allein kann jedoch dieser Krieg gegen die angelsächsischen Mächte nicht geführt werden, wie Japan sehr wohl weiß.! Nach Erringung der Befestigung der japanischen | Machtposition rund um die Chinesische See, die als Glacis nicht nur in den Pazifischen, sondern auch in den Indischen Ozean hineinragt, ist es Japans Aufgabe, feinen Verbündeten in Europa die Hand zu reichen im gemeinsamen Kampf zur Ueberwin- . düng des Gegners, damit für alle Zukunft die; Grundlage für eine neue Ordnung Europas und Asiens geschaffen werden kann.
Bedeutend war Manila auch für die USA. als Flugzeugstützpunkt. Die Vereinigten Staaten haben durch ihre pazifischen Geschwaderflüge oft zu verstehen gegeben, daß sie ihren Stützpunkten, zu denen nicht zuletzt auch Manila gehört, eine hohe strategische Bedeutung zumessen. Diesem imperialistischen Geltungsdrang der USA. gegenüber hat Japan sich keiner Täuschung hingegeben. Mit der Beseitigung dieser USA.-Bastion hat Japan sich selbst einen Stützpunkt geschaffen, der ein wichtiger Pfeiler im Neubau des vom angelsächsischen Imperialismus befreiten Ostasiens fein wird.
Großer Eindruck in Spanien.
Madrid, 3. Jan. (Europapreß.) Die Nachricht vom Fall der philippinischen Hauptstadt Manila hat in der spanischen Öffentlichkeit um so stärkeren Eindruck gemacht, als noch immer kulturelle, wirtschaftliche und persönliche Bindungen mit der Spanien im Jahre 1898 oerlorengegangenen Inselgruppe bestehen. In spanischen Militärkreisen gibt man der Ueberzeugung Ausdruck, daß auch dieser neue Erfolg die strategische Ueberlegenheit Japans im Kriege mit den Vereinigten Staaten beweise. Der Einnahme Manilas seien nämlich schwierigste militärische Operationen, insbesondere Truppenlandungen vorausgegangen. Obwohl die japanische Absicht seit über einer Woche absolut klar war, hätten die Streitkräfte der USA. an keiner Stelle irgendeine wirksame Gegenaktion durchzusühren vermocht. Die Japaner hätten das Gesetz des Handelns in ihrer Hand und wüßten es wirksam anzuwenden.
Oie Bedrohung Singapurs.
Tokio, 2. Jan. (DNB.) Die feindlichen Verteidigungslinien in Mittel-Malaya sind bereits durchbrochen, und alle Anzeichen gegeben, daß Singapur bald das Schicksal Hongkongs teilen wird. Nachdem die Japaner die Höhenstellungen bei Jpoh im Sultanat Berat überwunden haben, wurden die aus Indern, Australiern und Engländern zusammengesetzten Verbände in das Sultanat Selangor abgebrängt. Fast zu gleicher Zeit erreichten bie an ber Ostküste vordringenden Japaner im Sultanat Pehang bie wichtige Schlüsselstellung Kuantan, die in den letzten Tagen bereits starken Luftangriffen ausgesetzt war. Zwei Drittel der britischen Streitkräfte in Malaya find bei den Kämpfen um Kuantan aufgerieben worden. Besonders schwer betroffen wurde bie britische 11. Division an der Westküste Malayas. Die 9. Division hat an der Ostküste im Gebiet südlich Jpoh annähernd 3000 Mann einschließlich schottischer Verbände verlyren.
Kursstürze au den Börsen Dritisch-Indiens und Australiens.
Stockholm, 3. Jan. (DRD. Funkspruch.) Gleich nach dem Kriegsausbruch mit Japan setzte anden Börsen in Kalkutta und Bombay ein hef- tiger Kurssturz ein, so daß sich die Behörden zur Schließung der Börse veranlaßt sahen. Um ein weiteres Fallen der Papiere und die damit verbundenen Rückwirkungen auf das Wirtschaftsleben zu verhindern, planen die zuständigen Stellen, für alle Börsengeschäfte Mindestpreise vorzuschreiben, unter denen keine Abschlüße mehr erfolgen dürfen. Auch auf der Börse von Sidney wurden die Industrie- und vor allem die Zinn- papiere von einer scharfen Baisse betroffen. Zinn- werte fielen von 95,94 am letzten Geschäftstag vor Kriegsausbruch auf 66,18 am 13. Dezember, eine Entwicklung, die zeigt, wie ernst man in Indien und Australien die Lage beurteilt.'
Was die Japaner in Hongkong erbeuteten.
Rom, 2. Jan. (Europapreß.) In Hongkong ist den Japanern eine große Anzahl von Fabriken und Industrieanlagen saft unversehrt in die Hände gefallen. Der Wert der Werften, Fabriken, Banken und Warenlager beläuft sich auf mehrere Millionen Yen; hierunter befindet sich die I a Euroerft in der Purpurbucht, auf der Schiffe bis zu 10 000 Tonnen gebaut werden können. Auf der Werft fiel den Japanern ein Kreuzer von 5 0 0 0 Tonnen in die Hand, der vor dem Stapellauf steht. In zwei Lagern des Stadtteils West- point wurden Lebensrnittel gefunden, die zur Ernährung von Via Millionen Menschen für mehrere Monate ausreichten. Daneben fiel bie Zuckerfabrik von Taku, die eine jährliche Produkttonskapazität von 24 Millionen Doppelzentnern hat, unversehrt in die Hände der Japaner.
Kämpferische Härte.
Nur wenigen Generationen in der Geschichte der Völker ist es gegeben, das Weltbild grundlegend und nachhaltig zu beeinflussen. Diese seltenen Fälle aber entscheiden immer über das Wohl und Wehe der Jahrhunderte, die nach ihnen kommen. Das,zift eine alte Lehre der Weltgeschichte.
Wenn man einmal die Geschichte des britischen Weltreiches, dieses größten Raubstaates b£r Erde, in Verbindung mit der kapitalistischen Durchdringung der übrigen Welt durch bie, Nordamerikaner betrachtet, so findet man, daß die "Praxis des britischen und nordamerikanischen Imperialismus jeden inneren moralischen Halt vermissen läßt, daß sie nichts anderes als Unterdrückungs- und Ausbeu-- tungspolitik an den versklavten Völkern darstellt. Die vereinten Bemühungen Englands und der USA. um eine kontinentaleuropäische Einkreisungs- front gegen das durch zähen Fleiß feine Fesseln sprengende nationalsozialistische Deutschland finden dabei ihr treffendes Gegenstück in der wirtschaftlichen Erdrosselungspolitik gegen unseren japanischen Verbündeten, die vor etwa hundert Jahren mit der angeblich „friedfertigen", tatsächlich aber damals schon unter Gewaltanwendung erzwungenen Forderung nach der „offenen Tür" in Ostasien ihren Anfang nahm. Wenn man aus der Fülle der Erscheinungen, unter denen im übrigen für die Zukunft auch die Manöver Washingtons gegen die ibero-amerikanische Völkerfamilü einen sich verschärfenden Spannungsfaktor bilden, nur jene beiden Brennpunkte der europäischen und der ost- asiatischen Auseinandersetzung herausgreift, dann zeigt sich an beiden Fronten die geschichtlich erwiesene Intoleranz Großbritanniens roje auch der bereinigten Staaten, das Selbftbestimmmungsrecht dieser Großräume und ihrer Führungsmächte anzuerkennen.
Die Zuspitzung und Ueberspitzung der in ihrer Gesamtheit jüdischen Weltherrschaftsgelüste an allen Weltfronten kennzeichnet die politische Gegenwartssituation als Schlüssel zu einer Wende von weltgeschichtlichem Ausmaß. Es mutet nahezu grotesk an, daß der gegenwärtige Kampf auf europäischem Boden aus der Einmischung Englands und der USA. in die rein deutsche Frage Danzigs und Weftpreu» ßens hervorgegangen ist. Die Abwehrkraft des Reiches hat sich inzwischen gegen alle britischen Fest- landsdegen siegreick) bewährt, und nach der Ausschaltung jeder solchen Bedrohung ist der europäische Kontinent zu einer echten Schutz- und Trutzgemeinschaft zusammengewachsen. Es braucht in diesem Zusamenhang nichts mehr über die loyale Haltung der deutschen OlÄnhngsinacht gegenüber den Partnern im gemeinsamen Lebensraum gesagt zu werden, die oft genug von den verantwortlichen Staatsmännern der befreundeten Nationen dankbar anerkannt worden ist. So allein erklärt sich auch die immer enger werdende Verflechtung zwischen den Lebensinteressen aller europäischen Länder und die Bereitwilligkeit ihrer Aktivisten an dem letzten Cnt- scheidungskampf gegen Weltplutokratie und Welt- bolschewismus aktiv teilzunehmen. Die Truppenkontingente unserer europäischen Verbündeten und die Freiwilligenoerbände zahlreicher anderer befreundeter Nationen an der Ostfront sind ein sichtbarer Ausdruck für bie Geschlossenheit der europäischen Front gegen jegliche Wiederkehr raumfremder Zersetzungskräfte.
Dieser europäischen Lage, wie sie weitgehend schon das politische Bild des vergangenen Jahres bestimmt hat, ist nun an der Schwelle des neuen Jahres die von den Plutokratien heraufbeschworene Kriegsausweitung auf den ostasiatischen Raum an bie Seite getreten. Wenn auch diese Entwicklung in keiner Weise von uns herbeigeführt worden ist, sondern genau so wie für uns aus dem Lebens- und Selbstbehauptungswillen unseres japanischen Achsenpartners entsprungen ist, so können ihre Auswirkungen doch nur günstig für die gemeinsame Sachs Europas und Ostasiens zur Abwehr der plutokra- tischen Weltbedrohung gewertet werden. Nachdem Roosevelt schon vor Monaten für das Jahr 194-5 seinen durch nichts gerechtfertigten Angriff auf Europa angekündigt hatte, ist die Zwangsläufigkeit des jetzigen Weltkrieges und gleichzeitig feine Schuldfrage bereits von vornherein klargestellt worden.
Zur Ueberroinbung tief aufgeworfener sowjetisches Panzergräben haben hier Soldaten in bie hartgefrorenen Wände Löcher eingeschlagen und Holz? pflöcke benutzt, an denen sie hinaufklettern konnten. (PK.-Aufn.: Kriegsberichter Maltry jAtl./Sch.j.)
Japan gibt Einnahme Manilas bekannt.
Oie Verteidigung der Phil-ppmen zusammengebrochen.


