Ausgabe 
11.12.1884
 
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Les muthmaßl chen SieurrwerthrS vor der Ern!?, Kis Beaufsichtigung des Product.s in de» Trockenraumen, die Feststellung der Steuerschuldigkeit mittelst Verwiegung, die Aeberwachung der Arbeiten in den Pr vUniederlagen (Transiilägern), die Versendung der zunächst unv-rneuert bleibenden Quantitäten und unter Umständen der Ver­arbeitung in den Tabakfabriken zu erstrecken und soll nach den reichsgesetzltch, bezw. von dem BundeSrath: erlass nen Vorschriften durch Sreuercontroleure gehandhabt werden. Seither mußten damit vielfach andere Beamte beauftragt werden, welch: aus dem Prrsonal der Haupisteue^ämter, der Ministertalbuchhaltung und Steuercontrole entnommen wurden. Dem bestehenden Bedürfniß wird aber durch eine solche Ein­richtung für die Dauer nicht genügt, da die Contiole in rxacter Wcise nur von einem ständigen, du^ch längere Uebung in dem Geschäft erfahrenen, nicht von einem jährlich wechselnden Personal besorgt werden kann. Die Mittel zur Bestreitung der aus diesem Anlaß vorgesehenen Mehrausgabe sind in der von dem Reiche für Kosten der Tabaksteuer-Verwaltung gewährten Vergütung enthalten.

ES ist im dienstlichen Interesse Werth daraus zu legen und ist deß- halb vorgeschtt.'ben, daß die Steueraufseher bei Ausübung ihrer Funktionen sich in Uatfo m b finden. Aus der Beobachtung dieser Vorschrift erwächst indessen diesen ge­ring besoldeten Aufsichtsbeamten eine verhältnißmäßtg bedeutende Ausgabe, weil oie Bekleidung bet der den Aufsehern obliegenden Controle von BetrtebSanstalten (Bran7t- wetnbrennereten, Bierbrauereien, Rübenzuckrrfabriken rc) besonders schnell verbraucht wird. Zar Erleichterung einerseits der Steueraufseher in der Bestreitung b;3 be­treffenden Kostenaufwandes, andererseits der oberen Aufsichtsbeamten in der Hand­habung der Controle Über ErsÜll-.ng der B kleidungsvorschnften seitens der Aufseher ist eine mäßige jährliche BekletdungSzulage, wie solche in ähnlicher Weise den Gensdarwen gewäh't ist, für die Steuerausfeher im Betrage von 50 JL für den Aufseher vorgesehen worden.

Für Verwaltungskosten der Weidenpflanzungen und Gräsereieu unter Verwaltung der Baubehörden sind tn dem Budget pro 1885-88 10,580 mehr vorgesehen worden wie in der letzten Ftnanzperiode. Der Mehrbetrag wird vorzugs­weise als Holzhouerlohn verwende, um Wetdenpflanzungen aus höher gelegenen Flächen, -welche tn Wiesen umgewandelt werden können, auszustocken.

Dem gegenüber konnte die Ausgabe für Cameral-Flußbau mit Rücksicht darauf, Laß vorerst neue Weidenpflanzungen tn den Altrhelnen thunltchst besch änkt werden sollen, um 10,550 JL jährlich vermindert werden.

w Darmstadt, 8. December. sAuS dem Staatsbudgets Auf früher seitens der Stande wiederholt geäußerte Wünsche und tn Rücksicht darauf, daß mehrfache Gründe die Abtrennung des Wasserbaues von dem Straßen- und Hochbau räthltch erscheinen lteß-n, wurde mit dem Hauptooranschlag für die Ftnanzperiooe 1882/85 die Bildung von zwei Wasserbau-Jnspectionen und der Wegfall von zwei Kreisbauämtern ins Auge gefaßt und der sich hierdurch ergebende Mehrkostenbetrag von 10 060 JL tn das Budget 'eingestellt. Die Stände Haden diesen Mehrbetrag nicht bewilligt und somit unterblieb hte Ausführung der proj-ctirten neuen Organisation. Es ist nach den vorliegenden Verhältnissen nicht die Absicht, j tzt wieber auf bas Proj-ct der vollständ'g-n Ab­trennung biß WasserbauS von dem Straßen- und Hochbau zurückzukommen; es wurde deshalb, den von den Ständen auf dem letzten Landtag geäußerten Wünschen ent­sprechend, die Kreirung der Stelle eines wetteren Vortragenden Raths tm Finanz- ministerium, Abtheilung für Bauwesen, und dte Besetzung dieser Stelle mit einem Referenten für daß Wassei bauwesen tm vorliegenden Hauptvoranschlag vorgesehen. Dte vorhandenen 15 KreiSbauämter bleiben hiernach bestehen, es ist aber eine Aenderung io Bezug auf das Vorrücken der KreiSbaumetster in die höchste Gehaltsstufe beabsichtigt. Setth.r waren die höchsten Gehalte von je 4400 JL mit den Stellen in Gießen, Mainz und Darmstadt verbunden. Dieses Verhältniß rührt noch aus der Zeit her, wo den Kceisoaumttstern der drei Provinzialhauplstädte auch die Functionen von Prootnzial- daumelstern übertragen waren. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen rft es miß ständ-g, wenn die höchsten Gehalte mit den Stellen in Gießen, Darmstadt und Mainz verbunden werben. Bei eintretenben Vakanzen dieser Stellen treten In der Regel die dieustältesten Kreisbaumeister tn Bewerbung; es hegt oft aber mehr tm dienftltchen Znteresis, gerade für diese Stellen jüngere, rüstige, für dte Versetzung derselben speciell quäl-fictrte Beamte zu berücksichtigen und ältere Beamte auf ihren Stellen zu belassen. Hiernach wird beabsichtigt, dte höchste Gehaltsklasse nicht mehr an dte Kretsdaumeister- stellen der drei Provtazialhauptstädte zu binden, sondern den KreiSbaumeistern dieser Stellen dm denselben i wellig zukommenden Anciennttätsgehalt nebst einer Lokalzulage von je 600 JL dann zu gewähren,_ wenn und so lange deren Gehalt den Betrag um 4400 nicht erreicht. In dem Staatsbudget war seither außer den höheren Gehalten ^eisbaumetster tn Darmstadt, Mainz und Gießen nur für den Kreisbaumeister in Offenbach eine Lok lzulage von 600 Jt tn Ansatz g-kommen. Es ist nothwendtg, «uch für die Kreisbaumeister tn Worms und Bingen solche Lokalzv.lagen zu bestimmen, denn bet den sehr hohen Wohnungsmiethpreisen und sonstigen Höheren Abgaben an diesen Otten erscheinen insbesondere dte Gehalte ber unteren und mittleren GrhaltS- riaffen von 2800 und 3300 JL ungenügend. Auch für einige Kreisbauausseher, nämlich diejenigen tn Darmstadt (2), Gießen, Worms und Offenbach sind Lokalzulagen von je 250 angeforbett. Die Kretsbauaufseher in Gießen und Darmstadt sind vorzugs­weise mit Hochbauwesen In diesen Städten beschäftigt und haben weder Gelegenheit an D'äten bei auswärtigen Geschäften, noch durch Prioatarbetten etwas zu erübrigen. Dagegen sind die Wohnungs- und Lebensorrhältmsse tn diesen Städten sehr thernr.

Ä b und liegt im Interesse des Dienstes, den Kreisbauaufsehern in Gießen und Darmstadt, sowie in Worms und Offenbach, an welchen Ort'N ähnliche Verhält, niffe bestehen, Lolalzulagkn zu gewähren. Die Kretsbauaufseher in Mainz und Frtedbera sind tn dem Genuß billiger Mtethwohnungen tn fiskalischen Gebäuden, weshalb für dieselben Lokalzulagen nicht vorgesehen wurden.

Um ben Grassteigerern bei dem öfter sehr rasch herantretenden An- schwellkn des Rheins einige Erleichterung tn Abführung ihrer Verbindlichkeiten und dte Möglichkeit zur schnellen Einlösung ihrer Abfuhrscheine zu gewähren, war es erforderlich, den Districtsemnehmer zu Nierstein als Untererheber für das Rentamt Groß-Gerau zu bestellen und mit der Erhebung der Heu- und Grummetgrasgelder auß den auf der unken Sette des Rheins gelegenen Gemeinden, sowie mit der Verabfolgung der Absuhr- schetne gegen Bürgschetne zu beauftragen. Hierfür erhält derselbe eine procentuale Ver­gütung, welche im Durchschnitt der lctzten Jahre 82 JL betrug.

Darmstadt, 8. December. Der Abgeordnete Wasserburg hat seinen wenige Stunden vor Schluß des letzten Landtags verhandelten und bet ber damaligen Situation vollkommen aussichtslosen Antrag auf Einführung von Wablcouverten dei öffentlichen Wahlen erneuert und um thunltchste Beschleunigung bteses Gegenstandes Gebeten. In ben diesem Antrag betgefügten Motiven wird ku z daraus hrngewtesen, daß erfahrungsgemäß vielfach Wahlbeeinflussu^gen vorzukommen pflegen, welche, ohne » b<8 Strafgesetzes zu überschreiten, gleichwohl doch eme höchst corrum-

pirende Wirkung einerseits ausüben, andererseits einen unzulässigen Terrorismus knnd- = Le r!s0rm bei Anwendung der Wahcouverts hat sich der Antragsteller noch nicht geäußert, sondern sich einstweilen mit dem kurzen Hinweis daraus be- GNügt, daß deren Einführung den Wahlbeeinflussungen entgegenzuarbetten geeignet erscheine.

Telegraphische Depesche«.

»ölst'» uitat» «orrespouderrr-lvureav.

, Berli«, 9. December. Im Reichstage wurde die Berathung über den Mtlitär- Gtat fortgesetzt. Pay.'r und Richter gegenüber erklärte der Kriegsminister, die Auf­hebung ber Militärgerichtsbarkeit über verabschiebete Officiere sei nur tm Zusammen bong mit der Strafproceßreform zu regeln; gegen die O ffenllichkeit des StrafproceffeS müsse er sich prtncfpteU aussprechen. Die Reformarbttten ruhten keineswegs, eS fragt

2eOr R-ichstag bringen solle, dessen Neigung für Oeff.ntlichkett des Verfahrens zur Zett für dte Regierung unannehmbar sei. Der Krl<gsmintster wies Richter gegenüber ferner zffrrmäßig nach, daß die 3 ff er betreffs @elbftmoibeß In bet C olbevölkerung höher gestiegen sei als in ber Armee unb in feiner Armee niedriger sei als tn der deutschen. Die Mißhandlungen an Untergebenen würben gew ffenhatt bestraft, unb bte Beschwerdeführe'- vor Rache geschützt. Die Ab- sttmmung über Richter's Antrag auf Aufhebung der M litärgerichtSbarkeit über oerab- schiedtte Otfictere bleibt der 3. Lesung Vorbehalten.

K D'.e Budgttcommisfion genehmigte gegen die Stimmen ber CentrumSmst- fllteber bte süt Beamten der Reichskanzlei geforderten, vom Reichstage jüngst an bt: Vubgetcommisfion jurücfo.twtefenen Gehaltszulagen.

Bremerhasen, 9. December. Das Ucihei! des SeeamtS in dem Zusammen­stöße des Dampfers »Hohenstaufen- mit ber CorvttteSophie- lautet bahm, daß ber Dampfer »Hohenstaustn" sich bem Gcschwaber unnöthiger Weise g-nähert habe unb so indirekt Schuld an bem Zusammenstöße trage, während' bie Handlungsweise der Cor- petteSophie" dir.cten Einfluß an der Coll-sion gehabt habe, denn, hätte die Corvette den CurS gehalten rnb wäre sie, nachdem ber Zusammenstoß unvermeidlich erschien, nach Backto'-b ausgewichen, so mürb: alles klar gegangen sein. Dem Anträge auf Patentmtziehung b s CapitänS bcsHohenstaufen" ist nicht stattgegeben worden.

Stuttgart, 9. December. In der heutigen Sitzung der Kammer der Standesherren wurde^die Frage, betr. die Reichspost-Sparkaffen, discuürt. Der Erbgraf Neipperg griff die Reichsregierung heftig an und beschuldigte dieselbe, keine Rücksicht aus irgend welche Gattung von Recht zu nehmen. Der Minister v. Mittnacht legte hiergegen Namens der württembergischen Regierung den ent­schiedensten Protest ein und wies ebenso entschieden die Erklärung des Grafen Neipperg, daß er nicht die württembergische, sondern die preußische Regierung meine, zurück. Der Minister fügte noch hinzu, er könne eine Trennung der preußischen und der württembergischen Regierung, wie dies namentlich bezüglich der braunschweigischen Erbfolgesrage Seitens des Vorredners geschehen sei, in keiner Weise zulaffen.

Braunschweig, 9. December. DieBraunschm. Anzeigen" veröffent- lichen folgende Erklärung:Verschiedene Zeitungen haben in letzter Zeit die Nachricht von einem angeblichen Zerwürfnisse unter den Mitgliedern des Regent- schaftsrathes, bezw. des Staatsministeriums über schwebende Fragen verbreitet. Mit der Nachricht ist die Vermuthung in Verbindung gebracht, daß ein mit A- W. unterzeichneter Artikel in Nr. 327 derBraunschw. Landes-Zeitung", welcher sich gegen einen die braunschweigische Thronsolge-Frage betr. Artikel der Nordd. Allg. Ztg." wendet, von einem in einigen Zeitungen auch namentlich genannten Mitgliede des Regentschastsrathes herrühre. Wir sind zu der Erklä- rung ermächtigt, daß jene Nachricht und diese Vermuthung in jeder Beziehung unbegründet sind.

Paris, 9. December. Deputirtenkammer. Berathung der Wahlreform- Vorlage. Nach einer längeren Rede des Ministerpräsidenten Ferry, in welcher er den Gegenentwurf Floquet's bekämpfte und hierbei die Cabinetsfrage stellte, wurde dieser Gegenentwurs mit 280 gegen 227 Stimmen abgelehnt.

Die JournaleNationale" undParis" melden, General Briöre de l'Jsle und Admiral Courbet hätten den Befehl erhalten, bis auf weitere Ordre kein Gefecht zu liefern, sondern in der Defensive zu bleiben.

London, 9. December. Nach Nachrichten aus Dongola von heute würde das Hauptquartier Samstag nach Ambukol verlegt werden, wohin alle Truppen im Vormarsch begriffen seien.

Kairo, 9. December. Das am 2. b. M. gefällte Urthei! bed Gerichtshofs tn dem Procefse b.-r StaatSschulsenkass: gegen bie egyptischc Regierung ist heute öeitünbet worben; boffelbe verutthetlt bfeRegierung, alle unaefctzlicher Weffe erhobenen Summen an bte StaatSfchulbenkasse zurückzuzahlen unb erklärt ben F'nanzmtntster, bte MubtrS, die General-Einnehmer ber Provinzen, bereu Erträgnisse für Zwecke ber Staatsschuld bestimmt sind, unb bte Herren Le Mesurier unb Caillarb ptrföaltcfc verantwortlich für b»e von ihnen an bte Regierung anstatt an bte StaatSschulbenkasse abgeführten Summen. Der Klageantrag, auch Nubar Pascha für »nantwortltcb zu erklären, tft abgelehnt worben.

Lokales.

G. Gießen, 10. December. sSterbltchkeit tn Gießen.j Die Zahl ber Todesfälle stieg wäbrenb ber Woche vom 30. November bis 6 December auf 9, baoon ereigneten sich 8 bei erwachsenen Personen, einer bet einem Äinbe. Von ben Erwachsenen starben 2 Personen an Lungenentzündung, je eine an Krebs, eingeklemmtem Bruch, Leber- eniartung, Bauchfellentzündung, Herzkrankheit, Altersschwäche. Das 3 Jahre alte Kind war auS einem benachbarten preußischen Dorfe zu ärztlicher Behandlung hierher gebrach! worben, eS starb an Diphtherie.

Gießen, 10. December. fMustkj Im Anschlusie an unfern Bericht in ber SamStags-Nummer b. Bi. halten wir etz für angrz'tgt, mit heutigem nochmals auf bad am 13. b. MtS. im Saale beS Gesellfchaftsveretns ftaitfinbenoe (Soucert zurück­zukommen

Wir haben bereits des Violinkünstlers Dengremont gebucht unb auf feine hohe Begabung hingewiescn unb können alles nur micbeitoien; benn in sämmtlichen Berichten, bte wir tn Fachblättern über ben genial-n Geiger gelesen haben, herrscht einstimmiges, ungeteiltes Lob, überall rühmt man feinen großen eblen Ton, feinen herzgewinnenben Vortrag, sein von echtem Feuer burchbruvgeves Spiel, seine durch­geistigte Auffassungswe'se unb bte hinreißenbe, hsrzgewinnrnbe Wiedergabe b:r Werke unserer besten Meister.

Wo solche Factoren zusammmwirken, darf man schon mit hohen Erwariungen bem bevorstehenden Concertabend entgegensetzen unb um so mehr noch, da batz Pro­gramm burch bie Mitwirkung zweier ebenfalls namhafter Kunstgrößen e'ne gebirgenc Abwechslung bieten wirb.

Wenn wir uns bies n letzteren zuwenden, so finden wir für den vocalen Theik in Frau Johanna Wegner, geb. Preßler, eine bewährte Altistin, bte die felteien unb vortrefflichen Eigenschaften: sympathische, wohllautende, umfangre'che St mme, seelenvollen Vortrag unb geniale Schulung tn sich vereint. Die Sängerin steht ber bet unseren Musikfreunden bekannten und beliebten ausgezeichneten Concertsängerin Fräulein Hermtne Spieß tn kttner Weis« nach, be thre Stimme zu den schönsten unb vornehmsten gehört, brnen man tm Concertsaal begegnet. Gerabezu erstaunlich ist ber Klang ber erzenen Tiefe. Da ist jeder Ton fest wie Metall; unb habet daS edle Maßhalten, bie natrüliche Scheu vor jeglicher llebertretbung unb bie Anmuth, mit ber Frau W. vor ben Hörer h-ntritt, alles muß von vornherein für sie einnehm n.

Der dritte Gast, den wir in bem Concert begrüßen werb.n, ist ber Hofptantst Herr Paul Eckboff, ein Schüler Scharwenka's unb Franz LtSzt'S, ber am 20. September 1883 tn feines Meisters 2. Clavier-Coacerte fein Können so trefflich boFumentirte, baß letzterer bemerkte, er selbst würbe sein Werk nicht besser spielen. Auffassung unb Anschlag sinb vorzüglich unb bie Technik so meisterhaft, wie sie wohl selten gehört werden dürfte. Herr Eckhoff gilt allgemein für einen Pianisten ersten Ranges, ber als würbiger Interpret Ehopin's, Schumann's und Liszt's von ben be- bcutenbften musikalischen Ko yphäen gerühmt wirb.

Daher wollen wir nicht versäumen, unsere Concertbesucher nochmals ganz be- sonberS auf daS Concert aufmerksam zu machen.

vermischtes.

AuS Oberhessen. Das Großherzogthum Hessen hat 413 evangel sche Pfarr­stellen (215 tn Oberhtssen. 138 1n Starkenburg unb 90 in Rheinhessen). Bes tzt sind 361 Pfarrstellen: 169 tn Oderh-ffen, 116 in Starkenburg unb 76 tn Rheinhessen. Erledigt sinb 82 Stellen: 46 in Oberhtssen, 22 in Starkenburg und 14 in Rheinhessen. Kar keine Vakanz ist nur tm Dekanate Zwingenberg, je eine tn den Dekanaten Gießen, Darmstabt, Relnhcim unb Wöllstein; je zwei sinb tn ben Dekanat'» Rodhetm unb Worms, je drei tn den Dekanaten Friedberg, Offenbach, Mainz unb Oppenheim, je vier in ben Dekanaten Lauterbach, Eberstadt, Erbach unb Groß-Gerau, je fünf in ben Dekanaten AlSfelb, Grünberg, Groß-Umstabt und Alzey, je sechs in den Dekanaten Büdingen unb Nidda, je sieben in den Dekanaten Hungen unb Schotten.

9 Pfarrer sind über 80 Jahre alt, 33 zwischen 70 unb 80, 76 zwischen 60 unb 70, 85 zwischen 50 unb 60, 88 zwischen 40 unb 50, 59 zwischen 30 unb 49 Jahre alt. 11 stvb jünger als 39 Jabre. 361 zusammen, wie oben bie Zahl ber bes tzien Pfarr­stellen. Pfarrvikare unb Pfarrorrwalter sind 22 tm Dienst ber Kirch.', wovon bie größere Zahl auf Oberhtssen kommt, sodaß das Mißverhältniß, welches zwischen dieser Provinz und den beiden anderen in ber Zahl ber erledigten Stellen besteht, etwas aus­geglichen wird.