Ausgabe 
26.5.1943
 
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eltjudentum

Das

die

, . .ocy Din mcyt um nyem unD Ruhr gefallenen Arbeite,

gewohnt, um Gnade zu betteln ..Aus Paris traf fentlichkeit übergeben. Mehr noch als steinerne der Befehl zur Vollstreckung des Todesurteils ein > Denkmale aber künden die Einheit und Geschlossen-

will die Brotversorgung diktieren.

Oie Hintergründe de« plan« einer Internationalen Lebensmittelbank Von unserer Berliner SchrifLleitung.

Selbstverständlich werden diese Pläne, wie es Juden mit allen ihren verbrecherischen Absichten

Was in Hot Springs, dem nordamerikanischen Luxuskurort, von den von Roosevelt zusammenge­trommelten Vertretern der Achsengegner ausgeheckt wird, scheut grundsätzlich so sehr das Licht der Welt­öffentlichkeit, daß nicht einmal die USA.-Presse zu den Beratungen zugelassen wurde. Die Geheimnis­tuerei der Konferenzleiter ist verständlich, denn was jetzt durch den USA.-Funk und durch Reuter, also zwei gewiß unverdächtige Quellen, bekannt wird, ist geeignet, alle Völker, soweit sie sich noch ein Ge­fühl für politische Zusammenhänge bewahrt haben, aufs Höchste zu erregen. War schon der vor der Er­öffnung der Konferenz bekanntgewordene Plan, den europäischen Völkern die Versorgung aus eigener Produktion zu verbieten, um sie in ständiger Ab­hängigkeit von überseeischen Getreidelieferanten zu halten, verdächtig genug, so läßt das Projekt einer ^Jnternatio'nalenLebensmittelbank", wie es jetztals wichtigster Vorschlag" so sagt Reuter den Delegierten vorgelegt wurde, die Katze vollends aus dem Sack.

Darum also geht es <jn Hot Springs! Das Brot, die Volksernährung in der ganzen Welt, soll zum internationalen Schacher- und Ausbeutungsobjekt gemacht werden. Wer hinter diesem famosen Plan steht, ist klar: das Weltjudentum, soweit es seine Fäden zur Beherrschung der Völker von plutokratischer Grund­lage aus spinnt. Es ist sicher, daß nach dem Kriege überall ein besonders großer Bedarf an Lebens­mitteln vorliegen wird. Für diesen Zeitpunkt will das Weltjudentum gerüstet sein. Bis dahin will es sich die Organisation geschaffen haben, die chm die Möglichkeit gibt, zu bestimmen, ob ein Volk genug zu essen bekommt oder hungern muß und vor allen Dingen auch die Preise für Nahrungsmittel im Welthandel zu bestimmen, d. h. aus der Not der Völker Riesenprofite zu ziehen. Mit der Verwirk­lichung dieser Pläne hätten die jüdischen Nahrungs­mittelspekulanten für alle Völker, die auf die Ein­fuhr von Lebensrnitteln angewiesen sind und deren Zahl soll nach Möglichkeit noch künstlich ver­größert werden nicht nur den Brotkorb, sondern auch die politische Diktatur in der Hand. Damit enthüllt die Konferenz von Hot Springs eins der wahren Kriegsziele des Weltjudentums. '

Das allein von hohem Idealismus bestimmte Leben des jungen Schwarzwälders, der als Pri­maner von der Schulbank hinweg 1914 kriegsfrei­willig an die Westfront kam, rang mit der mate­rialistischen Wirklichkeit seiner Zeit, ohne selbst Don: ihr jemals erfaßt zu werden. Von Flandern bis zu den Vogesen kam er vier Jahre lang immer wieder in vorderster Front zum Einsatz. Als Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klasse wurde er im 24. Lebensjahr Offizier und bewährte sich nicht nur in Erfüllung seiner Kampfaufgaben, sondern in einer vorbildlichen, von echtem Sozialismus be­stimmten kameradschaftlichen Verbundenheit mit seinen Männern als Führernatur.

Nach der 1918 erfolgten Entlassung endlich konnte er sein Studium beginnen, stellte jedoch bald aber­mals alle privaten Wünsche zurück, um sich in Kur­land den freiwilligen Regimentern gegen den Bol­schewismus anzuschließen und zeichnete sich bei der Befreiung von Riga besonders aus. Bei der Nieder­werfung des bolschewistischen Aufstandes im Ruhr­gebiet fand seine Batterie nochmals entscheidenden Einsatz. Als dann die Einheit aufgelöst wurde, war er zunächst wieder um seine Männer besorgt, be­schaffte ihnen Arbeitsplätze und blieb bis 1920 als Vorarbeiter" an ihrer Seite. Eine nur kurze Zeit des Studiums schloß sich an, denn trotz aller wohl­gemeinten Ratschläge seiner Angehörigen und Freunde folgte er bald schon dem Ruf zu einem neuen freiwilligen Einsatz nach Oberschlesien. Nach Beendigung seiner Mission folgte wieder eine kurze Zeit der Berufsausbildung, die durch die freiwillige Teilnahme an der nunmehr erforderlich gewordenen bewaffneten Abwehr in Oberschlesien unterbrochen wurde. Dann war er sofort bereit, als geheimer Beobachter in Danzig für die deutsche Sache ein­zutreten und ließ sich erst zurückziehen, als ihm eine steckbriefliche Verfolgung durch die polnische Spio­nageabteilung die Weiterarbeit unmöglich machte.

Ein einziges Jahr konnte der rastlose Kämpfer nun dem Ausbau seiner eigenen Existenzgrundlage wid­men, denn als 1923 französische Truppen widerrecht­lich in das Ruhrgebiet einbrachen und nur den pas­siven Widerstand der Bevölkerung vorfanden, schloß er sich sofort wieder seinem alten Freikorpsführer an, um bei der Bildung des aktiven Widerstandes mitzuwirken. Hunderte von deutschen Arbeitern sind damals Opfer der bewaffneten Eindringlinge ge­worden, weil kein starkes Reich ihre Treue zu Deutschland schützen konnte. Schlageter aber mit seinen freiwilligen Männern stellte sich vor die schwer getroffene Bevölkerung an Rhein und Rrchr, bis ihn Verräterhand den Feinden auslieferte.

In der Verhandlung des fremden Kriegsgerichtes am 8. Mai 1923 gab er den ihm vorgeworfenen An­schlag auf eine Bahnanlage zu.Mir kam es dar­auf an, die Eisenbahntransporte als solche zu unter- binden, aber nicht Menschen zu gefährden oder zu töten. Für das, was ich getan habe, stehe ich ein." Ein nach der Verurteilung geschriebener Brief an Eltern und Geschwister spiegelt seine Gesinnung: Seit 1914 habe ich aus reiner Liebe und Treue meine ganze Kraft und Arbeit meiner deutschen Hei­mat geopfert. Wo sie in Not war, dahin zog es mich, um zu helfen." Selbstbewußt lehnte er jede Unter­zeichnung eines Gnadengesuches ab:Ich bin nicht gewohnt, um Gnade zu betteln .. " '

Wagen rings um den stahlhelmbedeckten Sarg mit Blumen und Kränzen.

Nicht anders in den folgenden Bahnhöfen des Rhein-Main-Gebietes. Ja, in Friedberg brach­ten einige eigens zu diesem Zweck in Bad-Nauheim eingestiegene Studenten der dortigen Fachschule den Zug durch Ziehen der Notbremse zum Stehen, um mit ihren Kameraden an der Bahre ein feierliches Treuebekenntnis abzulegen. Von dem Empfang des toten Helden im Frankfurter Hauptbahnhof sagte eine zeitgenössische Pressenotiz:Mit Tausen­den waren sie da, die nationalen, die völkischen Ver­bände, die Studenten, Ehrhardt, die Nationalsozia­listen, denen er angehörte, zu deren Besten er zählte. Deutsche Frauen und Männer standen auf den Bähnsteigen, in den Hallen, vor dem Bahnhof, mehr als zehntausend." Nicht anders in Darm­stadt; von Station zu Station, bis zum Schwarz­wald die gleiche Erhebung.

Liebe und Verehrung der deutsch denkenden Be­völkerung mußten sich in jener Zeit der internatio­nalen Ausbeutung, der politischen Entrechtung und des sittlichen Zerfalls voller Dankbarkeit diesem Toten zuwenden, um sich an seinem Vorbild, an der von Ihm gelebten idealen deutschen Mannhaftigkeit aufzurichten. Die jüdische Zersetzung aber beherrschte dennoch das Tagesgeschehen, und so sprach Adolf Hitser am 17. Juni dieses Jnflationsjahres in Mün­chen erbittert die Worte:Das deutsche Volk ist eines Schlageters nicht wert!"

und wurde ohne Zögern von verhetzten Besatzungs- truppen auf unwürdigste Weise befolgt.

Dieser Mann, der auch ihnen die Verkörperung unbezwingbaren deutschen Geistes war, sollte nicht aufrecht in den Tod gehen dürfen wie Andreas Hofer und die Schillschen Offiziere. Ein Sergeant zwang ihn mit einem Kolbenhieb in die Knie, und dann zerrte man feine gefesselten Hände an einem Pfahl zusammen.Zurück!" brüllte der komman­dierende Offizier. Schlageter reißt sich hoch, er will nicht kniend sterben, er steht halb da.Feuer!" Sein Körper ist in sich zusammengefallen, aber noch ist das Leben nicht erloschen. Da tritt ein Offizierstell­vertreter an ihn heran und setzt ihm den Revolver an die Schläfe! Ein dünner Knall, Schlageters Leib bäumt sich noch einmal auf, dann streckt er sich.

General Ludendorff und Hauptmann Göring unterzeichneten im Juli des gleichen Jahres einen Aufruf zur Sammlung für ein Denkmal, das dem Helden errichtet werden sollte. Was hatte es zu bedeuten, daß die Kiesgrube bei Düsseldorf, die Zeuge des Unrechtes war, drei Jahre später als Schuttabladeplatz geräumt werden mußte, bevor eine Gedenkfeier stattfinden konnte! Was vermochte es ernstlich zu bedeuten, daß das dort errichtete schlichte Holzkreuz von Bolschewistenhand bei Nacht und Nebel ab gefügt wurde! In Deutschlands Jugend wirkte das Vorbild Schlageters nur desto stärker fort. Und unter der Führung dessen, der einst das deutsche Volk als Schlageters nicht würdig bezeichnet hatte, vollzog sich die entscheidende Wand­lung, wie sie der in der Golzheimer Heide nieder­geschlagene Freiheitskämpfer erhofft hatte. An seinem 10. Todestag konnten endlose Marschkolonnen der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung auf der Golzheimer Heide ein würdiges Mahnmal zur bleibenden Erinnerung an ihn und alle im Kampf um Rhein und Ruhr gefallenen Arbeiter der Oef-

heit des Reiches selbst von den Opfern, die seiner Vollendung den Weg bereiteten.

Schlageter glaubte noch gegen Franzosen zu kämpfen, und das Volk erblickte in ihnen seinen Mörder. Der siegreiche Westfeldzug des gegenwär­tigen Krieges hat diese Rechnung beglichen; eine größere bleibt indessen noch offen. Die Urheber allen Hasses gegen deutsches Wesen waren damals wie heute nicht in, sondern hinter den feindlichen Fronten zu suchen. Der Befehl zur Erschießung Schlageters kam aus Paris, das bis in die jüngste Vergangenheit Sitz der gleichen überstaatlichen Mächte mar, die auch für das Unheil des gegen» märtigen Krieges zur Rechenschaft zu ziehen sind, gleichgültig, ob sie in London, Neuyork, Moskau oder anderen Zentralen chre Netze spinnen. Wurde Schlageter, der außer den Feinden seines Volkes keine persönlichen Gegner kannte, durch Verrat zu Fall gebracht, so doch nur deshalb, weil Mittel­europa selbst an diesem Krebsschaden der Völker zuarundezugehen drohte. Schlageters Ende ist nicht anders als die Schüsse des 9. Povember an der Feldherrnhalle zu verstehen. Der Gegner ist er­kannt. Heute vermag das deutsche Volk einer haß­erfüllten Welt der Zersetzung und des Niederganges zu trotzen, weil es die überstaatliche Macht in den eigenen Reihen überwunden hat.

Was in Deutschland begonnen wurde, wird in Europa Wirklichkeit, wenn die um soziale Gerechtig­keit und die Freiheit des Kontinents kämpfenden Völker auch in den schwersten Zeiten beherzigen, was der Soldat, Student und politische Freiheitskämpfer Albert Leo Schlageter, dessen Opfergang Fanal wurde, in Hans Johsts Dichtung bekennt:

Sei, was Du willst, aber wie Du bist, habe den Mut

______ ganz zu sein."

tun, mit Humanitären Phrasen verbrämt. Angeb­lich soll dieInternationale Lebensmittelbank" hef­tige Preisschwankungen ausgleichen und die Ge­fahrenaußerordentlicher Situationen", wie z. B. der Ueberschußkrisen mildern. In Wirklichkeit han­delt es sich um den teuflischen'Versuch, für die Nach­kriegszeit heute schon ein gigantisches jüdi­sches Geschäft durch brutale wirtschaftliche Ausbeutung und Versklavung ganzer Völker vor­zubereiten.

Kornhandel und Kornwucher ist eine der Lieb- lingsbeschäftigungen.der Juden seit der Zeit Josephs in Aegypten. Ihre Methoden haben sich seitdem grundsätzlich nicht geändert. Auch heute werden sie angewandt überall da, wo die plutokratischen Macht­haber jüdischen Wucherern freie Hand lassen. Man denke nur an Nordafrika, Syrien, Iran, Indien, ganz abgesehen von der Hochburg des Judentums in den USA., wo selbst insegensreichsten" Frie­denszeiten rund ein Viertel der Bevölkerung unter­ernährt war, während die Landwirtschaft gleich- zeittg verelendete und nur die jüdischen Spekulan­ten von diesem System einen Nutzen hatten. Auch Deutschland kann aus eigener Erfahrung von den Segnungen" jüdischen Getreidehandels ein Lied fingen. Dor allem aber weiß das deutsche Volk noch fehr genau, wie es nach dem ersten Weltkrieg vom internationalen Kapital ausgebeutet wurde.

Inzwischen aber haben Deutschland und die an­deren jungen Völker auch das Problem der Er* nährung aus eigener Scholle nach ganz neuen Methoden und mit unvergleichlicher Energie und bewundernswürdigem Erfolge in Angriff ge­nommen. Die Voraussetzung für diese Erfolge war die reftiofe Ausschaltung der Juden aus der Wirtschaft. In einer solchen Entwicklung der Sicher­stellung der Volksnahrung im Interesse sowohl von Produzenten wie Konsumenten unter rücksichtsloser Beseitigung aller schädlichen Interessen sieht das Weltjudentum für seine Profitpläne mit Brot eine große Gefahr. Dieser Gefahr versucht man in Hot Springs jetzt vorzubeugen. Die Juden spekulieren dabei auf die Dummheit der Völker.

Der Wehrmachiberichi.

DRV. Aus dem Führerhauptguartier, 25. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

von der Ostfront wird nur aus einigen Ab­schnitten erfolgreiche eigene Stoßtrupplätigkeit ge- meldet:

Die Luftwaffe führte schwere Angriffe gegen stark belegte Ausladebahnhöfe des Feindes und bombar­dierte an der mittleren Wolga ein großes Werk der Flugrüstungsindustrie. Bei einem Angriffs­versuch eines Verbandes feindlicher Schlachtflug­zeuge auf einen deutschen Frontflugplah wurden von den elf angreifenden Sowjetflugzeugen zehn noch vor Erreichen des Zieles abgefchosfen.

Bei einem erfolglosen Angriff eines starken Ver­bandes britischer Kampfflugzeuge gegen ein deut­sches Geleit vor der niederländischen Küste brachten Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine sieben mehrmotorige britische Flugzeuge zum 21 stürz und beschädigten vier weitere schwer.

Schwere deutsche Kampfflugzeuge bombardierken in der vergangenen 3Xad)t die Häfen Bone und Djidjelli. Lin Handelsschiff erhielt so schwere Treffer, daß mit seiner Vernichtung gerechnet wer­den kann. Flakartillerie der Luftwaffe schoß im Mittelmeerraum neun feindliche Flugzeuge ab.

Nach abschließenden Feststellungen verlor die britische Luftwaffe bei dem Angriff auf westdeut- sches Gebiet in der Rocht zum 24. Mai 4 4 Bomber.

Rumänische Jagdverbände an der Ost­front zeichneten sich in letzter Zeit besonders aus. Sie schossen in kurzem Zeilrckum 31 sowjetische Flug­zeuge im Luftkampf ab und zerstörten fünf weitere Flugzeuge am Boden.

Das Gemeinschastswerk der Deutschen Arbeitsfront.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach in Ham­burg vor Vertretern der Partei, des Handels und des Handwerks über die Aufgaben des Gemein­schaftswerkes. Die Gesamtorganisation wurde ihrer Eigenschaft als politisches Instrument entkleidet. Das System der Mitgliedschaften wurde aufgehoben, die Geschäfte für jeden Käufer geöffnet und die Läden selbst, soweit dies bisher 'Unter den Umständen des Krieges möglich war, zu vorbildlichen Verkaufsstät­ten ausgebaut. Dr. Ley erklärte erneut, daß diese Verkaufsstätten nach hem Kriege durchweg in pri­vaten Besitz übergeführt würden. Insbesondere wird Frontsoldaten, die das nötige Fachwissen besitzen oder erwerben, Gelegenheit gegeben werden, solche Läden als Eigentum zu übernehmen.

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Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichs- jugendfühLer Ä x m a n n besichtigten in Hamburg Einrichtungen der Begabtenförderung, so ein erst­malig durchgeführtes Reichsausleselager für Kriegs­versehrte, das geeigneten versehrten Soldaten die Hilfeleistung der Partei beim beruflichen Aufstieg und Arbeitseinsatz sichert.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem Präsidenten der argentini­schen Nation, Dr. Ramons Castillo, zum argen­tinischen Nationaltag feiner und der deutschen Reichs­regierung Glückwünsche telegraphisch übermittelt.

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Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt, daß italienische Flugzeuge nach einem langen, schwie­gen Flug militärische Ziele im Sudan und in Jta- lienisch-Ostafrika wirksam angriffen.

In den letzten drei Wochen der feindlichen Lust- offensive gegen Süditalien verlor der Feind 245 Flugzeuge. Davon wurden 137 von Jägern und 108 von der Fhik vernichtet.

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Das Gedächtnis des italienischen Admirals Lo­renzo Gasparri ist für feine heldenmütige Haltung beim Brande eines Munitionsfchiffes im Hafen von Neapel mit der Verleihung der goldenen Tapfer­keitsmedaille geehrt worden. Er hatte die ihm unter­stellte Torpedoflottille rechtzeitig in Sicherheit ge­bracht und versucht, einige Boote mit Munition zu enfemen, als die Explosion erfolgte, bei der er umkam.

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Der Vizepräsident der Deutsch-Italienischen Gesell- fd)aft, Ministerialdirektor Dr. Clodius, hatte am Samstagmittag anläßlich des 4. Jahrestages des Ab-

Herr Tanaka badet.

Sauna" in Japan.

Baden hat nicht nur Reinlichkeitszweck, baden ist auch Freude am Wasser, Freude an der Wärme oder Kälte des Wassers, oft auch Freude am Spiel mit dem Wasser. Es sollen ja nicht immer nur Kin­der fein, die ihr Spielzeug mit in die Badewanne tauchen lassen.

Es hat aber nicht nur jeder einzelne Mensch seine Liebhabereien in Verbindung mit der Badewanne. Jedes Volk hat seine Eigenarten dabei, seien es Wannen- oder Brausebäder harmloser Art, seien es die ausgeklügelten Kombinationen zwischen Wasser und Dampf, zwischen Siedehitze und beträchtlicher Kühle. Eins der bekanntesten Beis/iele ist die fin­nischeSauna", die auch bei uns manchen Lieb­haber gefunden hat.

Diese finnische Sauna hat eine Verwandte im Fernen Osten das japanischeyu". Im Leben des Japaners spielt sein tägliches Bad eine so große Rolle, daß es allen daraus erklärlich ist, in welch besonderer Form sich das Badeleben in Japan ab­spielt. Wer es sich nur irgendwie leisten kann, be­sitzt für das tägliche warme Bad (yu) oder Wan­nenbad (furo) nicht nur ein Badezimmer (yu-dono), sondern ein ganzes Haus (yokushitsu), so wie auch die finni'sche Sauna einen größeren Raum bean^ sprucht.

..Wenn also Herr Tanaka (der Name ist dort so häufig wie bei uns Müller oder Schulze) im Win­ter oder Sommer fein heißtze Bad nimmt, so wird er zu diesem Zweck sein Badezimmer ober wenn er noch nach rein japanischer Sitte wohnt sein Badehäuschen aufsuchen. Diese Häuschen sind manchmal sehr eng, so daß kaum Platz zum Aus­ziehen bleibt. Da kann es denn Vorkommen, daß man in kleineren Ortschaften im Sommer einfach die Badewanne ins Freie, in den Garten stellt. Man ist keineswegs prüde und kennt gar nicht das für japanische Begriffe unnatürliche Schamgefühl der Europäer. Im Badehäuschen also steigt Herr Tanaka nun nicht sogleich in die Wanne, sondern er wascht sich zunächst einmal gründlich, seist und

reibt und schrubbt sich stehend ab, wobei ihm Frau Tanaka ober auch das Dienstmädchen behilflich ist. die ihm zum Schluß noch einen ganzen Kübel kalten Wassers über den Kopf gießen. Erst nach dieser Reinigung steigt Herr Tanaka in die Wanne. Diese hat auch nicht die uns geläufige längliche tform, sondern ist mehr ein Faß oder Bottich aus Holz, höher als unsere Wanne, aber nur so groß, daß der Badende gerade eben darin hocken ober sitzen kann. Das Wasser wird meistens von außen erwärmt durch ein Feuer unter dem Bottich, oder es wird außerhalb des Hauses erhitzt und durch ein Rohr in das Faß geleitet. Die Temperatur, die Herr Tanaka gewöhnlich wünscht, liegt so zwischen 40 und 45 Grad Celsius, darunter tut er es nicht, und alle anderen Japaner sind ganz feiner Mei­nung. Kalte ober kühle Bäder sinb erst burch bie stärkere Verbreitung des Schwimmsportes einge- fuhrt worden. In diesem heißen Bad bleibt Herr Tanaka 3 bis 10 Minuten. Sein Herz ist so gesund, daß ihm das nichts ausmacht, im Gegenteil, er fühlt sich dabei wohler denn je. Tatsächlich sind diese heißen Bäder einer der Gründe, weswegen es die Japaner trotz strenger Kälte in ihren so bünnge- bauten kleinen Häuschen aushielten. Durch so ein Bad steigt die Körpertemperatur um 1 bis 2 Grad, und es kommt zu einer Wärmeaufspeicherung des Körpers, die mehrere Stunden anhält. Wenn Herr Tanaka oem heißen, dampfenden Wasser ent­stiegen ist, frottiert er sich noch einmal gründlich und überläßt dann das feuchte Schlachtfeld einem anderen.

Der Bottich wird nun nicht gereinigt, um neues -Ibaffer für Frau Tanaka aufzunehmen, oder falls vorhanden für den ältesten Sohn zunächst. O nein, der Sohn steigt in das gleiche Wasser, nach ihm folgt Frau Tanaka, bann die kleineren Kinder und zum Schluß die Dienstboten. Alle steigen in den Zeichen Bottich, in bas gleiche Wasser. Das ist keineswegs unhygienisch. Alle haben sich gründlich vorher gewaschen und gereinigt, so daß das Wasser im Holzzuber wirklich nichts mehr an Schmutz auf­zunehmen hat, zumal man ja fast täglich badet. Man kann es also auch mit gutem Gewissen ris­kieren, vor Herrn Tanaka etwa einen gerade an­

wesenden Gast in den Zuber steigen zu lassen, der so ein Anerbieten mit Dank annimmt.

Hat Herr Tanaka aber einmal länger in der Stadt zu tun und kann er nicht pünktlich zum Bad zurück sein, so verabredet er sich mit Frau Tanaka und wohl auch mit einem Geschäftsfreund im Badehaus in der Stadt. Da es kaum in einem Dorfe an einer öffentlichen Badeanstalt fehlt Tokio soll mehr als 1000 davon besitzen so kann auch die minder be­mittelte Bevölkerung täglich ihr heißes Bad neh­men. Diese Badeanstalten sind aber nicht nur Stät­ten der Reinigung, sondern auch Mittelpunkt des geselligen Vergnügens, der Unterhaltung, Treff­punkt und Ziel für Herrn und Frau Tanaka ein­schließlich aller gemeinsamen Bekannten und Freunde. Auch hier steigt man nach gründlicher Reinigung in einen großen, für beide Geschlechter gemeinsamen Baderaum. Erst in den größeren Or­ten trennt man Männlein und Weiblein durch eine l/s Meter hohe Holzwand, der Raum aber bleibt ber gleiche. Diese großen Babebottiche werden auch nur einmal am Tage gefüllt und erst abends wieder geleert und gereinigt. Daß trotzdem so wenige Klagen über Verbreitung von Krankheiten vor­liegen, mag ein Beweis dafür sein, wie sauber man in diese Bottiche hineinsteigt.

Die überaus hohe Temperatur des üblichen ja­panischen Wannenbades nach der erfolgten kühlen Reinigung mag ihren Grund darin finden, daß der Japaner an derartige Temperaturen durch bie häufig vorkommenden heißen Quellen in der ja­panischen Landschaft gewöhnt ist, die oft gleich als natürliche Badeanlage benutzt werden.

So haben der hohe Norden mit seinem heißen Dampfbad und der Ferne Osten mit dem dampfen­den Wasserbad ein Gemeinsames: Die Eigenart der Trennung von Waschen und Baden und bie Höhe der Temperatur; sowohl die finnische Sauna wie auch bas japanische Bad sind aber nichts anderes als Schutzmaßnahmen gegen eine unfreundliche Natur, die in beiden Ländern bei der Wärme- und Kälteoerteilung nicht gerade Rücksicht nimmt auf die Menschen, die darin aushalten müssen. Die Sauna regt den Blutkreislauf an zu stärkerer Wärmeerzeu­gung, das japanische Bad hingegen spendet im Winter Wärme und kühlt im Sommer ab» £&

Orchester der Meerestiefe.

Alexander von H u m b o l d t ist einer der ersten gewesen, der die Aufmerksamkeit auf die eigen­artigen Geräusche lenkte, die von Fischen erzeugt werden. Auf seiner berühmten Reise nach Süd­amerika hörte er am 20. Februar 1803 einen Lärm, der wie das Schlagen vieler Trommeln in einiger Entfernung klang. Die dumpfen Wirbel wurden lauter und lauter, und man glaubte zunächst, daß in der Nähe wilde Eingeborene irgendein Trommel- fest veranstalteten. Aber, dann erkannte man, daß der Lärm vom Meere herkam, und es war für Humboldt ganz zweifellos, daß es sich hier um bie musikalische Betätigung von Fischen handelte.

Zu Caldera in Chile hat man häufig musikalische Tonfolgen vernommen, die aus dem Meere aufftie« gen, volle vier Töne der Tonleiter umfaßten, melo­disch anwuchsen und wieder abschwollen und an den zarten Wohlklang von Harfen erinnerten. In den Gewässern der Südsee gibt es einen großen Fisch aus der Familie der Sägebarsche, die ein stark dröh­nendes Geräusch erzeugen, dessen eintöniges, lang­gezogenesBum, Bum" man in der Stille der Nacht von einem verankerten Schiff aus stundenlang hören kann. Bisweilen versammelt sich auch ein ganzer Chor vonGrunz-Fischen" unter dem Schiff und vollführt einen Spektakel, der dem Lärm einer großen Hertze von Schweinen ähnelt.

Berühmt geworden ist dieWassermusik" bei Wattacklava, die vor etwa 100 Jahren ein Reisender bei einem Besuch auf Ceylon zuerst beobachtete. Er ließ sich in der Stille einer Mondnacht zu dem Ort rudern, von dem ihm die Eingeborenen erzählt hatten. Töne stiegen aus dem Wasser herauf, wie die zarten Akkorde von Saiteninstrumenten oder wie die Schwingungen von Gläsern, deren Ränder mit feuchten Fingern gerieben werden. Es war keine voll ausgehaltene Note, sondern es war eine Fülle von leisen Tönen,der süßeste Sopran ver­mischt mit dem tiefsten Baß", die zu einer eigen­artigen Harmonie verschmolzen. Die Eingeborenen versichern, daß diese Musik von einem Muschelfisch am Boden des Meeres ausgeführt wird, den sie biß

^jchreiende Muschel" nennen