den inzwischen wieder eingetretenen Regen nicht zur Durchführung gebracht werden. — AbendS bt8 gegen 7 Uhr war für die meisten auswärtigen TheilvrMtr daS beendet und traten dieselbe» unter Musikbegleitung die Heimreisean.- Bemerkt sei hier noch, daß die VorbereUungen und Arrangement« zu diesem Feste nichts r» wünschen, übria ließen, und dürfte sich daS 13. Turnfest deS Gaues Hessen seinen Vorgängern ebenbürtig zur Seite stellen und möge eS noch reckt lange S?er
thetltgten bleiben. Der Feststadt Homberg a. d. O- aber noch ein e@ut Heil I
- Gestern wurde ein in der Lahn, in der Nähe der Badeanstalten sich badender junger Mann, welcher in eine Untiefe gerochen, vom Schwimmlehrer der Rüb- samen'schen Badeanstalt vom Tode des Ertrinkens gerettet.
- Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr zog ein sehr schwer^«duadm mit Hagel und wolkenbruchartigem Regen über unsere Stadt. Der heftige Wind richtete an Bäumen rc. empfindlichen Schaden an.
- Heute Morgen erschien ein zugereister Handwerksbursche in -stiem Laden der Wolkengasse und da er grade Niemand anwesend fand, suchte er diese günstige Gelegenheit zu einem kühnen Griff m die Ladenkaffe auszuuutzen, wurde aber dabet von dem Etgenthümer erwischt und dingfest gemacht.
Lokales.
Gießen, 15. Juli. Die Lufttemperatur ist in Gießen am 13. Juli im Schatten auf 27.50 N. gestiegen, was seit dem Anfang der Beobachtungen (1852) nur einmal vorgekommen ist, nämlich 1865.
= Gießen, 15. Juli. Das gestrige erste Bilse-Concert in Wenzels Garten hatte ein nach vielen Hunderten zählendes Elite-Publikum von hier uud auswärts angezogen.
Durch die Besetzung deS Orchesters (20 Violinen, 6 Violen, 6 Celli, 5 Contra- bässe rc) läßt sich natürlich eine Wirkung erzielen, die jeder andern, noch so gut geleiteten Capelle verschlossen bleibt. Das Programm bildeten neben populären, erfolgsicheren Arrangements werthvollere und rassische Compositionea, wie das Vorspiel und Isoldens Ltebestod aus der Oper „Tristan und Isolde", die dritte Ouvertüre zur Over Leonore und die Freischütz- Ouvertüre. Die Interpretation und Ausführung sämmtlicher Nummern riefen die Bewunderung und stürmisch; Beifallsbezeugungen der Zuhörer hervor. Daß der klassische Geist eines Werkes durch Meister Btlfe nie eine Alteration erfahren wird, damit ist wohl Niemandem etwas Neues gesagt. Die Vorträge des Herrn CharlesMolä (Flöte) und Herrn Hugo Türpe (Cornet ä Piston) ließen erkennen, über welche vorzüglichen Solokräfte Hof-Musik-Dtrector Bilse verfügt.
Der ungnädige Himmel trieb daS Publikum in die Säle und erst nach einer Stunde konnte das Concert seinen programmmäßigen Verlauf im Garten nehmen.
Gieße«, 15. Juli. [13. Turnfest des GaueS Hessen.) Wie vorauSzusehen, hat das Turnfest deS Gaues Hessen, welches in den Tagen vom 12.—14. Juli er. in Homberg a. d. Ohm abgehalten wurde, einen recht würdigen Verlauf genommen. AlS Einleitung zu demselben gestaltete sich am SamStag Nachmittag der Turntag und die Bildung und Sitzung des Preisgerichts, welches die Grundzüge des Wettturnens für den folgenden Tag festftellte; AbendS war ein geselliges Zusammensein auf dem Festplatz. Durch Böllerschüsse und Weckruf am stützen Morgen am Sonntag aus dem Schlafe geweckt, bereitete man sich zum Empfange der eintreffenden Turner vor, welche von einer Abthetlung des Feftcomtl^s nebst Musikkapelle nach dem Empfangslocal geführt wurden. Präcttz 2Va Uhr Nachmittags setzte sich der Festzug in Bewegung; durch einen Wald von Bäumen, überragt von unzähligen Fahnen, gelangte man gegen 31/» Uhr auf den Kestplatz; voran eine Abthetlung Festretter und Feuerwehrleute, dann ein Musikchor, hinter welchem die Ehrengäste mit dem Festausschuß und den Festdamen etnherschrttten. Die Vereine deS GaueS waren alphabetisch geordnet, die Feststadt Homberg zuletzt. Erwähnt sei noch, daß die Gesangvereine und der Krtegerverein von Homberg sick mit einer sehr stattlichen Zahl von VereinSmitgltedern und ihren Fahnen am Feftzug be- thetligten. — Auf dem Festplatz angelangt und nachdem die Veretnsfahnen auf der Musikbühne aufgesteckt waren, begrüßte Herr Bürgermeister Schild Wächter die nach Tausenden zählende Festversammlung und hielt Herr Tasch6, nachdem daS Lied „Ein Ruf ist erklungen" gesungen war, die von Begeisterung getragene, feines Ver- ständntß für daS Wesen der Turnkunst bekundende, beifällig aufgenommene Festrede. — AlSdann wurden die von dem Gauturnwart sehr schön auSgewählten Freiübungen durchgeturnt und konnte man gegen 41/« Uhr mit dem Wettturnen beginnen. Turnen, Concert und die Freuden des TanzeS ließen die Stunden schnell verlaufen, btS AbendS um 9Vs Uhr die Vertheilung der Preise an die Sieger durch den Gauturnwart die Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. — Es betheiligtcn sich 91 Turner und wurden 29Preise audgegeben. welche sich wie folgt vertheilen: Gießen 8 Preise Hanau 6, Marburg 5 Preise, Wteseck 3 Preise, Bad Nauheim, Lollar und Wetzlar je 2 Preise und Nidda einen PretS. Den ersten erhielt Marburg, den zweiten Gießen den dritten Hanau. — Bis dahin hatte es Jupiter Pluvius gut mit und gemeint' von da aber öffnete er seine Schleußen derart, daß der turnerische Theil des Festes mit dem Wettturnen sein Ende erreicht hatte. ü 1
Am Montag Morgen wurde ein gemeinschaftlicher Spaziergang nach dem schön Lelegenen Schlosse gemacht und der auf Nachmittags festgesetzte Festzug konnte durch
Vermischtes.
Darmstadt, 11. Juli. Zur Ermöglichung eines gleichmäßigen Verfahrens bet Unterstützung von Feuerwehrleuten und deren Hinterbliebenen aus Großh. LandeS- BrandversicherungSkaffe finden dermalen auf frühere Veranlassung Erhebungen statt, welche Kopfzahl die freiwilligen Feuerwehren repräsenttren, waS aus der Mitte der letzteren selbst zur Unterstützung oder zu Versicherungszwecken jährlich aufgewendet wird und waS in dieser Beziehung Seitens der Gemeinden geschieht.
Castel, 11.Juli. Gestern hat sick hier ein bedauernSwertherUnfall zugetragen- An dem Rheinufer wurde den Trommlern der Garnison ein UedungSplatz angewiesen, während gleichzeitig ganz in der Nähr Schießübungen vorgcnommen wurden. Als- gestern Nachmittag eine Abthetlung der Trommler ihre Uebungen machte, stürzte plötzlich einer der Leute mit einem lauten Schmerzensschrei zu Booen. Derselbe war vvn> einem Fehlschuß, welcher auf dem Schteßstand abgefeuert worden, getroffen und schwer verletzt. Die Kugel war ihm in die Schulter gedrungen und hatte sich tief in den Körper gewühlt. Der Unglückliche wurde in das Mtlttärlazareth nach Mainz gebracht. Es wäre sehr wünschendwerth, wenn der Schießplatz verlegt würde, denn eS soll schon öfter vorgekommen sein, daß Spaziergängern am Rhein Kugeln um die Ohren fi»Euften., ^en Berichten deS „Reichsanzeigers" über den Stand der
Saaten und Feldfrüchte entnehmen wir Folgendes:
Provinz Hessen-Nassau:
1) Regierungsbezirk Kassel: Roggen und Wetzen haben schwer unter dem Rostpilz zu leiden. Das Stroh des WtntergetreideS zeigt überall eine ungewöhnliche Lange. Die Frühlingsbestellung ging gut von Statten und läßt Ver Stand des Sommergetreides nichts zu wünschen übrig. Die Futterernte fällt sehr reich autz. Die Wiesen geben eine Fülle guten Grases. Auch die Kleefelder versprechen hohe Erträge. Der Stand der Kartoffeln ist ein ausgezeichneter. Die Rübenfelder zeigen einen vielversprechenden Stand. Die Blüthe der Obstbäume hat durch Spätfröste gelitten unfr fällt in Folge dessen die Obsternte gering aus. . »
2) Regierungsbezirk Wiesbaden: Der Stand des Winter- und Sommergetreides ist durchweg ein günstiger, in Halm und Frucht eine reiche Ernte versprechend. Weniger günstig ist der Stand und die zu erwartende Ernte des Rapses. Die meistens begonnene Heuernte ergibt einen reichlichen Ertrag. Kartoffeln stehen durchweg recht gut und berechtigen zu den schönsten Hoffnungen. Der Klee hat nur hin und wieder einen guten Ertrag geliefert. Von Obst ist nur in einigen Gegenden an Aepfeln eine gute Ernte zu erwarten. Der Weinstock stand bis Anfang Juni vorzüglich mit zahlreichen und vollen Gescheinen. Der kalte und nasse Verlauf hat aber die Erwartung, auf eine besonders gute Weinernte sehr herabgestlmmt. Die Viehpretse sind zieme lich hoch.
— [Blitzschläge.) AuS Bonn, 11. Juli, wird berichtet: Gestern Nachmittag und Abend sind verschiedene Gewitter über unsere Stadt hinweggezogen. Ein Blitz verletzte den Schornstein der neuen Husarenkaserne vor dem Kölnerthor; ein zweiter traf einen Mann, der in der Thür seines Wohnhauses auf dem Rheindorfer Felde stand und nach dem Gewitter ausschaute, an der Schulter und seinen in der Nähe sich auf- haltenden Knecht an den Beinen. Beide wurden gleichzeitig betäubt- Als sie wieder zur Besinnung kamen, blickten sie sich nach etwaigen Beschädigungen in ihren Behausungen um und fanden dabei in einem Stalle ein Schwein tobt. In dem benachbarten Dorfe Hersel fuhr ein Blitzstrahl in ein Haus und betäubte einen darin befindlichen Arbeiter derart, daß er erst nach mehreren Stunden und nur mit Hülfe eines aus Bonn herbeigerufenen Arztes wieder zum Bewußtsein gebracht werden konnte.
Würzburg, 9. Juli. Dem „Fränk. Kur." berichtet man: Vorgestern Vor- mittag kam etu Amerikaner in einen hiesigen Handfchuhladen und kaufte sich Manschetten- Einige Zeit nach seinem Weggang bemerkte man ein Päckchen liegen, dessen Inhalt in Werthpapieren von 50,000 «X und in einer Schiffskarte bestand, aus welcher ersichtlich, daß sie in Cincinnati gelöst worden ist. Trotz aller Recherckeu konnte der Besitzer des Päckchens bis zur Stunde nicht ermittelt werden; derselbe scheint abgereist zu sein, ohne seinen Verlust bemerkt zu haben.
München, 10. Juli. Auf Grund eines gestern Abend vom Landgericht München I. gefaßten Beschlusses ist der Redacteur des „Vaterland", Herr Dr. Sigl. nach Erlag einer Cautton von 20,000 <X heute Vormittag der Haft in der Frohnfeste bis zum Antritt der ihm vom Schwurgerickt zuerkannten Gefängnißstrafe von 9 Monaten wieder entlassen worden. Dr. Sigl beabsichtigt, gegen das schwurgerichiliche Urtheik- Revision beim Reichsgericht einzulegen, vor deren Bescheidung selbstverständlich dieses Urtheil nicht die Rechtskraft beschreitet, so daß der Strafantritt jedenfalls auf einige. Monate verzögert werden kann.
— [Nützlichkeit der Heidelbeeren.) Die Heidelbeeren können so vielseitig benutzt werden, daß einige Worte darüber nicht am unrechten Platze sein werden, zumal da dieses LandeSproduct sich häufig findet. Ja vielen Gegenden gewähren sie zur Zeit ihrer Reife oft mehrere Wochen hindurch das fast ausschließliche Nahrungsmittel der Kinder und selbst erwachsener Personen; ferner dienen sie auf eine unschädliche Weise zum Färben der Weine und Liqueure. Vor Allem aber verdient ihr medicinischer Nutzen Beachtung und dieser ist zum Glück den Landleuten viel mehr bekannt, als vielen Städtern. Viele Bauernfamilien lassen die gedörrten Heidelbeeren nie ausgehen mit ein bis zwei Eßlöffel voll davon, in mehr oder weniger Wasser ausgekocht, lauwarm genossen, stillen sie die Diarrhöe sehr schnell, ohne eine nachtheilige Rückwirkung befürchten zu müssen. Sehr wahrscheinlick würde sich dieses einfache Mittel auch bei Choleraanfällen als heilsam bewähren; euch in vielen anderen Fällen dürfte es heilsame Wirkungen haben und nicht mit Unrecht sagt daS alte Sprichwort: „Gerathen die Heidelbeeren gut, so ist es keine Zeit für Krankheiten."
— Die Postkarte, deren Einführung im Jahre 1869 durch Vermittelung Dr. Stephan 8 ermöglicht wurde, ist fitzt allgemein im Gebrauch. Allein in Europa werden jetzt jährlich mehr alk 400 Millionen Briefkarten versandt, während in den Vereinigten Staaten der jährliche Verbrauch ungefähr 280 Millionen beträgt. Im Jahre 1880 sind im Jnnenverkehr berjenigen Postverwaltungen, welche zum Postverein gehören, mehr als 700 Millionen einzelne und 3 Millionen mit Antwort versendet worden, während der internattonale Verkehr 18«/r Millionen absorbirie. Daß die Post- 88? aUerLänder in ihrer äußeren Form so viel wie möglich übereinstimmen, ist eine gestellt ist, daß sie eine bestimmte Größe, nämlich 14 Ctm. in der Länge und 9 Cim. in der Breite, nicht überschreiten dürfen. Die kleinste oller Postkarten ist diejenige von Neu - Fundland, die eine Länge von 11,4 Ctm- und eine Breite von 7 Ctm. hat und ist dieselbe auch noch ihres ferneren Die von weißem Papier verfertigte, mit SUW SS5iTte Ä ln grüner Farbe die Bezeichnung: „New-Foundland" Snffin fft hin* Ä I autzgeführten Untergrund, welcher bar«*
tr unken Ecke ausgehenden, über die ganze Karte sich ver- hnnnp?h>C« Ä JÄ. 'uttnder Interesse erweckend sind die einzelnen und Karten der Republik Guatemala, mit schwarzem Druck auf hellgelbem Pa- knnf' mH hÖ1Trnten v* ober^n der Vorderseite ein Medaillon mit Frauen- mlJL ku Umschrift. „Vtquartallo real!“ welches mit Blattranken umgeben ist und worunter die Slnmerrung: „CartaB poatales de la Republik de Guatemala“ sich befindet- D°"n bte Postkarten von Helgoland mit ihrer geschmack-
noütn Zeichnung auf der Adreßsei.e und der in gothischen Lettern, welche tn’8 Meer zu
PotSdaw, 14. Juli. Ihre Königs. Hoheit die Prinzessin Wilhelm isi heute Nachmittag 2 Uhr 45 Minuten von einem Prinzen glücklich entbunden worden. . . 1.
Elberfeld, 14. Juli. Bei dem gestrigen Wettrennen in dem Circus Krembjer auf den Höfen bei Rittershausen wurden, wie die „Elberf. Ästung meldet, bei einem gegen 5 Uhr hereinbrechenden Unwetter durch Butzschlag 11 Personen betäubt und 4 getödtet; dieselben befanden sich außerhalb der
Se. Maj. der Kaiser traf heute Nachmittag l3/4 Uhr von Mainau hier etn und wurde bei der Ankunft ton der zahlreich oersammelten Volks» menae mit enthusiastischen Kundgebungen begrüßt. Nach kurzem Aufenthalt setzte Se. Mai die Reise nach Rosenheim mittelst Extrazugs fort. _ _ _ , , .
L München, 14. Juli. Se. Maj. der Kaiser ist auf der Reise nach Gastein heute Abend ku.z nach 6V* Uhr auf dem äußeren Babnhofe eingetroffen und hat nach er- folßtem M°sch^-nw-ch!-I alübalb die R-is- nach Rosenbclm ior g-s-tz ^ D-r ön gUch rr-utzisch- Gesandte Gros v. W-rth-rn-B-,chl«ng-n und der kontgltch preutztsche MMtLr- attadie, Oderstlteutenant d. PanwIS, hallen sich ,ur Begrüßung des Katsers am Bahnhof elnaesunden und gaben Sr. Maj. nach Rosenheim das Geleit.
* Paris, 14. Juli. Nach einem Telegramm der „Havas verlief die Feier des Nationalteftes wie in den Vorjahren. Den Truppenrevuen und der Revue der Schüler- bataillone auf dem Stadihausplatze wohnte eine zahlreiche Volksmenge bei. Dor dem Hotel Continental würbe die Feier gegen Mittag durch einen Zwischenfall Mört« Mehrere Schüler des CollegS gewahrten eine deutsche Fahne und forderten durch Rufen und Sckreien zum Zurückziehen derselben auf. Hinzukommende Gamins zerrissen die Fahne und schlugen die Fensterscheiben an der EiugangSthüc zum Hotel Rue Castiglioue etn. Die Polizei zerstreute die Ruhestörer.
Alexandrien, 14. Juli. Nach einer „Reutermeldung" sind heute hier 3 Cholera- Erkrankungsfälle vorgekommen, einer davon verlief tödtlich.
— Nack einer weiteren „Reutermeldung" fand nur eine Erkrankung an Cholera und zwar an sporadischer Cholera und kein Todesfall statt. . r .
Bern, 14. Juli. Geheimrath Professor Dr. Koch ist, einer Einladung Seitens des Vundesrathes folgend, gestern hier eingetroffen. Heute conferirte derselbe mit der Cholera-Commission.
— Die italienische Regierung hat den Dampfschiffverkehr auf dem Lago- Maaaiore zwischen den schweizerischen und den italienischen Ortschaften untersagt.
Marseille, 14. Juli. Die Zahl der von gestern Abend bis heute früh an der Cholera Gestorbenen beträgt 32.
Toulon, 14. Juli. Seit gestern Abend bis heute früh starben 11 Personen an der Cholera. ,
Fiume, 14. Juli. Der im hiesigen Petroleum-Hasen Benzin ladende deutsche Dampfer „Octav" gerieth heute früh in Brand. Die Mannschaft der hier gegenwärtig ankernden österreichisch-ungarischen Flotte eilte sofort nach dem brennenden Schiff, machte dasselbe los und bugsirte es mittelst Remorqueurs in das offene Meer, so daß weiterer Schaden verhütet wurde.
— Der Dampfer „Octav" hatte bei dem Ausbruch des Brandes, dessen Ursache noch unbekannt ist, bereits 2500 BarileS Benzin geladen. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen, weil die Mannschaft bei Ausbruch deS Feuers sich in den Docks befand; nur zwei Matrosen erlitten Verletzungen.
London, 14. Juli. (Oberhaus.) Wemyß kündigt für Donnerstag den bereits gemeldeten Antrag an. Salisbury protestirt und glaubt, das Oberhaus könne den Antrag nicht annehmen, bis der Beschluß, nicht zur zweiten Lesung zu schreiten, annullirt sei. Granville erklärt, die Regierung sei bereit, den Antrag Wemyß zu unterstützen und im November eine Bill wegen Neu-Eintheilung der Wahlbezirke vorzulegen, wenn die Reformbill noch in der jetzigen Session erledigt werde.
— ^Unterhaus.) Dilke erklärt, daß weder in London, noch in Gesammt- England ein Fall von asiatischer Cholera vorgekommen sei.
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