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Das Handwerk arbeitet für den Krieg.

Von unserer Berliner Schristlettung.

Auch der Einsatz des Handwerks in der Kriegs­wirtschaft ist total. Der KriegseinsLtz des deutschen Handwerks greift also weit über das eigentliche- srungshandwerk hinaus. Vor allem tut auch der Handwerker als Soldat seine Pflicht. Seine viel­seitige Vorbildung pnd seine Kenntnisse in der Ue- Lerwindung technischer Schwierigkeiten macht ihn auch im Felde unentbehrlich und hat zur Bildung besonderer Handwerkerformationen geführt. In der Organisation Todt und bei der Technischen Nothilfe sind Handwerker nicht selten als Fsihrungskräfte tä­tig. Für die Kriegsernährung ist das Nahrungs­mittelhandwerk ebenso unentbehrlich wie für die Erzeugungsschlacht der ländlichen Handwerker. Eine besondere kriegswichtige Aufgabe ist dem Handwerk durch die Bombenangriffe der britischen und ameri­kanischen Mordbrenner erstanden. In planmüßigem Einsatz unter Leitung des Reichshandwerksmeisters arbeitet das Handwerk aus allen Gauen des Rei­ches an der Behebung der Fliegerschäden. Don au­ßerordentlicher Bedeutung in der Kriegswirtschaft ist das Reparaturproblem, das seine Lösung in einer verstärkten Lenkung der Ausbesserungsar­beiten für die Zivilbevölkerung findet.

Eine besondere Rolle im Kriegseinsatz spielt das eigentliche Rüstungshandwerk, das sich durch äußerste Vielseitigkeit ouszeichnet. Vom Zelt­stock bis zur eingerichteten Baracke, von der Hals­binde bis zur Fliegerkombination, vom Kleineisen­teil bis zur Panzertür, vom Spezialschräubchen bis zum feinsten Meßinstrument, überall stoßen wir auf , die Arbeit des Handwerks. Groß­lieferungen werden durch etwa 250 Landesliefe­rungsgenossenschaften, bie, von der Reichszentvole für Handwerkslieferüngen geführt werden, und durch andere Gemeinschaftseinrichtungen getätigt. Daneben sind eine Reihe von Handwerksbetrieben durch Unterlieferungen, hauptfächlfch für alle tech­nischen Waffen, im Dienste der Rüstungserzeugung beschäftigt.

Verschiedene Handwerkszweige haben sich dabei vollständig auf die Kriegsarbeit umge- stellt. So machen beispielsweise Gablonzer Schmuckwarenhersteller heute aus den gleichen

Werkstoffen Maschinen- und Geschoßteile. Musik­instrumentenmacher sind dazu übergegangen, Me­tallwehrmachtsgeräte und vor allem auch chirurgische Instrumente herzustellen, während die Saitenmacher Nähfäden für chirurgische Zwecke anfertigen. Die Buchbinder ziehen Karten auf oder fertigen Behäl­ter, Kartonnagen und Kästen für Geräte und Werk­zeug. Daß die Textilhandwerker überwiegend für die Wehrmacht arbeiten, ist bekannt. Schlosser und Maschinenbauer erstellen selbst großes Wehrmacht­gerät. Beispiele höchster Präzisionsarbeit liefert das Uhrmacherhandwerk. Der Korbmacher baut Muni­tionskörbe neben anderen Spezialeinrichtungen, der Böttcher Tragtierfässer für die Gebirgstruppen und Trinkwasserbehälter für die Afrikakämpfer. Mecha­niker und Optiker bauen, Geräte, vom Mikrophon und Mikroskop bis zur Kamera, Geschütz- und Ge­schoßteilen, wie sie die Großindustrie in solcher Vollendung nicht liefern kann. Alle Hanüwerks- zweige, die Stellmacher, die Sattler, die Seiler, Schmiede, Töpfer und wie sie alle heißen, haben ihre Umstellungsfähigkeit bewiesen. Bandagisten, Orthopädie- und Ehivurgiemechaniker werden heute unterstützt von den berühmten Bildschnitzern der Rhön, die Kunstglieder schnitzen und damit beweisen, daß auch der Kunsthandwerker im Kriegseinsatz seinen Mann steht. Einen Ueberblick über diesen außerordentlich vielseitigen Kriegseinsatz bot übri­gens kürzlich eine Leistungsschau-des Rüstungshand­werks.

Wenn auch das Handwerk im allgemeinen feine Stärke in der Einzelfertigung und der kleinen Serie hat, fo Hut aber doch der Kriegseinfatz ge­zeigt, daß das Handwerk fähig ist, sich auch auf weitgehende Massen-erzeu^ung einzüstellen. Besonders wettbewerbsfähig beider Serien- und Massenerzeugung ist das Handwerk dort, wo Hand­arbeit schwer zu ersetzen ist wie bei vielen Seiler­und' Sattlerarbeiten und wo es um höchstes tech­nisches Können geht wie bei der Herstellung von Meßinstrumenten und Spezialuhren. Im übrigen ist das Handwerk außerdem gut wettbewerbsfähig bei Erzeugnissen, die nicht mit Fließband oder durch Frauenarbeit herzustellen sind.

muffen, daß die Japaner ihre Eroberungen immer weiter ausbauen und dadurch die spätere amerika­nische Offensive immer schwieriger wird. Die Ja­paner aber können der angekündigten Bedrohung mit dem Handelskrieg in Ruhe entgegensehen. Ihr Schiffsbauprogramm ift entstehenden Verlusten durchaus gewachsen. Ihre größte Schiffahrtsgesell­schaft, die Nippon Dusen Kaisha, die mit etwa 100 Schiffen von 700 000 BRT. eine der bedeutendsten Reedereien der Welt bildet, weist in ihrem kürzlich veröffentlichten neuen Geschäftsbericht einen erheb­lichen Reingewinn auf und äußert sich hoffnungs­voll über die weitere Verkehrsentwicklung, beson­ders auch die nach dem Südwestpazifik.

Ein halbamtliches Unternehmen die englische Bezeichnung lautet East Asia Sea Transport Com­pany ist mit einem Kapital von 100 Millionen Ben auf eine neue Grundlage gestellt worden. Seine Tätigkeit umfaßt auch den Verkehr nach den Südseeländern und wird ebenfalls recht günstig beurteilt. Die japanische Handelsschiffahrt fühlt sich offenbar sicher unter dem starken Schutz einer Kriegsflotte, die einen mächtigen Gegner rasch aus seiner drohenden Angriffsstellung in die Defen­sive gedrängt hat; ein stolzer Erfolg rastloser Tätig­keit, ruhmreicher Kampfhandlungen.

Oie Einheit

des Kriegsschauplatzes.

Schanghais 28. April. (Europapreß.) Die Losung:Hitler zuerst zu schlagen", sei einer der größten strategischen Fehler der Achsengegner, er­klärte der Sprecher der japanischen Botschaft in Schanghai. Dieser Grundsatz beruhe auf der An­nahme, die Japaner mürben, müßig zusehen, während die Achsengegner eine Offensive gegen Japans Partner in Europa durchführten. Japan werde dann die günstige Gelegenheit wahrneh­men, um die Antiachsenmächte im Pazifik anzu­greifen, nicht allein aus strategischen Gründen, son­dern auch aus Gründen der Verpflichtung als Ver­bündeter der Achse. Man möge> sicher fein, daß Japan in den kommenden Monaten eine derartige Entlastungsoperation durchführen werde. Die Ver­einigten Staaten und England seien unfähig, ihren in Australien und Indien stationierten Streitkräf­ten die geforderte Unterstützung zu geben. Der Kampf ils Europa und im Pazifik könne nicht von­einander getrennt werden. Während die Achsen­gegner bestrebt seien, den linken Flügel der Achse in Europa anzugreifen, würden die japanischen Streitkräfte in die feindliche Pazifik-Flanke hinein- stoßen.

Der japanische Angriff auf die Cllice-Znseln.

Tokio, 28. April. (Europapreß.) Bei dem am 23. April von der japanischen Marineluftwaffe un­ternommenen Luftangriff gegen die Insel Funa­futi in der Ellice-Jnstl-Gruppe, 1500 Kilometer östlich der Salomonen-Inseln, wurde nach einem japanischen Bericht schwerer Schaden angerichtet. Die auf dieser britischen Insel von USA.-Streitkräften errichteten militärischen Anlagen wurden vernichtet. Sämtliche japanischen Flugzeuge kehrten von dieser Operation zurück. Wie die japanische Presse ergän­zend berichtet, erreichten die bei diesem Angriff ein­gesetzten Langstreckenbomber der Marineluftwaffe bie Insel Funafuti während der Nachtstunden. Ihre Bomben fügten dem neuangelegten Flugplatz, La­gerhäusern und anderen militärischen Zielen schwere Schäden zu. Die japanischen Piloten beobachteten 'mehrer schwere Explosionen und neun große Brände. Bei einem Lustkampf am 25. April über der Ga- tukai-Jnsel der Salomonen-Gruppe wurden 6 feind­liche Jäger von de» Japanern ohne eigene Verluste abgeschossen.

Das Irak-Oel in nordamerikanischem Besitz.

Ankara, 29. April. (Europapreß.) Nachdem vor etwa Jahresfrist die nordamerikanische Del» gesellschoft Standard Oil of California das i n englischem Besitz befindliche Aktienpaket der Irak Petrol Company übernahm, hat nunmehr die Standard Oil of California auch das im Besitz der Royal Dutch befindliche Paket an iranischen Petrolaktien gekauft. Damit ist nun die Irak Pe­trol Company in unbestrittenen nord- amerikanischen Besitz übergegangen.

Oie Bevölkerung Aordafrikas unter anglo-amerikanifchem Terror.

Mailand, 28. April. (Europapreß.) Wie der Popolo d'Jtalia" erfährt, herrscht in Nordafrika eine große Unzufriedenheit unter der Eingeborenen­bevölkerung wegen der Ausschreitungen der bri-

Josef Martin Bauer.

Brief an einen Dichter.

Lieber Seppl

Lange las ich heute abend in Deinem BuchDie Kraniche der Nogaia", in dem Du Deine Tage­buchblätter aus dem Feldzug im Osten vereinigt hast. Für dieses Buch möchte ich Dir danken, denn .es hat mir einen tiefen und nachhaltigen Einblick vermittelt und mir wieder sehr klar und unverrück­bar vor Augen geführt, was der Kampf mit diesem Gegner im Osten bedeutet! Wenn wir es nicht alle schon längst wüßten; aus Deinem Buch könnte auch der Unbelehrbarste ablesen, was sich jetzt abspielt!

Lange habe ich heute abend all den Erlebnissen und Erkenntnissen nachgesonnen, die Du in diesem Buch auf Deine schlichte, aber gerade darum so überzeugende Art schilderst.

Wir beide kennen uns lange genug, lieber Sepp, als daß wir Gefahr laufen könnten, einander Schmeicheleien zu sagen. Sie sind hier ganz und gar nicht am Platze. Wir sind Freunde und Kame­raden aus allerhand Jahren und wiffen, was einer dem andern sagen kann und darf.

Wenn ich Dir heute für dieses Buch meinen Dank sagen möchte, dann soll es nur das selbstverständ­liche Wort sein, das immer dann gesagt werden darf, wenn von Soldaten die Rede ist, die ihr Leben einsetzen für Führer und Vaterland. Für sie ist kein Wort des Lobes zu viel und zu groß. So fei auch mein Dank an Dich gerichtet, der Dank an Deine Kameraden, mit denen Du fast ein Jahr lang un­unterbrochen im Osten warft!

Du bist kein Mann vieler Worte, schon gar nicht, wenn von Dir die Rede ist. Auch in Deinem Buch sprichst Du nur wenig von Dir, und dennoch ist es Dein persönlichstes Buch! Jede Zeile darin, jedes Kapitel trägt ganz Dein Wesen, Dein Denken unb Fühlen, auch wenn Du von Dingen sprichst, die nichts mit Dir zu tun haben, scheinbar. Wer Dich aber kennt, wer Deine Romane gelesen hat, der wird wissen, daß es oft sehr unscheinbare Vorkomm­nisse sind, die alle Bezug haben zum Ganzen.

tischen und nordamerikanischen SoUraten und der Beschlagnahme von Lebensmitteln und Wohnhäu­sern. Wie ein hoher französischer Offizier Pressever­tretern erklärte, ereigneten sich schon mehrere blutige Zusammenstöße zwischen englischen und nordameri­kanischen Soldaten und der Zivilbevölkerung. Auch die französischen Soldatey werden von den Briten und Nordamerikanern brutal behandelt, man ver­langt von ihnen, daß sie ohne genügende Aus­rüstung an Waffen und Munition an den Kämpfen teilnehmen.

Indische Moslems gegen englische Berfassnngspläne.

Stockholm, 28. April. (Europapreß.) Den von der englischen Zensur über die Entwicklung in Indien gebreiteten dichten Schleier lüftet eine Mel­dung derTimes" aus Delhi über eine vom Jah­reskongreß der al kindisch en mohammeda­nischen Partei angenommene äußerst scharfe antienglische Entschließung. In dieser Entschließung wird betont, daß England anscheinend einen all- indischen Staatenbund zu organisieren plane, daß aber jeder Versuch, diesen Plan zu verwirklichen, zu schweren Kämpfen führen müsse. Die Mohamme­daner würden mit allen Mitteln jede Verfassung bekämpfen, die sie der Hindu-Mehrheit ausliefere, die englische Regierung allein müsse die Verant­wortung für alle aus solchen Maßnahmen ent­stehenden Folgen tragen. Die Entschließung fordert die Schaffung s e l b st ä n d i g e r mohammedanischer Staaten und betont, daß die indischen Mohamme­daner für dieses Ziel alle Kräfte mobilisieren wer­den. Im übrigen lassen die sehr vagen Andeu­tungen des2simes"-Berichtes darauf schließen, daß die Entwicklung in Indien den englischen Behörden erhebliche Sorgen bereitet. Im besonderen die mohammedanische Jugend, heißt es in dem Bericht, sei mit der ganzen Entwicklung, unzufrieden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Oberbefehlshaber des Ersatzheeres, General­oberst Fromm, besuchte in Begleitung des Chefs des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres, Generalleutnant Wolff, das Wehrertüchtigungs- lager der Hitler-Jugend in Glöwen. Reichsjugend­führer Axmann war zugegen. Generaloberst

Du erlebst den Ostfeldzug vom ersten Tage an, wie hunderttausend Deiner Kameraden. Die ganze Wucht des Geschehens hast Du zu spüren bekom­men und mit überwachen Nerven erlebt, in Dich ausgenommen und verarbeitet; Du bist den Dingen nachgegangen, so wie Du früher Deinen Menschen nachspürtest, die Du in Deinen Dichtungen zu Leben erweckey wolltest, damit sie echt utzd blutvoll, Ab­bild des Lebens, dastünden.

Du schriebst mir einmal zu Anfang des Feld­zuges im Osten in einem Brief:Solltest Du jetzt nach dem Osten kommen, dann nimm es so wie ich, das Gebotene aufs tiefste zu erleben versuchen, den Reichtum dieses bettelarmen Landes ausschöp­fen auf dem Gebiet des Wissens, des Kennen­lernens von Menschen und ihren Lebensvoraus­setzungen ... Es hat viele Dinge gegeben, die mir den Krieg mit allem begreifbar gemacht haben ... Ich habe das bolschewistische Rußland erlebt. Gerade darauf bin ich ausgegangen, mit offenen Augen ^u sehen, was ist, was geworden ist, wohin man hier die Menschen geführt hat. Dabei bin ich von einer grausamen Erschütterung in die andere gefallen ... Gegen alle anderen Meinungen habe ich' immer die Ansicht vertreten, daß wir nur eine blasse Vor­stellung von der bolschewistischen Wirklichkeit haben ... Was ich immer gewußt habe, ist mir bestätigt worden: dieser Krieg ist der notwendigste, diesen Krieg haben wir führen müssen, diesen Krieg auch werden wir durchstehen!"

' Damals schon in Deinen ersten Briefen spürte ich, wie sehr Dich alles angehen müßte, was Du sahst und erlebtest. Nun liegt Dein Buch vor mir, in dem Du Deine Erlebnisse und Eindrücke beim Vormarsch durch die Steppen und Sümpfe der Nogaia, vor allem durch das fruchtbare Ackerland der Ukraine schilderst.

Gewiß, es ist nur ein kleiner Ausschnitt, aber wie unerhört eindrucksvoll weißt Du zu berichten und zu erzählen! Ich glaube, sehr viele Menschen daheim werden durch Dein Buch erst so recht verstehen, was es heißt, dieses riesige Gebiet kämpfend zu erobern, um es gleich danach wieder nutzbar zu machen!

Du erzählst ja kein eigentliches Kriegsgeschehen,

Fromm brachte dabei die Ueberzeugung zum Aus­druck, daß dieses Wehrertüchtigpngslager sehr zum Nutzen für das Feldheer und den jungen Soldaten von morgen gereiche.

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In der Sendung zum zweiten Jahrestag des Soldatenfenüers Belgrad wurde b^fanntgegeben, daß aus den beimBelgrader jungen Wachtposten" eingegangenen Spenden dem Führer zum Geburts­tag eine Million Reichsmark für die Betreuung von Soldaten zur Verfügung gestellt wurde. Damit ist die Summe der bisher durch denBelgrader jungen Wachtposten" dem Führer übergebenen Beträge auf 2,5 Millionen Reichsmark gestiegen.

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Der Führer hat dem Tenno anläßlich seines Ge­burtstages ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt

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Anläßlich des Geburtstages des Tenno am 29. April übermittelte die Hitler-Jugend über den Rund­funk der japanischen Jugend ihre Glückwünsche als Gegengruß zu deren Sendung zum Führergeburts- tag. Reichsjugendführer Axmann wies apf die Ge­meinsamkeit des Kampfes der beiden Nationen, für die gerechte Neuordnung der Welt und einem ehr­lichen Frieden hin.

Der bisherige japanische Außenminister, Masayuki Tarn, ist zum japanischen Botschafter in Nanking ernannt worden als Nachfolger des gegenwärtigen japanischen Außenministers Namoru Shigemitsu.,

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Der neue deutsche Botschafter in Madrid, Dr. Dieckhoff, besuchte bas Deutsche Heim in Ma­drid. Der Kriegslandesgruppenleiter der NSDAP, in Spanien, Tesmann, begrüßte den Botschafter, der an dem Ehrenmal für die im spanischen Bürgerkrieg ermordeten Reichsdeutschen einen Kranz niederlegte.

Der König und Kaiser Victor Emanuel III. zeich­nete auf Vorschlag des Duce den Generalleutnant Giglioli für seine Verdienste bei den Kämpfen in Nordäfrika mit dem Offizierskreuz des Mlitär- ordens von Savoyen aus.

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In der Universität Odessa wurde ein Institut für antikommünistische Propaganda und wissenschaft­liche Forschug gegründet. Das Institut fordert alle

keine Schlachten und Gefechte, sondern davon, was sich abseits des eigentlichen Kampfes ereignete, ob­wohl alle diese Einsätze Gefahr und Tod umsäumten.

Dich haben Mensch und Landschaft in ihren Bann gezogen, ihre Fremdheit und Rätselhaftigkeit haben Dich verlockt, allem tiefer und gründlicher nachzuspüren. Der Bauer in Dir wurde aufs tiefste angesprochen: der schaffende und unter Bauern lebende Mensch, der daheim werkend und planend dem geheimnisvollen Wachsen und Gedeihen sich eng verbunden weiß, wurde hier vor Fragen und lieber= legungen gestellt, die ihn bis zu den Wurzeln seines Seins bedrängten und überstürzten.

Mir will scheinen, gerade darum erhellt sich für uns Leser so vieles, was für unsere Vorstellungs­welt so unbegreiflich ist und war. Es werden jetzt sicher viele Bücher geschrieben, die uns Einblick erschließen wollen in Land und Leben dieses Rie­senreiches: ich glaube, Dein Buch ist bisher das Überzeugendste, weil es alle Dinge mit dem prüfen­den Auge des bäuerlichen Menschen sieht, der dem Boden, der Erde zugewandt ist und der aus einem naturhaften Verlangen heraus danach trachtet, das Lebenserhaltende und Bindende zu sehen, was einem bäurischen Tun eingewurzelt ist.

Mit einem immer fragenden Herzen bist Du das Gesehene abgeschritten, wie dieses Reich so wer­den konnte, wo so viel Fruchtbarkeit am Weg liegt und soviel Trostlosigkeit zugleich. Du bist nüchtern genug, um zu sehen, wie reich und arm der östliche Mensch lebt, vor allem aber: was aus diesem Land wird, wenn deutscher Geist und Fleiß hier ordnend eingreifen.

Was Du hier aufgezeichnet hast, das haben viele Deiner Kameraden auch empfunden; sie standen wie Du fragend vor dem großen Rätsel, sie fühlten wie Du die Riesengefahr, aber sie konnten es nicht ausdrücken, was sie empfanden.

Du hast es nun für alle getan, und dafür werden sie Dir Dank sagen wie auch wir daheim.

Mögen recht viele in der Heimat dieses Dein Buch lesen: sie werden klarer sehen, was sich vom Osten her auf uns zuwälzte: die große Gefahr. Aber auch dies werden sie nun wissen: welche Werte

Intellektuellen Europas auf, seine Arbeit zur Bs- fämpfung des Bolschewismus zu unterstützen.

Der Führer hat dem Bildhauer Professor Han» Bitterlich in Wien in Würdigung feiner Ver­dienste um die bildende Kunst die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

11273 Funksprüche in zwei Monate« hatte die Nachrichtenabteilung einer

Panzer-Division.

Berlin, 28. April. (DNB.) Die Nachrichten, truppe hat in den harten Abwehrkämpfen im Osten außergewöhnliche Leistungen vollbracht. Davon: zeugen die Erfolgsmeldungen der Nachrichten-Ab- teHung einer mehrfach im Wehrmachtbericht genann­ten thüringischen Panzer-Division. Innerhalb von zwei Monaten hat diese Panzernach. richtenabteilung 1543 km Fernsprechleitungen, meist während des Kampfes, verlegt. Das entspricht einer Strecke von Frankfurt a. M. bis Kiew. Die Zahl der in dieser Zeit beförderten und aufge­nommenen Funksprüche beträgt 11273.

Nur kriegswichtige Bauten.

Die Lage in der Bauwirtschaft erfordert die Zu­sammenfassung aller Arbeitskräfte und Baustoffe lediglich für solche Bauvorhaben, die zur Durchs ftihrung der Kriegsmaßnahmen gefördert werdm. müssen. Bauvorhaben, auch wenn sie nach frie- densmähigen Auffassungen für die Gemeinden vor­teilhaft sein mögen, müssen unterbleiben. Der Reichsminister des Innern macht es allen Gemein­den unbedingt zur Pflicht, die zur Regelung der Bauwirtschaft ergangenen Vorschriften auf öae. genaueste zu befolgen und unter keinen Umstän­den Bauvorhaben zu fördern oder zu begün­stigen, die nicht als kriegswichtig vdn den zu­ständigen Stellen genehmigt worden sind. Dieb gilt sowohl für die eigenen Bauvorhaben der Ge­meinden wie auch für Bauvorhaben von Privat­personen, an denen die Gemeinden unmittelbar ein, Interesse haben.

Aus aller Wett.

Generaloberst Freiherr von Hammerslem-Equorb gestorben.

In Berlin-Dahlem fand die Trauerfeier für den in seinem 65. Lebensjahr verstorbenen! , Generaloberst Kurt Freiherr von Hammer- st e i n - E q u o r d auf Wunsch der Familie in aller Stille ohne besondere militärische ^ren statt. Im Auftrag des Führers legte der stellvertretende Kommandierende General des 'S. Armeekorps einem Kranz am Grabe nieder. Freiherr von Hammer- stein-Equord war 1898 als Leutnant in Öas 3. Garde-Regiment zu Fuß eingetreten. Seit 1913 war er als Generalstabsoffizier im Großen Gene- ralftab und während des ersten Weltkrieges bei mehreren Felddivisionen und Korps, 1925 Oberst und 1929 Generalmajor, wurde er Chef des Trup­penamtes und 1930 als General der Infanterie Chef der Heeresleitung. Am 31. 1. 1934 schied er aus dem Heer. Vom 1.11.1938 ab war ec wieder in verschiedenen Kommandostellen eingesetzt, ? bis er am 10. 10. 1939 aus gesundheitlichen Grün- den endgültig ausschied.

Die historische Sfaufenbutg.

Die Perle der Architektur Apuliens, das be­rühmte Schloß Castel del Monte, das Friedrich IL von Hohenstaufen nach eigenen Plänen um die Mitte des 13. Jahrhunderts erbauen ließ auf der Höhe von Alta Murgia bei Bari, ist aus noch nichL geklärten Ursachen eingestürzt. Dieses Schloß miü seinen fünf Türmen war in seiner, Form der Shau- fenkrone nachgebildet und beherrschte den Hügel der Alta Murgia zwischen Apulien und ßucanien uni» krönte ihn mit seinem Prachtbau, der von weitem im Umkreis sichtbar war. Die italienische Denkmals­verwaltung nahm gerade in diesen Tagen eine Be­sichtigung des Schlosses vor, um Restaurierungs­arbeiten anzuordnen. Noch ehe es zu diesen Ar­beiten kam, ist das Schloß eingestürzt, was Wieder­herstellungsarbeiten erforderlich machen wird, dir auf über eine Million Lire geschätzt werden.

Kunst und Wiffenschast.

hochschulnachrichlen.

Die medizinische Fakultät der Universität Würz-' bürg hat den Rektor der Universität Modena. Pros. Dr. Ruggiero 23a l H zu ihrem Ehrendoktor er­nannt. Prof. Balli ist einer der angesehensten Radio ­logen und Röntgenologen Italiens. Ev hat kürzlich« ein fünfbändiges Werk über Radiologie und Rönt­genologie herausgegeben, für das ihm die golbenr Medaille der königlischen Akademie in Rom ver­liehen wurde. Balli ist durch seine Forschungen eng; mit der -Universität Würzburg, dem EntdeckungS'

hier unter deutscher Arbeit zum Segen unseres Volkes gehoben werden können, ja, nicht nur zuni: Segen für uns, sondern für^ die Menschen dieses Landes, die verhetzt und gezwungen, ein Leben führen mußten, das für jeden von uns -einfach un­vorstellbar ist! /

Ich gebe Dir die Hand, Sepp, und grüße Dich herzlich. . Hanns Arens.

Deutsche Fachausdrücke in der Musik..

Während es früher allgemeiner Brauch war. daß Komponisten in ihren Liedern die Hinweise für den zeitlichen Ablauf und den Vortrag dem Sänger in italienischen Bezeichnungen gaben, war der erfre Tonsetzeb, der sie bewußt durch deutsche Ausdrücke ersetzte, Robert Schumann. In Einzelnen Fällen waren Beethoven und Schubert ihm darin schon vor- ausgegangen. Schon Schuberts erstes Werk, der' Erlkönig", trägt die UeberschriftSchnell" mit der' Zeitangabe nach Melzels Mettonom. Das ,cheiden" röslein" solllieblich" gesungen werden, und in diesem Lied ist ferner mitten im Verlauf fürri- tardando das Wortnach geb end" verzeichnet. So hat Schubert seine Lieder aus innerem Gefühl her­aus mit ähnlichen Angaben versehen. Robert Schu* mann wählte grundsätzlich die deutschen Bezeich" nungen. Auch in seinen Liedern beziehen sich, tD*<: in der Zeitschrift für deutsches SprachlebenMut­tersprache" ausgeführt wird, die deutschen lieber1 schriftey hauptsächlich auf den Inhalt, deuten damit' aber auch zugleich sinngemäß das Zeitmaß an. Wenn dieMondnacht" zart und heimlich erklingen soll, dann ergibt sich hieraus schon ohne weiteres ein ruhiges Schweben der Sechzehntelbewegung fo1 Sinne Eichendorfffcher Romantik. Und wer emp fände nicht imWanderlied" von Kerner durch die- BezeichnungSehr lebhaft den frischen Wander­schritt des dahinziehenden fröhlichen Burschen M Geiste des naturfrohen schwäbischen Dichters? Auch Brahms und Hugo Wolf bedienen sich in i^ Liedern deutscher Ausdrücke für Vortrag und Zeit­maß.