Hesterreich.
Pest, 21. September. Ja Agram Ist der kleine Belagerungszustand publicirt worden, weil Bürger, welche für die Rrgierungscandtdaten gestimmt hatten, insulttrt wurden. DaS Organ Staicevic's, „Sloboda", ist unterdrückt worden, der Redacteur desselben wurde verhaftet-
— Nach Zengg sind wegen Ruhestörungen ein Regierungscommissar uud Militär- abtheilungen entsendet worden.
Telegraphisch; Depescheu.
Wolff'» telrgr. Gorrespovdem-Bureorr.
Brühl, 22. September. Zu dem gestern Nachmittag bet Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin stattgehaoten Diner hatten öte fremden Offiziere Einladung erhalten- Abends 8 Uhr war bei den Majestäten Theegesellschaft. Heute früh 9 Uhr begab sich Se. Majestät des Kaiser mittelst Exlrazuges nach Derkum und von da zu Wagen nach Lommersum, wo um 10 Uyc Die Parade des 8. ArmeecorpS stattfindet.
Köln, 22. September. Die bet Euskirchen heute stattgehabte Parade deS 8. Armeecorps nahm einen überaus glänzenden Verkauf, se. Majestät der Kaiser stieg bet der Ankunft auf dem Paradefeld zu Pferde unb ritt, von Ihrer Majestät der Kaiserin, Ihren K. K. Hoheiten dem Kronprinzen, der Frau Kronprinzessin, allen anderen Fürstlichkeiten und einer glänzenden Suite gefolgt, zunächst die Front der in zwei Treffen ausgestellten Truppen ab, hierauf erfolgte der Vorbeimarsch der letzteren, wobei Se. Majestät unter stürmischen jubelnden Zurufen der versammelten Zuschauermassen daS 4. (Sarde-Grenadier-Reg'ment Königin und sodann daS KönigS-Husaren- Rsgiment Nr. 7 vor Ihrer Majestät der Kaiserin vorüberführte. Ihre Majestät die Kaiserin wobnte der Parade tn einem sechsspännigen Wage« bet und hatte vet ihrer Ankunft zunächst das 4. Garde-Grenadier-Regiment, dessen Chef Allerhöchstdi s-lbe ist, begrüßt. Ihre K. K. Hoheit die Frau Kronprinzessin folgte der Parade zu Pferde. Am Schluß der Parade besichtigte Se. Majestät der Kaiser die Krt'geroereine, welche sich in nroger Anzahl auf gestellt hatten.
Berlin, 22. September. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht einen Erlaß des Ministers des Innern, wonach die Auslegung der'Wählerlisten sür die Neichstagswahl aus den 30. September festgesetzt wird.
— Fürst Bismarck ist mit seinem Sohne, dem Grasen Wilhelm Bismarck, Nachmittags 3 Uhr 40 Min. noch Friedrichsruhe abgereist.
Paris, 22. September. Das „Börsenblatt" veröffentlicht ein Telegramm von Leffeps, in welchem dieser erklärt, daß er Anfangs nächsten Jahres nach Panama zu gehen beabsichtige, um eine Section des Kanals, welcher die beiden Oceane verbinden solle, zu inauguriren.
— In den letzten 24 Stunden starben in dem Departement der Ost- Pyrenäen 6 Personen, in Toulouse eine Person an der Cholera.
Madrid, 22. September. In den inficirten Ortschaften kamen in den letzten 24 Stunden 9 Cholera-Todessülle vor, darunter einer in der Nähe von Madrid.
London, 22. September. Gras Herbert Bismarck ist heute früh hier eingetroffen und nach Schottland weitergereist.
— Der „Times" wird aus Shanghai von heute gemeldet, die Vlockirung der Woosungbarre werde lebhaft betrieben, doch solle die Paffage für neutrale Schiffe offen gehalten werden.
— Wie das „Neuter'sche Bureau" erfährt, hätte Generäl Wolseley auf telegraphischem Wege empfohlen, die nach Egypten beorderten beiden Bataillone Infanterie nicht abzusenden und vorläufig jede Truppenverschiffung aus England nach Egypten zu verschieben. — Wie dasselbe Bureau weiter vernimmt, dürfte in Folge der günstigen Nachrichten aus Khartum der Umfang der Nil-Expe- dition reducirt und die Expedition in eine Art fliegenden Corps verwandelt werden.
Bern, 22. September. Gestern Nachmittag entgleiste auf der Brücke btt Morteau (Station der Lutte Morteau-Locle) ein Personenzug, welcher aus 19 Personenwagen bestand. Der erste derselben fiel über einen 4 Meter hohen Damm, ein zweiter drang theilweise in einen voraufgehenden ein. Eine Dome blieb sofort todt. Außerdem wurde 1 Reisender schwer und 7 Personen leicht verwundet.
Rom, 22. September. Choleraberickt. Es kamen vor: In Aqulla 2 Er- kcankungm und 2 Todesfälle, in Avellino 1 Erkrankung, 2 Todesfälle, tn Benevento 1 Erkrankung, in Bergamo 18 Erkrankungen, 11 Todesfälle, in Brescia 2 Erkrankungen, 1 Todesfall, tn Cremona 1 Erkrankung, 4 Todesfälle, in Cuneo 14 Erkrankungen und ebenso viel Todesfälle, in Ferrara 3 Erkrankungen, 2 Todesfälle, in Genua 29 Erkrankungen, 9 Todesfälle, davon in Sp'zzia 16 Erkrankungen, 7 Todesfälle, in Modena 1 Erkrankung, in Neapel 362 Eikrankungen, 194 Todesfälle, davon in der Stadt Neapel 305 Erkrankungen, 161 Todesfälle, in Parma 3 Erkrankungen und ebenso viel Todesfälle, tn Reggio nell' Emilia 3 Erkrankungen, 1 Todesfall, in Rovigno 1 Er» krankuna, 3 Todesfälle unb in Salerno 2 Erkrankungen.
Rom, 22. September. Dem „Fanfulla" zufolge wäre zur Errichtung des vom Papste in Aussicht genommenen Cholerahospitals die Caftrne der päpstlichen Gensdarmen bestimmt, die noch im Weichbtlde des Vatikans gelegen ist.
— Das Journal „Economista" bestreitet, daß die Berathung des Gesches über die Eisenbahnconventionen vertagt werden würde. Die Mitglieder der betreffenden Commission hätten den ersten Theil ihrer Arbeiten nahezu vollendet, die Commission könne daher schon tn einigen Wochen zur Feststellung des Berichts einberufen werden-
Brüssel, 22. September. Ein an den Straßenecken angeschlagener Erlaß des Bürgermeisters sagt, e8 sei die Pflicht eines jeden guten Bürgers, dem Schulgesetze Folge zu leisten. Kundgebungen in drn Straßen würden bei öffentlichen Frieden gefährden und seien deshalb bis auf Weiteres untersagt. Die bevorstehenden Communol- wahlen böten legale Waffen zur Bekämpfung des Gesetzes, das den Unterricht gefährde. Die Bürger werden schließlich aufgefordert, die Ordnung aufrecht zu erhalten, alle größeren Menschenansammlungen, durch welche die Ruhe gesiö.t werden könnte, würden zerstreut werden-
Kairo, 22 September. Ein Telegramm des französischen Consuls in Khartum bestätigt die Aufhebung der Belagerung von Khartum und meldet, daß die Umgegend von Den Aufständischen befreit sei; die Verproviontirung des Platzes fei verhältniß- mäßig leicht. Der französische Consul wird Stewart und Power nach Donaola begleiten.
Außerordentliche Generalversammlung des Deutschen Colonialvereins.
m „ Eisenach, 21. September.
Eine stattlichere Versammlung als die heutige Generalvel,ammlung des Deutschen Colonialvereins hat das freundliche Eisenach lange nicht gesehen. AuS allen Theflen Deutschlands hatten sich Mitglieder des Vereins, sowie Freunde der colonialen Bewegung hier vereinigt, wobl über 800 an der Zahl und freundlicher Flaggenschmuck b-grüßte die auswärtigen Gäste. Die meisten Zwetgoereine und Sectionen waren durch Delegirte vertreten. Unter den kmvorragenden Persönlichkeiten nennen wir außer den Leitern des ColonialvereinS Fürst Hohenlohe - Langenburg und Oberbürgermeister Dr. Miquel-Frankfurt a. M, den Grafen Frankenberg-Tillowitz, Dr. Hammacher und Drof. v. Cuny (von der Abtheilung Berlin), Geh. Rath Erwin Naße (Bonn), Prof. Herrn. Wagner (Göttingen), v. Bennigsen, F. A- Lüdentz (Bremen), Ad. Wörmann (Hamburg), Jantzen und Thormählen (Hamburg), Brohm von der Firma Wölber und Brohm (Besitzer der Faktorei tn Bageido), Jakob Ablers (Deutsche Plantsgen- gesellschast), Dr. Franz PauluS (Vertreter der Deutschen Colonien in Syrien), Prof. RohlfS, Contreadmiral Bätsch u. f. w. Außerdem wohnte die Großherzogin von Sachsen mit dem Erbgroßherzog und der Prinzessin Elisabeth, sowie Staatsminister
v. Stichling den Verhandlungen von Anfang bis zu Ende bei. Der Großherzoz welchen Berufsgeschäfte von Eisenach femhiellen, ließ durch den LandgerichtSpräsidentm AppeliuS der Versammlung seine lebhafte Sympathie mit den Bestrebungen des ColonialvereinS ausdrücken.
In seiner Eröffnungsrede erörterte der Vorsitzende Fürst Hohenlohe-Langenburg die Gründe, welche den Vorstand zur Einberufung dieser außerordenlltchen Generalversammlung geführt. Es handle sich darum, bte Zustimmung deS Vereins zu den (Srflärungen emzuholen, welche seitens deS Vorstandes an den Reichskanzler ergangen sind, sowie um Darlegung der Aufgaben, welche dem Verein angesichts der überraschenden Wendung der Colonialfrage erwachsen. Die Retchsregierung, welche den Bestrebungen des Vereins anfangs etwoS kühl gegenüberstand, habe jetzt selbst die Bahnen einer praktischen Colonialpolitrk beschritten und Fürst Bismarck habe in seiner bedeutsamen Rede das Programm des Colonialoereins gewtffermaßen fancttontit. DaS Verständniß für diese neuen Bahnen fei tief in'S Volk gedrungen, aber eS fei auch zu befürchten, daß nun ein gewisses Colonialfieber sich einstellen und durch speculat.ve Köpfe auszebeuttt, zu bedenklichen Unternehmungen führen könne. Dem gegenüber müsse der Verein Kritik üben unb zur Vo.sicht mahnen, denn auch hier heißt eS: Erst wäg's, bann wog'S.
Der Vorsitzende legte sodann der Versammlung nachstehende Resolutionen vor: 1) Die Gcneralversammluna deS Deutschen ColonialvereinS, die früheren an den Kanzler deS Deutschen Reichs gerichteten Erklärungen des Präsid'umS billigend, begrüßt mit großer Genugthuung die im Namen deS Deutschen Kaisers zum Schutz und zur Sicherung deutscher Niederlaffungen tn West- Asrtka ergriffenen Maßregeln. Sie erkennt darin mit lebhafter Freude da« Eintreten Deutschlands tn die Reihe der colontsatorische Ziele verfolgenden Völker und spricht die zuversichtliche Erwartung aus, daß dre RcichSregierung bei ihrem weiteren thatkrästigen Vorgehen auf die volle Unterstützung der Nation rechnen kann.
2) Die Generalversammlung des Deutschen ColonialvereinS hält regelmäßige und schnelle Dampsschiffoerbindungen der deutschen Seehäfen mit überseeischen Ländern für em unerläßliches Mittel, den deutschen Ausfuhrhandel zu fördern unb den deutschen Antheil am Welthandel zu mehren.
Sie erwartet von denselben eine wesentliche Hebung des Ansehens der Deutschen Flagge und eine innigere Verbindung der Deutschen in überseeischen Ländern mit dem Mutterlande.
In Fällen, wo solche Dampfschiffslinien ohne öffentliche Unterstützung zur Zeit nicht tn einem den deutschen Interessen entsprechenden Maße eingerichtet werben können, hält die Generalversammlung geeignete Subventionen derselben aus Reichsmitteln für geboten.
Die Generalversammlung bedauert dcßhalb lebhaft, daß der Gesetzentwurf der D^bünbeten Regierungen, betreffend die Subvention einer Dampferlmie nach Ost-Asien unb Australien, in ber letzten Session beS Reichstags nicht zur endgültigen Erledigung gekommen ist, gibt sich aber der zuversichtlichen Hoffnung hin, daß eine erneute Vorlage allseitige Zustimmung und Annahme finden wird.
Zur ersten Resolution spricht zunächst Missionsdirector Dr. Fabri (GodeSbcra). Ausgehend von ber Thatsache, daß die coloniale Bewegung tn Deutschland ihrem Ursprung und ihrer Tendenz nach keinen polnischen, sondern einen wlrthschafUichea Charakter habe, gibt er einen gesch ichtltchen Ueberbück über die colonialpolttischen Vorgänge deS letzten halben Jahres und weift nach, wie der Reichskanzler auch hierin mit der ihm eigenen Thatkraft verfahren sei. Die Erwerbungen an ber Brafraküste bezeichnet er hierbei als Cultivationsländer, diejenigen tn Lüderitzland dagegen als Bergwerkscolonien.
Was die politische Gestaltung der neuen Colonien anlange, so könnten sie ent» weder unter die unmittelbare Verwaltung des Reichs genommen ober, waS wahrscheinlicher unb für den Anfang auch weniger Kosten mache, einigen großen kapitalkräftigen Compagnien nach dem Vorbilde der Borneogesellschaft zur Verwaltung überleben werden. Zum Schluß bttiet der Redner, die hochwichtige Auswanderungsfrage durch bte colonialpolttischen Erwägungen nicht in den Hintergrund drängen zu lassen.
Von lebhaftem Beifall begrüßt, betritt hieraus Kaufmann Adolf Wörmann (von der Hamburger Firma Carl Wörmann) die Rednerbühne. Er erinnert daran, daß der Deutsche im Auslände früher vielleicht angesehen für seine Person, aber macht- und schutzlos gewesen sei und statt für daS eigene Volk, für fremde Nationen gearbeitet habe. Das sei jetzt andcrS geworden; wenigstens fei der Anfang dazu gemacht, daß der Deutsche draußen auch deutschen Boden finde, daß seine Arbeit auch dem Heimaih- lanb zu Gute komme. Man habe freilich den Besitzergreifungen an ber Westküste Afrikas alle Bedeutung absprechen wollen, weil daS Klima ungesund unb ein Handel mit dm Negern, die zu wenig Bedürfnisse hätten, nicht vorhanden sei. Aber die bisherigen Erfahrungen z-rgten gerade, wie entwicklungsfähig der Handel tn jenen Gegenden ist. Im Jahre 1858 brachten die Neger die ersten Palmkerne auf den Markt, heute ist der Verkehr tn diesem Artikel auf 125,000 Tons gestiegen. Zu Palmöl unb Palm- fernen haben sich Gummi elafttcum, Farbhölzer, Muskatnüsse unb andere Ausfuhr- gegenstände gescllt. Entsprechend der Ausdehnung des Handtts in Afrika wächst aber auch das Absatzgebiet für deutsche Waare. Anfangs Der 70er Jahre belief sich der durchschnittliche Schiffsverkehr zwischen Hamburg unb ber tropischen Westküste Afrikas auf jährlich 3300 Tons, im Jahre 1880 schon auf 35,000 Tons, 1883 auf 46,700 Tons. AllerbingS ist bas KUma für Europäer ungesund, aber nicht ungesunder wie z. B. an ber Küste von Java, welches doch für Holland von so wesentlicher Bedeutung geworden ist. Zur Einwanderung wird sich daher daS neu erworbene Kamerunland nicht eignen, dagegen seines fruchrbaren Bodens wegen trefflich zum Plantagenbau. Die Arbeitskräfte dafür können die eingeborenen Neger liefern, welche mit bet Zeit ebenso gute Arbeiter sein werben, wie einst bte gleichfalls aus Afrika geholten Sclavcn Amerikas ober wie noch jetzt die Neger von Liberia. Bei den Plantagen darf auf raschen Ertrag nicht gerechnet werden; die der Firma Wörmann gehörige Plantage tn Gabun besteht seit sechs Jahren, ohne einen Ertrag zu liefern, aber mit ber Zeit wird auch sie ebenso lohnenb werden wie die Plantagen in Brasilien, auf Ceylon und Java. Unb eine Wirkung dieser Plantagen hat sich jetzt schon gezttgt: die Neger siedelten sich ringS um dieselbe an unb begannen ebenfalls den Boden zu bebauen. So eröffnet sich dem deutschen Handel und den Erzeugniffm der deutschen Industrie durch die E>Werbungen an Afrikas Westküste ein zukunftsreiches Feld unb es ist mit Freuden zu begrüßen, daß auch Deutschland nunmehr mitarbeitet an der großen Ausgabe, den schwarzen Erdtheil zu erschließen.
Auch der folgende Redner, Kaufmann Lüderitz (Bremen) wird mit lebhaftestem Beifall b grüßt. Er führt au6, daß ihm bet seinen Erwerbungen an ber Bucht von Angra Pequena nicht dieselben Erfahrungcn zur Se'te fUnben wie den Hamburger Firmen an der Tropenküste. DaS jetzige Lüderitzland sei noch völlig unbekannt und die erste Ausgabe fet, dasselbe näher zu erforschen. Zu diesem Behuse habe et zwei Expeditionen ausgerüstet und hoffe binnen Jahresfrist greifbare Resultate vorlegen zu können. Zweifellos sei ber giofte Metallreichtbum des Lmdrs. Effen, Kups.-r und Silber findet man in mächtigen Lagern, das Klima ist gesund unb ber Boren fruchtbar; was eine Colonisation hindert, ist zunächst nur bte Wossi-rarmuth b*§ Landes, doch befinden sich z- B. allein auf dem Wege von Angra nach Bethanien 11 Quellen ' unb es ist mit Sicherheit zu erwart-n, daß die jetzt bevorstehenden Bohrungen auf Wasser günstigen Erfolg haben.
Die Debatte wird geschlossen und Resolution 1 einstimmig angenommen, nachdem ber Präsident zuvor ben beiden Pionieren bcS Dentschthums auf afrikanischem Boden gebankt unb bte Versammlung sich thnrn zu Ehren von den S tzen erhoben hatte.
Die zweite Resolution wirb von Geh Rea.-Rath Naße (Bonn) begründet. Nach ber Umgestaltung, welche bte wtrthschaitliche Product on durch die Dampfmaschine und zahlreiche andere technische Forischritte erfahren hat, übt jetzt die räumliche Ausdehnung auf die wirthschaftliche Entwicklung der Culturvölker den größten Einfluß aus. Deutschland kann sich diese Entwicklung dienstbar machen durch bte Mehrung seines Exports, durch Theilnahme am Welthandel unb durch Besitzergreifung herrenloser Gebiete; eS hat aber dabei mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen als andere Länder und diese Schwicrigkeiten werden erhöht durch den Mangel birecter Dampferlinien. Welchen Einfluß rasche und regelmäßige Dampsschiffahrtsoerbindungen auf die Entwicklung deS Handels ausüben, weist der Redner aus verschiedenen Consular- berichten nach und erinnert daran, daß Engländer und Franzosen stets zur ftsailichen Unterstützung solcher Cinten bereit gewesen, wie man denn auch in Deutschland bet der Frage einer Subventionirung von Eisenbahnlinien, z- B- der Gotihardbahn, nicht cdt
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