Einzelbild herunterladen

Gießener Anzeiger

Donnerstag. 27. Mai |9$5

|95. Jahrgang Nr. 122 Erscheint täglich. außer Lvnntagß unb feiertags

Beilagen:

Gießener ftamilienblättei HeimatimBilb DieScholle

Bezugsvreis:

Monatlich ...NM. 1.80 Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2231 Drahtanschrift:Anzeiger" Postscheck 11686 Franlf./M.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8V,UhrdesBormittags

Anzetgen-Preise:

Anzeigenteil 7 Npf.te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Texttei! 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstafjel I AbschlüsseMengenstanel B Platzvorschrift lvorberige Vereinbarung) 25°'- mehr

General-Anzeiger für Oberhoheit Siehrn. Zchulftrahe z-9

5Z ETSCH WAN

TSCHUNGKING

-WUFEN6

MEUSCHAU

rxiiFu-

JUNNAN

N6AN$t«tm

KXNTON

KOSGf-OKi

A Mi

TO».

p(aina>i

HANOI

HUP^H g^HAMKAU1

^r.JmOHG^UNNAN

TSCHANGTSCMA

HUNAN

KWANGSI

NANNING

[LUNGStHÄlL PAKHof

Japans Offensive in Mittel-China

Jm Geiste von Tsuschima

Ehren-

N a n t i n b, 26. Mai (Europapreß.) Zu der ja­panischen Offensive im Gebiet des Tungtinsees er­klärte der japanische Oberst Jwasaki der Auslands­preise in Nanking, die Operationen entwickelten sich am 5. Mai nördlich des Tees zunächst im Gebiet non Anshianq, das durch sein überaus schwieriges Terrain berüchtigt ist, und rollten dann in das Ge­

biet von Kungan vor, wo d i e S ch l a ch t noch i m Gange ist. Die japanischen Verbände, die südlich des Tungtinsees im Bogen den See umgingen, haben Anschluß an jene Verbände gefunden, dieinNord- w e st» H u n a n im Kampf stehen, Hier hat sich das Schwergewicht der Kämpfe weiter nach Westen vor­geschoben, wobei st arte TschUngkingoer- bände eingeschlossen werden kovnnten und

Tsuschima. Am 27. und 28. Mai 1905 wurde die russische Ostseeflotte, die um die halbe Erde gefahren war, um dem in Port Arthur eingeschlossenen rus­sischen Ostasiengeschwader zu Hilfe zu kommen, von der japanischen Flotte unter Admiral Togo ange­griffen und vernichtet. Mit überlegenem Angriffsgeist und glänzender Taktik verlegten die Japaner dem Gegner den Weg, zwangen zunächst das russische Flaggschiff, die Schlachtlinie zu verlassen, und er­rangen dann in unablässiger Verfolgung des Fein­des einen Sieg, der der russischen Seemacht in Ost- asien ein Ende bereitete und Japans Stellung als Großmacht zur See begründete. Die Erinnerung an diese Ruhmestat ist heute besonders zeitgemäß, denn damals wie heute kämpfte Japan gegen raumfremde und raumsperrende Mächte um seine Zukunft. Der Geist der Sieger von Tsuschima ist m der japa­nischen Flotte auch heute noch lebendig. Er erfüllt unsere Verbündeten mit der Gewißheit, daß sie auch den heute tobenden Kampf siegreich bestehen werden.

Großadmiral Oönitz

an die japanische Kriegsmarine.

B e-r l i n , 26. Juni. (DNB.) Zum Jahrestag des japanischen S e e s i e g e s von Tsuschima hat der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Groß­admiral Dönitz, der verbündeten japanischen Kriegsmarine folgende Botschaft übersandt:Zum Tage von Tsuschima sende ich der j apanischen Kriegsmarine meine herzlichsten Glückwünsche. Jener ruhmreiche Sieg hat der Welt die Kraft des japanischen Volkes und seinen unerschütterlichen Willen zur Lösung der ihm in Asien gestellten Aufgabe offenbart. Heute bewundern wir wieder die unvergleichlichen Leistungen der japanischen Führung und die Schlagkraft echten Soldatentums, die den mächtigen Feind im Sturm überrannt und vernichtend geschlagen haben, wo er sich stellte. Die deutsche Kriegsmarine ist stolz darauf, Seite an Seite mit der japanischen im Befreiungskampf der jungen Völker auf den Meeren zu stehen. Die bis­herigen Erfolge gegen die feindlichen Kriegs- und Handelsflotten und das felsenfeste Vertrauen in die soldatische Tüchtigkeit und den Kampfgeist unserer Kriegsmarinen geben mir die Gewißheit des End-

tlnter Briten und Bolschewisten in Iran

Oie abenteuerliche Flucht eines deutschen Korrespondenten aus Teheran.

Wir versuchen einen neuen Umweg. Plötzlich höre ich das Schnappen eines Gewehrschlosses. Ein Be­fehl gellt durch die Nacht:Ist". Das bedeutet ein militärischesHast". Die Stimme ruft:Wohin wollt ihr, wer seid ihr?" Mühsam stammeln wir, daß wir Händler seien, die sich verlaufen hätten. Ohne zu warten, machen wir kehrt. Lichter blinken auf, Hunde schlagen an, der Posten hat Angst und schlägt Alarm. Wir sind in einem Kasernen- b0 f- Das Glück ist uns hold. In der Lehmmauer finde ich ein Loch, das Mensch unb Tier durchläßü am Laufschritt geht es ostwärts quer durch die Wa­dis, das berüchtigte Gebiet der Hesar Darre (tausend Täler). Im Südosten leuchtet das Lichtmeer Tehe­rans. Es lockt und warnt zugleich. Am Morgen satteln wir die Tjere und weiter -geht es ostwärts in einen strahlenden Tag.

Zwei neue Ritterkreuzträger im Gau.

Berlin, 26. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst KarlFreiherr von Lersner, Komman­deur eines Grenadier-Regiments, und Hauptmann Ernst Zimmermann, Batcüllonskommandeur in einem Grenadier-Regiment. !

Freiherr von Lersner, 189£ als Sohn eines Ad-

Eine stolze Bilanz.

Tokio, 26. Mai. (Europaprest.) Ganz Japan begeht am Donnerstag den Gedenktag der Marine. Am Vorabend des Tages konnte das Kaiserliche Hauptquartier neue Erfolge melden. Vom 5. bis 24. Mai sind im Südpazifik 13 Handelsschiffe und Transporter mit insgesamt 111400 BRT. durch Marineflugzeuge und U-Boote versankt worden. Vom 4. April bis zum 20. Mai wurden ferner 17 feindliche U-Boote versenkt. Japan hat seit April J9 Schiffe von ungefähr 70 000 Tonnen verloren. Ferner veröffentlichte das Hauptquartier eine vollständige Liste der Kriegsschiffe, welche die japanische Marine seit Beginn des Pazifik-Krieges insgesamt versenkte. Unter den 505 feindlichen Kriegsschiffen, die feitbehi vernichtet oder schwer beschädigt wurden, befinden sich 13 versenkte Schlachtschiffe. Davon gehören,5 der amerikanischen Flotte an, 2 waren britisch, die restlichen 6 blieben unidentifiziert. Ferner wurden 11 Flugzeugträger verlenkt, 55 Kreuzer, davon 15 nordamerik'anische, weiter 56 Zerstörer, davon 40 nordamerikanische und 128 U-Boote.

Japans Wirtschaftspolitik im Güdraum.

Tokio, 26. Mai. (Europapreß.)Das Tor zum Oftasien-Großraum, dessen Länder uns früher mit Rohstoffen versorgten, wird auch in Zukunft nicht verschlossen sein", erklärte Großostasienminister Aoki der Auslandspresse.Die japanische Wirtschafts­politik in Ostasien", fuhr Aoki fort,hat für die Dauer des Krieges zwei Ziele: Weitgehende Selbstgenüg­samkeit der einzelnen Länder und Stärkung des japanischen Rüstungspotentials. Es ist Japans Wunsch, daß Ostasien nach dem Kriege als Liefe- r a n t für die in der übrigen Welt benötigten Roh­stoffe, besonders Gummi und Reis auftritt. Die Früchte dieses Exports sollen jedoch nicht, wie früher, unter der britisch-nordamerikanisch-holländischen Herrschaft fremden Kapitalien zufließen, sondern zum

vor ihrer Vernichtung stehen. Die Verluste des Geg­ners seien so groß, daß das Tschungking-Oberkom- mando zum erstenmal zögere, frische Reserven in die Schlacht zu werfen. Oberst Jwasaki stellte eine starke Abnahme der moralischen Widerstandskraft Tschuna- kmgs fest. In die von den Japanern neu besetzten Gebiete werde die Bevölkerung^ auch wenn sie vor der beginnenden Schlacht nach Westen auf tschung- king-chinesisches Gebiet geflüchtet sei, später geschlos­sen zurückkehren, um den Japanern beim Wieder­aufbau zu helfen. Große Vorräte an Reis und Baumwolle hätten gerettet werden können.

Tschungking vor einem Hunger-Winter.

Schanghai, 26. Mai. (Europapreß.) (Jincn Hunger-Winter für die unter Tschungkings Herr­schaft stehenden chinesischen Provinzen prophezeit der Sonderkorrespondent derNew York Herold Tribüne". In sechs Jahren Krieg hätten die Re­quisitionen der Tschiangkaischek-Armee und die Un­terbrechung der uralten natürlichen Transport­linien über den Jangtse und den Hoang-ho das Wirtschaftsleben erschüttert. Die Provinzen Hnnan, Schantung, Kwangtung und Kwangsi sähen einer Hungersnot entgegen. Auch die Straßen und Eisen­bahnlinien seien blockiert, Benzin und Kohle nicht vorhanden. Die fruchtbarsten Provinzen des Lan­des seien abgeschnitten, die Lebenshaltungskosten stiegen dauernd. Es sei zwar bekannt, daß das chi­nesische Volk eine große Leidenssähtgkeit besitzt, aber augenscheinlich sei deren Grenze bald erreicht.

ministrators in Frankfurt a. M. geboren, hat am mittleren Don in schwerem Abwehrkampf im­mer wieder die Verteidigung hervorragend orga­nisiert und seine Grenadiere durch sein tapferes Vorbild stets von neuem zu entschlossener Abwehr vorgerissen. Am 25. Januar 1943 hat er an der Spitze seiner rheinischen Grenadiere den Heldentod gefunden. Nach Ablegung der Reifeprüfung an dem Realgymnasium Frankfurt a. M. war er 1916 als Fahnenjunker in das Jnf.-Regt. 115 eingetreten. Von 1921 ab stand er längere Zeit im Jnf.-Regt. 15 und wurde 1930 zum Besuch der Technischen Hoch­schule Berlin-Charlottenburg kommandiert, an der er 1935 die Staatsprüfung als Diplom-Ingenieur ablegte. 1941 wurde er Oberst. Hauptmann Zimmermann, 1915 als Sohn eines Studienrats in' Darmstadt geboren, hat südwestlich Drei mit einer Kompanie seines Trierer Grenadier-Batail­lons einen .Gegenangriff von zryei feindlichen Ba­taillonen abgeschlagen. Hpuptmann Zimmermann legte 1933 die Reifeprüfung an dem Ludwig- Georgs-Gymnasium in Darmstadt ab. Von 1933 bis 1935 studierte er an der Universität Gießen und Tübingen Theologie und Philosophie. 1936 trat er als Fahnenjunker in das Jnf.-Regt. 36 ein, wurde 1938 Leutnant im Jnf.-Regt. 105 und 1942 Haupt­mann.

Der 248. Eichenlaubträger.

Berlin. 26.2Nai. (DNB.) Der Führer verlieh am 23.2Hai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Martin Grafe, Kommandeur einer Infanteriedivision, als 248. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

/ U.

Oer dritte Fluchtversuch gelingt

Von Roman Gamotha,

früherem EP.-Korrespondenten in Teheran.

Vofia, im Mai. Schon vor dem Bombenangriff cms Teheran reifte in mir der Entschluß, mich nicht von den Briten ober Sowjets fassen zu lassen som dem mich um jeden Preis dem bitteren Schicksal 3U entziehen. Am Tage des Bombardements bin 'ch auf dem Wege zum Postministerium, um noch ein wichtiges Telegramm nach Berlin durchzuqeben Die Behörden sind sehr- freundlich, aber besorgt Man warnt mich. Es ist Stadtgespräch, daß sich jeder die auf meinen Kopf gesetzten 100 000 Rial von den Sowjets unb Enqlänbern verdienen kann -Ich raffe in aller Eile crnige Lebensrnittel zusam­men unb verlasse ohne weitere Ausrüstung mit einem zweiten Deutschen, dessen Auslieferung' eben­falls in der amtlichen Note der Feindmächte gefor­dert war, um t Uhr nachts unbemerkt durch einen ausgetrockneten Graben das Sammellager in Schi­meran.

In stundenlangem Aufstieg auf die Paudschal- Ketten, weglos im Dunkel, nur beseelt von dem Ge­danken, den Sowjets nicht lebendig in die Hand zu fallen, erreichen wir eine Felsenkan.zel, wo wir jben Anbruch des Tages abwarten wollen. Mein älterer Kamerad, ist erschöpft. Wir kriechen in den Schatten des Felsspalts. Um 7 Uhr morgens herrscht bereits 40 Grad Hitze. Wir lechzen nach Wasser. Weit im 'Süden, tief unter uns, gleißt das Salz der Wüste. Unablässig beobachte ich die Heerstraße nach Kas- win. Truppenbewegungen sind nicht festzustellen. Ich entschließe mich, nochmals nach Schimeran zurücs- ' zukehren. Am Abend verschwinden wir mit wunden Füßen im Lager.

Perser unb Weißrussen bieten sich mehrmals an, wich zu verbergens Ich bin zwar mißtrauisch, nehme aber das Angebot ^tnes Persers an, mit mir in den Grenzbergen zwischen der Turkmenen-Steppe und dem zentraliranischen Hochland unterzutauchen. Am, 1. September 1941 verlasse ich mit zwei weiteren Deutschen im Auto Schimeran. Wir halten in einer dunklen Straße in der Nähe der Oper vor einem Hotel. Ich bin erregt. -In der Nähe ist das Polizei­präsidium. Der Perser will plötzlich nicht mitgehen. Ich muß ihn überreden. Endlich steht er auf unb Zieht seine Uniform an. Der Pförtner des Hotels ist plötzlich verschwunden. Wir fahren nm Polizei­präsidium vorbei unb gelangten trotz der Streifen, die wir scharf überholen, aus dem Bannkreis der Hauptstadt Irans.

Da jeder Zioilverkehr verboten ist, fahren mir auf Feldwegen und umgehen die Polizeikontrolle, Wir sausen ostwärts dem Morgen entgegen unb kommen vis Semnan. Unterwegs überholen uns - Sowjet- und Britenbomber, die Tausende von ' Flugblättern abwerfen, in denen mein Steck­brief enthalten ist. Vor Damgan ist bie Straße gesperrt. Die Söwjets sind in der Stadt. Ich ver­suche, südlich in die Salzwüste auszuweichen. Un­möglich. Der Kühler kocht. Mir wird klar, daß nur landeseigene Fortbewegungsmittel und die landes­übliche Tracht Schutz und die Möglichkeit des Un-, 'tertauchens im iranischen Raum bieten können. Obwohl ich mit dem Einmarsch der Sowjets in Theran rechnen muß, und obwohl mein Begleiter, der sich später, nach seiner Verhaftung durch die iranische Polizei als ein Sorojetagent entpuppt, heftig protestiert, wende ich den Wagen und fahre zurück. Am 10. September verkündet der Teheraner Rundfunk, daß die iranische Regierung unter Druck dem Auslieferungsbegehren der Bolschewisten und Briten stattgegeben hat.

Am 11. September gelingt berdritte F Ou ch t- ' versuch. Das freiwillige Sammellager der Deut­schen in Schimeran ist längst zu einem Inter­nierungslager geworden. Kein Deutscher darf hinaus. Trotzdem arbeite ich an meinen Vorberei­tungen. Durch einen alten Jran-Kenner lasse ich Maultiere mit den landesüblichen Palanen (Trag­sättel), Futtersäcken und Seilen kaufen. Es gelingt mir, Tragsäcke und persische Kleidung, Mundoorrat, Karten unb andere technische Hilfsmittel herbeizu- schaffen. Unter den Deutschen suche ich einen Kame­raden au5, der lange Zeit in Iran war, jung ist . und die Sprache versteht. Ein Würfelspiel entschei­det das Schicksal von zwei Brüdern. Selbst vor der deutschen Kolonie halte ich meine Vorbereitungen geheim.

Der Postenschritt der persischen Soldaten erinnert (in ein Uhrwerk, das abläuft. Nochmals bespreche ich ylle Einzelheiten mit meinem Kameraden, prüfe das Gepäck, überlege den Marschweg und bie* Aus- druchsmöglichkeiten, fetze den Standort der Tiere unb bie Zeit fest' unb sinke bann in einen tiefen [ schlaf.

Es ist eine Finsternis, wie man sie nur in den Tropen kennt, langsam verlassen zwei Wagen das ßager. Die roten Nummetntafeln lassen die Polizei- beamten sortfahren: das sind doch Diplomaten. Schon find' die Wagen in einer Staubwolke ver­schwunden. W i r sind durch und jagen nach Kolhak. Hinter uns jagt ein fremder Wagen Er kommt näher. Es kann nur ein Russe sein, linier erster Wagen fährt der Stadt zu, um den Verfolger zu täuschen. Wir biegen links ab nach Golhak und halten neben einem Grundstück, wo die Maultiere siehen. In aller Eile satteln wir auf. Wir haben 75 Meter Seil zur Verfügung, aber weder Palaue noch Säcke halten. Immer wieder rutschen die Laßen auf bie Bäuche. Die Tiere werden unruhig. Ich ver­buche meinen Schriftleiterberuf, wäre ich lieber Eseltreiber Leworden. Immer wieder müssen wir Umwege machen. Nur die hohen Bergketten de? Paudschal-Massives bieten uns eine Orientierung^ Möglichkeit. Manchmal treffen wir Wasserarbeiter, bie' bei unserem Erscheinen verschwind^ Ich er­kenne am roten Licht eine P o lize ista 11 o n.

Am 27. Mai begeht Japan seinen Flottentag. Erlsieges. In diesem Sinne grüße ich die Kameraden st, zugleich der^ Jahrestagde^ Schlacht vo n sber japanischen Kriegsmarine an ihrem " tage."

Schlageter-Gedenkfeier in Düsseldorf.

In Düsselborf würbe in der große« Halle des Landgerichts, in der die Treppe zum Schlageter- Mahnmal hinaufführt, eine schlichte Gedenkstunde abgehalten, in der Langerichtspräsident Krey das heldische Leben Schlageters und die deutsche Not jener Tage zeichnete. Mädchenhände hatten die Ge­fängniszelle Schlageters in der Ulmenstraße mit Blumen und Grün gefchmückt. In der Golzheimer Heide rückten Marschsäulen der Wehrmacht und der Formationen der Partei an. Unter dem Kreuz, das zu Ehren Schlageters hier errichtet worden war, stand das Feldzeichen der Standarte Schlageters aus der Kampfzeit. Gauleiter Staatsrat Florian hielt die Gedenkrede.

Zeh« Jahre Nationalpolitische Erziehungsanstalten.

Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Na­tionalpolitischen Erziehungsanstalten sand in Pots­dam ein Appell statt, bei dem der Inspekteur der Nationalpolitischen. Crziehungsanstalten, ^-Ober­gruppenführer Heißmeyer, einen Ueberblirf über die Entwicklung unb den gegenwärtigen Stand der Anstalten gab. Der Chef der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, Reichsminister R u st, gab bann eine Sinnbeutung biefer Anstalten als Stätten einer . hervorragenben^nationalsozialistischen Führungsaus­lese, beren Erziehungsgrundsätze sich auch im jetzi­gen Kriege auf das beste bewährt haben. Davon ausgehend, daß es keinen besseren Erzieher zu einer kämpferischen Auffassung vom Leben und zur Härte des Kampfes gibt als den Kampf selbst, wies er als leuchtendes Vorbild auf den Führer hin, der in sei­nem Volke den heroischen Geist wieder weckte und siegen ließ über feindliche, seinem Wesen uhb baruni seinem Geiste fremde Anschauungen.

Wohle der Völker, die diese Rvhstoffe erzeugen, und für die Hebung ihres Lebensstandards verwandt werden. Für die Kriegsdauer müssen allerdings die Produktionszweige, die Ueberfliiß erzeugen, zurück- geschraubt werden zugunsten der Erzeugung von Nahrungsmitteln und Textilien, auf deren Einfuhr die Länder des Oftafienraumes früher angewiesen waren. Japan ist jedoch gewillt, das Rohstossproduk­tionspotential dieser Länder für den zukünftigen Export zu erhalten."

>Es zeige sich in letzter Zeit immer wieder, so be» tonte Aoki abschließend, daß Tschungking heute völlig von der Hilfe Englands und Nordamerikas abhängig sei; es könne nur so lange bestehen, als es diese Hilfe erhalte. Allerdings scheine es, als ob hinsichtlich dieser Hilfe große Unzufriedenheit in Tschungking bestehe. So sei es verständlich, daß die Moral vor allem unter den Offizieren Tschiangkai- scheks stark zurückgegangen sei. Bei den in den Süd- gebieten lebenden mehreren Millionen Chinesen, die sich hauptsächlich als Kaufltzute betätigen, verstehe man heute Japans Ziele sehr gut und arbeite mit dem japanischen Reich zusammen.

Oie stärkere Siaaisidee.

Bon Reichsleiter Franz Laver Lchwarz.

Es muß mit aller Deutlichkeit gesagt werden:' Nicht der Nationalsozialismus hat den Bolschewis­mus auf den Plan gerufen und die Ursache für bie gegenwärtige Auseinandersetzung auf Leben und Tod gegeben, sondern mit dem Nationalsozialismus ist gerade noch zur rechten Zeit der ideenmäßige und militärische Damm gegen die Sturzflut der Zerstörung aus dem Osten errichtet worden. D^r Bolschewismus hat seinen Gegner unb das ist unser Glaube auch seinen Ueberroinber gefunden. Zwei Welten stehen sich gegenüber, auf der einen Seite die Welt des art-und naturgemäßen Lebens der Völker, aber der anderen der Inbegriff der Zerstörung.

Wenn ein Teil im Körper eines Volkes seinem Egoismus und seinen niedrigsten Instinkten durch eine Revolution unter Abschlachtung der anderen Teile dieses Volkes Geltung verschafft, so kann dieser Egoismus keineswegs ein Prinzip des Auf­baues, sondern nur der Zerstörung sein. Wenn dazu noch dieDiktatur des 'Proletariats", das von den geistigen Urhebern dieses Begriffes erwiesenermaßen bereits mit dem Fluch des Minderwertigen beladen und aus dem Pöbel rekrutiert wurde, zur Herr­schaft gelangt wie im bolschewistischen Regime, bann kann biese Minberwertigkeit nur eine Raserei gegen alles Höherstehend entfesseln, die bis zur Selbstoernichtung geht. Denn es ist das Kennzeichen des Minderwertigen im Leben sowohl des einzelnen wie einer Gemeinschaft, erst bann zur Wirksamkeit kommen zu können, wenn Iber leistungsmäßig und moralisch Ueberlegene ausgeschaltet ist.

Im Bolschewismus haben sich zwei Elemente der Verneinung zur höchsten Potenz vereinigt: Der äst- lich-nomadifche, zerstärungsseelige, jeglicher kultur- tragenden Eigenschafk bare Nihilismus unb ber egoistisch-materialistische jüdischeGeist". Zu ihrer Erhaltung unb Herrschaft müssen biese Elemente alles Höherstehenbe bekämpfen und ausrvtten: die kulturbildende Rasse, die Einzelpersönlichkeit als Träger, des hochwertigen Lebens,' das Prinzip des gefamtvolklichen Bestehens und die staatenbildende Vernunft.

Unsere Revolution dagegen umfaßte von Anfang an in ihrer Zielsetzung ein Staatswesen, in dem allen Einzelwesen des Volkes Lebensberechtigung und Entfaltung gewährleistet sein sollte. Der um­fassende Wertbegrisf der gesellschaftlichen Ordnung im nationalsozialistischen Staat ist nicht eine Gruppe, etwa dasProletariat", das bei uns immer nur ein fiktiver Begriff war, sondern das Volk in allen feinen Gliedern. Der höchste Wertbegriff des Einzel- -wesens dieses Volkes ist bie Ehre. Der National­sozialismus hat die Ehre zum Allgemeingut jedes Trägers dieser Volksgemeinschaft erhoben. Es gibt keinen Stand, der mehr Ehre hätte als der andere. Der.mit der Hand schaffende Volksgenosse nimmt b£n gleichen Anteil an Ehre für sich in Anspruch