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Es ist ein sehr
abwechslungsreiches Lied, das er
flötet, es klingt ein wenig nasal, ist aber voller Erfindung und ahmt auch fremde Laute nach.
Dieses Lied ist
in allen Dörfern und Vorstädten
R. G.
«ißtmögkiche Güteraustausch vorgesehen. Von der ^tischen Presse wird der Abschluß dieses Abkom-
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Zwei neue Ulme zu Dffern
Ein
er egt.
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leine Privatgespräche am Fernsprecher, damit
ist unleugbar von großem Reiz. Dabei braucht gar । RcSne rnvatgespracne nicht übersehen 311 werden, daß die heftigen Span-1 hiftschutEwichtige Gespräche nungen, über welche dieser Film vom Anfang bis' „ , । ■■■. ■■ ■—
durchkommen !
(Nachdruck verboten.)
IL Fortsetzung.
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Gloria-palast: »Damals-.
neuer Film mit Zarah Leander darf der
zu hören, kein Laubengarten, in dem es nicht von Zeit zu Zeit neckisch aufklingt. Der kleine Sänger ist unterseits schwefelgelb, oberseits gelblichgrün. Den Winter haben die Gelbspötter in Afrika südlich des Aequators zugebracht, aber ihr Nest bauen sie nur bei uns, in Holunderbüschen, in Flieder oder wo es ihnen sonst gefällt. Sie bringen den Früh
hinter sich haben, flöten sie mit voller Kraft gleich ihr schönes „Düdlioh", nach dem sie auch Vogel Bülow genannt werden. Pirol und Pirolin flechten gemeinsam das kunstvolle Nest, eine Wiege zwischen den Zweigen im Wipfel. Wenn die drei oder vier Jungen im Nest sitzen, müssen sie sich festkrallen, damit sie der Wind nicht hinausweht. Außer Raupen und Schmetterlingen fressen sie auch gern einmal eine Kirsche.
Der Gelbspötter singt nun wieder in allen Gärten, auch mitten in der Stadt. Durch seinen munter schnarrenden Gesang zeigt er an, daß er da ist.
weißen Arzt, sondern einen Halbgott. Wie gebannt starren alle auf den geöffneten Mund. Nur Je- crois-en-Dieu betrachtet den Weißen noch mißtrauisch.
Dos Passos streicht Tonga-Tongas Bauch. „Olla-— olla, da ist er ja!" ruft er laut und hält einen Silberpeso hoch. Er zeigt ihn Je-crois-en-Dieu und den Unterhäuptlingen. Dann wirst er ihn ins Feuer. „Teufel verbrennen jetzt, TongwTonga gesund!"
Gleich richtet sich der eben noch in Todesqualen Liegende von seiner Bahre auf, zieht mit strahlendem Grinsen seinen Mund von einem Ohr zum anderen. Er springt herunter und klatscht auf seinen Bauch. „Tonga-Tonga, bfiri!" schreit er glücklich. Mit scheuer Ehrfurcht blicken die Schwarzen aus Dos Passos.
Je-crois-en-Dieu sieht die Wirkung, die Dos Passos' Zauberei auf seine Leute macht. Er glaubt kein Wort von dem Schwindel, aber er erkennt darin große Möglichkeiten für sich selbst. Darum hakt er den Arzt freundschaftlich unter, murmelt etwas von Whiskytrinken und verschwindet mit ihm in seiner Hütte.
Im Halbdunkel der Hütte sieht Dos Passos, daß die Wände mit schönen Leopardenfellen geschmückt sind. Neben einem Fellager steht ein primitiv geschnitzter Tisch mit mehreren Whiskyflaschen, Beutestücken aus der Station. Auf einer Kiste, die von einer Binsenmatte überdeckt ist, hat Je-crois-en- Dieu alle anderen bei der Niederbrennung geretteten Gegenstände aufgebaut: Mikroskope, Tropenhelme, Revolver, Rasierapparate und einen Füllfederhalter. Dos Passos betrachtet lächelnd das Sammelsurium. Als er den Blick wieder hebt, sieht er in die leuchtenden schwarzen Augen einet jungen Dschungelschönheit, die bewegungslos in einem Winkel der Hütte kauert. Sie lacht den weißen Mann an. Mit einer herrischen Bewegung weist Je-crois-en-Dieu sie hinaus.
„Du hast eine schöne Frau, Amigo!" lobt Dos Passos.
„Nir Frau — Freundin von mein Herz", strahlt der Häuptling. „Frau so —" Er zeigt das doppelte seiner eigenen Körperfülle.
„Hm, hm", macht Dos Passos, er kann ein Lachen kaum unterdrücken.
Plötzlich verwandelt sich Je-crois-en-Dieus bisher freundliches Gesicht in eine zornige Grimasse. „Du mich jetzt auch machen große Zauberer oder ich dich machen Kopf ab."
'Fortsetzung folgH
ling endgültig mit.
Verdunkelungszelt:
27. April von 21.39 bis 5.28 Uhr.
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j-adt e'mgedrungen und haben dann ihren Vormarsch in östlicher Richtung fortgesetzt. Gleichzeitig m-rden erbitterte Kämpfe in den umliegenden Ber- gn gemeldet.
Da« neue deutsch-türkische Wirtschaftsabkommen.
Vom Schicksal verweht
Roman von Holla Gutkelch
Oer Wegbereiter der optischen Industrie
Zum 100. Geburtstag von Ernst Leih.
skvp. Obwohl selbst nur handwerklich geschult, baute er auf den theoretischen Grundlagen seines Vorgängers mit klarem Verstand auf, erwarb eine Fähigkeit, komplizierte optische Systeme zu beurteilen und zu korrigieren. Ernst Leitz machte es sich zur Aufgabe, Biologen und Medizinern Forschungsinsttu- mente in die Hand zu geben, die höchste Leistungsfähigkeit mit praktischer Form und erschwinglichem Preis verbinden sollten. Seine Erfahrungen gestatteten ihm, Serien herzustellen, welche in Einklang mit dem steigenden Bedarf waren. Seine Mikro- skope trugen seinen Namen bald in die ganze Welt, sie erwarben ihrem Hersteller durch die zuverlässige Gleichmäßigkeit ihrer Qualität die Wertschätzung und
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in einer exotischen Hafenstadt des Mordes bezichtigte deutsche Aerztin mit Hilfe des modernen kriminalistischen Fahndungsa))parates Stück für Stück eines im Verhör nicht preisgegebenen Lebens ans Licht gezogen wird, wie das Vergangene und das Gegenwärtige mit bestürzender Vehemenz und Prä- zision ineinandergreifen und sich überschneiden, das
Plötzlich horchen die beiden Männer auf. Die frömmeln, die seit dem Vormittag nicht aus- |e ien, schweigen. Lewis und Dos Passos gehen wm Fenster. Im undeutlichen Licht des Mondes e en sie, wie eine Anzahl kleinerer Palmen am Kinde der Dschungel ihre Blattkronen langsam zur Itoe neigen. Dos Passos scharfe Augen erkennen, te die Bäume durch daran befestigte Sette zu 8-iden gezogen werden. Die Schwarzen befestigen bi Seile, als die Palmen flach am Boden liegen, a Holzpflöcken.
Luch Lewis hat die eifrig hin- und herlaufenden scywarzen bemerkt. „Jetzt geht's los! Jetzt können D2 mal zeigen, ob Sie auch was anderes können bl klug reden!" schreit er wütend.
I Ms der andere keine Miene verzieht, löscht Lewis bi Lampe, holt sein Gewehr und geht zum Fenster iirütf, da kommt wieder Leben in Dos Passos. Baissen Sie das Gewehr, Lewis — daß es so nicht Wot, wissen mir doch."
Bob läßt die Patrone in den Lauf springen- i Sachen Sie, was Sie wollen, ich habe ferne Lust, h'retroegen hier zu verrecken." Er hebt das Ge- I«hr. .. , .
Da packt Dos Passos den Lauf, drückt ihn herunter. |.fs wird nicht geschossen", befiehlt er.
Lewis versucht ihm die Waffe zu entreißen. „Sos- d en — verdammt noch mal!" Mit etnm SHurf -riwindet er Dos Passos das Gewehr und will aus
Fenster zielen. ..
I Da springt Dos Passos hinzu, drängt ihn zur süte. So heftig wehrt sich der Jüngere, daß D sklssos ihm in aufbrausendem Zorn über lernen Iw erstand einen Kinnhaken chot. Lewis sackt zur hoe, verliert aber nicht das Bewußstein und steht p nächsten Augenblick, wenn auch em wenig tau- nllig, wieder auf den Füßen. 2nohnnmchigem >fß greift er den Stärkeren tutend rmgen » beiden Männer miteinander. Sie haben Dschun [Emeger und Perfistin-Jnjektionen vergessen, ganz p ntamarra ist ihnen gleichgültig, sie fa™Pje «./. l''ander um Sein oder Nichtsein Der Preis he ßt p-ginio. Die Dschungelneger draußen sind »vischen nicht untätig gewesen. Fast alle lunge i Zürnen im Umkreis der Lichtung haben ihre
Bertragshilfe für ungültig erklärte Lieferverträge.
Die Vertragshilfeverordnung findet auch auf L-ferverträge Anwendung, die durch eine im Rah- irm der Wirtschoftslenkung ergangene Anordnung fr ungültig erklärt werden. Jeder Vertragsteil kin die Vertragshilfe des Richters zur Abwicklung der Rechtsbeziehungen in Anspruch nehmen.
Am gestrigen Montag, 26. April, jährte sich zum 100. Male der Geburtstag von E r n st L e i tz, eines Mannes, der hervorragenden Anteil an der Entwicklung der deutschen optischen Industrie hatte. Ernst Leitz hat zwar die optische Industrie in Wetzlar nicht gegründet, er trat aber noch sehr jung in fie ein, kurz nachdem sie durch den Tod ihres Gründers Carl Kellner jo gut wie führerlos geworden war. Er übernahm die kleine Werkstatt, in welcher nur wenige Mechaniker und Optiker beschäftigt waren, gab ihr seinen Namen und baute innerhalb weniger Jahrzehnte eine Industrie auf, die Tausende von Facharbeitern beschäftigt und in der ganzen Welt rühmlich bekannt ist.
Ernst Leitz wurde am 26. April 1843 in Sulzburg in Baden geboren. Der Vater war dort Lehrer und Kantor. Nach dem Schulbesuch kam der Junge nach Pforzheim in die Werkstätte von Oechsle als Mechanikerlehrling. Nach der Lehre unternahm der Junggehilfe Ernst Leitz, wie damals üblich, seine Wanderschaft, die ihn in die benachbarte Schweiz führte. Während er bei seinem Lehrmeister schöne Präzisionsinstrumente für die verschiedensten Zwecke angefertigt hatte, sah er in der Uhrenindustrie des welschen Jura, in NeuchLtel, wie für weitverbreitete Zwecke beste Präzisionsarbeit in großen Serien geleistet und wie dies durch weitgehende Aufteilung der Arbeit, durch Svezialisierung des Arbeiters und durch systematische Verfeinerung der Bearbeitungsmethoden erreicht wurde. Was er dort als vorurteilsloser junger Mechaniker in sich aufnahm, war für seine Lebensarbeit richtungweisend.
Nach Deutschland zurückgekehrt, kam Ernst Leitz noch nicht 21jährig, nach Wetzlar, wo Meister Belthle, der Nachfolger von Carl Kellner, dessen optisch-feinmechanische Werkstatt in bescheidener Form weiter betrieb. Hier fand Ernst Leitz seine Lebensgefährtin und wurde seßhaft. Meister Belthle war, wie sein Vorgänger, krank und starb bald. Carl Kellner war ein Mathematiker gewesen, und seine handwerkliche Tätigkeit hatte zunächst nur den Zweck, seinen theoretisch aufgebauten Berechnungen Gestatt 3if geben. Dementsprechend beruhte der Ruf der ersten in Wetzlar verfertigten opttschen Instrumente, Teleskope und Mikroskope, auf der Gute der errechneten Linsen, während die mechanische Ausstattung zunächst primitiv blieb.
Nach der Uebernahme durch Ernst Leitz kam eine harmonische Entwicklung. Ohne die Optik zu vernachlässigen, widmete er sich besonders der Verbesserung der 'Mechanik und fand mit sicherem Instinkt den richtigen Weg. Zu einer Zeit, wo das Mikroskop erst spärliche Verwendung fand und für die meisten Forscher ein unerschwinglicher Wunschtraum war, ahnte er dessen kommende Bedeutung und Verbreitung. Er gab den Bau der Teleskope auf und konzentrierte seinen ganzen Fleiß auf das Mikro-
jftanbul, 24.April. (DNB.) Vor der türkischen l esse sprach der Gesandte Dr. C l 0 d i u 5 -über das tue deutsch-türkische Abkommen, das im wesent- icien eine Fortsetzung des Abkommens vom Okto-
1941 ist und bekanntlich bis Ende Mai 1944 aiten soll. Der vorgesehene Handelsaustausch im Hi fang von 120 Millionen RM. jährlich bedeutet, ebenso wie auf Grund des bisherigen Abkom- m ns ein Güteraustausch von 10 Millionen RM. ir Monatsdurchschnitt vorgesehen ist. Tatsächlich sei jzioch mit einem größeren Güteraustausch rechnen, weil aus dem alten Vertrage noch Rest- Ü, erungen hinzukommen, ebenso wie auf Grund des fr- Türkei gewährten Rüstungskredites. Insgesamt ij dadurch mit einer Jahreslieferung von etwa 320 k llionen RM. zu rechnen. Damit dürfte Deutsch- Icd wieder an die Spitze der türkischen Handelspartner rücken. Insgesamt ist frrch das neue Abkommen der nach den heutigen siloduktions-, Bedarfs- und Transportbedingungen
Aus der Siadi Gießen.
Aon der Reise zurück.
Die Gartenrotschwänze sind jetzt von ihrer Winterreise wieder in den Stadt- und Laubengärten eingetroffen. Sie waren in Westafrika und sind über Spanien und Frankreich gereist. Das Männchen ist sehr hübsch, Kopf und Hals sind, schwarz, die Unterseite ist rostrot, und auf dem Scheitel leuchtet ein weißes Diadem. Die Weibchen sind unscheinbarer, aber auch bei ihnen zuckt und wippt der brandrote Schwanz häufig. Der Gesang ist kurz, aber klangvoll wie ein Signal. Im Mai werden in den lockeren Nestern, die oft in Höhlungen gebaut sind, in etwa vierzehn Tagen die sechs oder sieben Jungen ausgebrütet, die dann schon Anfang Juni mit dem Schwanz wippen können wie die Alten. Sie sind dann bald selbständig und fangen sich ihre Fliegen und Käfer allein.
In dieser Woche trifft in den Laubwäldern und großen Parken auch der Pirol ein. Zum jungen Laub der Buchen paßt sein goldgelbes Gefieder am besten. Den Winter über waren unsere Pirole in Kamerun ober in Südostafrika, aber auch in den Urwäldern am Kongo. Obwohl sie eine weite Reise
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die Dankbarkeit aller Gelehrten. Cs entstand bald in Wetzlar die größte spezielle Produktionsstätte der Welt für Mikroskope.
Schritt für Schritt wurde gleichzeitig bewunders- werte soziale Arbeit geleistet. Jrn Jahre 1864 bei seiner Ankunft _in Wetzlar hatte Ernst Leitz dort knapp ein Dutzend Optiker und Mechaniker vorgefunden, welche, so gut es ging nach den von Carl Kellner hinterlassenen Mustern weiterarbeiteten. Ernst Leitz' bahnbrechender Tätigkeit war es zu verdanken, daß in wenigen Jahrzehnten Wetzlar einer der wichtigsten Standorte der optischen Jndusttie wurde. Nicht nur seine außergewöhnliche fachliche Tüchtigkeit, sondern auch seine menschlichen lugen-- den gaben ihm die Fähigkeit, Leute an sich zu fesseln urtib selbst Mittelpunkt einer ihm in Liebe und Verehrung ergebenen Arbeitsgemeinschaft zu werden. Es wuchs allmählich eine Gefolgschaft heran, bei welcher die charakterliche Sauberkeit, die offene, heitere Lebensauffassung und die berufliche Gewissenhaftigkeit des Meisters tonangebend waren. Diesem lag es am Herzen, seinen Gehilfen die bestmöglichen Lebensbedingungen zu geben und sie im wahrsten Sinne des Wortes zu Mitarbeitern zu erziehen. Er verlangte von ihnen nichts, was er nicht selbst leisten konnte, war maßvoll in allem, was er tat, persönlich anspruchslos, gerecht gegen jeden und von größter Herzensgute. Bis ins hohe Alter blieb er der rüstige, körperlich und geistig elastische Leiter seines Werkes, der väterliche Freund feiner Gefolgschaft und der verehrte Ehrenbürger seiner Wahlheimat.
Der erste Weltkrieg brachte dem mit Gelehrten der ganzen Welt befreundeten Manne eine große Enttäuschung, hatte er doch geglaubt, daß Wissenschaft und Technik die Völker verbinden würden. Das Ende jenes Krieges brach dem guten Deutschen das Herz. Er suchte Erholung in einer Reise zu den Stätten seiner Jugend. Einige Tage vor seinem Tode warf er in Basel einen letzten Blick nad) dem Schwarzwald und dem Markgräflerland. Dann weilte er im Jura geb irge, wo er so wichtige Grund- säße seines Berufes empfangen hatte, und am 10. Juli 1920 fand in Solothurn fein fruchtbares Leben ein Ende.
Ernst Leitz hatte der Wissenschaft und damit der Menschheit treu gedient. Henri Dumur.
krönen jetzt zur Erde geneigt. In die Krone jedes Baumes fetzt sich ein Krieger, ein anderer stellt sich mit einem langen Buschmesier neben dem strafft gespa unten Seil auf.
Plötzlich ein durchdringendes Kreischen, als habe ein Papagei eine Baumschlange entdeckt. Das Signal kommt von den Lippen des Anführers. Gleichzeitig heben alle neben den gebeugten Palmen stehenden Neger das Buschmesser und durchschlagen vie Seile.
Mit einem Ruck schnellen die Bäume, von den Halteseilen befreit, in ihre ursprüngliche Lage zurück und schleudern die in ihren Kronen hockenden Neger in die Luft.
Mit großem Schwung landen die Schwarzen auf dem 2)ad) des Bungalows ober am Boden neben der Hauswand.
Weder Dos Passos noch Bob Lewis haben die Vorgänge um den Bungalow bemerkt. Verbissen miteinander ringend wälzen sie sich am Boden, als die Zeltleinwanddecke durch die auf ihr landenden Neger herabgerissen wird und die Kämpfenden unter sich begräbt.
Fünf Minuten später sind die beiden Aerzte sehr erstaunt, daß sie sich noch unter den Lebenden befinden. Die Dschungelneger haben sie nicht mit ihren Speeren als Mahnmal für alle Weißen an tzie Holzwände des Bungalows geheftet, sondern ihnen Bastfesseln angelegt und führen sie auf unbekannten Wegen immer tiefer in die Dschungel hinein.
Der Mond ist ganz herausgekommen. Bob Lewis muß an Virginia denken. Ob sie weinen wird, wenn sie hört, daß er nicht mehr zurückkommt? Sicher wird sie meinen, aber nicht um ihn, sondern um den anderen.
Auch Dos Passos, der neben ihm geht, denkt cm die junge Aerztin. Er macht sich Vorwürfe. Warum hat er es geduldet, daß dieser hübsche, nicht ganz charakterfeste Junge mit in die Dschungel kam? Morgen früh werden sie beide nicht mehr leben, und Virginia ist ganz allein.
Trommeln schreckt die beiden Weißen aus ihren Gedanken. Der Urwald beginnt sich zu lichten. Schilfhütten tauchen auf, aus deren Türöffnungen neugierig und triumphierend Negerfrauen blicken. Dos Passos und Lewis werden auf einen freien Platz, der von Hütten umgeben ist, geführt.
Etwa zwanzig Dschungelneger sitzen dort im Kreise, ihre Hände schlagen auf grell bemalte Trommeln in jagendem Rhythmus. In der Mitte des Kreises brennt ein großer Holzstoß. Dor dem Feuer
erwartungsvollen Aufmerksamkeit und Anteilnahme eines großen Publikums gewiß fein. Das Interessanteste in diesem Falle ist aber nicht so sehr die (übrigen 5 allenthalben respektable und fesselnde) Darstellung, sondern die Handlung, vielmehr die Art und Weise, wie die Handlung vor der Kamera entroif- kett wird: Stil und Technik der Filmdramaturgie. Der Stoff, den das — nach einer Idee von Bert Roth — von Peter Groll und dem Spielleiter Rolf Hansen gemeinsam geschriebene Drehbuch liefert, ist im Kern ein Kriminalfall; das wäre an sich nichts Besonderes oder auffällig Neues. Bemerkenswert ist indessen, wie der Kriminalfall, der bis zuletzt im Zentrum der Ereignisse steht, zum Anlaß genommen wird, die Vorgeschichte schrittweise auf- zurollen und in sehr geschickt und folgerichtig ineinander komponierten Szenen bie Chronik eines menschlichen Sch!icksals zu schreiben: so, daß man von Kapiteln eines Romans sprechen könnte, in. denen die entscheidenden Stationen eines ungewöhnlichen und unglücklichen weiblichen Lebens eingefangen sind. Die mit so instinktsicherem Gefühl gehandbabte Fähigkeit, einen ursprünglich epischen Vorwurf mit echt filmischen Mitteln zu gestalten, haben wir bisher nur bei den Franzosen (Sascha Guitry) gefunden. Wie im Veäaufe des Verfahrens gegen eine
zum Ende verfügt, sehr unterschiedlicher Natur sind: teilweise ganz echt und schlicht menschlich, teilweise aber auch viel gröber, im Sinne des Sensationsfilms und des Kolportageromans. Eine deutsche Hansestadt, eine Schweizer Klinik, ein Pariser Sechstagerennen, Hotel, Quarantänestation, Gefängnis und Farm in Uebersee —: das sind die wichtigsten Schauplätze eines abenteuerlichen, durch eigene Schuld, durch schlimme Zufälle und mißgünstiges Schicksal saft hoffnungslos verdorbenen, ganz zuletzt er ft vor trostlosem Zusammenbruch und gänzlichem Versinken geretteten Daseins, — vom Spielleiter Rolf Hansen mit genauem Blick für unmittelbare Wirkung gestaltet, vom Photographen Franz Weihmayr sehr plaftisch und lebendig ausgenommen. Die Aerztin Dr. Vera Meiners spielt Zarah Leander mit einer an den komödiantischen Möglichkeiten der Rolle entzündeten Virtuosität, großäugig, halblaut, mit einer gleichsam nach innen getriebenen, verhaltenen Leidenschaftl'ich- keit, in den unvermeidlichen Chansons übrigens konzentrierter und weniger maniriert als m ihren letz ten Filmen. Hans Stüwe mit ernster, gesammelter Männliichkeit als Jan Meiners, Karl Hauben« reifer als fanatisch spürsinniger Staatsanwalt, Hilde Körber, sehr eindrucksvoll in der Gestalt einer angstverstörten Mutter, sind neben der Leander die darstellerisch prägnantesten Figuren. Mit einer sympathischen Intensität unverbrauchten Gefühls debütiert die junge Jutta v. Alpen. Vom Ensemble seien ferner Karl Martell, Rossano
Wie Reuter meldet, erklärte der Sonderbotschaf- tc Roosevelts in Indien, William Philips, vor feier Abreise nach den Vereinigten Staaten, er boe gebeten, Gandhi sehen zu dürfen. Die Be- hirden hätten ihm dies jedoch verweigert»
*
Der USA.-Gesandte in Kairo, Alexander Kirk, Mleich Gesandter in Saudisch-Arabien, hatte Be- fp echungen in Dschidda, der arabischen Hafenstadt an Roten Meer, über die Anwendung des Pacht- ilid Leihgesetzes auf Saudisch-Arabien sowie die I tigkeit nordamerikanischer „Sachverständigen"- 5anmissionen in diesem Lande. Kirk ließ sich da- bi. von zwei USA.-Generalstäblern und einigen ^chnikern begleiten.
liegt auf einer mit Blättern und Blüten geschmückten Bahre — Tonga-Tonga. Um ihn tanzen mit verrückten Gebärden zwei Neger, die grauenerregende Todesmasken aus Holz tragen.
Die schauerliche Zeremonie zerrt an Lewis Nerven. Dos Passos muß trotz der drohenden Gefahr über Tonga-Tonga lächeln, der sich vor eingebildeten Schmerzen auf seiner Bahre krümmt.
In einiger Entfernung hockt der große Häuptling Je-crois-en-Dieu. Er ist ein starker Mann von respektheischendem Aeußeren mit schlauen Augen. Ueber der Schütter trägt er ein Leopardenfell und um die Hüften einen Schurz aus bunten Glasperlen. Neben ihm hocken demütig feine beiden Unterhäuptlinge. Er winkt mit der Hand der Bewachung der beiden Aerzte zu: „O Kalorna!"
Dos Passos und Lewis werden an die Bahre Tonga-Tongas geführt, der unglücklich seine Augen gen Himmel schlägt. Je-crois-en-Dieu erhebt sich schwerfällig und tritt zu den Gefangenen, deren Fesseln er ourchschneidet. Dann macht er ein Zeichen, das die Trommeln verstummen läßt. Er deutet auf den gräßlich stöhnenden Tonga-Tonga und sagt drohend zu Dos Passos: „Er sterben, weil du ihm Teufel in Bauch gezaubert haben. Neger haben Angst vor Teufel, darum wir tragen Tonga-Tonga jetzt in Feuer. Feuer machen kaputt Tonga-Tonga, machen kaputt weiße Männer, machen kaputt Teu- sehzauber!"
Die Neger, die die beiden Aerzte begleitet haben, bilden jetzt zwei Reihen von der Bahre zum Feuer. Sie halten ihre Speere so, daß eine Gosse aus Speerspitzen enffteht, aus der es kein Entkommen gibt. Grimmig zeigt Je-crois-en-Dieu auf den flammenden Holzstoß. „Ihr jetzt gehen in Feuer oder Je-crois-en-Dieu euch machen gehen!"
„Aber Je-crois-en-Dieu", versucht Dos Passos Um umzustimmen, „ich habe Tonga-Tonga nichts Böses getan. Ich habe ihn geimpft, weil ich ihm helfen wollte."
„Worum du ihm dann haben Teufel-Peso in seinen Bauch gezaubert?" will der Häupllirrg wissen.
Dos Passos sieht eine Möglichkeit, dem Tod zu entkommen. „Aber deswegen brauchst du ihn doch nicht zu verbrennen! Den Teufel-Peso kann ich ihm doch wieder herauszaubern." Er greift verstohlen in die Hosentasche und tritt zu Tonga-Tonga. Beschwörend hebt er die Hände, haucht den auf der Bohre liegenden Neger an. „Abrakadabra — sim- sala bim!" murmelt er geheimnisvoll. Die kleine Gemeinde der Neger spürt den Herrenmenschen, sie sehen plötzlich in ihm nicht mehr deu gehaßten
in.
kleine politische Nachrichten.
Der Führer hat dem Admiralinspektor der Sicgsmarine des Großdeutschen Reiches, Groß- ühtrral Raeder, in einem persönlichen Schrei- hi die herzlichsten Glückwünsche zu seinem heutt- sti Geburtstag ausgesprochen.
*
Die -P anzergren adi erd i visio n „Dos Reich" ü-rreichte Reichsminister Dr. Goebbels durch Rit- tkkreuzträger -Standartenführer Harmel 1527123 Anchsmark für das Kriegs-Winterhilfswerk. Dieses hhe Ergebnis wurde von den Männern dieser kvision während des Einfatzes in der Schlacht um (Mrtoro erzielt.
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tzen erolleutnant Mac Neil, der Oderkommandie-- ttibe der USA.-Landtruppen in Nordaffika, wurde -e der tunesischen Kampffront verwundet. General- ifc tnant Lear, Kommandeur der 2. Armee, wird Cfeien Posten übernehmen.
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5n der Festung Gibraltar ist ein bolschewistisches luppenfontingent eingetroffen, lieber seinem Lüg'platz weht eine rote Fahne mit Hammer und Echel. Unter der spanischen Grenzbevölkerung in Ebraltar selbst hat diese Tatsache großes Aufsehen
uns lebhaft begrüßt, wobei „Dschuriyet" darauf lyiroeift, daß in den beiden letzten Tagen bereits L-ferungsverttäge in Höhe von 8 Mill.' TPfd. im Jrijmen des neuen Abkommens abgeschlossen rour-
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