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Erklärung.

Einem in denOberhessischen Nachrichten" in Nr. 244 erschienenen Artikel gegenüber, tn dem es u. A. wörtlich heißt:

Wissen die Herren z. B. nicht, daß besagter Herr Leib (der wie uns versichert wird, einer Gießener Feuerwehr nicht angehört) auf dieserGeschäftsreise" in Oltenberg einer Versammlung von Feuer­wehrleuten beigewohnt und stramm mit ihnen Bier getrunken hat, und daß es dann, als die Mannschaft ihre Zeche berichtigen wollte, hieß: Herr Leib hat Alles bezahlt!?"

sieht sich das unterzeichnete Commando der hiesigen freiwilligen Feuerwehr veranlaßt, das Folgende zu erwidern:

Es ist die Unwahrheit, daß Herr Karl Leib von Gießen in der fraglichen Feuerwehrzusammenkunst, die übrigens keine osficielle Feuerwehrsitzung, sondern blos eine gesellige Zusammenkunft nach statt­gehabter Hebung war, die Feuerwehr mit Bier tractirt hätte.

Dies ist wohl der Sinn des Artikels und liegt es wohl in der Absicht des angeblichen Vertrauensmannes, dem Herrn Leib etwas am Zeuge zu flicken, jedenfalls aber ist's, wenn er diese Absicht hatte, sehr ungehörig, die freiwillige Feuerwehr unter den gegebenen Umständen zu insultiren und ist der fragliche Artikel nur dazu geeignet, dieselbe in der öffentlichen Meinung herab­zuwürdigen.

Das Wahre ist:

Herr Leib als Bekannter und Landsmann des Unterzeichneten sowohl, wie als Bekannter dessen Stellvertreters Fritz Hebbel, suchte dieselben auf und da er sie nicht zu Hause fand, selbstredend in der fraglichen Zusammen­kunft, nachdem er vorher um den Eintritt nachgesucht hatte. Es wurde ihm, als er als Bekannter von ihnen vorgestellt, sofort die nöthige Gastfreundschasi erwiesen und ein Glas Bier aus einem von dem Unterzeichneten und einigen Vorstandsmitgliedern schon lange vorher gesetzten Fäßchen ver­abreicht.

Als später das Fäßchen Bier getrunken war, hat jeder Feuerwehrmann sowohl, als Herr Leib selbst, sein weiteres Bier bezahlt.

Wie nun der angebliche Vertrauensmann die Behauptung aufstellen kann, es habe, als die Mannschaft ihre Zeche habe bezahlen wollen, geheißen:Herr Leib hat Alles bezahlt!?" das ist dem Unterzeichneten unerklärlich.

Der Unterzeichnete kann Angesichts jenes Artikels, der den Schein in sich trägt, als wäre durch Tractirung mit Vier Wahlagitation getrieben worden, nicht umhin, öffentlich zu erklären, daß die Feuerwehr den Herrn C. Leib in jener Versammlung als Gast behandelt hat.

Die Feuerwehr und namentlich der unterzeichnete Commandant sieht keinen über die Schulter an, ob er diesen oder jenen Wahlaufruf unterzeichnet und hält es nicht für Aufgabe eines derartigen Instituts, Wahlpolitik zu treiben.

Ich war von jeher und bin noch der Ansicht, daß ein Jeder frei sein Wahlrecht ausüben soll und bedauere sehr, daß der Artikelschreiber der Oberhessischen Nachrichten" sich bemüßigt fand, uns zu verdächtigen, als könne unsere politische Gesinnung von äußeren Einflüssen abhängig sein.

Ort en berg, am 18. October 1884.

Vetzberger, Gerichtsvollzieher, und Commandant der freiwilligen Feuerwehr 6983____________ zu Ortenberg.

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Gr. Gerichtsvollzieher.

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Gießen, den 22. October 1884.

Grotzherzogliche Direktion.____

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Gießen, am 23. Oet. 1884.

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Lich, am 22. October 1884.

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