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Mittwoch, Z.vezemberMr

GießenerAnzeiger

l-r. Jahrgang Nr. 284

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-ä«, General-Anzeiger für Oberhessen ^^»letze«?5ch«lftra?e^

In

1.

Trotz schlechten Wetters und schärfster Abwehr

r

c",Reina btf Pazifico" und ..Derbyshire", die

daß er mit seiner ganzen Ladung untergeht. Wie

Hochgebirgskampf im Elbrus-Abschnitt

lich' nach p?^E?nzelfahrer entdeckt ' istirmiß 7rst heute Ansehen, weil sie glauben, daß die Rekord' cC-1: sturmaeveitschter See in langem Anfahren eine brecher" mit 25 und mehr Knoten den U-Booten ^nstt^Schußvosittonerrei^ werden, denn der 'entkommen können. Doch die Versenkung der dre S-n^JX muß den feindlicher Dampfer so treffen, großen Truppentransporter^oom Typ ,,Mceroy of mit seiner aanzen Ladung untergeht. Wie JrÄia",Retina del Pazifico undDerbyshire ,

schwierig das ist. an den Feind unbemerkt heranzu- kommen, wenn das Sehrohr ständig in Wellen­bergen versinkt oder von Hagel- und Schneeboen wie verklebt aussieht, davon macht man sich au dem Lande kaum eine richtige Vorstellung. Bei den jetzigen Verhältnissen überhaupt einen Dampfer ins Visier zu bekommen, ist schon eine Kunst, bie nur unsere sorgfältig ausgebildeten U-Boot-Männer beherrschen. Und dann den Dampfer auch solange im Visier zu behalten, bis der Torpedo gelöst wer­den kann, das ist eine noch größere Äunft, die em Höchstmaß an seemännischem Können und här­testem Kampfwillen erfordert. Unsere Unterseeboot- Kommandanten und ihre Besatzungen haben dieses Können und diese Härte im Kampf, das beweisen ihre immer wiederkehrenüen großen Erfolge gegen einen Gegner, der alles aufbietet, um sich der Ge-

Ende September unseren U-Booten zum Opfer ielen, hat gezeigt, daß selbst schnelle Schiffe dieser Art vor den Torpedos nicht sicher sind.

Unter den in den letzten Novembertagen versenk­ten und in der Versenkungsziffer der Sondermeldung bereits enthaltenen feindlichen Handelsschiffen be­fand sich auch der 10 799 BRT. große britische Fahr- gastdampferL l a n d a f f C a st l e" der Union Castle Line in London. Das Schiff, das Einrich­tungen für 390 Fahrgäste hatte, war im Frieden im Passagierverkehr zwischen London und Südafrika eingesetzt. Ferner fiel das erst im Jahre 1941 ge­baute britische FrachtschiffEmpire Crom­well", das in Sunderland beheimatet war, einem Unterseebotangriff zum Opfer.

Oer Versenkungsrekord des Novembers

Mit 1035 000 BVT. das bisher höchste Monatsergebnis des Krieges.

November ihr bisheriges TUoualshöchstergebnis vom September d. 3. um rund 200 000 VRT. übertroffen.

3m Kampf gegen Kriegsschiffe versenkten unsere Unterseeboote im November 3 Kreuzer, 6 Zer­störer, 2 Korvetten und ein Unterseeboot. Sie beschä­digten durch Torpedotreffer einen Flugzeugträger, 2 Kreuzer, 3 Zerstörer sowie mehrere Sicherungs­fahrzeuge. Die Luftwaffe versenkte ein Unterseeboot und eine kleinere britische Kriegsschiffseinheit. Dar­über hinaus wurden ein Schlachtschiff oder Schwerer Kreuzer, 4 Flugzeugträger und 28 Kreuzer, Zerstörer und kleinere Kriegsfahrzeuge zum Teil mehrfach ge-

bekanul:

Deutsche See- und Luftstreitkräfte haben im Monat November insgesamt 166 Schiffe mit 1 035 200 VRT. versenkt. Die Erfolge des Monats September 1942 wurden um 23 5(0 VRT. über­troffen. Damit ist das bisher höchste E egeb - nis dieses Krieges erzielt worden. Unter­seeboote vernichteten davon im Nord- und SLd- atlantik, im Lismer, den Randgewässern des 3ndi schen Ozeans und vor deo Küsten Französisch-Nord- afrikas 149 feindliche Handels- und Transportschiffe mit 955200 VRT. Deutsche Schnellboote ver- senkten in der Nordsee und im Kanal 8 Schiffe mit 20 000 VRT.» Kampfverbände der Luftwaffe

3U gering, fonoern nur in oer tseiunuum luhB des Masseneinsatzes gesehen werden. Diese Massen- wirkung trifft die Versorgungsstraßen nach der Sowjetunion, in den Vorderen Orient und nach

Oie Gondermeldung.

DNV. Aus dem Fuhrerhauptquartier, Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt

Der Dersenkungsrekord, den die U-Boote im Mo­nat November erzielt haben, ist um so Wx gu bewerten, als vor allem im nördlichen Teil des Atlantik und im Eismeer für die Arbeit der U- Boote besonders erschwerend ins Gew.cht fallt datz hier die Tage nur noch wenige Stunden zahlten, bevor im Winter für diese Breiten die zwei Mo- nate währende Polarnacht anbricht. Zudem herrscht in der nördlichen Hälfte des Atlantik schon seit Wochen eine ausgesprochene Schlechtwetter- periode. die hier jahreszeitlich bedingt ist Stark bewegte See, weit ausgedehnte Nebelbästke, Regen-, Schnee- und Hagelschauer erschweren unseren U- Boot-Männern den Angriff ungemein. Wenn end­lich nach tagelangem Suchen, em feindliches Ge- rc:___«Mts»/** iff miife PTlf

troffen.

3n den gemeldeten Zahlen sind die schweren Ein­bußen der sowjetischen Handels- und Trans- portflotte nicht enthalten. Die Luftwaffe ver­senkte an der Schwarzmeerküste, auf dem Kaspischen Meer, auf der unteren Wolga und auf dem Ladoga­see 19 Transportschiffe, Schlepper und andere Fahr­zeuge verschiedenster Größe, darunter 2 Tanker. 26 sowjetische Versorgungsfahrzeuge aller Art rour- . « r < --LI ____L miirSmi «in

Oie Antwort.

Don unserer Berliner Schristleitung.

Von Aachen bis Memel

Druiloregisterlonnen werden zu Züge«.

Schwere Abwehrkämpfe vor Tuapse.

Berlin, 1. Dez. , (DNB.) Im westlichen Kaukasus regnet es feit dem 29. 1L in Strö­men. Das Tauwetter hat nun auch seinen Einzug in die höheren Gebirgsketten gehalten. Die Schnee- schmelze läßt die Gebirgsbäche rapid anschwellen, so

Australien im Kriege

Von unserem Abs.-Korrespondenten.

wichtsladung 15 000 deutsche Gewichtstonnen aus­gemacht hat. ..k

Unser menschliches Vorstellungsoermogen ist beschränkt. Unter einer Million Tonnen Kohle oder Roggen können wir uns nichts mehrvorstellen". Darum rechnen wir auch die feindlichen Schiffsver- luste in Bahnzüge und Entfernungen um, um einen Annäherungswert für unser Vorstel­lungsvermögen zu gewinnen. Da eine Registertonne ungefähr 1% Gewichtstonnen entspricht, so hat ein Schiff von 10 000 Registertonnen 15 000 Gewichts­tonnen Fracht geladen. Das entspricht 24 Guter- lügen zu je 60 Wagen, von denen ,eder mit 10 Tonnen beladen ist. Diese Güterzuge brauchen ein Geleis von 12 km Länge, um hintereinander an- gestellt zu werden. Jetzt haben wir die Schlüsselzahl gewonnen. Wenn ein Schiff von 10 000 BRT. 24 Gitterzügen zu je 60 Wagen mit einer Gesamt­sänge von 12 km entspricht, so kommen 1035 000 BRT. nicht weniger als 2484 Lastzügen gleich, die die erstaunliche Gesamtausdehnung von 1242 km haben! Es gibt nur wenige Punkte Großdeutsch­lands, die rund 1250 km auseinanderliegen. Das beste Beispiel ist die Entfernung zwischen Aachen und Memel.

Polizefftunde füllten sich die öffentlichen Parks von Sydney mit Männern (darunter vielen Soldaten) und Frauen, die unter freiem Himmel mit ihren Schnapsflaschen Orgien feierten.

Ueberbürokrattsierung und doktrinär marxistische Einstellung an der Spitze, Gleichgültigkeit der Ar­beiterschaft gegenüber dem Gemeinwohl, Kriegs- gewinnlertum oben und unten, allgemeine Demo­ralisierung und als Folge von dem allen Inflation,

ährten doch zu gar nichts.

Nun ist es bezeichnend, daß alle nicht gerade zum Churchillschen Krieastabinett gehörenden promi­nenten Briten im U-Boot-Krieg die größte, d i e entscheidende Gefahr für Engländer- blicken. Wir Deutsche führen mit unseren Verbünde­ten diesen Krieg so, daß England nach mehr stöhnen wird, wie schnell wir die richtige Antwort für Roosevelt und Churchill gefunden Habern

ausschließlich verantwortlich, s

Die Einführung des Arbeitszwangs bedeutete aber nun noch keineswegs den vollen Em atz aller Arbeitskräfte des Bergbaus. Im Gegenteil. Mitten im Kriege brachte es der doktrnmre Marxismus des Arbeitsministers fertig, eine Kürzung der Ar beitszeit über Tage vorzubereiten und außerdem die Zwangspensionierung allev über 60 Jahre alten Bergarbeiter anzuordnen. Ern ähnlicher ' machte sich übrigens auch auf anderen Gebiet breit. Weigerte man sich doch, von der alten G wohnheit abzugehen, daß die ^uftrallschen ^eesch Ne alle acht Wochm seweils eine Doche still liegen müssen, weil die Dierundvierzig-Stundenwoche der Seeleute nur so durchführbar ist!

Die Streikwelle leckte bis in die BeamtensäM hinauf, in der sich im April Streibewegungen zur Durchsetzung von Gehaltsforderungen zeigten, weil die ständigen Lohnerhöhungen der Arbeiterschaft, die nicht mit entsprechender Besteuerung und D ^s seluna des Luxuskon ums Hand m Hand gingen, na^rqemSh die Pr-il- in di- Hohe trieben Der Preissteiqemnq aber folgte die Wahrnn«siMatt°n mit einer rapiden Vergrößerung des der schon zwei Monate nach dem Smegseinmn MtrSiens3um fast ein Drittel hoher war als em 5 aVTefe Zustände, die - in dem einstigen Led-nsmiit-lexporttand Australien! - J

ehern plötzlich auftretenden Mangel an Kartoffeln Eiern Zwiebeln und anderen Nahrungsmitteln einher gilben, muhten natürlich auf tee-auf)traftWfe Bevölkerung demoralisierend mitten.Sie ei^ vorhandenen Barmittel kamen nicht der Rnstut^ anstrmqung des Landes zugute, fontrnrn mutten m Saufgelagen anqeleat. Ms daraufhin die Schank- famben nerfürit wurden, schaffen Tausende von heimlichen Kneipen aus der Erde, und nach ber

Preischaos, Teuerung und ungenügende Rüstungs-^ leiftung das ist dos Bild, das die australischen Zeitungen der ersten Jahreshälfte vom innereh Zu­stand Australiens zeichnen. Seither aber scheinen sich die Verhältnisse nicht wesenllich gebessert zu haben. Denn erst dieser Tage kam es in Austra­lien zu neuen ernsten Streitigkeiten über die Ar­beitszeit, gleichzeitig mußten sich die Australier von einem Amerikaner sagen lassen, sie täten ihre Pflicht nicht und überließen die Hauptlast des Kampfes im Südwestpazrfik anderen. Sie vermochten darauf nur zu erwidern, der Mann übertreibe. Daß seine Be­hauptungeneinen Kern Wahrheit" entgelten, konnte niemand bestreiten.

Die U-Boote sind nur kleine Schiffe, die im auf- getauchten Zustand etwa vier Meter über die Wasseroberfläche herausragen. Sie stehen imjöer» nichtungskrieg gegen die amerikanischen, englischen und englandhörigen Schiffe vom Eismeer bis m die Randgewässer des Indischen Ozeans, also auf einer Strecke von 16 000 Kilometer. Der einzelne U-Boot- kommandant kann von seinem Turm aber nur einen Halbkreis von vier bis höchstens acht Kilometer Weite übersehen. Der Maßstab für ihren Erfolg kann nicht in örtlicher Begrenzung dazu sind Gesichtskreis und Schnelligkeit des U-Bootes viel I iU gering, sondern nur in der Gesamtwirkung

Die jetzt in Tokio vorliegenden australischen Zei­tungen aus der ersten Hälfte dieses Jahres fassen von allen diesen Behauptungen nichts mehr übrig. Im Gegenteil, die in ihnen enthaltenen 'Berichte über die australische Wirklichkeit sind geradezu eine ununterbrochene Reihe von Dementis jener ver­logenen Schönfärbereien. Statt von Kriegsbegeiste­rung zu schwärmen, sind diese Zeitungen voll von Klagen über mangelnde Kriegsbewuhtheit der austra­lischen Arbeiterschaft, über Streiks, über skrupellose Versuche, die Kriegsverhältnisse innerpotttisch für egoistische Zwecke auszunützen, und über schwere Fehler in der Organisation der Kriegsindustrie.

Zum ThemaKriegsbegeisterung" brachte das SydneyerBulletin" unmittelbar nach Kriegsbegmn einen prachtvollen Kommentar mit der Schilderung, wie in den ersten Kriegslagen Dutzende von Omni­bussen mit Rednern und Musikkapellen durch d,e Straßen Adelaides gefahren seien, um Freiwillige für ehe Panzerdivision zu werben: die jungen Industriearbeiter aber hätten die ganze Werde- aftiort nur als ^Kasperletheater aufgefaßt. Ganze hier Freiwillige, darunter einen Buschmann und zwei schon bejahrte Weltkriegsteilnehmer, habe man in langer mühseliger Werbekampagne angeworben. f ,Nur Zwang bringt Australiens Massen m Die Milizuniform" lautet die Schlußfolgerung des . ^Richt' bester steht es um die Arbeitswilligkeit der Australier. Der Versuch, Ende März die Arbeits­kräfte Australiens zu registrieren, ^eiterte am Boykott dieser Aktion durch die meldepflichtigen Arbeitsfähigen. Außerdem aber zieht sich durch die Meldungen der australischen Zeitungen rote em roter Faden eine nicht endenroollende Serie von Streiks, die nicht etwa politische Gründe hatten, sondern nur unternommen wurden, um die Notlage des Staa­tes zur Durchsetzung höherer Löhne und kürzerer Arbeitszeiten auszunutzen. Besonders der Kohlen­bergbau in Neusüdwales bereitete tn dieser Hinsicht ständig Sorgen, aber zeitweise streikten gleichzeitig nicht nur die Kohlenbergarbeiter von Neusudwales, sondern auch die Hafenarbeiter Sydneys und Die Arbeiter zahlreicher Rüstungswerke; außerdem drohte noch ein Streik der Transportarbeiter.

Dies geschah, während die Japaner schon Neu- guinea bombardierten und damit die tBebrobung Australiens immer ernster wurde. Schließlich muhte die Regierung (Surtin, die monatelang oor Öen Linksradikalen auf den Knien gelegen batte, öifta torische Vollmachten erbitten und im Bergbau den Arbeitszwang einführen. Den Ausschlag hierfür gab die enttäuschende Kohlenförderung von nur 2,6 Ttil Konen Tonnen (statt einer erreichbaren Menge von 3,2 Millionen Tonnen) im ersten.Quartal dieses .Jahres. Streiks und häufiges Wegbletben der^Ar­beiter vom Arbeitsplatz waren für diese Ausfälle

fahr zu erwehren.

Seine Abwehrmaßnahmen wurden von Monat zu Monat stärker, jede nur denkbare Lücke in seinem Ab Vehrsystem sucht er zu schließen. Aber trotz allem jagen unsere Unterseeboote seine Geleitzuge, ganj gleich, wo sie angetrof'-en werden. Die deutschen Ü-Boote kontrollieren heute den Atlanttk übe 120 Breitengrade hinweg, sie stören alle dem Gegner noch verbliebenen Seewege und zwin­gen ihn zur Fahrt über das Meer mit seinem besten schnell fahrenden Ozeanriesen. Schiffe, deren Bau viele Millionen Pfunde verschlang, die gebaut wor­den waren, um dasBlaue Band" zu erringen, verwöhnte Reisende in weniger als sechs Tagen Über den Atlanttk zu bringen, müssen die Briten

Allein unsere U-Bvote, die grauen Wölfe ber Meere, haben im Monat November fast eine Mil­lion BRT., nämlich 975 000 BRT., versenkt. Diese ' stolze Bilanz übertrifft um das Vierfache die des gleichen Monats des Vorjahres, sie bringt aber den Plutokraten geradewegs ins Herz, denn sie beweist eindeutig, daß sie die Hoffnung auf­geben müssen, alle ihre Kriegsschauplätze mit Mu­nition und Menschen zu versorgen, und das Auf­geben dieser Hoffnung ist gleichbedeutend mit einer Zertrümmerung der Rooseveltschen Luftschlösser, die USA. zumArsenal der Demokratien" machen zu können, damit alle Welt den USA. verschuldet und hörig werde. Im Speziellen ist dieser riesigste Mo« natsoerlust 'feindlicher Schiffe auch geeignet, di» Nachschubwege nach Französisch-Nord- afrika zu blockieren. Allein in der Zeit vom 7. bis 25. November gingen dort 265 000 BRT. so­wie fünf Kreuzer völlia verloren, 398 000 BRT. (9 Schlachtschiffe, 3- Flugzeugträger und andere Kriegsschiffe) wurden teilwejse schwer beschädigt. Das alles, was die Pankees in Nordaftika brauchen, ebenso wie der Bednars der Briten durch Schiffe herangebracht werden muß, hängt von der Siche­rung dieser Schiffahrtslinien das Schicksal nicht nur des nordafrikanischen Abepteuers ab.

Churchill, der viel redet, um die -Ocmüter seiner Briten aufzumuntern und sie von den Tatsachen abzuzrehen, hat in einer seiner letzten Agitations­reden sich selbst Lügen gestraft, indem er betonte: Der U-Boot-Krieg wird nicht geringer, sondern nimmt immer größeren Umfang an und wird eher schlimmer werden als leichter. Ms jetzt hatt Churchill für jedes Jahr und für jede britische Niederlage einen besonderen Trost sich zu­rechtgemacht. Er behauptete, das kommende Jahr werde leichter sein als bas gegenwärtige, und die . neueste Niederlage sei endgülttg die letzte. Wie groß muß in Wirklichkeit seine Verzweiflung fein, daß er gestehen muß: Die U-Boot-Gefahr wird noch - schlimmer! Das Jahr 1943 werde noch furchtbarer!

Immer wieder erhebt sich im feindlichen Lager , die Forderung, doch endlich die Wahrheit zu sagen. . So hat nicht nur der britische Admiral Richmond die U-Boot-Gefahr eine tödliche genannt, sondern auch der frühere Privaffekretär des Ersten Lords ' der Admiralität, Lord Winster, hat in einem Schreiben an dieSunday Times" sich wieder gegen dje bewußte Irreführung des britischen Volkes durch Churchill gewendet. Er hat gefragt:Wieviel von unserem an die Fronten verschickten Kriegs-- material liegt bereits auf dem Meeresgrund? Er nennt den Schutz der Schiffe gegen die U-Boote den Kernpunkt aller Probleme und wirft Churchill vor, von Anfang an überoptinttsttsche Zahlen ver­öffentlicht zu haben, bis er diese Veröffentlichung ganz einftellte. Dafür aber veröffentlichte er phan­tastische Ziffern über angebliche deutsche U-Boot- Verluste, die glattweg erfunden seien. Es 'sei doch eine alte Erfahrung der Seekriegführung, meint Lord Winster, daß man. sich gerade über Angriffe auf U-Boote sehr lekcht täusche. Solche Schätzungen

Berlin, 1. Dez. (DNB.) In den Schluchten und Felsen des Elbrus-Abschnittes ruht auck trotz starker Froste, hefttger Schneestürme und erhöhter Lawi­nengefahr die Kampftätigkeit nicht. Die für den " [ut ausgestatteten Gebirgsjäger

Tokio, November 1942.

lieber die Kontroverse zwischen dem ameri­kanischen Militärkritiker Hanson Baldwin und dem australischen Außenminister E v a 11 über die Äriegsanftrengungen Australiens vermag auf Grund der Lektüre zahlreicher australischer Zeitungen, die in der letzten Zett nach Tokio gelangt sind, unser Tokioter Ver­treter im folgenden interessante Aufschlüsse zu geben. /

den ersten Monaten des Ostasienkrieges hat

nengesahr dre stampftangreu mcyr. z>ie jur uer* Hochgebirgskampf gut ausgestatteten Gebirgsjäger sind in regelmäßig durchgefuhrten Späh- und Stoß, trupps dauernd am Feind. Diese Unternehmen, die mit waghalsigen Kletterpartten verbunden sind, führen immer wieder über Gletscher, Schneefeldei: und vereiste Felsen im Gebirge, die vor unseren Gebirgsjägern kein Soldat betreten hat. Oft kommt es zu Feuergefechten mit bolschewistischen Stoß­trupps. So war in einem der Seitentäler des El­brus ein bolschewisttscher Stoßtrupp in Stellungen vorgeschobener Gefechtsposten eingedrungen. Wenig» Stunden später wurden die Bolschewisten in den verschneiten Felsspatten von unseren Gebirgsjägern zum Kampf gesteltt. In erbittertem Ringen an vereisten Kaminen, über tief verschneiten Schluch* ten und auf von eisigen Winden durchgefegten Fels­kuppen wurde der Feind geworfen.

sich die australische Propaganda, unterstützt von fleißigen englischen und amerikanischen Feoern, nicht genug tun können mit der Beteuerung, daß die australische Nation in einmütiger Geschlossenheit und voller Begeisterung wohlgerüstet in den Krieg ein« .getreten fei. Man sprach von einer halben Million australischer Männer in Uniform und von Austra­liens Fähigkeit, Flugzeuge, Panzer, Schiffe und alle möglichen anderen im modernen Krieg benötigten Dinge nicht nur selbst herzustellen, sondern sogar -Neuseeland, Holländisch-Jndien, ja selbst den Briten tbis nach Aegypten und dem Nahen Osten hin zu liefern.

Die Bruttoregistertonne ist ursprünglich ein eng» Irsches Raummaß, also im Gegensatz zu unserer Tonne, die 10 Meterzentner oder 20 einfache Zentner wiegt, kein Gewichtsrnaß. Eine Re­gistertonne enffppicht 100 englischen Kubikfuß oder 2,8 cbm. Daß diese Raumbezeichnung noch heute Gültigkeit hat, erklärt sich aus der Schwierigkeit, so viele Rechnungen und Zeichnungen auf eine neue Maßeinheit zu übertragen, schließlich aus der über­ragenden Bedeutung, die England als Schfffahrts- land bis in unsere Tage hatte. So kommt es, daß die Registertonne ein Raummaß bezeichnet, das nicht einmal auf unserer Meter-Berechnung begründet ist, sondern im Grund den englischen Fuß zur Matzeln- heit hat. Daraus ergibt sich eine neue Schwierigkeit: welchem Gewicht entspricht der Raum der Re- qiftertonne, die 100 englische Kubikfuß oder 2.8 cbm mißt? Die Ladung eines Schiffes kann nach Gewicht und besonders nach Sperrigkeit sehr verschieden sem. Im allgemeinen Durschnitt hat sich bei den Schiffs­beladungen ergeben, daß auf einem Raum von 2 8 cbm ein Gewicht von \V> deutschen Gewichts- tonnen oder 15 Doppelzentnern oder 30 einfachen Zentnern unterzubringen ist. Wenn also em Schiff von 10 000 BRT. als versenkt geleldet wird, so ist

im rohen Durchschnitt anzunehmen, daß feine Ge-'

9 Handelsschiffe mit 60000 VRT. Schwer be­schädigt, so daß ein erheblicher Teil noch als _

Tolalverlirst zu rechnen ist, wurden durch deutsche den beschädigt. Durch Luftangriffe wurden ferner ein Unterseeboote 30 Schiffe, durch die Luftwaffe 72 sowjetisches Kanonenboot versenkt, 2 weitere ftano- zchiffe. Unter schwersten Wetter- und Kampfbedln- nenboote, ein Flakschiff und 2 Schnellboote bescha- gungen haben die deutschen Unterseeboote damit im digt.