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Gießener Anzeiger

<92. Jahrgang Ur. 126

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General-Anzeiger für Oberhessen

Bei unseren finnischen Waffengefährten

Von unserem E. S.-Sonderberichterstatter.

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Indiens Freiheitskämpfer Zofe beim Führer

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Der Versenkungsrekord im Mai.

Von unserer Berliner Schristleitung.

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der durch Svndermeldung berichteten Der-

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Rom, 1. Ium. (DNB.) Der italienische Wehr-

Machtbericht

vom Montag gibt bekannt:

zu entsetzen, wurden durch entschlösse-

Die LlSA -Schiffahrt reicht nicht aus

Lissabon

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Schristleitung und Geschästrstelle: Glehen.Schulftrahe 7-9

Druck und Verlag: vrühlsche Un iverfitätrdruckerri L. Lange

Schwer hat es die finnische Hausfrau, schwerer als die Hausfrauen in Deutschland. Doch mit welch schweigender Entschlossenheit trägt sie ihre Last! Ist der finnische Soldat an der Front vorbildlich, seine Heimat steht ihm nicht nach. Man gibt sich nicht einer schlechten Laune hin denn mit ihr kommt man doch nicht weiter man läßt sich nicht gehen, sondern man zeigt Charakter. Diesen sie so sehr bedrängenden Sorgen und Widerwärtigkeiten be­gegnen die Finnen mit einem gewissen natürlichen Stolz man will sich von ihnen nicht unterkriegen lassen. Jeder empfindet diesen Krieg als seinen Krieg, jeder weiß, daß es um feine persönliche Exi­stenz geht. Immer stand der Feind im Osten. Die alten Burgen in Viipuri und Savonlinna bezeugen dies für Jahrhunderte. Aus diesen moralischen Kräften des finnischen Boltes ist eine auch für den Besucher sehr bald deutlich zu fühlende besondere Atmosphäre entstanden.

die Sorge, die den Nordamerikanern die Tätigkeit der deutschen U-Boote bereitet. Durch den deutschen U-Bootkrieg sei die A t l an t i k k ü st e der USA. zum wichtigen Kriegsschauplatz geworden. Der Handelsverkehr zwischen den Alliierten gehe immer weiter zurück, der Verlust an Seeleuten gehe in die Hunderte, während die Marine untätig den deutschen U-Bootangriffen zusehen müsse, da sie nicht über genügend Schiffe verfüge. Im Mai seien die Verhältnisse noch ungünstiger ge­worden. AuchNew York Sun" gibt zu, daß der Schiffsbau der Alliierten mit den Versenkungs­ziffern nicht Schritt halten kann und weist darauf hin, daß die Schifssraumfrage in diesem Kriege für die Alliierten eine noch weit größere Bedeutung

Nach ein paar Tagen kommt es uns fast unvor­stellbar vor, daß uns das Flugzeug aus dem immer noch recht behaglichen breiten Leben S t o ck h o l m s in nur zwei Stunden hierher getragen hatte. Wie seltsam mutet die Erinnerung an jenen freund­lich-runden schwedischen Gastgeber an, der beküm­mert beim Essen meinte, alles sei so viel weniger reichhaltig geworden, man könne keine rechte Freude mehr haben. Wie fern ist jetzt diese Welt! Immer wieder tritt auch in Gesprächen der Unterschied in den Auffassungen über das Leben der beiden Nationen zutage. So sagte ein finnischer Offizier, in Zivil Leiter eines großen Reklamebüros, in einer Unterhaltung über die Zukunft seiner Heimat: Die größte Gefahr für unser finnisches Volk ist, daß es uns einmal zu gut gehen könnte, daß mir uns einen Anspruch auf Genuß angewöhnen und von ihm abhängig werden. Dann ist man unfrei. Wir würden unsere Kraft und unseren Mut ver­lieren." Einen solchen Gedanken würde in. Schwe­den nur ein Außenseiter aussprechen können. Hier, im Kreise der finnischen Offiziere, die sich im bür­gerlichen Leben schon alle durchgesetzt hatten, wurde er ernsthaft aufgenommen und wieder einmal fühlte man das jugendliche Wesen dieses Volkes.

nes Zugreifen vereitelt. Im Verlauf dieser Kämpfe fügte die eiserne Panzerdivision Ariete dem Gegner schwere Verluste zu. Es wurden weitere 57 Panzer erbeutet. In Luftkämpfen wur­den 33 Flugzeuge von den Jagdfliegern der Achse, vier von der Flak abgefchossen. Damit hat der Feind vom 26. bis 31. Mai 86 Flug,zeuge über Libyen verloren, während am Boden einige Dut­zend Flugzeuge zerstört wurden.

In der vergangenen Nacht führte die britifche Luftwaffe in rollendem Einsatz und mit beträcht­lichen Kräften einen neuen Angriff auf die Stadt Messina durch. Die Zivilbevölkerung hakte einen Toten und 13 Verletzte zu beklagen. Es entstand beträchtlicher Schaden an einigen Ge­bäuden, so auch am Krankenhaus Principe di Pie- monte. Zwei Kampfflugzeuge erhielten Flaktreffer und stürzten ins Meer.

13 bniifcke Zäaer a^aesch^ssen.

Berlin. 1. Juni. (DNB.) Me das OKW. mif- keilt, erlitt die britische Luftwaffe am Montag bei Einflugversuchen in das besetzte Gebiet empfindliche Verluste. Lin stärkerer britischer Jagd­verband wurde an der Kanalküste von deutschen Fokke-DulfJägern angegriffen. Jm Verlauf hef-

Lrschetni täglich, außer Sonntags und feiertags

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netz, das von Amerika ausgehe, umspanne fast die ganze Welt, aber die USA. seien niemals darauf gefaßt gewesen, eines Tages derart lange Derfor- gungslimen gegen feindliche Angriffe zu verteidi­gen und ausschließlich mit der eigenen Handels­schiffahrt zu befahren. Schon jetzt stelle sich heraus, daß die USA. nicht mehr über genügend Schiffs­raum verfügten. Die Schlacht zwischen den ameri­kanischen Werften und den feindlichen U-Booten sei sicher ausschließlich für den Feind siegreich ver­laufen. Die USA. können es sich im Hinblick auf die akute Knappheit an Schiffsraum nicht mehr leisten, sich in sinnloser Weife zu verzetteln. Man müsse deshalb entscheiden, ob es für die Weiter- führung dieses Krieges nützlich fei, die Handels­schiffahrt zu Truppentransporten nach allen Kriegs­schauplätzen ober für Kriegsmateriallieferungen für

Feindliche Gegenangriffe in der Mar- * **: die darauf hinzielten, eingefchlosiene

Fanals und Alaska habe, die auf dem Seeweg Eiger Lustkämpfe wurden nach bisher vorliegenden versorgt werden müßten. Das fßerforgungs-- ilUdbungen 13 britische Jäger abgefchossen.

Sowjetunion einzufetzen.

Vereitelte Gegenangriffe in der Marmarica.

Der Führer empfing in seinem Hauptquartter wie schon gemeldet den Vorkämpfer der indischen Freiheitsbewegung, Subhas Chandra Bose, zu einer längeren Unterredung. Der Führer be­grüßt feinen Gast. Links: Gesandter Dr. Schmidt. (Presse-Hoffmann.)

senkung von insgesamt 757 400 Brutto-Register-Ton­nen feindlichen Schiffsraums, die durch unsere U-Boote auf allen Weltmeeren im Monat Mai vernichtet wurden, kommen 157 000 Brutto-Register- Tonnen Schiffsraumes, die unseren Flugzeugen zum Opfer fielen, so daß also 924 000 Brutto-Regi- ster-Tonnen im Monat Mai ent)gültig aus der Schisfsliste der Plutokratten gestrichen werden muß­ten. Das ist eine Rekordziffer, die die riesengroße Gefahr für die von Roosevelt und Churchill in den Krieg getriebenen Völker aufs deutlichste illustriert.

Während der Schwadroneur Roosevelt und fein Marineminister Knox prophezeit hatten, im Ma-i würde die U-Boot-Gefahr gestoppt werden, ist das genaue Gegenteil eingetreten.Deutsche U-Boote kämpften an der Charkow-Front", schreibt betrübt der LondonerEvening Standard", denn, so führt das Blatt im Kommentar zu seiner nur anscheinend paradoxen Bemerkung aus, ,chas gewalttge Ringen um Charkow wird bereits im St. Lorenzftrom, im Golf von Mexiko unb in der Arktis entschieden. Die U-Boot-Gefahr ist in der Tat zur Zeit größer denn je und hat nicht nur die schwersten Folgen für den eigentlichen Schiffsbestand der Alliierten, sondern mittelbar auch für die Kämpfe an der Ost­front." DerManchester Guardian", der sich dar­über beklagt, daß die amerikanischen und britischen Werften mit ihrer Produkttonsziffer weit hinter den Versenkungen zurückblieben und ähnliche Aeußerun- gen der FachblätterFinancial Times" undEco- nomist" lassen die wirkliche Lage der Gegner als äußerst ernst erkennen.Die Gewässer Amerikas sind heute die gefährdetsten der ganzen Welt", meint der Neuyorker Korrespondent eines anderen Lon­doner Blattes, desDaily Sketch", man versteht, daß in Washington und London ob dieser kata­strophalen Ziffern Angst und Grauen herrschen.

Dabei nützen alle' Beschwichtigungspillen unb

Kriegsschauplätze, denen Waffen, Munitton, Aus­rüstung unb Nahrungsmitel zugeführt werden müssen.New Port Herald Tribüne" kennzeichne^ die Schwierigkeiten, daß man stets erst Tausende von Mellen auf See zurücklegen müsse, bevor man aktiv in das Kriegsgeschehen ein greifen oder auch nur die Verbündeten mit Kriegsmaterial versorgen könne. Es gelte ja nicht nur die eigenen Truppen zu versorgen, auch Großbritannien, die Sowjets und Tschunking stellten gewaltige Anforderungen an die USA.-Kriegsmarine. Außer^»-<urfe man nicht übersehen, daß die USA. au .wch Besitzun­gen, wie z. B. Hawai, die Gebiete des Panama-

Dienstag, 2. ZlinN9§2

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Front und Heimat.

Helsinki, im Mai 1942.

Wer das eben selbständig gewordene Finnland in den Jahren des Aufbaus nach dem Wettkrieg besuchte, mußte vor allem den Eindruck mitnehmen, daß ein hier noch in allen Schichten junges Volk mit großem ibealisttschem Schwung bestrebt war, [ich geistig weiterzuentwickeln unb zugleich mit fri- cher Unternehmungslust vorwärts zu kommen. Noch jung muß ein Volk sein, in besten Dörfern vor nicht mehr als hunbert Jahren ein Landarzt namens ßönnrot von herumziehenben Volks­sängern aus alten Sagen stammende Runen hörte. Währenb in Westeuropa wohl noch Volksmärchen zu sammeln waren, konnte man hier im Volke noch seltsam wilbe unb auch mieber zarte Gesänge hören, voll einer kühnen unb naiven Phantasie, reich an leuchtender Farbigkeit, die von Lönnrot unter den NamenKalevala" gesammelt herausgegeben, Europas jüngstes Nationalepos wurden.

In der Geschichte des finnischen Volkes, bas lange friedlich mit Schweben oerbunben war, sind immer wieder Handlungen von letzter Entschlossenheit zu finden. Die Bauern des unheimlichenKeulenauf­standes" vom Winter 1596/97, die sich gegen die sie ausnutzenden Vögte und Adligen erfolglos erhoben hatten, waren gewiß Verzweifelte, aber haben solche Verzweifelte immer in der Welt gleichermaßen wie diese hier alles auf ihre blanken Keulen gesetzt? Oder die zaristische Regierung führt wider tüe Ge­setze im Weltkrieg die allgemeine Militärdienstpflicht ein, die Jugend taucht jedoch ungreifbar in den riesigen Wäldern Finnlands unter unb ohne einen Befehl wird der passive Widerstand gegen die Unter­drücker organisiert. Dann der bittere, auch wieder ganz aus eigener Entschlossenheit geführte Kampf 1918 gegen die Bolschewisten.

Wer diese Zeichen kannte unb sie zu einem Bilde mit den Eindrücken zusammenfügte, die er im Frie- gen in Finnland hatte, der konnte ahnen, zu welcher unbedingten Entschlossenheit diese kleine Nation selbst einem schweren Schicksal gegenüber fähig sein würde. Und doch waren selbst die Finnen über­rascht, daß ihr alleinstehendes Land im Winterkrieg 1939/40 sich überhaupt und dann so lange gegen den bolschewistischen Koloß behaupten konnte. Den Entschluß zu diesem Kampf, völlig auf sich selbst gestellt, konnte nur eine Regierung auf sich neh­men, die ein Volk von starkem Charakter hinter sich wußte. Deutschland war im Westen gebunden unb bie anderen Mächte konnten unb wollten praktisch wenig helfen. Es blieb bann in ber Haupt­sache auch bei englischen Konserven unb englischem Uniformtuch Uniformen aus diesem Tuch wer­den höhnischSympathieuniformen" genannt einigen französischen Waffen, darunter Geschütze Modell 1871!, unb einigen wenigen schwebischen Freiwilligen, die so spät eintrafen, daß sie kaum noch zum Einsatz kamen.

Als nach demMoskauer Frieden" vom März 1940 die Sowjets versuchten, bas Land kommu­nistisch zu zersetzen und gleichzeitig immer neue Vertragsbrüche" der Finnen konstruierten, um durch immer neue Erpressungen Finnland in einem Nervenkrieg mürbe zu machen, wuchs im Lande angesichts der Aussichtslosigkeit eines erneuten mili­tärischen Widerstandes ganz von selbst der Ent­schluß heran, bei einem Einbruch der Bolschewiken auszuwandern. Unb man kann sicher sein: Fast vier Millionen Finnen wären so ober so nach Schweben ausgezogen. Als im März 1940 Karelien den Bolschewiki laut Vertrag übergeben werden mußte, zogen mehr als 400 000 Einwohner, ohne daß eine Weisung sie erreicht hätte, von ihren Höfen unb aus ihren Wohnungen in bas freie Finnland. Kaum ein paar Dutzend blieben bei den Sowjets zurück. Das Land war leer!

Diese Kraft zur letzten Enttchlossenheit wurde wiederum deutlich, als nach dem Ueberfall der Bolschewiken die Finnen sich im Sommer 1941 gegen die Sowjets zur Wehr setzten unb zum An­griff übergingen. Damals stießen sie an einzelnen Stellen vor, indem sie.buchstäblichalle Brücken hinter sich verbrannten". Der Führer selber bat die Tapferkeit ber finnischen Solbaten alsvorbildlich" bezeichnet. Bei dem Entschluß zum Krieg gegen die Bolsch-'wiki im Sommer 1941 muß man bedenken, daß Finnland sich nicht aus eigenem Boden er­nähren Fann. Es ist auf einen Zuschuß Deutschlands angewiesen. Daß diese Hilfe nur begrenzt gegeben werden kann, war von vornherein klar. Aber man wußte auch aus eigener Erfahrung, daß Finnland nur dann friedlich leben kann, wenn der furchtbare bolfchewisttsche Nachbar zerschlagen ist.

Bereits beim Frühstück im Hotel denkt man sehn­süchtig an die deutsche Butter- und Brotratton. So­bald man aber in Privathaushaltungen kommt, merkt man erst recht, wieviel knapper die Tische hier gedeckt sind und wieviel weniger verschiedene Mög­lichkeiten die Hausfrau hier hat, ihre Familie satt zu bekommen. Auf der Lebensmitteskarte, die uns gleich bei der Ankunft auf dem Fluavlatz ausge­händigt wurde, ist zwar alles enthalten auch Abschnitte für zwei Glas täglich eines etwas höher- rocrtigen Bieres (bas kartenfreie Bier ist ganz dünn) doch haben wir Fleisch während unteres längeren Aufenthaltes nur einmal in Gestalt von kleinen Würstchen erhalten. Gelegentlich bekam man Schnee- ober Birkhühner, statt Gemüse gab es manchmal getrocknete Pilze, bie ebenso wie bie Wildhühner aus ben weiten finnischen Wäldern stammten Reserven, bie für bie allgemeine Er­nährung aber nicht sehr ins Gewicht fallen. Nicht weniger Schwierigkeiten macht bie Brot- unb Fett­versorgung. Eine große Rolle spielt natürlich in ber Ernährung ber Stabte ber Fisch. Der Stockfisch ist heute ein sehr begehrter Bissen, nach bem bei jebem Wetter, unb sei es auch 30 Grab falt, am Hasen lange Schlangen anstehen.

tl-Boot-Frühling.

Der Mai-Erfolg unserer U-Boote ist so groß, daß bie Worte hinter bie Tatsachen zurückzutreten haben: 140 Schiffe mit 767 400 BRT. schlagen zu Buche. Man merkt, baß USA.-Schisse zu biefem Ergebnis wesentlich beigetragen haben. Die Durch­schnittstonnage eines biefer 140 Schiffe beträgt runb 5500 BRT., während bei Versenkungen von Schiffen aus englischen Geleitzügen der Rechensttst zu einer Durchschnittstonnage von knapp 4000 BRT. je Schiff kommt. Die Engländer, bie burch ben U-Bootkrieg härter mitgenommen sind, haben schon längst kleinere Schiffe ober ehemalige Küsten­dampfer auf den hauptgefährdeten Atlantik- oder Mittelmeerrouten eingesetzt. Jm Mittelmeer sind sie sogar zur Verwendung von kleineren Seglern über­gegangen. Die Amerikaner dagegen haben noch ansehnliche Kästen zu riskieren. Doch ist bezeich­nend, daß auch sie schon auf die Idee verfallen sind, möglichst viele kleine Schiffe zu bauen, um auf diese Art das Geschäft unserer U-Boote weniger lukrativ" zu gestalten.

Haben wir einen Maßstab, der bas Mai-Er­gebnis unserer U-Boote mit völliger Klarheit spie­gelt? Es würben allein burch U-Boote versenkt: im Januar 1942: 367 000 BRT., im Februar 1942: 448 400, im März 1942: 584 900, im April 1942: 538 800 BRT. Arn 26. April sagte ber Führer: Was die deutsche Marine trotz ihrer zahlenmäßi­gen Kleinhett getan hat, überragt weitaus das, was unsere um so viel grössere im Weltkrieg zu leisten fähig war. Wie aber unsere U-Boote wirken können, bas wird sich von Monat zu Monat mehr er­weisen. Denn entgegen der weinseligen Behauptung Churchills im Herbst 1939 vom Ende der deutschen U-Boote kann ich ihm nur versichern, daß ihre Zahl nach einem festen Rhythmus von Monat zu Monat wächst, und daß sie heute bereits die Höchstzahl der U-Boote des Weltkrieges weit hinter sich ge­lassen hat."

Die deutsche Technik hat den unzähmbaren Drang nach derGigantomanie", der technischen Abwand­lung der heute so häufigen Rekordsucht, nicht nötig. Ministerialdirigent Dr.-Jng. Schürer hat vor eini­gen Wochen im Zeikspiegel des deutschen Rundfunks die ausgezeichnete Werkmannsarbeit beschrieben, mit der die U-Bootkommandanten unb ihre Be­satzungen auf allen Weltmeeren burch ihre Taten ben Ruhm der deutschen Technik, der deutschen In­genieure und Arbeiter plakatieren. Die neuen deut­schen U-Boote sehen nicht anders aus als die U- Boote des ersten Weltkrieges. Sie sind auch kaum größer geworden. Trotzdem können die heutigen U- Boote mit der inzwischen gesteigerten Schnelligkeit der Handelsdampfer Schritt halten. Das Gewicht der Dieselmotoren ist um die Hälfte vermindert, was den Einbau stärkerer Maschinen gestattet. Jm ersten Weltkrieg erreichten nur wenige deutsche U-Boote die 6000 bis 9000 Kilometer entfernten lüften Ame­rikas. Es ist ja nicht nur die Hin- und Rückfahrt zu rechnen, sondern unsere U-Boote machen in ben fernen Gewässern monatelang Jagd. Ihr Akttons­bereich erstreckt sich etwa vorn 10. Grab südlicher bis über den 50. Grad nördlicher Breite hinaus! Oder anders gejagt: etwa von Parnarnbuco in Bra­silien bis zum St.-Lorenz-Sttom in Kanada! Sie können größere Treibstoffmengen als früher mitneh­men. In den oft schwierigen Gewässern, an ben Flußmündungen ober in ben insel- unb klippen­

krampfhaften Versuche, für bie Zukunft einen Rück­gang ber Versenkungsziffern zu prophezeien, nichts. Es ist gerabezu tragikomisch, baß ein amerikanischer angeblicher Marinesachverständiger erzählt, durch ben U-Bootkrieg habe Deutschland sich sein eigenes Grab gegraben, benn es habe durch ihn erst bie USA. in ben Krieg geführt. Dank unserer U-Boot- kriegführung kann Herr Roosevelt aUerbings nicht mehr risikolos, wie er einst gehofft hatte, alle un­sere Feinbe mit Waffen versehen, zum Nutzen sämt­licher USA.-Kriegsgewinnler. Das Risiko liegt jetzt ganz auf feinen Schultern. Das hat noch vor Be­kanntwerben ber Maiversenkungsziffer bas portu­giesische BlattDiario be Manha" ausgeführt. Die fteigenbe Schiffsraumknappheit so schreibt es habe in ben USA. bie Rohstoffversorgung für bie Rüstungsinbustrie ganz befonbers verknappt. In bem Kampf zwischen Werft unb Torpebo sei ber Torpebo augenblicklich im Vorteil unb nichts laste barauf schließen, baß sich bie Lage in Bälbe ver­ändere. Allein für die Monate März und April seien im englischen Unterhaus Versenkungen von runb 1,6 Millionen Tonnen zugegeben worben, was beinahe den offiziellen Angaben ber Achsenmächte gleich komme. Also hätten Englanb und Amerika in zwei Monaten fast so viel Schiffsraum verloren, als sie währenb bes ganzen Jahres 1941 gebaut.

Wir müssen noch hinzufügen, baß nicht allein die Anzahl unb bie Gesamttonnage ber versenkten, son- bern auch bie ber schwer havarierten Schiffe für bie Plutokratten schwer ins Gewicht fallen, ba zu ihrer Ausbesserung bie Werften in Anspruch ge­nommen werden müssen, bie eigentlich für Schiffs- neubauten bringenb benötigt werben. Es läßt sich also nicht mehr leugnen, baß unsere U-Boote unb Flugzeuge bie Versorgung ber Plutokratenfronten schwer schädigen und damit unsere Operationen zu Lande wirksam unterstützen.

, 1. Juni. (Europapreß.) Aus einem! habe als im Weltkrieg, benn jetzt hätten bie De- xor Tim»- moEratien an ben verschiedenen Punkten der Well

SB