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Brazzi, Herbert Hüb her und Otto Graf ge«

men aus dem Wiesental im Schwarzwald.

der

Falle, vom ersten Klienten, die man sonst nur zu lejen bekommt, erlebt man hier in naturnaher Bildhaftigkeit. Daß die Flitterwochen dann ein so plötzliches Ende nehmen, kommt allein vom an sich begreiflichen Berufseifer und dem löblichen Ehr­geiz beider Ehepartner, als erster einen ordentlichen, saftigen Prozeß für die funkelneue Praxis zu er­gattern. Sie kriegen ihn auch, einen bildschönen Scheidungsprozeß, aber leider ist es ihr eigener, und die beiden Flitterwöchner stehen sich alsbald als feindliche Parteien gegenüber und bewerfen sich mit Argumenten und Paragraphen nach den Regeln der Kunst. Zum Glück entdeckt die junge Frau auf zwar ziemlich überraschende Weise, aber immerhin noch zeitig genug, welchen Mißverständ­nissen sie zum Opfer gefallen ist und wie sehr sie ihrem strebsamen Gemahl unrecht getan hat; und ihr häuslicher Versöhnungsversuch endet mit vollem Erfolg. Das alles ist, von E. W. Emo inszeniert, recht unterhaltsam und lustig mitanzusehen. Magda Schneider und Wolf Albach-Retty, schon im Privatleben miteinander verheiratet, wirken auch als juristisches Filmehepaar erheiternd natur­getreu. Zwei prachtvolle, mit allen Wassern ge­waschene Wiener Anwälte stellen Oskar Sima und Hans Olden; wir nennen vom Ensemble ferner Otto Treßler, Jane Tilden, Gisa Wurm, Hans Th i mi g und Dilma T a tz e l. (Wien-Film.)

Im Beiprogramm sieht man, außer der Wochen­schau, eine gute, geschickt aufgenommene Bild­reportage unter dem TitelEin Tag im Zirkus*.

Hans Thyriot.

** Dienstjubiläum. Am gestrigen 26.April 1943 konnte der Flurschütz Karl Linden struth in Gießen-Wieseck auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Gemeinde Wieseck bzw. nach der Ein-

ler am Xylophon und Kunstpfeifer, fomP dessen Schwester Elfriede (Akkordeonsolistin)- mit. Die Letztgenannten gehören der Gambacher Spielfchar an.

Am Geburtstag des Führers ging ein Schulungs­kursus für Versehrte mit einer kleinen Schlußfoier zu Ende. Nach den Begrüßungsworten durch den Schulungsleiter sprach der Wehrmachtfürsorgeofst- zier herzliche Worte zu den Abschiednehmenden. Anschließend folgte eine frohe Kaffeetafel. Die Kuchen hatte die Kreisfrauenschaft zur Verfügung gestellt. Unter Führung von Fvl. Fröhlich hatte die Jugendgruppe der Frauenschaft die Unterhal­tung übernommen. Lieder, Scherze und Soldaten­lieder ließen die Zeit schnell vereilen. Im Laufe des Abends überbrachte der Kreisamtsleiter der NSKOV. Gravelius die Grüße des Kreislei­ters. Eine von der HI. in Heuchelheim gestellte Hauskapelle ließ fröhliche Weisen erklingen.

G. A -Sport.

Neue Turnmeister.

Gießen erfolgreich bei den Gau-Gerätweltkämpfen. Margret Seim Gaumeisterin.

In Neu-Isenburg kamen am ersten Ostertage die Kriegs-Gaugerätmeisterschaften des r Sportgaues Hessen-Nassau unter der Leitung von Gaufachwart Martin Gebhardt zum Austrag. Ueber 160 Tur­ner und Turnerinnen beteiligten sich an den damit verbundenen Rahmenkämpfen.

In der Meisterklasse der Männer konnte der vorjährige Gaumeister Erwin Linke, Rb.-Tgm. Hanau (Wehrmacht), nicht antreten. Den Titel erkämpfte sich Leo Ise le, GfL. Darmstadt, im Zehnkampf mit 183 Punkten. Mit dem zweiten Sieger Karl Funk, Tgm. Worms (Wehrmacht), wird er an den deutschen Gerätmeisterschaften in Passau teilnehmen. Vierter Sieger in der Meister- klasse wurde Ernst S ch ö f s m a n n vom To. Gie­ßen-Wieseck (Wehrmacht) mit 167,6 Punkten.

In der Meisterklasse der Turnerin­nen mußte die Titelverteidigerin Martha T h i e m von der Tgm. Eintracht wegen eines Unfalls den Kampf abbrechen. Margret Seim vom Mtv. Gießen kam hier sicher zur Gaumeisterschaft mit 126 Punkten vor Anni Heuser, Tgm. Schwanheim (121 Punkte) und Leni Lindermeyer, Tgm. Born­heim (113 P.). Die beiden ersten Siegerinnen neh­men an den deutschen Gerätmeisterschaften der Frauen teil.

Auch in den Rahmenkämpfen war Gießen recht erfolgreich. In der Turnerinnengauklasse wurde Lotte Keßler vom Mtv. Gießen mit 104 Punkten 4. Siegerin, in der Turnerinnen- Kreisklasse holte sich Lieseloth K r a u s ch vom M t v. G i e ß en den 1. Sieg mit 94 Punkten, und Liesel B a n k l o h vom Mtv. kam mit 85,5 Punkten auf den 3. Platz. Bei den Nachwuchs-Turnerinnen wurde Gertrud Schmidt vom Mtv. Gießen mit 89,5 Punkten zweite Siegerin.

Im Fünfkampf der 50- bis 58jährigen Männer wurde Philipp Götz von der Postspg. Gie­ßen mit 78 Punkten 19. Sieger. Im Sechskampf der 40- bis 44jährigen Männer kam Kurt Schulz vom Tv. Nidda mit 100 Punkten auf den 5. Platz.

schätze finden gute Aufnahme.

Schweinemarkt in Cid).

* Lich, 27. April. Auf dem heutigen Schweine- -

Wieder ein Beitrag zu dem neuerdings von Filmproduktion bevorzugten Thema Beruf und Privatleben. Das Drehbuch von Curt Wesse hat es indessen offenbar nicht auf ein Problem- und Dhesenstück abgesehen, sondern auf ein Lustspiel, das gelegentlich auch die bewährten Pointen des Schwankes nicht verschmäht, sondern im Gegenteil einige unwiderstehlich komische Wirkungen damit erzielt. Es sollte also mit diesem Film nicht etwa gegen das Frauenstudium vom Leder gezogen oder kategorisch dargetan werden, daß Berufstätigkeit und Haushalt sich nicht miteinander vertragen. Hier wird mit nichten scharf geschossen, es läuft alles auf ein spaßhaftes Abenteuer hinaus. Natürlich kann es allerhand Aufregungen, Ueberraschungen und Ent­täuschungen geben, wenn zwei junge Leute gleich nach ihrer Eheschließung eine gemeinsame Anwalts­praxis aufmachen. Die alten, aber hübschen Ge­schichten vom ersten Patienten oder, wie in diesem

Lichtspielhaus: Zwei glückliche Menschen"

Von der Börse.

Unveränderte Aktienmärkte.

Fr a n k f u r t a. M., 24. April. An den A k tienmärkten zeigten sich keinerlei Lageveriw derungen. Die Kurse waren meist unverändert un­rein Geld, lediglich einige wenige Aktienwerte wur den in Anpassung an auswärtige Stoppkurse geätn- dert.

Am Rentenmarkt erreichte Reichsaltbes. 175, auch Steuergutscheine weiter anziehend auf 104 Jndustrieobligationen waren meist gesucht und z. £ noch weiter leicht anziehend. Einige 5proz. Wert- mußten allerdings etwas von ihren als überhöh,: anzusehenden Kursen abgeben. Stadtanleihen we­nig verändert, doch freundlich. Von Reichsschätzer sind jetzt die im Zuge der Hauszinssteuerablösun.l zurückgeflossenen Beträge ziemlich untergebracht, fit daß in der Verichtswoche die erste Folge der 1943»* ReichsschatzanWeisungen aufgelegt werden konnte

Der Ausgabekurs hat sich gegenüber früheren Fob k gen aus 99,25 v. H. erhöht, zuzüglich 0,25 v. H. Pr» '.; Vision und Börsenumsatzsteuer. Die neuen Reichs- :

markt waren 21 Ferkel aufgetrieben. Es wurde» für 6 bis 8 Wochen alte Tiere 50 bis 60 RM. pri Stück bezahlt. Bei starker Nachfrage wurde ta Auftrieb in kurzer Zeit ausverkauft.

Hauptfchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter btS Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik unö Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrioh für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumscheiri, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K.<L Verlagsleiter: Dr^Jna. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht, vnzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6.

Kurze Sportnotize«.

Die Liste der Fußb all - Gaume ister bis auf den Niederchein-Meister, der erst am 2. Mr feststehen wird, komplett. An den Ostertagen quQ[L1 fixierten sich noch Vienna Wien (Donau-Alpenlan^ und Neufahrwasser 1919 (Danzig-Westpreußen) füt die Endspiele um die deutsche Meisterschaft.

Die Fußball-Gaumeister von Hes, j se n-Nassau und Kurhessen wurden an bei Ostertagen geschlagen. Die Kickers Offenbach unter­lagen gegen Badens Meisterelf VfR. Mannheim mit 0:11 und der SpV. Kassel verlor gegen den La. kalgegner SC. 03 mit 2:4 Toren.

Eine große Fußball-Ueberraschun« gab es in München, wo der Tschammerpokalinha'os^ 1860 München gleich zu Beginn des neuen Pokal., Wettbewerbs vom Lokalrivalen SC. Bajuwaren wb 1:0 geschlagen wurde und nun keine Mögliche mehr hat, die Trophäe erfolgreich zu verteidigen.

Die 30 besten HI.- Schützen kamen ig Zella-Mehlis zu einem Reichslehrgang mit abfchl^ ßender Leistungsprüfung zusammen. Als beste, Jungschütze erwies sich Koch (Gebiet Köln-Aache^ mit 1554 von 1700 möglichen Ringen vor Hamme rer (Tirol-Vorarlberg) mit 1548 Ringen. Die stungen der vorjährigen deutschen Jugendmeisteo schaft wurden durchweg übertroffen.

gemeindung im Dienste des Stadtteils Gießen- Wieseck zurückblicken. Der Jubilar wurde vom Oberbürgermeister in üblicher Weise geehrt und von seinen Arbeitskameraden im Rahmen einer kleinen, schlichten Feier mit Glückwünschen und einem Geschenk ausgezeichnet.

* Sammlung von Briefen gefalle­ner Studenten. Um eine einheitliche Auswer­tung des wertvollen Vermächtnisses überpersönlicher Briese gefallener Studenten zu sichern, hat der Reichsstudentenführer eine zentrale Erfassung und Aufbewahrung vorgesehen. Danach sollen diese Briefe an Dr. Bähr, Verbindungsamt des Reichs- studentenführerss, Berlin W 35, Friedrich-Wilhelm- Straße 22, ein gesandt werden, und zwar möglichst in Abschrift, aber ungekürzt. Originalbriefe werden von dieser Stelle abgeschrieben und baldigst zurück­gesandt.

Führers Geburtstag bei unseren Verwundeten.

Am Geburtstage des Führers fanden in allen Gießener Lazaretten frohe Kaffeestunden statt. Die Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft hatten mit den Schwestern die Tische schön gedeckt und bewirteten die Verwundeten. Durch Vermittlung der Kreis­frauenschaftsleiterin Frau Wrede hatten die Ortsgruppen in Langsdorf, Lich und Reiskirchen gute Kuchen geliefert. Der Kreisamtsleiter der NSV. H o r t i g ließ Zigaretten, Gebäck, Bonbons, Brief­papier und Karten zur Verteilung bringen. Von der Lazarettverwaltung wurde jedem Verwundeten und Kranken eine Flasche Sekt gespendet. Zur Un­terhaltung waren Jungmädelgruppen des Bannes 116 durch die Bannmädelführerin Käthe Blum ein­gesetzt worden. Zu Beginn der Feiern wurde durch die Abteilungsärzte unseres Führers gedacht. Als Gäste konnten Kameraden der NS.-Kriegsopferver- forgung und Frauen von Ortsfrauenfchaften, welche durch Kuchenspenden zur Verschönerung der Feier beigetragen hatten, begrüßt werden. Zwei Abtei­lungen wurden durch die Kindergruppe der Orts­gruppe Nord mit ihrer Leiterin, Pgn. Alt, be­sucht und mit fröhlichem Gesang und Spiel, sowie Frühlingssträußen und kleinen selbstgebastelten Geschenken erfreut. Ein Lazarett erhielt durch Ver­mittlung des KdF.-Kreiswartes Schemel ein be­sonders reichhaltiges Programm geboten. Künstler und Künstlerinnen des Theaters der Universitäts­stadt Gießen gestalteten mit einer Kapelle einer Wehrmachtabteilung unter Führung von Dbergefr. Schmitz eineBunte Bühne". Franz Payer sagte mit viel Humor die einzelnen Künstler an. Valeska Lange (lyrische Sängerin) brachte Opernmelodien und Lieder. Herr Burckhardt (Bariton) sang Lieder. Anneliese Proksch zeigte ihre Kunst als Tanzsou­brette. Balladen- und Operetten-Arien fang Lud­wig Druschel. Käthe Jaenicke (Soubrette) ,Peter Schade (lyrischer Tenor) und Bernhard Schmitz (Baß) boten Arien und Lieder. In verschiedenen Tänzen zeigten die Ballettmeisterin Inge Berg, die Svlvtänzerin Lore Hamburg und die Tänzerin Jolande von Rohden ihre Kunst. Kapellmeister Carl Willy Hahn begleitete die Künstler am Flügel. Im Rahmen der Vortragsfolge wirkte nochVA Pruxo artistische Balance-Akt-Neuheiten" und Gerhard Bil­

nannt. (Ufa.)

Im Beiprogramm sieht man die hier schon be­sprochene neue Wochenschau und farbige Aufnah-

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In tiefer Trauer: Familie Heinrich Vogel II. nebst Geschwistern und allen Angehörigen. Staufenberg, Lollar, den 24. April 1943. Die Beerdigung findet Dienstag, 27. April, 15 Uhr, statt.

Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber jüngster Bruder, Schwager und

Otto Adam, Ingenieur

im September 1942 im Alter von 43 Jahren in Chicago gestorben ist.

In tiefem Leid

im Namen der Geschwister:

Ria Adam.

Gießen (In Löbers Hof 3), den 24. April 1943.

02726

Nach Gottes unerforschlichem Rat- Schluß starb unser lieber, herzensguter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel u. Pate

Wilhelm Vogel

Unteroffizier in einem Gren.-Regt., Inh. d. E. K. 2. Kl. und des Verw.-Abzeichens an den Folgen einer im Felde zugezogenen schweren Krankheit, im Alter von 28 Jahren, in einem Heimatlazarett. Er folgte seinem vor einem halben Jahre gefallenen jüngsten Bru­der. Sein Leben war Liebe, Treue und Pflicht­erfüllung.

Ein hartes Geschick entriß mir auch meinen lieben jüngsten Sohn

Herbert Jung

Leutnant in einem Jagdgeschwader ausgezeichnet mit dem E. K. 2

Er fand den Fliegertod. Wie sein vor Stalin­grad gefallener Bruder besiegelte er seinen Fahneneid mit seinem Leben.

In tiefer Trauer:

Lina Jung, geb. Maser und alle Angehörigen.

Gießen (Liebigstraße 47), den 26. April 1943. Die Beisetzung findet statt am Mittwoch,dem 28. April, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzus.

1353 D

Schmerzerfüllt müssen wir allen Freunden und Bekannten die unfaßbare Mitteilung machen, daß gestern nacht meine liebe gute Frau, unsere liebe Schwiegertochter, innigstgeliebte Nichte, Patin, Cousine, Schwägerin und Tante

Frau Anny Rau, geb. Siemon für immer von uns Abschied genommen hat. Sie war unsere ganze Hoffnung, unser Stolz und unser Sonnenschein.

In tiefem Leid, im Namen aller Hinterbliebenen:

Friedrich Rau, Mar.-Art.-Maat und Geschwister Siemon.

Gießen (Mühlstraße 24 I), den 27. April 1943. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 28. April, 14.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Fried­hofes statt. 02739