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beordert, das Arsenal von Foutchou und andere Punkte wegzu­nehmen. Mehrere Schiffe gingen demnächst zur Verstärkung des französischen Geschwaders nach den chinestschen Gewässern ab.

In den letzten 24 Stunden sind in Marseille 8, in Toulon 1, in Herault 2, in Gard 3, in Aude 7, in den Ost-Pyrenäen 15 Cholera-Todes- säüe vorgekommen.

London, 20. Aug. DieSt. James Gazette" bringt einen längeren Artikel, in welchem sie sich über die Politik, die das Cabinet Gladstone vom Rücktritt des Cabinets Beaconsfield an Deutschland gegenüber beobachtet habe, entschieden mißbilligend ausspricht. DiePall Mall Gazette" sagt in einem dasselbe Thema behandelnden Artikel, es sei in keiner Weise wahrscheinlich, daß Deutschland und England die augenblicklichen Differenzen zu einer dauernden Erkaltung unter den beiden Ländern werden laffen könnten; der Fundamental-Grundsatz der aus­wärtigen Politik Englands sei und müsse bleiben: die Freundschaft mit Deutsch­land ; über dem Eingang zum auswärtigen Amte müßten die Worte: Sine Germania nulla salus! eingegraben werden.

London, 20. August. DieTimes" bringt einen Artikel über das Verhältniß zwischen Deutschland und England, in welchem sie die von der englischen Regierung in der Angra-Pequena-Angelegenheit Deutschland gegenüber beobachtete Haltung miß­billigt und hinzufügt, Afrika sei groß genug, um Spielraum für friedliche Unter­nehmungen Deutschlands wie Englands zu bieten. Die Bestrebungen Deutschlands, an der Südwestküste Afrikas Märkte für sich zu eröffnen oder Colonien zu gründen, könnten die Engländer ohne Eifersucht betrachten. DieTimes" gibt schließlich dem Vertrauen auf die Fortdauer der guten Beziehungen zwischen England und Deutschland Ausdruck.

Rom, 20. August. Gestern ist in Bergamo eine Person an der Cholera ge­storben, in der gleichnamigen Provinz kamen 8 Erkrankung^- und 3 Todesfälle vor. In der Provinz Cuneo ist 1 Cholera-Todesfall, in der Provinz Genua 1 Erkrankungs­fall, in der Provinz Massa e Carrara 3 Erkrankungsfälle, in der Provinz Parma 1 Todesfall vorgekommen.

Die Quarantäne auf Sicilien, Sardinien und die angrenzenden Inseln für Provenienzen von dem italienischen Festlande ist von 10 auf 21 Tage erhöht worden.

Warschau, 20. August. Dem Petersburger Grenadier-Regiment, welches an­läßlich seines Regimentsfestes seinem Allerhöchsten Chef, Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm, seine Huldigung telegraphisch dargebracht hatte, ist folgende telegraphische Erwiderung zugegangen:Ich danke für das freundliche Telegramm und wünsche dem Regiment Glück zu dem heutigen Tage, welcher ein Ruhmestag ist für die preußische Armee und die Erinnerung wachruft an die Waffenthaten, welche 1813 und 1814 den Grund zu der Waffenbrüderschaft zwischen der preußischen und russischen Armee gelegt haben."

Konstantinopel, 20. August. Der von Triest kommende Lloyddampfer Saturno" hatte mit dem Marseiller DampferGalatz" am 18. ds. Nachts einen Zu­sammenstoß, ist aber, nur unerheblich beschädigt, hier eingetroffen.

L o k a l e

Gießen, 21. August. Nr. 2 der Nachrichten von der hessischen Luther­stiftung enthalt folgende Mitthetlungen:

Großh. Oberconfistor um hat unterm 18. März d.J. im Einvernehmen mit dem Landrs-Synodalausschutz die Mitglieder der evangelischen Landessynode, Rechtsanwalt Dr. Dornseiff, Professor Dr. Stade, Professor Dr. Thaer, sämmtltch zu Gießen, Deean Dr. Strack zu Lang-Göns, sowie Oderconsistoriolrath Superintendent Dr. Habicht zu Darmstadt aufgefordert, als provisorischer Vorstand dte Verwaltung der Lutherstiftung zu übernehmen.

In Folge dieser Aufforderung find die Genannten am 29.Märzd.J zusawmen- getretcn, haben Professor Dr. Stade zum Vorsitzenden, Rechtsanwalt Dr. Dorn setff zum Secretär erwählt, Rechner H. Döring zum provisorischen Rechner der Stiftung ernannt.

Sie haben weiter beschlossen, Allen, welche sich um dte Lutherstiftung durch Sammlungen und Gaben verdient gemacht haben, in Sonderheit den ComttäS zu banfcn und dieselben zu bitten, de« Vorstand durch Fortsetzung dieser Thättgkett auch fernerhin zu unterstützen.

In Ausführung dieses Beschlusses haben sie tu dieDarmstädter Zeitung" vom 6. Ma« d. I. eine herzliche Danksagung etngerückt.

Um den gesetzlichen Vorschriften, die Deposition von StiftuagScapitalien betr., zu genügen, wurde beschlossen, Großh. Prooinztaldtrectton zu Gießen zu bitten, die erworbenen Staatspaptere ins Depositum zu übernehmen. Großh. Provmztaldtrection hat dieser Bitte genetgtest gewillfahrt und es sind hierauf am 19. April dte bis dahin angeschafften StaatSpapiece tm Nominalbeträge von 13 357,14 bet derselben depouüt worden-

Bezüglich der Zuwendungen, welche dte Hessische Lutherstiftung bis 13. Juni er. erhalten hat, wird bemerkt, daß diese dte Summe von 19 402,42 JL erreicht haben.

Indem der Vorstand hiervon Kenntntß gtbt und für dtese Bewilligungen nochmals herzlichst dankt, ersucht er zugleich hierdurch Alle, welchen dte Kräftigung unserer eoangeltschen Kirche und das Gedeihen theologischer Studien am Herzen liegt, um wettere freundliche Förderung der Hessischen Lutherstiftung.

Freilich ist jetzt, wohl unleugbar tm Zusammenhänge mit dem erfreulichen Um­schwünge, welcher sich in der öffentlichen Meinung zu Gunsten einer gerechteren Würdigung der Bedeutung der Kirche und ihres Einflusses auf dte Gesunderhaltung des öffentlichen Lebens zu vollziehen beginnt, der Zugang zu den theologischen Studien wieder größer geworden. Auf der Landesuniversitüt studtren in diesem Semester 92 Jünglinge, darunter 73 Hessen, evangelische Theologie. Mittel zur Unterstützung der Bedürftigen unter diesen sind wohl vorhanden; aber mit der nun wenigstens m Aussicht stehendkn allmälichen Beseitigung der Vacanzen müssen dtese Mittel sich ver­ringern. ES gilt daher, rechtzeitig für Ersatz zu sorgen und daS abermalige Eintreten eines Nothftandes zu verhüten. Und Mittel, um besondere Tüchtigkeit auszuzetchnen und hierdurch dte Gesammthett anzuspornen, ihre Ziele weiter hinaus zu stecken, sind auch jetzt kaum vorhanden. Von welcher Bedeutung aber für eine gleichmäßige Heran­ziehung theologischen Nachwuchses, wie für eine gedeihliche und gleichmäßige Pflege eines den Leidenschaften des TageS entrückten und sich tn bte bleibenden Aufgaben dec Ltrche und Theologie vertiefenden theologischen Studiums ein geordnetes Sttpendten- wesen ist, zeigt das Beispiel anderer deutscher Landeskirchen, z. B. besonders deutlich das der württembergischen.

, Als voriges Jahr die Hochschule Zürich ihr fünfzigjähriges Jubelfest feierte, saug Gottfried Keller in seiner Festcantate:

Kein fürstlicher Retchthum, Kein Erbe der Väter Erhält uns die Schule; Auf schwankem Gesetze, Sie sicht in dem Aether Des täglichen Willens, Des täglichen Opfers Des Volkes gebaut.

Die hessische Hochschule verfügt über ein Erbe der Väter. In Sonderheit vcr- dankt sie der Hochherzigkeit und Energie ihres fürstlichen Stifters, Philipps des Groß- müthigen, Stiftungen, welche ihr und dem Hessenlande durch Jahrhunderte hindurch S-g-n gebracht haberr Aber dem Bedürsn,sie unserer Tag- genügt dies nicht mehr. E-rg-n wir rür die B-dürsmffc unserer Zelt, wie die Vorsabren für die Bedürfnis,- Ihrer Z-it g'sorgt haben und bleiben mir hinter diesen nicht an Opferwtlligkeit zurück

Wie aber konnten wir dies würdiger thun, als indem wir unser Werk dem -Angedenken tiuth-rs widmen, dem unser Volk seine religiöse Erneuerung verdankt und tn dessen religiösen Gedanken sich unsere Theologen, das walte Gott tn Gnaden immer mehr versenken mögen. '

Gießen, 21. August. Der Bau und dte innere maschinelle Einricktuna der . Dampf-Molkerei an der hiesigen West-Anlage schreitet jetzt der Vollesg ent­gegen, sodaß, wie wir erfahren, der Betrieb tn ca. 4 Wochen beginnen wird. 8

Bei der Wichtigkeit, welche eine solche Molkerei für die Bewohner unserer Stadt und Umgegend hat, dürfte es von allgemeinem Interesse sein, durch dte nachstehende Mttthetlung etwas Näheres darüber zu erfahren.

Während man noch bis vor ca. 10 Jahren der Mtlchwirthschast in Deutschland eine sehr untergeordnete Bedeutung beilegte, hat dieselbe feit dieser Zeit einen Auf­schwung erfahren, wie man ihn vorher nie geahnt hatte, der in allen Ländern, in welchen dieser Zweig der Landwirthschaft nur eintgermaßen Bedeutung hat, sich bereits von den segensreichsten Folgen erwiesen hat.

Zur Reform des Molkeretweseos, wie diese sich in unserer Gegenwart vollzieht trug vor Allem der Umstand bei, daß dte Wissenschaft dte Milch und ihre Produtte in neuerer Zett in daS Gebiet ihrer Forschungen zog und daß eS in Verbindung mit ihr, der Technik, in ihrem rastlosen Eifer gelungen ist, Vervollkommnungen tm Molkereibetrieb herbeizuführen, durch welche dessen jetziger Höhepunkt erreicht werden konnte. Hauptsächlich ist dteS der Erfindung der Mtlch-Centrifuge durch den deutschen Ingenieur Lefeld zu danken. Mittelst einer solchen Centrifuge, welche durch Dawpfkraft in Bewegung gesetzt wird und in einer Minute 6000 Umdrehungen macht werden in einer Stunde 300 Liter Milch entrahmt und gereinigt, so daß Rahm und Magermilch völlig süß erhalten bleiben.

In diesem letzteres Umstand beruht einer der wesentlichsten Vorzüge dieses Ver­fahrens, denn während bei dem althergebrachten AufrahmungS-Verfahcen die Milch einen bis mehrere Tage stehen muß und dabei gewöhnlich sauer wird, saurer Rahm sowie saure Magermilch aber auch nur sauere, schlechte Products liefern können, von welchen die Magermilch außer zur Fabrikat on germgwerthiger Handkäse kaum noch eine andere Verwerthung als zur Schwetnefüiterung finden kann, liefert der cevtri- fuflirte Rahm eine vollkommen reinschmeckende süße Butter und ist die ebenso süße frische Magermilch zum Trinken, Kochen und Backen, überhaupt zu allen Zwecken wie die Vollmilch vorzüglich zu verwenden.

Gerade auf die Süßerhaltung der Magermilch muß tm Interesse der Volkswirihschaft ein hohes Gewicht gelegt werden, umsomehr als dieselbe für den sehr billigen Preis von nur 8 Pfg. daS Liter von den Molkereien verkauft wird. Wenn auch für Säuglinge die ganze, also nicht entrahmte Vollmilch, durch kein anderes Nahrungsmittel ersetzt werden kann, so ist doch nachgewresen, daß für Kinder im Alter von einem Jahr und darüber, sowie für jeden Erwachsenen die Magermilch das vor­züglichste und zugleich allerbilligft e Nahrungsmittel ist und durch ihren reichen Gehalt an Etweißftoffen und Milchzucker diese werthvollen Ernährungsstoffe dem menschlichen Körper in der am leichtesten verdaulichen und bekömmlichsten Form zugeführt werden können.

Eire ausführlichere Erörterung hierüber würde hier zu weit führen; es wird dieser eine Hinweis schon genügen, um daraus zu ersehen, daß die Fortfchritte im Molkereiwesen nicht allein den Landwtrthen zum Vortheil gereichen, sondern auch in gleichem Maße dem Volkswohl zu dienen bestimmt sind. Namentlich sind es die städtischen Molkereien, die bereits in den meisten größeren Städten bestehen und deren fortgesetzt immer mehr errichtet werden, welche sich dieser Aufgabe in der an, erkenvenSwerthesten Weise unterziehen. Die Leitung solcher Molkereien durch fach­vertraute Dirigenten, die Vollkommenheit in der Einrichtung mit den besten Hülfs- mitteln der Technik, die exacte und gewissenhafte Handhabung, die musterhafte Ordnung und Reinlichkeit, die Zuführung der Milch in sauberen, verschlossenen Wagen, welche eine Fälschung der Milch durch die Transporteure unmöglich macht und zugleich durch ihre sachgemäße Einrichtung die Milch vor den verderblichen Einflüssen der Sonne schützt, leisten dem confumtrenben Publikum die denkbarsten Garantien, diese für die menschliche Ernährung unentbehrlichen Produtte in der reinsten und unoer» fälschtesten Form und dennoch zu nicht höheren Preisen als bisher zu erhalten.

Bei der Anlage der hiesigen Molkerei ist der Verkauf und die Verarbeitung bis zu einem täglichen Milchquantum von 6000 Liter in Aussicht genommen. Derjenige Thett Milch, welcher nicht als Vollmilch zum Verkauf gelangt, wird mittelst zwei Lefeldff'chen Centrifugen entrahmt, der Rahm wird zu Süßrahmbutter verarbeitet und zwar in einem durch Dampfkraft betriebenen Butterfaß, welches in ca. einer halben Stunde einen Gentner Butter herstellt, die mittelst Knetmaschine, welche ebenfalls durch Dampfkraft betrieben wird, geknetet wird, so daß keine Hand mit der Butter in Be­rührung kommt. Die völlig frische süße Magermilch gelangt theils als solche zum directen Verkauf und wird anderntheilS zu Käse verarbeitet, welcher in einem durch Dampf erwärmten Kessel, der jedesmal für 1000 Liter Milch ausreicht, bereitet wird.

Gießen mußte als ein besonders geeigneter Ort zur Errichtung einer Dampf- Molkerei betrachtet werden, elnestbeils weil unsere Stadt als Knotenpunkt mehrerer Eisenbahnen eine rasche und billige Verbindung nach allen Richtungen besitzt, daher eine vorzügliche Centralstelle bildet, nach welcher die Milch in beliebiger Menge leicht zu beschaffen ist, anderntheils weil die nahe und bequeme Verbindung mit einer Anzahl großer Städte und Badeorte stets reichen und lohnenden Absatz für gute Molkerei- producte gewährt, soweit letztere den hiesigen Bedarf übersteigen.

Es kann nicht bezweifelt werden, daß ebenso wie in allen anderen Städten, auch die hiesige Molkerei als ein zeitgemäßes nützliches Institut sich rasch der Gunst des Publikums erfreuen wird.

Gießen, 21. August. Der Turnverein tn Lich begeht nächsten Sonntag das schöne Fest der Einweihung feiner neuerbauten Turnhalle. Programm: Morgens 5 Uhr Tagcsreveille, 91 Uhr Empfang der auswärtigen Vereine, Nachmittags V23 Uhr Festzug, Ueberreichung des Schlüssels zur Turnhalle von Seiten des Bautechnikers an den Vereinspräfidenten, Vortrag eines FestgrußeS, Festlied, Festrede, Weiheatt, Wettturnen und Concert, Preisvertheilung und Festball.

vermischtes.

Wiesbaden, 20. August. [£urnfeft] Im weiteren Verlaus des gestrigen Preissechtens ergab sich, daß bei Fleuret 33, bei Säbel und Schläger je 18 zu dem engeren Wettkampfe zugelassen wurden. Hartnäckig wurde gefochten und war es den verschiedenen Siegern nicht leicht geworden. Mancher Hieb fiel in der Hitze des Ge­fechts, welcher deutliche Spuren zurückließ, was aber die Betreffenden nicht abhielt, weiter um den Sieg zu ringen. Gegen 3 Uhr war das Preisfechten beendet, welcher in Folge eines sog. Platzregen- auf eine Stunde unterbrochen werden mußte. Um 6 Uhr hatten die Preisrichter ihre nicht leichte Arbeit beendet und wurde die Preis- vertheilung durch Herrn Turnlehrer Heidecker vorgenommen, welche folgendes Resultat hatte: Fleuret: 1. Preis A. Riehl, T.-V. Wiesbaden und A. Kobbe, T.-V- WieS» baden, 2. Preis Ph. Thomas, Mainz, 3. Preis E. Kühnly, Darmstadt, 4. Preis Eifinger, Mainz, 5. Preis Brumhardt, Wiesbaden, T.-V., 6. Preis Schwenk, Mainz, 7. Preis Leist und Sauerwein, Darmstadt, 8. Preis Zimmer, Wiesbaden, 9. Preis Finger, Darmstadt, 10. Preis Hartmann, Wiesbaden, und Willins, Mainz, 12. Preis Momberger, Wiesbaden, 13. Preis Appenheimer, Mainz, 14. Preis Wolf, Wiesbaden, 15. Preis Jung, Offenbach, 16. Preis Klug, Mainz, 17. Preis Langsdorf, Darmstadt. 18. Preis Bachert, Fr. Kobbe und Wanger, Wiesbaden, 19. Preis Stappert, Mainz, 20. Preis Feber, Frankfurt, und Haas, Wiesbaden, 21. Preis Stahl, Wiesbaden, 22. Preis Rossel, Biebrich, Ellenberger, Wiesbaden, und Sevenich, Mainz. Säbel: 1. Preis Blecker, Frankfurt, 2. Preis Georg Lutz, Darmstadt, 3. Preis Emil Sauer- wein, Darmstadt, 4. Preis Geh, Offenbach, 5. Preis Schalbach, Mainz, 6. Preis Kühnly, Darmstadt, 7. Preis Frank, Darmstadt, 8. Preis Treusch, Offenbach, 9. Preis Thomas, Mainz, und Riehl, T -D. Wiesbaden, 10. Preis Feber, Frankfurt T-F.-C-, und Jung, Offenbach, 11. Preis Langsdorf, Darmstadt, 12. Preis Wilhelm Sternitzki, Wiesbaden, T--G.« 13. Preis I. Brumhardt. Wiesbaden. Schläger: 1. Preis H- Geh, Offenbach, 2. Preis Kobbe, T.-V. Wiesbaden, 3. Preis Sternitzky, T -G- Wiesbaden, 4. Preis Rüttchen. Herrn., T.-V- Wiesbaden, 5. Preis Casp. Thomas, Mainz, 6 Preis Blecker, Frankfurt.

Trotz dem nicht gerade heitern Wetter hatte sich gegen Mittag wieder eine un­geheure M'Nschenmasse eingefunden, welche dem allerdings seltenen Schouspiel des Ochsenbratens beiwohnen wollte. Mehr denn 3000 Menschen verschafften sich vermöge ihrer 20 H den Eintritt in die mysteriösen Räumlichkeiten, wo derRiesenockse" schmorte und wurde auf diese Weise seitens der Metzger eine Einnahme von nahezu 650 JL erzielt. Gegen 6 Uhr war der Braten so weit gediehen daß an eine Austheilung pr. Portion 80 $ in der Festhalle gedacht werden konnte und so wurde denn der colossale Braten unter den Klängen der Musik und Begleitung der Metzger, sowie einer ungeheuren Menschenmasse tranSportirt. In kurzer Zeit soll denn auch derselbe auf­gezehrt gewesen sein, was allerdings bei der Menschenmasse, welche sich in der Fest- Halle befand, nicht zu verwundern gewesen. Ca. 800 Portionen wurden von demselben verabreicht.

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