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1024 Sowjetpanzer in zehn Tagen

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nichlende Angriffe gegen Panzerbereitstellungen, Rlarsch- und Fahrzeugkolonnen des Feindes.

3n der Zelt vom 20. bis 30. November vernich­teten Truppen des Heeres an den Brennpunkten der Kämpfe im Osten 1024 Sowjetpanzer. Durch Luftangriffe und Flakartillerie der Luftwaffe wur­den weitere 148 Pauzerkampfwagen zerstört.

An der Lyrenaikafront fanden nur ört­liche Kämpfe statt. Britische Kolonnen und ein Flug­stützpunkt wurden durch die Luftwaffe mit Bomben und Bordwaffen bekämpft.

Deutsche und italienische Panzertruppen griffen mit starker Unterstützung durch die Luftwaffe vor­gehende motorisierte feindliche Verbände in Tu­nesien an und brachten Gefangene ein. Kampf­flieger bombardierten bei Tag und Nacht Hafen­anlagen in Vone und Algier, unter anderem wurde ein grohes Transportschiff getroffen.

3m 5 üben Englands griffen 3agdflugzeuge bei Tag verschiedene militärische Anlagen an und schossen über See zwei feindliche Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. *

Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche See- und Luftstreltkräste im Vlonat No­vember insgesamt 166 Schiffe mit 1035200 BRT. versenkt. Schwer beschädigt wurden 102 Schiffe, von denen ein erheblicher Teil gls Totalver- lust zu rechnen ist.

Oer Wehrmachtbericht.

DNV. Aus hem Führerhauptquartier, 1. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Sowjetrussische Angriffe im Raum nordost­wärts Tuapse brachen unter hohen Verlusten für den Feind zusammen. Auch am Terekab schnitt wurde der Feind zum Teil im Gegenstoß abgewiesen.

Die gestern fortgesetzten Angriffsversuche der Sow­jets zwischen Wolga und Don scheiterten unter ungewöhnlich hohen feindlichen Verlusten. Der deuffche Gegenangriff warf sie über ihre Ausgangs­stellungen zurück. Zahlreiche Gefangene^ and Beule wurden eingebracht. Oerlliche Angriffe im großen Donbogen scheiterten. Kampf-, Schlacht- und Zerstörergeschwader unterstützten wirksam die Trup­pen des Heeres. 3agdverbände schossen 43, Flak­artillerie der Luftwaffe 8 Sowjetflugzeuge ab. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. Truppenunter­künfte und Bahnanlagen am mittleren Don wurden bei Tag und Nacht bombardiert.

Südwestlich K a l i n i n und im Raum um T o r o - p e z dauern die erbitterten Kämpfe an. Kampf- und Sturzkampfflieger führten zum Teil im Tiefflug ver-

wurde alles geschehen für die Gesunderhaltung bef deutschen Jugend und damit die Sicherung eines leistungsstarken Nachwuchses.

mann der heimischen Scholle treu blieb, erhielt er den Professortitel, wurde zum Ehrendoktor ernannt, und im Schloßgarten zu Köthen steht sein Denkmal.

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daß die Flüsse in den Tälern reißendes Hochwasser führen. Größere zusammenhängende Kampfhand­lungen fanden infolgedessen nicht statt.

Ostwärts der Straße MaikopTuapse ent­wickelten sich überaus harte Abwehrkämpfe. Nach heftiger Artillerievorbereitung begann am 26. No­vember der Angriff, stieß aber auf vernichtendes Infanterie- und Ärtilleriefeuer. Nur einzelnen Gruppen des Feindes gelang es, bis an die Stellun­gen deutscher Jäger vorzustoßen, wo sie in erbitter­ten Nahkämpfen vernichtet wurden. Die Kämpfe ebbten bei immer heftiger strömendem Regen und Sturm allmählich ab. Bolschewistische Angriffe gegen eine Brückenkopfstellung brachen vor der teils mora-

Zwischen Kalinin und Toropez

Von Kriegsberichter Günter Weber. ,/

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geriegelt werden. Eingeschlossene und von ihrem Nachschub abgeschnittene Kräftegruppen der Bol­schewisten gehen ihrer Vernichtung entgegen.

Am zweiten und dritten Angriffstage griffen wie­der Sturzkampf - und Schlachtflieger in den Erdkampf ein und brachten den im Schnee kämpfenden Grenadieren merkliche Enllastung. Die Gefangenen- und Ueberläuferausfagen ergaben ein eindrucksvolles Bild von der vernichtenden Wirkung unserer Bomben, durch die einzelne Bataillone des Feindes schon bis zur Hälfte aufgerieben, andere von ihrem Derpflegungs- und Munitionsnachschub abgeschnitten wurden. Auf deutscher Seite dagegen trat die gute alte Ju 52 vom ersten Angriffstage an wieder in Aktion, schleppte Munition und Verpfle­gung bis wenige Kilometer hinter die Hauptkampf­linie und brachte die Verwundete» in die nächsten Kriegslazarette.

Am Morgen des vierten Angriffstages fegte ein schneidende Schnee st urm über die Kampf­stellungen. Bis auf 20 m reichte oft nur die Sicht. Unter dem Schutze dieses natürlichen Nebels ver­suchten die Bolschewisten immer wieder, ihre Kampf­keile mit Panzern weiter in die deutsche Abwehr­front vorzutreiben. Soweit die Danzer nicht ein Opfer des unwegsamen Geländes oder des noch nicht ganz zugefrorenen Sumpfes wurden, fallen sie vor den Rohren der panzerbrechenden Waffen oder blei­ben kampfunfähig in den Minenfeldern liegen. Ein einziges Jägerbataillon, das übrigens das erste Mal im Osten eingesetzt war, vernichtete an den ersten drei Angriffstagen allein 15 Sowjetpanzer und zählte vor seinen Stellungen in der gleichen Zeit über 1000 gefallene Bolschewisten.

An die Soldaten aller Waffengattungen, vom Grenadier bis zum Sanitätssoldaten, stellte dieser Tag im wilden Schneesturm ungeheuere An­forderungen. Wenn der Feind in 20 Meter

Oas waren einst Bauernbuben

Von Hans Brecka.

Wenn sich ein Anlaß ergibt, eines Großen des Geisteslebens zu gedenken, fei er nun ein bahn­brechender Entdecker oder Erfinder gewesen, ein Arzt oder Dichter, so ereignet es sich immer wieder, daß von ihm zu melden ist, er habe von bäuerlichen Eltern hergestammt und sei barfüßig in eine Dorf­schule getrabt. Unübersehbar reich ist der Anteil des Dorfes an der geistigen Gesamtentwicklung der Menschheit, an der ständigen Mehrung ihres Kul­turbesitzes.Denn wäre nicht der Bauer, so hätten wir kein Brot" sagt ein schönes Gedicht, aber wir hätten auch mancherlei anderes nicht, wären nicht in den Dörfern immer wieder solche, mit Be­gabungen besonderer Art ausgerüstete Bauern- buben herangewachsen.

Der alte Schullehrer des Tiroler Dörfleins Part- schins klagt dem Peter, dem-Sohn des Gemeinde­tischlers und Bauern Mitterhofer, feiner gich­tischen Hand falle das Schreiben schon arg schwer. Da setzt sich der Peter hin und bastelt einen Kasten mit beweglichen Eisenbügeln und Lettern daran, die gewissermaßen von selber schreiben, eine Schreib­maschine also, wie wir heute sagen, und er ahnt nicht, daß anderwärts längst Äehnliches versucht worden ist. Seine Landsleute reden ihm zu, feine Erfindung dem Kaiser zu zeigen und jo wandert er richtig mit seinem Kasten den weiten Weg nach Wien, erhält ein ansehnliches Geldgeschenk, ver­bessert daraufhin seinen Schreibkasten noch wesent­lich, um ihn etliche Jahre später abermals nach Wien ZU tragen, wo man jedoch die ganze Bedeutung dieser Tat des Tiroler Dörflers nicht zu würdigen

ihrer Art zu bauen, sich zu kleiden, zu reifen, ihrer Einstellung zu Spiel und Sport, der gesellschaftlich Struktur im Wandel der Zeiten, der Entwicklung des Bildungswesens sowohl wie des materiellen Wohl- standes. Alles findet feinen Platz und wird gesehen aus der Schau der allgemeinen Geschichte, zu der der Zusammenhang nie verlorengeht. Die Angabe von größerem Schrifttum reizt zu weiterer Vertiefung des in diesem verdienstvollen kleinen Büchlein ge­botenen Stoffes. Dr. Fr. W. Lange.

In die unter dem TitelDerZauberspie- g e l" von Alfred G e r z herausgegebene, bei Rütten & Loening in Potsdam erscheinende, an dieser Stelle schon des dftern gewürdigte Sammlung älterer deut­scher Romane wurde auchDie Bernstein- Hexe" von Wilhelm Meinhold (323 Seiten) ausgenommen. Die 1846 erschienene Geschichte der Bernsteinhexe Maria Schmeidler,ber interessanteste oller bisher bekannten Hexenprozesse, nach einer defekten Handschrift ihres Vaters, des Pfarrers Abraham Schweidler in Coferow auf Usedom, her­ausgegeben von WUHelm Meinhold", hat den Namen des 1797 auf Usedom geborenen pommerschen Pfar­rers bis heute in Literaturaeschichten, Bibliotheken und deutschen Seminaren lebendig erhalten. Den zeitgenössischen Leser werden weniger die Ent­stehungsgeschichte des Buches Meinhold berichtet in der Vorrede, wie er das Manuskript des Werkes als schweinsledernen Folianten unter dem Chor­gestühl zutage gefördert habe als der Inhalt des im Stile des 17. Jahrhunderts gehaltenen,vom Feuer des Himmels wie der Hölle glühenden" Wer­kes bewegen. Berichtet wird hier im wesentlichen, mte bte Pfarrerstochter Maria Schweidler (den Bei­namen erhielt sie wegen ihrer Entdeckung einer schwarzen Bernsteinader") der Zauberei und des Umgangs mit dem Teufel verdächtigt, eingezogen, verhört, gefoltert, zur Hinrichtung mit dem Schwerte verdammt und schließlich gerettet wird. Meinhold bat zwar bald nach dem Erscheinen des Werkes er­klärt, daß es auf eigener Erfindung beruhe; immer* bin wird die Lektüre des altertümlich-einfältigen, nut niederdeutschen Provinzialismen durchsetzten Be­richtes unsere menschliche Anteilnahme und unser kulturhistorisches Interesse wecken; er gibt eine auf­schlußreich-eindringliche Vorstellung von *inem der dunkelsten und wahrhaft erregenden Kapitel im Buche deutscher Vergangenheit. Hans Thyriot

an und vernichtete es. Es dauerte Jahre, ehe er mit dem Bau eines neuen fertig wurde. Jahr um J^r bestellte er mit eigener Hand die schwere Scholle, und doch hat dieser Bauer dem deutschen Volke eine Reihe der schönsten und wertvollsten Er­zählungen und Romane geschenkt.

Jetzt sind die Letzten Ausnahmen für den Film beendet worden, in dem Staatsschauspieler Werner Krauß den Paracelsus darstellt. Damit setzt auch die filmische Kunst dem großen deutschen Arzt em Denkmal, wie es die erzählende bereits mit dem ^011 ÄoIbenfjc9ers getan hat. Im vorigen Jahre feierte die gesamte Kulturwelt den 400. To­destag des Paracelsus, der in Salzburg begraben hegt, ausruhend von ruheloser Wanderung. Die Wiege dieses Wundertäters und gewaltigen Tod- bezwingers stand zu Einsiedeln in der SckMeiz und wenngleich sein Vater mehr Arzt als Bauer gewesen sein mag, so wuchs er doch völlig wie ein Bauern- kwd aus. lieber seinen Kinderjahren rauschten ge- n^ltig die heimischen Tannen, und so konnte er von fid) bas seltsame Wort sprechen, er seiin Tannen- zapfen erwachsen .

Man kwinte die Reche der Namen großer Männer, die emst Bcmernbuben waren, noch lange fortführen.

Düchertisch.

Wilhelm Treue: Kleine Kultur- gefchichte des deutschen Alltags. Verlag Rutten & Loemng m Potsdam. Preis geb. 5,40 RM. Der Verfasser verwahrt sich mit Recht gegen den möglicherweise sich erhebenden Einwand, daß er hier kleinliche Geschichtsbetrachtung aus der Frosch­perspektive treibe. Was er hier aus einer Urtfumme von Quellen zusammengetragen hat und woraus ein sehr anschauliches Bild der Art zu leben im Wandel der Jahrhunderte vorn Ausgang der Antike bis zu unserer völkischen Revolution entstanden ist, bas Md unbedingt wesentliche Arabesken zum großen kulturgeschichtlichen Rahmen unseres Werdens als Bolk, Staat und Reich. Die bei aller wissenschaft­lichen Gründlichkeit leichte und gefällige Form der Darstellung, die im lebendigen Fluß der Erzählung vor einer zergliedernden Systematik bas Haupt- moment sieht, den Leser zu fesseln, gibt auf beschränk- teftern Raum ein erstaunlich vollständiges Bild der Sitten und Gebräuche unserer Vorfahren, aber auch

DNB. ..., 1. Dez. (PK.) Seit Tagen ist die mitt­lere Ostfront wieder in das> Blickfeld schwerer Ab- wehrkämvfe gerückt. Was den Bolschewisten an der oberen Wolga, am deutschen Brückenkopf Rschew, nicht gelang, das soll nun durch eine weite und aus- holende Bewegung aus den gefrorenen Sümpfen von Toropez heraus erreicht werden, während durch den Angriff aus Richtung Kalinin die eigent­liche deutsche Ostfront dieses Abschnittes gebunden werden soll.

Nach halbstündiger Artillerievorbereitung be­gannen die Bolschewisten am Morgen des 25. No- vgpiber mit verschiedenen von Schützen-Panzer­verbänden stohartig geführten Angriffen die neue Offensive. Sie kam an feiner Stelle überraschend. Seit Tagen und Wochen hatte die deutsche Luft­waffe die Bahnhöfe von Kalinin, Ostaschkow und Toropez sowie die Nachschub- und Anmarschwege des Feindes wirksam bekämpft. Nun mußten die Waffen der deutschen Grenadiere sprechen. An ein­zelnen Stellen konnten die Bolschewisten in die deutschen Verteidigungslinien eindringen. Man muß dabei wissen, daß die lange Front, die vom Früh­jahr bis zum Herbst wegen der unpassierbaren Sümpfe bedeutend kürzer ist, hier nur durch stützpunktartig ausgebaute Verteidi­gungsstellungen besetz<t ist, und daß es einem zahlenmäßig starken Gegner daher gelingen kann, durch die Zwischenräume Truppen einzuschleu- fen. Damit aber hatte die deutsche Führung gerech­net. Die einzelnen Stützpunkte tief unter der Erde liegende Bunker mit einem umfangreichen Grabehsystem gleichen kleinen Festungen, von denen sich jeder einzelne im Ernstfall längere Zeit selbst verteidigen kann. .Heldenhaften Wider­stand haben diese Stützpunkte an der Front zwi­schen Kalinin und Toropez geleistet. Die meisten feindlichen Einbrüche konnten gerade dadurch a b -

ftigen, teils vereisten deutschen Stellung unter hohen Verlusten zusammen. Am 30. 11. setzte der Feind auf breiter Front mit starken Jnfanterieverbänden seine zähen Durchbruchsversuche fort. Fünfmal wurde der Feind zurückgeschlagen. Immer neue Massen warf er ohne Rücksicht auf die schweren Verluste in den Kampf. In harten Einzelgefechten Mann gegen Mann bewiesen deutsche Jäger und (Gebirgsjäger erneut ihre kämpferische Überlegen­heit über die zahlenmäßig weit stärkeren, verbissen und stur anstürmenden Sowjets. Slowakische Sol­daten haben sich auch in diesen Gebirgskämpfen durch Schneid, Tapferkeit und zähe Ausdauer aus­gezeichnet.

Entfernung aus dem wirbelnden Nebel austauchte, wenn feine Panzer plötzlich im Rücken der eigenen Front herangeistern und man Freund und Feind überhaupt erst auf wenige Meter Entfernung unter­scheiden kann, bann ist das ein Kampf, der nicht nur an den körperlichen, sondern ganz besonders an den jeelischen Kräften des Soldaten zehrt. Aber der deutsche Ostkämpfer ist gewohnt, in diesem Land fast immer gegen zwei Gegner zu kämpfen, er behält seine eiserne Ruhe in jeder Situation, er läßt jeden Plan des Feindes scheitern. So weit ge­steckt die Ziele der Bolschewisten auch diesesmal wieder sein mochten, der Schwung ihrer verzwei- felten Angriffe zerbricht schon nach wenigen Tagen an einem Wall unerschütterlichen Gleichmuts, wie die Brandung an steiler Felsenküste. Noch ist nicht abzesehen, welche Reserven Stalin an seiner neuen Offen iofront zwischen Kalinin und Toropez noch zu opfern bereit ist. Seine ersten Krastanstrengungen sind chon wieder verpufft, Tausende von Toten, über 200 Panzer liegen vor den deutschen Bastio­nen, und Rschew, der heiß umkämpfte Eck­pfeiler, schaut einer Trutzburg gleich ins weite Land. Um diese Stadt dreht sich auch die neue bolschewistische Offensive. Der Krieg will nicht los­lassen von diesen blutgetränkten Schlachtfeldern am Oberlauf der Wolga.

Dr. Goebbels sprach zu den Offizieren einer Jnsanterieschule.

Reichsminister Dr. G o e b b e l s gab Offizieren einer Jnsanterieschule, die zum größten Teil zu einem kurzen Kursus von der Front zusammenge­zogen worden waren, einen Ueberblicf über die Lage. Im Osten seien im vergangenen Sommer entscheidende Erfolge erzielt worden, die uns die Sowjets jetzt vergeblich wieder streitig zu machen suchten. Die deutsche Wehrmacht, die im vergange­nen Winter ihre Erfahrungen gnfammelt habe, gehe im Bewußtsein ihrer Sieghastigkeit in die Kämpfe der kommenden Monate hinein. Auch in Afrika sähen wir mit Entschlossenheit der weiteren Ent­wicklung entgegen. Kein Geschrei unserer Feinde könne darüber Hinwegtäuschen, daß unsere Gegner weder den Mut noch die Kraft besessen hätten, die so prahlerisch angekündigte zweite Front auf euro­päischem Boden Wirklich zu errichten. Während­dessen aber werde die Schlacktaufden Welt­meeren unbeirrt weitergesührt; die Erfolge des eben vergangenen Monats hätten erneut gezeigt, daß über ihren schließlichen Aus gang kein Zweifel möglich sei. Freilich fei der Endsieg eine Frage von Zeit und Geduld; entscheidend aber sei, wem der Raum zur Verfügung stehe, und der Raum gehöre ohne jeden Zweifel uns. Um diesen Raum gehe unser Kampf. Nicht für blutleere Ideale stritten wir. diesmal. Der Strieg solle vollenden, was die natio- nalsozraliftische Revolution begonnen habe. Dr. Goebbels machte sich dann zum Dolmetsch des Dankgefühls, das das ganze deutsche Volk für unsere Infanterie empfinde. Auch in einer Zeit, deren mitreißendes Tempo der Motor dik- tiere, habe sie sich ihre stählernen Ideale erhalten, gleichzeitig aber sei sie erfüllt vom modernen Geist unserer Zeit. Mit ihrer Solidität, ihrer Tapfer­keit, ihrem Angriffsgeist und ihrer Standhaftigkeit entscheide sie die geschichtlichen Schlachten in ihren letzten Auswirkungen. Anschließend an seinen mit Spannung aufgenommenen Vortrag verbrachte der Minister den Abend mit den Offfzieren der Jnsanterieschule.

Ausbau der »olkspflegerischen Arbeit.

Im Hauptamt für VolkswohFahrt findet eine Tagung der Gausachbearbeiterinnen. für Jugend- erholungspsiege statt, auf der Oberbefehlsleiter H i l- genfeldt und die Leiterin der Hauptstelle Ju­genderholungspflege, Ilse Haack, neben anderen führenden Fachreferenten sprachen. Als eines 'der wichtigsten Probleme stellte Oberbefehlsleiter HN- genfeldt bie Nachwuchsfrage heraus, die auch in der NSV.-Arbeit immer stärker fühlbar würde. Sie sei nur zu überbrücken durch planmäßigen Einsatz aller Fachkräfte unter Hinzuziehung geeigneter Laien­kräfte, die für die Arbeit geschuldet werden müßten. Ilse Haack erklärte, die Maßnahmen der NSV. stell­ten eine Erholmigsfürsorge dar, durch die alle ge- sundheillich gefährdeten Jugendlichen von 3 bis 18 (weibliche bis zu 21) Jahren auf Grund ärztlichen Gutachtens verschickt würden. Die wirtschaftliche Lage der Eltern spiele dabei eine untergeordnete Rolle. Schon wett über fünf Millionen Kinder seien einer mehrwöchigen Erholung zugeführt worden. Die Gewichtszunahme belief sich- bei einem vier- bis sechswöchigen Aufenthalt auf etwa 2 Kilo. Es

Oie Yankees in Indien.

Tokio, 1. Dez. (Europapreß.) lieber die zuneh­mendeAblösung" des britischen Einflusses in In* dien durch die Amerikaner berichtetUomiuri Hochi". Die Front an der indisch-burmanischen Grenze nimmt mehr und mehr den Charakter eines Kamp­fes zwischen den USA. und Japan an", heißt es in dem Bericht, der die Stärke der in den östlichen Provinzen stehenden USA.-Truppen auf etwa 50 000 Mann beziffert. Die b r i t i f ch e Luft­waffe, deren Flugzeuge den japanischen unterlegen seien ünd infolgedessen wachsende Verluste erlitten, könne nicht weiter mit englischen Flugzeugen ange­füllt werden. An ihre Stelle seien neuerdings ame« rikanische Flugzeuge getreten. Der Bericht spricht von über 100 USA.-Flugzeugen an der in- dffch-durmanifchen Grenze, unter ihnen schwere Bom­ber und Jagdflugzeuge modernster Konstruktton.

Die Wache an der Küste.

Den Haag, 1. Dez. (Europapreß.)Einmal werden wir selbst die Wache an der Küste über­nehmen", erklärte M u f f e r t auf einer Kundgebung in Arnheim, auf der etwa 1000 Amtsträger der NSB. den Treueid auf den Leiter der NSB. ab­legten. Es werde sich dabei, so sagte Mussert, um Europäer handeln,, auf die man stolz fein könne. Er, Mussert, wolle beweisen, daß das niederlän­dische Volk in seiner Gesamtheit an diesem Kriege teilnehme.

Kunst und Wissenschaft.

Die Goethe-Medaille für Anna Bahr-Rlildenbnrg.

Der Führer hat der Kammersängerin Professorin Anna Bahr-Mildenburg in Wien aus Anlaß der Vollendung ihres 70. Geburtstages in Würdigung ihrer Verdienste als darstellende Künstlerin und Sängerin sowie als Pädagogin die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Kammermusik von Rleyerolbersleben.

Ernst Meyerolbersleben, der Leiter der Weimarer Musikhochschule, machte in Weimar mit neuen Wer­ken bekannt: Zwei Sonaten für Bratsche und Kla­vier in e-moll und C-dur und zwei Liederzyklen mit Klavier:Lieder an eine Tote" für Bariton nach Gedichten von Anton Sack undßiebesfalen- ber' für Tenor nach R. G. Binding. Während die beiden Bratschensonaten mit ihrer klaren und flüs­sigen Polyphonie den Anschluß an die alten Mei­ster des Kontrapunkts suchen, stoßen die Lieder­zyklen in Neuland vor. Die tiefe Schwermut der Lieder an eine Tote" ist mit den reichen Mitteln einer keineswegs herkömmlichen, jedoch stets sang­lichen Melodiebildung und einer teils stimmungs- fchildernden, teils motivisch behandelten Führung des Klavierteils ergreifend ausgedeutet. Das freu« bige Gegenstück dazu ist derßiebesfalenber", dessen wirksame melodische Gestaltung einem strahlenden Tenor äußerst dankbare Aufgaben bietet Kräfte des Deutschen Nationaltheaters verhalfen mit dem Komponisten am Flügel in sorgfältig abgerundeter Wiedergabe den Werken zu einem verdienten Er­folg. Heinrich Funk.

Neue Lieder von helmuth Vogt.

In Hamburg wurden Lieder für Sopran und Bläserquintett von Helmuth Vogt uraufgefuhrt. Trotz der anspruchsvollen musikalischen Gestaltung erwie­sen sich die Kompositionen als äußerst wirksam. Die Dichtungen sind in ihrem Stimmungsgehalt musika­lisch im Innersten erlebt und in eine Form von hoher künstlerischer Reife und handwerklicher Vollkommen­heit gegossen. Die Behandlung der Bläser und ihre Gegenüberstellung mit der Gesangstimme ist äußerst xeizvoll sowohl in der zarten farbigen Naturstim­mung desMittag" (Fontane), der innigen gemüt­vollen Lyrik Eichendorffs und Storms wie auch in der schalkhaften Vitalität zweierFalke"-Lieder. Die Bläservereinigung des Philharmonischen Staats­orchesters und Astrid Bräunlichs jugendlich-glocken­heller Sopran verhalfen den Kompositionen, die sicher ihren Weg durch viele Konzertsäle machen werden, zu lebhaftem Beifall. Wolfgang Vogler.

Eichendorfs als Vermächtnis und Verpflichtung.

Auf einer FestkunÄgebung im Kattowitzer Opern­haus zur Deutschen Eichendorfs-Woche am 85. To­destage des Dichters schilderte Reichsleiter Baldur von Schirach Eichendorfs alsDichter des natio»

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Ms man vor etlichen Monaten den 120. Geburts- - tag des großen Nattirforschers Gregor Mendel! versteht feierte, da wurde bas Andenken an den einstigen I Lebte da, gleichfalls in Tirol, in dem Dörflern armen Bauernbuben aus dem schlesischen Heinzen- - Oberperfuß bei Innsbruck um die Mitte des acht- oorf nn Kuhlandchen, der berufen mar, der Welt | zehnten Jahrhunderts ein seltsamer Bub, der Peter das Gesetz vomMechanismus der Vererbung" zu A n i ch, der guckte gern nach den Sternen und schenken, wieder mächtig wachgerufen. Bieljährige zeichnete ihre Bilder und Dahnen auf. füllte seine ^ersuche an Pflanzen führten ihn zur klaren Er- Schiefertafel mtt Zahlen und Linien, fertigte Son- renntms der Vererbungsgesetze, die das Fundament nenuhren an und wurde schließlich fast ganz von yr. die gesamte Vererbungswissenschaft bilden. Da ' selber ein berühmter Astronom und Mathematiker 0'esen Gesetzen Pflanze und Tjer und Mensch in Mit primitivsten Instrumenten stellte er wunderbar gleicher Welse unterworfen sind, baut sich auf dem """""" ---------n':r «- -- " -

unsterblichen Verdienst Gregor Mendels jegliche Züchtungsarbeit, aber auch die gesamte wissenschaft­liche Erbforschung und Rassenhygiene auf, die für öos Leben kommender Zeiten von unabsehbarer Be­deutung sein wird.

Wenige Jahrzehnte vor Gregor Mendel vertrat m dem Dorfe Ziebigk bei Köthen in Anhalt der »K Al «VMM Uld« Cr « L . V < M -

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.^eEZU tun pflegte unb bemjft es zuzu- ter Alfred Huggenberger fernen 75. Geburts. °us dem Knaben der größte deutsche ' tag, immer noch mit gleich rüstigem Eifer auf sei- ?;»rbc' 5lS?as Standardwerk der neu Siedern wie an seinem Schreibtisch tätig.' Ein Vogelkunde, die in allen Kulturnatwnen verbreitete, Leben voll Mühsal und Heimsuchung lient hinter ihm

^a! t,®?1"»«- Sn -b-n ber N°cht, m der'-hm einVinT^bonn fronten. Obwohl er zeitlebens als schlichter Land- wurde, zündete ihm eine ruchlose Hand das Haus

genaue Karten von ganz Tirol her, vollendete einen Globus nach dem anderen und was alles er sonst noch vollbrachte, das mag jeder bestaunen, der heute die ihm allein gewidmete Abteilung des Ferdinand- museums in Innsbruck durchwandert oder das Peter-Anich-Museum in seinem Heimatdorf besucht. Im letzten Frühling ging über die Innsbrucker vo- 7'- *'» "" Bühne ein Stück, das uns die einmalige und ehr»

tfauernbub Johann Friedrich Naumann feine furchtgebietende Erscheinung dieses Mannes vor ersten Kinderschuhe. Sem Vater hiett ihn dazu an, Augen führte. '

Auf seinem Bauerngut in Gerlikon im schweize-