Harte Abwehrkämpfe südlich und nördlich Orel
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es nach den bitteren Erfahrungen, die die einzelnen Länder unseres Kontinents im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte mit dem Bolschewismus machten, niemand mehr, der auf sie noch hereinfallen könnte. Schon nach Lenins Worten ist die Rote Armee der Schrittmacher und das machtpolitische Vollzugsorgan der von den Moskauer Kremljuden planmäßig organisierten bolschewistischen Weltrevolution. Ä)re zahlenmäßige Stärke sowie der gewaltige Umfang ihrer Rüstung, die das Reich und seine Verbündeten im Sommer 1941 zum Kampfe stellten, beweisen klar das Ausmaß der bolschewistischen Eroberungspläne, die die Rote Armee im Verlaufe dieses Krieges verwirklichen sollte. Angesichts dieser Tatsachen bemüht sich die „Prawda" vergeblich, wenn sie die Eroberungsziele der Roten Armee, die geschichllich längst erwiesen sind, mit faustdicken Lügen abzustreiten sucht. Deutschland und mit ihm die überwiegende Mehrzahl der europäischen Völker wissen, daß nur über die Trümmer der Roten Armee der Weg zur endgültigen Vernichtung des Bolschewismus fiihrt.
mäßig kurzes Verbindungsstück, das noch nicht in die allgemeinen Operationen an der Ostfront hinein- gezogen worden ist. Diese Frontaktivierungen einmal vom Ilmensee nach Süden und dann nördlich von Drei zeigen den Willen der Sowjets, aus ihren bisherigen Teilerfolgen irgendwie noch zum züsam- menfassenden großen Erfolg zu kommen.
Die Schwerpunktbildung der Sowjets bei Orel hat bischer nichts genutzt. Nördlich und südlich dieser Stadt haben sich unsere Divisionen, wie am Freitag gemeldet wird, „in sehr harten Abwehrtämpfen hervorragend geschlagen", obwohl der Feind besonders nördlich von Orel neue Infanterie- und Panzerverbände heranführte.
Und nun das Gegenstück zu Orel. Die erfolgreichen Kämpfe der Vortage in dem Raum zwischen Donez und Dnjepr — dort wollten die Sowjets in breiter Front an den Dnjepr heran — haben den Weg für „angreifende deutsche Divisionen" frei gemacht, die im Raum südwestlich von I s j u m den geschlagenen Feind weiter nach Norden und Nordosten zurückwarfen. Wir lesen: „Mehrere sowjetische Kampfgruppen wurden eingeschlossen, andere starke Truppenverbände zerschlagen.
Man hätte sich in Moskau Feststellungen solcher Art ersparen können, denn in ganz, Europa gibt
Das Tauwetter an der Ostfront hat bis weit in den mittleren,' Abschnitt üb er gegriffen. Selbstverständlich: Die deutsche Kriegführung hofft nicht auf den General „Tauwetter". Solche bequemen „Generale" haben nur die Engländer. Das ist ihre Spezialität, nicht die unsrige. Die lebhafte, bewegte Ausdrucksweise des Wehrmachtberichts vom 26. Februar macht klar, daß die deutsche Heeresleitung nicht vom Tauwetter, sondern von operativen Maßnahmen Erfolg erhofft. Dabei sei zugege-' den, daß auch die Sowjets, die ja jetzt den eigentlichen Siegespreis ihrer bisherigen Anstrengungen seit dem 19. November an sich reißen wollen, sehr rege sind. So hat der Feind südlichdes Ilmensees seine starken Angriffe'auf weitere Frontabschnitte ausgedehnt: Angriffe, die unter blutigen Verlusten gescheitert sind, obwohl sie mit überlegenen Infanterie- und Panzerkräften vorgetragen wurden. Wir erinnern uns, daß am Donnerstag eine ähnliche Erweiterung der sowjetischen Angriffstätigkeit im mittleren Frontabschnitt von Orel nach Nord en'zu bis in die Gegend von Gshatsk, etwa Halbwegs zwischen Wjasma und Borodino, gemeldet wurde. Es ist also nur noch ein Verhältnis
Deutsche Lampffliegerverbäude versenkten in den Gewässern des Nordkaps aus einem nach Osten laufenden Geleitzug nach bisher vorliegenden Meldungen einen Frachter von 6000 VRT. und beschädigten durch Bombentreffer vier weitere Schiffe.
An der nordafrikanischen Front wurde das Angriffsunleruehmen in den mitteltunesischen Bergen abgeschlossen. Starke ASA.- und englische Verbände wurden zerschlagen oder schwer angeschlagen. In diesen Kämpfen, bei denen der Feind hohe blutige Verluste hatte, wurden insgesamt fast 40 00 Gefangene eingebracht, 235 Ponzer, 169 Panzerspähwagen und 160 Geschütze und Selbstfahrlafetten erbeutet oder vernichtet. Sturzkampfflugzeuge griffen mit gutem Erfolg erneut Geblrgsstellungen des Feindes an. Bei einem Angriff schneller deutscher Kampfflugzeuge auf einen vorgeschobenen Stützpunkt an der Südo st front wurde eine größere Zahl feindlicher Flugzeuge am Boden vernichtet oder beschädigt.
Britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Rächt vorwiegend auf Wohnviertel einiger Orte in West- und Südwesldeulschland Spreng- und Brandbomben, iLCL auf das Stadtgebiet von Nürnberg. Die Bevölkerung hatte Verluste. Sechs der augreifenden Bomber wurden abgeschosseu.
wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, fehlen deutsche Unterseeboote ihre Schlage gegen den feindlichen Nachschub erfolgreich fort Sie verfolgten die Reste des in der Sondermeldung vom 24.2. genannten großen Geleilzuges, desfeu nunmehr sechstägige Bekämpfung an Kommandanten und Besatzungen die härtesten Anforderungen stellte. Sie griffen im Atlantik und im Mitte l m e e r andere schwer gesicherte Geleitzüge an und führten im Seegebiet von Kapstadt Harle Linzelkämpfe durch. Bei diesen Operationen । versenkten fiewlederum17Schlffe mit 107 800
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Raum südlich des Ladogasees erreichte die BRT. und torpedierten fünf weitere Schiffe, von gesteckten Ziele. Gegenstöße des Feindes blieben er- denen einige ebenfalls als gesunken zu bekrachten find.
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Die Lcmdesversorgung, die Landesverteidigung, die ständig wachsenden Einfuhrschwierigkeiten für alle Produkte, die Verteilung der Transporte mit den immer größer werdenden Schwierigkeiten in der Aufrechterhaltung und im Abschluß von Wirtschaftsabkommen mit den kriegführenden Staaten hätten tief in die öffentlichen Finanzen eingegriffen. Die Zukunft des Landes hänge auch vom eigenen Willen und der Einsicht der Schweiz ab.
„Keine Eroberungsziele."
Stockholm, 26. Febr. (DNB.) Wie der Mos- kauer Rundfunk gestern meldete, gelangt die „Prawda", das offizielle Blatt der Sowjetunion, in ihrem letzten Leitartikel zu der Feststellung: „Die Rote Armee verfolgt keine Eroberungsziele. Sie wurde nicht für die Unterjochung fremder Völker geschaffen."
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DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am Kuban-Brückenkopf und an der Istiusfront fanden gestern bei anhaltendem Tauwetler nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt.
Im Raum südwestlich Issum warfen die aagreisenden deutschen Divisionen den geschlagenen Feind weiter nach Norden und Nordosten zurück. Mehrere sowjetische Kampfgruppen wurden einge- schlossen, andere starke Truppenverbäude zerschlagen. Die Gefangenen- und Beulezahlen wachsen.
westlich der Linie Charkow — Kursk tämpfen unsere Truppen in elastischer Kampfführung mit vordringenden feindlichen Kräften. Lamps- und Nah- kampffliegergeschwader zersprengten feindliche Panzerspitzen sowie Truppenansammlungen in den Bereitstellungsräumen und bombardierten mit nachhaltiger Wirkung Nachschubbeweguugeu der Sowjets auf Bahnen und Straßen.
Südlich und nördlichOrel haben sich unsere Divisionen in sehr harten Abwehrkämpfen wiederum hervorragend geschlagen. Der Feind, der mit neu herangeführten Infanterie- und Panzerverbänden auch gestern besonders nördlich Orel angriff, wurde in schweren Kämpfen abgewiesen. In einigen Einbruchsstellen dauern die Kämpfe noch an. Die Sowjets erlitten erneut empfindliche Menfchen- und Panzerverlusle.
Südlich des Ilmensees dehnte der Feind feine starken Angriffe auf weitere Frontabschnitte aus. Die mit überlegenen Infanterie- und Panzer- krästen vorgelragenen Angriffe scheiterten unter blu-
feiner Genesung gleich wieder zum Training nach dem Nürburgring führ, bis Köln begleitet und war nun auf dem Wege nach Essen, wo sie übernachten wollte, um morgen früh nach Hammerkott weiterzufahren. Nun mußte diese verwünschte Panne dazwischenkommen. Es war zu dumm!
Ihm gefiel dieses schweigsame Nebeneinandersitzen nicht sonderlich.
„Nun — wie fährt es sich denn in einem so feudalen Wagen?" bemerkte er wie beiläufig und schielte vorsichtig zu ihr hinüber. „Gut — ja?"
Sie sah abweisend geradeaus.
„Nachtragend fein ist ein Vorrecht kleinlicher Menschen", dozierte sie als Antwort. „Also, passen Sie auf, daß ich Sie nicht falsch einschäge — sofern Ihnen daran gelegen ist."
„Ich möchte sogar sehr darum bitten. Uebrigens — ich heiße Werner —"
Seine stets gleichbleibende, unbekümmerte Grad- heit entwaffnete sie.
„Und mich nennen die Menschen Reni", fiel sie etwas lebhafter ein. Ohne es eigentlich zu wollen, begann dieses Abenteuer ihr Spaß zu machen.
„Vorname oder Zuname?" fragte er belustigt.
„Dieselbe Frage könnte ich auch an Sie richten, Herr Werner. Sie scheinen übrigens sehr viel Talent zum Untersuchungsrichter zu haben."
Du hättest mich ja aussprechen lassen können, dachte er. Bleiben wir also beim Werner. Reni wird vermutlich auch nicht stimmen.
„Ja —", meinte er schmunzelnd, „Menschen, die man so von der Landstraße aufliest — da muß man doch wissen, mit wem man es zu tun hat. Sind Sie hier in dieser Gegend zu Hause?" forschte er ungeniert weiter.
„Wie man's nimmt — ja und nein."
„Komischer Fall", bemerkte er trocken. „Also irgendwo ausgerückt, was?"
Ein ganz unglaublicher Kerl, dachte Renate. Aber sie vermochte nicht mehr, ihm böse zu sein.
„Die Sache ist mehr langweilig als komisch. Ich habe hier eine Stellung als Sekretärin bei einem Schmächtigen Generaldirektor angenommen."
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Glück auf, Renate!
Roman von Ernst Erau.
Weg in feine Zukunft gibt: den mit Fanatismus : und Glauben erkämpften Sieg der deutschen \ Waffen.
Wie der Führer mit Stolz von sich selber sagen i darf, daß feine alten Kämpfer den Fanatismus und den Glauben von ihm gelernt haben, so gilt uns । allen heute fein Beispiel aus der Zeit des Kampfes i um die Macht, in dem „jeder Anschlag der Gegner . und ihre scheinbaren Erfolge" ihn „nur noch verbissener machten" in feiner „Entschlossenheit, auch nicht einen Schritt vom Wege abzuweichen, der früher oder später zum Ziele führen mußte"! In diesem Fanatismus und Glauben hat er den Weg bis zum Ziele sich erzwungen, und der gleiche Wille erfüllt ihn heute, die ihm vom Schicksal übertragene - Aufgabe bis zur letzten Konsequenz zu lösen. Wir aber folgen ihm, Mann für Mann und Frau für Frau auf diesem Wege, dem abermals emsigen und * 1 alleinigen in eine bessere deutsche Zukunft und ins ewige Leben des Volkes.
In der bedingungslosen Zustimmung zur neuen Reichsidee und der sie erfüllenden nationalsosialisti- schen Gedankenwelt gehen wir unseren Weg durch diese Zeit, in der zugleich auch die Partei ihre zweite große historische Aufgabe erfüllen wird, die der Führer mit Sen Worten kennzeichnete: „Die deutsche Nation unentwegt aufzurütteln, ihr die Größe der Gefahren klarzumachen, den heiligen Glauben an ihre Ueberwindung zu stärken, schwachen Naturen Kraft einzuflößen, Saboteure aber rücksichtslos zu vernichten."
Wie oft es schon gesagt sein mag, so muß es doch immer wieder gesagt und durch das Bekenntnis der zu Fanatismus und Glauben entflammten Herzen bestätigt und bekräftigt werden: Kein Opfer kann uns auf diesem Wege zu groß und fein Einsatz zu schwer fein, denn e 5 geht um alles, um unser nacktes Leben und zugleich um die große deutsche Erfüllung aller Zeiten und darüber hinaus in unabdingbar totaler Entscheidung um ganz Europa. Darum ist es notwendig, daß wir alle dazu beitragen, die vom Führer geforderte „Mobilisierung der seelischen und materiellen Werte Europas durchzuführen, wie dies unser Kontinent in seiner mehr- tausendjährigen Geschichte bisher noch nie erlebte."
Vorbehalte und Rücksichten gibt es nicht mehr, weder in bezug auf die Opportunisten des bürgerlichen Lebens", wie es in der Proklamation heißt, noch in bezug auf die Heranziehung der für den Ausbruch dieses Krieges verantwortlichen^ Länder Europas zur äußersten Leistung für den Schicksalskampf. Mit Deutschland und seinen Verbündeten steht und fällt der ganze Erdteil, und so kann es am Schluß dieses verbrecherisch entfesselten, furchtbar rasenden Krieges nur eines geben: unseren Sieg! Den Weg hat der Führer uns abermals gewiesen. Kurt Maßmann.
„Nicht mit gekreuzten Armen."
Frankreichs Beteiligung am antibolschewistischen Kampf.
Paris, 27. Febr. (Europapreß.) In einer von mehreren tausend Personen besuchten Versammlung im Pariser Palais Ehaillot (Trocadero) erklärte der Abgeordnete Philippe H e n r i o t, daß es für die Franzosen kein Abwarten mit gekreuzten Armen geben dürfe. Frankreich müsse die Rettung aus sich selber heraus versuchen durch den Einsatz für die Politik einer Zusammenarbeit mit Deutschland, wie Marschall Petain und Ministerpräsident Laval sie vorgezeichnet haben. Henriot unterstrich auch die Notwendigkeit einer Beteiligung Frankreichs am antibolschewistischen Kamps an der Seite Deutschlands. Jetzt erst gewännen die Worte der Marseillaise ihren vollen Sinn, denn die Fahnen der Barbarei bedrohten Frankreich ebenso sehr wie alle anderen europäischen Völker. Nur wenn ganz Europa geschlossen gegen die bolschewistische Barbarei zusammenhalte, könne auch der Platz Frankreichs innerhalb Europas gerettet werden.
Die politische Situation der Schweiz.
Bern, 26. Febr. (DNB.) Bei Eröffnung der Ausstellung „100 Jähre schweizerische Postmarken" hielt Bundespräsident Dr. E e l i o , der Ches des Eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartements, eine Ansprache. Nur zweimal in den letzten 10O Jahren, so sagte er, sei die Schweiz in eine so unruhevolle Zeit versetzt worden wie heute: 1870 und 19*14. Heute fei jeder in der Schweiz davon überzeugt, daß das Land im Schicksalsgang der Ereignisse noch nie an einem so gefährlichen Wendepunkt seiner Geschichte gestanden habe. Dennoch habe der politisch gerade Weg des Schweizer Volkes und feiner Behörden, ihr entschlossener Wille, die schweizerische Neutralität aufrechtzuerhalten, die Schweiz vor dem Kriege bewahrt. Wie auf militärischem, so habe sich auch auf wirtschaftlichem Gebiet nichts geändert, was das Land berechtige, die ihm durch die Kriegsoerhaltnisse aufgezwungene Ordnung zu mildern.
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Er nickte befriedigt. Sehr gut. Da hätte man also die angenehme Aussicht, sich gelegentlich einmal wiederzusehen, stellte er bei sich fest.
„In Essen?"
Diese Frage klang schon sehr viel ernsthafter, so daß sie ebenso ernsthaft antwortete:
„Ja — wenigstens in der Nähe."
„Nun — hoffentlich haben Sie da Glück mit Ihrem neuen Brotherrn", meinte er und mußte unwillkürlich an Terbrüggen denken. „Ich selbst arbeite übrigens auch hier herum irgendwo —"
„In der Stadt?"
Es fiel ihr gar nicht auf, daß sie jetzt selbst begann, Fragen zu stellen.
„Nein — etwas weiter draußen — auf Zeche Hammerkott. Aber wenn Sie hier fremd sind, dürfte Ihnen dieser Name wenig sagen —"
Hammerkott! Renate saß wie geschlagen. Das hatte ihr noch gefehlt. Gewiß, der Mann neben ihr war bestimmt nicht der üble Geselle, für den sie ihn zuerst gehalten hatte. Aber trotzdem — mochte er ihr auch gefallen, es ging ganz einfach nicht an. Wenn sie sich nicht von vornherein unmöglich machen wollte, mußte sie trachten, dieses Abenteuer so schnell wie möglich zum Abschluß zu bringen, ehe es erst weitere Kreise ,30g. Es war keine Schande, aber mit ihrer künftigen Stellung auf Hammerkott war es doch nicht gut vereinbar, mit einem der Zechenleute befreundet zu fein. Noch dazu mit einem Junggesellen, der sich hernach womöglich allerhand Hoffnungen machte. Auf die Erbin der Zeche Hammerkott hatte schon in Berlin so mancher vergeblich Jagd gemacht. — Er deutete ihr langes Schweigen anders.
„Langweiliges Thema, wie? Sprechen wir also lieber von uns."
„Aber nein", fiel sie schnell und fast ängstlich ein, „ich höre sogar sehr gern etwas darüber. Es ist gewiß ein großer Betrieb — diese Zeche Hammerkott?" Unter allen Umständen wollte sie verhüten, daß das Gespräch wieder auf persönliche Dinge abglitt. Man mußte ja sowieso bald an Ort vnb Stelle sein.
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Die Gefangenen- und Beutezahlen wachsen." Jsjum liegt am Südufer des Donez in einer Schleife, die der Fluß macht, ehe der vor einigen Wochen viel erwähnte Oskol in ihn einmündet. Jsjum liegt am Anfang des wett nach Osten ausgreifenden Donez- bogens, in dessen Bereich die glücklichen Abwehrkämpfe - der letzten Tage gegen den sowjetischen Versuch geführt wurden, vom Norden frontal nach dem Süden durchzustoßen.
„Es geht an. Annähernd viertausend Menschen I arbeiten auf Hammerkott, ohne den Besitzer Der Grube. Doch der zählt nicht weiter mit", setzte er ohne besondere Absicht achselzuckend hinzu. Er hätte in diesem Augenblick lieber von anderen Dingen ! gesprochen.
Doch diese so nebenbei hingeworfene Bemerkung I trieb ihr wieder das Blut ins Gesicht. So sprachen ] also die Leute hier vorn Vater?
„Wie soll ich das verstehen?"
Ihre Frage kam so rasch und drängend, daß er verwundert aufsah.
„Ist das so intereffant?"
Sie fing feinen überraschten Blick auf. Sollte erl sie durchschaut haben? Aber das war ja ganz un* | möglich. Sie war seit ihren Kinderjahren nicht mehr \ in Hammerkott gewesen. Man hatte sie dort sichel! schon- vergessen. Außerdem hatte sie sich so ver I ändert, daß sie schwerlich jemand miebererfenntil würbe. Nein, er hatte bestimmt keine Ahnung, wer hier neben ihm saß.
„Es interessiert mich nicht sonderlich, aber 6’1 hört sich doch immerhin merkwürdig an. Der Be- , triebsführer eines so großen Werkes müßte doy j
eigentlich an erster Stelle mitzählen."
Er zuckte die Achseln. Lächerlich, daß sie von diesem Thema nicht abzubringen war. Was gin-l sie Hammerkott und die Zeche an? Eine komisch* > Sippe, diese Mädels von heute, räsonierte er inner- t lich. , , I
„Müßte er. Natürlich. Aber unter uns gefagjd Fräulein Reni, ich begreife das ja auch nicht N ganz." Er sah, wie sie ihm gespannt zuhörte, wfl] bas eben noch gelästerte Thema machte nun ibM wieder warm. „Der Mann hat eine der größten I und ergiebigsten Gruben im ganzen Kohlenpott, m noch im Privatbesitz sind. Es muß ein geradezu 1 wunderbares Gefühl sein, einen solchen Besitz in derz Hand zu halten. Und er, er kümmert sich keinen Deut darum. Aber wenn Sie sich schon einmal ij1! den Sportberichten umgesehen haben, da können den Namen Hammerkott alle Tage finden."
„Komisch. Sie merken auch alles", konnte sie sich nicht enthalten zu svotten. „Wenn Sie mir aber nun wirklich einen Gefallen tun wollen", fuhr sie etwas versöhnlicher fort, „dann fahren Sie jetzt in die Stadt und schicken mir jemand, der meine Maschine abschleppt."
Er lächelte verschmitzt zurück.
„Natürlich fahre ich jetzt zunächst in die Stadt, nach Essen. Aber Ihnen jemand schicken ... warum? Ich denke gar nicht daran "
Sie sah'mit einer raschen Bewegung auf, als hätte sie nicht recht verstanden. Helle Zornesröte schoß ihr jäh ins Gesicht.
Aber ehe sie noch etwas entgegnen konnte, hatte er das Radon seinen Wagen geschoben.
„Weil ich Sie nämlich gleich selbst mitnehmen werde", sagte er und freute sich, daß ihm diese Ueberrumpelung so gut gelungen war. „Nein, nein ... widersprechen Sie mir jetzt nicht mehr. Das Rad wird hier auf 'das Trittbrett gestellt und festgebunden ... so ... sehen Sie, geht ganz famos ... und nun steigen Sie ein. Sie können das Rad zur Sicherheit noch festhalten ... so! Nun ... alles in Ordnung? Gut ... dann los!"
Zu ihrer eigenen Verwunderung kam sie bei alledem überhaupt nicht mehr zu Worte. Seine Stimme hatte mit einemmal etwas Zwingendes, Befehlendes an sich, das keinen Widerspruch duldete. Alles ging Zug um Zug, wie er es anordnete. Als sie einigermaßen zur Besinnung kam, waren sie schon in Fahrt.
Eine Weile saßen sie so schweigend nebeneinander. Renate wußte nicht, ob sie sich ärgern oder zu allem ja und amen sagen sollte. Hätte sie diese Situation ooraussehen können, wäre sie natürlich mit der Bahn gefahren. Sie hatte den Vater« der. nach
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Nordirlands Absage an Churchill.
Ms England den Iren 1922 die Freiheit wieder- I geben mußte, da der Widerstand der Ären nicht zu brechen war, wurde Nordirland vom Freistaat ge I trennt. Wer die Iren wollen die politische Einiauncr I der gesamten Insel, sie wollen, daß England aus der I Insel nichts mehr zu bestimmen habe. Alle Versuche I Churchills und Roosevelts, den Freistaat mtt Gewalt 1 in den Krieg hineinzuziehen, scheiterten an der ein I mittigen Abwehr der Irschen Nation. Als England 1 im April 1939 seine Rüstungen gegen Deutschland I dadurch zu ergänzen hoffte, daß seine Regierung btt I Ausdehnung der allgemeinen Wehrpflicht auf Nord- I irland vorschlug, erklärte der Präsident des irischen I Freistaates, de Valero, er habe bei der britischen I Regierung den schärfsten Protest gegen die Ausdeh- I nung des Wehrpflichtgesetzes auf die sechs norbiru I fchen Grafschaften erhoben. Auch alle Anstrengun- I gen, die Neutralität des Freistaates zu brechen und I feine Häfen zu besetzen, fchetterten an der einmüti« I gen Haltung der Iren.
In NoMrland hat zu Beginn des Krieges der > I Churchillkurs wahre Orgien gefeiert Die Führer 1 der für einen Zusammenschluß mit dem Freistaat ’ eintretenden Iren wurden verhaftet, die fäüigeii i Parlamentswahlen wurden durch einen rechtswidri- I gen Beschluß der Downingstreet verschoben, die Iren I in den sechs Grafschaften als Freiwild behandelt. f Aber, und das ist entscheidend, den Frecheitswillen der Iren haben diese Maßnahmen Nicht zu brechen vermocht, im Gegenteil: die Erbitterung gegen England und das Verlangen nach Anschluß an den Frei- I ftaat sind gewachsen. Jetzt hat sogar ein irischer Ekzbischof in einer Rede erklärt ,Zch habe nur die | eine Hoffnung, daß die gegenwärtige Krisenzett, ine j Irland durchmacht, im Endergebnis dazu führt, daß | alle Iren einem geschlossenen Staat angehören. Na lionale Einheit ist das «Streben der gesamten irischen 8 Nation, gleichgültig, ob man im Norden ober im , Süden, an der Küste oder im Innern des Landes ' mit Iren spricht." .
Dieses Einheitsbegehren hat aerobe letzt oen Briten in der Hauptstadt des von ihnen terrorisierten Gebietes, in Belfast, eine schwere Niederlage । eingebracht. Dort wurde bei einer Nachwahl in Belfast-West der Führer der irischen Dppo* 1 sition in den sechs England unterworfenen Gras- schaften, I. Seattle, zum ßabourabgeorbneten i des englischen Unterhauses gewählt. Beatties Wahl 1 wurde von der Bevölkerung mit stürmischem Beifall aufgenommen, Beattie wurde von der Bevölke- ; rung auf den Schultern durch die Straßen Belfasts getragen. Alle Bevölkerungsschichten Nordirlands hätten, so sagt er selbst einem irischen Journalisten, die von Churchill ausgeübte Diktatur satt. Die Oes- fentlichkeit habe es endlich für an der Zeit gehalten, die „alten Gangster von ©tornwnt" und Westminster zu vertreiben, wobei zur Jllusttation erwähnt sei, oaß Stormont der Sitz der nordirischen Konservativen in Belfast und Westminster das Parlaments gebäube in London ist. Gerade sein Wahlbezttk (Westbelfast), fuhr Beattie fort, sei Jahre hindurch Zeuge eines unerhörten politischen Terrorismus jener konservativen Gangster gewesen. Sie ließen nicht nur ununterbrochen bei Tag und Nacht von der Polizei Razzien in den Privatwohnungen der Bevölkerung durchführen, sondern hätten auch durch i Massenverhaftungen das soziale Leben des Landes j aus den Angeln gehoben und die Grundlage zur 1
An den beiden Eckpfeilern des Südabschnitts — bei Orel und im Donezbogen — meldet der Wehr- machtbericht 00m Freitag also im Norden eine er- , -:- folgreiche Abwehr, im Süden erfolgreiche Gegen angriffe mit wachsenden Gefangenen- und Beute- zahlen. Dom Zwischenraum dieser Eckpfeiler sagt der Wehrmachtbericht aM Freitag: „Westlich der Linie Charkow —Kursk kämpfen unsere Truppen in elastischer Kampfführung mit vordrin^ genben feindlichen Kräften." Dieser Satz zeigt, mit heftig die Sowjets trotz ihrer ungeheuren Verluste und trotz des gerade in diesem Abschnitt „mit nach haltiger Wirkung" spürbaren Einsatzes der deutschen Luftwaffe um einen entscheidenden Erfolg in Rich' tung auf den Dnjepr kämpfen. Es ist derselbe, nut um einige 10 ober 20 km voroerlegte Kampframn, in bem Timoschenko Mitte Mai 1942 zu seiner Früh ' jahrsoffensive antrat, die sehr halb in das Gegenteil


