Ausgabe 
31.3.1943
 
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ausgesagt, daß er genau gesehen hat"

Gott sei Dank, Mit- einem erleichterten Lächeln stand Hellingrath auf. Nun war ja alles gut.

wie Sie auf ihn schossen." (Forts.folgte

Beitrag zum Steg.

Niemand wird irgendwelchen Schaden haben.

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Glück auf, Renate!

Roman von Ernst Grau.

35. Fortsetzung. (Nachdtuck verboten.)

,^ch sehe da wirklich keine Zusammenhänge, Herr Äommissar." f . -

Nun ... man könnte doch auch annehmen, datz Der Schuß aus Ihrem Revolver nicht Meinders, .andern Direktor Terbrüggen gegolten habe . ;.

Werner verlor bei dieser unoerhullten Anschul- »igung alle Selbstbeherrschung.

_Ich verbitte mir diese infamen Unterstellungen, Herr Kommissar!" schrie er echM ,^jch will Ihnen gern jede Auskunft geben, die Sie haben wollen, nur verdächtigen lasse ich mich nicht."

Bärenspnlna hatte auch darin feine Erfahrungen. Er hatte schon verzwickteren Situationen gegenüber: gestanden. m .

Ich Halle bisher noch keinen direkten Verdacht »usgesprochen, Herr Doktor ..."

Was hallen Sie nicht?" entfuhr es dem an­deren.Ich denke ..." . , t ,

Bitte unterbrechen Sie mich nicht. Ich Halle »ediglich davon gesprochen, daß die ohne Wider­spruch Ihnen gehörige Waffe zur Tat benutzt wor­ben ist. Wer sie benutzt hat, darüber habe ich viel­leicht meine Vermutungen, habe sie aber noch gar sidjt geäußert. Vielleicht können Sie, mir erklären, Die ^Are Waffe in die Hand des Taters kam.

Hellingrath schwieg. , . fa .....

Er hatte wieder dieses entsetzlich würgende Gefühl m Halse. Und je hastiger die durche:nanderfcrgen- «en Gedanken nach einer befreienden Antwort Achten, je quälender ergriff plötzlich ein neuer ise- 'anke Besitz von ihm. ,

Wie sagte eine leise Stimme M ihm, wenn der Mann hier vor chm mit seinen schürfenden Fragen 2nd angedeuteten Vermutungen recht hatte. War 'S denn so unmöglich, daß er es wirklich getan

hatte? Es reihte sich ja alles Glied an Glied zu einer festen unzerreißbaren Kette zusammen. Die Waffe gehörte ihm, sein Haß gegen Terbrüggen war bis ins Maßlose gefteigert ... vielleicht hatte er wirklich in einem Augenblick geistiger Abwesenheit die Minute genutzt, sich von seinem Widersacher zu befreien? Es soll ja so etwas geben. Nur daß er dabei den Falschen getroffen hatte. Aller auch das war leicht zu erklären. Er erinnerte sich genau, daß er in dem Lampenträger tatsächlich Terbrüggen ver­mutet hatte. Er hatte ihn an der Stimme erkannt und konnte- nicht wissen, daß Meinders Um beglei­tete. Er hatte auch nicht darauf geachtet, woher der Schuß kam. Es stimmte alles. Und niemand konnte sagen, ob es wirklich so war ...

Er war vorhin in seiner Erregung vom Stuhl aufgesprungen und ließ sich nun wieder schwer niedersinken. Wenn es in der Tat so war, dann ... ja, dann war es schon zu verstehen, daß, Renate ihn mied.

Renate der Name' stand im rechten Augen­blick vor ihm. Um ihretwillen mußte er diesen Kampf annehmen, um ihretwillen mußte er den rettenden Ausweg finden, der aus diesem unheil­vollen Labyrinth von halben Tatsachen und falschen Wahrheiten, von häßlichen Verdächttgungen und tollen Wahnideen hinausführte Sie sollte wissen, daß er nicht der maf, für den sie ihn jetzt halten mußte. Nur darum sollte es ihm jetzt noch gehen, daß sie nicht mit einer Enttäuschung im Herzen an ihn zurückdachte.

,Hch sehe aus Ihrem Schweigen, Herr Doktor, daß auch Sie keine plausible Erklärung dafür fin­den, wie Ihre Waffe den Weg zum Tatort ge­funden hat", stellte dse Stimme des Beamten ruhigen Tones fest.

Der andere zuckte die Achseln.

Nein ich weiß es auch nicht"

Trugen Sie den Revolver stets bei sich?" be­gannen die Fragen von neuem.

Nein."

Auch heute nicht?"

Men und habilitierte sich 1932 in Wien, wo ihm 1941 der Lehrstuhl für Anthropologie übertragen wurde. Er hat sich besonders durch seine Arbeiten über die exakte Daterschaftsfeststellung und Abstam- nrunasforschuna Verdienste erworben. Professor Dr. Theodor Boehm von der Universität Berlin ift zmn a. o. Professor für pharmazeutische Chemie an der Universität Leipzig ernannt worden. Boehm wurde 1892 in Antonienhütte geboren. Er studierte ick Berlin und habilitierte sich 1931 ebenda. Auf Den Lehrstuhl für theoretische Physik der Universität Straßburg wurde Dr. phil. habil. Karl Friedrich Freiherr von Weizsäcker berufen. Er wurde 1912 in Kiel geboren, studierte in Berlin, Leipzig md Göttingen und promovierte 1933 in' Leipzig. 1936 habilitierte er sich dort, wurde 1937 Dozent and siedelte im selben Jahr nach Berlin über, Am 31. März vollendet Dr.-Jng. c. h. Heinrich Kayer, o. Proftssor (em.) für, Stahl- und Eisen- aetonbau an der Technischen Hochschule Darm- iab t, sein 70. Lebensjahr. Einer alten Darmstädter Familie entstammend, hat er in Darmstadt und Eharlottenburg studiert. Bereits mit *34 Jahren wurde er an die Technische Hochschule Zürich als Professor für Wasserbau und Tiefbau berufen. 1908 wurde chm der Lehrstuhl für Brückenbau und Eisen­betonbau an der Technischen Hochschule Darmstadt übertragen. Große Verdienste hat sich Kayer um die Studentische Wirtschaftshilfe, um den Bau des Hoch- 'chulfportfeldes und die Otto-Berndt-Halle erworben.

SchumannsFaust".Szenen. i

Rollert Schumanns stille Sehnsucht war die.Welt Der dramatischen Musik. Sie erschloß sich dem Ly­riker und Meister der kleinen Form zwar in Einzel­heiten mancher Werke, der große Wurf aber blieb chm versagt, und nur mit derGenoveva" drang er tiefer in diesen Stoffkreis vor Um so anregen­der ist für uns fein Versuch einer musikalischen Aus­einandersetzung mit GoethesFaust".Was hab ch doch Goethe zu verdanken!" schrieb der Zwei­undzwanzigjährige aus Leipzig zu einer Zeit, als Die endgültige Wendung zur Musik vollzogen war. 2Iber erst ein Jahrzehnt später begann die Kompo- sition derFaust -Szenen und nach weiteren zehn Jahren war sie abgeschlossen.Szenen" sind es ge- I blieben, Ausschnitte aus der Dichtung ohne Rück­sicht auf die Notwendigkeiten des Theaters, aber : sie zeigen Schumanns romantische Einstellung zum GoetheschenFaust" und fesseln durch die persön­liche Einfühlung in das Werk. So ergänzen sie das Gesamtbild des schöpferischen Dtusikers nicht nur

monaten alte oder kranke Menschen weniger wider­standsfähig sind.

In den Nachwintermonaten ist der Gehalt an Vitaminen in den gelagerten Gemüsen und Kar­toffeln, die ja eine besonders wichtige Vitaminquelle sind, stark vermindert. Wir müssen daher um so eifriger darauf achten, gerade zu dieser Zeit gut, also schonend zubereitete frische Gemüse, wie Win­terkohl oder auch Sauerkraut, auf dem Disch zu haben, und dürfen auch die vitaminreiche Hefe nicht vergessen.

Den Frühjahrserkrankungen beugen wir am besten vor, wenn wir mit beginnendem Frühjahr Spinat als Gemüse und Salat essen, soviel wir nur bekommen können, und es lernen, die in Feld und Wald sprießenden frischen Pflanzen und Kräu­ter zu sammeln. Zum Beispiel schmecken junge Blätter von Löwenzahn oder Brennesseln ganz gut, wenn wir sie wie Spinat kurz im eigenen Saft dünsten und nicht vergessen, einen Teil der vor-- gerichteten und gut zerkleinerten Blätter kurz vor Tisch roh an das fertige Gemüse zu geben. Wenn wir viele Blätter und Kräuter mit nach Hause brachten, dann können wir sogar eineFrühjahrs­kur" machen, indem wir sie nach dem Vorrichten durch die Maschine geben und den, abgefangenen Saft so frisch wie möglich trinken.

Sprechstunde des Kreisletters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Don­nerstag, 1.4., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicensttaße 10, statt.

Amt für das Landvolk.

Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 1.4., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt.

Weitere Erleichterungen bei der Abführung der Lohnsteuer.

Der Reichsminister der Finanzen hat zur Ent­lastung der Arbeitgeber, der Banken, der Post und der Finanzkassen durch Erlaß vom 28. März die Fristen für die Abführung der Lohnsteuer neu ge­regelt. Der Arbeitgeber hat danach ab 1. April 1943 die Lohnsteuer abzuführen:

1. Jährlich spätestens am 10. Tage nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres, wenn die einllehaltene Lohnsteuer im letzten vorausgegangenen Kalender­jahr monatlich durchschnittlich weniger als 2 RM. beträgt.

2. Vierteljährlich spätestens am 10. Tage nach Ab­lauf jeden Kalendervierteljahres, wenn die einbehal-

tene Lohnsteuer im letzten vorausgegangenen Kalen­derjahr monattid) durchschnittlich mindestens 2 RM., aber weniger als 300 RM. betragen hat.

3. Monatlich spätestens am 10. Tage eines jeden Kalende?rnvnats, wenn die einbehaltene Lohnsteuer im letzten vorausgegangenen Kalenderjahr monat­lich durchschnittlich mindestens 300 (bisher 100) RM. betragen hat. 1

Es haben danach viele Arbeitgeber, die nur einen oder nur wenige Arbeitnehmer beschäftigten, die Lohnsteuer nicht vierteljährlich, sondern nur noch jährlich abzuführen.

AufhebungderHeldposteinschränkungen

Die im Feldpvstverkehr zur Zeit bestehenden Be­schränkungen werden am 1. April aufgehoben. Es sind dann nach der Front wieder zugelassen: Post­karten und Feldpos^riefe bis 100 Gramm ohne Zulassungsmarke gebührenfrei; Feldpostpäckchen von 100 bis 250 Gramm mit einer Zulassungsmarke ge= führenfrei; Feldpostpäckchen bis 1000 Gramm mit einer Zulassungsmarke und 20 Rpf. Freigebühr; Feldpostpäckchen bis 2000 Gramm mit zwei Zulas­sungsmarken und 40 Rpf. Freigebühr.

verdunkeluugszeit:

31. März von 20.52 bis 6.29 Uhr.

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Vurch ihren Stimmungsgehalt und ihre kompo­sitorische Anlage, sondern auch durch die aus Nei­gung getroffene Auswahl. Eine Aufführung des selten gehörten Werkes, die Wilhelm Sieben in Berlin mit dem Philharmonischen Orchester, der singgemeinschaft Rudolf Lamy und einer Reihe ausgezeichneter Solisten bot, begegnete regem In­teresse. Lothar Band.

Ein neues Schauspiel von Svend Vorberg.

Durch seine TragödieSünder und Heiliger", die Karl Wüstenhagen. am Hamburger Schauspielhaus zur Uraufführung gebracht hat und die dann auch im SchillerHeater der Reichshauptstadt lange Zeit im Spielplan stand, ist der dänische Dramatiker Svend Borberg auch dem deutschen Publikum ein Begriff geworden. Borberg, mit einer Tochter von Ibsens Sohn Sigurd und Djörn'sons Tochter Bergliot verheiratet, ist Träger der HurnbvM-Me- daille der Deutschen Akademie und des Henrik-Steft »ens-Preises. Das neue Schauspiel Borllergs heißt .Das Boot" und spielt unter Fischern auf einer Färöer-Insel. Es behandelt das Problem wirklicher «Gemeinschaft und deren Führung, das für den en­gen Kreis gelöst auf große Verhältnisse projiziert werden darf. Der Dichter spannt das lebendige Ge­schehen in dramatische Bewegtheit durch den Einsatz verbrecherischer Gegenkräfte, immer aus den An­schauungen dieser Fischer-Einsamkeit "heraus. Alles geschieht unaufdringlich,unb mit letztem Takt. Das theatersichere und zugleich weltanschaulich klare Schauspiel wird wiederum in Hamburg aufgeführt I werden.

Neues vom Film.

Das Jnstituto Luce hat einen Kulturfilm geschaf­fen, in dessen Mittelpunkt dieCasa Verdi" steht, ein Heim für Künstler, die hier ihren Lebensabend verbringen. Das Haus, das inmitten der herrlichen Gärten Mailands liegt, ist eine Stiftung des gro­ßen italienischen Komponisten. Johannes Hee- . jiters steht im Mittelpunkt einer großen Revueszene n dem Berliy-FilmGroßstadtmelodie", zu dem Werner Bochmann und Michael Jary die Musik 'chriellen. Harald Böhmelt komponiert die Musik ; rür den Prag-FilmSchicksal am Strom", der unter 5er Regie von Heinz Paul mit Karin Hardt und CErnft von Klipstein in den Hauptrollen entsteht. Fritz Dbemar übernahm eine Röste in dem Prag- Film ,^)as schwarze Schaf", 6er teils in einem 1 großen Verlagshaus, teils auf einem ländlichen Schützenfest spielt. Friedrich Zittau ist der Regls- feur des heiteren Films. ,

Ehe er "mit diesen Ueberfegungen zu Rande kam. war Bärensprung schon wieder zurück. Er blieb erst sekundenlang still und ernst in der Tür stehen und ging bann langsam auf Hellingrath zu.

Ich habe eben mit Essen, gesprochen, Herr Doktor. Meinders ist aus feiner Bewußtlosigkeit erwacht. Es chältnismäßig gut Er hat auch sofort ch er genau gesehen hat"

Nein!" schrie Hellingrath auf. Die bohrenden Fragen peinigten ihn.

Ich möchte Sie doch ernsthaft bitten, sachlich zu bleiben, Herr Doktor", fuhr Bärensprung unbeirrt fort.Ich tue hier nur meine Pflicht, und die sollten Sie mir nicht erschweren. Wo hielten Sie die Waffe in Ihrer Wohnung. unter Verschluß?"

Hellingrach stutzte.

Blitzschnell übersah er die Tragwette dieser Frage, erkannte, was von seiner Antwort jetzt ab- hing. Sagte er die Wahrheit, dann würde der andere sofort mit neuen Fragen kommen, ob er sich denn in seinem Büro bedroht fühle ober zu welchem anderen Zweck er dort feine Waffe auf- bewohrte. Und jede Antwort auf diese Frage, er mochte sagen, was er wollte, würde jener bann nur als schuldbewußte Ausrede werten. Er mußte jetzt lügen, weil die Wahrheit ihn jetzt nur noch mehr belasten würde.

Die' Waffe war nur als Schutz bei Ueberlcmd- fahrten gedacht. Sie lag im Werkzeugkasten meines Wagens", sagte er nach'kurzer Pause.

Hat ein wenig lange gedauert, dachte Bären- sprung und fragte weiter:

Wann haben Sie Ihren Wagen das letztemal zu einer Fahrt benutzt?"

Vorgestern. Am Sonntag. Ich brachte ihn abends gegen zehn Uhr in die Garage zurück."

Sie waren auf dieser Fahrt allein?"

Ja."

Und Sie wissen genau, daß die Waffe bei Ihrer Heimkehr noch vorhanden war?"

Ja."

Sie haben sie bann an diesem Abend auch nicht zu sich gesteckt?"

Nein", kam es gequält zurück.

Dann muß der unbekannte Schütze sie also zwischen Sonntagabend und heute früh entwendet haben. War der Kasten leicht zu öffnen?"

Der Kasten hat nur ein einfaches Schloß. Es ist möglich, daß"

Bärensprung wehrte abu

Aus der Siadi Gießen.

Frühjahrsmüde?

Wenn die Sonnenstrahlen das junge Grün an den Bäumen hervorzaubern, dann ist die Zeit ge­kommen, in der manche Menschen mehr als sonst unter allerlei Beschwerden zu leiden haben. Der eine klagt über Kopfweh, der andere über Rücken - schmerzen oder bleischwere Glieder, wieder bei anderen treten Gicht- oder Migräne-Anfälle auf. Frühjahrskrankheiten! Wie kommt es, daß die Sonne derartige Erscheinungen hervorzurufen ver­mag? Nun, die Sonne ist nicht schuld, sondern es kommen einige Umstände zusammen, die hierfür verantwortlich find; vor allem ist die Ernährung des Winters schuld!

Jetzt sind die Merkmale der Frühjahrskrank­heiten langst nicht mehr so oft und so stark zu beobachten wie früher, weil wir gelernt haben, uns auch im Winter physiologisch richtig zu ernähren, indem wir großen Wert darauf legen, daß genügend Vitamine in der Nahrung vorhanden find. Unsere Ahnfrauen brachten im Winter hauptsächlich Fleisch- und Mehlspeisen auf den Tisch und wußten nicht, daß ein Ausgleich durch frisches und gut zu­bereitetes Gemüse von frischem Obst im Winter ganz zu schweigen notwendig ist, um durch Vita- minzufuhr den Menschen gesund zu erhalten. So kam es häufig zu sogenanntenSchlacken" im Stoffwechsel. Bei Menschen mit entsprechender Ver­anlagung kann es nämlich dazu kommen, daß sich Harnsäure als eines der Abbauprodukte des Stoff­wechsels in Derftärttem Maße bildet, sich im Körper an sammelt und bann Anlaß zu Gicht- oder Mi­gräneanfällen geben kann. Unter dem Einfluß der Wärme geht die-Harnsäure ins Blut über, und zu diesem Zeitpunkt kann es zu einem schmerzhaften Anfall kommen. Das ist die Erklärung dafür, daß solche Erkrankungen im Frühjahr, also durch die beginnende Wärme, ausgelöst werden.

Wenn einerseits übermäßige Bildung von Harn­säure zu Frühjahrserkrankungen führen kann, so ist anderseits ein gewisser Mangel an Vitaminen dafür mit verantwortlich zu machen, der sich be­sonders durch verminderte Widerstandskraft gegen Ansteckungen und Krankheiten äußern kann. Es ist eine bekannte Tatsache, daß in den Frühjcchrs-

Nach dem Kriege wird der Mittelstand sofort in größtem Umfang wirtschaftlich und sozial wieder­hergestellt. Die augenblicklichen Maßnahmen sind ausschließlich Notmaßnahmen für die Kriegszwecke und Kriegsbedürfnisse. Sie ftreben nicht eine strukturelle Veränderung der Wirtschaft an, sondern sind lediglich auf dos Ziel ausgerichtet, den Sieg so schnell und so gründlich erringen zu helfen ..."

Mit diesen Worten hat Reichsminister Dr. Goeb­bels in seiner Sportpalast-Rede Sinn, Zweck und Dauer der Stillegungen von Einzelhandels- und Handwerkerbetrieben und aller damit in Zusam­menhang stehenden Maßnahmen unmißverständlich Umrissen und damit von vornherein alle Mißver­ständnisse ausgeschattet, die sich um diese Maßnah­men vielleicht spinnen könnten.

Die Schließung zahlreicher Bettiebe des Einzel­handels, des Gastwirtsgewerbes und des Hand­werks ist eine durch den totalen Krieg, in dem cs um Sein oder Nichtsein der ganzen Nation geht, bedingte Maßnahme. Sie ist durch eine höhere, ja die höchste Gewalt erzwungen, durch bas Recht der Selbstbehauptung der Na­tion. Ihr haben sich alle Gefühle, alle Maßnah­men ein- und unterzuordnen, so hart sie auch er­scheinen mögen. Denn in diesem Entscheidungs- kamps gibt es nur eines: wir müßen mit allen Kräften für den Sieg arbeiten, wir müssen den letzten Mann und die letzte Frau, alles, was wir an Energien aufzubringen vermögen, für den Endsieg mobilisieren. Das ist. das harte, das unerbittliche Gebot der Stunde.

Es rft gerade vom nationalsoziattstischen Stand­punkt aus hart, diese Maßnahmen zu treffen. Die Kernrdee des Nationalsozialismus ist aller Gleichmacherei feind und stützt die Verschie­denheiten der Berufe, die erst aus der Vielheit einen Staat, ben nationalsozialistischen Staat, bil­den. Die schöpferische Individualität wird gerade vom Nationalsozialismus als Idee und Wirtschaftsform gefördert, sie ist gewissermaßen der rote Faden, der alle Maßnahmen durchzog. Diese Idee ist grundsätzlich verschieden von dem nivellie­renden Bolschewismus, der jede Gesondertheit aus­rottet und Menschen mit normierten Gehirnen und geistloser Dressurarbeit züchtet. Der Nationalsozialis­mus ist auch Erbfeind der plutokrati- schen Wirtschafts- und Geisteshal- tu n g, wo wenige alles und die Masse nichts hat, wo der Mann, der Millionen zusammen gaunert und dabei Hunderte oder Tausende von Existenzen mitleidlos ruiniert, wie zum Beispiel der jetzt ver­storbene Morgan oder Rockefeller in den USA., zu den Zierden der verderbten' Moral Englands ober der USA. gehört. Was der einzelne in Deutschland an Wohlstand erworben hat, was er in seinem Be­ruf durch jahrzehntelange Arbeit aufbaute, die Un­summe von Fleiß und Tüchtigkeit, darf und wird nicht verloren gehen. Der Mann, der einen Gast­wirtschaftsbetrieb leitete, ist durch feine Tätigkeit mit den Dingen seines Berufes oerträut wie kein anderer, der Einzelhändler, der oft unter Verzicht auf augenblickliche materielle Vorteile sein Geschäft ausbaute und hochbrachte, der Handwerker, der als Meister einen langen Entwicklungsgang durchmachte,

sie alle hatten sich im Laufe ihrer Berufstätigkeit einen Kundenkreis geschaffen, der zu ihnen Der. trauen hatte. Nicht nur materiell, sondern auch rein gefühlsmäßig ist die Schließung von Betrieben m dieser Kriegszeit gewissermaßen ein Zerreißen vie­ler Fäden, und es ist nicht verwunderlich, daß btt* Stillegungen mancherlei Befürchtungen erregten.

Dem muß entgegengehatten werden: Der Na-- ttonalsoziattsmus will gerade die Selbständig­keit der Einzelnen und vor allem auch des Handwerks fördern und erhalten. Er ist geradezu in feinen völkischen und wirtschaftlichen Ideen im Einzelbetrieb verankert. Er gibt die feier­liche Versicherung, daß die Betriebe, die heute unter dem Zwang des Krieaes geschloffen werden müssen, deren Inhaber und Personal der großen Kriegs­maschinerie zugeführt werden, die unseren tapferen Frontkämpfern Munition und allen Bedarf schaffen muß, damit sie den Sieg erringen, nach dem Siege wieder eingerichtet werden und daß niemand irgendwelchen Schaden haben wird.

Wir wollen keine Einheitsmenschen und keine staatliche Zwangswirtschaft, wir wollen, daß nach dem Siege wieder die vielfältigen Beziehungen des Wirtschaftslebens voll und ganz hergestellt werden. Deshalb ist es auch nicht erforderlich, daß die In­haber ftillgelegier Bettiebe nach dem Kriege eine besondere Konzession zur Wiederaufnahme ihres Gewerbes. einzuholen haben, Es kann keine Rede davon sein, daß bei den Gefchästsschließungen etwa politische, wirtschaftspolitische, weltanschauliche oder andere Gründe eine Rolle spielen. Im Gegentell: Jeder Gedanke einer etwaigenFlurbereinigung" oderBranchenbereinigung" ist a b s ur d und wird, da er im schärfsten Gegensatz zu den nationalsozia- listtschen Tendenzen steht, strikte a b g e l e h n t. In dem Augenblick, da der Sieg errungen und die jetzt vordringlich gewordene Arbeit für den totalen Krieg und Sieg überflüssig geworden ist, sind auch die da­für beschafttgten Arbeitskräfte überflüssig und kön° nen zu ihren ursprüglichen Berufen zurückkehren.

Die Opfer, die jeder einzelne gebracht Hot, haben dann die Gemeinschaft gerettet, das Leben der Nation geliefert und gewissermaßen ver­ewigt. Es ist nicht mehr als das einfachste Rechts­prinzip, daß denen, die diese Opfer gebracht haben, auch der Donk des Vaterlandes gilt, und daß diese Opfer nicht nur ausgeglichen werden, son­dern obendrein noch eine besondere Wür-> d i g u n g finden. Und es ist nur ein Ausdruck des Dankes der Nation, daß ihnen wieder die Möglich­keit gegeben wird, das reiche Wirtschaftsleben mit- zuformen, das das Deutschland der Friedensjahre so elastisch und schöpferisch gestaltete. Jetzt zwingt der unerbittliche Krieg alles in f etn en Bann. Er ist uns aufgezwungen, und wir werden der Welt zeigen, daß wir ihn total führen, um einen totalen Sieg zu erringen. Gerade die Mobilisierung der Arbeitskräfte dient diesem Endziel. Shelley hat gesagt, die Notwen­digkeit sei die Mutter des Weltalls. Sie fft jeden­falls die Mutter des Sieges. Ihn gilt es zu sichern. Und nach ihm sollen die kleinen, selbständigen Exi^ stenzen wieder aufleben, die Deuffchland braucht, und die nicht zuletzt es groß gemacht haben.

Rolläden ale> zusätzliche Verdunkelung.

Zur Aufkläruna von Zweifeln wixd in derSi­rene" des Reichsmstschutzundes mitgeteilt, daß der Mieter bei der Benutzung der Rolläden als zu­sätzlicher Verbunkelungsvorrichtung keiner Einschrän­kung unterworfen ist. Eine Verpflichtung, in der­artigen Fällen auch lichtdichte Verdunkelungsvor­richtungen vor jedem Fenster anzubringen, gibt es nicht. Jeder ist lediglich dafür verantwortlich, daß bei Dunkelheit kein Licht ins Freie tritt. Die krieas- bebingte. Mehrbeanspruchung der Rolläden muh der Hausvesitzer in Kauf nehmen.

Einlösung der Wertscheine des Kriegswinterhilfswerkes 1942/43

Der Reichsbeaufttagte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes gibt folgendes bekannt: Die Güttigkeit^auer der Wertfcheine des Kriegswinter­hilfswerkes 1942/43 endet mit dem 31. März 1943, d. h. bis zu diesem Zeitpunkt müsstn die Wertscheinc non den Betreuten des WHW. in Zahlung gegeben fein. Bis zum 31. Mai 1943 muß die Einlösung der Wertscheine durch den Einzelhandel bei den Kredit­instituten erfolgen. Die noch bei den Einzelhan- delsgefchäften befindlichen Wertscheine des Kriegs- winterhilfswerkes 19'41/42 werden bis zum 31. Mai 1943 von der Dienffftelle des Reichsbeaus» '^Schon^ut^as^wtt^si^n^er^a^g^eraus- stellen. Wo steht der Wagen?"

In der Garage, die zur Tankstelle am Bahnhof Hammerkott gehört."

Gut."

In diesem Augenblick steckte der alte Peddersen den Kopf zur Tür herein. *

Sie werden eben einmal am Telephon gewünscht, Herr Kommissar."

Bärensprung sah ärgerlich auf. Er liebte solche Unterbrechungen nicht.

Von wem?" fragte er ungehalten.

Ein Dienstgespräch aus Essen."

Sofort war er auf den Beinen. Das konnte nur mit dem Fall Meinders zusammenhängen. Andere dringliche Sachen lagen im Augenblick nicht vor, die wichttg genug waren, daß man ihn hier mitten in der Untersuchung ans Telephon zitierte. Möglich, daß dieser Meinders inzwischen gestorben war. Wäre schade, aber

Erwarten Sie mich bitte,, hier, Herr Doktor. Ich habe noch ein paar Fraßen an Sie zu stellen"^ sagte er kurz und ging eilig hinaus.

Werner Hellingrath sah ihm aufatmend nach. Ein paar Minuten wenigstens war er jetzt diese ewig fragenden und suchenden Augen los. Aber was würde nun folgen, wenn es ihm auch bann nicht gelang, die immer heftiger würgende Schlinge abzu­werfen? Ganz ohne Zweifel war dieser Mann schon davon überzeugt, daß er der Täter war.

Was bann?.