Ausgabe 
30.4.1943
 
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Vom Schicksal verweht

Roman von Holla Qutkelch

16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Der Häuptling betrachtet augenzwinkernd ihr, schmales Gesicht, ihre schlanke Figur.Ich mir auch 1 freuen quäh aber du essen nicht genug. Du werden nie finden Mann, oder du viel bezahlen für dich, wenn du sein mager wie Ziege."

Rubber hat das Grammophon aufgezogen und eine neue Platte aufgelegt. Voller Ueberraschung ruft Je-crois-en-Dieu:Ich auch haben Musik­zauber quäh!" und schon greifen seine Hände gierig nach dem Kofferapparat. Rubber hält das Grammophon fest,No, alter Erpresser Miß Larsens Grammophon auch noch?!" Beide ziehen an dem Apparat.

Dos Passos mutz wieder dazwifchentreten, er will um keinen Preis feine Impfaktion gefährden lassen.Lassen Sie es ihm, Rubber. Bueno, Je-crois-en-Dieu auch haben Musikzauber, aber so­fort ansangen und Neger holen, verstanden?"

Der Häuptling schüttelt den Kopf.Ich verstehen nur, wenn du zahlen ein Peso für Neger, dem du machen Loch in Arm, und zehn mal zehn Peso für zehn mal zehn Neger, sonst ich verstehen nix."

Herr Professor, bestätigen Sie unserem schwer­hörigen Freund, daß er seine Pesos bekommt."

Forster rechnet ihm vor:Wenn du bringst zehn mal zehn Neger, du bekommst zehn mal zehn Pesos."

Voller Würde schreitet Je-crois-en-Dieu zur Tür. ,Lokoli sie fu gomba mashimba ko?"

Die Leibwache rührt ihre Trommeln. Daraufhin treten immer mehr Neger aus der Dschungel. Sie kommen in kleinen Trupps anmarschiert, immer eine Familie. Die Aerzte und ihre Hausneger bringen die Persistin-Ampullen, Alkoholflaschen, Watteballen und den Kasten mit den Spritzen her­über in dos Sanitätszelt. Vor dem Zelt sitzt Rubber

an einem Tisch und schreibt die Zahl der Geimpften auf. Neben ihm steht der Professor und bewacht die Kassette mit den Silberpesos. Je-crois-en-Dieu zählt immer zehn Neger ah. Schickt sie in das Zelt. Die anderen müssen warten. Gerade ist wieder ein neuer Schub fällig.Eine zwei dreie sechs", zählt der Häuptling seelenruhig.

Vier", verbessert Rubber, der schon gelernt hat, daß man bei diesem Dschungelhelden aufpassen muß.Vier fünf sechs sieben", zählt Je-crois-en-Dieu, als sei nichts gewesen, weiter und dann ganz schnell:acht neun zehn mal zehn!" Er wendet sich an Forster:Jetzt du zahlen zehn mal zehn Peso!"

Will, Rubber nimmt aus der Kassette eine Geld­rolle.Hier, du schwarzer Rabe!"

Je-crois-en-Dieu wiegt die Rolle mißtrauisch in der Hand und sieht ihn fragend an. Der, Reporter lächelt ironisch.Mit so kleinen Sachen geben wir uns nicht ab."

Trotzdem öffnet der feiste Schwarze die Geld­rolle,, nimmt bedächtig einen Peso heraus und beißt darauf. Dann gähnt er wie ein Löwe.Jetzt sein Je-crois-en-Dieu müde hoben wir genug ge­arbeitet heute!" e

Drinnen nimmt Dos Passos die Injektionen vor. Er hat sich die Aermel aufgekrempelt. Dor ihm steht gerade ein großer Neger, dem er mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch den Oberarm desinfiziert. ,',Also, das wäre Patient Nummer 91. Notieren Sie, Lewis: Leichter Fall, fieberfrei, keine Symptome mehr. Anfall schon abgeklungen. Vorbeugungsampulle." Während Lewis in seinem Heft die Notiz festhält, reicht Virginia Dos Passos die Ampulle. Ihre Blicke streifen sich. Dann nimmt der Arzt aus einer Desinfektionsschale die Spritze und meint» gemütlich:Nun wollen wir mal sehen, mein Sohn, ob du Mut hast."

Aengstlich schielt der schwarze Riese nach der Spritze, und als Dos Poffos seinen Arm packt, schreit er verzweifelt auf. Da teilt sich der Vorhang am Eingang des Zeltes, Je-crois-en-Dieu erscheint,

rollt dämonisch mit den Augen und stößt einen Negerfluch aus. Der wilde Zuruf scheint das Blut des Schwarzen erstarren zu lassen. Wie hypnoti­siert bleibt er stehen, während Dos Passos schnell die Injektion macht.

Na, hctt's weh getan?" fragt Dos Paffos freund­lich. Der Schwarze kann gar nicht begreifen, daß dies alles gewesen sein soll. Er hat wohl erwartet, gevierteilt zu werden. Plötzlich, in naiver Dankbar­keitsregung, streckt er Dos Passos auch noch den anderen Arm hin.Das könnte dir so passen! No, no, Amigo. Der Nächste bitte."

Aber der Nächste, ein kleiner schwarzer Pummel von sechs Jahren, der eben noch auf seinem Platz stand, ist verschwunden. Sein Vater sucht das ganze Zelt ab. Endlich sieht Virginia unter einem in der Ecke stehenden Stuhl, auf dem Schlafdecken und Tropenhelme liegen, ein nacktes, schwarzes Füßchen hervorschauen. Sie bückt sich, zieht ein wenig daran. Erschrocken fährt der Fuß zurück. Da nimmt sie den ganzen Stuhl weg und trägt den zappelnden Jun­gen zu Dos Passos.Olla olla da ist ja unser Ausreißer!" ruft der Arzt. Energisch und mütterlich zugleich hält Virginia den kleinen Kerl wahrend der Injektion fest.,Dicke Tränen laufen über ferne Wangen, als die Äerztin ihn endlich loslassen darf, i Virginia nimmt ihre Tätigkeit, Ampullen zu öffnen, wieder auf. Lewis tritt zu ihr. Er geht unsicher, seine Augen haben einen fiebrigen Glanz. Sie reicht ihm eine Schale mit gefüllten Spritzen. Ist das nicht herrlich, Bob, daß alles so gut ge­gangen ist?" fragt sie.Ich bin dir so dankbar, du hast dich wundervoll benommen."

Lewis deckt müde die Hand über das Gesicht und antwortet nicht. Erst jetzt bemerkt Dirginia seinen eigentümlich starren Ausdruck.Bob, was hast du denn?"

Klirrend fällt die Schale mit den Spritzen zu Boden. Lewis lehnt, vor Fieber glühend, an einer Kiste. Virginia stützt ihn, so gut sie kann. Dos Passos hat das Klirren gehört. Als .er Bobs Puls fühlt, weiß er sofort Bescheid.Sie haben ja Fieber!"

Sa, ich glaube, tnuhhat's erwischt'/'

Er muß sofort ins Bett", ordnet Dos Passos an. Würden Sie, bitte, mit anfassen, Profefsor? Wir bringen ihn in sein Zelt." Die beiden Aerzte haken Lewis unter und führen ihn. Virginia ist schon voraus gegangen. Sie fd)Iägt in Bobs Zelt dis Decken des Feldbetts auf und bleibt, nachdem Dos Passos und Forster gegangen sind, bei dem Kranken.

Gegen Abend, als die letzten Neger die Station verlassen haben, ist Dos Passos' erster Weg in Lewis' Zelt. Dirginia sitzt an seinem Bett. Bobs heiße Hand hält krampfhaft die ihre.Immer noch ohne Bewußtsein!" sagt Virginia traurig.

Es ist ein sehr schwerer Malaria-Anfall, geradezu- eine Herzattacke", stellt Dos Passos fest. Professor Forster hat Dos Passos' letzte Worte gehört.Armer Kerl! Ob wir vielleicht doch noch einmal Kampfer geben?"

Nein, Herr Professor, das hilft auch nur für den Augenblick", entgegnet Do^ Pasios.Doch das schlimmste ist, daß wir kein Persistin geben können, solange das Fieber nicht herunter und das Herz z entlastet ist."

,Za, da .müssen wir wohl abwarten ..." Ratlos zuckt Forster die Achseln.

... abwarten und hoffen, daß das Herz durch­hält."

Dirginia bekommt ängstliche Augen.Ist es so schlimm?"

Die Gefahr einer Herzlähmung besteht immer.

Dann ist es doch wohl besser, wenn einer von uns Nachtwache hält."

Ich bleibe bei ihm", sagt Dirginia schnell.

Sie sind sicher sehr abgespannt, Miß Larsen, ich glaube"

Virginia ist von ihrem Entschluß nicht abzu­bringen. Sie bringt die beiden Aerzte zum Aus­gang des Zeltes, als Lewis' Stimme klanglos an ihr Ohr dringt:Virgin!"

Sie beugt sich über ihn.Ja, Bob?"

(Fortsetzung folgt.)

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1. Marinehelferinnen werden bei den Land- dienststellen der Kriegsmarine in der Heimat und vom 21. Lebensiahre ab auch rn autzer- heimischen Gebieten eingesetzt. Sie stehen nn privatrechtlichen Bertragsverhältms. Das Beschäftigungsverhältnis dauert nn allge­meinen bis Kriegsende.

2. Marinehelferinnen werden verwandt: , a) als Stabshelferinnen: Einsatz erfolgt bei Stäben der Kriegsmarine im Geschäfts­zimmerdienst. ' , p T ,

b) Als Truppenhelferinnen: Einsatz erfolgt im Nachrichten-, Flugmelde- und Flakdrenst.,

3. Truvpenhelferinnen tragen tm lenst Schubbekleidung. .

4. Wünsche hinsichtlich Verwendungsari und -ort werden weitgehend berücksichtigt.

5. Abfindung der Marinehelferinnen richtet sich nach den Bestimmungen der Tariford­nungen des öffentlichen Dienstes entsprechend ihrer Tätigkeit.

In außerheimischen Gebieten erhalten sie außerdem freie Unterkunft und Verpflegung, sowie Einsatzzulage. .

Im Heimatgebiet erfolgt bei Bedarf Unter­bringung in Heimen der Marinehelfermnen mit Gemeinschaftsverpflegung.

6. Bewerbungen imt Einstellungenx als Marinehelferinnen sind ausschließlich zu richten y

a) für Verwendung im Reichsgebiet: an die 1. Mar.-Helf.-Ersababteilung in Flensburg oder an die 2.Mar.-Helf.-Ersatzabteilung in Leer (Ostfr.)r , ,

b) für Verwendung in den besetzten west- und südeuropäischen Gebieten: an die 2. Mar.-Helf.-Ersababteilung in LeerlOstfr.);

c) für Verwendung in den nord-, ost- und südosteuropäischen Gebieten: an die 1. Mar.- Helf.-Ersababteilung in Flensburg. [ 1377V

7. Angehörige der Geburtsjahrgänge, die zum Nelchsarbeitsdienst heranstehen, können erst dann eingestellt werden, wenn sie nach der Musterung von der Ableistung des RAD. befreit werden oder hu Falle der Nichtbe­freiung den Arbeitsdienst planmäßig abge­leistet haben. Unabhängig davon können Bewerbungsgesuche auch wahrend der Ab­leistung des Arbeitsdienstes gestellt werden.

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