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Gießener Anzeiger

Donnerstag, 28.3<muart945

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Der neue Erfolg unserer U-Boote

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Oer Wehrmachtbericht.

MV. Aus dem Führerhauptquartier.

Berlin, 27.Jan. (DNB.) In Stalingrad halten Mnner der 6. Armee zusammen mit ihren ru­tschen und kroatischen Kameraden in einer il von Eisen, Feuer und Blut immer noch dem mden Ansturm des Feindes stand. Sie haben n die Trümmer der zerstörten Stadt^gekrallt, vrem Todesmut zerbricht Stoß um r-toß der n etnrmeen. Umsonst war das Rasen aus tausend ^rschlünden, umsonst zerwühlten die Bomben Schutt der Häuser, umsonst zermalten die kmr- I pinnen Gleisketten der Panzer die zerbröckelnden Arreste. Unsere Soldaten halten Stand. Eine

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Erbitterter Widerstand in den Trümmern von Stalingrad

DRV. Aus dem F üh rerha u p lq ua r ti er, 27. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: *

Deutsche Unterseeboote versenkten im Mittel­meer und im Nordmeer aus kleinen, stark gesicherten Rachschub-Geleitzügen sechs Schiffe mit 28 000 VRT. Im Seeraum des A t l a n t i k ver­nichteten sie trotz einer außergewöhnlichen Folge schwerster Stürme zwischen Grünland und dem Aequator weitere zehn Schiffe mit 75 000 VRT. Damit verlor der Gegner wiederum 16 Schiffe mit 103 000 VRT.

*

Unsere U-Boote stehen weiterhin in erfolgreichen Angriffen gegen stark gesicherte Klein-Geleitzüge unserer Feinde im Eismeer und im Mittelmeer, die den dringend notwendigen Nachschub für die Sow­jets und für die Afrikafront der Briten ^und Nord- amerikaner durchführen sollen. Sechs Schiffe mit insgesamt 28 000 BRT. fielen ihnen dabei zum Op­fer. Im Hauptkampfgebiet unserer U-Boote, im At­lantik, herrschte in den letzten Wochen eine außer­gewöhnlich lange anhaltende Schlechtwetterperiode mit heftigen Stürmen. Sie erschwerte den Kampf unserer U-Boote durch schlechte Sichtverhältnisse und ungünstige Angriffsbedingungen. Trotzdem wurden über die ganze Breite des Atlantik hinweg, von den Küsten Nordamerikas, Grönlands und Is­lands bis an die Küste Liberias, neun einzeln fah­rende Frachter und Tanker mit insgesamt 65 000 BRT. von unseren jede Angriffsmöglichkeit aus-

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für die Millimeter-rietle von 22 Thllimetcr Breite:

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In der Schlacht am Ladogasee wurden starke Panzer- und Jnfauteriekrafte, die sich an einer Stelle zehn-, an einer anderen achtmal wieder holten, von unseren Truppen unter schwersten feind­lichen Verlusten abgewiesen. Einzelne kleinere Ein­brüche wurden im sofortigen Gegenstoß bereinigt.

Die Luftwaffe entlastete die Verbände des Heeres durch zahlreiche Angriffe auf Truppenbereilflellun- gen und rückwärtige Verbindungen des Feindes.

Jagdverbände schossen in fünf Tagen südlich des Ladogasees 97 sowjetische Flugzeuge bei nur einem eigenen Verlust ab.

In Rordafrika nur Spähtrupptätigkeit. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge zersprengten in Tunesien motorisierte Abteilungen des Feindes und vernichteten oder beschädigten auf einem Flugzeug­stühpunkt eine größere Anzahl abgeslellter Bomben­flugzeuge. Iy den Gewässern von Algier wurde ein großes feindliches Transportschiff in Vrand ge­worfen.

Bei Tages- und Rachlvorstöhen in die besetz­ten We st gebiete verlor der Feind neun Flug­zeuge. Einzelne feindliche Bomber flogen in der ver­gangenen Nacht unter Verletzung schweizerischen Hoheitsgebietes in Suddeutfchland ein, ohne jedoch Bomben zu werfen.

Eine Hafenstadt an der S ü d o st k ü st e Eng­lands und eine Ortschaft im Südosten der Insel wurden am gestrigen Tage mit Bomben schwe­ren Kalibers angegriffen.

totem 7. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt

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Kältewelle sei von.den Bolschewisten zur Wieder­aufnahme der Offensive benutzt worden.

Europäische Solidarität.

Pariser Stimmen zur Sowjetoffensive.

Paris, 27. Jan. (Europapreß.) DerPetit Parifien" erklärt: Das Schicksal ganz Europas werde in dem gigantischen Kampf an der Ostfront entschieden. Die M i ß o e r st ä n d i s s e von ge­stern müßten zum Schweigen kommen, und ganz Europa müsse sich zusammenfinden, um den Stößen des bolschewistischen Sturmbocks ge­meinsam Widerstand zu leisten. Es dürfe nicht eine

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'' -reues Heldentum. - -ö_

^l'ichzeitig mit einer Verstärkung ihres Druckes westlich Woronesch traten. die Bolsche- te'i nunmehr auch nordwe stl t ch vroro- l b mit starken Infanterie- und Panzerkra ten h Angriff an. Der Stoß dieser Divisionen wurde k in erbitterten Kämpfen .ausgefangen. Lue k-Ite des Feindes, der allein im Abschnitt eme

deutschen Infanterie-Regiments 25 Panzer

große Winlerschlachk an der Ostfronk ivurl mit unverminderter Stärke an und weitet ruf neue Räume aus.

; De noch kampffähigen Teile der 6. A r m e e ver- IW en sich in die Trümmer der Stadl Stalin- ,md. Anter Ausbietung aller Dcrfeibigungsmög- I lei iten gegenüber pausenlosen Angriffen der Sow- jijlls cuf der Erde und aus der Luft binden sie die l-.ji'e mehrerer Sowjetarmeen. (Eine in die Stadt wqebrungene feindliche Kräftegruppe wurde in er- lifltclen Kämpfen zerschlagen.

f Kubangebiet verlaufen die eigenen Ve-

einzige Nation geben, die sich mit diesem Kampf nicht solidarisch erkläre und nicht ihre Bewunderung und ihren Dank für diejenigen ausdrücke, die für den Kontinent und für sie selbst den heroischen Kampf on der Ostfront führen. Marcel D6at fragt: Wird sich nach Beendigung des Krieges in Europa ein VoÜ finden, um dem deutschen Volk das Recht abzusprechen, im Namen aller zu sprechen und die verjüngte Welt neu zu ordnen? Wird sich jetzt ein Volk finden, um Deutschland seine direkte oder indirekte industrielle oder mili« tärische Hilfe zu verweigern?" Für Frankreich selbst zieht Marcel Döat die Konsequenzen aus der ge­genwärtigen Lage, indem er eine Verstärkung des französischen'Arbeitseinsatzes in Deutschland fordert.

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MMlgszelt als Notzeit viel gespürt? Gewiß, auch

» mußt dich einschränken, du mußt mehr und M chrerer arbeiten als im Frieden, nimmst Verzichte M ni2 Entbehrungen auf dich; du hast auch deine Logen. Du hast sogar deine Spenden für das dki Migs-WHW. erhöht und hast auch sonst immer W; Ole>er zu beweisen versucht, daß du den Ernst .lüH ier Zeit verstehst und im Gleichtakt mit den an» lr Qui|$tr!t marschierst, die vielleicht ein hohes Opfer fr Ui nit dem Tod eines lieben Angehörigen für den M $ brachten. Aber die letzten Kraftanspannungen, «hvllkl !ieletzten Reserven haben wir alle noch nicht aus up herausgeholt. Wie oft magst auch du schon das nt vom totalen Krieg in den Mund genommen tn in dex Ueberzeugung, daß wir diesen totalen ig schon feit 1939 führen.

2 o t q I e r Krieg ! Das ist ein Wort, dessen

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3m Flugzeug nach Tanger

Von unserem ^.-Sonderkorrespondenten.

nutzenden Booten angegriffen und versenkt. Ferner stieß eines unserer Boote in der Mitte des Atlantik auf einen vollbeladenen Tanker von 10 000 BRT., der auf dem Wege von Amerika nach Afrika war, und griff ihn bei hellem Tage an. Nach dem Tor­pedoschuß versank das Schiff unter einer gewaltigen Explosion.

Besorgnis in England trotz Casablanca.

Stockholm, 28. Ian. (DNB. Funkspruch.) Manchester Guardian" meint, sowohl in England wie auch in den USA. werde die Besorgnis anhal­ten, wenn nicht bewiesen werde, daß die Konferenz von Casablanca zu neuen gemeinschaftlichen Maß­nahmen gegen die U-Boot-Kriegführung Anstoß gebe.Daily Mail" schreibt, die Oeffentlichkeik würde es bedeutend mehr begrüßt haben, wenn man -von Casablanca aus eine feste Versicherung über die U-Boot-Bekämpfung erhalten hätte.Evening Standard" sagt, in einem Krieg wie dem gegen» märtigen, halte diejenige Partei die Initiative fest in der Hand, die über neuartige Waffen verfüge. Hier lägen d i e Deutschen weit in der Führung, denn gegen die U-Boote, die sie neuerdings erfunden hätten, besäßen die Analo- Amerikaner noch kein Mittel. Auch befänden sich Flottenstützpunkte in Händen Deutschlands, von denen aus es feine U-Boot-Angriffe mit sehr gro­ßem Erfolg auf die britisch-amerikanische Versor- gungsschiffahrt unternähme. Die Erfolge aber, die der Gegner im Seekrieg erziele, seien entscheidend, das dürfe man nicht übersehen, zumal eine Blockade des europäischen Festlandes sich inzwischen als illu­sorisch herausgestellt habe.

trotzdem viele Anklänge an friedenszeilliche Rege­lungen. Und es gibt auch heute noch manche un­tätigen Hände, obwohl sie für Krieg und Sieg fleißig mitschaffen könnten.

Totaler Krieg aber fordert: Aufgebot aller Kräfte, Zupacken des letzten Mannes, der letzten Frau an den Aufgaben der Kriegführung. Notzeit kann nur überwunden werden, wenn sich die ge­ballte Kraft der Nation in dem einen heißen Wol­len vereinigt, alles an Entschlossenheit, an Fleiß, an Mut und an bis heute ungekannter Opferbereit» schäft aufzubieten, um den Sieg an unsere Fahnen ZU zwingen. Wir alle haben jetzt nur das zu tun, was dem harten, unerbittlichen Kampfe dient, wir alle haben das zu lassen, was und sei es auch yur in Kleinigkeiten des Alltags den Kampf- Villen, die Siegesentschlossenheit des einzelnen und der Gesamcheit im geringsten hemmen könnte.

Du bist dein Schicksal.

Deutsches Volk was in der Zukunft Schoße auch sich bergen mag: in deiner Hand liegt dein Schicksal! Rur die alte, große deutsche Treue schützt das Vaterland." An dieses Wort F. von Briefens gemahnt uns die heutige Zeit. Dir der einzelne wie das Volk in seiner Gesamtheit haben es in der Hand, wie die Dinge sich jetzt und in der Zu­kunft gestalten. Seit Wochen führt der Bolschewis­mus schwerste Angriffe gegen die deutsche Front. In diesen Wassenangriffen sieht er feine letzte Ehance. Von ihrem Gelingen hängt es ab, ob Europa dem Bolschewismus verfällt oder einer neuen Ordnung auf der Grundlage von Recht. Freiheit und Frieden zugeführt wird. Davon hängt aber auch dein Schicksal ab. Du selbst bist dein Schicksal.

Tanger, Mitte Januar.

Wenn man heute von Europ/l über die Meer­enge nach Tanger will, muß man feine Reise in Sevilla beginnen. Denn ein Deutscher dürfte schwer­lich Lüft haben, sich nach einer Abfahrt aus den be­quemen Häfen von Cadiz und Algeciras einer sehr gefährlichen Kontrolle durch die englischen Gibral­tar-Schiffe zu unterziehen. Wie sie ausfallen würde, ist leicht zu erraten Internierung irgendwo hinter englischen oder amerikanischen Stacheldrähten. Die­ses Schicksal wäre dem Deutschen fast in jedem Falle sicher, auch wenn er auf einem neutralen spani­schen Schiff die kurze Reise wagen würde. Es ist zwar eine Ausnahme, daß die Kontrollboote in der Meerenge die zwischen dem europäischen und afri­kanischen Spanien verkehrenden Schiffe anhalten, da Spanien für diese Ueberfahrt bestimmte Ver­pflichtungen übernommen hat. Wer weiß aber, ob nicht irgendein Agent in einem spanischen Hafen, wenn das Betreten des Schiffes dennoch gelänge, nicht schon bei der Abfahrt den deutschen Passagier längst nach Gibraltar gemeldet und die Kontrolle auf seine Spur gesetzt hätte? Damit ist an dieser Stelle das Mittelmeer unter der Gewalt von Gi­braltar fast zu einem englischen Meer geworden, und von Europa, zu dem es von Natur und Ge­schichte gehört, abgedrängt.

Wie problematisch aber diese Beherrschung ist, zeigen die schweren -Sorgen und 'empfindlichen Schläge, die unsere U-Boote den Engländern gerade an dieser Stelle bereiten. Außerdem hat Spanien ganz deutlich erkennen lassen, daß es nicht gewillt ist, feine englische Herrschaft auf beiden Seiten der Meerenge anzuerkennen. Es fürchtete weder <9i brate tar, noch die am Felsen geduckte starke englische Flotte, als es die Tangerzone in fein Protektorat einbezog und den Engländern jegliches Souoeräni- tätsrecht absprach. Es fürchtete auch nicht die eng­lischen Proteste und die offizielle Abweisung der spanischen Ansprüche. Und England muß es hin­nehmen, daß seine einst sehr starken Positionen in Tanger nur noch in bescheidenem Maße geduldet werden.

Beim Ueberfliegen der Meerenge spürt man nur zu oft, wie -sorgsam die Route überwacht und be­wacht wird. Schon auf dem Flugplatz von Sevilla herrscht zu manchen Tagen ein nervöses, von den Fremden geschürtes Treiben. Dort ftebt eine kleine Gruppe von Menschen, die in englischer Sprache tuschelt und hier an der Ecke einer der Flugplatz­gebäude ein Beobachter, der nur wegen seines Schnüffelauftrages sich einen Flugschein gelöst hat Beginnt hier schon Afrika? Man sieht rote und weiße Turbane, marokkanische Kaufleute in schwe­ren weißen Umhängen, Soldaten der spanischen Marokko-Armee und ein so buntes Bild, daß Afrika einem ganz nahe gekommen zu sein scheint. Wie ein Wunderbild des Friedens liegt wenige Kilometer von diesem aufgeregten Platz das andalusische Kleinod Sevilla, dessen Heiterkeit und beglückendes Lachen von Tausenden von Palmen über das ganze Land getragen wird. \

Dann aber kommt schon kurz nach dem Abflug die

General-Anzeiger für Gbechessen rch»Nlra?«^

®5. Jahrgang Nr. 25

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erste Ueberrafdjung. Bis zum Meer ist der Kurs der gleiche. Scharf biegt jetzt das Flugzeua nach Westen aus. G ib r a 11 a r liegt nicht mehr so klar und drohend in Sicht der Fluggäste. Englische Flug­zeuge respektteren zwar die Maschine mit den spa­nischen Hoheitsabzeichen. Sie haben fie^aber des öfte­ren abgedrängt. Auch bei unserem Flug schien es so gewesen zu sein. Gibraltar hatte etwas zu ver­bergen, vielleicht die Einfahrt von schwerbeschädigten Kriegsschiffen oder das mühsame Herankriechcn bombardierter Transporter eines Geleitzuges. Nie» mand darf sehen, was sich um diesen unheimlichen Felsen abspielt. Aber mögen die Manöver der Gegenseite noch so geschickt sein, den Augen unserer Seeleute und den Vorstößen kühn vordringender Italiener mitten hinein in den Hafen können die Engländer sich nicht entziehen.

Tanger braucht nicht angekündigt zu werden. Man sieht die schimmernde weiße Stadt fast schon von Dtr europäischen Seite aus. Afrika meldet sich mit einer anderen Farbe des Wassers. Um die hohen Berge des Rif und des Atlas, die geologisch eine natürliche Fortsetzung der südspanischen Ge­birgszüge sind und damit bezeugen, daß die Meer­enge eine zufällige durch eine Naturkatastrophe her­beigeführte Trennung der beiden (Erbteile bedeutet, um diese Berge liegt ein von der heißeren Erde ausströmender Dunst. Kümmerliches Gestrüpp einer Steppenlandschaft, ärmliche Hütten mit spitzen Strohdächern, herumstreunende Schafe und Schweine, und dann der Flugplatz, scharf bewachte Straßen, die Stadt Tanger, der Därrn Afrikas und der Aufruhr eines gequälten Landes ein Hexen­kessel politischer Leidenschaften und Intrigen, Not und Sorgen, die plötzlich über Afrika hereinbrachen, gestörter Friede und ein Volk, dis um eine neu^ Zukunft kämpft, um jene Lebens- und Dafeins- güter, die ihnen tausendfach versprochen wurden, nachdem man sie vorher geraubt hatte.

Vor ndch nicht einem Vierteljahr war es hier noch ganz anders. Unter dem Schutz Spaniens herrschte in Tanger Ruhtz und Frieden. Ein gewis­ser Wohlstand war in alle Bevölkerungskreise ein­gekehrt. Drüben im französischen Marokko be­gann man die schwere Niederlage des Mutterlandes in Europa zu vergessen und die Folgen des Zu­sammenbruchs zu überwinden. Nur eine Sorge beherrschte die Menschep. Sie sahen die immer zahl­reicher werdenden ettglischen und amerikanischen Konsulatsbeamten und Militärattaches bei ihrer ge­fährlichen Hetzarbeit, ihre Bemühungen um die Gunst der eingeborenen Bevölkerung, ihr Lieb­äugeln mit unsicheren, dem General de Gaulle er­gebenen Militärs. Sie beobachteten einen riesigen Waffenschmuggel und die Unterstützung aller illega­len Bewegungen. Es hatte oft den Anschein, als ob sie die wirklichen Herren in den französischen Ge­bieten Afrikas feien und ihre Machtstellungen auch in Spanisch-Marokko erweitern wollten. Was hat­ten sie den Europäern und Eingeborenen nicht alles versprochen, um sie auf ihre Seite zu bringen! Und jetzt?

Das Spiel und die Werbungen um die Bevölke-

verlor, waren so schwer, daß ihr Versuch, den Aus­bau einer neuen Abwehrfront westlich Woronesch zu verhindern, nicht glückte. Im Don - und Dä­ne z g e b i e t waren die feindlichen Vorstöße da­gegen schwächer als an den Vortagen. Bei ört­lichen Angriffen in Kompaniestärke holten sie sich überall blutige Köpfe. Lediglich an einer Stelle trat eine sowjetische Division zum Angriff an. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerschlugen die Pcdnzerspitze und schwächten die Kraft der sowje­tischen Stoß-Division so erheblich, daß sie von un­seren Truppen in harten wechselvollen Kämpfen zum Stehen gebracht werden konnte. Bei weiteren Angriffen deutscher und rumänischer Kampfflug­zeuge am unteren Don und nördlich des D o n e z trafen hunderte von Bomben die Stel­lungen, Kolonnen und Nachschubstützpunkte des Feindes. Südlich des Don nahm im Manytfch- G e b ie t der Druck des Feindes wieder zu. Die von starken Kräften geführten Angriffe brachen aber im Gegenstoß eigener Infanterie- und Pan­zerverbände zusommen. Im Verlauf dieser Kämpfe warfen unsere Panzer die in eine Ortschaft einge­drungenen Bolschewisten wieder hinaus und zer­sprengten ösllich des Ortes Zwei bereitgestellte Re- gimenter, so daß der vom Feind beabsichtigte An­griff unterblieb.

»Alcazar der russischen (Sferpe.*

Rom, 27. Jan. (Europapreß.)Giornale d'Jta- lia" bezeichnet Stalingrad als jenen gewaltigen Alcazar der russischen Steppe, in dem Zehntausende von Soldaten nicht mehr eine vor sechs Monaten eroberte Stadt, sondern die eigene Ehre und b i des fernen Vaterlandes verteidigen. Die Generale kämpften Seite an Seite mit den einfachen Soldaten und nähmen mit ihnen an den Kämpfen mit der blanken Waffe teil. Die neue

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«rf)d es, unser Leben völlig umwandelndes Gesetz le Ilm den wenigsten bis heute klargewvrden ist. nagiJ Ine Höchsten Lasten und Leiden des totalen Krieges Gesa!,WM2N allein unsere tapferen Soldaten, und die dodurüMimat folgte ihrem Heldengang in dankbarer Be- ®eg;r I oitberung, froh, daß das Chaos von Blut, Brand MpF Eisen in immer weitere Fernen rückte. Es :iot: die Bewohner bombardierter Städte, vor »Mk i an der Wasserkante und im Westen des | Itoes, standen unter dem schonungslosen Gesetz , i :östotalen Krieges, als Churchills und Roosevelts LonötI! Jen ihre friedlichen Heimstätten in Schutt und , aI It2 ^ten. Aber du und ich, was haben wir 1 liibijeute schon vom totalen Krieg in des Wortes )Dr ho Erster Bedeutung gespürt? Voraüsschauende gle likx Mr_ung hat uns trotz aller Blockade das tägliche lt5® $r gesichert; das Leben mußte sich zwar kriegs- QIW | Mugten Einschränkungen unterwerfen, behielt aber

! Marne wurden erzielt.

ÜTr Versuch des Gegners, den Aufbau der neuen I vnchrfront westlich von Woronesch zu ver- iilsrn und in diese unter Ausbietung starker Jn- |nlTTie- und Panzerkräfte einzubrechen, wurde tg abgewiesen.

^trgrube mit verkohlten Balken, ein, Stückchen 18rlbamm oder die schmalen Spalten zwischen den -ZMtz «langten Betonfundamenten, ja zerschossene Wa- h jnb Panzerwracks, die der Feind auch dann nicht nehmen kann, wenn die Berge seiner lirp die Verteidiger fast unter sich begraben. Im- In" roieber rennen die Sowjets an. Bald bj_er, halb MShzt die Erde unter den schmetternden Klagen 1 Monaten und Bomben. Jetzt greift der Lolsche-

DIDt Tel# $ ?'lQm Bahndamm an. Doch auf ihm steht m Don Splittern zerrissenen uniformen eine *I^Don Männer. Sie schießen, bis der anruckerwe sriewistenhaufen zerstiebt. Dann wieder wachit c llärmenbe Toben an der Zariza, deren zer- ixnes Eis die Stadtmitte zerteilt. Die ^owiets i herüber, aber unsere Soldaten springen auf, chon sind sie hauend und stechend unter Den s^ewisten, die vor dem jähen Ansturm stürzend b -aUenb über die Eisschollen zuruckrennen. fce: Tag und jede Stunde bringt neuen Kampf

Cmgen völlig planmäßig.

äch des INanytsch wurden zum 'Anstoß abgeschlagen.

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