Samstag. 27-/Sonntag, 28. Zebruar (945
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Mhener Anzeiger
|95. Jahrgang Nr. 49
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siebener Familienblätter Heimat imBild- DieScholle
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General-Anzeiger für Oberheffen -ssssss-
Rom, Ende Februar.
Feindliche Angriffskeile zerschlagen
Mehr arbeiten ist die Parole -er Heimat!
Es gibt im Kriege kein ruhmvolles Unternehmen, das nicht mit unendlicher Anstrengung, Mühe und Rot zustande gebracht würde. Denn die Schwäche des physischen und geistigen Menschen zum Rach, geben bereit ist, kann immer nur eine große Willenskraft zum Ziele führen, die sich in einer von Dell und Nachwelt bewunderten Ausdauer kundtut." Ltausewih „Dom Kriege".
mit Bewunderung von dem sicheren Takt und der klaren Erkenntnis des Wertes der Persönlichkeit sprechen, die ihm innewohnt. Diese willig gezollte Anerkennung hat nichts Devotes, und der einfache Mann, der die Ueberlegenheit des anderen neidlos anerkennt, verliert dadurch nichts von der Gradheit seines Rückgrates. Auch hier stehen durch die Jahrtausende hindurch seine Ahnen hinter ihm bis zu den harten rundköpfigen Burschen, die als Legionäre, als Feldherren oder Senatoren, als Condottieri und Barone durch die Jahrtausende hindurch in Marmor und auf der Leinwand das Bild feiner Dorfahren überliefert haben.
Die Stadt dieser Leute ist R o m. Kaum eine andere Stadt liegt wie die Hauptstadt Italiens zwischen dem Meer und den kahlen Bergen, deren schneebedeckte Häupter in den Wintermonaten fast von jeder Dachterrasse der Stadt in weitem Bogen überall zu sehen sind. Den weiten Blick, der von den Mauern der Berge, von den sich dehnenden
Daß auch Schnelligkeit keine absolute Sicherheit verbürgt, erfuhr ein britischer Einzelfahrer, der sich auf der Fahrt über den Atlantik mit 16,5 Seemeilen Geschwindigkeit dem Seegebiet der Azoren näherte. Auch ihn ereilte das Schicksal. Ein U-Boots-Torpedo schickte das große Schiff wenige Stunden nach der Entdeckung auf den Grund. Die Reichweite unserer U-Boote beweist ein neuer Vorstoß in das Seegebiet von K a p st a d t, wo ebenfalls Einzelfahrer versenkt wurden. Ob Geleit, ob Einzelfahrer, ob mit oder ohne Luftsicherung, ob schnelles oder langsames Schiff — in jedem Falle finden die U-Boote und ihre Torpedos ihre Ziele.
verloren elf Panzer, weit über 1300 Tote, an die 200 Gefangene und zahlreiche Infanteriewaffen. Auch nordöftlichOrel versuchte der Feind durch Vorstöße in mehreren Wellen, die er bis zum geschlossenen Angriff von etwa drei Regimentern steigerte, unterstützt von 32 Panzern und massierter Artillerie, unsere Linien zu durchbrechen. Roch vor Erreichen der eigenen Hindernisse wurden sämtliche Einbruchsversuche zurückgeschlagen.
Diese Schlappe hielt den Feind nicht davon ab, an den beiden letzten Tagen in dem benachbarten Abschnitt auf schmalem Raum mit verstärkten Kräften anzugreifen. Die Vorstöße scheiterten aber ebenfalls in erbitterten Nahkämpfen. Noch während die Sowjets unter schonungslosem Einsatz ihrer Verbände den Durchbruch zu erzwingen versuchten, gingen unsere Grenadiere weiter nördlich mit starken Kampfgruppen zum Gegenstoß über und drangen tief in die feindlichen Stellungen ein. Dabei rollten sie 19 Kilometer der ersten und zweiten feindlichen Linie auf, sprengten 265 Kampfstände und zerstörten 225 Wohnbunker und Unterkünfte. Der Feind verlor bei nur geringen eigenen Verlusten außer zahlreichen Gefangenen etwa 4000 Tote, 8 Panzer, sowie große Mengen anderer Waffen.
Gegen die Front nördlichOrel verstärkten die Bolschewisten ihren Druck mit frisch herangefuhrten Kräften, die sie als Ersatz für die im Wehrmachtbericht vom 24. Februar gemeldeten 10 000 Gefallenen in den Kampf warfen. Auch ihre in jenen Kampftagen im Abschnitt eines deutschen Armeekorps verlorenen 121 Panzer ersetzten die Sowjets durch neue Panzerbrigaden. Jedoch konnten sie auch mit diesen Verbänden keine Erfolgs erzwingen. Unter Abschuß von 26 Panzern trieben unsere Truppen den Feind immer wieder zurück.
In allen früheren Jahren scholl hat die U-Boot- Waffe die Zeit der winterlichen Stürme auch dazu benutzt, neue Mannschaften auf Grund der letzten Erfahrungen auszubilden. Erfahrung bedeutet im U-Bootkrieg sehr viel: für die unmittelbare Erfolgsaussicht, auch für die „Ruhe", für die innere Sicherheit, mit der diese so kleine und zugleich so gefährliche Waffe gehandhabt werden muß. Oft sind es nur Sekunden, während derer das U-Boot in günstigste Schußposition kommt. Und für diese Chance von Sekunden muß das angroifende U-Boot oft die tagelange Verfolgung feindlicher Kriegsschiffe, Bewacher und auch Flugzeuge in Kauf nehmen. Engländer und Amerikaner haben ja nicht umsonst seit Monaten über die deutsche „U-Boot- Pest" geklagt. Sie haben sich bemüht, die Abwehr auf einen möglichst hohen Grad der Vollkommenheit zu bringen. Bezeichnend ist die Mitteilung des englischen Kapitänleutnants Wooürow, daß zum Schutz eines einzigen Geleitzugs schon bis zu 53 Kriegsschiffe eingesetzt wurden. Darum haben die Engländer ja auch seiner Zeit das unglaubliche Tauschgeschäft mit den Vereinigten Staaten „getätigt", wobei sie 50 alte USA.-Zerstörer mit der Hingabe wertvollster Stützpunkte von Neufundland über die Großen und Kleinen Antillen bis nach Britisch-Guayana bezahlten. Die Aktionsfähigkeit der feindlichen Kriegsflotten wird erheblich herabgemindert, wenn Kreuzer und Zerstörer neben den eigentlichen U-Boot-Abwehrschiffen zum Schutz von Geleitzügen eingesetzt werden müssen statt ihrer eigentlichen Aufgabe genügen zu können: die Hochseeflotte zu decken.
Reue Mool-Lrfolge trotz stärkster Sicherungen
Wieder 12 Schiffe mit 107800 ART. versenkt.
.ngen des nordamerikanischen Professors R e n ° »r, noch immer nicht weiter gekommen als bis Chianti“ und „Dolce far niente“. Maßlos erstaunt aren diese Alleswisser, als sie hörten, daß das iliemsche Expeditionskorps in der Sowjetunion sich ich der kalten Hölle des Winters 1941/42 tadel-
Die Vorstellung, Rom müsse sanft und lieblich fiin, konnte nur von denen ausgehen, die während .nes kurzen Besuches im Frühjahr oder Herbst ein ipar Tage hier verbrachten. Das wirkliche Rom ist ron einer klaren Härte, die gewiß nicht lhne Wärme ist, aber vollständig ohne Weichheit. Angelsächsische Alleswisser, deren Beruf es ist, für oigelsächsische öffentliche Meinungen jene Formeln p prägen, die ein Volk charakterisieren sollen, sind, fi5 sieht man wieder an dem Beispiel der Aeuße-
Berlin, 26. Febr. (DNB.) Zwischen D o - nez und Dnjepr überrannten deutsche Panzerverbände starke feindliche Kräfte und warfen sie am 25. Februar im schwungvollen Angriff nach Nordosten in Richtung auf Jsjum zurück. Der Stoß unserer Panzer traf mitten in die Bewegungen der völlig überraschten Bolschewisten hinein. Die Angriffskeile überwälzten, zersprengten und vernichteten die Kolonnen der sowjetischen Armee Po- posf, zerschlugen zwei bolschewistische Korps und brachten zwei weiteren Korps schwerste Verluste bei. 2ln einer Stelle allein blieben Tausende gefallener Bolschewisten im Kampfgelände liegen. Andere Kampfgruppen brachten über 1000 Gefangene und 25 Ge chütze ein. .
Das gleiche Schicksal ereilte sowjetisch« Verbände, die sich nach Norden durchzuschlagen versuchten. Sie wurden durch umfassende Angriffe unserer Panzer in kleine Gruppen aufgesplrttertund vernichtet. Die schweren, andauernd anwachsenden feindlichen Verluste lassen sich zur Stunde noch nicht voll übersehen. Nach bisherigen Teilmeldungen haben unsere Truppen allein am Nordflügel vom 18 bis 22. Februar 115 Panzer und Panzerspähwagen, 45 Geschütze, 72 Panzerabwehrkanonen, 204 Maschinengewehre und Granatwerfer, 60 Panzerbüchsen und 385 Lastkraftwagen vernichtet oder erbeutet. .
Im Raum westlichderLinieCharkow — Kursk entlastete die Luftwaffe unsere dort in schweren Abwehrkämpfen stehenden Truppen. Den ganzen Tag über warfen unsere Ju 88 unfr-He 111 zahllose Sprengbomben auf die vorstoßenden feindlichen Kolonnen. SüdlichOrel scheiterten erneute Vorstöße feindlicher Infanterie und Panzerver- bände. Die an verschiedenen Stellen den Gefechtsstreifen dreier Divisionen angreifenden Bolschewisten
Rom, -ie harte Stadt
Von unserem r.-Korrespondenten.
:s gehalten habe. Sie wußten nicht, daß in Rom n großer Tell der Bevölkerung auch heute noch in »ohnungm ohne Heizung und ohne Oefen lebt und ß der bäuerliche Haushalt noch oben in den Luuzzen und im Appenin keine andere Wärme- jieQe kennt, als das Herdfeuer in der Küche. Wie je Palmen, von denen man sich nicht vorstellen imn, wie sie Schnee und Kälte überstehen, wie die Mimosen, die in den kältesten Tagen der Januarritte zu blühen beginnen, so ist auch das Volk Zorns abgehärtet und unempfindlich.
Die Härte ist aber keineswegs nur eine rein Drperliche Angelegenheit. Die angelsächsischen Beltachter sind auch in psychologischer Hinsicht an ihrer Derflachlichkeit gescheitert. Die Leichtigkeit, mit der ei Thema die römische Aufmerksamkeit für 24 Stun- tn zu beschäftigen vermag, erklärten sie mit einer Neigung zur Panik, ohne dabei zu bedenken, daß d-ses brennende Interesse außerordentlich schwer eher sehr sachlichen hausbackenen Ueberlegung Nicht. Es ist fein Zufall, daß man im mein- »segneten Rom kaum je einem Betrunkenen betonet: Das Maß ist ein eingeborenes Gesetz, und -is Maßhalten in einem viel höheren Sinne als fr dem einer kalten Rechnung haben die alten fömer, die fast die ganze damals bekannte Welt pberten, auch noch ihren Nachkommen im 20. Jahr- ginbert hinterlassen.
Das Bewußtsein dieser inneren auf das Maß- hclten gegründeten Härte ist im Wechsel der Zeiten »lausweichlich verschieden lebendig gewesen. Es i ßien zeitweise, als sei es völlig geschwunden: Man fraucht aber nur einen Gang durch die Straßen kRsms zu tun, auf die Kirchen zu blicken, den Bau- ff^ der Häuser zu betrachten, um sich bewußt zu frrben, daß es fast immer vorhanden war. Es ist jcr nicht einmal nötig, daß man hierzu einen Blick ir die Geschichte Italiens wirft. Der harte Marmor if nicht zu kennen von dem Begriff des römischen h:uses. Der flüchtige Beschauer neigt allerdings it^u, ihn zu übersehen, weil er innen in den ; Rufern und nicht mehr so sehr in der Fasiade ver- rnbet ist.
Ein anderes Moment kommt hinzu: Wer sich frztäglich zwischen den Zeugen und Hinterlassen- scaften einer nach Jahrtausenden zählenden Ge- stsichte bewegt, rechnet mit langen Zeittäumen. Das ! ylorsystem nordamerikanischer Akkordlehre ge- rnnt eine unfreiwillige Komik neben den Marmor- ßilen dieser Stadt. Wahrscheinlich ist es fast unsäglich, einem Nordamerikaner so etwas klarzu- ' suchen. Nichts zeigt den Unterschied besser als ein kilausscbnitt auf dem Gebiet des Bildungswesens. 8u den Zeiten, als nordamerikanische Universitäts- 'ofesioren sich die Köpfe darüber zerbrachen, inroie- :it und in welcher Form man die Berufsvorberei- »g in die Schulbildung und in den Studiengang r Universitäten aufnehmen soll, bereitete der Un- irichtsminister Bottai jene Carta der italieni- en Schule vor, in deren Mittelpunkt nicht die rufsausbildung, sondern die Erziehung zur rbeit steht.
Dos zwingende Gesetz der geographischen Lage, 5 Rom feine Gliederung und seine Ausdehnungs- i'glichkeit durch Hügel und Täler, durch Ausfall- tge und den Lauf des Flusses vorschreibt, wird in br als zwei Jahrtausenden des Bestandes der labt feine Gültigkeit behalten. Keine Päpste und ere Barone, keine fremden Herrscher und keine c'itische Zersplitterung haben das Zentrum Roms Hegen oder auch nur etwas Wesentliches an der r fteilung und Anordnuna seiner Bezirke ändern men. Dehnte sich die Stadt aus. so waren es mer die gleichen Hügel und Täler, die zumeist '-len und Gärten neu erstehen sahen. Diese Stadt, r den Römer noch immer „die Stadt" Urbs, hat ‘ Gesetz in sich und bildet ihre Gesetze.
Der hohe Stand des römischen Handwerks ist ein oberes Kapitel, das aber im Grunde aus der glei- geistigen Haltung zu erklären ist. Handwerker, ’s ihr ganzes Fach virtuos beherrschen, in deren Emilie bas gleiche Handwerk vom Vater zum Sohn R, und — was mehr saaen will — auch heute -ch weiter geht, sind in Rom nicht Ausnahmen, 'dem die Regel. Es wäre eine Leichtigkeit für fen nordamerikanischen ober sowjetischen Statt- ■'er, nachzuweisen, daß die Mehrzahl dieser Beide unrationell arbeitet wie sie es ja schon „langst •T> Bauern nach gewiesen haben. Der unwägbare der inneren Befriedigung über die eigene äöpfung. über das mit eigener Hand Geschaffene ^hier in Rom noch stärker und wichtiger als eine clt- Die Fehlkalkulation in der Beurteilung der kcholoaischen Stärke Roms liegt in der WTten« all dieser Dinge begründet. Der angelfachsi- fn Propaganda ergeht es im Grunde wie einem < "lchen, her, nachdem er die kindliche Freude des Feinden Neuen erkannt zu haben glaubt, nun 'f nt, er könne einen schwunghaften Handel mit stsverlen und kleinen Spiegeln als Tauichobiekt \ ihnen anlanqen. .. ...
Intrennbar von römischer Harte und römischem k'«halten ist das römische Gefühl für Werte den Italiener näher kennenlernte, der wirb
Berlin, 26. Febr. (DNB ) Die neuen Unter* seebootserfolge stauben im Zeichen einer d orüb er- gehenden Wetter besserung, die sogleich zum rudelweisen Ueberfall auf das Geleit ausgenutzt wurde, das vor einer Woche westlich Irland gefaßt worden war. Dieses Geleit war durch Seestreit- tröffe stark gesichert. Es verfügte außerdem über eine Luftsicherung von Landstützpunkten aus. Unter härtestem Einsatz galt es, den großen Schlag zu führen, so lange die Wetterbesserung anhielt. Nachdem die Sondermeldung vom 24. Februar die Versenkung von 17 Schiffen dieses Geleites bekanntgegeben hotte, blieben unsere U-Boote weiterhin zäh am Feind, der vergeblich versuchte, sich neuen Angriffen durch Kursabänderungen zu entziehen. Die U-Boote ließen nicht locker. Sie hatten nach langer Schlechtwetterperiode endlich wieder einmal unter besseren Wetterbebingungen massierte Ziele vor ben Rohren, und bie Kommandanten waren entschlossen, gegen alle Abwehr durch See- und Luftstreitkräfte einen großen Erfolg zu erzwingen. Es waren also harte Kampfbedingungen, unter denen nun die Verfolgung fortgesetzt wurde, aber der zähe Einsatz lohnte sich. Sechs Tage und s e ch s N ä ch f e hat der Kampf gedauert, und als Ergebnis blieben aus diesem einen Geleitzug 2 3 Schiffe mit 123000 BRT. auf der Strecke. Weitere Schiffe wurden torpediert, ohne daß der Erfolg beobachtet werden konnte.
Wiederum wurde bewiesen, daß das Geleitzugsystem nicht die Lösung ist, die der Feind zur Ausschaltung der U-Bootbedrohung sucht. Denn auch in anderen Seegebieten gelangen gleichzeitig erfolgreiche Schläge gegen schwer gesicherte Geleitzüge. Nicht nur auf hoher See, sondern auch in den engen Gewässern des Mittelmeeres, bie unter Luftkontrolle von Landstützpunkten aus stehen, schossen bie Unterseeboote au£ Geleitzügen Transporter mit Truppen und Nachschub für bie tunesische Front heraus. In ben letzten 14 Tagen haben sie vor der nord afrikanischen M i t f e l m e e r k ü st e acht stark gesicherte Dampfer mit 49 OOO BRT. versenkt. Mit diesen Schiffen sind Panzerwagen, Geschütze, Munition und Kriegsmaterial aller Art auf den Meeresboden geschickt worden. Nach einer Fahrt von vielen tausend Seemeilen, bei der ihnen die Stürme des Atlantik noch zugute kamen, wurden diese Schiffe kurz vor ihrem Bestimmungshasen doch noch das Opfer deutscher U-Boote.
Flächen der Campagna über hie Ferne des Meeres gerichtet ist, hat Rom seit ewigen Zeiten seinen Kindern in die Wiege gelegt. Es gab ihnen aber auch mit dem Wechsel seines Klimas die Härte, der Hitze im Sommer wie der Kälte im Winter zu trotzen, sich auf kleinen Raum zusammenzudrängen, sich zu bescheiden und den Gürtel enger zu schnallen, wenn es nottut. Es wird Rom und die Römer nicht ändern, wenn die Pläne sich bewahrheiten, die rings um Rom einen Jndustriegürtel legen wollen. Wie die Stadt Italiener aus Sizilien und den Abruzzen, aus Neapel und Mailand in ihre harte Schule genommen und zu Römern gewandelt hat, so wird auch die Industrie nicht Rom, sondern Rom die Industrie bilden und beherrschen.
Der einzige Weg.
Der Inhalt der Geschichte ist Kampf, und ihre große Lehre ist bie, daß wohl viele Völker versunken sind im Sumpf der Geschichtslosigkeit, weil sie in der Stunde der größten Gefahr zu klein waren für die höchste Bewährung, aber daß noch nie ein Volk überwältigt und besiegt werben konnte, wenn es in Fanatismus und Glauben um sein Recht kämpfte und das Schicksal gewaltig beschwor!
Wir brauchen nicht so weit in der Vergangenheit unseres Volkes zurückzugehen, um den Inhalt und diese Lehre der Geschichte bestätigt zu fehen. Wir brauchen nur bis in die Zeit nach dem furchtbaren Todesdiktat von Versailles zurückzuschauen, das dazu bestimmt war, in Vollendung der jüdischen Rache am deutschen Volk alle Lebenskräfte Deutschlands allmählich abzuschnüren, zu erdrosseln und Deutschland zu vernichten, endgültig und unwiderruflich. In dieser Zeit der äußersten Not war es, daß der Führer — wie er selbst in der Proklamation zur Parteigründungsfeier erinnert — mit den Thesen der nationalsozialistischen Revolution zur äußersten Entfaltung der tieferen Lebenskräfte, zu Fanatismus und bedingungslosem Glauben an Deutschland aufrief’ Wie schwer, wie vermeintlich aussichtslos und hoffnungslos der damals begonnene Kampf um Deutschland auch fein mochte, — aus diesen Kräften des Fanatismus und des Glaubens ist er, nicht allerdings ohne die schwersten persönlichen Opfer und ben letzten Einsatz jedes einzelnen Kämpfers, schließlich doch bis zum Sieg durchgekämpft worden, und zwar von einer anfänglich verschwindenden Minderheit gegen eine wahrhaft erdrückende Uebermacht der verhetzten und verführten Gegner, gegen die ganze Macht der jüdisch- bolschewistisch-kapitalistischen Koalition und gegen die^Kleingläubigen, deren Mut nicht zum Entschluß und Einsatz ausreichte.
Dies aber ist di e verpflichtende Lehr^ aus jener Zeit, die der Führer selbst uns wieder in seiner Proklamation mit aller Eindringlichkeit ins Gedächtnis zurückrief: die Thesen der nationalsozialistischen Revolution, vor 23 Jahren verkündet, sind es, die Jbas deutsche Volk allmählich, aber immer tiefer erfaßten und es zu jener Kraft führten, die heute die Nation befähigt, diesen totalen Krieg zu führen, zu bestehen und die jüdische Weltgefahr schließlich zu zerschmettern.
Das aber bedeutet, daß bie Wurzeln unserer gesamten Kraftentfaltung seit 1933 in jenen Thesen der nationalsozialistischen Revolution unverrückbar beschlossen sind. Und bas bedeutet, daß ’"‘r nur stark sind und immer noch in allen Gefahren stärker werden, wenn wir tonfeguent und kompromißlos bie Lehre aus jener Zeit des inneren Entscheidungskampfes um Deutschland befolgen, — und daß wir also schwach werden und nicht bestehen können, wenn wir uns je von dieser Lehre entfernten! Wie die alten Kampfer des Führers eine „verschworene Gemeinschaft" gewesen sind und jeder einzelne sich bedingungslos einsetzte, weil er klar wußte und erkannte, daß es auf. ihn, gerade auf ihn ankam, fo ist bas ganze deutsche Volk heute eine verschworene Gemeinschaft, in der jeder einzelne um die totale Entscheidung weiß und also aus diesem Wissen, aus Fanatismus und Glauben die Kraft zum totalen Einsatz imb zur totalen Bewährung zieht^ Und wenn damals die Partei erfüllt war „vom unbeugsamen Entschluß, unter keinen Umständen zu kapitulieren", so weiß heute das deutsche Volk, daß Kapitulation und Kleingläubigkeit zum furchtbarsten Ende führen müßten und daß es nur einen
Schwere Verluste der britischen Lustwasfe.
Berlin, 26. Febr. (DRB.) Am Freitag erlitt die feindliche Luftwaffe bei dem Versuch, das Küstengebiet der Deutschen Bucht anzugreifen, eine neue schwere Niederlage. Der feindliche Bomberverband, der in den Vormittagsstunden die norddeutsche Küste im Schuhe stärkerer Bewölkung in großer Hohe anflog, wurde von unferen Jägern sofort zum Kampf gestellt. 13 Bombenflugzeuge wurden abgeschossen, cier weitere vom Sperrfeuer der Flakartillerie gefaßt, sie stürzten brennend ab. Es handelt sich ausschließlich um viermotorige Bombenflugzeuge. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Ein Teil der ungezielt abgeworfenen Bomben fiel in Wohnbezirke. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Drei weitere britische Flugzeuge wurden im Vesten und über dem Reichsgebiet zum Absturz gebracht, darunter ein Aufklärungsflugzeug, das ein deutscher Jäger nach kurzem Lufttampf in 8000 m höhe abschoh.
»Wir fordern einen Dönih.-
Stockholm, 26. Febr. (DNB.) „Wir fordern einen Dönitz an der Spitze des Anti-U-Boot-Krieges^ mit dieser Aufgabe müssen wir den gerissen« st en Praktiker betrauen, ben wir besitzen" —. mit diesem Stoßseufzer gibt die USA.-Zeitung „Philadelphia Jnguirer" der ernsten Besorgnis Ausdruck, die angesichts der letzten U-Boot-Erfolge überall in den Vereinigten Staaten herrscht. „Der Ernst dieser Drohung muß von der USA.-Marine voll anerkannt werden. Die deutschen U-Boote sind die größte Bedrohung für England und die USA."
Der frühere USA.-Präsident Hoover stellt fest, daß alle Neubauten des vergangenen Jahres den Verbündeten nichts genutzt hätten. Die Gesamttonnage, die ihnen heute zur Verfügung stehe, sei geringer als die vor zwölf Monaten. Die Versorgung der Truppen in lieberfee und die anderen lebenswichtigen Aufgaben der Handelsflotte nähmen die den Anti-Achsenmächten heute zur 23er« fügung stehende Tonnage voll in Anspruch. Weitere Verschiffungen feien erst möglich, mein weiteres Schiffsraum geschaffen worden jeß


