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Lokal«».

, °- Bietzen, 1. Juli. [Sterbltditdt tn ©tefien.l Die 8°bl der TobeSsSll- 9 eibeJ Woche vom 22. bis 28. Juni wieder auf 10, von denen 8 bei Erwachsenen, 2 bet Kindern vorkamen. Eins dieser letzteren starb tm Alter von 7 Jahren an dm Folgen erlittener Mißhandlung, das andere im Alter von 3 Jahren, an Gehlrnent- zUndunq. Bei den erwachsenen Personen war Todesursache: Altersschwäche zweimal, U(6k 8lkn°enJlntiünbunfl' Bronchienentzündung, Bauchfellentzündung, ausgedehnte Brandwunden, Krebs je einmal.

gestrigen Referate über die Universitätsfeier in der Aula ist ein nterlaufen, welchen wir gütigst zu berichtigen bitten: Die theologische ©Jinhe nna" <sn&n * ü0 8^ud-ed- sondern vom Studenten der Theologie Edgar Du)u!ze aus Hamburg gelöst worden.

betreffend.

Dem Ersuchen Unserer getreuen Stände wegen thunlichster Beschleunigung der angeordneten Vorarbeiten zu einer Revision gedachter Bestimmungen werden Wir entsprechen. m r , .

§ 16. Die Herstellung von lithographirten Katasterkarten betreffend.

Dem Wunsche Unserer getreuen Stände wegen Vervielfältigung von Katasterkarten auf mechanischem Wege werden Wir thunlichst entsprechen lasten.

§ 17. Die Ertheilung von Pensionen und Unterstützungen an Gemeinde- Forstmarte und deren Hinterbliebene betreffend.

Wir haben Erhebungen darüber angeordnet, in welcher Weise dem Er­suchen Unserer getreuen Stände entsprochen werden kann.

§ 18. Die Wiederzutheilung der Gemeinden Rüddingshausen und Wei- tershain zu dem Bezirke des Amtsgerichts Grünberg betreffend.

Dem Wunsche Unserer getreuen Stände entsprechend, werden Wir den I Gegenstand bei vorkommender Gelegenheit in Erwägung ziehen lasten.

§ 19. Die Erhöhung der Straßen von Offenbach nach Bürgel und von Mühlheim nach Rumpenheim, sowie die Errichtung von Schutzdämmen gegen Ueberschwemmungen des Mains betreffend.

Wir haben Einleitung treffen lasten, daß dem Ersuchen wegen Erhöhung gedachter Straßen, soweit Mittel dazu disponibel sind, entsprochen werde und werden seiner Zeit das Ersuchen um Errichtung von Schutzdämmen in geeignete Erwägung ziehen lasten.

§ 20. Die Erbauung einer Staatsstraße von Unter - Absteinach über ! Oder-Absteinach bis auf die Kreidacher Höhe betreffend.

Wir werden diesen Gegenstand einer weiteren Prüfung unterwerfen lassen.

§ 21. Die Regulirung der Nidder, Nidva und Ufa betreffend.

Wir werden den Wünschen Unserer getreuen Stände Folge geben.

C. In Betreff derjenigen Gegenstände, hinsichtlich welcher Wir Unsere Entschließungen aus die im versaflungSmäßigen Wege Uns vorgelegten oder noch an Uns gelangenden Beschlüste der beiden ständischen Kammern in dem gegenwärtigen Landtagsabschied noch nicht verkündigen können, bemerken Wir im Allgemeinen, daß Wir die fraglichen Beschlüste in reifliche Erwägung ziehen und darauf nach Befund das Geeignete verfügen werden.

Indem Wir hiermit die gegenwärtige Ständeoersammlung schließen, blei­ben Wir Unseren Lieben und Getreuen den Ständen des Großherzogthums mit Landessürstlicher Huld und Gnade stets wohlgewogen.

Gegeben Schloß Fischbach, den 23. Juni 1884.

(L. S.) L udw i g.

Marburg, 30. Juni. Auf die am vergangenen Donnerstag an den Herrn Reichskanzler Fürsten B'.Smarck telegraphisch über sandte Resolution der im Saalbau stattaehabten Versammlung zur Besprechung der kolonialpolitischen Frage ist an den Vorsitzenden dieser Versammlung, Herrn L. Bücking, folgendes Antwortschreiben gestern Lingetroffm:

e A ,, Berlin, den 27. Juni 1884.

Es freut mich, aus dem Telegramm von heute zu ersehen, daß in Mar­burg, wenn es gilt, nationale Bestrebungen zu fördern, die Schranken der

Telegraphische Depeschen.

öolfP» trlegr. Eorresporrdrm-Brrrea«.

Ems, 1. Juli. Seine Majestät der Kaffer kehrte gestern 9Vr Uhr Abends auS Wiesbaden zurück. Heute früh setzte Allerhöchstderselde die Brunnenkur fort, er­schien auf der Promenade und nahm später die Vorträge des Hoimarschalls Grafen Perponcher und des Chefs des Mtlilärcabinets, General - Lieutenant von Llbedyll» entgegen.

Der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg - Schwerin trafen heute Nachmittag V/3 Uhr, von Wiesbaden kommend, hier ein und wurden am Bahn­höfe von Seiner Majestät dem Kaiser begrüßt und nach demRussischen Hof" geleitet, wo die (Nrostberzoglichen Herrschaften Absteigequartier genommen haben.

Berlin, 1. Juli. Der Geh. Regierungsratb Dr. Koch begibt sich unverzüglich nach Paris und demnächst nach Toulon, um feine Dienste zum Zwecke der Feststellung des Charakters der Epidemie zur Verfügung zu stellen nnd wettere Studien über die Natur der Seuche und ihre Fortpflanzung zu machen. Die Cholera-Commission hat ihre Arbeiten abgeschloffen, das Resultat derselben unterliegt der Berathuvg der Regierungen.

Dresden, 1. Juli. Der Kriegsminister, General der Kavallerie, v. Fabrice^ ist aus Anlaß seines heute stattfindenden 50jährigen Dienstjubiläums von dem König in den erblichen Grafenstand erhoben. Seine Majestät der Kaiser Wilhelm hat dem Jubilar mit einem Allerhöchsten Handschreiben den Schwarzen Adlerorden verliehen. Ihre Majestät die Kaiserin Augusta und Se. K. K. Hoheit der Kronprinz sprachen auf telegraphischem Wege Glückwünsche auS. Prinz Georg überreichte im Namen deS 12. Armeekorps einen Ehrenschild und einen Ehrendegen.

. - Dem Kriegtzminister von Fabrice gingen anläßlich seines 50jährigen Dienst-

subiläums von sämmtlichen deutschen Fürstlichkeiten und Heerführern Glückwünsche zu- Vormittags erschienen die Präsidenten dsr Etändrkammern, sowie die höchsten Staats-^ Militär- und Hof-Würdenträger zur Gratulation. Nachmittags findet zu Ehren deS Jubilars eine militärische Gala-Hoftafel statt.

no Ä Danzig, 1. Juli. Heute früh 8Vr Uhr lichteten fämmtliche hier vereinigten Kriegsschiffe die Anker und fuhren nach der Gedinger Bucht, wo im Laufe deS Vor­mittags ein Landunasmanöver, bei welchem auch die Kavallerie der Danziger Garnison Mitwirken soll, stattfinden wird. Ihre K. Hoheiten die Prinzen Wilhelm und Heinrich I wohnen auf der PanzerkorvetteHansa" dem Manöver bei.

r,, Bern, 1. Juli. Der Bundesratb hat umfassende Maßregeln gegen die Ein­schleppung der Cholera an den südlichen Grenzen angeordnet.

Kopenhagen, 1. Juli. Für alle aus französischen Häfen in dänischen Häfen einireffenden Provenienzen ist die Revisionsquaraniäne angeordnet worden.

öefommrn**^0*' 11 der vergangenen Nacht sind drei Cholerafälle vor-

Fraktionspolitik Mn Hinderniß einmütigen Zusammenschließens bilden. Aus zahlreich en ähnlichen mir zugegangenen Kundgebungen entnehme ich, haft die Restrebunaen der verbündeten Regierungen zur Förderung unserer überseeischen Verbindungen in allen Theilen cv^.®patbt^c

Aufnahme gefunden, die zu der Hoffnung berechtigt, daß wir Vmbus imiu unsere nationalen Aufgaben lösen werden. & Bismarck.

Krankreich.

ot.-ia 29 lunf Die über ble Cholera in Toulon verbreiteten amtlichen SD-Xnaiin melcbe oer Aa-nc- Havas zugegangen und von dieser an die BlSiter weüeraeäeden worden sind, ebenso die in den ministeriellen Blättern enthaltenen Meldungen sin" s°hr übertrieben, soweit sie die von den Behörden m Toulon und MarleMe ergriffenen Schutzmahregeln betreffen, Privatbries- aus beiden SlSdlen melden im Gegensätze hierzu, daß die getroffenen Bo,srchtsmoßregeln durchaus un- »ilänölidi sind, zumal die Desinficirung gewisser Strahen und Gebäude, die auch fffeben von der Cholerazesahr einen gesähilichen Krankheitsherd bilden, zu langsam betrieben"worden is^ Die ungesunden Coiernen, in denen die Marinesoldaten unttr. aebrackt wiren, sind erst sehr spät geräumt worden; drei Tage nachdem die Re- gierungsblätter die Räumung gemeldet hatten, war diese tn Wirklichkeit noch nicht kssnlat Die Einwohner von Toulon sind aufgebracht gegen die Pariser und Lyoner mlfitter welche die Martneverwaltung von der Verantwortlichkeit frei zu machen suchen. Die Verantwortlichkeit fällt unzweffelhaft auf diese Behörde zurück, da die Seuche durch eins der tn Cochinchina eingelaufenen Staotstransportschiffe etngeschleppt wordew itt Der Marinemintster hat nun, um die Verantwortlichkeit adzulenken, die Polemik veranlaßt, in welcher einerseits behauptet wurde, es handle sich nicht um die asiatische, sondern nur um eine sporadische Erscheinung der Cholera. Jeden^lls kann aber kem Zweifel darüber bestehen, daß tn Toulon tn den Casernen für dte Martne etne wahrhaft asiatische Unsauberkeit herrscht, dte in den heißcn Monaten für die Soldaten ebenso ekelerregend als von verderblicher Wirkung für den Gesundheitszustand tft. Der Anstand dieser Casernen tn einer Stadt wie Toulon, deren Gesundhettsverhaltmsse obnebtn so kläglich sind, würde allein genügend fein, eine schwere Verantwortlichkeit auf dte Leitung der Martne zu wälzen. Eine besonders gefährliche Ursache der Ver­breitung der Seuche wird bann tn dem Elend der armen Arbetterbevölkerung von Toulon zu suchen sein. Alle Fabriken, alle größeren Werke sind geschlossen worden; wie sollen nun aber dte Maßregeln der Gesundheilsbehörden auSgefübrt werden, wo ein großer Thetl der Bevölkerung nicht einmal etwas zu essen hat? Dte Stadlbehörde bat zur Unterstützung der Nothleivenden einen Credit von nur 10 000 Frs. eröffnet; nach Ablauf von einigen Tagen haben dagegen dte Ausgaben bereits 15 000 Frs. über­stiegen. Die Unterstützungskassen sind gänzlich leer, sodaß der Secretär derselben sich veranlaßt sah, seine Stelle freiwillig ntederzulegen. Erft tn den letzten Tagen hat man den-elben wieder zurückberufen. In Lyon hat der Gemeinderath 18000 Frs. zum 2weck der Schutzmaßregeln gegen dte Cholera bewilligt. Wie lächerlich gering tft aber diese Summe für eine so bevölkerte Stadt wie Lyon? So arm Toulon ist, ebenso reich tft Lyon. Hier tn Paris ist tm Gemeinderathe viel verhandelt worden, um die Bevölkerung zu beruh'gen. Geschehen Ist dagegen noch nichts, was einer Vorsichts- maßregel ähnlich sieht. Und doch, welch unselig günstigen Boden würde dte Seuche grade tn der Hauptstadt finden, wo es sogar an Quellwasser fehlt! Bekanntlich bildet das Waffer in erster Linie das Mittel zur Verbrettung des Choleragiftes. Unter dem Kaiserreiche wurde dte Hauptstadt durch die Wasserwerke von Vannes und La Dhuys mit immer frischem Wasser versorgt. Unter der neuen Republik dagegen hat man, als die vorhandenen Werke nicht mehr ausreichten, den Bedarf für die ganze Stadt zu liefern, das Quellwasser von Vannes und Dhuys zur Hälfte mit Seinewasser ver­mischt- Schlimmer jedoch ist das bisher tn einigen Stadtvierteln, besonders den neu» entstandenen zwischen dem Park von Monceau und den Festungswerken, gebräuchliche System der Reinigung und Abfuhr. Hier wird nämlich aller Unrath aus den Häusern einfach in den nächstgelegenen Abzugscanal geleert. Sollte in Paris die Cholera aus- brechen, so würde die genannte Art der Reinigung die schlimmsten Folgen nach sich ziehen, da ja ganze Stadtviertel durch den Auswurf weniger Häuser angesteckt werden könnten. Zu erwähnen ist hier, daß die verdammenswerthe Neuerung durchaus nicht von der Gesundbeitsbehörde gebilligt worden ist. Letztere hätte jedoch mit der größten Entschiedenheit Einspruch erheben müssen gegen solche gemeingefährliche Maßregeln und das Verhalten der genannten Behörde ist ein neuer Beweis für die Gleichgültigkeit, mit welcher hierzulande die wichtigsten Fragen behandelt werden.

9) Bewilligung des Betrags von 9000 JL zur Vollendung der Arbeiten behufs Beseitigung der aus Erdrutschungen bei Dienheim erwach­senden Gefahren. .

Wegen Verwendung der von Unseren getreuen Standen sur gedachte Zwecke bewilligten Mittel haben' Wir das Erforderliche angeordnet.

B. Wünsche und Anträge der Kammern.

§11. Anträge und Gesuche von Gemeinden und Lokal-Comitos wegen des Baues von Nebenbahnen.

Dem Wunsche Unserer getreuen Stände gemäß werden Wir die in Antrag gebrachten Nebenbahn-Projecte einer näheren Prüfung unterwerfen und über das Eraebniß derselben den Ständen Vorlage machen laffen.

§ 12. Die bei Berathung des Gesetzentwurfes über die Gewann- und Parzellenvermeffung oorgetragenen Wünsche betreffend.

Wir haben das Erforderliche angeordnet, daß dem Ersuchen Unserer ge­treuen Stände wegen Revision der Landeskultur-Gesetzgebung im Allgemeinen und des Consolidations-Gesetzes insbesondere, sowie wegen Anweisung an die Gerichte in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen bezüglich Wahrung von Eigenthumswechsel in den Mutations-Verzeichniffen bei Verkäufen gegen Baar­zahlung, soweit thunlich, entsprochen werde. ,

§ 13. Die Errichtung einer staatsjeitig garantirten allgemeinen Boden- Creditanstalt.

Wir werden in Erwägung ziehen, ob und auf welche Weise dem Ersuchen Unserer getreuen Stände entsprochen werden kann und haben zu diesem Behufe die Einleitung der erforderlichen Erhebungen angeordnet.

§ 14. Die Unterbringung verwahrloster Kinder betreffend.

Die von Unseren getreuen Ständen gestellten Ersuchen, gesetzliche Bestim­mungen über die Unterbringung verwahrloster Kinder zu erlaffen und in Be­tracht zu nehmen, ob sich die Einrichtung einer staatlichen Erziehungs- und Befferungsanstalt empfiehlt, werden Wir in Erwägung ziehen.

§ 15. Die Revision der Bestimmungen über die Gebäudeversicherung

n Errichtung einer Gestütsstation in Butzbach, , .

5) Veräußerung von entbehrlichem Landeseigenthum in oen Gemar- J kunaen Nierstein und Dienheim. , ,

Es «ar Uns angenehm, ° diese Propositionen bte Zustimmung Unserer getreuen Stände gesunden haben.

$ 1) Einführung der Gasbeleuchtung und der städtischen Wafferleitung in das Ständehaus, . a

Erbauung eines Kreisamtsgebaudes in Offenbach, Erbauung einer Gensd'armerie-Kaserne in Darmstadt, Ankauf von Gelände zur Erweiterung der Gemüsegärten der Landes- Irrenanstalt zu Heppenheim, den Anschluß des Provinzial-Arresthauses und des GesängmffeS zu Darmstadt an das städtische Wasserwerk daselbst, sowie der unter Verwaltung des Ministeriums des Innern und der Justiz stehenden Centralgebäude zu Friedberg und des Großh. Schlosses daselbst an die neue Wasserleitung der Stadt Friedberg,

Herstellung einer feuersicheren Treppe im Gesangniß zu Darmstadt, Verwendung der bei Neubauten und Vergrößerung verschiedener Haftlokale erzielten Ersparnisse zur Deckung der bei den Hastlokalen zu Alsfeld und Pfeddersheim entstehenden Mehrkosten, die Errichtung eines definitiven Stationsgebäudes im Bahnhof