Oer Luftballon.
Von Arne Marie Jürgentz.
Am Rhein, dort, wo der breite Strom ist, dessen jenseitiges Ufer zwischen Weiden und Wiesen verdämmert, wachsen zwei kleine Iunaen auf, zwei Brüder, die meinem Herzen nahesteyn.
Dem Geltesten, Henning, zehnjährig, sonnverbrannt und stämmig, einem 'Pimpf, wie er sein soll, mit einem echten, offenen Jungensgesicht, fliegen alle Herzen zu. Er ist immer vergnügt, immer zufrieden und vom Glück geliebt wie von den Menschen. Und wenn es ihn wirklich einmal im Stich läßt, so meint er, daß es hätte noch schlimmer kommen können. So steht er chtn Leben auf seinen festen, von Narben bedeckten Jungensbeinen. Nichts Böses kann ihm begegnen. Das Leben wird es gut mit ihm meinen. Er wird vielleicht niemals etwas Großes erreichen, denn es schenkt sich ihm alles zu leicht, doch er wird glücklich sein und zufrieden. Wir brauchen uns nicht um ihn zu sorgen.
Aber unser Brüderchen — ach, unser kleines Brüderchen! Von Geburt an war es feiner Mutter Sorgenkind, durchaus nicht zimperlich, aber zart und anfällig, mit einem feinen Gesichtchen unter hellblondem, weichen Haar und dunkelblauen, sehr ernst dreinschauenden Äugen.
Dieser kleine Kerl hat immer Unglück, er ist der Pechvogel sozusagen in der höchsten Potenz. Haben die anderen Kinder im Garten ein Messer achtlos fortgeworfen — Brüderchen stolpert hinein und tut sich sehr weh. Fällt ein dicker, reifer Apfel vorn Baum, so plumpst er anderen Kindern als willkommene Gabe vor die Füße, aber* Brüderchen fällt er unfehlbar auf den Kopf, und es gibt eine schmerzende Beule.
An einem strahlenden Sommer-Sonntag ging ich mit den beiden Jungen zur Kirmes, und da passierte bann also die Sache mit dem Luftballon.
Nachdem genug geschaukelt, geritten und Karussel
gefahren war, bekam sedes Kind einen Groschen, um am Glücksrad zu setzen. Brüderchen stand mit gro- zen Augen da und sah voll Angst und Spannung )em knarrenden und ' rollenden Rade nach — jetzt tanb es still — — bebend und erwartungsvoll blickte das Kerlchen, das die Zahlen noch nicht lesen konnte, mich an: es war eine Niete. Natürlich war es eine Niete.
Nun kam die Reihe an Henning. Er stand da, die Hände in den Hosentaschen, und pfiff sich eins, während das Rad sich drehte. Und als es anhielt, hatte er gewonnen! Natürlich hatte er gewonnen. Einen Korb voll Süßigkeiten, den er strahlend, aber keineswegs erschüttert, entgegennahm.
Ich hatte den vermessenen Glauben, die Waage der Gerechtigkeit ins Gleichgewicht bringen zu können und spendierte noch einmal jedem einen Groschen. Brüderchen heimste feine zweite Niete ein. und Henning — gewann den ersten Preis! Ich lüge nicht, er gewann den ersten Preis! Der bestand aus einem Kanarienvogel, einem „ff hochedlen Rol-, fcr\ allerdings ohne Bauer, das mußte, da dieses Glückspfand fönst schwerlich nach Haufe zu schaffen mar, bei dem geschäftstüchtigen Diener Fortunas für etliche Mark dazu erstanden werden. (Unter uns: gesungen hat er nie, er war ein Weibchen, der hochedle Roller!)
Nun ist es aber unmöglich, mit zwei Kindern von der Kirmes nach Hause zu gehen, von denen das eine in der einen Hand einen Korb mit Süßigkeiten, in der anderen einen Voael im Bauer heim- träqt, während das zweite Kind teere Hände hat. Also wurde Brüderchen nach seinen Wünschen gefragt, und da es sich einen Luftballon wünschte, wurde dieser Wunsch lo^rt erfüllt. Als ich die verklärte Freude sah, mit der die schöne bunte Kuacl betrachtet wurde, schien mir nun dennoch die Göttin der Gerechtigkeit ein Einsehen nehabt zu haben.
Doch grausame, unerbittliche Mächte standen in Gestalt einer Weißdornhecke heimtückisch im Hinterhalt und lauerten auf ihr Opfer, das sich ihnen ahnungslos und kirmesselig nahte. Da streckten sie
chre langen, spitzen Dornen aus — und knall! ein schöner, bunter Luftballon war gewesen, war ganz einfach zerplatzt, verschwunden, aufgelöst in ein Nichts!
Ich nahm Brüderchen fest an die Hand und rief: „Komm, wir laufen zurück und kaufen einen neuen!" Und wir holten einen noch schöneren, noch leuchtenderen, purpurroten! Und diesmal kamen wir unbeschadet an der Hecke vorbei, Brüderchen hielt ihn fest, ganz fest — und doch nicht fest genug! Bengel warfen einen Knallfrosch vor unsere Füße, Brüderchen erschrak — und von dannen flog der Luftballon! Höher und höher, kleiner und kleiner werdend, zuletzt nur mehr ein rotes Fünkchen im unendlichen Himmelsraum
Lange hat Brüderchen dagestanden, die kleine, leere Faust noch erhoben, und es ganz einfach nicht gefaßt. Dann kam der Schmerz und das bittere Weinen. So kehrten wir heim von der Kirmes.
Doch was ist das? Was hängt im Fliederbusch im Garten? Wiegt sich hin und her und kann doch nicht auf und davon, weil sein Haltefaden im' Gebüsch verwickelt ist? Eine leuchtende Kugel! Ein roter Luftballon!!
Und die kleinen Hände nesteln ihn los, tragen ihn beseligt ins Haus. Und ich nehme unseren kleinen Jungen auf den Schoß und erzähle ihm leise in der Dämmerung, daß der liebe Gott zu dem Luftballon sagte, als er in den Himmel kam: „Flieg schnell wieder zurück zur Erde, damit Brüderchen nicht traurig ist!"
Und Brüderchen schmiegt sich an mich, und die heimatliche Stube mit ihren schützenden Wänden ist um ihn und die rote Kugel, die nichts und niemand ihm wieder entreißen kann ...
Da klingelt es schrill, und man hört, wie Nachbars Suse eingelassen wird. „Suse!", ruft Brüderchen und läuft ihr entgegen, „der liebe Gott ..."
„Gib sofort meinen Luftballon her!" schreit Suse im höchsten Zorn, „er ist mir fortgeflogen und in eurem Fliederbusch hänaengeblieben, u'nb du hast ihn dir hingenommen! Alle haben es gesehen, und
deutet, sondern tätige Wachsamkeit. Die Rüstung des Landes hat allmählich Achtung gebietenden Umfang erreicht. Stockholm legt dafür nicht nur mit den vielen Uniformen im Straßenbild, sondern auch Mit der Wohnungsnot Zeugnis ab, welche vor allem eine Folge der in der Reichszentrale konzentrierten und vermehrten Wehrbehörden ist.
Der flüchtige Fremde, der abends durch die erleuchteten Straßen wandert, der in den Restaurants die elegant gekleideten Stockholmer bei heiterer Geselligkeit beobachtet oder in den Geschäften die immer noch gefüllten Regale sieht, wird leicht den Eindruck nach Hause nehmen, er sei auf einer Insel, des Friedens gewesen, in einer Welt von vorgestern, welche von dem harten Geschehen von heute
nicht berührt ist. Gewiß ist Schweden eine Insel des Friedens im Sturm der Zeit. Wer aber länger au] dieser Insel wohnt, weiß, daß der Schein des ersten Eindrucks den reisenden Geschäftsmann oder Unternehmer heute nicht weniger leicht irreführt, als früher den Touristen. Der Atem »des Krieges tft auch hier in Stockholm zu spüren. Seine Wrkun- gen sind, in manchem geringer, in manchem aber nur andersartig als in den übrigen Ländern Europas. Vergangenheit und Gegenwart Stockholms sind uns bekannt. Wird es auch eine Zukunft haben, welche ihm mehr verspricht als nur die Stellung einer Hauptstadt Schwedens und Residenz des Monarchen?" Wir find uns bewußt, daß nicht mir, sondern die Schweden die Antwort zu finden haben.
Kampfgemeinschaft auf Gedeih und Verderb.
OaS deutsche Volk macht Churchills Bombenterror zuschanden.
Berlin, 29.März. (DNB.) Aus Anlaß eines Besuches im Westen des Reiches svrach Reichspressechef Dr. Dietrich vor der Presse über seine Eindrücke in den bombardierten Gebieten. Er kennzeichnete den Terrorkrieg unserer Gegner als einen Vernichtungsfeldzug gegen die Zivilisation, gegen die menschlichen Wohnungen und Heimstätten von Frauen und Kindern. Als Beweis für die vorbedachte Absicht und die wahre Taktik dieser verbrecherischen Kriegführung führte er ein unwiderlegliches Zeugnis Winston Churchills an, der schon im Jahve 1934 einen Zeitungsartikel veröffentlichte, in dem er zukunftweifend schrieb: „Vielleicht werde es sich im nächsten Krieg darum handeln, Frauen und Kinder, oder die Zivilbevölkerung überhaupt, zu toten, und die Siegesgöttin wird sich zuletzt voll Entsetzen jenem vermählen, der dies im gewaltigsten Ausmaß zu organisieren versteht.? Das seien seherische Worte des Schuldigen am Terrorkrieg, der das Verbrechen, das er damals beschrieb, nun in die Tat umsetzen möchte. Er habe den Bombenkrieg gegen Frauen und Kinder begonnen und den Mord gegen die Zivilbevölkerung kriegsmäßig organisiert.
Um die Tapferkeit der Gesinnung in die Herzen
oller zu pflanzen, müssen wir unsere Herzen verhärten und uns auch innerlich auf den Boden einer grausamen Gegenwart stellen. In dem vom Bombenkrieg unserer Gegner getroffenen Gebiet hat die Bevölkerung diese Umstellung des Denkens vollzogen. Sie hat die Hoffnung unserer Feinde, durch Bombenterror gegen Frauen und Kinder die moralische Kraft, die Siegeszuversicht und den Kampfeswillen des deutschen Volkes niederbvechen zu wollen, durch ihre bewundernswerte Haltung zuschanden gemacht. Die Briten hatf>en das Gegentell von dem erreicht, was sie durch ihre Mordbrennerei erreichen wollten. Sie haben die Bevölkerung nicht schwach und wankelmütig gemacht, sondern h a r t und v e r b i ff e n und zu einer Kampfgemeinschaft auf Gedeih und Verderb zusammengeschweißt. Diese starke Haltung der Bevölkerung in den bombardierten Gebieten wird die Haltung des ganzen deutschen Volkes sein, wohin unsere Gegner auch immer ihre verbrecherischen Terrorangriffe richten werden. Aus dieser wahrhaft großen Haltung, aus dieser bedingungslosen Hingabe an die Nation und chrer Entschlossenheit zu kämpfen und zu siegen, erwachsen die Kräfte, die der Sieg in diesem harten Kampf von uns fordert.
Mit dem tt-Epähtrupp unterwegs.
Aus dem Reich.
Mit 80 Zähren im aktiven Wehrdienst.
Oberstleutnant d. R. Z. V. Hans-Heinrich Hof- r i ch t e r, der älteste hn aktiven Wehrdienst stehende Offizier der deutschen Wehrmacht, vollendete das 80. Lebensjahr. Er wurde in Königsberg geboren. Nachdem er in Reval die Reifeprüfung abgelegt und dann an der Universität Berlin Geschichte und Volkswirtschaft studiert-hatte, trat er 1886 als Einjährig-Freiwilliger in das Felb-Art.-Regt. 1 in Königsberg ein, in hem er 1905 Leutnant d. R. wurde. Den ersten Weltkrieg machte er an der Front mit. Ass Major schied er aus dem Heeresdienste aus. 1930 trat er in Stettin in die NSDAP, und in die SA. ein, in der er zuletzt als SA.-Oberführer zum Stabe der SA.-Gruvpe Berlin-Brandenburg gehörte. Bei Ausbruch Oes Krieges stellte er sich tkotz seines hohen Alters für eine Frontverwendung zur Verfügung. Er hat als SA.-Führer und als Offizier bero'iefen, daß man sich auch im hohen Alter wehrfähig erhalten kann. Wegen feiner Verdienste im rückwärtigen Heeresgebiet im Osten wurden ihm die Kriegsverdienstkreuze 2. und 1. Klasse verliehen. Der Führer hat dem in zwei Kriegen hochbewährten Offizier und dem um die wehrgeistige Erziehung verdienten SA.-Führer in einem persönlichen Handschreiben die Glückwünsche zum 80. Geburtstag ausgesprochen und ihn zum Oberst befördert. Reichsminister Dr. Goebbels sprach ihm seine herzlichen Glückwünsche aus. Stabschef Lutze überbrachte ihm fein. Bild mit eigenhändiger Unterschrift und beförderte ihn zum Brigadeführer.
Lufischuhdieuflpflicht.
Durch die 8. Aenderungsoerordnung zum Luft- schutzrecht sind nun im gesamten Reichsgebiet alle Personen, bei denen nicht körperliche Behinderung oder besondere Berufspflichten entgegenstehen, traft Gesetzes zur Luf t schutz d ien stp f l i ch t im Selbstschutz herangezogen worden. Eine polizeiliche Heranttehung einzelner Personen zum Selbstschutz entfällt in Zukunft. Alle im Hause zur Verfügung stehenden Kräfte können von den örtlichen Luftschutzttitern für Am gaben des Selbstschutzes ein» geteilt werden. Wo Gefahren für Leden oder Sachwerte entstanden sind, können ferner außer den Polizeibeamten alle Führer des Selbstschutzes und ihre
Vertreter sowie mit polizeilichem Ausweis versehens Amtsträger des Reichsluftschutzbundes alle in der Nähe der Schadensstelle sich aufhallenden Personen, die nicht anderweitig eingesetzt sind, zu Diensüei- ftungen im Luftschutz einsetzen. Zu den Führern im Selbstschutz gehören die Luftschutzwarte, die Selbst- schutztruppführex und die Führer der Luftschutzgemeinschaften. Der Aufforderung der Polizeibeamten öder dieser Organe des Selbstschutzes, sich aii der Brandbekämpfung, bei der Bergung Verschütteter oder bei sonstigen Hilfeleistungen zu beteiligen, muß Folge geleistet werden. Bei Körperschäden, die infolge solcher Dienstleistungen im Luftschutz eintreten, wird vorn Reich Fürsorge und Versorgung gewahrt. Das Reid) erhebt die Gewerbesteuer.
Um eine weitere Vereinfachung des Steuerwesens durchzuführen, wird die Gewerbesteuer (außer der Lohnsummensteuer) vom 1. April 1943 ab durch das Reich erhoben. Die Gewerbesteuer gehört zu den Realsteuern, die bisher von den Gemeinden zu erheben waren. Da jedoch die Finanzämter ohnehin den Pewerbesteuermeßbetrag festgesetzt haben, dient es^r Verwaltungsoereinfachung, wenn die Finanzämter auch die Gewerbesteuer selbst erheben. Die Erhebung der Grundsteuer erfolgt weiterhin durch die Gemeinden. Neben einer Neureae- lung der Besteuerung des Wandergewerbes sollen weitere Maßnahmen zur Vereinfachung der Gewerbebesteuerung getroffen werden. Das Aufkommen der Gewerbesteuer fließt den Gemeinden zu.
Kleine politische Nachrichten.
Am 31. Marz findet die Prämienziehung der durch die Reichsleitung dek NSDAP, durchgeführ- ten Kriegs-Winterhilfe-Lotterie 1942/43 statt. Zur Verlosung kommen 1236 Prämien im Gesamtwert von 192 000 RM., darunter 12 Sonderprämien zu je 5000 RM. Das Ergebnis wird durch Gewinnlisten bekanntgegeben, die ab 7. April in allen Losvertriebsstellen au fliegen.
In Berlin starb Friedrich H u ff o n g, der jahrelang Leitartikler der früheren „Täglichen Rundschau war. Seit 1919 wirkte er an den Zeitungen und Zeitschriften des Scherloerlages. Wetten Kreisen
NSG. Die L e i b st a n d a r t e ff „Adolf Hitler" stellt Freiwillige ein. Das Merk- ' blatt über die ausführlichen Einstellungsbe- bingungen ist bei den Ergänzungsämtern der Waffen--- Rhein (XII), Wiesbaden, Bahnhofstraße 46, und „Fulda-Werra" (IX), Kassel, Löwenburgstraße 10, sowie bei allen Dienststellen der Allgemeinen --, der Polizei und der Gendarmerie anzufordern.
In der Division der ßeibftanbarte ff „Adolf Hiller" ist der Kommandeur der Aufklärungsabtei- lung bekannt unter dem Namen des „schnellen M.". Bei den letzten Unternehmungen zur Erkundung wichtiger strategischer Angriffspunkte hat der Kommandeur feinem Namen wieder alle Ehre gemacht, und auch die Abteilung erfüllte ihre Aufgabe mit Schneid.
In.nächtlicher Fahrt über Wege, auf denen bisher noch kein deutsches Fahrzeug gefahren war, tauchten aus dem Morgennebel plötzlich die Umriffe eines Ortes auf. Als beherrschende Bauten waren der hohe Wasserturm und das Doppelgebäude der Mühle zu erkennen.
Es galt festzustellen, ob und wie stark die Ortschaft befestigt war und ferner, die Zugangsmöglich- feiten zur Ortschaft zu erkunden. In scheinbarer Ruhe und Friedlichkeit lag der Ort vor uns. Die Sonne war inzwischen hochgekommen und brannte recht erfreulich auf die von der Nachtfahrt erstarrten Glieder. Dichte Hecken von in vierfacher Reche angepflanzten Akazien verliefen, jeweils recht- winkelig aufeinanderstoßend, vor der Ortschaft, und unterteilten fo das weite Vorland. Im Schutze dieser Hecken stießen wir vor.
Nun mußten wir, vielleicht auf 500 Meter an den Ort herangekommen, die schützende Hecke verlassen. Ein Feldweg führte unmittelbar auf die Orttchast. Das Spitzenkrad tastete sich langsam an den Feind heran. Daß der Ort besetzt sein mußte, war inzwischen erkennbar geworden. Man sah Rauch aufsteigen, der sich langsam fortbewegte: durch das Glas erkannte man einen Güterzug, den die dampfende Lokomotive aus. dem Ort herauszog. Die in Stellung gebrachten Infanteriegeschütze eröffneten das Feuer, das bald erwidert wurde. Nun war es (klar: wo Geschütze waren, da muhte auch eine sie sichernde Jnfanteriestellung sein.
lieber uns weg rauschten die Granaten der Geschütze. Wann würden wir auf die ersten feindlichen Stellungen stoßen? Bis auf 300 Meter waren wir
an den Ort herangekommen. Eben wie ein Brett lag das Gelände vor uns. Nur unmittelbar am Ostrand -stand Gebüsch und verhinderte die Einsicht. Die Spitze hielt; mit den Gläsern versuchten wir, in dem von Sonnenglanz überflimmerten Land etwas auszumachen. Noch weiter tastete sich das Spitzenkrad vor und verhielt wieder. Da, ein einzelner Gewehrschuß zerriß die Stille und die in uns allen entstandene Spannung! Kaum hatte das Spitzenkrad gedreht, 'da setzte eine fürchterliche Beschießung ein. Der erste Gewehrschuß, den ein nervös geworbener Bolschewist abgegeben hatte, war nicht nur für uns Signal geworden. Maschinengewehrfeuer ratterte über uns hinweg, Pakschüsse knallten, und seitlich von uns wühlten sich die Sprengaranaten in den Boden/Viel zu hoch lagen die Schüsse — tu unserem Glsick, denn der mit 8 Mann besetzte Geländewagen mit dem anhängenden Pakgeschütz war ein großes Ziel. Jetzt hatten mir die schützende Hecke wieder erreicht. Mr wußten, von dieser Seite war es nicht möglich, in den Ort hineinzutommen.
Im großen Bogen umfuhren mir den Ort und versuchten von einer anderen Seite aus unser Glück. Wieder dasselbe wie vorher. Noch ein dritter Versuch, diesmal kamen wir näher an den Ort heran. Riesige Strohmieten boten Deckung gegen Sicht und Beschuß. Von Strohmiete zu Sttohmiete stießen mir vor. Gerade waren mir hinter einem der Strohhaufen herangekommen, ^va knallte es dicht an unseren Ohren, und wir verspürten einen Luftdruck, daß wir meinten, es zerrisse uns das. Trommelfell. Schon schlugen die Granaten des 7-Zentimeter-Geschützes wenige Meter seitlich von uns in den Boden. „Gas"! schrie einer, und der Fahrer gab Gas, daß das Fahrzeug förmlich einen Sprung nach vorne tat. Mit uns brausten die anderen Fahrzeuge davon. Hinter uns stieg der Staub als schützende Wand auf.
Was nun? Eine Schützenkompanie mit einem anderen Zug der Aufklärungsabteilung hatte, während wir den Gegner hinreichend beschäftigten, an einer anderen Seite der Ortschaft mehr Glück. Von Haus zu Haus waren die Kameraden oorgekommen. In ausholendem Bogen brausten wir nach. Fast mußten die Kameraden schon die Ortsmitte erreicht haben, da wurden wir noch seitlich von einigen nicht erledigten Stellungen beschossen. Hier, in einem Gehöft, hatten die Sowjets das Mittagessen zubereitet. Die Feldküche hatten sie zurückaelassen, und auf einem offenen Feuer stand ein Riesenkessel mit einem fade schmeckenden dicken Breü Etwa hundert
Gefangene mit ihrem Gerät waren in unserer Hand, dazu zwei Geschütze, von denen eins dasjenige war, das uns so liebevoll bedacht hatte.
Wir sahen uns den Ort an. Unsere Geschütze hatten gute Arbeit getan. Ein Volltreffer saß mitten in; Bahnhofsgebäude. Rings um den Ort hatten die Bolschewisten Feldstellungen ausgebaut mit Zickzacklaufgräben, Panzergräben und Stacheldraht. Sie waren nicht ganz fertig geworden, wett sie so schnell nicht mit uns gerechnet hatten. Ein gut Teil der Gegner mochte entkommen fein. Würden wir noch stärkeren Widerstand finden? Ein Spähtrupp, den mir am Abend noch einsetzten, zeigte uns, daß die Bolschewisten ihre Sicherungen wett vorgezogen hatten.
Am anderen Morgen in aller Frühe stießen wir weiter vor und fanden die Stadt verlassen.
^-Kriegsberichter Dr. A. Venn.
„Wie Amerikaner."
Aufschlußreiche Feststellungen einer USA.-Zeitschrist.
Lissabon, 29. März. (DNB.) „Die Sowjetunion", so schreibt die USA.-Zöitschrift i f e" , „ist gleich den Vereinigten Staaten ein, ungeheurer Schmelztiegel. Die Bolschewisten sehen aus wieAmerikaner, kleiden sich wie Amerikaner und denken wie Amerikaner. Lenin", so heißt es in der Zeitschrift weiter, „fei wahrscheinlich der größte Mann unserer Zeit. Er habe die Revolution zu einem sinnvollen Vorgang gemacht und ihr viel von der Ungezügelkhett der französischen Revolution genommen!"
Deutlicher ist es ra wohl nun nicht mehr auszudrücken. Wenn die USA. bereits bolschewistisch denken, ist jeder weitere Beweis für die Bolfchewisie- rung der Amerikaner überflüssig. Der Welt aber wird es wieder einmal deutlich gefügt, daß Europa dem Bolschewismus überantwortet wird, daß dies das Ziel der Forderung Englands und der USA. ist. Die Verherrlichung Lenins in diesem Zusammenhang , zeugt im übrigen von kaum zu überbietendem Zynismus. Gegen das Schreckensregiment des> Bolschewismus., hat man sich selbst in den USA. empört. Freilich, heute behauptet mon dreist, daß es sich bei dem bolschewistischen Blutregiment um eine „gezügelte Revolution" gehandelt habe. Wenn Lenin
und seine Schergen nach Ansicht der USA.-Zettschrift „gezügeü" waren, kann sich die gesamte ymlifterte Welt unschwer vorstellen, was aus Europa werden würde, wenn die bolschewistischen Horden sich „ungezügelt" brandschatzend und mordend über Europa ergießen würden. Allein die deutschen Soldaten und chre Verbündeten werden die bolschewistische Flut zurückschlagen und damit Europa gegen den Willen Englands und der USA. vor dem Untergang bewahren.
Wird Iran aufgeteilt?
Rom, 29. Mörz. (Europapreß.) Die Nachrichten über eine bevorstehende Teilung Irans in zwei Gebiete: in ein sowjetrussisches und ein britisches, erhalten nach einer Meldung von „Radio Mondar" neue Bestätigung. Die Agentur weiß zu berichten, daß der nördliche Teil Irans die" Verfassung einer sowjetischen Bundesrepublik erhalten und in dieser Form der Sowjetunion einverleibt werden würde. Der südliche Teil Irans sollte dem Irak angeschlossen und auf diese Weise unter britischen Einfluß gestellt werden. Das werde dadurch erleichtert, daß sich zahlreiche schiitische Heiligtümer im Irak befinden und ein Teil der Bevölkerung, wie die Perser schiitischer Religion sind. Die 1907 durch die Engländer und Russen an der gegenseitigen Einflußzone begonnene Zerstückelung des Irans würde damit durch die Beseitigung der nationalen iranischen Unabhängigkeit und. Einheit, die zuletzt noch 1939 von den Engländern am erkannt Ivorden war, vollendet werden.
Der iranische Ministerpräsident Ali Suheili gab vor dem Parlament die schweren Zwischenfälle, die sich in Täbris zwischen sowjetischen Besatzungstruppen. und der Zivilbevölkerung abfpielten, zu. Aus Diplomatenkreisen wird bekannt, daß es sich um wochenlang andauernde Kämpfe zwischen sowjetischen Truppen und einheimischer Bevölkerung gehandelt habe. Letztere sei von iranischer Gendarmerie und Verbänden der alten Armee unterstützt worden. 3000 Opfer feien zu beklagen, darunter Frauen und Kinder. Mehr als 60 Ortschaften seien von sowjetischen Soldaten niebergebrannt worden. Das sowjetische Militär habe ebenfalls 200 bis 300 Tote gehabt. Die Ueberfälle. auf bolschewistische Soldaten seien so zahlreich gewesen, daß die Sowjets nur noch in Gruppen ausgehen dürfen.
roenrj du ihn nicht gleich hergibst, kommt meine Mutter rüber und dann ..."
Ja, so war das. Iustttia ist eben blind, ganz blind, und ich gebe es auf, ihr die Augen öffnen zu wollen. —
Auch d u mußt deinen Weg gehen, mein Kind. Er wird nicht leicht fein — und ich kann nichts tun, als dich lieb haben, sehr lieb.
Zeitschriften.
— Im März-Heft der Zettschrist „Ne u e s Bo l ff' (Blätter des Rassenpolttischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW. 68) findet man zu Beginn eine um ihrer grundsätzlichen Erwägungen willen be- merkenswerte Abhandlung von Hauptdienstletter Professor Dr. Walter Groß über Sippe und Volk Die rassischen Zusammenhänge in Afrika illustrieren Aufnahmen charakteristischer Volksiypen aus dem dunklen Erdteil. Aufschlußreiches Bildmaterial bringen auch die Beitrage Aber kroatische Kunst unüber den Antisemitismus in der Türkei. Ferner fei auf die aktuelle Sparte der „Völkischen Lebensfragen" hingewiesen, in der das Rassenpolitische Amt Auskünfte erteilt.
— Die Konzentration aller Kräfte hat ^ur Einstellung der „neuen I i n sie" (Verlag Otto Beyer. Leipzig, Berlin) geführt. Wie aroß die Lücke ift die diese Kulturzeitschrist hinterlaßt, und wie sehr es ihr gelungen ist, im Kriege eine Brücke zwilchen Front und Heimat zu bauen, davon gibt das Märzheft noch einmal ein lebendiges Zeugnis. Sei es der Querschnitt durch das kulturelle Leben, der u. o- Bttdaustätze über Prag und über die Reichsuni- oerfität Pofen bringt, ferner Szenenbilder von neuen Tanzschöpfungen, seien es dik soldatischen Themen, deren sich die „neue linie" zum Heldengedenktag mit besonderer Liebe annimmt. Durch ihren Erzählerwettbewerb war die „neue linie" stets ein Förderer junger Talente; das Ergebnis des Wettbewerbs 1943 wird in der letzten Nmnmsr bekanntgegeben.
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