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Verpflichtung -erIugend^S43 in Gießen

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Oie Feierstunde in der Aula

der

(Nachdruck verboten.)

33.Fortsetzung. -

* Gießener Bortragsriing. Am Mon­tag, 29. März, veranstalten die NSG.Kraft durch Freude", Goethe-Bund und Kulturelle Vereinigung einen .VortragsabendDeutsche Voltslieder aus 7 Jahrhunderten" mit Oskar Besemfelder (München) unter Mitwirkung des Bauerschen Ge-

I sangvereins.

gen zu den Achsenmächten die Anerkennung Sowjetunion ausgesprochen.

Kunst und Wissenschaft.

Karl Vonhoeffer 75 Jahre alt.

In diesen Tagen vollendet der Berliner Psy­chiater Prof. Dr. Karl Borchoeffer sein 75. Lebens­jahr. Er studierte in Tübingen, München uni) Ber­lin. 1897 wurde er in Breslau Prrvatdozent. 1903 kam er als Ordinarius nach Königsberg, 1904 nach Heidelberg, im Herbst des .gleichen Jahres nach Breslau und 1912 Nach Berlin. Wichtig sind vor allem seine Arbeiten über Nervenlähmungserschei- mmgen bei akuten Psychosen, seine Arbeiten über den Geisteszustand der Alkoholdeliranten, die akute Geisteskrankheit der Gewohnheitstrinker und die Erbgesetzgebung. Bonhoeffer hat sich auch mit der Frage befaßt, in welchen Gegenden Deutschlands bestimmte Geisteskrankheiten besonders verbratet sind. Er ist Herausgeber derMonatsschrift für Psy- chratrie und Neurologie" und desZentralblattes für Neurologie und Psychiatrie". Seine Anschauun­gen über die Unfallneurose si-nd von besonderer Be­deutung für die Begutachtung der Unfallsolgen ge­worden. ,

Sibelius im deutschen Musikleben.

Mit dem Ziel, dem Kulturschaffen des verbünde­ten finnischen Volkes im deutschen Musikleben wei­tere Verbreitung und tiefergehendes Verständnis zu erwirken, hat die Deutsche Sibelius- Gesellschaft unter der Präsidentschaft des Lei­ters der Abteilung Musik im Roichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda Generalinten­dant Dr. Heinz Drewes ihre Tätigkeit aitfge- nommen. Auf dem Gebiet der symphonischen Mu­sik ^sind in der laufenden Spielzeit über hundert Wiedergaben unter etwa achtzig deutschen Dirigen­ten mit Wilhelm Furtwängler an der. Spitze 3U verzeichnen, wobei neben den symphonischen Dich­tungenFinnlandia" undEn Saga besonders die 1. 2 und 5. Symphonie in den Programmen

erscheinen. In zahlreichen eigenen BermrstattWen wie denDeutsch-finnischen Musiktagen in baden hat die Gesellschaft auch dasbis dahini fast unbekannte Schaffen der jüngeren falschen Kom­ponistengeneration den deutschen Musikfreunden nahegebracht.___ _____________

meinen muuurcu JVM!<<.*.*/i.t3**A - -- .

kam ich etwas schneller fort und war bald em paar Meter voraus. Ich blieb also stehen, um auf ihn zu warten, und während ich mich nach ihm umwende , fiel plötzlich ein Schuß, und ich sah gerade, wie Meinders mit einem Aufschrei

stürzte zu ihm hin, und ein paar Augenblicke spate war dann auch Hellingrath bei uns. xos ift tm Grund alles, was ich zu der ead)e an Tatsachen berichten kann. Sie haben sich ja eben selbst davon überzeugt, daß man beim Licht einer einzelnen Lampe nur die allernächste Umgebung sehen kann.

Bunter Abend mitKraft dnrch Freude".

Die NS.-GemeinschaftKraft durchFreude" veranstaltete am Sonntagabend in der Aula einen Bunten Abend zu Gunsten des Kriegs-Winter- hilfswerkes, der sich eines guten Besuches zu er­freuen hatte und damit wohl auch in materieller Hinsicht seinen Zweck vollauf erfüllt hat. Die Mit- mirLtwen waren größtenteils MitgliAer des Frank- K>r Opernhauses, die hier allermeist schon von eren Gastspielen her als gute alte Bekannte be­grüßt wurden. Der Tenorbufso Emil Seiden­spinner hieß die Besucher willkommen, betätigte sich als Ansager, sorgte mit allerhand Witzen und kleinen Geschichten für den nötigen Kontakt mit dem Publikum und wartete mit den hier schon mehrfach gehörten Chansons von der svanischen Pimprinella und der geliebten Luise aus, Vie auch diesmal wie­der freudigen Beifall fanden^ Lilo Ewald prä­sentierte sich als jugendliche Tänzerin mit einem Walzer aus Tausendundeiner Nacht", mit einer farbig volkstümlichen Mazurka und einem flotten Step. Robert vom Scheidt, einer der populär­sten Künstler,der Frankfurter Oper, sang mit pracht­voll ausladender Stimmgewalt die5000 Taler" aus LortzingsWildschütz", aus demZigeuner­baron" das appetitanregende Lied vom Borstenvieh und Schweinespeck (wurde besonders gern gehört), fernerAuch ich war einst ein junger Mann" aus Gasvarone" und als Zugabe, scharmant vorgetragen, Mooder, ich will en Ding han". Lila B u k u p brachte als Koloratursopranistin dieUnschuld, vom Lande" aus derFledermaus" und das Postillon­lied aus derSchwedischen Nachtigall" und sand ebenso wie ihr Kollege John Gläser mit dem schwungvoll dargebotenen Aufmttsliöd des Bärin- kay aus dem ,Ligeunerbaron" undWie einst am Rhein" allgemeine Zustimmung. Als Geigerin von sprühender Musikalität und technisch brillantem Kön­nen erwies sich Ruth Battenberg, die eine reizende Serenade und später die feurigen Zigeuner- weisen von Sarasate zum Dortrag brachte. Die Soubrette Lya Justus riß wieder den ganzen Saal zu stürmischen Beifallskundgebungen hin: sie sang auf wienerischHeut hätt ich Zeit", dann ;,Ja, das Temperament" aus derMaske in Blau", das ihrem schwungvoll beweglichen und auf zün­dende Wirkung berechneten Vortragsstil ganz be­sonders liegt, zum Schluß, gemeinsam mit Emil Seidenspinner, das DuettDraußen in Hietzing" ausWiener Blut". (Die Aula haEe wider vom Applaus; aber wie wär's, wenn wir das nächste Mal etwas Neues zu hören bekämen? Es gibt so viele nette Lieder.) Eva Schablinski, vom Frankfurter Rundfunk bekannt, kam als ganz kleines Mädchen, zuletzt sogar als zwei ganz, kleine Mäd­chen, was bestimmt keine Kleinigkeit ist, und fand mit diesen dialektisch und musikalisch dem Leben ab- gelcmschten Spezialitäten ein überaus dankbares und erheitertes Publikum. Erna Stock machte sich als zuverlüssioe Begleiterin am Flügel verdient und bereicherte überdies die Vortragsfolge mit der temperamentvoll gespielten, berühmten Polonaise von Chopin. Hans Thyriot.

Verdunkelungszeit:

' 29. März von 20.49 bis 6.34 Uhr.

Glück auf, Renate!

Roman von Ernst Drau.

Terbrüggen und Hellingrath wurden hmzuge- zogen, und mit ihnen zusammen begab sich die Kommission zunächst an den Datort nach sohle 7. Die eigentlichen Vernehmungen der einzelnen Zeu­gen des Vorfalls wurden dann im Rauchsalon der Villa Hammerkott durchgeführt, den Renate zur diesen Zweck zur Verfügung gestellt hatte.

Bärensprunq begann damit, zunächst tue Aus sagen Terbrüggens zu Protokoll zu nehmen.

Ich möchte Sie nun bitten, Herr Direktor mir an Hand der Skizzen, die mir eben am Tatort ae- macht haben, den Vorgang noch . einmal in allen Einzelheiten zu schildern."

Der Beamte sah mit kühler Gelassenheit in das Gesicht des Mannes, dem kaum anzumerken war mit welcher Selbstbeherrschung er sich zur Ruhe

3m?ffiie ich Ihnen schon unten sagtt, Herr Kommis­sar", begann er sachlich,kann ich zur Tat selb! nur sehr wenig berichten. Ich ging mit Memder die Hauptstrecke hinauf, und da ich den Weg von täglichen Kontrollgängen her sehr gut kenne, . » < «« r _ »mav nAl'A CM tl

Die feierliche Verpflichtung der vierzehnjährigen Jungen und Mädel auf den Führer fand auch in unserer Stadt in würdigen und eindrucksvollen Feierstunden statt.

Am Samstag, dem Vorabend, vereinigten sich als Gäste des Bannes 116 (Gießen) der Hitler-Jugend die zu verpflichtenden Jungen und Mädel, deren Eltern und Lehrer sowie weitere geladene Personen im Theater zu einem festlichen Gemeinschaftserleben. Hier begrüßte zunächst der K.-Bannsührer, Hauvt- gefolgschaftsführer Wolf, die Jungen und Mädel und die übrigen Gäste mit einer kurzen Ansprache, in der er auf den neuen und an Verpflichtungen reichen Lebensabschnitt der Jungen und Mäoel hin- wies und ferner betonte, daß dieser Gemeinschafts, abend die große Bedeutung des gemeinsamen Wir­kens und Erlebens zum Ausdruck bringen solle. Den Jungen und Mädeln möge dieser Abend vor ihrer Verpflichtung auf den Führer allezeit in guter Er­innerung bleiben.

Als Vertteter des Hohettsträgers überbrachte

Am gestrigen Sonntagvormittag wurde in der Aula der Universität die Verpflichtung voraenom- men. Zu diesem für die Jungen und Mädel denk­würdigen Erlebnis hatten sich mit dem Kreisstabs- amtsleiter Weber als Vertteter des Hoheits- ttäaers, Kreisleiter Backhaus, an der Spitze zahl­reiche Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht sowie die Ellern und nächsten Ver­wandten der Jungen und Mädel eingebunden.

Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnengruppe und der zu verpflichtenden Jungen und Mädel wurde die Feier mit einem Musikstück und dem Chor mit OrchesterbegleitungEure Herzen sollen leuchten" eingeleitet. Ein Führerwort, gesprochen von meinem Hillerjungen, leitete über zu dem ge­meinsamen LiedWir tragen das Vaterland". Dann nahm-der Letter der Goetheschule

2Reffor Krausch

als Sprecher der Schulen die Verabschiedung der Schulentlassenen aus den Schulgemeinschaften vor. In seiner eindrucksvollen Ansprache machte er den jungen Menschen zunächst die große Bedeutung dieses Schrtttes ins Leben klar und ließ sie noch einmal einen Blick rückwärts tun auf die Jahre, in der sie der Obhut der Schule anverttaut waren. Dabei stellte er das Wort des Führers in den Vordergrund:Zusammengefaßt sind wir alles; aufgelöst in einzelne gar nichts." Diese Erkenntnis und andere für unser Volk bedeutsame Wahrheiten den Jungen und Mädchen zu vermitteln, sei neben anderem die Aufgabe der Schule. Es hieße die Stellung und Aufgabe der Schule verkennen, wenn man die oberflächliche Meinung vertteten wolfte, die Schule habe nur Wissen und Können zu ver­mitteln. Nach der ihr vom > Führer zugewiesenen wett umfassenderen Aufgabe solle die Schule eine der großen Erziehungsstätten und Erziehungs- aemeinschasten unseres Volkes neben dem Ellern- yaus, HI., BDM., SA., Partei und Wehrmacht sein. Sie habe die verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, der deutschen Jugend jene innere Haltung 3u geben, gepaart mit äußerem und wohlgeiormtem Auftreten, die die Gemeinschaft des Volkes von ihr zu fordern habe. Die Schule solle den ganzen Menschen in ihre formenden Hände nehmen, nickst nur den Verstand üben, sondern Körper, Seele und Geist und den ganzen Menschen zur rechten Ge­sinnung halten und formen. Das Ziel sei: Er­ziehung zu heldisch-kämpferischer Charakterhaltung, zu Opserbereitschaft, zu uneigennützigem Dienst und Einsatz für das Volk. Den Lehrern erwachse die heilige Pflicht, ihro gesamte Arbeit in der Schule in den Dienst der Charakterbildung der ihr armer- trauten Jugend zu stellen.

Der Redner betonte sodann die starken gemein­schaftsbildenden und charakterformenden Kräfte aus der Leibeserziehung durch Stärkung oder Weckung des Mutes, des Willens, der Selbstüberwindung und der Entschlußfreud igkeit. Weiter wies er auf den hohen politischen Erziehungswert des Geschichtsun­terrichts hin, der die Jugend mit Ehrfurcht vor un­serer großen Vergangenheit und mit dem Glauben an die geschichtliche Sendung und die Zukunft un­seres Volkes erfüllen müsse. In diesem Zusammen­hänge lenkte Rektor Krausch die Gedanken der Ju­gend, aber auch der Erwachsenen hin zu jenem he­roischen Einsatz deutscher Manner auf den Schlacht­feldern, auf denen um und für Deutschland gerungen : wurde, insbesondere auf die Jahre des ersten Welt­krieges, auf das Heldentum der deutschen Vorkämp- fer nach dem Kriege und auf den allezeit opferte* - reiten Einsatz in dem gegenwärtigen Ringen, auf den kämpf- und opferreichen Weg des Werdens des

Hellingrath heute.verbotenerweise eingefahren ist?" Terbrüggen nickte.

Renate Hammerkott ..."

Bärensprung lächelte leise.

Ich sehe, wir kommen der Sache auf diesem Wege schon näher. Also, was können Sie darüber berichten, J)err Direktor?"

Nur, was ich selbst gesehen habe, Herr Kom­missar. Ich kam am vergangenen Samstag rein zufällig dazu, wie Meinders mit einem . Motor­rad urtib -Hellingrath mit feinem kleinen, Auto vor dem Bahnhof Hammerkott hielten. Ich wußte nur, daß Fräulein Hammerkott an diesem Nachmittag zu ihrem Vater nach Köln fahren wollte ...

Verzeihung, wenn ich Sie unterbreche, Herr Direktor. Sie kamen nur zufällig dazu?"

Ja, ich hatte etwas länger zu arbeiten gehabt und wollte am Nachmittag zu einer Besprechung nach Essen fahren", gab er sichtlich nervös Auskunft.

Danke, wollen Sie bitte fortfahren."

Ich war natürlich sehr erstaunt, als ich nün plötz­lich auch Fräulein Hammerkott neben Meinders und feinem Rad stehen sah, als seien sie im Begriff ab­zufahren."

Das Besondere des.Falles liegt darin, daß Mein­ders den geschäftlichen Auftrag hatte, im Interesse der Zeche nach Bremerhaven zu reifen und daß er sich auch bereits am Vormittag für diese Reise ver­abschiedet hatte. Um so mehr mußte ich natürlich überrascht sein, ihn am Nachmittag noch hier zu finden, und stellte ihn begreiflicherweise entsprechend zur Rede. Während dieser unerquicklichen Ausein­andersetzung lief nun Fräulien Hammerkott zu Hel­lingrath hinüber und fuhr mit ihm davon. Daß Meinders den anderen in diesem Augenblick zu allen Teufeln wünschte, werden Sie verstehen, denn Fräulein Hammerkott hatte angeblich zuerst ver­sprochen, die Fahrt mit Meindyrs zu machen."

Bärensprung sah nachdenklich vor sich hin und trommelte leise mit feinem Bleistift. Dann wendete er sich wieder cm Terbrüggen.

Nach alledem scheint die Möglichkeit gegeben, daß der Schlüssel zur Tat in den eben geschilderten Umständen zu / suchen ist. Aber noch eine andere Frage, Herr Direktor:Warum wurde dem Doktor Hellingrath so Knall und Fall seine Stellung ge­kündigt? Hatte er sich in seinem Dienst etroas .zu­schulden kommen lassen?"

Terbrüggen hob die Schuttern.

Es handelte sich darum, daß ich ihn im Anschluß an den soeben geschilderten Vorgang am Bahnhof Hammerkott warnte, Fräulein Hammerkott weiter nachzustellen. Denn ich mußte damit rechnen, daß mich Herr Hammerkott zur Verantwortung ziehen würde, wenn hier Dinge geschahen, mit denen er hernach kaum einverstanden sein würde. Bei dieser Gelegenheit wurde Hellingrath handgreiflich gegen mich, und das konnte ich natürlich nicht hinnehmen. Die Autorität muß in einem so großen Werk ge< wahrt werden."

Der Kommissar nickte ihm zu.

Gewiß. Ich hätte an Ihrer Stelle in einem solche Falle vermutlich ebenso gehandelt", sagte er mit einer abschließenden Handbewegung. ,Hch möchte dann zunächst Fräulein Hammerkott sprechen. Es wäre aber gut, wenn Sie in der Nähe blieben. Möglicherweise ergeben sich vielleicht doch noch einige Fragen an Sie ..."

Der Beamte, der an der Tür postiert war, ließ nach Terbrüggens Abgang Renate einttetey,

Auf Verlangen des Kommissars erzählte auch fi^ was sie von der Tat wußte.

Dann setzten die Fragen ein.

Wer hat nach Ihrer Meinung, Fräulein Ham­merkott, diesen unseligen Schuß abgegeben? Auf jeden Fall ist die Tat mit Vorsatz und Ueberlegung ausgeführt, und es handelt sich dabei um den Kopf eines Menschen, denn wir können im Augenblick noch nicht wissen, ob Meinders mit dem Leben bat vonkommen wird."

(Fortsetzung folgt)

Minister und der Hof bei. Dfe Vertreter der Achse, die kommandierenden Generale der italienischen und deutschen Truppen, wurden dem Bey vom italiem- schen diplomatischen Vertreter, Gesandten Bomdieri, vorgestellt.

* .

Auf der Höhe der algerischen Küste griffen ita­lienische Torpedoflugzeuge einen großen Geleitzug an. Trotz der heftigen Abwehr wurden drei Damp­fer von 15 000, 10 000 und 7000 BRT. versenkt. Ein weiterer Dampfer geriet in Brand.

*

Die Vierte.Schweizer Aerztemission ist mit ihrem Hilfspersonal in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie hat, wie die vorhergehenden. Missionen, drei Monate im Osten in Kriegslazaretten Dienst getan gnd sich bei der Behandlung und Pflege unserer Verwundeten in dankenswerter Weise eingesetzt.

Aus der Giadt Gießen.

(Sam."

Mit dem Wörtchenganz" ist es eine eigene Sache. Wenn etwas alsganz gut" bezeichnet wird, ist-es nicht bedingungslos gut, sondern nur so lala, von minderer Güte. Heißt es aber, etwas seiganz entzückend", eine Person oder Sache, so ist das ein Entzücken sozusagen in der höchsten Potenz. Dabei besteht zwischen den zwei Eigenschaftwörtem kein gedanklicher Gegensatz, vielmehr sind sie miteinander verwandt, beide drücken sich im positiven Sinne aus. Auch wenn das freudig zustimmende Wörtchen gern hinter ganz steht, bedeutet das nicht gerade Be­geisterung. Wer sichganz gern" zu etwas bereit findet, tut's im Grunde gar nicht so gerne.Ganz gewiß" versichert man dagegen wieder zur Bekräf­tigung der Wahrheit.

Woher kommt die unterschiedliche Anwendung? DennGanz" bedeutet doch buchstäblich etwasGan­zes" und nichts Halbes. Aber der Sprachgebrauch fragt nicht danach also kann uns die Logik in diesem Falle auch einmalganz" gleichgültig fein.

Großdeutschen Reiches durch das Erwachen unserer Nation unter der Führung Adolf Hitlers. Weiter­hin kennzeichnete er die besondere Aufgabe des Deutschunterrichts, durch den der Jugend die Sprache und Dichtung als lebendiger Ausdruck unseres Volks­tums erschlossen und der Stolz der Jugend auf deutsche Art wachgerufen wird. Aus all dem habe die Jugend Gesinnung und Haltung für ihr Leben schöpfen können, und wenn den Lehrern diese Auf­gabe ihrer Arbeit gelungen sei, dann sei ihre Arbeit' an der Jugend und für unser Volk nicht umsonst gewesen.

Nach dieser Mckschau verabschiedete Rektor Krausch die Jugend aus der Schule mit besten Wünschen und guten Ermahnungen für ihren wei­teren Lebensweg, wobei er sie zugleich auf die große Verantwortung hinwies, die sie nunmehr für das Schicksal unseres Volkes mitzutragen hat. Ms Lett- grundsatz für ihr weiteres Leben gab er der Jugend das folgende Wort des Führers mit auf den Weg. Ich kenne keine schönere Aufgabe und kein größe­res Glück, als meinem deutschen Volke zu dienen."

Nach der Ouvertüre aus der Suite C-dur von Telemann hielt der

Gaukulturhauptstellenleiter Müller-Klinaspor

die Feverrede. Er machte den Jungen und Mädeln^ zunächst die Bedeutung dieser Stunde klar, in der sie in die Gemeinschaft der Jugend des Führers ein- treten und nun der Fahne folgen werden, die das Sinnbild der deutschen Freiheit ist. Als Geleitwort für das Leben der Jugend gab er ihr die Losung mit: Nur der Freiheit gehört unser Leben! lind als Richtschnur und Beispiel wies er sie auf unsere Soldaten hin, die an den Fronten mit heroischem Mut ihr Leben einsetzen-für die Gemeinschaft unse­res Volkes und für die Größe und Zukunft unseres Reiches. An unser Volk und Vaterland und an seine Seüdung müßten die Jungen und Mädel immer mit heißem Herzen und mit ganzer Seele glauben, dem Führer und seinem Werk allezeit die Treue halten, der Volksgemeinschaft und der Familie dienen. Nicht an sich selbst denken, sondern in treuer Kamerad­schaft mit allen Volksgenossen zusammenstehen und zusammsnarbeiten, dadurch hineinwachsen in das arbeitende Deutschland und Anteil gewinnen an den Reichtümern unserer Volksgemeinschaft, das müsse das Ziel der Jugend sei. Den Jungen und Mädeln sagte der Redner eindringlich, daß ihr junges ßeben dem Volk' gehöre, und das Volk beschenke sie wieder mit seinem großen Besitz. Das Grotzdeutjche Reich Adolf Hitlers gehöre ihnen, wenn sie immer ihre Pflicht täten und sich stets mit aller Kraft für Volk und Reich einfehten. Die heutige Jugend habe das Glück, Zeitgenosse Adolf Hitlers zu sein, der ihr für ihr Leben und Handeln leuchtendes Vorbild sein müsse. Es sei nicht schwer für die Jugend, so zu leben, wie der Führer es wünsche und wie es Verpflichtung für jeden einzelnen der Gemeinschaft sei, die den Namen des Führers trage. Voll Ver­trauen und Liebe werde auch die Jugend der Fahne folgen, die der Führer dem Reich oorantrage.

Anschließend fangen die Jungen und Mädel ge­meinsam das LiedHeilig Vaterland". Dann folgte die Uebernahme der Vierzehnjährigen in die Hitler- Jugend und die feierliche Verpflichtung durch Kreis­stabsamtsleiter Weber, den K.-Bannführer Wolf und die Bannmädelführerin Käte Blum. Nach dem Lied der Hitler-Jugend und der Ausgabe der Ge­denkblätter schloß Kreisstäbsamtsleiter Weber die denkwürdige Feier mit dem freudig aufgenommenen Gruß an den Fsihrer und an unsere siegreiche Wehr­macht.

Und das Mündungsfeuer des Schusses haben Sie nicht beobachtet?"

Nein. Ich hatte mich ja gerade, wie ich eben schon sagte, nach Meinders umgedreht."

Hm. Nach dieser Aussage ist also zunächst anzu- uehmen, daß Doktor Hellingrach als der Täter an­zusprechen ist. Das stimmt auch mit den Feststellun­gen des Arztes überein, daß die Kugel von vorn eingedrungen ist, daß der Schuß also zweifelsfrei aus der Richtung des hinzukommenden Hellingrath kam. Dr. Hellinarach gehört ja auch zugegebener­maßen die zur Tat benutzte Waffe^ Aber nun eine andere Frage. Da Sie nur eine Lampe bei sich trugen und Doktor Hellingrath auf Ihren besonde­ren Anruf zu Ihnen kam und dann Sie weiterhin gestern erst Hellingrachs Entlassung verfügt hatten, ist es da nicht gut /möglich, daß der Angriff nicht Meinders, sondern Ihnen gegolten hat?"

Terbrüggen erkannte nicht sogleich, worauf der Kommissar mit dieser Frage hinauswollte.

Das glaube ich nicht", sagte er rasch. Bären­sprung hakte denn auch gleich ein.

Warum nicht? Eine solche Möalichkeit ist doch durchaus nicht von der Hand zu weisen? Hellingrath hörte Sie rufen, er erkannte Ihre Stimme, sah die Lampe den Weg heraufkommen und schoß darauf. Ich nehme wohl mit Recht an, daß Sie Hellingrath für den Täter halten?"

Terbrüggen sah nun doch, auf welches Geleise ihn diese Frage führen sollte, urtb wurde vorsichtiger.

Ich habe nicht die geringste Absicht, hier jemand zu verdächtigen, Herr Kommissar, zumal ich ja den Beweis schuldig bleiben mühte. Hellingrath hatte ebensogut auch Differenzen mit Meinders, aus denen sich berartige Schlüsse mit Leichtigkeit ziehen ließen."

So? Und was können Sie mir darüber Näheres berichten? Handelt es sich dabei um geschäftliche oder um private Dinge?"

Es handelt sich habet um eine Frau".

Um welche Frau? Um dieselbe, mit der Dr.

Die 1927 von dem Reichspräsidenten von Hinden­burg anläßlich seines 80. Geburtstages errichtete StiftungHindenburgspende" versendet ihren Iah. resbericht für 1942. Daraus ergibt sich, daß sie in dem genannten Jahr rund 550 000 RM. an 3692 Kriegsbeschädigte- und Kriegerhinterbliebene des er­sten Weltkrieges verausgabte. Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung 13,2 Millionen RM. in fast 80 000 Einzelfällen an Kriegsbeschädigte und Kriegerhinter­bliebene ausgezahlt.

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Das gesamte Gescmdtschaftsvvertel in Peking wird m Kürze durch die französische, Äie italienftche und die spanische Regierung an die Republik China zu­rückgegeben werden.

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Das Zentralkomitee der ftcmzösischen Freiw'lli- genlegion zuw Kampfe gegen den Bolschewismus trat unter dem Vorsitz seines Präsidenten, Staats­sekretär Botschafter de Brinon zusammen. Das Komitee ist durch namhafte Journalisten und Schriftsteller erweitert worden. Unter ihnen befin­den sich der Direktor desNouveaur Temps" Jean Luchaire, der Direktor der ZeitschriftJe suis par­tout" Lesoa, der Schriftsteller de Lesdain sowie der Leiter der WochenzeitschriftLa Gerbe" Al­phonse de Chateaubriand.

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Die Parlamentswahlen in Columbien haben zwar einen Sieg der liberalen Regierungsgruppe gegen die, oppositionellen Liberalen und Konservativen ergeben, gleichzeitig sind aber 3um erstenmal zwei kommunistische Abgeordnete gewählt worden. Co­lumbien hat kurz nach dem Abbruch der Beziehun-

Kreisstabsamtsleiter Weber die herzlichen Grüße und Wünsche des Kreisleiters und betonte den Sinn dieser Feierstunde, in der ein schöner Brauch zum Ausdruck komme. Als besondere Marksteine im Leben der Jungen und Mädel bezeichnete er dann den Tag des Eintritts in das Jungvolk, den Tag der Verpflichtung der Vierzehnjährigen auf den Führer und den Tag der Uebernahme in die Par­tei. Den Jungen und Mädeln machte er We Bedeu­tung dieser drei Marksteine eindringlich klar und er­mahnte sie, sich immer ihrer besonderen Aufgaben bewußt zu sein. Die Jugend möge durch ihre Hal­tung und ihre Leistungen immer beweisen, daß sie mit Recht dem Namen des Führers trage und daß sie auch vor den Kämpfern der Front bestehen könne. Dieser Ermahnung schloß der Redner seine herzlichen Wünsche für die Zukunft der Jungen und Mädel an.

Dann erlebten die Besucher gemeinsam die Aus­führung des SchauspielsDie Verschwörung des Fiesko zu Genua."