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GauleiterundMichsstatthalterSprenger

durften. Und wenn au<

Staates und der Wehrmacht ein«

Reichsstudentenführer Or. Scheel

Neichsstatthalter Sprenger kurzen Ansprache u. a. mit Herz«

tun, an

Väter im ersten Weltkrieg gekämpft haben. Zum Schluß kennzeichnete er diese Feieil'tunde als ein Bekenntnis zur Opferwilligkeit und steten Einsatz­bereitschaft im Geiste Schlageters und als ein Ge. löbnis an unsere Soldaten an der Front, ihnen bei der Arbeit in der Heimat in keiner Weise nachzu­stehen, sondern unermüdlich dem nachzucifern, was unsere Frontkämpfer uns tätlich Vorleben.

Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes heilig Vaterland" sprach

Einleitend streifte er in kurzen Umrissen die deutsche Entwicklung in den Jahren vor dem Kriege, die gekennzeichnet ist durch die vom Führ.er herbei- geführte Einigung des deutschen Volkes, durch die immer stärkere Ausbreitung und Vertiefung der deutschen Volksgemeinschaft und die Mobilisierung aller deutschen Kraftströme für den Wiederaufbau unseres Reiches. Die nationalsozialistische Bewegung war immer und ist nichts anderes als die Heraus­stellung der besten Werte des deutschen Volkes, der Leistung, der Tapferkeit und der Einsatzbereitschaft, für die Gesamtheit der Nation. Durch dieses Wirken der nationalsozialistischen Bewegung wurde die frühere Zerrissenyeit des deutschen Volkes über­wunden, und es wurden Leistungen vollbracht, die einzigartig und unerreicht in der Welt dastehen. Durch diesen Aufstieg unseres Volkes find wir un­seren Feinden, vor allem dem Judentum, unbequem geworden, die alles daransetzten, nm die deutsche Wiederausrichtung zu verhindern. Dennoch hat der Führer im Willen zum Frieden ihnen immer wieder die Hand hingestreckt, die jedoch von den Feinden stets zurückgewiesen wurde. So kam es zu diesem entscheidenden Krieg um unsere Zukunft.

Der Reichsstudentensührer gab dann aus der Perspektive des vorbehaltlosen Einsatzes für das Leben der Nation einen Rückblick auf das kämpfe­rische Leben und heldische Sterben Albert Leo S ch l a g e te r s, durch dessen Opfertod der Wille der Freiheit in dem niedergebrochenen Deutschland der ersten Zeit nach 1918 wieder lebendig wurde. Albert Leo Schlageter war ein Student und vorbildlicher Soldat, nach dessen Beifpiel jeder Student streben und zu jedem Opfer bereit sein muß. Nach dem Heldentod dieses Studenten und Soldaten ging ein Schrei der Empörung und des Widerstandes durch unser Volk, denn ein Deutscher hatte es gewagt, dem Feind die Stirn zu bieten. Und aus seiner Tat wurde Albert Leo S ch l a g e t e r, der Student und Offizier, der echte Deutsche, zum großen Helden der Nation.

insbesondere der Druck der Franzosen, stärker wurde, so wuchs doch bei uns der Wille, die Wider­standskraft des deutschen Volkes immer mehr er­starken zu lassen. Der Gauleiter wies in diesem Zusammenhänge auf die Freikorpskämpfer hin, die sich einer ihrer Besten war Albert Leo Schlo- geter im Baltikum, bei der Abwehr des pol- nischeu Raubzuges gegen Oberschlesien und insbe­sondere an der Ruhr, wo die Franzosen glaubten, dem deutschen Volke den Todesstoß versetzen zu können, für Deutschland" einsetzten. Als bann die Nachricht von der Ermordung Schlageters durch die Besatzungsmacht im' Ruhrgebiet kam, wuchs der Wille zum Widerstand immer mehr an, und die Fahrt der sterblichen Hülle des ermordeten Freiheitskämpfers von Düsseldorf nach seiner badi^ scheu Heimat «chönau wurde zum Triumphzug der Erstarkung des deutschen Widerstandswillens. Der Gauleiter rief die eindrucksvollen Gedenkfeiern in die Erinnerung zurück, die bei dieser Fahrt allent­halben auf den Bahnhöfen stattfanden, darunter auch in Gießen, Friedberg und Frankfurt, wo Tau­sende von deutschen Menschen dem Vorkämpfer für die deutsche Freiheit ihren letzten Gruß darbrach- teu. Albert Leo Schlageters Opfertod war nicht um­sonst gewesen, die Saat seines Widerstandes gegen die Gewalt des Feindes ging auf.

Immer mehr Kämpfer für die deutsche Sache fanden sich zusammen, bis endlich der-Führer in den 25 Punkten der NSDAP, demdeutschen Volkeein neues Glaubensbekenntnis

geben haben. Er erinnerte dann an das schmähliche (rnbe des vorigen Krieges und an das ferne Ahnen der damaligen Kleinen, der heutigen Studenten, von der Größe der Heldentat Albert Leo Schla- geters, her fein Leben für Deutschlands Ehre in ber Zeit der tiefsten Erniedrigung des Reiches gab. Er betonte aber auch, daß der hohe Idealismus schlageters in den Studenten von heute lebendig ist und sie unter der Fahne des Führers über die Schlachtfelder begleitet hat, auf denen einft die

gab und Dieses selbst an jeden einzelnen deutschen Menschen herantrug. Um den Führer sammelten sich immer mehr Männer, die bereit waren, für die Wiedergeburt der deutschen Nation alles zu opfern. Diese Kämpfer des Führers, die sich zum ewigen Soldatentum bekannten, waren Frontkämpfer. Der Führer wandte sich mit seinem Ruf zur deutschen Volksgemeinschaft an alle, an den Frontsoldaten, den Arbeiter, den Handwerker, den Bauer, den An- gefteilten, an das Alter und. an die Jugend. Sein Ruf erfaßte immer mehr deutsche Menschen, und als 1933 der Zeitpunkt kam, da diese Menschen be> weisen sollten, ob sie im Glauben fest, in der Tat bereit und in der Gesinnung treu waren, da bestan­den sie die Probe. Dem Führer war es ge­lungen alle Gegensätze im deutschen Volke zu überbrücken.

eines neuen Zeitalters, zu dessen Gestaltung der Führer alle Kräfte des deutschen Volkes aufgerufen habe. Auch hier müsse sich der deutsch« Student

Gaustudentenführer Baton

die ffunbflfbung. Mit besonderer begrübt--r

den Rcichsstudentenführer und lnieEeT' inmitten ihrer Studenten, lein Grußj aalt ferner dem ersten Gaustudenten,uhrer ,n «

Walch er. Dann wurde bei gejeiik^n iiahn«n der L-le» gedacht, iie ihr Leben »t Deutschland ge-

lichen Worten die Einsatzbereitschaft der Verwun­deten im Kampfe für unser Volf, das ihnen zu stetem Dank verpflichtet^ sei. Weiterhin erklärte er, daß es ihm selbstverständlich und eine Angelegen­heit des Herzens fein werde, die Verwundeten bei ihrer Arbeit zu fördern und, wie bisher, auch wei­terhin den Hochschulen im Gau mit seiner Unter­stützung tatkräftig zur Seite zu stehen. Schließlich betonte er die verpflichtende Aufgabe, die Ge­danken und den Willen des Führers immer tiefer in unser Volk hineinzutragen und namentlich die Jugend zu echten Nationalsozialisten zu erziehen und ihre Fähigkeiten und guten Eigenschaften zum Besten der Bolksgemeinschaft sorgsam zu ent­wickeln. Dabei hätten auch die Studenten ein be­deutsames Stück der Arbeit mit zu leisten.

Reichsstudentenführer Gauleiter und Reichsstatt­halter Dr. Scheel betonte nach Dankesworten an Gauleiter Sprenger die Bereitschaft der deut­schen Studenten zu nie erlahmender Mitarbeit an den großen Aufgaben der Nation und zur weiteren Vertiefung der Volksgemeinschaft und der Opfer­bereitschaft durch den Einsatz an der Front und durch die Arbeit in der Heimat. Die Studentenschaft werde sich zu jeder Zeit des Vertrauens würdig erweisen, das ihr von Führer und Volk entgegen­gebracht werde.

Anschließend verbrachten der Reichsstudenten, sichrer und Gauleiter Sprenger sowie tue Ehren­gäste beim gemeinsamen schlichten Mittagsmahl eine Stunde im Kreise' der schwerverwundeten Stuben- tenfamerafcen.

Auf dem Gleiberg

batten sich am Nachmittag die Sttibenten-Santerab- Ichaften und die übrigen Besucher m so grafeer^! -ingesunden, daß der Burghos bis zurletzten Mag- lichkeit non den Feierteilnehmern gefüllt war^Es kann gesagt werden, daß der Gleiberg u.. wohl noch nie zuvor eine so starke Menschenmenge be­herbergt hat wie gestern nachmittag. Bes ihrem lbr- cheinen wurden der Neichsstudentensuhrer Gau- leitet und Reichsstatthalter Dr. Scheel und Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger m, den melodiösen Klängen der Fan,ar- des Re^chsstuden. tenführers begrüht. Dann wurden die «tudentem bundsfohnen seierlich eingebracht. Hieraus eröffnete

Er erinnerte zunächst an die unbesiegte Heim­kehr unserer Armee aus dem vorigen Kriege in eine Heimat, in der Zerrissenheit und Zerfall herrschten. Damals waren zunächst auch die. besten Kämpfer mutlos und niedergeschlagen, dennoch aber fanden sie sich wieder zusammen in dem Bewußtsein, daß die.Opfer des Krieges nicht umsonst gebracht sein ich der Druck von außen her, lief der Franzosen, stärker

Die folgende Zeit des Aufbaues war die Zeil der Bewährung. Die deutsche Volksgemeinschaft wurde von Tag zu Tag härter, sie erwies sich als das stärkste Band unseres Volkes. Und als 1939 der Sturm lösbrach, da waren alle Helden der deut­schen Vergangenheit, da war auch Albert Leo Schlageter uns gegenwärtig, und ihr Geist war der Gei st des ganzen deutschen Vol­kes geworden. Ein Siegeszug, wie ihn die Weltgeschichte bis dahin noch nicht kannte, bewies vor aller Welt die Kraft des vom Führer geeinten deutschen Volkes, das zusammen mit seinen Ver­bündeten ein neues Europa, eine neue Welt ge­stalten wird. Dieser Geist wird ewig lebendig bleiben.

Im Geiste ihrer unsterblichen Helden marschieren die Deutschen auf den Ruf des Führers unter Zu­sammenschluß aller Kräfte dem Siege entgegen. Sie sind alle zur Stelle, keiner bleibt zurück. Es ist ein wunderbares Beispiel, das in diesem Rahmen die deutsche Studentenschaft durch ihren Einsatz gibt. Jeder einzelne Student erfüllt neben der Arbeit zur Vorbereitung auf seinen Le­bensweg noch viele Pflichten im Dienste der Volks­gemeinschaft, er gibt dafür von seiner Freizeit ab, wo er nur kann, um alles für unsere Kämpfer an der Front zu leisten. Es ist der Geist der Pflicht­erfüllung bis zum Letzten, der aus jedem Deutschen spricht.

So steht ein ganzes Volk, ausgerich­tet und geführt von dem besten Deut­schen, den die Welt je gesehen hat. Die­ses Volk, dieses Deutschland wird sie­gen uckd^mit ihm die Völker, die unter seiner Führung den Marsch vorwärts und aufwärts angetreten haben. Sie werden weiter marschieren: und an ihrer Spitze wird das ganze deutsche Volk stehen, das emporblickt zu seinen Soldaten, die geführt werden von dem b e ft e n Soldaten, unserem Führer Adolf-Hitler! (Stürmischer Beifall.)

Nach einem Marsch brachte ein Sprecher einen Nachruf des Freikorpsführers Freiherrn von Me- d e ni, unter dessen Kommando Albert Leo Schlageter im Baltikum mitgekämpft hatte, zur Verlesung, der auf die Frage ,,Wer war Schlageter?" als Antwort das Lebensbild eines bis zur höchsten Erfüllung pflichtgetreuen Soldaten, eines guten Kameraden und eines warmherzigen, von tiefer Liebe zu seinem Volke erfüllten Menschen als das Bild Schlageters entrollte. Dann wurde gemeinsam das historische LiedDer Gott, der Eisen wachsen ließ" als Bekenntnis zu Kampf- bereitschaft und Cinsatzwillen für das Vaterland gesungen. Hierauf sprach der

Der deutsche Student gehört zumGtoßirupp derNaiion Schlageter als Vorbild. - Höchste Leistung und strengste Pflichterfüllung als oberstes Gesetz. - Reichsstudentenführer ©r. Scheel und Gauleiter Sprenger bei den Studenten auf der Studentenburg Gleiberg.

tere Vertreter des gefunden.

Gauleiter und würdigte in einer

Reichsstudentenführer Scheel nahm hierauf zu den Aufgaben des deutschen Studenten im Leben unseres Volkes Stellung. Er hob u. a. die von den Studenten' zu jeder Zeit als besondere Verpflich- g empfundene Tradition hervor und erinnerte die aus dieser Verpflichtung heroorgegangenen heldischen Taten der deutschen Studenten, von den deutschen Befreiungskriegen an über die Bewegung der Burschenschaften, das Opfer von ßangemanf, die Kampfzeit der Bewegung, in der sich die Deutsche Studentenschcrft als erste staatliche Einrichtung des Reiches eine nationalsozialistische Führung gab, bis in unsere Gegenwart hinein. Das deutsche Volk und mit, ihm das Stuhententum stehe auch jetzt wieder an einem großen Wendepunkt am Beginn

drucksvolle und denkwürdige Kundgebung mit einem kurzen Schlußwort des Gaustudentenführers B a l o n und mit dem Gruß an den Führer und dem Gesang der Lieder der Nation geschlossen. Nach dem Ausmarsch der Fahnengruppe rückten die Einheiten vorn Aufmärschplatz ab.

Am Abend schloß sich aus dem Gleiberg ein Ka- meradschastsabend an, dem der Reichsstudentenfüh- rcr und unser Gauleiter sowie zahlreiche weiter« Gäste beiwohnten und der das schöne Band der Kameradschaft zwischen den Studenten und ihren Freunden und Förderern weiter vertiefte. B.

Appell der Einsatz-Studentinnen.

Lpd. Frankfurt a. M.» 26. Mai. Der Reichs, studentenführer Gauleiter und Reichsstatthalter Da» Scheel und Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprachen auf einem Appell in der Halle des Straßenbahnbetriebsbahnhofes zu den Einsatz-Studentinnen, die in Frankfurt am Main, Gießen, Darmstadt, Mainz und Fried- berg bei der Straßenbahn, Post, Reichsbahn und in , anderen^ kriegswichtigen Betrieben arbeiten. Gauleiter Sprenger sagte, der Führer wolle, daß der deutsch« Mensch eine feste Haltung und Charakterbildung habe. Um das zu erreichen, genüge nicht der Schulbesuch und das Wissen aus Büchern, sondern jeder Deutsche solle auch die Handarbeit kennenlernen. Es sei zu begrüßen, daß gerade die Studentinnen durch ihren praktischen Einsatz diesen Willen des Führers erfüllen könnten. Wenn dos ganze Volk heute Opfer bringe, mühten auch die Studentinnen etwas von ihrer freien Zeit opfern. Wenn die heutigen Studentinnen dann einst im 'Be­ruf stünden, würden die Zeiten, die sie jetzt im Kampf unseres Volkes erlebten, einen Höhepunkt bilden.

Reichsstudentenführer Dr. Scheel rief dann den Studentinnen zu:Ihr sollt nicht nur1 stolz auf euer Studium sein, sondern auch darauf, daß ihr überall dort zupackt, wo es nottut. Gerade in schwerer Zeit ist es euer Auftrag, als Studentin- nen ein Hort der Zuversicht und des Glaubens im deutschen Volk zu fein. Wir wollen fröhliche Stu­dentinnen sehen, die chr Schicksal meistern und den Kopf hochtragen, und wir wissen, die deutsche Stu­dentin nimmt all ihre Kräfe zusammen sowohl in der Hochschule wie auf dem Arbeitsplatz und gibt durch ihre Haltung ein Vorbild als wahre Kämpfe­rin für den Führer und Deutschland! Erfüllt sie so ihre Aufgabe, dann leistet sie einen wirklichen Bei­trag zum deutschen Sieg."

Die Studentenburg Gleiberg bei Gießen war nm gejtngen Mittwochnachmittag die Stätte einer feier- lichen Kundgebung der studentischen Kameradschaften des Gaues Hessen-Nassau anläßlich des 20. Todes- tages öes Studenten und Freiheitskämpfers Al- Leo,Schl a geter. Zu dieser Gedenkstunde batten sich mit dem Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und dem Reichsstudentensührer Gau­leiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel die Stu- denten-Kameradschaften von Gießen, Frankfurt am Fnedberg^ferner aus dem na?)bartc,L ®au Kurhefsen die Abordnung der Marburger Studenten, weiter eine Anzahl Rüstunas- Kelter aus Gießen zahlreiche Verwundete und schließlich Vertreter des Staates und der Wehrmacht sowie viele Volksgenossen aus der engeren Um­gebung des Gleibergs eingefunden. Die Burg (Blei­berg war mit Fahnen reich geschmückt, am" 'Berg- frie'b war eine Inschrift angebracht, die Albert Leo -schlageter als Student und Freiheitskämpfer ge­widmet war; die Orte Gleiberg und Krofdorf hatten ihre Verbundenheit mit dieser Gedenkfeier durch Flaggenschmuck bekundet.

Schon bald nach der Mittagsstunde machten sich die Einheiten der Studenten von Gießen auf den Weg zur Burg (Bleiberg. Mit ihnen zogen viele Volksgenossen von Gießen und aus der preußi­schen Nachbarschaft hinauf auf den Gleiberg, um dort die drei Jahrhundertealte innige und herzliche Ver­bundenheit der Bevölkerung mit den Studenten er­neut zu bekunden. Diese Kundgebung wurde zu- gleich auch ein stolzes und starkes Bekenntnis zu dem Gedanken der Wehrhaftigkeit und des ewigen deutschen Soldatentums, die zu allen Zeiten 'die starke Stütze unseres Volkes und Vaterlandes ge­wesen sind und es auch für alle Zukunft bleiben werden. Und zog man mit hochgespannten Erwar­tungen hinauf zur Burg Gleiberg, so kehrte am Abend jeder mit dem erhebenden Gefühl zurück, dort oben gemeinsam mit unseren Studenten und Soldaten Stunden verlebt zu haben, die eine neue Stärkung für unsere Aufgaben bei der Arbeit für den deutschen Sieg darstellen.

Oer Auftakt

wickelte sich am gestrigen Mittwoch um die Mit­tagsstunde in Gießen ab. Hier wurden Reichsstuden­tenführer Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel und Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger von den auf dem Landgraf-Philipp- Platz angetretenen- studentischen Kameradschaften sowie von Einheiten der Hitler-Jugend erwartet. Nach Entgegennahme der Meldung schritten die Gauleiter die Front der angetretenen Einheiten ab,, wobei sie herzlich begrüßt wurden.

Anschließend fand im Offizierskasino ein (Emp­fang der fchwerverwundeten Studen­ten Gießens und Friedbergs durch den Reichs ft udentenführer statt. Hier hat­ten sich zur Begrüßung des R e i ch s st u d e n t e n ° führers und unseres Gauleiters neben Vertretern der Partei mit Kreisleiter Brück an der Spitze u. a. her Rektor der Uniosriität Pro­fessor Dr. Brüggemann mit dem Prorektor Professor Dr. Rauch, der Stellvertreter des Ober­bürgermeisters, Bürgermeister D. Hill, und mei-

§ür Tapferkeit vor dem Kunde.

Der Obergefreite Heinrich Bocher aus S a a f e n wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

ErleichterterLohnstopfürZugendsparen

Im Interesse der Förderung des Jugendsparens hat der Generalbeoollmächtige für den Arbeitseinsatz auf Anregung des Reichsiugendführers als Aus­nahme vom allgemeinen Lohnstop zugelassen, daß Betriebsführer zugunsten der jugendlichen Gesolg- schaftsmitglieder -Sparkonten mit einer einmaligen Einlage von 3 RM. anlegen. Voraussetzung ist, daß dieser Betrag nur einmal bewilligt roirt), daß das Sparbuch bis zum 18. Lebensjahr oder bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bis zur Einberufung im Besitz der Betriebsführers bleibt, daß die Spareinlagen nur mit einer längeren Kün- digungs-frift ausgezahlt werden können und die frü­here Aushändigung des Sparbuchs nur erfolgt, wenn eine zwingende Notwendigkeit für den Rück­griff auf die Sparbeträge nachgewiesen wird. Das jugendliche Gefolgschaftsmitglied soll sich möglichst damit einverstanden erklären, daß bestimmte Be­träge vom Lohn oder von der Erniehungsbeihilfe regelmäßig auf das Konto überwiesen werden.

Kein Bankenfeiertag zu Pfingsten.

Nach einer Anordnung des Generalbevollmächtig­ten für den Arbeitseinsatz finden die Bestimmungen der Tarifordnungen im privaten Bank- und Der- sicherungsgewerbe, wonach der Samstag vor oder der' Dienstag nach Pfingsten dienstfrei bleibt, in diesem Jahr keine Anwendung. Das gleiche gilt für öffentliche oder öffentlich-rechtliche Kreditachtalten, Sparkassen usw. Die Arbeitszeit am Samstag vor oder am Dienstag nach Pfingsten ist die sonst im Betrieb übliche.

Einkauf von Ferkeln, Läufern und Schafen genehmigungspflichtig.

Im heutigen Anzeigenteil wird eine Bekannt­machung der Landräte und des Oberbürgermeisters von Gießen veröffentlicht, in der die Genehmigungs- pflicht beim Ein- und Verkauf von Ferkeln, Läu­fern und Schafen angezeigt wird. Die wichtige Be- kanntmachung sei allen Interessenten dringend zur Beachtung empfohlen.

Gießener D-che»»arktpreife.

* Gießen, 27. Mai. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Wirsing, kg 14 Rpf, Spinat 10, Römischkohl 14, Salat 24, Rettich, das Stück 6 M 8, Radieschen, das Bund 10 bis 15 Rpf.

Auszeichnung der Schule in Hattenrod.

* Hattenrod (Kreis Gießen), 26. Mai. Auf der (Bautagung der Reichsarbeitsgemeinschaft für He>l- pflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RfH.) in Frankfurt a. M. fand der hervorragende Einsa'g einiger Schulen bei der Heilkräuterfammel- aktion 19 4 1 die nachträgliche besondere Anerken­nung des Leiters dex RfR., Reichsapothekerführer SA.-Sanitätsgruppenführer Schmierer, der ihnen wertvolle Füyrerbilder mit persönlicher Widmung überreichen ließ. Unter den ausgezeichneten «Schulen befindet sich auch die kleine einklassige Volksschule Hattenrod, fieren' Leistung besondere Wertung und Hervorhebung verdient.

Landkreis Gießen.

* Großen-Linden, 27. Mai. Die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Sophie Menges Wwe., geb. Leun, Bahnhofstraße 23 wohnhaft, kann am morgigen Freitag, 28. Mai, in körperlicher und geistiger Frische ihren 91. (Bet burtstag feiern. Der Jubilarin unjecen herzß lichen Glückwunsch.

aus seiner Tradition heraus wieder als Vorkamp, fer und Wegbereiter bewähren. Der Student wisse, daß im nationalsozialistischen Zeitalter Student fein keine Standesfrage sei, sondern einzig und allein eine Frage seiner Leistung. Nur die besten Kräfte der deutschen Nation könnten sich auf den Hochschulen des Reiches für ihr Leben vorbereiten; sic müßten Männer der Tat, der Leistung, der vorbildlichen Haltung gegenüber der Volksgemein, schäft sein. Die besten Kräfte der Nation sollten zu den Hochschulen kommen. Durch diese Auslese werde das deutsche Studententum zu einem gewaltigen Kraftstrom zum Vesten der Nation werden, um bie Ideale zu verwirklichet, von denen mir die höchste Blüte des Reiches erwarten.

Anschließend gab der Redner Richtlinien, nach denen der Student sein Leben und Wirken auszu- richten hat, wenn er seinen Verpflichtungen gegen­über der Nation gerecht werden will. In diesem Zu- sammenhang betonte der Reichsstudentensührer u. a. hie starke Kraft des Kameradschaftsgedankens, die zu den besten Werten der deutschen Nation gehört. Weiterhin hob er hervor, daß der deutsche Student feine farblose Persönlichkeit sein könne, sondern politisch sein und immer politisch denken und Han- dein müsse. Ferner müßten Tatkraft, Verantwor- tungssreudigkeit, Eharakter, Entschlußkraft, Zuver­lässigkeit und das Bekenntnis zum ewigen deutschen Soldatentum die hervorstechendsten Merkmale des deutschen Studenten fein. Hierzu gehöre auch die iorgfamc Pflege aller geschichtlichen und volkstüm- lichcn Werte, die unserem Volke gedient haben und weiterhin dienen werden. In allen Lebenslagen und in seinem ganzen Wirken könne der deutsche Student immer nur dort stehen, w o die deutsche Nation steht. Als Bekenner einer soldatischen Lebenshaltung müsse es sein höchstes Glück fein, alle seine Kraft zur soldatischen Pflicht­erfüllung einsetzen zu können. Ein Student, der nicht von Herzen Soldat fei, fei kein Student. Aus dieser inneren Einstellung heraus erfülle der deutsche Stu- dent auch in diesem Kriege wieder selbstverständlich seine Soldatenpflicht bis zum Letzten. Und es habe sich dabei erwiesen, daß grpte Soldaten auch immer gute ctuöenten sind; durch die Kämpfe an der Front sind sie zu Männern gereift, ihre Jahre im Felde waren nicht verloren, sondern sie bedeuten einen Gewinn für ihr Leben.

Zum Schluß betonte 6er Reichsstudentenführer: Der deutsche Student weiß, daß er zum er st en Stoßtrupp der deut sch en Na­tion gehört, daß fein Leben Vorbild fein muß und daß er sein Leden her JRation verschrieben hat. Und so wird der deutsche Student in diesem Stoß- trupp allezeit stehen und wirken als ein wahrer Ritter ohne Furcht und Tadel! (Langanhaltender starker Beifall.)

Nach dem gemeinsamen Gesang des LiedesNur dex Freiheit gehört unser Leben" wurde die ein-