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ges, eineentscheidende^ Schlacht, wie die amerika-

Helsinki, 1. Juni. (DNB.) Der Berliner Be-

Von I

>ften, d°nn

Bei dem britischen Luftangriff auf Köln haben IW bemerkt zu haben, daß die rückwärtigen 23er- die dort eingesetzten Luftschutzkrüfte unqeachtek'eiae- bindungen seiner Truppen abzubröckeln begannen. n°r Derlusle durch laftrafl unb besonderen Mu« ! n A - n °7r °"d "vL dik D-Äck-n eine grohcre Ausdehnung der Brände vcrhlndcr«. I überließen ihm vorläufig gern diesen Weg. Die

Was man olles im Mond sieht.

bescha-

Zrachl-

in Stadl und Hafen von Sewastopol.

In den Gewässern von Murmansk digten Sturzkampfflugzeuge zwei große schiffe durch Bombentreffer.

3n Nordafrika wurden britische

daß 10 v. H. aller Kosten für öffentliche Dauvor- haben in apuanischen Marmorarbeiten angelegt werden müßten. So sieht man heute in allen ita­lienischen Städten an den in den letzten Jahren ent­standenen Bauwerken einen früher nicht gekannten Ueberfluß an Marmor, der also keineswegs als Luxus, sondern als rationelle Planwirtschaft er­kannt werden muß. Ferner setzte eine von der Re- gierung geschickt betriebene Propaganda ein, die Zunächst dem eigenen Volke, aber indirekt auch der Welt die vielen praktischen Verwendungsmöglich­keiten des apuanischen Marmors vorführen sollte.' Wie so oft, brachte die Notzeit der Marmorbranche Italiens eine früher nicht gekannte technische Or­ganisation, die sich in späteren Friedenszeiten sehr zu ihrem Wohle auswirken wird. Es wurden näm-

amerikanischen Küste Hal sich das Doot des Kapilän- leulnanls Winter besonders ausgezeichnet.

Truppen gefangen genommen wurden." Shake­speare läßt Polonius imHamlet" sagen: ,Lst dies

, , , - ________" Wie lange

wird die Methode, die Amerikaner und Engländer

geschlagen. Deutsche und italienische Jäger schossen am gestrigen Tage in Luftkämpfen 2 4 britische Flugzeuge ab. Im verlaufe der bisherigen harten Kämpfe brachten deutsche und italienische Truppen über 2 0 0 0 Gefangene ein und ver­nichteten ober erbeuteten über 3 5 0 Panzer- kam pfwagen, 53 Geschütze und zahlreiches anderes Kriegsmaterial.

Au der L a n a l k ü st e verlor der Feind am gest­rigen Tage IS Flugzeuge.

Zur Vergeltung für den Terrorangriff der britischen Luftwaffe auf die Innenstadt von Köln griffen starke Kampffliegerträfte in der letzten Nacht den Bischofssitz von Canterbury in Süd­ostengland mit Tausenden von Spreng- und Brandbomben an. Die in geringer höhe und bei guter Sicht anfliegenden Verbände beobachteten große Brände.

Einzelne britische Flugzeuge unternahmen in der Nacht zum 1. 3uni wirkungslose Störflüge in das westdeutsche Gebiet.

Der Kampf gegen die versorgungsschiff- fahrt Großbritanniens und der Ver­einigten Staaten war im Monat Mai besonders erfolgreich. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 170 feindliche Schiffe mit zusammen 924 400 BRT. Außerdem wurden 66 Schiffe durch Bomben- oder Torpedotreffer zum Teil schwer beschädigt. An diesen Erfolgen hat die llnterseebookwaffe. wie schon durch 5on- dermeldung bekanutgegeben, mit der Versenkung von 1 40 Schiffen mit zusammen 767400 BRT. besonderen Anteil.

Bei den letzten Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch hat sich der Obergefreite (En tian da­durch besonders ausgezeichnet, daß er in einem Steinbruchgebiet trotz starken feindlichen Feuers allein in eine höhle eindrang und durch deren Sprengung die Gefangennahme von 9 Offizieren und 650 Mann ermöglichte.

Bei den Erfolaen deutscher Unterseeboote vor der

Wir verbringen die Nacht inmitten eines der allergrößten und -blutigsten Schlachtfelder der Kriegsgeschichte. Die Stimmen um uns sind immer stiller geworden. Es regnet, aber der Mond beleuch­tet dann und wann gespenstisch das Schlachtfeld, wo Tod und Vernichtung herrschen, wohin man auch blickt.

reichen mittelamerikanischen Meeren kommt ihnen ihre Kleinheit und Wendsgkeit sehr zustatten. Ihre Tauchgeschwindigkeit ist erhöht. Die U-Boote wer­den nicht mehr genietet, sondern elektrisch geschweißt. Das ist besonders wegen der Wasserbomben wichtig. Nieten, die losspringen, gefährden die Festigkeit des U-Bootkörpers. Werden gar Nieten von den Treibstofftanks adgesprengt, so zeichnet sich leicht eine verräterische Oelspur über dem Wasser ab, die eine Verfolgung des getauchten U-Bootes erleichtert.

Die modernen deutschen U-Boote sind mit aus- gezeichneten Nachrichtenmitteln zum Auffinden, An- peilen und Abhorchen des Gegners ausgerüstet. Ihre Torpedorohre haben ein größeres Kaliber als früher. Sie führen auch mehr Torpedos mit als vor 25 Jahren. Es ist der Stolz jedes U-Bootkommandan- ten, sich erfolgreich zu verschießen. Ein U- Boot ist mit einem schweren Maschinengewehr an den Feind herangegangen, nachdem es keine Tor­pedos und Geschützmunition mehr hatte. Ein an­deres hat durch den bloßen Schrecken den Feind zur Oeffn-ung der Schiffsventile gelungen. Ministerial­dirigent Dr.-Jng, Schürer konnte seinen Vortrag mit dem kurzen, inhaltsschweren Satz abschließen: Diese äußerlich so wenig veränderten U-Boote haben es in fich." Dr. Ho.

Der Wehrmachtberichi.

DRB. Aus dem Führerhauptquarller, 1. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront wurden eigene örtliche An­griffe erfolgreich durchgeführt. Vereinzelte Angriffe des Gegners wurden abgewiesen. Die Luftwaffe bekämpfte mit starker Wirkung militärische Ziele

Stirnbinde webe; einmal im Monat rühre sie einen ^enel um, in dem Mais koche, und währenddessen zerstöre ihre Katze das Gewebe, so daß sie immer wieder von vorn an fangen müsse. Während die Schwarzfuß-Jndianer einen Mann und eine Frau im Monde erblicken, haben die Dakota eine ganz phantastische Szene aus den Mondflecken heraus­gedeutet: eine Ente, die den abgeschnittenen Kopf eines Mannes hält und einen Mann mit dem .IJceffer in der Hand. Andere Stämme geben dem Mondmann wieder einen Hund oder einen Prärie­wolf bei.

Gegen­angriffe unter hohen Verlusten des Feindes ab-

Aus dem Angriff in den Kessel

Oie Vernichtungsschlacht von Charkow.

Neue Lügen um Charkow

Don unserer Berliner Schriftleitung.

ernen Felgenbaum, und auf Hawai heißt es, die "lecken des Mondes rührten von dem Zweige eines Baumes her, der zu ihm emporgeflogen fei

Daß die Flecken den strahlenden Glanz der Mondscheibe beeinträchtigen, hat zu mancherlei . Deutungen geführt. In Bolivien erzählt eine Sage, als die Mondfrau sich in der Hängematte ihres Schwagers ihren Rausch ausgeschlafen habe, s-si ihre Schwägerin gekommen und habe chr Gesicht mit schwarzer Farbe bemalt. Nach der Ansicht der Eskimos wurde das Gesicht des Mondes beim Bal- gen oon Bruder und Schwester berußt. Ganz kom­pliziert wird die Entstehung der Mondflecken auf Borneo erklärt: der Mond sei ein außergewöhnlich 'chones Mädchen gewesen, und dieses habe den Neid -er Gefährtinnen so sehr erregt, daß ihr eine beim

lid) die bisher über 200 apuanischen Marmorsorten, Wenn in bellen hör x<nn

die im kaufmännischen Wettbewerb aus privaten strahlenden Erdtrabanten hi nauf geht,^ fallen bem1

'«äs «ä

^^ochen haben. Alle möglichen soll. Gelegentlich wird auch von einemSchild- Gestalten und Dinge haben sie dann erkennen wol- trotcnmann" gesprochen, und daneben deutet man n Unr? hb,e Nisten Geschichten herüber erzählt, die Flecken all

Un- Mann NN Monü ein alter Bekannter - tm Monde einen Zimtbaum zu sehen, aus SunEa

aus Märchen und Sagen, die von der Phantasie v " --

5er alten Deutschen zeugen, und die Deutung 5er , Mondflecken als eine menschliche Gestalt, aber nicht: nur als Mann, sondern auch als Frau oder Kind, i ist wohl am meisten verbreitet, aber daneben hat man auch alle möglichen Tiere, wie Hasen oder Kaninchen, Kröten oder Frösche, darin erkennen können. Die Mythengeschichte hat ein sehr reich­haltiges Material über die formen, die die Phon- tasre der Völker im Monde gesehen hat, zusammen- getragen.

©ejr tebljaft haben sich die Indianer mit dem ^10110 beschäftigt. Die Haida haben sogar bildliche Darstellungen vom Mann im Monde gegeben und eriähfen daru hpr <T)?nnh En-fco ... nx \

Verschiedene Naturvölker haben den Mond als ^usgefaßt, dessen Vorderseite als Gesicht des Schöpfers erscheint. Wie weit die Phan- taste der Naturvölker geht, zeigt eine eigenartige Deutung, die sich auf dem Bismarckarchipel findet uno die die Flecken als ein Dorf auffaßt, in dem öie Schlafhauser, das Arbeitshaus und die Häupt-

biet der Schwerindustrie auch nach dem Kriege nicht mit den Nationen konkurrieren kann, die eigene Rohstoffe an Kohlen und Erzen im Lande haben. Es muß daher den nationalen Rohstoff, den Mar­mor, in dem ihm kein Land der Welt ernste Kon­kurrenz machen kann, so ausbeuten, daß er sich nicht in der Gestalt von häßlichen Marmorstäubchen und schiefen Türmchen von Pisa auf den Schreib­tischen von Spießbürgern verliert, sondern als Bau­stoff zugleich der Nützlichkeit/ aber auch der Schön­heit dient. Einer Schönheit, die unter allen Breiten stets davon Zeugnis gibt, daß ihre Wege in Ita­lien stand.

richterstatter der Zeitung ,^Helfingin Sanomat", der das Schlachtfeld von Charkow besuchte, schreibt:

Offenbar war Ti mo s ch e n ko s Hauptziel, die in der Umgebung von Charkow stehenden deutschen und rumänischen Truppen in einer großen Umfas­sungsbewegung von Süden her vollständig einzu­schließen und Charkow, die Hauptstadt der Ukra­ine und das Lieblingskind der Bolschewisten, um jeden Preis zurückzuerobern. Die Truppen Timo« schenkos griffen daher in stärkster Zusammenballung östlich oon Charkow und aus der Richtung von Jsjum umfassend gegen Krasnograd an. Die Vor­aussetzungen zum Gelingen des Planes Timofchen- kos waren gut. Die Sowfets wiederholten jedoch den gleichen Fehler, den sie bereits so oft begangen hatten. Sie ließen nämlich die Flanke ihrer oorgchenden Armee ungesichert. Dieser Fehler wurde ihnen auch jetzt verhängnisvoll und für den Ausgang der Schlacht entscheidend. Die Rote Armee hatte sirr diese Schlacht 23 Infanterie-Divisionen, acht Kavallerie-Di vision en und 14 Panzerbrigaden zusammengezoaen. Auffallend ist, daß die Bolfche- wisten zum ersten Male in größerem Umfange Ka­vallerie, nämlich Kosakenformationen, gegen die sehr scharfen modernen deutschen Waffen in den Kampf warfen. Aus der Stärke der eingesetzten sowjetischen Panzermassen, darunter auch englische Typen, geht hervor, daß man den Durch- bruch um jeden Preis erzwingen wollte.

Die Entwicklung der Operationen um Charkow läßt sich in fünf verschiedene Phasen aufteilen: den großen Angriff Timoschen kos und die un­mittelbar darauffolgende gewaltige Panzer­schlacht zwischen dem 12. und 16. Mai. Am Morgen des 17. Mai begann die dritte Phase, der deutsche Gegenangriff aus dem östlichen Teil des Raumes um Charkow sowie aus der Rich­tung südlich von Stalino. Deutsche Panzer dringen am Westufer des Donez gegen Norden bei Issum vor. Timoschenko schien, zu jener Zeit überhaupt noch nicht bemerkt zu haben, daß die rückwärtigen Der«

Lissabon, 1. Juni. (Europapreß.) Die Unruhs in Südafrika nimmt täglich zu. Die nationalen Buren im ganzen Lande gehssn immer mehr dazu über, in den offenen Kampf gegen das bri­tische Regime einzutreten. So sind in Pretoria in der Nacht zum Montag Dutzende von amtlichen Gebäuden und Fabriken in Flammen a u f ge­gangen. Seit Wochen ereigneten sich im Eisen­bahnnetz von Transvaal ununterbrochene Spreng- st o f f a n s ch l ä g e. Kraftwerke wurden in die Lust gesprengt, Telephonleitungen und Stromkabel zer­stört, Poststationen überfallen. Tausende von Sol­daten, die in britischem Kriegsdienst stehen, mußten zum Schutz der Rüstungswerke, Eisenbahnen, Kraft- Stationen und Dienstgebäude aus der Truppe her­ausgezogen werden. Trotzdem haben riesige Brände in der ganzen Stadt gewütet. Um die Verwirrung vollkommen zu machen, hatten die Buren die Feuerwehr durch falsche Alarme in Atem gehalten. Während diese zu den Alarmstellen fuhr, entstanden

i an den verschiedensten Stellen der Stadt aus­gedehnte Brände. Erschwert wurden die Rettungs­arbeiten ferner dadurch, daß die Buren vor dieser Aktion große Teile des Telephonnetzes zerstört hatten.

auf nur 62 Grundarten zurückgeführt. Das wird den Export erleichtern, den Handel säubern und die bautechnische Verwendung in aller Welt fördern. Man hat aus der Erkenntnis der riesengroßen An­wendungsmöglichkeiten im Baufach, für das man noch dem Kriege eine unerhörte Konjunktur in der ganzen Welt erwartet, einen Katalog zufammen- gefteüt, der jede Marmorart auf Festigkeit, Wärme- leitung, Isolierfähigkeit gegen elektrische Ströme und so weiter untersucht und fefUegt. Dieser sehr Angehend ausgearbeitete und in mehreren Spra­chen herausgegebene Katalog soll das Exportbrevier des italienischen Marmorhandels, aber auch der Leitfaden für die italienischen Architekten werden, nach dem die bisherige zehnprozentige Anwendung von Marmor im Inland auf ein Vielfaches ge­folgert werden soll. Man möchte die Gewohnheit der italienischen Renaissance, die den Marmor als vielfältigen Baustoff für jedes größere Gebäude benutzte, wieder zu Ehren bringen. Man glaubt, daß es genügen wird, die unabsehbaren Verwendungs­möglichkeiten und die Unerschöpflichkeit der Mar- morgruben auch für moderne Wohnblocks in das Gedächtnis der Baumeister zurückzurufen, um bald Fenster« und Türrahmen, Treppen und Fußböden und schließlich ganze Frontverkleidungen in Mar­mor wieder beliebt zu machen.

Italien ist sich darüber klar, daß es auf dem Ge-

Lage hatte sich jetzt vollständig geändert. Die beut- sche Armee, die eingeschlossen werden sollte, begann jetzt selbst mit der Einschließung des Gegners. E_.. allen Seiten, besonders vom Süden und Osten, drückten die deutschen Truppen feit dem 20. Mai die Sowjetarmee in das Tal von Perika und feine Nebentäler, die auch in ihrer landschaftlichen For­mation einen wichtigen Kessel bildeten. Das war die vierte Phase des Kampfes.

Jetzt merkte Timoschenko feine schwierige Lage und begann nun eine neue Front zu schaffen, womit gleichzeitig die fünfte Phase des Kampfes eingeleitet wurde. Der Ausgang der ersten Panzer­schlacht zugunsten der Deutschen war jedoch so schwer­wiegend, daß die Sowjets sich nicht mehr umgrup­pieren konnten. Der Einschließungsring schloß sich immer fester, wobei der Kessel in einzelne Teile auf« geteilt wurde. Der Bolschewik ist durcheinander ge» kommen. Er beginnt heftige Bewegungen nach Süden und Norden. Das Gros der Sowfets im Dal von Perika wird von der einen Seite durch die Panzer, oon der anderen Seite durch das Jn- fanterie-Feuer und von der dritten durch schwere Artillerie reif gemacht. Am 25. und 26. Mai ver­suchen die Sowjets noch südlich von Jsjum an drei verschiedenen Stellen einen Durchbruch nach Osten. Diese Operationen werden durch einen An­griff anderer sowjetischer Truppen östlich des Do­nez unterstützt. Die Verbände werden jedoch rasch eingeschlossen. Die sowjetische Kavallerie, Donko­saken, griffen die deutschen Maschinengewehre mit gezogenem Säbel an. Sinnlos! Die Pferde ka­men kaum zehn Meter vorwärts, dann stürzten sie mit ihren Reitern zu Boden. So fielen Tausende... 'Der von den Stukas reif gemachte Kessel bildete einen unbeschreiblichen Friedhof. Die schweren Born- ben haben den Boden vollständig aufgewühlt. Men- schen, Pferde und brennende Kraftwagen liegen durcheinander.

Italienischer Marmor.

Von Fritz Rothschuh.

Mailand, im Mai.

Wenn der deutsche Reisende sich dem Gebiet von Massa und Carrara, aus dem heute die zusammen« gefaßte Stadt Apuania entstanden ist, mit der Eisenbahn nähert, dann meint er häufig, auf den kahlen Bergen des Apennins noch Schnee zu sehen. Durch die Belehrung seiner italienischen Reisege- nossen erfahrt er bann, daß es sich hier nicht um Schnee, sondern um die zahllosen, nach allen Seiten weißen Marmorstaub verschüttenden Marmorgru­ben handelt, aus welchen schon Michelangelo seine Blöcke schnitt, denen er Unsterblichkeit e'inhauchte.

Die Marmorindustrie, ein typisch italienischer Gewerbezweig, ist eine der ältesten Industrien der Welt überhaupt. Schon im Jahre 400 v. Chr., also vor rund 2300 Jahren, haben die Berge bei Apuania den Menschen ihren glänzenden Stein ge­schenkt, der wie kein zweiter geeignet ist, den Genius seiner Bearbeiter durch die Jahrtausende zu tragen. 5ür das moderne Italien ist die Marmorindustrie in Friedenszeiten eine einträgliche Exportquelle ge- roefen. Als rohstoffarmes Land hat Italien immer Vorauf sehen müssen, feine Arbeitskraft zu expor­tieren. Eine idealere Umwandlungsmöglichkeit von Arbeitskraft in Devisen, als sie im Marmorhandel geboten wird, kann man sich nicht vorftellen. So gab die Herstellung von rund 600 000 Tonnen Mar« mor pro Jahr, von denen 90 v. H. ins Ausland gingen, den 250 000 Einwohnern von Apuania von jeher eine gute Existenzmöglichkeit. England, Arne- rika, Aegypten und Indien waren feine Hauptab­nehmer.

.Der Krieg eigentlich schon die Zeit seit dem abessinischen Feldzug mit feinem Ausfall an Exportmöglichkeiten mußte der italienischen Mar- morzone notwendigerweise schweren Schaden tun. Die weitblickende Politik der faschistischen Regierung erkannte sofort den unwiderbringlichen Verlust an devisenschaffender Industrie, wenn Man gestattet hätte, daß die hoch spezialisierten Marmorarbeiter sich in alle Winde zerstreut und damit einen spä­teren Wiederaufbau der Industrie unmöglich ge­macht hätten. Mussolini bestimmte daher schon 1938,

Aus dem Reich. Sozialgewerk der Handwerker Heffen-Tiaffaus.

Die Vertreter der 27 Sozialgewerke der Handwerker des Rhein-Main-Gebietes waren in Wiesbaden zusammengekommen zur Gründung des Gausozialgewerkes als Dachorganisation der ein­zelnen Sozialgewerke. Gauamtsleiter Garner gab bekannt, daß in jedem Kreis unseres Gaues nun­mehr ein Sozialgewerk steht, und hob das Be­streben der Sozialgewerke hervor, den Handwerks- angehörigen einen Anteil der Volkswohnungen zu sichern. Der Gauamtsleiter benutzte die Gelegenheit, um die Kriegsaufgabe des Handwerks zu bespre­chen, besonders die Wichtigkeit der Lehrlings- erziehung, die nur in den besten Betrieben erfolgen darf. Es werde jetzt damit begonnen, die Lehrlinge für sechs bis acht Wochen in Frankfurt zusammenzuziehen, um ihr Wissen zu vervollstän­digen, und der Gefahr einseitiger Lehrlingsausbil­dung zu begegnen. Der Gouhcmdwerkswalter der Deutschen Arbeitsfront, Krause, gab die Auf- > gaben bes Gausozialgewerkes bekannt, das beson­ders die Maßnahmen durchzuführen habe, die über bas Vermögen der Kreissozialgewerke hinausgehen.' Die Vertreter der Kreissozialgewerke wählten dann den Ausfichtsrat des Sozialgewerkes der Handwerker des Gaues Hessen-Nassau, der seinerseits Gauamts­leiter Garner zu feinem Vorsitzer wählte. Die Vorstandswahl ergab die Bestellung der Parteige- nossen Aulmann und Krause, Frankfurt.

Das deutsche Geldwesen im Kriege.

Auf einer Betriebsführer-Tagung des Gaues Magbebura-Anhalt sprach Reichsbankvizepräsident Lange. Die Grundsätze, baß der Staat zu lenken

Oie Dergettung für Köln.

Berlin, 1. Juni. (DNB.) Die Stadt Canter« b u ry, die in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni das Ziel eines Dergeltungsangriffs der deutschen Luftwaffe war, liegt in der Grafschaft Kent an der Straße DoverLondon. Es ist eine altertümliche Stadt mit etwa 24 000 Einwohnern, malerischen alten Gebäuden und engen Straßen. Seit den Zei­ten von Thomas Decket ist Canterbury die Metro­pole der anglikanischen Kirche und der Sitz des Erzbischof-Primas von England. Canterbury ist stark von Militär belegt. Wirtschaftlich hat es als Getreidehanbelsplatz, Straßen- unb Eisenbahn­knotenpunkt Bedeutung.

Das englische Nachrichtenbüro Reuter schreibt über die Wirkung des deutschen Vergeltungsschla­ges:In ben frühen Moraenstunben bes Montag unternahm die feindliche Luftwaffe bei Hellem Mondenschein einen Vergeltungsangriff auf die bc- rühmte Kathedralenstadt Canterbury. Zahlreiche Geschäftsgebäude gingen in Trümmer. Zerstörte Ge­bäude schwelten noch in der Sonne des Juni-Mor­gens an vielen Stellen der Alfftadt. Gebäude, die Jahrhundertelang gestanden haben und Canterbury zu einer der schönsten Städte Englands machten, sind ein Raub der Flammen geworden, bie durch die engen Straßen Canterburys rasten." Zum Löschen der Brände mußten zahlreiche Feuerwehren aus den umliegenden Bezirken eingesetzt werden.

Südafrika in Llnruhe.

nische Presse meldete und Timoschenko vorher an- , , ______________o,___7

kündigte, ist abermals dank des Feldherrngeaies angeblichen Vernichtung von 36 deutschen Divi- des Führers unb der unvergleichlichen Tapferkeit fionen. Danach sind also bie angeblich vernichteten der deutschen und der ihnen verbündeten Truppen deutschen Truppen plötzlich wieder lebendig und an» gewonnen worden. griffslustig geworden! Globereuter aber, eine für

Dieser harten Tatsache gegenüber verstricken sich das Ausland bestimmte Auflage der Lügenagentur die Gegner immer tiefer in ihr Lügennetz, um die! Reuter, der übrigens auchExchange Telegraph" Welt von der furchtbaren Niederlage abzulenken. [ gehört, schwindelte noch am Abend nach der Fest- So weiß am 1. Juni die amerikanische Nachrichten-; stellung des Oberkommandos der Wehrmacht, baß agentur United Preß folgende erstaunliche Phan- die Riesenschlacht beendet und mit einer Vernich- tafterei aus Moskau zu berichten: Die Bolschewisten tung der Bolschewisten geendet habe, sehr verlegen: befestigten in aller Elle 400 (!) Städte und Dörfer,' ..Es wird nicht angenommen (!), daß bolschewistische bie sie ben Deutschen rings um Charkow abgenom- 7 ' *" *

men hätten. Die 19tägige Schlacht sei beendet, aus» fpeare läßt Polonius imHamlet" sag genommen für die beuischen Panzerkräfte am Süd- schon Tollheit, hat es doch Methode.

flügel. Die Schlacht werde als ein Sieg ersten Ran- LU LU XmucvUuu» u1u> «.nHiunutn

ges für bie Bolschewisten angesehen, weil Hit- derart ungeheuerlich zu belügen, noch bauern? Und

lers Zeitplan vollständig umgeworfen und well 30 | was kommt dann?

erzählen dazu, der Mond habe einen Mann zu sich I schi

OSÄHSHS

üerfcfc und noch heute darin zu sehen, wie es seine sicht; diese Flecken sind noch heute sichtbar," Q £

Die knappen Angaben des Oberkommandos der | deutsche Infanteriedivisionen sowie 6 Panzerdioi- Wehrmacht über den triumphalen Sieg bei Char- fionen fast vollständig aufgerieben worden feien, kow unb die Vernichtung oon drei Sowjetarmeen Man stelle sich nur vor: Timoschenko muh, um werden jetzt durch bie Berichte neutraler Augen- sie gegen deutsche Streitkräfte, die angeblich ooll- zeugen ergänzt, die das Schlachtfeld der Vernich- ständig aufgeriöben sind, zu schützen, angeblich 400 (!) tung unmittelbar nach der Niederlage Timoschenkos Städte und Dörfer, die um Charkow Herumliegen besucht haben. Der Schweizer und der Schwebe, bie sollen, befestigen. Diese Münchhausiaden werden neben anderen neutralen Berichterstattern die Wir-1 noch übertroffen durch den sattsam bekannten kuna der deutschen Waffen auf bie Eingefchlossenen Lügenberichterstatter des LondonerExchange Tele- beschreiben, können kaum bie Bilder des Grauens graph", ber aus Moskau kurz unb bünbig berichtet: unb Entsetzens, wahrhaft apokalyptische Erscheinun-Die Schlacht um Charkow darf als eine der oer- gen eines unsagbaren Zusammenbruchs und einer! nichtendsten Niederlagen ber beutschen Armeen an- restlosen Vernichtung, nachzeichnen. Hier liegen aus gesehen werden." Da wundert man sich doch, daß neutralen Quellen oon Augenzeugen Darstellungen Timoschenko selbst noch nicht in Charkow ist, wie vor, die, wenn bas überhaupt noch nötig gewesen Moskau selbst bereits für die ersten Tage der Offen- wäre, bie lakonischen Angaben bes Oberkommandos sive geschwinbelt hatte. Uebrigens melbet die gleiche der Wehrmacht über Gefangene und Kriegsmaterial Lügenagentur im gleichen Atemzuge, daß Timo- ergänzen. Eine der größten Schlachten dieses Krie- schenkoim südlichen Abschnitt der Charkow-1)ront 170« »in» honho' mi« hi* deutsche Angriffe abwehren müsse" wohlgemerkt:

nach seinem erlogenen glorreichen Sieg, nach ber