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(95. Jahrgang Nr. (23

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Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

8rettag.28.Mai(945

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Anier Briten und Bolschewisten in Iran.

Oie abenteuerliche Flucht eines beutschen Korrespondenten aus Teheran.

III.

13 Monate auf der Flucht.

Von Roman Gamotha, früherem EP.-Korrespondenten in Teheran. Sofia, im Mai. Nach meiner Flucht aus Tehe- es fcm Möglichkeit mehr, auf neutrales Gebiet zu entkommen. Alle N'ordprooinzen Und die an die Türkei angrenzenden Gebiete waren von den Sowjettruppen besetzt. 'Die Ena­lander stießen vom Irak her nach Norden durch x ^bwln prallten zum erstenmal die Interessen der^ Bolschewisten und der Engländer aufeinander memen monatelangen Pilgerfahrten bin ich saft täglich Zeuge der schweren Auseinandersetzungen zwischen Briten und Bolschewisten gewesen. Parallel damit giNg^die Spaltung der Bolksmeinunq in 3ran. Die Sowjets machten sich die soziale Not­lage zunutze und wühlten die Massen auf. Das Hauptinteresse der Engländer galt der Sicherung der Staatsgewalt nach der Abdankung bet Schahs Der natürliche Widerstand der iranischen Bevöl­kerung gegen die fremden Eindringlinge, die Auf- lösung der Armee und der RegierungsexekuiiUe riefen Aufstand und Unruhen in ganz 3ran hervor, Oie bis 3um heutigen ,Tage andauern. Zahlreiche Banden durchziehen das Land. Entrechtete Bauern kämpfen gegen die Hamkaks, die von der Krone ein­gesetzten- Verwalter. Diese haben sich zu ihrem Schutz verstärkte Gendarmerie- und Militäradtei- lunaen organisiert.

Auf meiner Flucht war ich bei den Bauern und bei Hamlaks zu Gast. Ueberall stieß ich auf Wider- .standswillen gegen die Bolschewisten und gegen die britischen Besatzungsstreilkräfte. Ich war nur Gast. Ich war auch Gefangener, und zwar dann, wenn man uns für englische Deserteure aber sowjetische Spitzel hielt. Ein Stammesscheich wollte mich hängen lassen, weil er in mir einen Sowjetagenten vermutete. Sobald ich mich mit deutschen Papieren auswies, würbe ich willkommen geheißen. Wir stießen mit sowjetischen Sonderkommandos zusam- men, die bas Landesinnere durchsuchten. Unsere persische Tarnung schützte uns dagegen, erkannt zu werden.

Der Glaube an den Sieg Deutschlands war groß. Ein Gendarmeriebeamter erklärte mir, es sei seine Pflicht, mich an die Behörden auszuliefern. Er wollte gerne 100 OOO Rial verdienen. Es gelang mir, ihn zu überreden. Als Lohn forderte er fein Geld, sonders eine schriftliche Bescheinigung, die' er jedem deutschen Offizier vorlegen könne' Die Aussicht, mit den Deutschen gut zu stehen, war ihm wertvoller als Geld.

Obwohl die größeren Städte Ansatzpunkte für eine kommunistische Agitation boten, verhielt sich das Land ablehnend gegenüber den Eindringlingen. Der Ankauf der gesamten Viehbestände für die sowjetische Kaukasus-Armee und die Beschlagnahme aller Reis-, Getreide-, und Futteroorräte rief un­geheure Erbitterung unter der armen Landbevölke- ung hervor. Es kam zu Aufständen. Getreidelager und Bäckereien wurden gestürmt. Die iranische Re- gierung ging mit schärfsten militärischen Maßnah­men gegen ihre eigenen Landsleute vor. Im kurdi­schen Gebiet gab es feine Staatsgewalt. Kurdische Bänden, die mit Waffen aus sowjetischen Beständen versehen waren, unternahmen Angriffe gegen Dör­fer und Städte des an die Türkei grenzenden Ge­bietes. Don Rasaieh griffen die Unruhen auf das Gebiet ihn den Urmia-See auf iranisches und iraki­sches Gebiet über. Der größte Teil aller Dörfer bis nach dem persischen Aserbeidschan wurde von der Bevölkerung verlassen. Ich habe auf meinem Marsch nur noch verbrannte Häuser gesehen. Die Stabt Choi glich einem riesigen Heerlager von Flücht­lingen, die einem langsamen Hungertode entgegen­sahen. Völliges Chaos und Eiend waren die Folgen der Herrschaft der Bolschewisten und ihrer Ver­bündeten. z

Nach 13 Monaten Flucht, 9 Kilometer von ber türkischen Grenze entfernt, schien in letzter Minute mein Unternehmen zu scheitern. Zwei Kurben, bie sich mir als Wegführer verdingt hatten, erwiesen sich als Verräter. Sie übergaben mich in einem einsamen Grenzdorf einem Scheich, der von den Sowjets gekauft war. In letzter Minute wurde ich von einem kurdischen Grenzscheich, ber von un­serem Eintreffen gehört hatte, mit einer Schar be- wüffneter Männer befreit unb auf bas rettenbe tür­kische Gebiet geführt.

Noch drei Monaten Internierung in ber Türkei erreichte ich bas gastliche Bulgarien. Ich bin Zwar nicht, wie von mir behauptet würbe, mit einer iranischen Prinzessin verheiratet, aber ohne die guten unv einflußreichen Freunde und ohne die Gast­freundschaft ber Iraner unb ohne die Sympathie unb Achtung des iranischen Volkes gegenüber Deutschlanb würbe ich heute nicht in Sicherheit sein. Ich würbe auch nicht bas Schicksal meiner beiden deutschen Berufskameraden in Teheran. Aderh 0 lt vom Deutschen Nachrichtenbüro, und Globig vom Deutschen Verlag, teilen, die jetzt h i n t e r S t a ch e l- draht in Australien sitzen. Der Steckbrief und der Kopfpreis lassen das mir zugeb achte Schicksal erkennen. Nur meinen iranischen Freunden ver­danke ich es auch, baß mir der Genickschuß ber Bol­schewisten erspart blieb.

Das Beispiel der Esten.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Ohne Rücksicht auf das Schicksal ber europäischen Kultur haben Roosevelt und Churchill sich damit einverstanden erklärt, daß bie Bolschewisten im Falle eines Sieges ber Anti-Achsenmächte praktisch die Verfügungsgewalt über ganz Europa erhalten solsen. Auch die Verklausulierungen, die aus Grün­den der Agitation an dieses Zugeständnis gehängt worden find, 'können nicht darüber Hinwegtäuschen, daß in diesem Falle Stalin in ber Sage wäre, seine Kommissare in allen europäischen Ländern nach freiem Ermessen schalten zu lassen. Die Bolsche­wisten sind sich mit den plutokratischen Drahtziehern darüber einig, daß in diesem Falle ein Vernich­tungsfeldzug gegen die europäischen Völker geführt werden würde, der seinesgleichen in der Welt­

geschichte nicht kennt.

Daß dies keine leeren Vermutungen sind, wie die feindliche Agitation gern behauptet, sondern unmittelbar drohende Gefahren, das beweist nicht nur das Schicksal ber Völker, bie seit mehr als zwanzig Jahren unter der jüdischen Fremdherr­schaft im Gebiete der Sowjetunion schmachten, das beweisen auch die furchtbaren Erfahrungen, die die Völker des Ost seegebietes während der kurzen Gastrolle Machen mußten, die die Bolsche­wisten dort gaben. Kürzlich haben drei Vertreter ber Universität Dorpat, Dr. phil Toomsee, Magister Einas und Magister Arens, das an den Peipusfee grenzende Sowjetgebiet bereift, um bie Kultur der östlich des Peipussees ansässigen Esten zu stu­dieren. Sie haben einen Bericht erstattet, aus dem hervorgeht, daß in den Jahren 1937/38 alle estm'chen Männer aus dem Peipusgebiet von den Bosiche- toiften verhaftet unb verschleppt worden sind, so daß seit dieser Zeit die Feldarbeiten aus­schließlich von Frauen verrichtet werden müssen. .

Durch die Zentralstelle zur Erfassung- der ver­schleppten Esten.sind nunmehr die Personalien von etwa 60 000 dieser Unglücklichen festgestellt worden. Es wurden 1050 Esten verhört, die aus der So­wjetunion geflüchtet unb nach Estland zuruckge- kehrt sind. 'Sie konnten genauere Angaben über das Los von 5000 Verschleppten wachem Nach den Berichten der Heimgekehrten sind in Tscherbakul Kamischlowo und Swerdlowsk 7-d00 pon 35 000 dort befindlichen Esten g e.lt 0 r b e n. Die Lage per Verschleppten war in den kleineren Orten noch viel schlechter. So sind von einem Arbeitsbata,illon, das die Stärke von 600 Köpfen hatte, 'm Verlaufe von einem halben Jahr 400 qestarben. AK besonders groß wird auch die Zahl der Errrorenen ^Ich.l- dert So sind in einer Gruppe von 500 Verschlepp, ten auf dem Marsche nach dem Norden der Sonyet-

union 300 erfroren. f -

1939 besetzten die Sowjets im Rahmen eines Bei- standspaktes Estland. Bis 1940 ->°N<hlepPt°n st° rund 60 000 Esten ober fast 7 vH. aller Esten Diese Verschleppten zum größten ver­dorben und geftorb*en. Sie starben an Unterernah rung oder Magenerkrankung, sie erfroren ober gin­

gen burch simplen Hunger zugrunde. Allein in drei Konr'nkrationslagern sind 7500 Esten gestorben, unb im Rahmen eines <100 Mann starken Arbeits- bataillons starben im Laufe von sechs Monaten 400 Mann.

Das Blutopfer ber Esten ist größer als bas- Blut­opfer von Katyn. Der absoluten Zahl nach; noch mehr aber im Verhältnis ber Opfer zur Gesamtzahl bes kleinen Volkes von etwa 950 000 Seelen. Ein knappes Jahr hat bie sowjetische Schreckensherrschaft ip Estland gebauert. Das ist bas Ergebnis. Die .sowjetischen Truppen marschierten 1939 ein auf Grund eines von Moskau erzwungenenBeistands» abkommens". Dieses Beistandsabkommen sicherte ber Sowjetunion Stützvunkle für bie Kriegsflotte unb bie Luftwaffe zu. Auch sollte eine beschränkte Zahl von ßonbtruppen die Verteibiguna dieser Stütz­punkte übernehmen. Ausdrücklich hieß es in H 5 des Beislandsabkommens:Die Inkraftsetzung dieses Abkomm"ns darf in keiner Weise die souveränen Rechte der Vertragspartner beeinträchtigen, auch nicht das Wirtschaftssystem unb die Staatsform. Die Grundstücke, bie für die Stützpunkte unb Flugplätze zur Verfügung gestellt werben, bleiben estnisches Staatsgebiet." Der Vertrag war bas Papier nicht wert, auf bas er geschrieben würbe. Am 17. Juli 1940 gab einWahlsieg" sog. Einheitslisten der ..Verbände des werktätigen Volkes" bas Signal zur Zunahme der Räteverfassung. Das geschah am 21. Juli 1940, vier Tage nach demWahlsieg". 14 Tage später wurde Estland formell als 16. Bun­desrepublik in die Sowjetunion ausgenommen. Die­ses staatsrechtliche Schnellverfahren, dos in einem so betonten Gegensatz zu dem ..Beistandsabkommen" vom 28. September 1939 unb Einern Artikel 5 stand, war die ,,Rechtsgrundlage" f|r die Verschleppung ber 60 OOO Esten. Ihr Schicksal erhärtet die arau- samen Erfahrungen, bie bie von den Bolschewisten vergewaltigten kleinen Völker in der Sowjetunion machen mußten. Dieses Schicksal aber ist allen europäischen Völkern zuqedacht.

Timofchenko hetzt zum Mord.

Der Towjetmarschall forderte schon 1939 Polnische Soldaten zur Ermordung ihrer

Offiziere auf.

Krakau, 27. Mai. sDNB.) Die jüdisch-bolsche­wistische Mordtat von Katyn, deren Entdeckung in ber ganzen zivilisierten Welt tiefste Empörung her- üorgerufen hat, erfährt eine neuerliche Beleuchtung bard) einen jetzt in der polnischen Presse des Ge­neralgouvernements in Faksimile wiedergegebenen Aufruf, ber bereits im Herbst 19 39 von sowjetischen Flugzeugen in polni­scher Sprache ab.geroorfen wurde unb *ie Unterschrift bes seinerzeitigen Befehlshabers der Bolschewisten in der Ukraine, Timos chenko, trug. In ihm wurden die polnischen Soldaten zur

Erschlagung ihrer eigenen Offiziere aufgeforbert. Unter dem Hinweis, baß die polnischen Offiziere die Soldaten und ihre Familienhassen" würben, heißt es in bem Aufruf Timoschenkos:Die Offi­ziere und Generäle sind Eure Feinde. Sie wollen nichts als Euren Tod! Soldaten! Erschlagt Eure Offiziere und Generale und folgt nicht den Be­fehlen Eurer Offiziere. Vertreibt sie aus Eurem Lallde! Habt den Mut, zu uns zu kommen, zur Roten Arniee! Hier werdet Ihr sorgfältige unb aufmerksame Behandlung finden!" Wie diesesorg­fältige und aufmerksame Behandlung" in Wirk­lichkeit ausgesehen hat, erfuhr die Welt mit Ent­setzen durch das Blutbad von Katyn, wo 12 000 polnische Offiziere von den jüdisch-bolschewistischen Henkersknechten bestialisch hingeschlachtet wurden.

Das Eichenlaub

für rumänischen Stalingradkämpfer.

Bukarest, 27. Mai. (WB.) Der deutsche Ge- neral beim Oberkommando bet rumänischen Wehr­macht, General ber Kavallerie Hansen, überreichte ber Gattin des seit den Kämpfen um Stalingrad vermißten rumänischen Divisions­generals Mihail Lascar bas diesem als bis­her einzigem rumänischen Offizier vom Führer ver- Iieyene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. General Hansen hob besonders die heldenhafte Tapferkeit hervor, mit der die Gruppe Lascar, mit dem Divisionskommandeur an der Spitze, in den schweren Abwehrkümpfen Ende' 1942 für bie Ehre ber rumänischen Waffen gekämpft habe.

Drei Dioi'sionsgenerale, 22 Brigabegenerale unb 41 Obersten ber rumänischen Armee finb nach amt­lichen Angaben bisher im Kampf gegen ben Bolsche­wismus gefallen. An der Spitze der soeben veröffent­lichten Namenliste steht ber ehemalige Generalstabs­chef General Alexanbru I o a n i tz i u, ber im Spät­herbst 1941 bei einem Inspektionsflug an der Front verunglückte. Die Liste enthält auch je zwei volks- beutsche Generale unb Obersten ber rumänischen Armee, sowie ben Ritterkreuzträger Oberst Jon P a l a g h i tz a.

Europa wird ein Kontinent

Bon Helmut Sündermann,

Stabsleiter des Reichspressechefs.

Zu keiner Zeit der europäischen Geschichte haben sich in ber kurzen Frist weniger Jahre so tief« grcifenbe Veränderungen auf bem politischen Ge­sicht unseres Erbteils abgezeichnet wie während bes letzten halben Jahrzehnts. Noch 1937 war ber Be­griffE uropa" nichts anberes als bie Bezeich­nung für ein Felb internationaler Politik, - in dem auf kleinstem Raum die Großmächte der ganzen Welt ihr Spiel trieben; Wien, Prag, Warschau, Paris, Belgrad dies waren die Plätze, an denen vor allem britische, amerikanische und sowjetische Interessen angemelbet unb geltenb gemacht wur­den. Dazu der spanische Bürgerkrieg,, in dem dec Bolschewismus unter wohlwollender britisch-ameri­kanischer Duldung seinen erstep Versuch zum mili­tärischen Eindringen nach Europa unternahm. Es schien eine unabänderliche Tatsache zu fein> daß Europäertum Trabantendasein für fremde Mächte bedeutete, daß bie europäische Politik das Versuchsfeld für militärische unb diplo­matische Abenteuer ber ganzen Welt, bie euro­päische ' Wirtschaft der Ramschntarkt für alles Ueberflüsstge ber anberen Kontinente, die euro­päische Kultur aber nichts weiter als ein Mufeurns- ge gen st and aus vergangener Zeit sei.

Es war ein Zustand erreicht, in dem die euro­päischen Völker ohne jede Ausnahme vor einer unausweichlichen Entscheidung standen: vor dieser Entwicklung zu kapitulieren, die seit lan­gem begonnen hatte und zur staatlichen Auflösung, zum wirtschaftlichen Ausverkauf und zu kultureller Mumifizierung führen mußte, ober in einem gro­ßen Prozeß ber Selbstbesinnung einen Ausweg aus dem Dschungel jahrhundertelanger kleinstaatlicher Verstrickung zu suchen und einen Ansatzpunkt neuer Belebung, eine europäisch-kontinentale-Idee zu sm- den. Bevor solche Ueberlegungen reifen konnten, haben dann die Ereignisse des Jahres \1938 und

Der irakische Ministerpräsident in Frankfurt.

Von Gauleiter und Heichsstatthalter Sprenger im Römer empfangen.

NSG. Der irakische Ministerpräsident Raschid Ali El Gailani traf am Donnerstagoorrnittag in der Gauhauptstadt ein. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger entbot dem Ministerpräsidenten im Kurfürstenzimmer des Römers die Grüße des Gaues Hessen-Nassau. Am Empfang nahmen Ver­treter von Partei, Staat unb Wehrmacht teil. Der Gauleiter begrüßte in herzlicher Weise die Gelegen­heit, seiner Exzellenz hem irakischen Minisierpräsi- benten 1 einen Einblick in bie Arbeit ber in Frank­furt a. M. bobenftänbigen jubengegnerischen In­stitute vermitteln zu können. Außerdem lud der Gauleiter ben Ministerpräsibenten zu einer Besich­tigung der Erfolge ber Meliorattons- und Sied- lungsarbetten ber hessischen Lanbesregierung ein. In seiner Begrüßungsansprache wies Gauleiter Sprenger barauf hin, daß in Frankfurt a. M. der Kamps gegen das Judentum, das ja auch der größte Feind des irakischen Vol­kes wie der ganzen arabischen Welt sei, frühzeitig ausgenommen worden sei. Es habe in Frankfurt eine Zeit gegeben, in der ein jüdischer Oberbürger­meister bie Geschicke dieser altehrwürdigen deutschen Stobt geleitet habe, und auch fast alle führenden Stellen ber Verwaltung, Wirtschaft unb Kultur in ben Hänben der Juden gewesen feien. Unter Füh­rung des Nationalsozialismus hätten sich die völ­kischen Kräfte im Kampf gegen bas Judentum zu- sammengefunben unb eine gründliche Bereinigung herbeigeführt. Die Geschichte habe eindeutig ben Beweis erbracht, baß E n g l a n b , bas sich i<i ver­logener, heuchlerischer Weise als Beschützer ber kleinen Staaten ausgab, von jeher mit bem I u b e n t u m, p a k t'i e r t habe. Fast bie gesamte Oberschicht Englands sei jübisch versippt und zähle somit zum Judentum. Die Tatsache, daß die Juden zu Beginn dieses Krieges die Erklärung ab gab en: Wer für England kämpft, kämrft für Juda, und wer für Juba kämpft, kämpft für England" charak­terisiere eindeutig unsere Feinde. Gemeinsam mit ben Wall-Street-Juden Amerikas und ben Kreml-

Juden ber Sowjetunion beseele sie alle der einzige Wunsch zur Knechtung und Ausbeutung ber Natio­nalstaaten, denen sie ihre Selbständigkeit nehmen wollen. xDas arabische Volk habe bie grausamen Methoben des Jubentums zur Genüge kennen- gelernt. Wenn es sich auch ber Uebermacht beugen mußte, so werde boch ber Tag kommen, an dem es lieber Herr seiner eigenen Entschlüsse sein wird. Der Jude sei -der gemeinsame Feind unserer Völ­ker, und wir würden den Kampf nicht eher ab- brechen, bis dieser Feind vernichtet sei. Dann werde eine Zeit kommen, in der die vom Judentum be­freiten Völker in friedlichem Wettbewerb gemeinsam den Weg frei gemacht haben werden, der in eine neue Welt führe, eine Welt, in der das Leben lebenswert fein werde unb wieder seinen schöpferi­schen SinN gewinne.

Seine Exzellenz Ministerpräsiben't Raschid Ali El Gailani bankte bem Gauleiter für ben herz­lichen Empfang. Er freue sich, einen Einblick in die Institute nehmen zu können, die es sich zur Aufgabe gepiadjt haben, bie Völker über bie Ju- benfrage auszuklären. Das Arab^rtum habe die jübische Gefahr bereits feit Jahrhunberten erkannt unb seine zerstorenbe Arbeit im eigenen Lanbe er­lebt. Nicht allein ber gemeinsame Kampf gegen die Iuben verbinbe bas arabische Volk mit Deutsch­lanb, sondern auch ber Kampf gegen ben inter­nationalen Kapitalismus, bie beibe in ben arabischen Ländern -ein Felb freier Tätigkeit zu finden glaub­ten. Ohne bie tapfere deutsche Wehrmacht und das hinter dieser stehenbe Volk wäre es niemals ge­lungen, den gemeinsamen Feinben bie Stirn zu bieten. Keine andere Macht ber Welt wäre in der Lage gewesen, gegen Iubentum und Plutokratie entscheibenb anzutreten. Das deutsche Volk habe unter Führung Aböls Hitlers ben richtigen Weg gesunden, unb er habe die feste Ueberzeugung, datz am Enbe dieses Weges ber enbgülttge Sieg der Mächte des Aufbaues über bie Mächte der Ver­nichtung stehen werbe.

Hohe Ehrung für ^amamoto.

Oer Führer verleiht dem gefallenen japanischen Flottenchef das Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern.

DNV. Aus bem Führerhauplguartier, 27. 2Hai. Der Führer hat an ben Tenno das nachfolgende Telegramm gerichtet:Eure TNajestät! Unter dem tiefen Eindruck des heldenhaften Einsatzes Ihres Flottenchefs, des Großadmirals Jsorotu Ba­rn a m o t o, und in Würdigung feiner geschichtlichen Verdienste in dem gemstnsamen Kamps unserer Waffen habe ich bem gefallenen Helden das Ril­le r k r c u z des Eisernen Kreuzes mit Eichen­laub und Schwertern verliehen."

Admiral Jsoroku $amamoto, ber nach seinem Helbentod vom Tenno zum Großadmiral ernannt wurde, war einer der fähigsten Offiziere, welche die javanische Marine besitzt. Die glänzenden Siege von Pearl Harbour und M a l a y a unb bie Kette ber weiteren Erfolge ber japanischen Flotte werden in ber Geschichte immer mit bem Namen Pama/ motos verknüpft bleiben. Insbesonbere war der große Anteil ber Marine-Luftwaffe an ben japanischen Siegen unmittelbar ein Verdienst des Großadmirals Pamamoto, ber ben NamenVater der Seeabler" mit vollem Recht trug, denn seiner Initiative unb unermüblichen Sorge hat die japa­nische Marine-Luftwaffe, deren erster Kommandeur unb Instrirkteur Pamamoto war, ihre glänzenbe Ausbildung zu verdanken. Ein Marinemitarbeit-er

der Agentur Domei schreibt, Pamamotos Strategie habe in vollem Umfange bie Macht ber Lust- w a s f e ^demonstriert. Damit habe er den jahre­langen Streit ber Marinesachverstänbigen ber gan« ,3-en Welt beigelegt, ob bas Schlachtschiff ober das Flugzeug überlegen sei. Die japanische Flotte habe in vollem Ausmaß bas Wirkungsvermögen ber Luftwaffe bei ihrem Angriff auf Pearl Harbour unb in ber Schlacht von Malaya bewiesen, als die britischen alsunsinkbar" bezeichneten Schlacht­schiffePrince of Wales" unbRepulse" auf ben Meeresgrunb geschickt würben. Damit fei eine neue Phase in ber Taktik des Seekrieges eingeleitet wor­den, die immer mit dem Namen Vamamotos ver­bunden fein werbe.

Im August 1940^ war Pamamoto Oberbefehls­haber der vereinigten Flotte aeworben, nachdem er bereits eine hervorragende Laufbahn als Offizier hinter sich hatte. Er trat 1904 in die Marine-Aka­demie ein und erhielt noch im gleichen Jahr im japanisch-russischen Krieg als junger Ossi zier an Bord des KriegsschiffesNisshim" die Feuertaufe. Nach dem Weltkrieg weilte Pamamoto von 1921 bis 1925 als Marineattache in"ben USA., war 1929 Vertreter Japans auf ber Flottenkonferenz in Lon­don, bekleidete von 1936 bis 1939 den Posten des Vizemarineministers unb leitete gleichzeitig di- Luftwasfenabteilung der Marine»