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Tflrr fti der Provinz Cuneo 30 ErkrankungS-, und 10 Todesfälle, letztere in der Stadt Busca, voraekommen. In Svezia find in der Zelt vom 24. d. M. Mitternacht bis ,um 26. d M. Mittag 17, feit dem Auftreten der Epidemie 97 Personen an der Cholera aefiorben. In Massa e Carrara sind 5 Erkrankungen und 1 Todesfall, ta der Stadt Neavel 3 ErkrankungS- und 2 Todesfälle, in der Provinz Parma 4 ErkraukungSfälle, darunter einer in der Stadt Parma selbst, und 3 Todesfälle, in der Provinz Pisa 6 Erkrankungssälle, davon 2 in der Stadt Pisa selbst, und 3 Todesfälle, in Porto Maurizw 1 ErkronkungSfall und 2 Todesfälle und in Turin 10 ErkrankungS- und 7 Todesfälle vorgikommen.

Paris, 27. August. In den letzten 24 Stunden sind m Marseille 4, in Toulon 3, in Herault 7, in Gard 1, in Aude 1, in den Ost-Pyrenäen 12 Personen an der Cholera gestorben.

London, 27. August. General Wolseley reist unverzüglich nach Egyp­ten, um das Obercommando über die Truppen daselbst zeitweilig zu übernehmen und die Vorbereitungen für die Expedition nach Khartum zu überwachen.

Eine Depesche derTimes" aus Foutchou von gestern meldet, das Bombardement aus die Forts am Min werde seit Tagesanbruch heftig fort* qesetzt, auf die Kimpai-Forts erstrecke sich daffelbe nicht.

Warschau, 27. August. Eine durch Plakate veröffentlichte Bekannt­machung des Oberpolizeimeisters kündigt die für Ende August a. St. zu erwar­tende Ankunft des Kaisers an und ertheilt gleichzeitig anläßlich derselben der Bevölkerung die Erlaubniß, die Häuser zu decoriren und Abends zu illuminiren.

Kairo, 27. August. Major Kitschener telegraphirt, ein aus dem Lager der Aufständischen in Elhoda eingetroffener Kundschafter melde, es sei daselbst ein Bote mit der Nachricht angekommen, daß General Gordon am 11. d. Mts. einen groben Sieg über die Aufständischen davon getragen habe, zwei Führer der Aufständischen seien in dem Kampfe gefallen.

Oeffentliche Sitzung des Provinzial-Arrsschrrffes der Provinz Ober­hessen vom 19» Mai 1884.

Gegen du Bürgermetsterwahl zu Saasen waren von mehreren Wählern Einwendungen vorgebracht worden, welche von dem KreiSauSschuß des Kreises Gießen mit Rücksicht darauf,

daß die 8tägige OffenlegungSfrist für die Liste der Stimmberechtigten gewahrt sei, indem diese Liste vom 26. Januar biS einschließlich 2. Februar 1884, sonach 8 Tage offen gelegen habe,

daß in der Anlage D zum Wahlprotokoll bescheinigt sei, daß die Wahl des Vorsitzenden und der Beisitzer ordnungsmäßig vollzogen wurde,

daß eine nachträgliche Aenderung der Wählerliste bezüglich deS Eintrags von Heinrich Münch III , welcher Eintrag nach Angabe der Reclamanten ur­sprünglich Heinrich Münch n. gelautet habe, nicht nachgewiesen sei,

daß gegen die Aufnahme des Johannes Krug, Heinrich Münch III. und deS Konrad Sehrt in die Wählerliste innerhalb der OffenlegungSfrist nicht reclamtrt wurde und auf die Gründe, weshalb dieS nicht geschehen, selbstver- stündlich keine Rücksicht zu nehmen sei,

unter Derurtheilung der Reclamanten in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung emes AversionalbetragS von 10 JL in die Kreiskaffe als unbegründet abgewiesen worden sind.

Gegen diese Entscheidung verfolgten die Reclamanten den RecurS an den ProvivztalauSschuß.

Derselbe erkannte in Erwägung

daß die in der RecurSrechtfertigung enthaltenen Behauptungen in Betreff der Nichteinhaltung der Frist zur Offenlegung der Liste der Stimmberechtigten keine Berücksichtigung finden könne, weil sie nicht innerhalb der ReclamationSfrist vorgebrachi morden sind und zudem auch als ganz irrelevant erscheinen, da die zugestandene Frist von sieben Tagen vollständig ausreicht (vgl. Miniftertal-Entscheidungen Nr. 37);

daß die Behauptung wegen ungesetzlicher Wahl deS Vorsitzenden und der Bei­sitzer der Wablcommission nur in dem Falle einer Prüfung zu unterziehen wäre, wenn zugleich behauptet worden wäre, daß dieser Formfehler von irgend welchem Einflusie auf das Ergebniß der Wahl gewesen sei;

daß auf eine Untersuchung der behaupteten Wahlbeeinflussungen nicht mehr ein­gegangen werden kann, nachdem der Anwalt der Rrcurrenten in der Sitzung deS Kreisousschusses auch diesen ReclamatiouSgrund ausdrücklich verzichtet hat,

zu Reckst,

daß der RecurS als unbegründet zu verwerfen sei unter Verurtheilung der Rrcurrenten in die Kosten deS Verfahrens und zur Zahlung eines Aversionalbetrages von 20 X in die Provinzialkaffe.

In Betteff der Reclamation gegen die Bürgermeifterwahl zu Rodheim, Kreis Friedberg, war von den Reclamanten gegen die Entscheidung des Kreis- ausschussetz des Kreises Friedberg der RecurS verfolgt und von deren Anwalt zur Rechtfertigung der Versäumung der Recursfrist geltend gemacht worden, daß mit dem 22. März, als Kaisers Geburtstag, der Lauf der Frist nicht beginnen könne.

Der Provinzialausschuß entschied, daß dieser Grund keine Berücksichtigung ver­diene, wieS den RecurS als formen unbegründet ab und verurtheilte die Recurrenten in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung eines AversionalbetragS von 20 in die Provinzialkaffe.

Eine Reclamation gegen die Wahl des Beigeordneten zu Grebenhain war von dem KreiSauSschuß des Kreises Lauterbach zurückgewiesen worden, weil die für dieselbe vorgebrachten Gründe unwesentlich seien.

Der ProvinzialauSschuß bestätigte diese Entscheidung und verurtheilte die Re- currenten in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung eines AversionalbetragS von 20 .X in die Provinzialkaffe.

Gegen die Bürgermeisterwahl zu Bobenhausen, Kreis Schotten, war die Einwendung vorgebracht worden, daß bei Ernennung deS Vorsitzenden und der Beisitzer die Wahl-Commission einige der vorgeschriebenen Formalitäten nicht ein­gehalten worben feien.

Der ProvinzialauSschuß war mit dem KreiSauSschuß des Kreises Schotten darin einverstanden, daß der RecurS als unbegründet abzuweisen sei, weil auf eine Prüfung dieses Reclamationsgruvdes nur in dem Falle etngegangen werden könnte, wenn zugleich behauptet worden wäre, daß diese Gesetzwidrigkeit das Wahlresultat in irgend einer Weise beeinflußt habe und deshalb alS eine erhebliche angesehen werden könne (vgl. Ministerial-Entscheidungen pag. 4) und verurtheilte die Recurrenten in die Kosten deS Verfahrens und zur Zahlung eines AversionalbetragS von 10 «X in die Provinzialkaffe.

Vermischtes.

Berlin, 22. August. sGesellschaft für deutsche Colonisaiion.j Der Ausschuß derGesellschaft für deutsche Colonisation" hat sich am 19. August mit den sich ihm beim Landankauf in Südafrika anschließenden Herren dahin geeinigt: Die Herren, welche sich mit Minimolbeträgen von 5000 «X bis jetzt contractl ch angeschlossen haben und diejenigen, welche sich noch biS zum 5. September d. I. unter den am 19. August festgesetzten Bedingungen anschließen werden, bilden, auf Antrag deS Ausschusses der Gesellschaft für deutsche Colonisation- eine financielle Conttoll.Körperschaft, welcher der Ausschuß über die Verwendung der ihm zur Verfügung gestellten Summen mit Ausnahme derjenigen Capitalien, welche dem Ausschuß unmittelbar überwiesen sind und über welche derselbe der Hauptversammlung satzungsmäßig verantwortlich ist Rechenschaft abzulegen hat. Der Vorsitzende dieser finanziellen Kontrolle ist Herr Ministeriolprästdent a. D- Exc. Dr. Grimm aus Karlsruhe. Derselbe ruft, auf Vor­schlag des Ausschusses, die Gesammtkörperschaft ein, welche dann aus sich heraus Herren für die wirkliche Ausübung der Conttolle bevollmächtigt. Der Ausschuß der Gesellschaft für deutsche Colonisation", in Uebereinstimmung mit der financiellen Controll-Körperschaft hat beschlossen, biS auf Weiteres noch Antheilfcheine für den Landankauf in Afrika ä 500 «X auszugeben. Für die Mitglieder der Gesellschaft selbst und solche, welche es werden wollen, werben auch fernerhin bis auf Weiteres Antheil­fcheine ä 50 .X gemäß dem Gesellschafts-Rundschreiben vom August ausgegeben, welche

Anspruch für den Fall deS Gelingens der Coloniegründung, auf einen entsprechenden Theil deS der Gesellschaft privatrechtlich gehörenden Antheils am Gesammtlande ge­währen. Meldungen für Betheiligungen sind zu richten an den Schatzmeister der Gesellschaft, Herrn Dr. Friedrich Lange, Berlin W., Wilhelmstraße 94 I. Bei einer Betheiligung von mindestens 5000 JL wirb auf Wunsch Darlegung der financiellen Verhältnisse der Gesellschaft, sowie, gegen Garantie der Discretion, auch Emzelnheiten des ins Auge gefaßten Gebietes gegeben. Dasselbe ist von den am 19. August ver­sammelten Herren in jeder Beziehung für ein glücklich gewähltes befunden worben unb es ist mit diesem Tage eine unter allen Umständen sichere Grundlage energischen Vorgehens geschaffen. Der Erfolg ist ein durchaus durchschlagender gewesen.

Die städtischen Collegien Göttingens haben für Herstellung zweier öffentlicher Desinfectionsapparate, Behälter, in welchen durch eingelassene heiße Dämpfe die Jnfectionskeime von Tubnculose, Typhus, Diphtheritis, Scharlach, Ruhr, Cholera rc. aus den von Kranken benutzten Betten, Kleidern, Wäschegegenständen vertilgt werden sollen, 1000 «X zur Verfügung gestellt, eine Maßregel, welche die erste in Deutschland von einer Commune ausgeführte fein dürfte und Nachahmung in allen größeren Ort­schaften verdient.

Kassel, 20. August. Bei Niederzwehren wurden gestern Nachmittag auf dem Bahngeleise von dem um 2 Uhr hier abgelassenen Personenzug gegen 30 Schafe ge- tobtet. Der Schäfer trägt bte Schulb daran. Die Barriere war bereits geschloffen; ttotz der Warnung deS Bahnwärters trieb der leichtsinnige Mensch bte feiner Hut an- Dertraute Heerde über den Eiftnbahnkörper und während er selbst mit einem Theil der Heerde noch glücklich hinübeckam, fuhr der Zug zwischen hie andern Thiere, deren er, wie angegeben, 30 tödttte.

Düsseldorf, 26. August. Eine sehr lehrreiche Geschichte für Eltern unb Kindermädchen hat sich vor einigen Tagen hier zugettagen. Ein Kindermädchen befand sich mit einem Kinde in der Seufzerallee, wo es so interessante Unterhaltung fand, daß es den Kinderwagen ganz außer Acht ließ. Zufällig kam der Onkel des Kindes des Wegs daher und bemerkte die Situation. Ohne daß das Mädchen etwas gewahr wurde, nahm er daS Kind auS dem Wagen und trug es nach Hause. 'Zwei Stunden später es klingt unglaublich, ist aber Thatsache kommt die gewissenhafte Wärterin mit dem leeren Wagen, in den sie noch gar nicht hineingesehen hatte, gleichfalls nach Hause unb antwortete auf die Frage nach dem Befinden des Kindes ganz munter: Es schläft." Nachdem constattrt worben, daß der Wagen leer war, wollte daS Mädchen fich erst ein Leid anthun, begnügte sich dann aber damit, den ihm mit der nöthigen Bestimmtheit erteilten Rathe zu folgen unb schleunigst feine sieben Sachen zu packen.

In Mühlheim (Ruhr) wollte dieser Tage ein Polizist einen Deserteur verhaften, als dieser plötzlich davonlies unb in die Ruhr sprang. Der Beamte stürzte sich ebenfalls in den Fluß und nahm ibn dort tm Wasser fest.

Dortmund. Die ,$rem.w schreibt: W'e sehr bte öffentlichen Feste den Leichtsinn der Bevölkerung und damit das Unglück unb ben Ruin vieler Familien fördern, beweist zur Genüge die eine Thatsache, daß in der Pfandlethanstalt von Eick u. Co- in wenigen Tagen vor dem Bürgerschützenftste Sachen zum Gesammtwerthe voo etwa 20,000 «X versitzt worben sind. Das ist in der Thal erschreckend.

* In Preußen ist der Beginn der Schulpflichtigkeit noch immer nicht einheitlich geregelt, es herrschen vielmehr in dieser Beziehung ganz verschiedene unb unsichere Rechtszustände. Neuerdings hat nun der Unterrichtsminffter durch die Deputation für das Medicinalwesen sich über bte Ucberbürbnng ber Schüler an höheren Lehranstalten ein Gutachten erstatten lassen, welches entschieden dafür eintritt, daß die Aufnahme in eine Elementarschule nicht vor vollendetem siebenten und in die Gymnasialsexta erst nach vollendetem zehnten Lebensjahre erfolgen soll. Sollte der Unterrichtsmintster fich diesem Votum anschließen, so würde eine einheitliche Regelung des Beginnes der Schulpflichtigkeit für bte gefammte Monarchie, fei eS durch Grs tz, fei es auf dem Wege der Verordnung, zu erwarten fein. Eine solche Regelung würde um so mehr am Platze sein, alS über das Ende der Schulpflichtigkeit bereits tm Jahre 1880 fettens des Unterrichtsministeriums, unter Aufhebung der früheren Voschriften, folgendes bestimmt worden ist: die Entlassung soll nur zu Ostern am Schluffe deS Schuljahres, wenn die Kinder big zum 30. April das 14. Lebensjahr vollendet haben und gegen ihre Schulreife kem Bedenken obwaltet, stattfinden; die Entlassung eines Kindes, welches die Schulreife besitzt und biS zum 30. September das 14. Lebensjahr vollendet, kann schon zu Ostern mit Genehmigung deS Kreis-SchulinspectorS stattfinden, wenn besondere Verhältnisse dieS noihw.-ndig machen. Die zweite Schulentlaffung zum Michaelistermin soll nur da bestehen bleiben, wo sie schon 1877 herkömmlich bestanden bat, sowie da, wo sie seitdem eingeführt worden ist und ihr Fortbestehen von zuständiger Seite beantragt wird. Endlich soll da, wo die Schulentlassung zu Ostern die Regel ist, bei denjenigen Kindern, welche tm 4. Quartal deS Kalenderjahres das 14. LebenSiahr vollenden, bte Entlassung durch den KretS-Schultnspector erfolgen, wenn ausreichende Gründe dafür vorhanden find. , ,

Deutz, 25. August. Vorgestern Abend gegen lOVa Uhr hatte ein Eisenbahnzug eben den Uebergang über die von Deutz nach Mülheim führende Chaussee vassirt, der Bahnwärter hatte die Barriere geöffnet unb ein von Mülheim kommender Pferbebahn- roegen war in der Mitte des Geleises angekommen, als eine Locomottve vorüberbrauste, das Pferd deS Wagens erfaßte und daffelbe derart verletzte, daß es gelobtet werden mußte. W'e durch ein Wunder und Dank dem energischen Bremsen des Pferdebahn­kutschers sind die 18 Insassen des Wagen« bim sicheren Verderben entgangen. Heute Morgen 11 Uhr trug sich auf Bahnhof Deutzerfeld wiederum ein Unglück zu. Die drei letzten Wagen eines Güterzuges entgleisten, einer derselben, ein Coulffsewageu, stürzte um unb ein Bremser würbe, anscheinenb schwer verletzt, hervorgezogen. Ein anberer Bremser hatte sich durch einen glücklichen Sprung vor schweren Verletzungen bewahrt; er kam mit einigen leichten Coatusivnen davon. (F- Z)

Köln, 26. August. Der Kaiser und die Kaiserin werben bestimmt am 25. September in Köln eintreffen, um daselbst den Dorn, die Altstadt und namentlich bte Neustadt zu besichtigen. Zur Ausschmückung der Stadt sind 28,000 »X bewilligt worden und dürfte, nach den Vorbereitungen zu schließen, die dem Herrscherpaar dar- zubringende Ovation zu einer großartigen sich gestalten. 15,000 Schulkinder werden an der Ringstraße Spalier bilden und am Kaiser-Wilhelm-Ring wirb ein ca. 300V Köpfe starker Kinderchor eine Festbvmne vorttagen. Nach erfolgter Rundfahrt durch die Stadt findet tm Gebäude der königlichen Regierung ein Dejeuner statt und erfolgt alsdann die Abfahrt nach Coblenz

Ein entsetzlicher Unglücksfall hat sich so wirb aus Stuttgart vom 26. August berichtet biefen Morgen nach 4 Uhr in dem ca. 2 Stunden von hier entfernten Ort UntertÜrkheim zugetragen. Ein von (Stuttgart kommender GüterM hatte eben den Bahnübergang bet der neuen Neckarbrücke passirt unb einige Minuten darauf sollte (mit einer kleinen Verspätung) der Orient-Expreßzug vorüberfahren. Nach ber Dienstvorschrift sollen inzwischen die Barrieren geschloffen bleiben, allein der habet angestellte Weichenwärter ließ fich, weil viele Leute warteten, welche auf den Stuttgarter Gemüse- und Obstmarkt wollten, dazu verleiten, die Schranken einen Augenblick zu offnen. Einige Perfonen kamen auch glücklich hinüber, da plötzlich brauste der Bl tzzug heran. Der Weichenwärter läßt zwar sofort ben Schlagbaum niederfallen, nüetn: es war zu spät- Denn schon waren zwei Mädchen von dem Dorfe Rothenberg, wclcge einen kleinen GemÜftwagen schoben, von dem Zug erfaßt unb man sah bte Hjayrtge Amalie Diehl, bte schon nach wenigen Minuten starb und die 21jährige Mar a Berner, die dreimal das Bein gebrochen hatte, so daß besten Amputation nothwenbtg erscheint, in ihrem Blute liegen. Betttebsinsvector R-enz unb ein Vertreter der Staatsanwaltschaft gingen sofort an den UnglückSort ab. Der Wärter, Vater von 7 Kindern, ber durch seine unbegreifliche Gutmüthigkeit das Unglück verschuldete, würbe sofort verhaftet.

Mannheim, 25. August. Mit einer prachtvollen Segel-Aacht ist Sestern dex Bürgermeister von Rotterdam nebst Familie hier eingetroffen. Die Dacht »P ß°nf auS Mahagoniholz und nicht nur in ihrer Bauart ein Meisterwri k, sondern auch am das Hoch-leganteste eingerichtet. Gestern fuhr das Schiff, welches das Anseben eines vollständig getafelten Seeschiffes en miniature hat, ein Stück neckaraufwärts un wirb von hier aus, wie wir hören, bei ber Rückfahrt noch ben Main unb die Jiape

befahren.

- Aus Paris wirb folgendes Geschichichen miigeiheilt-. Ein bei einer wM- habenden Familie bedienstetes Stubenmädchen kam vor einigen Tagen unsenmn e - regt zu ihrer Herrin und theilte ihr mit, daß sie sich beim Reinigen der Eßbestecke mn einer Gabel gestochen habe.Ach, Madame!" rief das Mädchen, welches erst kurze Zeit im Hause diente, «ich fürchte, daß der Brand dazu kommen werde- - .w-

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