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machte«et be,r dürg-rm-isterwahl In demDSrfchenB. bei Nidda ma^ie em Wähler folgende Bemerkung: Wir wählen den alten Rüraermeifter niLL wieder, denn er hat die Gemeinde unnöthig um Geld gebracht Da bat er vor 2 ^abren gemacht"! argeschafft und hat bis heute noch keinen Gebrauch uan deMben

Weimmn^"bat°i>'em ^°-?^°!?"iernehmer der elektrischen Bahn, Herr

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notorisch die Ursache vieler merkwürdigen optischen Phänomene, z. B. der Nebensonne " '!SwÄ,t.»i,< w»Jj iT-

anfammeln das Sonnenlicht noch so spät nach Sonnenuntergang und so s.üh vor Sonnenaufgang i'fl-ctirt bSttw,^ vorliegenden °i-l zahlreicheren und

ausaedednter n Beobachtungen läßt aber erkennen, baß man es nicht m.t ben opnsche« Mukuna"n solchen meteorischen Staubes zu thun hat. Solche Wirkungen hätten nahezu Me,ch»ilia übe? große Str.cken der Erdoberfläche erkennbar werben wüffen, während ÄntVbem Sühnten der in R<de stehenden Dämmerunaserfchetnunsen an ver- ?*?pKn.>n 9?nSten der Erdodrrfläche ein deutliches Gesetz der Folge sich erkennen ließ mhbifflar Allaemetnen in solchem Sinne, daß man setzt unzweifelhaft die mächtigere vulkanische« Phänomene in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra als ba& Ut,a*l&mbe? MVw*ÖtTe8aennben Berichten aus sämmtlichen Erdtheilen und nach ben Auszeichnungen verschteb.ner deutscher Schiffe, welche bereits norl unserer Seewarte veröffentlicht worden sind, ergibt sich mit Sicherheit zunächst Folgendes.

veroffenmwr o i » ganz scharf charaktensirte Phänomen ungewöhnlich

ausgedehnter, andauernder und intensiv gefärbter Dämmerungen ist im Laufe des Labres 1883 an keiner Stelle der Srdoberfläch« vor dem Tage d-r vorerwähnten gewaltigen Eruption von Krakatoa (am 26. und 27. August) beobachtet wocden.

gewcul g ^as Phänomen ist im Allgemeinen nach diesem Zeitpunkte um so früher beobachtet worden, je geringer die Entfernung des Beobachtungsortes vom Schauplatze jener Geschwindigkeit der Ausbreitung des Phänomens ist dabet eine derartige gewesen, daß sie tn keiner Weise durch die gewöhnlichen, der meteorologischen Forschung unterliegenden Lustftrömungen, über deren Regionen jene Theilchen weit hinaus ges ttttben worden sind erklärt werben kann; vielmehr liegt jene Geschwindigkeit weit über den größten Windgeschwindigkeiten nach der Sette derjenigen Geschwindigkeiten hin» welche die nemre Gastheorie den einzelnen Gasmolekülen zuntheilt und welche sich der Geschwindigkrit der Fortpflanzung der Schallbewegung nähert.

4) Während in einigen Fällen, besonders an dcn dem Schauplatze der Katastrophe näheren Orten, aus den Details der Beobachtungen nicht mit Sicherheit entschieden werden kann, ob die Dämmerungsphänomene auch nach ihrer Ausdehnung und Dauer für den Sitz der Ursache der optischen Erscheinungen in sehr hohen Luftschichten sprechen- ist in anderen zahlreicheren Fällen mit einiger Sicherheit zu schließen, daß die das Sonnenlicht so andauernd und so intensiv reflecttrenden materiellen Theilchen sich tn Höhen von mehr als 60 Kilometern, vielleicht tn Höhen von einigen 100 Kilometern Über der Erdobetfläche befunden haben, also in Regwnrn, tn welche man früher nach den gewöhnlichen Dämmerungs-Erscheinungen bte äußersten Grenzen der Atmosphäre setzte, in welchen sich aber nach den beim Aufleuchten und Verschwinden der Stern­schnuppen gemachten Messungen, wenngleich in großer Verdünnung, noch zahlreiche Gasmolrküle befinden, die durch ihre kinetischen Geschwindigkeiten dem mit noch größeren Geschwindigkeit erfolgenden Eindringen der Sternschnuppen (Meteorkörperchen) so- großen Widerstand entgegensetzen, daß dadurch sehr hohe Temperaturen hervorgerufen und letztere Körperchen meistens gänzlich zerstiebt werden. _

5) Auch die Analogie früherer Fälle des Vorkommens von so ungewöhnlichen Dämmerungsphänomenen spricht dafür, daß bte bet vulkanischen Eruptionen erfolgte Ausschleuderung teinft vertheilter Massen b-s tn sehr hohe Schichten der Atmosphäre das ursächliche Moment btldet; denn ganz ähnliche Wahrnehmungen sind unter anderen tn den Jahren 1831 und 1731 nach vulkanischen Eruptionen unterseeischen Ursprungs, die im Mittelländischen Meere stattgefunden hatten, tn Europa gemacht worden

Von dem oben erwähnten Ausbreitungsgcsetze finden allerdings im weiterem Verlaufe der Erscheinung einige Ausnahmen statt, welche darauf hindeuten, daß die Geschwindigkeit der Ausbreitung jener, von dcn mächtigen Explosiv-Kräften überhitzter Dümpfmassen zerkleinerten und in große Höhen emporgeschleuderten Theilchen nach verschiedenen Richtungen hin etwas verschieden und am stärksten in den ersten Tagen nach der Katastrophe gewesen ist, während die Ausbreitung tn den späteren Wochen langsamer und ungleichartiger erfolgt ist, vielleicht unter dem Zusammenwirken der ursprünglichen Geschwindigkeiten und Richtungen mit den kinetischen Geschwindigkeiten tn den obersten Luftschichten, sowie mit den Anziehungen der Erde, des Mondes und der Sonne. Eine genauere Verfolgung solcher Phänomene unter sorgfältiger Maß- besttmmung ihres örtlichen und zeitlichen Verlaufes scheint in Verbindung mit den Sternschnuppenphänomenen dazu bestimmt, uns sehr erhebliche Aufschlüsse über die Zustände in den höchsten Schichten der Atmosphäre zu geben, welche sich sonst der unmittelbaren Beobachtung entziehen. Lynceus (in derNat.-Ztg.").

Lokales.

Gießen, 9. Januar. (Theaters Fern von allem Raffinement führt uns der Verschwender" vonFerd. Raimund Personen und Situationen in einfach schlichter Weise vor und berührt sympathisch die Gemüther durch eine ernste, sittliche Lcbens- anschauung. Aber weder der gesunde und tüchtige Sinn, noch der poetische Schimmer, mit dem Raimund durch ganz eigenartige Einwebung märchenhafter Elemente, ja selbst allegorischer Züge und Figuren seine dem wirklichen Leben entnommenen Bilder zu umkleiden we>ß, alle Schärfe und Klarheit in der Zeichnung der Hauptfiguren ver­möchten auf unser heutiges, an stärker gewürzte Kost gewöhntes Publikum keine . besondere Anziehungskraft mehr auszuüben, wenn nicht andere Factoren, wie hier das Benefiz eines beliebten Schauspielers, hinzuireten. Das Haus war in allen Thetlcn ßefüüt.

Unter d-r langen Reihe von Personen, die der Theaterzettel auszählt, sind nur wenige für den Gang der Handlung von wesentlicher Bedeutung; es sind: Cheristane- Azur, Flottwell, Rosa und der Kammerdiener Wolf; alle übrigen find Nebenfiguren, und es sei gleich von vornherein bemerkt, daß dieselben im Allgemeinen befriedigend^ zum Theil sogar, wie der Chevalier Dumont (Herr PeterS) undDas alte Weib" (Frau Bred e), gut dargestellt waren. Fräuletn Kohrsen I. erfreute alsChsrtstone" durch anmuihige Erscheinung, und Herr Schreiner brachte das räthselhafte Wesen ^Azur- angemessen zur Erscheinung. Von diesen beiden Vertretern der übersinnliche Welt hob sich vor Allem die realistische Gestalt des Valentins (Herr Voigt) mit wirkungsvollster Deutlichkeit ab. SeinemHobelliede" konnten wir nicht mehr bei» wohnen. Seine Geliebte rmd spätere Gattin Rosa wurde von Fräulein Hoffmann S ebenbürtiger Weise verkörpert. Der Kammerdiener Wolf, der sich durch Betrug zum Reichthum emporschwingt, aber unter den Qualen des bösen Gewissens seines Glückes SSUfk ds vermag, fand durch Herrn Rick eit gediegene Darstellung. Der' Stä^eLbJ,e§R@nÜcfe8 toirb^ Do" £e?rn Schönwasser gegeben, der sich bemühte, beiden Phasen seines Aufiretens zu martiren.

SDen österreichischen Volksdiglect hatte Niemand inne; die Chöre gingen herzlich schwach. , Gießen, 10. Januar. (BülowsConcerti Der Rilletverkaus bat ffck fo- Ftä^fta?^ 17< bem Aage des Abschlusses des Vorverkaufs, fammts

JJ1f « Werden. Der Preis ist übrigens im Hinblick auf andere 10* und ein G-ll-riepiatz 3 Jt

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Bersin, 7. Ja Nachmittag kurz nach mit ihren Dampf- uni ganger-linier den Linde

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegv. Eorrespondem-BrsLearr.

Berlin, 9. Januar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in zweiter Lesung dis Dorlaae betreffend den Erwerb der Oberschlesischen Eisenbahn, der Schweidnitz-Frei- burger und der Rechtm Oderufer-, der Altona-Kieler, der Posm-Kreuzburger und des Livve'schen TheilS der Hannover-Mindener Bahn, nach den Commtsstonsanttägen. Im Lause der Debatte wurde seitens der Regierung erklärt, sie werde von dem ihr durch die Verstaattlchung der Freiburger Bahn zustehenden Recht, bte Bahn Potsdam-Colberg au erwerben, keinen Gebrauch machen. Eine Bahnverbindung zwischen Swinemünde und Wollin'sei projcktirt und de Vorarbeiten hierzu im Gange. D«e von den Privat­bahnen übernommenen Credite werde die Regierung nicht weiter, als das Bedürfniß es erfordere, tn Anspruch nehmen und über den Rest nur mit Genehmigung des Land­tags verfügen. Die Vorlage über die communale Besteuerung der Bahnen werde dem Landtage in kürzester Zeit zugchen. Der Antrag Strombeck's, die Kündigung der Prioritätsanlehm der verstaatlichten Bahnen durch ein Gesetz, anstatt, wie die Vorlage will, durch den Fiaanzmintster erfolgen zu lassen, wurde von Windtherst unterstützt, vom Hause aber abgelehnt. _ a . n . .

Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Landgüterordnung und Jagd- ordnuna.

Paris, 9. Januar. Eine Depesche des Admirals Courbet aus Hayphong vom 31. Decemder v. I. sagt: Nach genauen Ermittelungen verlor der Feind bet der Ein­nahme von Sontay 400 Todte und 600 Verwundete; unter ben letzteren befinden sich der Führer derSchwarzen Flaggen" und sein Vertreter, unter den Gelödteten sind mehrere chinesische Officiere. Der Feind ließ in Sontay 89 Geschütze von Bronce oder Gußeiien, darunter 7 gezogene, sowie 400 Kilogramm Dynamit und 150,000 Ge­schosse zurück.

Paris, 9. Januar. Das Gerücht von der Erkrankung Grövy's ist unbegründet; Gr^vy empfing heute Brisson.

London, 0. Januar. DieTimes" bringt über Hongkong Nachrichten aus Haiphong vom 5. d. Mts., wonach bereits General Bichot Sontay mit 1000 Mann besetzt hält; Courbet befindet sich in Hanoi. Die Umgegend von Sontay ist vom Feinde geräumt. Honghoa ist ebenfalls verlassen. Bei der Einnahme Sontay soll den Franzosen die Uneinigkeit der aus Annamiten mit schwarzen Flaggen bestehenden Garnison zu Statten gekommen sein. Die Gar­nison von Bacninh soll lediglich aus Chinesen bestehen.

Rom, 9. Januar. An dem Feftzuge nach dem Pantheon nahmen etwa 25,000 Personen mit 1500 Fahnen und 80 Mustkcapellen Theil. Die Spitze des Zuges bildeten die Muntcipalität, das Centralcomitö der Wallfahrer, Senatoren, Deputirte und Delegirte der italienischen Colonien; um 11 Uhr erreichte die Spitze des ZugeS daS Pantheon. Die K'rche ist schwarz braptrt unb mit Wachskerzen und Spirttusflammen erleuchtet. Das Grabmal Victor Emanuels umstehen Veteranen, unmittelbar vor demselben ist ein Grenadier aus der Zeit Karl Alberts postirt, an welchen der König heute früh einige wohlwollende Worte richtete. Der Zug bewegte sich langsam an dem Grabe vorbei, auf welches die hierzu erwählten Commissionen Kränze in allen Größen legten. Unter denselben ragen besonders ein prachtvoller Kranz des königlichen Hauses, sowie die Kränze der Stadt Rom unb der Territorialarmee durch ihre Schönheit hervor. Das Grabmal verschwindet ganz unter Blumenspenben. In der Kirche sind sämmt- liche Mitglieder der römischen Communal- unb Provinzialräthe, mit Ausnahme einiger klerikalen, sowie eine große Anzahl italienischer Bürgermeister anwesend. Während die Spitze des Zuges das Pantheon durch eine andere Pforte verläßt unb sich außerhalb besselben allmälig anflöft, sind bte Mitte des Zuges unb bte letzten Thetlnehmer noch im Anmarsche nach drm Pantheon.

Nom, 9. Januar. Nach ber Pantheonfeier wollte ein notorisch irrsinniges Jnbivtduum, den Obelisken erkletternd, das Volk haranguiren. Der Mann wurde ver­haftet und verwundete sich hierbei leicht mit einer Scheere. Die Ordnung war sonst musterhaft.

Hongkong, 9. Januar. Nach Nachrichten aus Hanoi vom 2. b. hat dort am 28 v. M. eine furchtbare Explosion stattgefunben. Zwei französische Batterien wurden fast ganz zerstört, ein Artillerist wurde getödtet unb 3 Artilleristen verwundet, in ben in ber Nähe bes Explosionsortes liegenden Häusern und Kasernen wurden große Ver­wüstungen angerichtet. Man glaubt, daß bte Explosion durch einen unglücklichen rru- fall heroorgerufen mürbe.

Zweitausend Annamiten griffen am 28. v. M. einen französischen Posten an, welcher von 50 Mann Marineinfanterie verthetdtgt wurde. Nach mehrstündigem Kampfe zog sich der Feind mit einem Verluste von 100 Tobten und Verwundeten zu­rück. Oberst Brtomal hat die aufständischen Banden tn der Provinz Namdtnh voll­ständig geschlagen.

Der TransportdampferMytho" ist in Haiphong eingetroffen.

Kairo, 9. Januar. Die telegraphische Verbindung mit Dongola unb Berber ist unterbrochen.

Gerüchtweise verlautet, Baker Pascha sei nach Kairo zurückberufen.

Newyork, 9. Januar. Morgen wirb für ben verstorbenen Dr. Eduard Lasker in bem hiesigen Ernanueliempel ein Trauergottesbtenft abgehalten, an bem sich alle hiesigen jüdischen Gemeinden beteiligen werden. Die Leichenrede wird von Karl Schurz gehalten.

Heber die ungewöhnlichen Dämmerungserscheinungen der letzten Monate.

V°n Mtt- Nov-mb-r an bis noch in die letzten Tage sind auch in Europa Abend- und Morgen-Dämmerungen von ungewöhnlicher Dauer, Jntenfivität und k-l-genttich Ä^^ö-^wise'n si" b<nen *" a $täi,Crn -d) in dieser Leitung sichen ^ch"inün^en^ausgestell?^worden* b-'-nd-ren Ursachen dieser ungewöhn-

3m Anfang, als man bte große Ausbreitung des Phänomens über die ganze zeitlichen Verlauf noch nicht kannte, auch die Dauer SLSS? f bfe,fcrklni^tl0e1 Dämmerungen nach Sonnenuntergang und vor bar^dmit Sicherheit zu berechnende Höhe ber in so un- mnr Sonnenlicht reflecttrenden Schichten noch nicht gehörig beachtet

!ar ^tnung gewesen, daß zur Erklärung der Erscheinung bte Annahme ^Ablvohnltchen Menge von solchen Eiskrystallen genüge, welche sich tn gewissen ^on sehr hohen Luftschichten in Folge meteorologischer Prozesse bilden und welche

M biejT* lotfinö* Äbe S? 6 Ähr- » *?**?

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«Mschen Politik schier unersetzbar, und Gladstone müßte mit Blindheit ge- ichlagen sein, wenn er diese gute Seele durch eine hinterhältige und verschlagene Politik zum Aeußersten, zur Abdankung, zwingen wollte.

Darmstadt, 9. Januar. Se. Königl. Hoheit der Grobherzog enwfin- oen heute den Oberst Becker, Commandeur des 1. Pommer'schen Ulanen-Neg:- ments Nr 4 aus Diedenhofen, den Königlich Großbritannischen Oberstlieutenant Delmv-Radcliffe, den Mr. Charles Delmö-Radcliffe, den Hosschneidermeister Tugend aus Mainz, den Professor Dr. Milbrand aus Gießen, den Regrerungs- rath v. Bechtold; zum Vortrag den Hosceremonienmeister v. Werner.

Darmstadt, 8. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: _

Am 7. Januar dem Bürgermeister der Bürgermetstere; Merlau, rm. Kreise Alsfeld, Georg Sartorius, 'ras Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für langjährige treue Dienste" und

am 8. Januar dem ordentlichen Professor in der medwmlschen ^akuuat der Landes-Universität Dr. Julius Milbrand das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.