Telegraphische Depesche«.
Wolff'* telegr. Eorrefporrderrr-Bvrra«^
Berlin, 17. Juni. Wie verlautet, beläuft sich die Zahl der Ernennungen zum Staatsrath auf über 50; unter denselben befindet sich auch die des Generalquartter- melsters, Generallteutenant Grafen v. Waldersee.
— Dem Vernehmen nach wird Donnerstag oder Freitag Vormittag bet dem Reichskanzler eine gesellige Vereinigung von Mitgliedern deS Reichstags stattfinden.
— Der Staalsmlnister v. Bötticher hat auf eine Eingabe, welche der Vorstand der „freien Organisation junger Kaufleute" unter dem 2. April er. an ihn richtete, und woitn die Nothwendlgkeit der Vertretung der HandlungSgehülfen in den Handelskammern oder ähnlichen Instituten betont wird, die Antwort erthcilt, daß sich ein princivieller Gegensatz der Interessen in dem Verhältniß der HandlungSgehülfen zu den selbstständigen Kaufleuten in dauernder Weise nicht entwickeln könne und daß somit «ine fidc Unterlage für die Forderung, den HandlungSgehülfen eine besondere Ver- iretung ihrer Interessen in öffentlich autortsirten Körperschaften zu bewilligen, fehle.
— Der „Nordd. Allg. Ztg." wird aus Teheran unterm 26. Mai Folgendes geschrieben: Sicheren Nachrtchren zufolge herrscht bet Bagdad am rechten Ufer deS Tigris eine epidemische, schnell und tödtltch verlaufende Krankheit, welche hier als die Bubonenpest aufgefaßt wird und die von der Türkei lange verheimlicht wurde. Von Seiten Persiens sind dieser Krankheit wegen die Pilgerfahrten nach Ktrbela verboten und gleichzeitig ist eine Grenzsperre angeordnet worden. Auch die Türket soll jetzt eine Quarantäne angeordnet haben.
— In dem Reichstage wurde heute bei der Fortsetzung der zweiten Berathung des UnfallorrsicherungsgesetzeS der S 4, welcher die BetrtebSbeamten deS Reiches von diesem Gesetze ausschlteßt, mit 129 gegen 112 Stimmen unverändert angenommen, nachdem der Staatssecretär v. Bötticher die von dem Llbg. Barth und Genossen beantragte Streichung des Paragraphen bekämpst hatte. Bet dem S 5, der von dem Umfang der Entschädigung handelt, wurden der Antrag, die Carenzzett auf 4 Wochen herabzusetzen, und der Antrag des Abg. Barth, die Zahlung der Rente an die Verunglückten bereits vom dritten Tage an eintreten zu lassen, abgelehnt, worauf der Paragraph selbst in der von der Commission gegebenen Fassung ^unverändert zur Annahme gelangte. Ebenso wurden auch die SS 6—8, angenommen. — Die Fortsetzung der Berathung findet morgen statt.
Frankfurt a. M., 17. Juni. Dem Vernehmen nach ist der Geh. Eommerzienrctth Gustav de Neusville, der frühere Präsident der hiesigen Handelskammer, in den Staatsrath berufen worden.
Wien, 17. Juni. Das Bezirksgericht der inneren Stadt verurtheilte in dem Processe wegen des Brandes des Stadttheaters den Director Bukovics zu einer Geldstrafe von 150 Fl., event. einer Arreststrafe von 30 Tagen. Die übrigen Angeklagten wurden bis auf zwei, welche freigesprochen wurden, zu Arreststrajen von 3 Tagen bis 3 Wochen verurtheilt.
— Ein Artikel des „Wiener Fremdenblattes" bespricht in warmen Worten die friedlichen Bestrebungen Deutschlands in der Colonialsrage und bemerkt, aus dem Eingreifen des Fürsten Bismarck in die Postdampfer-Vorlage gehe hervor, daß die Ziele der deutschen Regierung auf die Wohlfahrt der Nation gerichtet feien. Der Reichskanzler, der erste Mitarbeiter an der Macht und Größe Deutschlands, erfasse die Mission Deutschlands in ihrer vollen Bedeutung. Mit Sympathie verfolge auch Oesterreich das Streben des deutschen Bundesgenossen nach Ausdehnung seines Einflusses und Verkehrs.
— Das „Fremdenblatt" bezeichnet die Nachricht von der Abberufung des österreichischen Botschafters in Konstantinopel, Calice, als aller Begründung entbehrend.
Paris, 17. Juni. Die „Röpublique franyaise" und das „Journal des Döbats" sprechen sich entschieden gegen eine Reduction der Zinsen der unifi-" cirten egyptischen Schuld, welche bereits herabgesetzt seien, aus und hoffen, daß Frankreich und die übrigen dabei interessirteu Staaten in keine weitere Reduction willigen werden.
Brüssel, 17. Juni. Bei der in Nivelles stattgehabten Stichwahl zur Repräsentantenkammer wurde Snoy (Katholik) an Stelle eines liberalen Can- didaten, welcher abgelehnt hatte, gewählt. Die Katholiken haben eine Majorität von 34 Stimmen in der Kammer.
— Vor dem Schlosse eines der liberalen Partei angehörenden Senators in der Nähe von Hal sanden drohende Demonstrationen einer größeren aus Bauern bestehenden Volksmenge statt; die Gensd'armerie war genöthigt, einzu- schreüen, die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.
Triest, 17. Juni. Heute Mittag stürzte Hierselbst ein Neubau ein, wodurch, soweit bis jetzt constatirt ist, drei Personen schwer verletzt wurden.
London, 17. Juni. Unterhaus. In Beantwortung einer Anfrage des Depu- tirten Tyler erklärte der Premier Gladstone, es sei dis Pflicht der Regierung, alle Fragen in Betreff der Möglichkeit einer Expedition im Süden von Egypten und auch diejenige der Zweckmäßigkeit des Baues einer Eisenbahn von Suakim nach dem Nil sorgfältig zu erwägen. Weitere,Mittheilungen hierüber zu machen fei inopportun.
Nisch, 17. Juni. Die in auswärtigen Zeitungen verbreitete Nachricht, daß die Skupschttna in geheimer Sitzung die Mobilisirung beschlossen habe, beruht lediglich auf Erfindung; ebenso entbehrt die Nachricht von einer angeblichen Ansammlung serbischer Truppen an der bulgarischen Grenze jeder Begründung. ES hat in jüngster Zeit keinerlei Gamisonwechsel ftattgefunden.
Lokales.
G. Gießen, 18. Juni. lSterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Sterbfälle in unserer Stadt während der Woche vom 8. bis 14. Juni belief sich im Ganzen auf 9. Bei Kindern kamen 5 Todesfälle vor, bet Erwachsenen 4 und war bei diesen Letzteren Todesursache: Herzkrankheit, Schlagfluß des Gehirns, Krebs, Lungenerweiterung je einmal. Von den Kindern hatten 2 daS erste Lebensjahr noch nicht vollendet und starb das eine derselben an Brechdurchfall, das andere an Keuchhusten. Von drei schon älteren Kindern erlag eins der Lungenschwindsucht, daS zweite einer Bronchienentzünduna, das dritte einer Gehirnentzündung.
Gießen, 18. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 17. Juni l. I. gegen Konrad Strttter II. von Nieder-Ohwen wegen Meineids.
Derselbe war angeklagt:
daß er am 23. Januar 1884 vor einer zur Abnahme von Eiden zuständigen Behörde, nämlich dem Großb. Schöffengericht zu Grünberg, in der Straf- sache gegen Johannes Kratz IV. Wittwe von Ober-Ohmen wegen Beleidigung wissentlich den vor seiner Vernehmung geleisteten Eid durch ein falsches Zeugniß verletzt habe.
Die Geschworenen erkannten den Angekagten für nicht schuldig und wurde er demzufolge von Strafe und Kosten freigesprochen.
*'* Das Concert des Corn et-Quartetts aus Frankfurt war in Folge des ungünstigen Wetters nicht so besucht, als es unter anderen Umständen der Fall gewesen wäre. Die Leistungen desselben fanden bei dem Auditorium, wie bet den Fach, musikern verdiente Anerkennung, wobei nicht ausgeschlossen ist, daß sich in Bezug auf Reinheit und Präciston der Einsätze, wie Zusammenstellung des Programms, das auB; schließlich aus Liedern bestand, manche Ausstellungen machen ließen.
Vermischtes.
Darmstadt. 15. Juni. Die Katastrophe auf dem LudwigSplatz ist beendet. Zwar hat sich noch ein kleiner Brand entzündet aus den Ballen von Papieren (Geschäftsbriefen, Zeitungen, Formularen rc.), die alle angrenzenden Straßen übersäen, rote es auch auf dem eigentlichen Herde des Feuers, der nur noch einen großen Trümmerhaufen darstellt, fortwährend zwischendurch kohlte und schwehlie, — aber jede
Gefahr ist beseitigt, und jene letzten Zuckungen des besiegten elementaren UngethümL vermögen sie glücklicherweise nicht wieder heraufzubeschwören, obwohl die Bewohner der betroffenen, wie der nahe Herumliegenden Häuser d>ese Nacht kein Auge schließen dürfen. Man fängt jetzt an, über die Ursachen nachzudenken, welche ein so schnelles Umsichgreifen des Brandes ermöglichten. Wer demselben von Anfang an beigewohnt bat, der muß sich sagen, daß das Böttinger'sche und das Kahlert'sche Haus am LudwigS- platz, in denen, wie in dem Schäfer'schen Vorderhause der ganze Dachstuhl und das darunter liegende Stockwerk durchgängig ausgebrannt find, während die tiefer liegendem Etagen durch Wasser sehr gelitten haben, hätten gerettet werden können. Der Umstand, daß man sich seitens der Feuerwehrleitung noch längere Zeit der Hoffnung hingab, das Magazin der Schäfer'schen Handlung selbst retten zu können, mag dazu betgetragen haben, daß sich der Brand im Vorderhause so rasch entwickelte. Man folgte hier dem. Feuer, statt ihm entgegenzugeheo. Außerdem reicht unseres Erachtens das Feuerwehrpersonal bei Weitem nicht aus für eine Stadt, die mit Bessungen über 50,000 Einwohner zählt, wenngleich auch größere Brände in derselben vkrhältnißmäß'g zu den Seltenheiten zählen, ebensowenig ist das Hülfsmaterial genügend. Eine Dampfspritzs haben wir nicht, ja, wir haben nicht einmal Pferde vor den Wagen, diese müssen vielmehr von der Bedienung selbst gezogen werden. Kaum ein halbes Dutzend Schläuche können zudem zugleich in Anwendung gebracht werden. In Anbetracht dieser Unzulänglichkeit der Mittel unserer Feuerwehr und der dadurch verzehnfachten Mühe und Anstrengung, welche die Löschmannschaft in schlimmen Fällen aufzubieten gezwungen ist, erscheint es fast als ein Wunder, daß man einen Brand wie den heutigen überhaupt und in relativ noch kurzer Zeit zu bewältigen vermochte. Aber wir meinen, daß es dem gegenüber städtischerseits dringend geboten erscheint, eine große Organisation in'S Leben zu rufen, die vermöge ihrer menschlichen wie sachlichen Kräfte im Stande ist,, jedem Bewohner die Furcht vor einem Brande zu benehmen, die gegenwärtig bet unseren ziemlich primitiven Löschvorrichtungen nur zu natürlich ist. — Der Schaden, den die Firma Schäfer durch die vollständige Vernichtung ihrer kostbaren Maaren- vorräthe erlitten, ist ungeheuer, läßt sich aber vorläufig noch nicht annähernd beziffern. Ihm gegenüber erscheinen jedenfalls die Verluste an Mobilien rc., welche die Bewohner zu beklagen haben, als Kleinigkeiten, obwohl sie meist ärmere Leute betreffen. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen; einige Feuerwehrmänner haben sich indessen in Ausübung ihrer opferfreudigen Thättgkeit Brandwunden zugezogen. (F. Z.)
Darmstadt, 16. Juni. Heute früh lieferte die Gensdarmerie einen Burschen auS Waschenbach hier ein, welcher der Brandstiftung in dem Droguengeschäst der Firma Schäft dringend verdächtig ist. Derselbe war am Samstag wegen Unregelmäßigkeiten entlassen worden und hatte dabei öffentlich Drohungen ausgestotzen, daß er etwas an* richten werde.
Darmstadt. sJubiläums - Sttpendien - Stiftung.] Die alljährlich an drei Studirende des Großherzogthums Hessen aus fraglicher Stiftung zu vergebenden Zinsen wurden für das laufende Jahr überwiesen an den stud. med. Gustav Landmann von Gießm, den stud. phil. Ernst Neeb von Mainz und den stud. theoL Fr. Zach. Schwally von Groß-Gerau.
AuS Oberbessen, 15. Juni. Die aus Starkenburg bereits gemeldete Rost» kcankheit des Kornes bat sich auch leider bei uns eingestellt, was auf einen ganz ge ringen Körnerertrag schließen läßt. Im Jahre 1846 hat sich dieselbe Erscheinung gezeigt und es gab einen Ausdrusch pro Fuder zwischen 1 und l1/» Malter bei geringer Ge» bundzahl. — Zu unserer Beruhigung stehen aber die übrigen Frldgewächse gut, was wegen der großen Trockenheit in 1846 nicht der Fall war. In jenem Jahre waren die Kartoffeln zur Hälfte auSgeblieben, der Stand der Gerste war kaum Vs, es gab gar kein Obst und war Futtermangel sehr fühlbar. Der Fortschritt in unserer Landwirth- schäft ist nicht zu verkennen. Trockenheit und Näss« werden durch die bessere Bearbeitung des Bodens abgeschwächt und durch die Einführung entsprechender Bodengewächse und durch die vom landwirthschaftlichen Verein in die Wirksamkeit geführte Drainage er* möglickte frühere und bessere Ausstellung halten manchen Ausfall fern.
Rüdesheim, 14. Juni, lieber einen Vorfall auf der Zahnradbahn wird der „Europ. Corresp " von hier Folgendes mitgetbdlt: Am letzten Sonntag fuhr der von oben zu Thal gehende Zug pünktlich um 11 Uhr 23 Minuten ab, als ihm plötzlich von unten auf demselben Geleise ein anderer Zug entgegenkam. Es gelang allerdings noch im letzten Moment, beide Züge zum Stehen zu bringen und so wurde ein entsetzliches Unglück verhütet. Aber die Bestürzung der in beiden Zügen sitzenden In- fassen war begreiflicher Weise groß, alles stürzte entfttzt auS den Wagen und in die Gebüsche hinein, der obere Zug mußte zurückfahren, die Passagiere mußten in den unteren steigen, um an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Hätten die Züge sich eine Strecke tiefer an der gefährlichsten Steigung getroffen, so wäre der Unfall unvermeidlich- gewesen und beide Züge wären über und untereinander die Anhöhe hinuntergestürzt- Hoffentlich wird die Sache auf das Strengste untersucht.
Köln, 16. Juni. Ein gräßliches Verbrechen fitzt hier alle Gemüther in Aufregung. H-rr Rechtsanwalt Justizrath Carstanjen von hier weilte seit Kurzem mit feiner ganzen Familie auf seinem Gute in Oberkassel am Siebengebirge. Am Frohn- leichnamstage machte die Familie Morgens 10 Uhr einen Spaziergang nach Heisterbach; da aber Nachmittags Gäste erwartet wurden, trat Frau Carstanjen früher als die Anderen dm Rückweg an und zwar ganz allein. Seit dem Augenblicke war dieselbe verschwunden und erst nach dreitägigem Suchen sand man ihre beraubte Leiche im Walde. Unzweifelhaft liegt hier ein Mord vor.
Bonn, 17. Juni. Die „Bonner Ztg." meldet: Der Mörder der am Donnerstag bei Oberkaffel erdrosselten Frau Justizrath Carstanjen ans Köln ist verhaftet und geständig. die That und dm Mord vollsübrt zu haben. Es ist der 28jährige Taglöhner Peter Dahlhausen aus Vinxel bet Oberkaffel.
Frankfurt a. M-, 16. Junt. Die Singhalesen im zoologischen Garten wurden vom 8. bis 14. Juni von 52,983 Personen, darunter 17,815 Schüler und Schülerinnen, besucht. Für Eintritts-BilletS in den Garten und die Ausstellung wurden X 23,250.70 vereinnahmt. Der Schluß der Ausstellung ist auf den 18. Juni Abends festgesetzt.
— Gestern Mittag wurde unweit deS SandhofS am Main liegend ein anständig gekleidetes Frauenzimmer sterbend aufgefunden. Dasselbe hielt noch eine Flasche mit dem Rest einer Flüssigkeit in der Hand, mit welcher eS sich vergiftet hatte. In dem Portemonnaie befanden sich noch 31 X.
Frankfurt a. M., 14. Juni Gestern Vormittag erhängte sich ein vrrs heiratheter Schuhmacher, Vater von 8 Kindern, in Gegenwart seines 4jährigm Sohnes an der Zimmertbüre seiner in der V—straße zu Bornheim belegenen Wohnung. Die Frau war ausgegangen. Der Knabe rief seine Geschwister zu Hülse. Da sie aber auch zusammen noch nicht im Stande waren, Hülse leisten zu können, so liefen sie zu ihrer in der Nähe wohnenden Tante. Als endlich Leute kamen, war eS zu spät. Nahrungssorgen sollm, nach dem ^Jntell. - Bl.", dm Mann zu seinem verzweifelten Schritte getrieben habm.
— Die „Franks. Ztg." schreibt in ihrer MontagS-Ausgabe: Wie wir auS bester Quelle erfahren, wird das „Frankfurter Journal" am 1. Juli in die Hände einer „Actim-Gesellschaft" übergehen, dte au8 einigen 30 Herren von der nationalliberalen Partei besteht.
Pfungstadt, 15. Juni. Zwei gräßliche Unglücksfälle haben sich gestern dahier zugetragen. Gestern früh geriehen zwei Arbeiter tn der Lederfabrik in Wortwechsels wobei der eine einen sogen. Scheerdegen nach dem andern warf und diesen so unglücklich traf, daß die Spitze des DegenS am Fußgelenk in den Knöchel eindrang, wodurch dieser ganz zersplittert wurde und der Unglückliche wahrscheinlich amputtrt werden muß. — Gestern Nachmittag war Küfermeister R. mit Faßbinden beschäftigt, wobei derselbe eine Maschine verwendete, an welcher die ©(bwunglder abbrach und, da die Versicherung nicht vor, dem Küfermeister mit solcher Gewalt ins Gesicht schlug, daß das Stirnbein Über der rechten Augenhöhle, das Nasenbein, der Backen und die Oberlippe entzwei geschlagen sind.
London, 14. Juni. In England und Wafis wurden im verflossenen Jahre 23 Personen wegen Verübung von Morden zum Tode verurthrilt. Achtzehn Todes- urthetle wurden vollstreckt und fünf tn lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Im Jahre 1882 betrug die Zahl der Todesurtheile 22, von denen 14 vollstreckt wurden, und 188 t wurden von 24 zum Tode verurtheilten Personen 11 hingerichtet.
— jMrichlsfirim.s Die Gerichtsferien beginnen mit dem 15. Juli und dauern bis zum 15. September. Eilige Sacken, Einklagung von Forderungen, w-lche vor ihrem Verjährungstermin stehen rc., müssen, wenn sie vor den Ferien zur Erledigung gelangen sollen, schleunigst bei den zuständigen Gerichten anhängig gemacht werden, worauf wir hierdurch besonders aufmerksam machen.
— Die electrffcheBeleuchtung gewinnt in Berlin immer mehr an Ausdehnung. So wird vom 15. Juli ab das bekannte Cafe Bauer Unter den Linden mit Edison-LtchL. erleuchttt werden.
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