Ausgabe 
31.5.1943
 
Einzelbild herunterladen

Zerstörer -er abendländischen Kultur.

Das Schuldkonto -er anglo-amerikanischen Lustgangster.

Berlin, 29. Mai. Der stellvertretende britische Ministerpräsident Aktie e erklärte am 27.5. im englischen Unterhaus, es fei nicht richtig, daß die Luftbombardierungen auf Deutschland wahllos erfolgten, sie seien^nur auf militä­risch wichtige Ziele gerichtet. Diese amtliche britische Erklärung ist eine der schamlose­sten Lügen, die englische Heuchelei jemals aus­gesprochen hat. Die Angriffe der britischen Mord­brenner auf Deutschland richteten sich tatsächlich fast ausnahmslos gegen die Woyn- stätten der Zivilbevölkerung, gegen Frauen und Kinder, gegen Kranken­häuser, Schulen, Kirchen und die Kul­turdenkmäler, die der gesamten Menschheit bislang als heilig und unverletzlich galten. Nach­folgende Zusammenstellung der wesentlichsten Zer­störungen innerhalb des Reichsgebietes beweist un­widerleglich die verbrecherische Absicht der britisch­amerikanischen Mordkommandos und ihrer jüdischen Auftraggeber. /

Dies sind die Tatsachen: Durch die bisherigen Terrorangriffe wurden bis zum 25. Mai 1943 im Reichsgebiet 191 Schulen zerstört, 920 Schu­len schwer beschädigt, 108 Krankenhäuser zer­stört, 231 Krankenhäuser schwer beschädigt, 133 Kirchen zerstört, 494 Kirchen schwer be­schädigt. Reben der Unzahl von privaten Wohn­häusern, die von den Mordbrennern zerstört oder schwer beschädigt wurden, fielen zahlreiche unersetzliche Kulturdenkmäler, die im einzelnen gar nicht alle aufgezählt werden können, den englisch-amerikanischen Terrorangrisfen zum Opfer.

So wurden u. a. in Köln 31 Kirchen total zer­stört, darunter die berühmtesten und mehr als tausend Jahre alten Baudenkmäler, u. a. St. Ge­reon, das einzige Bauwerk der Merowingischen Zeit, St. Aposteln, St. Maria im Kapitol, eines der hervorragendsten Denkmäler karolingischer Kunst Groß St. Martin, eines der großartigsten Bauwerke der romanischen Zeit, St. Pantaleon und St. Se­verin. v >

In Mainz wurde. das berühmte. Germanische Museum, das Kurfürstliche Schloß, einer der her­vorragendsten Renaissancebauten auf deutschem Bo­den, das berühmte Schloß Johannisberg bei Elt­ville am Rhein, die St. Stephänskirche aus dem 14. Jahrhundert, eines der schönsten Beispiele goti­scher Kunst, der Mainzer Dom, die älteste roma­nische Basilika Deutschlands, fast völlig zerstört.

In Essen wurden die tausendjährige Münster- kirche, eines der ästesten christlichen Baudenkmäler

Deutschlands, die zugleich eine der reichsten Kir­chenschatzkammern war, ferner die Gertrudiskirche, das Rathaus, die 900jährige Marktkirche und die 800jährige Johanniskirche total vernichtet.

In Duisburg wurden die altehrwürdige Lieb­frauenkirche, die Salvatorkirche und die Paulus- kirche sowie das Rachaus zerstört, die Oper schwer beschädigt. 1

In Düsseldorf wurden die Kunstakademie, die Städtische Kunsthalle, das Stadtschloh und das Opernhaus schwer beschädigt.

In Dortmund fiel das alte Rathaus, das auf das Jahr 1237 zurückgeht, den' Terrorangriffen zum Opfer. Außerdem wurden in Dortmund vernichtet die Reinoldikirche aus dem 14. Jahrhundert, die Petrikirche aus dem 15. Jahrhundert und die Prob- steikirche aus dem 17. Jahrhundert. Ferner wurden die Städtische Landesbibliothek, das Haus der bil­denden Kunst und das Theater schwer beschädigt.

In der alten westfälischen Stadt S o e st wurden zahlreiche mittelalterliche Fachwerkhäuser aus dem 1H. Jahrhundert zerstört.

In Mannheim wurde das Nationalttheater zerstört.

In Karlsruhe wurden das Markgräfliche Pa­lais und die Landesbibliothek vernichtet.

In München wurden u. a. die Hof- und Staatsbibliothek, Schloß Nymphenburg mit seiner Porzellanmanufaktur, die Alte Pinakothek, die Uni­versität und die Akademie der bildenden Künste so­wie die Residenz und die Sakristei der Frauenkirche schwer beschädigt.,

In Nürnberg wurden die Maut-Halle, die ein großartiges Zeugnis gotischer Profanbauweise war, total zerstört, während das Germanische Museum, das aus dem Jahre 1380 stammt, die Kaiserburg, eine Gründung Friedrich Barbarossas mit der Kaiserstallung, das Albrscht-Dürer-Haus, die aus dem Jahre 1209 stammende Jakobikirche, das Pi­latushaus, das Schwedenhaus und ein Teil der Stadtmauer mit dem Tiergärtnertor schwer beschä­digt wurden.

In Kassel wurde das Rote Palais, die Lan­desbibliothek mit etwa 300 000 Bänden sowie der Martindom, die älteste frühgotische Kirche Deutsch­lands, vernichtet.

In Bremen wurden die weltbekannten alt-- bremischen Patrizierhäuser (um 1600) total zerstört, die bekannte, 1400 zunächst als Kirche erbaute Ja­kobi-Halle wurde schwer beschädigt. In der Kunst­halle, die zum größten Teil zerstört- wurde, wurde u. a. auch das GemäldeWashingtons Uebergang über den Delaware" (1800) vernichtet.

In Lübeck Gourde der berühmte, von Heinrich dem Löwen gegründete Dom mit allen seinen Kunst­

schätzen total zerstört, darunter der Hochaltar von 1696, die Rochus-Tafel von 1515, das Jüngste Ge­richt von Bruchard Wulff (1673), die große Orgel (1699), das Leoitengestühl, der Krämer-Chor. Eben­falls völlig zerstört wurden die Petri-Kirche (1260) mit der Orgelbegleitung und der Hanzel von Hein­rich Mathis, die Marien-Kirche (1251) mit dem Hochaltar von 1425, dem Greveraden-Altar von 1494, dem Schinkel-Altar von 1501, dem Manen- Altar von 1520, dem Triptychon von 1518, dem Betgenfahrer-Altar von 1524, dem Lettner «und der Kanzel von 1691, der großen Orgel, der Bachorgel, der Astronomischen Uhr von 1561, dem Schonen­fahrer-Gestühl von 1506, dem Bergenfahrer-Gestühl von 1518, dem Nowgorodfahrer-Gestühl von 1523, dem Senatsstuhl von 1575, dem weltberühmten Totentanz und der Gregormesse von Bernt Notke. Außerdem wurden zahlreiche alte Bürgerhäuser, zum Teil aus dem 16. und 17. Jahrhundert, mit unersetzlichen Kulturwerten vernichtet.

In R o st o ck wurden alle berühmten Backstein­kirchen aus dem 13. Jahrhundert, darunter die Ni­kolai- und die Petri-Kirche vernichtet, außerdem drei der berühmten, ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadttore sowie alle gotischen Giebel­häuser aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert un­zahlreiche Kunst- und Gemäldesammlungen.

In Berlin wurde die weltbekannte Hedwigs- Kirche vernichtet, die Staatsoper zerstört. Schwer getroffen wurden das Deutsche Opernhaus, der Mar- stall, die Staatsbibliothek, das Schinkel-Haus, das Perliner Schloß und die National-Galerie.

Diese keineswegs vollständige Zusammenstellung gemeinster Bombenverbrechen und kulturschände- rischer Untaten gibt einen Begriff davon, was tzem europäischen Menschen und seiner Kultur erst bevor- stehen würde, wenn die englisch-amerikanifch-botsche- wistischen Barbarenhorden, getrieben von ihren jüdi­schen Hintermännern, über das Abendland herein­brechen könnten und sich auf dem Kontinent die Hand reichen würden. Aber an dem entschlossenen Kampfeswillen und der geballten Kraft Deutschlands und seiner Verbündeten wird dieser Anschlag auf das Leben und die Kultur der europäischen Völker zerschellen. Für die Verbrechen, die sie an Europa begangen haben und weiterhin begehen, werden sie büßen müssen, wenn die Stunde der Abrechnung gekommen ist. Aug um Aug, Zahn um Zahn wird ihnen vergolten "werden! Und oor1 dieser gerechten Strafe wird sie kein noch so frecher Versuch der Ableugnung ihrer Verantwortung zu retten ver­mögen.

jüdischem Geist durchsetzten Volkscharakters zeigt, denkt anders. Er, der sich uns auf den Schlacht­feldern und in ehrlichem Männerkampf nicht mehr gewachsen fühlt schon deswegen, weil er jahr­hundertelang gewöhnt war, einen solchen Kampf von gemieteten Söldlingen oder verführten Hilfs­völkern durchfechten zu lassen, sieht nun seine einzige Chance in einem Kampfe -gegen alle Regeln der Anständigkeit und Ritterlichkeit und gleicht da­mit dem Boxer, der, dem Gegner an Kraft unter« legen, ihn durch Tiefschläge zermürben und besiegen will.

Er veraißt dabei nur eines, weil er mehr auf seine jüdischen Einbläser als auf die Stimme seines Gewissens hört, er vergißt, daß der Gegner, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen sein wird, sehr wohl die Härte, Entschlußkraft und Fähigkeit aufbringen wird, diesem unfairen, teuflischen Spiel ein Ende zu bereiten auf eine Weise, daß es ihn bitter gereuen wird, je damit begonnen zu haben. Deutschlands biologische Krast im Kriege.

Berlin, 29. Mai. (DNB.) In der Wochen­schriftDas Reich" beschäftigt sich Reichsgesund­heitsführer Dr. Conti mit dem augenblicklichen Stand der Geburtenfrage in Deutschland. Er stellt fest:Eine einmalige Erscheinung in der Geschichte der Völker: Das deutsche Volk, das im Jahre 1933 wegen seiner geringen Geburtenzahl als ein ster­bendes Volk bezeichnet werden muhte, konnte wie­der zu. einer wesentlichen Steigerung der Fruchtbarkeit und damit zu einer machte vollen Entfaltung' seiner völkischen Kraft geführt Zvevden. Im Jahre 1940 erreichte die Anstiegsten­denz mit über 1 644 000 Kindern im Großdeutschen Reich ohne die ehemals polnischen Gebiete und ohne Eupen-Malmedy ihren Höhepunkt. Im Kriegsjahr 1941 war die Geburtenzahl noch weiterhin erfreu­lich; sie blieb um knapp 100 000 unter der des Jah­res 1940. Damit hat Deutschland einen Beweis seiner Lebenskraft geliefert, der für alle Zeiten unauslöschlich ist. Die veränderte, dem neu erweckten gesunden Instinkt entsprechende seelische 'Haltung des deutschen Volkes ist der Grund dafür, daß wahrend der ersten drei Kriegsjahre die Ge­burtenzahl es deutschen Volkes ungefähr auf der Höhe geblieben ist, die sie inzwischen erreicht hatte. Erst im Jahre 1942 ist hier ein Wandel eingetre­ten. Dieser Tatsache gilt es ruhig ins Gesicht zu schauen. Es entsteht die Frage, ob sich hierin eine andere Einstellung des deutschen Volkes kundtut. Diese Frage darf verneint werden. Die Kinder­freudigkeit, der Wille zum Kind ist nach wie vor groß im deutschen Volk. Die Zahl der Lebendge­borenen des Jahres 1942 beträgt in dem inzwischen erweiterten Großdeutschen Reich 1 434 498, ohne die deutschen Geburten in Luxemburg, Elsaß und Loth­ringen, Reichsprotektorat Böhmemund Mähren, Ge­neralgouvernement und Untersteiermark. Es ist ein Trugschluß, wenn man sich in London und in eini­gen den plutokratischen Regierungen hörigen Aus­landszeitungen dem Glauben hingibt, der deutsche Lebens- und Kampfeswille fei im Absinken be­griffen.

Em Platz für Frankreich."

Mailand, 29. Mai. (DNB.)Relazibni Jnter- nazionali" schreibt unter ifcr UeberschriftEuro­päische Politik": Die Einheit der Achse ist unlösbar und - untrennbar, die Gemeinsamkeit der Auffas­sungen gegenüber allen derzeitigen und zukünftiaen Problemen ist einfach vollkommen. Die italienische Politik, und somit jene der Achse, ist nicht darauf gerichtet, die Völker zu unterjochen, sondern will vielmehr die Aufgabe der Verteidigung der Nationalitäten sowie der Garantie der kleinen Staaten für ihre freie Entwicklung im Rahmen der allgemeinen Interessen Europas übernehmen. Der Balkan und der Mittel­meersektor sind von lebenswichtiger Bedeu­tung für Italien. Zumal nach Englands und Sowjetruhlands Kriegseintritt steht das ganze Mittelmeerproblem auf dem Spiel, von dessen Lösung Italiens Schicksal abhängt. Einige Staaten müssen bei dieser europäischen Regelung ihre über­holten gefühlsmäßigen Einstellungen ändern und entschlossen ihre Posten beziehen. Frankreich ist einer dieser Staaten. Mit ihm sind alle Pro­bleme offen und müssen gelöst werden, ohne daß der Sieger auf eines von ihnen zu verzichten braucht, aber auch ohne daß Frankreich deswegen in eine Lage versetzt wird, die -hm die Zusämmen- arbeit im Rahmen des neuen Europas unmöglich macht, d. h. die Achse ist sich vollkommen bewußt, daß bei einer Neuregelung des Kontinents, wie dies nicht anders fein könnte, ein Platz für Frank­reich vorhanden ist. Das neue Europa marschiert auf eine durch gemeinsame materielle, moralische und politische Interessen bestimmte europäische Ein-, heit zu. Niemand kann daran zweifeln, daß Deutsch­land und Italien die Europäer zum Sieg führen werden.

Das amerikanische Elend in Aordafrila.

Lissabon, 29. Mai. (Europapreß.) Die Be,- harrlichkeit, mit der die USA. Meldungen über die Lieferungen von Lebensmitteln nach Nordafrika in die Welt setzen, ist durchaus nicht zu­fällig, schreibtNovidades". Die Nordamerikaner verfolgen damit vielmehr den Zweck, sich von der Schuld an dem Elend der Bevölkeri^ng von Nordafrika reinzuwaschen. Trotz der USA.-Liefe- rufigen stirbt die Bevölkerung, besonders die Einge­borenen dort einen langsamen Hungeriod. Sie ist fast nackt, kaum mit Fetzen bekleidet. Das Blatt er­innert an die Feststellungen englischer Journalisten, daß diese Lage zu unangenehmen Ereignissen füh­ren könne. Die Atmosphäre des Zusammentritts zwischen Giraud und de Gaulle in Algier würde zum größten Teil von den geschilderten Zuständen be­stimmt werden.

Neuer Mordanschlag in Sofia.

Sofia, 29. Mai. (DNB.) Am Samstag früh wurde erneut ein Anschlag auf den im Fahndungs­dienst tätigen Techniker Janakieff, auf den vor kur­zem schon ein Attentatsversuch gemacht worden war, verübt. Vier Personen wurden dabei über­rascht, wie sie eine Höllenmaschine irr seiner Woh­nung aufstellen wollten. Die Täter wurden verfolgt und drei von ihnen auf der Flucht erschossen. Der eine ist in dem unterirdischen Sofioter Kanalnetz verschwunden und wird gesucht. Die Attentäter find der Jude Jordan Marinoff P e t r o f f, ein bekann­ter Kommunist, der von der Polizei mehrmals aus Sofia ausgewiefen wurde; der Kommunist Kirie Chlebaroff, der mit zwei Pistolen bewaffnet war und mit Georgi Lubenoff Dimitrof f, einem Reffen des Generalsekretärs der Dritten Inter­nationale, in Verbindung stand und Welitschkoff,

der auch schwer bewaffnet war. Die Verfolgung des letzten Terroristen endete am Sonntagabend .nach einem kurzen.Kampf in einem der unter­irdischen Reinigungskanäle von Sofia mit der Er­schießung auch dieses Kommunisten durch die Polizei.

Oer Wehrmachiberichi vom Gamstag.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 29. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes scheiterten auch gestern mehrere mit panzern und starkem Fliegereinsah geführte Angriffe der So­wjets an dem unerschütterlichen Widerstand unserer Truppen, die von starken Verbänden der Luftwaffe in ihrem Abwehrkampf heröorragend unterstützt wurden. Der Feind erlitt schwere Verluste an Men­schen, Material und panzern. Jagdfliegerverbände schossen allein im Süden der Ostfront bei drei eige­nen Verlusten 45 Sowjetflugzeuge ab. An diesen Erfolgen waren slowakische Jäger mit zehn Luft­siegen beteiligt. Ein heftiger örtlicher Angriff des Feindes nördlich Liffitfchanfk wurde blutig zurück- gefchlagen.

Kampfflugzeuge belegte» in der vergangenen Rächt das Hafengebiet von Bone mit Bomben.

In den Morgenstunden des 29. Mai kam es im Seegebiet von Dünkirchen zu einem Ge­fecht zwischen deutschen Sicherungsstreitkräflen und einem britischen Schnellbootverband. Im Verlaus des Gefechts, das sich auf nächste Entfernung ab- fpielte, wurden zwei feindliche Schnellboote versenkt und mehrere andere beschädigt. Unsere Streitkräfte sind vollständig in ihren Stützpunkt zurückgekehrt.

Das Schicksal

der einzelnen Afrikakämpfer.

Berlin. 29. Mai. (DNB..) Bolksgenafferk,. die seit längerer Zeit ohne N achri cht von ihren Angehörigen in Nor'oafrika geblieben sind, werden gebeten, sich unter Angabe der Per­sonalien des Vermißten und seiner letzten Feldpost­nummer mit dem ihnen am nächsten liegenden Wehrmeldeamt, das gegebenenfalls bei der örtlichen Polizeidienststelle zu erfragen ist, persön­lich ober schriftlich in Verbindung zu setzen. Auch alle diejenigen, die bereits von irgendeiner Seite Nachricht über den Verbleib ihres Angehörigen er­halten haben, werden gebeten, sich zur Regelung von Unterhalts- und Gebüyrnisfragen mit den in ihren Händen befindlichen Schreiben usw. bei den Wehr­meldeämtern zu melden. Die Wehrmeldeämter neh­men die Unterlagen zunächst nur entgegen und leiten sie zur Aufnahme der Ermittlungen dem zuständigen Arbeitsstab für Afrika bei den Wehrkreiskommandos, Luftgaukommandos usw. zu, die die Angehörigen so bald wie möglich über den Stand der Feststellungen und das abschließende Er­gebnis schriftlich unterrichten. Ihn diese Ermitt­lungen nicht zu stören und die Erteilung von Aus­künften nicht zu verzögern, werden alle Angehöri­gen unserer Afrikakämpfer gebeten, von weite­ren Anfragen bei den Dienststellen der Wehr­macht dann solange ab sehen zu wollen, bis sie Nachricht von den Arbeitsstäben der Wehrkreis­kommandos' erhalten.

©r. Tuka Ehrendoktor der Berliner Universität.

P rcßHu rg. 31. Mai. (DNB. Funkspruch.) Mi- nifterpräfibent und Außenminister Dr. Tuka wurde am Sonntag im Rahmen einer Feierstunde der slo­wakischen Universität in Preßburg in Gegenwart

mehrerer Regierungsmitglieder, von Mitgliedern des Diplomatischen Korps und der Professoren­kollegien der slowakischen Universität und der Tech­nischen Hochschule zum Ehrendoktor der Juristischen Fakultät der Berliner Friedrich-Wilhelms-Univer­sität promoviert.

Das Erdbeben in Güddeutfchlarid.

Stuttgart, 30. Mai, (DNB.) Wie der Würt- tembergische Erdbebendienst bekanntgibt, -wurden an den württembevgischen Erdbebenwarten seit dem

Erdbeben, von dem Süddeutschland am Freitagfrüh betroffen worden ist, bis zum Sonntagabend ru nb 50 bald schwächere, bald stärkere Erd - st o ß e registriert. Es ist anzunehmen, daß die in einer Tiefe von 10 bis 30 Kilometern unter der Erdoberfläche vor sich gehenden Gesteinsverlagerungen auch noch in den nächst en Wochen und Monaten zu weiteren Erschütterungen führen werden, die jedoch zu irgend welchen ernsthaften Be­sorgnissen keinerlei Anlaß geben.

Frontkameradschast 19141943".

Das ganze Volk fühlt sich für die Versorgung der Kriegsbeschädigten und -Hinterbliebenen verantwortlich.

Berlin, 30. Mai. (DNB.) Die Nationalsozia­listische Kriegsopferversorgung trat am Sonntag im Berliner Sportpalast mit einem Kriegsappell an die Oeffentlichkeit. Im Mittelpunkt der vornehmlich von verwundeten Kameraden dieses und des ersten Weltkrieges besuchten großen Kundgebung stand eine Rede des Reichskriegsopferführers.-Ober- gruppenführer O b e r 1 i n ö o b e r, der die Pla­nungen für eine gerechte und umfassende Lösung des Verwundeten- und Hinterbliebenenproblems auf Grund der neuen Grundgesetze nationalsozia­listischer Soldatenoersorgung bekanntgab.

Erst nach dem Siege, so sagte' er, das wissen wir alle, wird uns das Leben eine frohere Seite zeigen, wird der Lohn reifen für alles Blut, für jedes Opfer und jede Entbehrung. Auf dem Gebiete der Kriegsopferoersorgung und -fürsorge sei das Men­schenmögliche geschehen. Die Sorge der Gemein­schaft für die Träger des Einsatzes und Opfers gehe in ihren persönlichen und sachlichen Leistungen weit über den Rahmen dessen hinaus, was vor 25 Jah­ren 'im 4. Kriegsjahr bei bestem Willen geleistet werden konnte.- Alle Planungen und Entwürfe für eine bleibende großzügige Regelung der vom gan­zen deutschen Volk freudig übernommenen Dankes- p.flicht feien direkt verbunden mit dem noch zu er­kämpfenden Endsiege.

Die Versorgung von Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen ist", so führte der Reichskriegs­

opferführer weiter aus,in erster Linie aber eine Frage des Arbeitseinsatzes und damit des Kampfes gegen jeden infolge Heldentodes ober Verwundung unverschuldeten sozialen Abstieg. Auch die großzügigste Versorgung darf die eigene Lei­st u na und die Sei bst Verantwortung an der Gestaltung des ferneren Lebensweges keines­falls ausschließen. Wir Deutschen sehen in der Arbeit nicht einen Fluch aber eine Last, sondern den tiefen Inhalt des Lebens, den Dienst an unserem Volk und eine freudige Verpflichtung gegen unsere Familie. Für den Verwundeten und die Hinter­bliebenen ist Arbeit ein Heilfaktor und ein Segen, der ihnen hilft, ihr Schicksal zu tragen und schließlich zu überwinden. Kameradenhände, die Hilfe von Schicksalsgefährten aus dem letzten Krieg, leisten freudig Beistand und zeigen die Rich­tung. Pie mittelbaren Folgen von Verwundung und Tod vorm Feind seien oft viel einschneidender und härter als Verletzung und Leid. Aus diesem Grunde würden jetzt auch die sozialen Auswirkun­gen von Kriegsverletzung und Soldatentod zur Beurteilung der Versorgungsansprüche herangezogen.

DerReichskriegsopferführer schloß:Sieger wird der fein, dem alles Planen und Sorgen des Führers gilt, zu dessen Vernichtung Gemeinheit und Haß sich vereint haben: der kampfbewährte, schaffens­frohe, gläubige deutsche Mensch in einem freien Europa!

Das Ende des Heldenkampfes auf Attu.

Ein letzter Angriff der Besatzung gegen zehnfache lleberlegenheit.

Tokio, 30. Mai. (Europapreß.)Die japanische Garnison auf Attu, welche seit dem 12. Mai in hartem Kampf gegen die gelandeten n'ordamerika- nischen Truppen stand, unternahm Samstagnacht einen letzten Angriff", so erklärt ein am Sonntag­nachmittag herausgegebenes Kommunique des Kai­serlichen Hauptquartiers.Da seitdem jede Ver­bindung mit unseren Truppen unterbrochen ist, nehmen wir an, daß alle unsere Soldaten auf dem Felde der Ehre gefallen sind. Die verwundeten und kranken Spldaten, welche an diesem letzten Angriff nicht teilnehmen konnten, nahMen sich vor Beginn des Angriffs selbst das Leben. Unsere Garnison auf Attu bestand aus über 2000 Mann unter dem Kommando von Oberst Pasuyo Pamazaki. Sie kämpften gegen 20000 Nordamerikaner, die auch in ihrer Bewaffnung weit überlegen waren. Bis zum 28. Mai fielen 6000 Nordameri­kaner im Kampfe ober wurden verwundet. Die Insel K i s f a befindet sich sicher dn der Hand unserer Truppen."

General Pahagi, der Chef der Presseabteilung im Hauptquartier, gab im Rundfunk Einzelheiten über die Kämpfe auf Attu bekannt. Danach landete die Hauptmacht der Nordamerikaner am 12. Mai an der

Südküste von Attu, kleinere Einheiten landeten an der Ost- und Nordküste. Die an der Ostküste gelan­deten Nordamerikaner wurden am Ufer vernichtet. Es folgten wechselvolle Kämpfe, die japanischerseits auch.westlich von ihren Stellungen im nördlichen Attu ausgeführt wurden. Am 27. Mai gelang es den Nordamerikanern, bis in die Nähe dieser Stellungen vorzubringen. Dabei kam es zu schweren Kämpfen Mann gegen Mann. Die Japaner brachten dem Feind schwerste Verluste bei, aber auch ihre eigenen Reihen lichteten sich mehr und mehr. Am 28. Mai waren dem japanischen Befehlshaber Oberst Pama- zaki nur noch wenig über 100 Mann geblieben. Am Abend des 29. Mai traten diese Soldaten ,511m letzten Appell an. Sie verbeugten sich in der Rich­tung des Baiser-Palastes in Tokio, brachten ein letz­tes Banzai aus und stürmten gegen den Feind. Diese letzte in Tokio aufgefangene Meldung lautet:Ein­gedenk der japanischen Solbatenehre gehen wir in den Kampf. Nur der Tod wird uns die Waffe aus der Hand nehmen."

Die Mitteilung über Attu wurde von der japam- schen Nation mit tiefem Schmerz entgegengenom' men. Gleichzeitig aber ist jeder Japaner stolz auf seine Soldaten, welche viele tausend Kilometer von