Lustschutzmaßnahmen im Hause
Verdienstvolle Arbeit des Reichslustschutzbundes
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i34 die Leitung der Akademie der Tonkunst in München innehat und vorher Direktor der Rheini-
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Aus der Giadt Gießen.
Vermeide jeden überflüssigen Lärm!
Wer den ganzen Tag in der Fabrik an ratternden Maschinen steht, wer den Lärm des Stadtverkehrs Stunde um Stunde über sich ergehen lassen muß, wer angestrengt bis tief in die Nacht hinein schafft und werkt, braucht einige Stunden der ungestörten Ruhe, um im Schlaf Entspannung und neue Kräfte zu finden. Das weiß heute jeder aus eigener Erfahrung, und er ist daher auch bereit, Rücksicht zu üben und den Feierabend seines Nachbarn zu respektieren. Manch einer vergißt nur leider dabei, daß er die seinem Nächsten freundlichst zugebilligte Ruhezeit nicht nach seiner eigenen Zeiteinteilung beurteilen darf.
Kindlicher Leichtsinn.
„Die so oft gerügte Unsitte der Kinder, sich beim Spiel an fahrende Kraftwagen oder Pserdesuhrwerke anzuhängen, hat gestern wieder einem sechsjährigen Knaben das Leben gekostet."
Vielleicht wäre der Unfall vermieden worden, wenn die Eltern dieses Kindes den wiederholt an sie ergangenen Ermahnungen der Reichsarbeits- gemeinschaft Schadenverhütung das nötige Verständnis entgegengebracht und ihr Kind auf die schweren Folgen eines durch Leichtsinn heywrgerufenen Verkehrsunfalles hingewiesen hätten. Aber gerade die Häufigkeit dieser Unfälle in letzter Zeit gibt zu denken. Darum werden die Eltern und fonftigen Erziehungsberechtigten nochmals darauf hingewie- fen, die Kinder vor dem Spiel auf der Fahrbahn zu warnen, ihnen zu sagen, daß das Betreten oder Überschreiten der Fahrbahn mit Vorsicht zu geschehen hat, daß man keinen Spielkameraden auf dem gegenüberliegenden Gehsteig zu einem schnellen herüberlaufen lockt, und daß das „Anhängen an Pferdefuhrwerke oder gar an Kraftfahrzeuge mit den größten Gefahren verbunden ist.
Warnt die Kinder ferner davor, bei der Verdunkelung auf der Straße zu spielen, da der Straßenbahn- bzw. Kraftwagenführer sie erst auf kürzeste Entfernung wahrnehmen kann. Sagt ihnen aber auch, wie traurig es für euch Eltern sein wurde.
4. Die Luftschutzhandspritze als wichtigste Waffe in der Hand der Selbstschutzkraft einsatzbereit halten! Deshalb von Zeit zu Zeit aus Einsatzfähigkeit überprüfen. Ebenso müssen die übrigen Selbstschutzgeräte wie Einreißhaken, Brecheisen, Pickel, Axt, Schaufel, Leine, Leiter u. a. immer bereit stehen.
5. Unersetzliches in d e n Kellerräumen ab stell en! Wenn möglich bei Verwandten und Bekannten in weniger luftgefährdeten Gebieten unterbringen!
6. Wer sich über Nacht oder länger außerhalb seiner Wohnung aufhält, meldet dies feinem Luftschutzwart oder dessen Vertreter und gibt die W o h - nungs- und Hausschlüssel einem bekannten Nachbarn oder dem Luftschutzwart ab.
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5)05 Passos führt den Schwarzen zu dem^ Tisch, an dem Forster arbeitet. „Das ist alfa mein Frermd Je-crois-en-Dieu, Profestür, „eine famo,e alte haut.
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Freue mich sehr, Je-crois-en-Dieu... , begrünt chü etwas unsicher der Professor. Erschrocken fährt
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Vom Schicksal verweht
Roman von Holla Outkelch
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der sttöntgenstrahlen, verbunden. — Der Ober- | Tflierungsrat im Reichsministerium für Ernähruna I nd Landwirtschaft, Dr. Max Witt,.ist zum o Professor für Tierzüchtlehre an der Universität pjna ernannt worden. Witt, der diesen Lehrstuhl iit einigen Monaten bereits vertretungsweise inne Hte, ist 1899 in Ammerswurth (Dithmarschen) als -ihn eines Bauern geboren. Er studierte in Rostock ;rb Göttingen, nahm am ersten Weltkrieg teil und rcmoDierte 1926 in Göttingen. 1927 bis 1929 war [»i Assistent am Tierzuchtinstitut der Universität title. 1930 übernahm er die Leitung der Melkerei- Idide in Berkow, habilitierte sich 1938 in Halle und trifte als Referent für Tierzucht im Reichsministe- riim für Ernährung und Landwirtschaft. Er hat üti Lehrbuch über „Die Rentabilität des Rind- vchstalles" und ein „Lehrbuch für Milchwirtschaft" DIL-öffentlid)t.
Von der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.
An Stelle des verstorbenen Vorsitzenden der Deuten Shakespeare-Gesellschaft Professor Dr. Wolf- j;ng Keller (Köln) ist Professor Dr. Saladin I erf) mitt (Bochum) gewählt worden. Saladin | xchmitt hat sich als Intendant des Bochumer The- L?rs In der Shakespeare-Pflege in Deutschland j eien bedeutsamen Namen geschaffen. Die heraus- I gche des Shakespeare-Jahrbuches wurde Professor | i*. Deutschbein (Marburg) übertragen.
)as „Schahkäsllein" auch im Deutschlandfender.
1!.15 dis 11 Uhr.
Werke von Richard Trunk im Rundfunk. Lied- und Kammermusik von Richard Trunk eint am Freitag von 15.30 bis 16.00 Uhr
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|lulL feen Musikschule in Köln war, ist mit Chor- und lertrelri nchesterwerken hervorgetreten. Namentlich den undfunkhörern ist er durch eine „Serenade" be- -nnt geworden. Besondere Verdienste errang er auf m Gebiet der Liedmusik, von der Proben durch 2 Gattin des Komponisten, Maria Trunk, dargebo- n werden. Franz Mihalovic spielt zwischendurch ie Romanze für Geige und Klavier. Die Klavier- -gleitllng wird von Richard Trunk ausgeführt wer-.
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Das sind nur ein paar Beispiele aus der langen Reihe des Möglichen. Gewiß: derjenige, der am Tage einer Beschäftigung nachgeht, mag diese Geräusche im Eifer der Arbeit kaum als störend empfinden; für den aber, der Ruhe und Schlaf, ucht, bedeuten sie oftmals eine Qual. Es sollte dann nicht erst dazu kommen, daß der Ruhebedürf- tige seiner wachsenden Nervosität durch laute und ärgerliche Worte Luft machen muß. Jeder vermeide vielmehr von selbst jeden überflüssigen Lärm — auch am Tage! —, er wird die wahltuende Wirkung dann nicht zuletzt auch an seinen eigenen Nerven spüren. P. St
ßstr Tapferkeit vor öem ßeinöe.
Der Feldwebel Rudolf Dörr aus Lehnheim bei Grünberg wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen an der Ostfront mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. — Dem Gefreiten Ernst hillgärtner aus Gießen, Ludwig- straße 12, wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.
Bilder aus der neuen Wochenschau.
Eindrucksvolle Bilder der neuen Deutschen Wochenschau führen in die heißumkämpsten Stellungen am Kuban-Brückenkopf. An dem heldenhaften Widerstand des deutschen Soldaten scheitern alle feindlichen Durchbruchsversuche. Die Aufnahmen lassen uns spannungsreiche Augenblicke miterleben. Stukas stürzen sich auf sowjetische Panzer denen es gelang, unsere vorgeschobenen Posten zu überrollen. Der größte Teil des feindlichen Panzerverbandes bleibt brennend liegen. Gegen ausgestiegene Panzerbesatzungen geht in schnellem Entschluß ein Trupp Grenadiere vor und säubert das Gelände. . ,r, _ . .
Unsere Luftwaffe trifft sowjetische Industriestädte und Nachschubstraßen mit vernichtender Wirkung. Heber das Schwarze Meer bringen deutsche Transportdampfer Nachschub zur 5ront. Einheiten der deutschen und der rumänischen Kriegsmarine sowie Seeflugzeuge sichern den Verband. Ein fom= jetischer Torpedoflieger wird abgeschossen, brennens _ । __________ "
Distriktsgerichts Oklahoma gegen Fischer an Major Seegrave, Polizei Verwaltung Puntomarra stop Sensationsbericht folgt stop Will Rubber, Eoun- try-Club Puntamarra." *
Auch die Dschungel erlebt eine Sensation. Mehrere große Motorboote landen vor den Augen der Urwaldneger. „Medizinmänner", Hausneger und eine weiße Frau steigen aus. Die Schwärzen sehen, hinter Farrenbüschett versteckt, wie auf der Lichtung neben dem Bungalow ein großes Sanitätszelt auf- geschlagen wird. Kein Pfeil fliegt, der große Häuptling hat es bei Todesstrafe verboten.
Plötzlich ein Trommelwirbel, und aus dem Urwald tritt, gefolgt von feiner Leibwache, Je-crois- en-Dieu in feinem schönsten Leopardensell. Dos Passos eilt ihm entgegen.
Dos Passos ofnet die Tür zum Bungalow und läßt dem Neger den Vortritt. Der Raum ist nut 'zusammenklappbaren Tischen, Regalen und Feldstühlen wieder wohnlich möbliert. Rubber und Lewis packen medizinische Geräte aus. Professor Forster und Virginia sind damit beschäftigt, die Impfungen vorzubereiten. Sorgfältig reiht die junge Aerz- tin die Pei-sistin-Ampullen auf einem Tych auf.
Dos Passos stupst Je-crois-en-Dieu freundschaft- fid) in die Seite und deutet mit einer Kopfbewe- qunfl auf d-n Professor. „Ma olla! Was sagst in, nun fe-crois-en-Dieu? Das ist mein hoher Chef persönlich. Er ist gekommen^ um dir unsere Abmachung feierlich zu bestätigen." . .
Der Häuptling nimmt Dos Pasios nut jovialer Vertraulichkeit beim Arm und flüstert haben deinen Zauber geübt Ganze Nacht ich haben geübt' Je-crois-en-Dieu jetzt noch größerer Papa-
„Merci", nimmt sich Je-crois-en-Dieu würdig Feuer und grabscht dann blitzschnell nach dem Feuerzeug. Doch Rubber will sein Feuerzeug nicht bergeben. „No, my doy! Sofort gibst du es mir zurück!
„Lassen Sie es ihm, sonst wird er böse", warnt Dos Passos ruhig, zwischen den empörten Rubber und seinen schwarzen Freund tretend. Der Reporter unterdrückt mühsam seine Wut, nickt resigniert. „Also gut, kannst das Feuerzeug behalten, alter Gauner."
„Merci! .Ich dir auch schenken hübsche Frau!" verspricht ihm Je-crois-en-Dieu.
Dos Passos lacht hell auf und winkt mit beiden Händen ab und zu Rubber gewandt: „Wahrscheinlich fünfzig Jahre und zwei Zentner. Will sie loswerden, der Gauner!"
Ehe noch eine Peinlichkeit aüftommen kann, stellt er weiter vor. „Und hier die beiden sind große Medizinmänner aus der Stadt, die helfen mit, allen Negern Medizin in Arm gebest, verstehst du?
Je-crois-en-Dieu zeigt Lewis ein abweisendes Gesicht. „Den ich nicht mögen, nicht sein meine Freund. Er immer schießen — bumbumbum Neger fallen um, können nix mehr bringen gute Sachen für Je-crois-en-Dieu."
„Nein, jetzt niemand mehr schießen. Jetzt sind wir alle gute Freunde, komm, gib Dr. Lewis die Hand.
Der Häuptling reicht gehorsam ßerois die Hand, die dieser nur widerwillig nimmt. Plötzlich spürt er den kleinen Feuersalamander Zwischen seinen Fingern, läßt Um ärgerlich fallen. »Was soll denn dieser Unfug?"
„Stop, Lewis", weist ihn Dos Passos zurecht und lobt Je-crois-en-Dieu: „Großartig kannst du zaubern. Du hast gut gelernt, du jetzt ganz großer
1 Papaloi! So, und jetzt gib Miß Larsen die Hand, 1 mit der mußt du auch gut Freund sein, horst du?
Virginia lächelt nett. „Ich freue mich, den großen Papaloi Je-crois-en-Dieu kennenzulernem
(Fortsetzung folgt.)
Gießener Ortsgruppe des RLB. Dank und Anerkennung der Partei für die langjährige und verdienstvolle Arbeit für die Luftschutzbereitschaft in unserer Stadt aus und betonte die dringende Notwendigkeit, die Arbeit des Reichsluftschutzbundes fortlaufend mit allen Kräften unserer Volksgemeinschaft zu fördern, auch durch die Mitgliedschaft oer einzelnen Volksgenossen und Volksgenossinnen, um sowohl in dieser Organisation als auch durch ihre auf klärende und belehrende Arbeit hinsichtlich jedes einzelnen allezeit in vollem Umfange luftschutzbereit zu sein. Für dieses große Ziel müsse jeder allezeit Aktivist sein, um in der Heimat ebenso wie unsere Soldaten draußen on der Front zum Schutze von. Volk und Vaterland mit allen Kräften mitzuwirken. Kreisstabsamtsleiter Weber betonte ebenfalls die erfreuliche Zusammenarbeit mit dem RLB., der auch in Zukunft von der Partei aus im Dienste der Luftschutzarbeit immer unterstützt wer den würde. Zum Schluß rief er alle Volksgenossen, und Volksgenossinnen auf, an dieser Gemeinschaftsarbeit eifrig mitzuwirken und wie die Front ihre Pflicht zum Schutze der Heimat zu erfüllen.
Der örtliche Luftschutzleiter, stellv. Polizeidirektor und Kommandeur der Schutzpolizei Oberstleutnant Hellwege Emden würdigte die Arbeit der Gießener Ortsgruppe des RLB. gleichfalls mit dankbarer Anerkennung und betonte die gute famerab« schuftliche Zusammenarbeit mit der Polizei. Als besonders erfreulich hob er den auch in der Arbeit des RLB. zum AuÄwuck kommenden Geist des Abwehrwillens und des Wehrwillens unserer Volksgemeinschaft gegenüber allen Feinden unseres Reiches und Volkes hervor, der auch bei der bisherigen Arbeit des, RLB. in hervorragender Weife lebendig und stark geworden ist und fick) immer härter und unbeugsamer erweist. Dieser Abwehr- und Wehrwille ist neben der Ausbildung der Volksgenossen im Luftschutz einer der starken Faktoren, die aus dem Wirken des RLB. für unsere Volksgemeinschaft erwachsen sind und sich täglich ckuss neue als wertvolles Stück urtferer Kraft erweisen.
Die Rüschau beschloß 1 Ortsgruppenführer Clotz mit kurzen Worten und mit dem Gelöbnis zu weiterer treuer Mitarbeit für unseren Sieg.
er zurück, denn Je-crois-en-Dieu packt ihn, anstatt seine Hand zu nehmen, mit listigem Lächeln unversehens an der Nase. „Was fällt dir ein, Kerl? Sofort loslassen! Doktor, ist er verrückt geworden?
Aber noch ehe Dos Passos eingreifen kann, zieht der Häuptling mit triumphierendem Grinsen einen kleinen niedlichen Feuersalamander aup der Nase des Professors und erklärt feierlich: „No, Je-crois- en-Dieu nix verrückt! Je-crois-en-Dieu nur großer Zauberer." ••
Verblüfft starrt der Professor auf das Tierchen in der schwarzen Hand. Dos Passos schmunzelt. „Tja, das hat er von mir gelernt. Damit hab ich ihn herumgekriegt!" Er tobt den Neger: „Bravo, Je- crois-en-Dieu, das hast du wirklich gut gemacht! Wenn du mir alle Neger zum Medizingeben bringst, zeige ich dir noch einen anderen Zauber. Einen bes- ^Dankbar lächelt ihn der Häuptling an. Er halt die Handfläche, auf der der zierliche Salamander- krabbelt, hoch. „Zaubern gut, aber am besten mit Silberpesos — quäh!" Plötzlich ist der Feuersalamander verschwunden. Triumphierend zeigt Je-crois-en-Dieu dem Professor die leere Hand. „Hast du gejetjen? Pffft! Kleines Tier fort"
Forster hat sich von feinem Schrecken erholt. , Großartig! Du konntest im Dariets auftreten, Je- crois-en-Dieu. Zigarette gefällig?"
„Vorsicht, Professor!" ruft Dos Passos warnend.
Forster wirft ihm einen erstaunten Blick zu. „Wieso denn?"
Grinsend nimmt Je-crois-en-Dieu das Zigarettenpäckchen aus Forsters Haick». Er zieht sich eine Zigarette heraus. Dann läßt er die Schachtel in einer Tasche seines Leoparvenfelles verschwinden. Mit langem Geücht sieht der Professor zu. Dos Passos amüsiert sich. ,.Tja, mein Freund nimmt, was er bekommen kann." Er dreht Je-crois-en-Dieu herum und deutet auf Will Rubber. „Das ist em großer Reporter aus London, er ist extra herüber- aekommen, um dich kennenzulernen."
Rubber zieht ein elegantes silbernes Feuerzeug.
Der totale Krieg hat es mit sich gebracht, daß die wenigsten unter uns noch einen „programmähigen" Feierabend kennen. Da wird wohl nirgends mehr mit dem Glockenschlag die Arbeit aus der Hand gelegt, da wird überall so lange geschafft, wie die angefangene Arbeit -es eben erfordert. Da kommt der eine frühmorgens müde von der Nachtschicht nach Hause, der andere legt sich am hellen Mittag zur Ruhe, und der dritte wieder gönnt sich erst am Nachmittag, ein paar kurze Stunden Schlaf.
Die Forderung „Vermeidet jeden überflüssigen Lärm!" hat also nicht nur nachts, sondern ebenso auch während des ganzen Tages Berechtigung. Da ist auch am Tage ein lautes Gespräch vor der Tür oder von Fenster zu Fenster ebensowenig am Platze wie zu nächtlicher Stunde. Es ist auch am Tage wenig angebracht, Musikübungen bei geöffnetem Fenster abzuhalten. Dieselbe Einschränkung gilt für die Radioapparate. Es ist kein Zeichen von Temperament, sondern nur ein Ausdruck der Ungezogenheit, feinen Unwillen durch lckütes Türenschlagen ober Fußstampfen zu bekunden. Die Mieter, die unter uns wohnen, werden es uns danken, wenn wir im Hause die Straßenschuhe mit den laut klappernden Holzsohlen durch leichte, leise Hausschuhe vertauschen. Unseren Kindern braucht das Vergnügen des Herumtollens nicht gleich geschmälert zu werden, wenn man sie anhält, ihr Indianer- gebrüU wenigstens auf eine erträgliche Lautstärke zu dämpfen. Ein Hund, der beim geringsten Anlaß gleich laut zu bellen beginnt, ist eine Plage für das ganze Haus und gehört nicht in eine Stadtwohnung. Teppichklopfen, Hämmern, Sägen und Staubsaugen sind nun leider einmal notwendige liebel. Aber gewiß lpßt sich auch für diese Arbeiten mit einigem guten Willen und nach Uebereinhmft mit den anderen Mietern ein geeigneter Zeitpunkt finden, ohne daß man habet seinem Nächsten auf die Nerven
Das „Schatzkästlein" des Großdeutschen Rund- fnks wird in Zukunft an jedem zweiten Sonntag Bin Deutschlandsender ausgestrahlt, um auch den M-müden dieser Sendung, die das Reichsprogramm xht hören können, den Empfang zu ermöglicheiA !t einen gleichen Hörerkreis wendet sich die Sen- b.ng „Dom großen Vaterland", die sonntags von jift ob immer dann über die Reichssender ausge- stohlt wird, tpenn das „Schatzkästlein" im Deutsch- lndsender erscheint und umgekehrt. Auf diese Weife Innen die Rundfunkhörer /im ganzen Reichsgebiet r jedem Sonntag eine besinnliche Wortsendung jiren, entweder das „Schatzkästlein" von 9 bis 10 tfer die Sendung „Vom großen Vaterland" von
NSG. Verstärkte Abwehrmaßnahmen der Bevölkerung müssen die Antwort auf die zunehmenden feindlichen Terrorangriffe sein, die auch dein Leben und Eigentum' bedrohen. Folgende Luftschutzmaßnahmen sind hierbei dringend notwendig:
1. Gewissenhaft verdunkeln! Wer es unterläßt, bietet den feindlichen Fliegern Bombenziele und begeht ein Verbrechen an seinem Volk!
2. Die Dachräume völlig entrümpeln!
3. Noch viel mehr Wasser und Sand! Bei größeren Luftangriffen muß mit Versagen der Wasserleitung gerechnet werden. Brandbomben und Brände können aber nur erfolgreich bekämpft werden, wenn ausreichend Wasser und Sand zur Verfügung stehen. Badewannen und alle leeren Behälter füllen?
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'».Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Ich, Exzellenz!" antwortet Dos Passos 14»!& „Tut, ich werde Ihnen das Geld zur Berfugu g stellen. Das brauchen Sie außerdem noch
Dos Passos überlegt. „Ich brauche etwa dreißig tmsend Persistin-Ampullen, die sind vorhanden, -cherdem Injektionsspritzen und Desmfektionsma e rat in ausreichendem Mahe Ferner b-notige '-h iOen Arzt hier und alles oersugbare ^skfspersonal, üierijaupt jeden, der eine ordnungsmäßige Injektion durchführen kann." . ..
Aubbers Blick fällt auf feinen Block er stutz-. Lwis hat den Vollbart wf^adiert und der Jour Illist erkennt jetzt sofort Peter Fischer. Die Lotte d« Gouverneurs gehen an seinem • . sie
,.0ut, Dr. Dos Passos, ich bin e-noe-st-mden. Sie Itib mir für die Durchführung der gesamten Akti erantwortlich. Danke, -neine Herren
Den letzten Satz nimmt Äubber wieder zu'
' springt auf und , Bericht, den
Gelegentlich einer Lehrgangsstunde für Selbst- schutz-Truppfuhrer des Reichsluftschutzbundes, die am gestrigen Mittwochabend in der Aula des Landgraf- Ludwigs-Gymnasiumö stattfand, hatte man Gelegenheit, die jahrelange vorbildliche Arbeit der Gießener Ortsgruppe des RLB. in einer zusammenfassenden Rückschau zu überblicken. Da ein großer Kreis von Männern und Frauen an dieser Stunde teilnahm, wird das Ergebnis der Rückschau auf breiter Grundlage den Weg in unsere Gießener Bevölkerung finden und hier sicherlich als eine erneute Anregung zu weiterer reger Mitarbeit an den Gemeinschaftsaufgaben des Reichsluftschutzbundes wirken.
Nach einem Zitat des Kam. R u n k aus einer Rede des Reichsmarschalls Hermann Göring über die Aufgaben der Heimat in der Luftschutzarbeit gab der Gießener Ortsgruppenführer des RLB., Stabsluftschutzführer Clotz, in großen Umrissen einen Rückblick auf die Zeit der Gründung des Reichsluftschutzbundes und die bisherige Arbeit tm Rahmen feiner Gießener Ortsgruppe. Er erinnerte dabei u. a. an die rege und umfangreiche Ausbildung weiter Bevölkerungskreiise auf dem Gebiete des Luftschutzes, ferner an die wertvolle Unterrichtung und Beratung aller Volksgenossen in Luft- schutzangelegenheiten, eine erfolgreiche Arbeit, die nur durch den unermüdlichen und dankenswerten ehrenamtlichen Einsatz der Amtsträger und Amts- trägerinnen des RLB. geleistet werden konnte. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die allezeit gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Partei, dem örtlichen Luftschutzleiter und vielen weiteren behördlichen und sonstigen Helfern hin, er hob aber auch die allezeit tatfrohe verdienstvolle Mitarbeit der Frauen hervor, die in Gemeinschaft mit den männlichen Mitarbeitern im bewährten Geiste unserer Front mithelfen. Auf der erarbeiteten guten Grundlage wird die Gießener Ortsgruppe des RLB. auch in Zukunft alle ihre Kräfte und Helfer für die weitere Ausbildung und Belehrung aller Volksgenossen im Luftschutz eicksetzen.
Kreisstabsamtsleiter W e b e r als Vertreter des wegen Erkrankung des Kreisleiters Backhaus zur Zeit mit der Führung des Kreises Wetterau beauftragten Kreisleiters Haus, Wetzlar, sprach der!
l- Mit einer Eile, die gar h>iuh o« — 5- st- L' D»ubb°r,che^Schlendert°mP° P°ßß
stürzt er ins Meer. Dann Bilder vom Nordabschnitt. Leningrad liegt unter dem Feuer unserer Artillerie. So sehen wir in der neuen Wochenschau den deutschen Soldaten überall auf der Wacht gegen den Bolschewismus.
Die Heimat weiß, was sie ihren Soldaten zu danken hat. DieAdols^Hitler-Freiplatz- spende schafft verwundeten Soldaten und verdienten Urlaubern, die keine Angehörigen in der Heimat haben, frohe Erholungstage. In der Wochenschau begleiten wir die Fahrt dieser Urlauber durch die schöne Ostmark.
Ein interessanter Bericht aus der Artillerie- Schieß-Schule Jüterbog zeigt die vielseitige Ausbildung, die der Offiziersnachwuchs unter Leitung erprobter Frontkämpfer hier erhält.
Die einleitenden Bilder lassen die Feierstunde der NSDAP, in der Berliner Philharmonie am Vorabend des Führer-Geburtstages miterleben. L.
Götzen Klein-Linden.
Seinen 70. Geburtstag kann am heutigen Donnerstag, 29. April, der ' Schuhmachermeister Anton Mohr, wohnhaft Schulstrahe 5, feiern. Dem rüstigen fleißigen Handwerker gelten auch unsere Glückwünsche.
Verdunkelungszeit:
26. April von 21.43 bis 5.24 Uhr.
Film-Nachrichtens
, Die Jan-Verheyden-Filmgesellschaft stellt zwei ‘ jilturfilme her, die nach Texten von Felix Timmer- mns gedreht werden. Die Titel heißen „Flan- bi rn" und „An den Ufern der 9Letf) e" — M Dohm und Teodor Sanegger werden wir in irgend en Rollen in dem Wien-Film „D i e kluge
i a r i a n n e" sehen, den Hans Thimig mit Paula iessely und Attila Hörbiger inszeniert. — Fritz rchhpff hat die Spielleitung des neuen Usa-Films ’„(i i n t Frau für drei Tstg e", der in den Hauptrollen mit Hannelore Schroth und Karl'Rad- dch besetzt ist. — Heinrich George stellt in dem eiter seiner künstlerischen Oberleitung entstehenden kn Tobisfilm „Plädoyer" einen Justizrat dar, der fre aussichtslos erscheinende Verteidigung seines des tlorbes an geklagten S chwi e ger so h nes übernimmt.
Regie: Werner Klingler. — Dieser Tage begannen die asnahmen zu einem neuen Berlin-Film „D1 e a über geige" (nach dem Roman des jüngst erstorbenen Dichters Kurt Kluge). Unter der Regie an Herbert Maisch wirken in-den Hauptrollen mit: Ma Uhlen, Eugen Klöpfer, Will Quabflieg, Api- krt „Wäscher, Otto Treßler, Theodor Loos, Elsa Magner, Hans Leibelt, Paul Henckels, Erich Fied- Y — Ewald Balser gestaltet in dem von Paul hoeven inszenierten Tobisfilm „Der tolle 0 f e s s 0 r" die Rolle des Professors Lorenz, dem Verleihung ' des N-attonalpreises Anerkennung l^nes Schaffens, aber auch Rettung aus Wirtschaft- Schwierigkeiten bedeutet, in die ihn feine oßzügige Lebensführung gestürzt hat.
70. Geburtstag des Strindberg-Ueberfehers Smit Schering.
Dieser Tage beging Emil Schering, der be= knnte deutsche Uebersetzer des Gesamtwertes des s^wedischen Dichters August ©trittbberg seinen 7". Geburtstag. _________
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