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W, perl. April M bonnensttaße 25.
Nr. 290 Donnerstag den 11. December 1881
Kießener Anzeiger
Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gieße».
PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.
Gießen, den 8. December 1884.
Betreffend: Die Verminderung der Sperlinge.
Bureau: Schulstraße 7.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Groß herzoglich en Bürgermeistereien des Kreises.
Nachdem man sich in der Sitzung des landw'.rthschastlichen Lokalvereins Gießen vom 3. l. M. einstimmig für die Ergreifung von Maßregeln zur Verminderung der Sperlinge ausgesprochen hat, empfehlen wir Ihnen, insoweit in Ihren Gemeinden ein Bedürfniß hierzu vorliegt, das Erforderliche anzuordnen, namentlich wann Schneefall eingetreten sein wird. In den tneisten Gemeinden sind die nöthigen Mittel zu diesem Zwecke in den Voranschlägen vorgesehen worden; eventuell könnte es in den Voranschlägen für 1885/86 noch geschehen.
Indem wir im Uebrigen auf unser Ausschreiben vom 8. December v. I., Anzeiger Nr. 288 und vom 18. Februar l. ,J - ^lMtger Nr. 43, Bezug nehmen, wiederholen wir, daß wir das Schießen von Sperlingen nur ganz zuverlässigen Personen gestatten werden und daß wir hierüber ^zhrer besonderen Vorlage entgegen sehen. , , „ , r r .
Ende Februar k. I. wollen Sie berichten, was geschehen ist und eintretenden Falles, wie viels Sperlinge in Ihren Gemeinden vernichtet worden stnd.
Dr. Boekütann.
' Anzeigen,
Mädchen, in oUtn Mahren, welches (in censchule besucht bot,
Sticken, Maschinen: Mamachen u.s.n>. uch Buchführung wr; Stelle, am liebsten in
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Politische U-b-rficht.
Gieße«, 10. December.
Das Stärkeverhältniß der einzelnen Fraktionen im Reichstage stellt sich nunmehr nach dem officiellen Verzeichniß der Mitglieder wie folgt heraus: Die Deutschconservativen zählen 75 Mitglieder (und 1 Hospitanten), die deutsche Neichöpartei zählt 28 Mitglieder, die Centrums-Fraktion 109 Mitglieder (mit Einschluß der 10 welsischen Hospitanten), die Fraktion der Polen 16 Mitglieder, die nationalliberale Fraktion 50 Mitglieder, die deutschsreisinnige 61 Mitglieder (und 1 Hospitanten), die Volkspartei 7 Mitglieder, die Socialdemokraten 22 Mitglieder. Zu keiner Fraktion gehören die 15 Elsässer, ferner die Abgg. v. Bertram, Graf v. Hacke, Frhr. v. Hornstein, Junggreen (Däne), Frhr. Langwerth v. Simmern, Lenzmann, v. Wedell-Piesdors, Sander. Erledigt sind noch 4 Mandate.
Die Stellung Bayerns und Württembergs gegenüber dem Reichspostsparkassen-Gesetzentwurf unterliegt zur Zeit in Hinblick auf die postalischen Reservatrechte beider Staaten einer lebhaften Erörterung in der Presse. Was nun speciell die Stellung Württembergs anbelangt, so liegen jetzt die Be- schlüsse der zweiten württembergischen Kammer vor, welche dahin lauten, daß dieselbe gegen die Zustimmung zu dem amendirten Reichs-Gesetzentwurf nichts einzuwenden habe, wenn die Post-Reservatrechte Württembergs gewahrt würden. Staatsminister v. Mittnacht gab eine dementsprechende Erklärung ab und fügte hinzu, daß sich die württembergische Regierung außerdem die Unterstellung der betr. Beamten unter die eigene Postverwaltung vorbehalte. Neben diesen (Sau* telen will sich Württemberg sein Zustimmungsrecht auch bei allen ferneren Stadien des Gesetzentwurfes über die Postsparkassen reserviren. Die Zustimmung der württembergischen Regierung zu letzterem ist also eine sehr bedingte und bezüglich Bayerns läßt sich wohl dasselbe behaupten. Wie die Vorbehalte Bayerns und Württembergs Seitens des Bunvesrathes motivirt werden, bleibt
abzuwarten.
Der Vorstand der Centrums-Fraktion läßt die Nachricht dementiren, daß die Fraktion beschlossen habe, das Eintreten für die Einführung der oblioatorischen Innungen abzulehnen. Die Angelegenheit der obligatorischen Innungen, welche sich zur Vorbereitung von Vorschlägen in den Händen einzelner Mitglieder der CentrumS-Fraktion befinde, habe bisher zu keinerlei Stellungnahme oder Beschlußfassung Anlaß gegeben. Die „Conserv. Corresp." bemerkt zu der Frage, vor Einführung des Jnnungszwanges müßten die Innungen ein ausreichendes Maß von werthvollen Rechten erhalten. Die nächste Aufgabe sei also, den Innungen diese Rechte zu verschaffen, in diesem Sinne sei manches Neue bereits in Vorbereitung und werde ohne Zweifel die Zustimmung des Reichstages finden. , m
Aus Oesterreich verlautet von einem wunderbaren Pakt zwischen Magyaren und Czechen. Der bekannte Czechenführer Dr. Rieger hatte während der letzten Delegations-Session in Pesih Besprechungen mit den leitenden ungarischen Politikern, durch welche die Ungarn bewogen werden sollten, dem geplanten staatsrechtlichen Ausgleiche zwischen der Krone und den Czechen keine Hindernisse in den Weg zu legen. Dr. Rieger hat nun, wie es heißt, von ungarischer Seite die Versicherung erhalten, daß sich Ungarn in die gedachte österreichische Angelegenheit nicht einmifchen werde, wenn die Czechen dagegen die Kroaten in deren Forderungen gegen die ungarische Krone nicht unterstützten. Außerdem soll festgestellt worden sein, daß die Czechen an dem Dualismus uicht rütteln werden und daß die Einheit des österreichischen Staatswesens Ungarn gegenüber keine Aenderung erfahren wird. So lange die Czechen diese zwei Bedingungen halten, wollen sich die Ungarn in den geplanten czechnchen Ausgleich nicht einmischen. Ob diese czecho - magyarische Abmachung praktisch in Kraft treten wird, ist freilich sehr zu bezweifeln.
Die wirthschastliche Krisis in Paris scheint den Keim ernster Gefahren in sich zu bergen. Jm Saale Favier fand am Sonntag eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von arbeitslosen Arbeitern statt; Verhand- lunaen verliefen äußerst stürmisch, auch kam es im Saale zu Dhatlichkerten. Das Weggehen der Theilnehmer aus dem Saale erfolgte aber ohne reden Zwischenfall und auf der Straße kam in Folge der energischen Auftretens der
Polizei keinerlei Kundgebung vor. Man schätzt die Zahl der beschäftigungslosen Pariser Arbeiter der verschiedenen Branchen auf 15 bis 20,000 und man kann sich denken, wie gefährlich eine solche, zudem von gewissenlosen Agitatoren verhetzte Masse unter Umständen der bestehenden Ordnung zu werden droht.
Die englische Politik versteht es meisterhaft, Über jene Partien ihres Programms, um die es zweifelhaft bestellt ist, ein undurchdringliches Gewebe von Unklarheiten, Widersprüchen und Entstellungen auszubreiten. So verfährt sie in Egypten, so im Sudan, so' neuerdings auch in Südafrika. Werden die in das Betschuana-Land eingedrungenen Boern der englischen Expedition unter General Darren gutwillig weichen? Werden sie vielleicht mit der Cap-Regierung ein Compromiß schließen? Oder aber — werden sie es auf's Aeußerste ankommen lassen? Das Alles sind Fragen, auf welche man keine Antwort, wenigstens feine befriedigende, erhält. Der Telegraph meldet bald dies, bald jenes; es ist eine fortwährende Auf- und Abwiegelei, Angesichts welcher sich die Vermuthung mehr und mehr aufdrängt, daß man an maßgeben- bet'Stells in London die Situation absichtlich verwirren will, um das Urthell der öffentlichen Meinung bezüglich der südafrikanischen Vorgänge im Dunkeln tappen zu lassen. Eine solche Taktik zeugt eben nicht sonderlich von dem moralischen Muthe des Cabinets Gladstone und läßt auf einen Mangel an Selbstvertrauen bei den Trägern des herrschenden Systems in England schließen, welcher für die Zukunft nichts Gutes verheißt. Die einander diametral ent* gegenstehenden Versionen über das Boern-Meeting in Root Grond, welchem der Premierminister der Cap-Regierung, Mr. Upington, beiwohnte und nach dessen Bericht sich die Boern einmal für die Annexion an das Capland ausgesprochen haben sollen, während nach einer andern Darstellung Herr Upington das pro* voeatorische Gebühren der „Freibeuter" geradezu gebilligt hätte, müssen in den Augen unbefangener Leser einen starken Argwohn gegen die englische Politik in Südafrika erwecken. Jedenfalls kann durch solche Mystificationen die kritische Lage in jenen fernen Gegenden nur sehr unvollkommen maskirt werden.
Darmstadt, 9. December. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben
Allergnädigst geruht: , m ,
Am 25. November Sr. Durchl. dem Fürsten zu Solms-Braunfels das Großkreuz des Verdienst-Ordens Phllipps des Großmüthigen zu verleihen.
— Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht:
Am 1. December den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Reinheim, Dr. Heinrich Schneider, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Darmstadt H, den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Wald-Michelbach, Hugo v. Grolman, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Reinheim, den Gerichtsaccessisten Her. mann Geilfus in Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß- Umstadt, den Gerichtsaccessisten Hermann Sandmann in Friedberg zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Wald-Michelbach,
am 2. December den Gerichtsaccessisten Dr. Güngerich iw Darmstadt zum Staatsanwalt bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg,
am 3. December den Gerichtsaccessisten Friedrich Dahlmann in Alzey zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Alzey und den Gerichtsaccessisten Dr. Heinrich Schmidt in Worms zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte
Worms zu ernennen. r , m £ .
Darmstadt, 6. December. (Aus dem Staatsbudgets Bei der großen Ueber- zahl der Oberförsterstet len gegenüber den Forstmeisterstellen können nur wenige Oberförster eine Fmstmeisterstelle erhalten. Um die nicht avanc.renden Oberförster hierfür zu entschädigen, sollen diejenigen Oberförster, welche seit ihrer dekretmäßigen Anstellung 20 und mehr Dienstjahre haben, insofern und insolange st- noch nAt in ver 1. GehaltSklasse sich befinden, eine jährliche Zulage von 200 erhalten. Biese Zulage soll höchstens an 20 Oberförster verliehen werden.
— Der vorgesehenen Gesamwtausgabe für das Erbschaftssteueramt im Betrage von 10,800 JL steht die Ersparnitz gegenüber, welche durch den Wegfall der Vergütung von Gebühren an die Controleure bei den Amisgerrwien (2 pCt. der überwiesenen Steuersummen) eintritt. Diese Gebühren Haden im Durchschnitt der letzten 6 Jahre etwa 8400 JL per Jahr betragen. t ,
— Behufs vorschriftsmäßiger Ausübung der Reichssteuerkonirole, insbesondere der TadakfieuerkorttoU ist die Anst.llung von zwei weiteren Lteuer- Controleuren erforderlich. Alljährlich findet im Großherzogthum auf einem Areal von circa 100,000 Aren TabakSbau statt, welcher die Anwendung etmr spec,ellen com- plicirteu Conttole bedingt. Letztere Hst sich auf die Anpflanzung selbst, auf Xaiat>oft


