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punkt für die Welsenumtriebe hinzugeben und unter herzoglich braunschweigischer Autorität Mittel vorzubereiten, um öie Pläne der Welsenpartei zu verwirklichen, sobald anderweitige Complicationen des deutschen Reiches den Moment dazu günstig erscheinen lassen. Das Programm und die Haltung der Welfenpartei haben das Reich in die Unmöglichkeit versetzt, diesen Bestrebungen einen archi­medischen Punkt zu gewähren, wie sie die Residenz eines souveränen Partei­mitgliedes in Braunschweig geben würde.

München, 22. Oktober. Der neue chinesische Gesandte Shu-Tsin-Tchen ist in Begleitung von sechsundzwanzig zur Gesandtschaft gehörigen Personen heute Nachmittag von Venedig hier etngetroffen und hat die Reise nach Berlin alsbald fortgesetzt.

Braunschweig, 22. October. Außer den bereits genannten Fürstlichkeiten werden bei der am Samstag stattfindenden Beisetzungsfeier nach den bisherigen Anmeldungen vertreten fein: Der König von Bayern durch den Generaladjutanten v. Horn, der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin durch den Geh. Legatwnsrath v. ProlliuS und der Großherzog von Sachsin-Weimar durch den Hofmarschall Grafen Wedell. Nach neueren Dispositionen wird der Großherzog von Oldenburg nicht persönlich erscheinen, sondern durch den Hofmarschall o. Dalwigk vertreten werden.

Wien, 22. October. DiePolit. Corresp.« meldet, daß der Erzherzog Franz Ferdinand von Este nach Braunschweig geh.n wird, um da« kaiserliche Haus bei der Leichenfeier des Herzogs zu vertreten; ebenso wird das 7. Dragoner-Regiment, dessen Inhaber b?8 Herzog war, eine Deputation von Offizieren entsenden.

Kiel, 22. October. Hier eingetroffenen Nachrichten zufolge ist die Corvette ,<Sneifenau" heute tn Wilhelmshaven glücklich eingelauftn.

Brüssel, 22. October. In Cortrai, Hassclt und einigen Dörfern bei Mecheln haben Ruhenörungen statlgefunden.

Petersburg, 22. October. Utber die unter dm Studenten der Moskauer Unk versität vorgekommenen Unordnungen thetlt ein amtliches Commun-que mit: Nachdem an ver Umvcrsität Moskau in letzier Zett völlige Ordnung geherrscht, erfuhr der Rector am 2. (14) ds. MtS-, daß unter den Studenten und mit dirsen verkehrenden jungen Leuten sich eine Erregung bemerkbar mache, dre durch Gespräche subversiven Charakter über die Vorfälle in Kiew unterhalten werde, und daß gewisse Agitatoren mit der Ab­sicht umgingen, eine Versammlung im Untversitätsgarten abzuhalten. Gleichzeitig er­fuhr der Rector, daß Agitatoren die Fensterschubm in der UnioersitätSdruckerei ein­zuschlagen beabfichttgten. In der Untversttättzd'bliotbek wurte eine an die Studenten gerichtete Proklamation gefunden, w.lche ihrem Inhalte nach nicht von Studenten her­rührte. Um 2 Uhr Nachmittags des gedachten Tage« erschienen im UniversttätSgarten wirklich verschiedene Persönlichkeiten, deren Mehrzahl der UniversitätS-Jnspection fremd war. Diese der Universität nicht angehörigen P-rsönl'chketten wurden aus dem Garten gewiesen und einer von ihnen wegen lauten Äeutzerungen verhaftet. AlS nach Be­endigung der Vorlesungen die Studenten in die Dolgorukowgosse htnaustraien, sammelte sich daselbst ein größerer Haufen an, welcher eine belebte Unterhaltung führte, in Folge Aufforderung eines Schutzmannes aber alsbald ausemandergtng. Gegen 8 Uhr AbendS fand auf dem Strastnot-Boulevard vor der Universitätsvruckerei eine ziemlich be­deutende Zusammenrottung statt, welche Lieder sang und lätmte, jedoch alsbald von der Polizei und von Gensdarmen umzingelt und insgesammt in's Grfängnitz abgeführt wurde. Auf der Stelle, wo die Verhaftung erfolgte, wurde« an 40 Steine, mehrere Cosseiten und Uhrgewichte gefunden, welche die Ruhestörer bet dem Erscheinen der Polizei fortgeworfen hatten. Außerdem fand man daselbst die die Unruhen in Kiew betreffenden Proklamationen ausgestreut.

Im Ganzen wurden 110 Personen arretirt, darunter 66 Studenten der Moskauer Universität, ein früherer Student der Petersburger Universität, 3 wegen ungenügender Fortschritte aus der Moskauer Universität entlassme Studenten, 1 Pharmaceut, 1 Avothekergehilfe, 5 Studenten der Petrowski'fchen Ackerbauakademie, 3 Typographen, 23 Personen veischtedener Herkunft, 3 beschäftigungslose Edelleusi, 2 Personen unbe­kannten Standes und 2 Bedienstete. Das Verhör der Verhafteten ergab, daß der Haupt- ansttfter der Straßendemonstrasion ein Student der Moskauer Universität Namens Peter Roshdestwensky war, welcher im Jahre 1883 bereits in eine politische Unter­suchung verwickelt gewesen, aber begnadigt worden ist. Außer diesen Verhafteten wurden noch 6 Studenten einem polizeil'.chen Verhöre unterzogen, welche an derStraßen- dewonstration zwar nicht betheiltgt, aber bet Anstiftung zu derselben verdächtig waren. In der Universität selbst wurde die Ruhe nirgends gestört, die Vorlesungen und Hebungen nicht unterbrochen. Der Vorstand und etliche Professoren der Universität nahmen bei den Vorlesungen Veranlassung, den Studenten das verwerfliche Verhalten ihrer unwürdigen Kameraden vorzuhalten, welche zu ihrem eigenen Verderben bösen Rathschlägen Folg? geleistet. Die Studenten sahen dies ein und sprachen den Wunsch aus, daß die Ordnung in der Universität aufrecht erhalten werde. Das Communiauö erkennt schließlich das Auftreten der Universitätsverwaltung und der Polizei lobend an, welche durch ihr energisches Einschreiten die Demonstration im Kelme erstickt und den Unruhestiftern die Möglichkeit benommen hätten, die leicht zu bethörende Jugend zu weiteren unbedachten, für sie verderblich werdenden Schiiten hinzureißen.

London, 22. October. Der Kanzler des Schatzamtes Childers erklärte in einer vor den Wählern in Knotttngley gehaltenen Rede, daß die Regierung in diesem Jahre gehofft hätte, die egypüschen Finanzen im Einvernehmen ort Frankreich und den anderen Mächten auf eine bessere Grundlage zu stellen, diese Hoffnung sei jedoch durch die französische Kammer vereitelt worden. Er hege d'e Hoffnung, daß die auf North- brooks Bericht basirten Vorschläge England und Europa befriedigen werden. Er sei über das bei der Conversion der Confols erzielte Resultat nicht enttäuscht; die R" gierung könne die Convcrsion innerhalb 2 Jahren nicht nur so oft, wie sie cs für angezeigt halte, wieder anregen, sondern auch mit Genehmigung des Parlaments auf einen Theil her Consols obligatorische Consersion tn Anwendung bringen.

New-York, 22. October. Der Gesandte in Berlin, Kasson, ist zum Vertreter der Vereiuigten Staaten auf der Congo Conserenz ernannt.

Sidney, 22. Oktober. (Telegramm des Rentei'scheu Bureaus.) Das englische KriegsschiffNelson" hat das enalische Protektorat über die Südostküste von Neu- Guinea in der Oranje-Bucht proklamirt.

Belgrad, 22. Oktober. Der König hat dem au8 Gesundheitsrücksichten zurück- tretenden Finanzminister Pavlovics daS Großkceuz dts Takooaordens verliehen

Durch einen morgen erscheinenden Ukas soll das Ministerium completirt werden.

Berlin, 23. October. (Privat-Depesche). Se. Maj. der Kaiser und Se. K. Hoheit der Kronprinz sind Vormittags 8V2 Uhr wohlbehalten von Sig­maringen eingetroffen und auf dem Bahnhofe von dem Prinzen und der Prin- zessin Wilhelm, dem Prinzen Friedrich Karl, dem Gouverneur und Comman- danken, dem Polizeipräsidenten und Flügeladjutanten empfangen worden.

Lokales.

Gießen, 23. Oktober. Gestern Abend wurde einem Dachdeckelgesellen von Marburg, welcher im hiesigen Bahnhofe beschäftigt war, das rechte Bein abgefahren. Derselbe wurde in die Klinik verbracht.

UniversttätS- Chronik.

..... r.r\Ueb<£ JZ?matricuIation des Prinzen Heinrich an der Kieler Universität laßt sich bteNordd. Allg. Ztg." aus Kiel unter dem 16. d. schreiben: Die Form in welcher von den Zeitungen die Ausnahme des Prinzea Heinrich in die akademische Bürgerschaft der Kieler Universität gemeldet wird, entspricht nicht den thatsSchlichen Verhältnissen. Der Prinz macht seine akademischen Studien gemäß der Anordnuna des Kaisers an der hiesigen Marine-Akademie und Se. König!. Hoheit ist dishalb «U? der Absicht eine« Compliments gegen die hiesige König!. Universität gefolgt, wenn ek gestattet hat, daß seine Name in die Liste ihrer Studirenden ausgenommen wurde, nachdem Se. Konigl. Hoheit gewünscht hatte, die Vorlesungen der Professoren der Rechts- und Staatswiffenschaft Herrn Dr. Brockhaus überdeutsches Staats- und ^^?I^ng8recht" die des Professors der Geschichte Herrn Dr. Schirren über.deutsche und die des Professors der Philosophie Herrn Dr. Krohn überphilo­sophische Propädeutik" im Schlosse entgegenzunehmen. Die Aufnahme Sr. Königl. Hoheit in die Liste der Studirenden ist gestern im Schlosse durch den gegenwärtigen Rector der Kieler Universität, Herrn Dr. Ladenburg, erfolgt. ß

-J!n sämmtllchen 20 Universitäten des deutschen Reiches und an der Akademie zu Münster werden mit Beginn des neuen Semesters 1494 Professoren, 1043 ordentliche ?nbv ^^au^rorbentlicbe, Vorlesungen halten. Dazu gesellen sich 520 Prtvatdocmten so daß sich die Gesammtzahl der akademischen Lehrer auf 2014 erhöht. Berlin weist 257 Universitätslehrer auf, ihm folgt Leipzig mit 167, München mit 146, Breslau Nlit 118 Docenten. Die geringste Zahl Haden Rostock und Münster, ersteres 41 und letzteres 3b.

Am 15. d., dem ersten Jmmatr'culationStage, wurden bet der Universität Halle neu aufgenommen 22 Theologen, 7 Juristen, 5 Mediclner, 12 Philosophen. 8 Landwirthe, zusammen 54 Studirende.

Vermischtes.

AuS dem Großherzogthum Hessen, 20. October. In dem abgtlaufenen Rechnungslahre sind im Großherzogthum Hessen 801,467.72 Hectoliter Bier gebraut L?rden, davon entfallen auf den Bezirk Mainz 283,622.5, Darmstadt 181,4075, 2ßorm8 !26,544 3, Gießen 121,741. Offenbach 67,435.42 und Bingen 20,717 Hectoltter' Die Gesammtetnnahme an Brausteuer betrug 730,680 X 95^; gegen daS RechnungS- jahr 188283 wurden 75,694.96 Hectoliter mehr gebraut und betrug auch die Brau­steuer 68,305 X 18 $ mehr. Als Ursache der vermehrten Production werden bte !n-.P?L9e «_bcr vorlährtgen günstigen Ernteergebnisse im Allgemeinen gebesserten Ver­hältnisse bezeichnet. Die Bierderettung auS Malzsurrogaten, insbesondere ReiS, hat das Vorjahr wieder zugenommen und wurden im Vergleich gegen 1882-83 an ReiS 12998 Kilogramm mehr verwendet. Die Anzahl der Brauereien im Lande be.

8", davon entfallen auf den Bezirk Darmstadt 101, Offenbach 61, G.eßen 76, Mainz 33, Bingen 10 und WormS 33.

Von der Bergstraße, 20. October. Die Traubenlese an der Bergstraße ist eben in vollem Treiben. Von heute ab nimmt auch der Herbst tn Bensheim feinen Anfang. WaS den MostpretS anbelangt, kann ich Ihnen Nachstehendes mtttheilen: In Zwingenberg wurde derselbe zu 52-60 JL per Ohm verkauft. Der meiste Most ging für 55 JL an bte Käufer ab. In Auerbach kostet er 60-70 In diesen beiden Orten erhält man 25 Viertel. In Bensheim werden 21 Viertel für eine Ohm gerechner. Diese Ungleichheit hinsichtlich der Viertel sollte in Zukunft dahin abgefinöert werden, daß man nur nach Hektoliter verkauft. In Heppenheim werden nur 20 Viertel für eine Ohm gerechnet.

Offenbach, 19. Oktober. Es ist nun definitiv beschlossen worden, daß der Bau der neuen Brücke Anfangs nächsten Jahres durch die Firma Holzmann u. Co. begonnen werden wird.

i ".Während seines Aufenthalts in Genf erhielt der bekannte russische Agitator und Schriftsteller Alexander Herzen den Besuch eines Herrn, der sich als ein großer Bewunderer seiner Werke vorftellte. Nach einer langen Unterredung, in der sich der Besucher in vollständiger Ueberetnfttmmung mit Herzen's Ansichten zeigte, kam man auch auf bte Verfolgungen der russischen Regierung zu sprechen und auf die liebet* wachung, Mit welcher Herzen geplagt werde.Sie müssen doch immerwährend bcn Beobachtungen der geheimen Agenten auSgesetzr sein", bemerkte der Fremde.Em­pfangen Sie nicht mitunter bte Besuche von Polizeibeamten?"Ja", erroibette Herzen,erst kürzlich habe ich wieder von Petersburg die Nachricht erhalten, es werde einer dieser Herren in Genf eintreffen. Man schickte mir sogar seine Photo­graphie. Bitte, sehen Sie!" Der B-sucher erblaßte, er sah sein wohlgetroffmeS Portrait.

17. Oktober. Wie wir von einem geladenen Zmgen erfahren, hat sich Anfangs dieser Woche ein großartiger Proceß hier abgespielt, der wohl für das größere Handelsvubltkum von Interesse fein dürfte. Der Inhaber einer bedeutenden hiesigen Firma (Gewürzmühle), sowie dessen Bruder, Reisender, hatten sich vor der hiesigen Strafkammer wegen Fälschung von gemahlenem Pfeffer zu verantworten. Die Verhandlung dauerte zwei Tage, Montag und Dienstag, und eS wurde die Fälsch­ung durch Staub und gemahlene E'chrln nachgewtesen. Der eine Angeklagte und Fabrikant wurde schuldig befunden und es lautete daS Urtheil auf eine Geldstrafe von 3000 xAL, sowie Tragung der Kosten. Letztere dürften annähernd den Strafbetrag er­reichen, denn eS waren zu dem Termine Zeugen aus Berlin, Paris, London, München h. s. w. gtlaben. Die Gebühren für dieseZeugen betrugen allein 2148^L Der Bruder des Verurtheilten, Reisender deS Geschäfts, wurde dagegen freigesprochen und die ent­standenen Kosten pro rata auf die Staatskasse übernommen.

Elbing, 18 Oktober. Ein tn den Annalen der Criminaljustiz wohl äußerst seltener Fall ist gestern beim hiesigen Schwurgericht vorgekommen. Nach der bis j?tzt geltenden Strafproceßordnung ist ein Angeklagter auch dann als ntchtschuldia zu er­achten und freizuspcechen, wenn die Geschworenen die Schuldfrage mit 7 gegen 5 Stimmen bejahen. Der Obmann Der Geschworenen hat den Spruch alsdann nieder- zuschreiben:Nein, der Angeklagte ist nichtschuldig!" Am Freitag stand nun vor den hiesigen Geschworenen der Gasthofbesitzer Grünewald aus dem Elbinger ßanbfretfe, der Brandstiftung angeklagt. Der Obmann, ein Fabrikbesitzer aus Elbing, veikündete den Spruch dahin:Ja, der Angeklagte ist schuldig!" und der Gerichtshof vrrur- thetlte oen Grünewald darauf zu 2Va Jahren Zuchthaus. Erst mehrere Stunden nach beendigter Verhandlung stellte sich durch Rücksprache des Geschworenen-Obmann.s mit dem Vorsitzenden des Gerichts heraus, daß der Obmann aus Unkenntlich der ein- schläaigLN Bestimmungen den Wahrspruch irrig gefaßt hatte, da die Schuldfrage nur mit 7 gegen 5 Stimmen bejaht war. Bei Beginn der gestrigen Sitzung wurde die Richtigkstt des letztem Umstandes durch b:e Geschworenen festgestellt: trotzdem konnte daS Urtheil, wie der Gerichtshof erklärte, nicht mehr geändert werden, ba es recht­mäßig gefällt worben. Der Gerichtshof gab den Geschworenen anheim, sich behufs Abwendung der Folgen ihres irrigen Spruches an die Gnade der Krone zu wenden, und setzte den Angeklaaten auf Antrag des Vertheidigers, der sich wettere Schritte vor­behielt, einstweilen tn Freiheit.

Rom, 20. Oktober. P'-oftssor Karl Hillebrand ist in Florenz gestorben. Geboren wurde Hillebrand in Gießen. Al« Student beteiligte er sich an dem Auf­stande in Baden. Bei der Belagerung von Rastatt gefangen genommen und in die Kasematten dieser Festung gesteckt, entwich er nach drei Monaten und wandte sich nach Frankreich, wo er seine begonnenen Studien fortsetzte. Er promoottte im Jahre 1863 an der Pariser Sorbonne, wurde Lehrer der deutschen Sprache an der Milttärschule von St. Cyr und später Professor der fremden Literaturen an der phttosovh.schcn Focultät in Douai. Im Juli 1870 erbat er feine Entlassung, beteiligte sich als Korrespondent derTimes" an der italienischen Expedition nach Rom und ließ sich bann als Prioatgel hrter in Florenz nieder. Von seinen Werken sind das Sammelwerk Italia", die Geschichte Frankreichs von 18301870, und die AbhandlungZe'ten, Völker, Menschen" zu erwähncn. In französischer Sprache hat er u. A. das Werk La Prusse contemporaine publikirt.

Theater.

d. Gießen, 23. Oktober.

Die Sorglosen" vonL'Arronge wurden gestern Abend wiederholt. Fräulein Fr. Eng hatte diesmal die Rolle der Paula, da Frau Herrmann noch unwohl ist: sie hatte trotz der kurzen Zeit ihre Rolle gut gelernt und spielte recht brav. Herr Martienssen spielte an Stelle des Herrn Haupt den Bolinski Effendi; er fühlte sich in der dankbaren Rolle bedeutend sicherer als am letzten Montag. Seiner Haltung, die viel zu wünschen übrig läßt, wäre vielleicht durch Energie etwas aufzuhelfen. Die übrigen Rollen waren gut besetzt; Frau Größer und Herr Voigt hatten auch gestern durch ihr vorzügliches Spiel das Hauptverdievst des Abends.

Wir wollen nicht versäumen, das Publikum auf die hochinteressante Novität Cyprtenne" von Sardou aufmerksam zu machen.

Handel und Merced«.

Limburg 22. Oktober. Rother Welzen X 14 55, weißer Weizen X 11.40, Korn X 1215, Gerste X 9.15, Hafer X 6.40, Kartoffeln X.

«22. October. Auf dem heutigen Markt kostete der Centuer Heu X 2.70-3.20, Stroh X 2.10-2.30, Eier das Hundert X 5.40-6.00, Butter 1. Qualität X 1.15, 2. Qualität X 1 30, Kartoffeln per Centuer X 1.752.00, Kohlrabi 3-4 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 24.0032.00 Rothkraut pr. St. 1020 Poularden X 00, Huhn<^L 1.002.00, 1 Ente X 2.002.70, 1 Taube 4060 A, Hahn X 1.902.00, Gans X 4-7.00, Welsche X 5.00-8-00

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