Ausgabe 
11.12.1884
 
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> der Wahlresorm- M in welcher lbinetssrage stellte, gelehnt.

General Briere . dis auf weitere eiben.

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dcs AlichltzholS in l ist heute üiitünbtl erhobenen Summen Inifter, die Mudtri, f« der Staatsschuld ) verantwortlich Hk lenfaffe abgeführten lich ju erklären, ist

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Die Zahl der vorhandenen Mltprediger-, Diakonats- und HilfSpredlgerstellen in den Provinzen Oberheffen und Starkenburg (In Rheinhessen gibt eS solche Stellen überhaupt nicht) beträgt 31 (14 in Oberhrssen und 17 In Starkenburg). Hiervon find nur noch 2 besetzt (eine In Darmstadt und duj.-nlge tn Groß-Gerau). Diese 29 Er­ledigungen zu den obigen 82 ergibt die Summe von 111.

Wie groß die Zahl derj'nigen Pfarrstellen Ist, deren Inhaber wegen hohen SlterS oder Krankh.lt dienstunfähig find und welche deshalb von Nachbargetfilich n oder $ taten versehen werden, kann der Eins nder nicht angeben, well fich dieselbe aus dem Handbuch von Dr. Linß nicht genau feststellen läßt- Dieselbe ist jchenfalls bet der sehr grohm Anzahl von alten Pfarrern keine geringe. Haben wir doch u ter den 361 Pfarrern 118, welche das 60. L'bensjahr überschritten haben, also nahezu ein Drsttil I

Die AlterSoertheilung zeigt überhaupt große Unregelmäßigkeiten. Wir haben fast so viel Pfarrer über 80 Jahre, wie solche unter 30. Zwischen 30 und 40 Jahren st h-n nur ungefähr 16pCt. während zwischen 40 und 50 Jahren über 24pCt., zwischen 50 und 60 Jahren gegen 24 p6t. zwischen 60 und 70 Jahren 21pCt, zwischen 70 und 80 Jab en gegen 10pEt. fich befinden.

E ne Folge dieser Unregelmäßigkeit ist der Umstand, daß Männer in ßrau-n Haaren, bte man in der ersten BesoldungSklasse vermuthen sollte, erst In der fünften oder sechsten ranglren. (N- H. V)

Mainz, 6 December. Seit einiger Zelt werden mit Mannschaften deS 87. Regiments Versuche über den Nährwerth verschiedener Conseroen angestcllt. Wahrend eines Zeitraumes von 13 Tagen müss n diese Mannschaften alle möglichen milttärtfdben Ueburgen ausfübren und erhalten In der Zeit olS Nab-ung hauptsächlich Kaff e, rrwiebock und Erbswurst, j.den vierten Tag dagegen die gewöhnliche Soldatenkost und eine Flasche Bier. Bei Beginn und Beendigung der Versuche werden bte Leute gewogen und gemeffen. Natü Ich werden bte Versuche nur m t solchen Leuten Borger ommen, welche sich freiwillig dazu melden, ebenso find Vorkehrungen getroff n, welche verhindern, daß die Mannschaften während der Versuchspertode andere Nahrung ae,<6e^Qnfter bei Lick, 5. Dcc. Gestern Morgen fiel dahier In Folge d-S heftigen Sturmes der größte Theil einer dem AndreaS Damm gehörigen Scheuer zusammen.

Stockhausen. 5 December. Heute tn früher Morgenstunde brach In der Hofrasthe des Herrn Bingmann Feuer aus und wurden von dem entfesselten Element ein Haus und eine Schauer In Asche gelegt.

Uebermäß.ge Verdunkelung der Wohnzimmer w rd, wie uns scheint, nicht mst Unrecht, als eine her vielen Ursachen an zunehmender Nervosität zumal derFraukN unb Mädchen, die hier so Diele Tagesstunden zubringen imJournal d -vyglen- gerügt Durch dtchte Vorhänge werben die Zimmer von früh bis spät in ©alDbUBM aebalten unb weder den woblthättaen Sonnenstrahlen, noch der frischen Luft hinläng­licher Zugang verstauet. Man dämpfe jene nach Bedürfniß durch Jalousien u. berg!., sperre "aber nicht alles Licht ängstlich ab und lasse lieber die Teppiche und Möbelstoffe etwas bleichen, als die Wangen der Bewohner alle Farbe verlieren. Auch die Augen werden so allmälig krankhaft lichffcheu.

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Zum bevorstehenden Weihnachtüfeste

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Wien, 9. Dccember. Aus Anlaß des Unterliegens eines Antisemiten bei einer DereinSwahl begingen in der Uwv.'rsität antisemitische Studenten arge Excesse. Mit Stöcken übe, fi len sie ihre ISraelstischen Collegen unb die Balgerei ergriff bald weitere Kreise. ES kamen mehrfach ernste Verwundungen vor. Die Polizei Ist nicht em- geschritten. (S- »)

- sAuch eine Auszeichnung) DieWestfälische Post" in Hagen schreibt: .Dies'r Taae wurde dem Besitzer unv R bccleur derWests. Post", Fritz Hammer die erfreuliche M.tthetlung von ferner durch den Herrn Bürgermeister erfolgten Ernennung zum Pumper an der städtisch m Spritze Nr. 3 gemacht, wobei ihm zugleich daS Blech­schild an der Strippe und b-c Statuten ordnungsmäßig überretett wurden. Unsere L-ser werden in diefer Einreihung des Verlegers derWests. Post" in daS städtische Loschcorps wohl mit unS einen thatsächlichen Beweis dafür erblicken, daß unsere Artikel lieber Feueriösch- und RettungSwesen" auch höheren OrtS nicht ohne Anerkennung geblieben sind." Wer lacht da?

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Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Diejeniqen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abaeschafft haben, wollen dies spätestens bis zum 31. December d. entweder schriftlich oder mündlich in Sclbstperson bei der unterzeichneten Stelle anzergen, indem sonst die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgaben auch im folgenden Jahre und solange sortdauert, als diese Anzeige versäumt wird.

Gießen, den 9. December 1884.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm.

Brechen u. Anfahren von Steinen zur Straßenunterhaltung.

Tas Brechen und Anfahren der zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirke Gießen erforderlichen Steine soll an nachbenannten Tagen und Orten versteigert werden:

Freitag den 12. December,

Vormittags 9 Uhr, zu Gießen, im Bramm'schen Wirthtzlocale, für die Straßen von Gießen bis Klein-Lmden, von Gießen gegen Nodheim, von Gießen über Lollar bis zur Preußischen Grenze, von Gießen über Reiskirchen bis gegen Lindenstruth und von Gießen über Lich gegen Langsdorf, aus den Basalt­brüchen im Gießener Stadtwalde, im Steinbacher Felde, bei Langsdorf, bei Staufenberg und bei Reiskirchen (bei beiden letzteren Brüchen nur das An­fahren).

Montag den 13 December,

Mittags 1 Uhr, zu Kirch-GönS im I. Bach - schen WirthSloeale, für die Straßen von Klein-Linden bis Butz­bach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar bis zur Preußischen Grenze, aus den Kalksteinbrüchen bei Groß- Linden, Lang-Göns und Pohl-Göns, sowie den Vasaltbrüchen bei Holzheim und Gambach. ,

Gießen, den 8. Decemver 1884. Großh. Kreisbauamt Gießen.

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Junge Eber und Sauen

der großen Yorkshire-Nace, aus einer re- nomntirten Zucht stammend, versendet preiswürdig .

Hofgut Friedeihaufen, 8148 ' Post Lollar.

Aufgebot.

Die Erbschaft der am 24. No­vember 1882 verstorbenen Konrad Käß Wittwe von Allendors an der Lumda ist von deren nächsten Erben ausgeschlagen worden, es er­geht daher an deren weitere, dem Ge­richte unbekannte Erben die Auffor­derung, ihre Erbansprüche spätestens im Aufgabetermine

Donnerstag d. 5. Februar 1885,

Morgens 11 Uhr, dahier gellend zu machen, als sonst Ausschlagung der Erbschaft unterstellt und der Nachlaß dem Fiskus über­wiesen würde. Zugleich ergeht an alle Personen, welche Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, die Auf­forderung, dieselben binnen 14 Tagen dahier anzumelden, als sonst sie bei Negulirung des Nachlasses nicht be­rücksichtigt würden.

Gießen, den o. December 1884. Großherzogliches Amtsgericht Gießen.

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L. sperr, Neuen Baue 12.

Fortsetzung

der Versteigerung in der Schneidsr'schen Wirth- schaft, Sclterswea 35

Donnerstag den 11. December, Nachmittags 2 Uhr

und kommen hierbei insbesondere zum Ausgebot:

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