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AUF MÖNCKEBERG

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gerade vom Rauchen sprechen: entschuldigen Sie, Herr Holm, daß ich meine Hausf'rauenpflichten so gröblich vernachlässigt habe!" Sie nahm ein silber­nes Zigaretten kästcken vom Teewagen und stellte es vor Axel hin:Bitte, bedienen Sie sich?"

Nachdem sie sich selbst eine Zigarette genommen und Axel ihr Feuer gegeben hatte, fuhr sie fort:

Nein ich wurde heute mittag von J)errn Güstrow angerufen ... Herr Güstrow, wissen Sie, ist der Deutschamerikaner, der vor einem halben Jahr das Schloß Mönckeberg erwarb. Er ist sett heute lrüh mit seiner Tochter in Berlin,' und gegen halb fünf wollen sie mir einen Besuch machen. Es sind übrigens reizende Menschen wenigstens der Vater: denn die Tochter kenne ich noch nicht und ich glaube, daß diese Bekanntschaft Sie bestimmt nicht langweilen wird, Herr Holm!"

Während Axel aufatmend ein paar höfliche Worte sagte, fiel ihm der eigentliche Zweck seines Besuches ein, und er bat Sigrid, ihm noch einmal ausführlich über den bei chr verübten Einbruch unö all das Drum und Dran zu berichten,

Sigrid kam dieser Aufforderung gern und sofort nach, und nach wenigen Minuten schon waren sie erneut mitten, in einer angeregten Unterhaltung.

Axels Gedankengänge bewegten sich mit denen Raucheisens ungefähr auf gleicher Ebene: denn auch er mutmaßte sofort, daß Frank Duderstädt bei die­sem Einbruch irgendeine Rolle spielen muffe. Aber als Axel seinen Verdacht in vorsichtigen Worten laut werden ließ, stieß er damtt zu s-".ner Ueber- raschung auf Sigrids heftigsten Widerspruch.

Das ist doch sehr unglaubhaft, Herr Holm", versicherte ste mit Nachdruck.Frank Duderstädt ist ein lieber, guter Junge, der bei dieser Angelegen, heit völlig ausgeschaltet werden muß. Sie ken­nen ihn leider nicht, Herr Holm, sonst würden Sie nicht einmal in Gedanken wagen, ihn mit diesem Einbruch in Verbindung zu bringen!"

Axel wiegte zweifelnd den Kopf.

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Soldaienkinder sollen ihrzu Hause" haben

Sicherung des Heims für Witwen Gefallener und Verlobte mit Kind.

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Darum Gas sparen!

Darauf müssen unsere Hausfrauen Rücksicht nehmen.

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Maler, der schönen Modelle und der häßlichen Gläubiger, die des Telephons, des Blitzlichts und des Interviews .zu mischen und aus dem ersten großen Bericht, den eine junge Journalistin über einen akademleproisgekrönten jungen Maler namens Schmidt geschrieben hat, die bösen Verwicklungen und das gute Ende herauswachsen zu lassen.

Hermann Strenger.

..Der Alachs Acker."

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worden. Bei Verlobten tritt an die Stelle des Tages der Ehefchließuna der Tag der Geburt des ersten bzw. ältesten Kindes des Gefallenen.

Nun hängt es aber während des gegenwärtigen Krieges sehr oft von Zufälligkeiten ab, ob ein junges Ehepaar,, eine Witwe oder Verlobte mit ihrem Kind eine Wohnung findet und diese einrich­ten kann. Daher kann während des Krieges auch nicht verlangt werden, daß der Antrag auf Gewäh­rung eines Ehestandsdarlehens binnen einer be­stimmten Frist gestellt wird. Der Minister hat des­halb den Gedanken, daß während des Krieges die Anwartschaft auf ein Ehestandsdarlehen nicht durch Fristablauf verlorengehen darf, in einem neuen Er­laß zum erstenmal klar ausgesprochen. Er gilt nicht nur für Witwen und Verlobte Gefallener, sondern auch für alle jungen Ehepaare, die während des Krieges geheiratet haben und denen die Einrichtung eines eigenen Hausstandes gegenwärttg nicht mög­

lich ist.

Wie aus dem Reichsfinanzministerium noch klar- gestellt wird, gelten die Bestimmungen über Ehe- standÄtarlehen für Witwen und Verlobte Gefalle­ner und Gleichgestellter sinngemäß auch für die Ge- Währung von Einrichtungsdarlehen und Einrich- tungszuschüssen für Angehörige der Landbevölke­rung.

Auch füi> die jungen Soldatenehen, soweit sie schon geschlossen oder doch ernsthaft beabsichtigt wur­den, wird die Gründung einer eigenen Haushal- tuna durch Staatshilfe gewährleistet, sofern ein Kino aus der Verbindung hervorgeaangen rft. Ge­schieht das für die Dauer durch die Hinterbliebenen­versorgung, so erfolgt es anläßlich der eigentlichen Gründung des Heims durch di- Gewährung von Ehestandsdarlehen, die feit einiger Zeit auÄrück- lich auch für die Witwen und Verlobten von Ge­fallenen upd bei besonderem Einsatz Verstorbenen ermöglicht worden ist. Voraussetzung ist, daß ein Kind aus der Verbindung hervorging oder erwartet wird und daß die Witwe oder Perlobte sich eine eigene Wohnung einrichten will. Der Nachweis, daß das Kind aus der Verbindung der Verlobten hervorgegangen ist, gilt ahne weiteres als erbracht, wenn die Verlobte und ihr Kind das Recht zum Tragen des Namens des Gefallenen erhalten haben. Der Reichsfinanzminister hat, wie an unterrichteter Stelle erklärt wird, die Beobachtung gemacht, daß Ehestandsdarlehen auf dieser Basis bereits in recht erheblichem Ausmaß an Witwen und Verlobte Ge­fallener und Gleichgestellter gegeben werden konn­ten. Der Minister hat nun eine Reihe weiterer Ver­günstigungen hierzu geschaffen, die in einem wich­tigen Teil überhaupt allen jungen Ehepaaren, die während des Krieges geheiratet haben, zugute kommen.

Während bisher der Minister selbst sich die Ent­scheidung über Anträge von Witwen und Verlobten Gefallener vorbehielt, hat er nunmehr die F i - nanzämter ermüd)tigt, Ehestandsdarlehen von sich aus auch in diesen Fällen zu gewähren. Das

Die Ermahnung, sparsam mit Gas umzugehen, mag beim Außenstehenden vielleicht den Gedanken geweckt haben, rückläufige Produktion zwinge zur Beschränkung^und (aus zunächst unbekannten Grün­den) vermindertes Aufkommen müsse durch sorg­fältigstes Anteilen ausgeglichen werden. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit 1933 hat sich die Gaserzeugung verdreifacht, wobei das Schwerge­wicht der Steigerung in die letzten fünf Jahre fällt, die allein etwa eine Verdoppelung brachten. An dieser wirklich großen Leistung ist besonders be­merkenswert, daß sie vielfach ohne nennenswerte Ausweitung der Anlagen vollbracht worden ist und laufend vollbracht wird.

Denn etwa zur gleichen Zeit wie das Anwachsen des Gasbedarfs lief auch die durch die Verstärkung unserer Wehrkraft bedingte Umschichtung unserer Produktion an. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dieser und jener Entwicklung ist in mehr als einem Sinn unverkennbar. Die Frage der Hüt­tenwerke nach Koks bestimmt auch die Menge des Beiproduktes Gas, und die Verfeinerung der Ar­beitsvorgänge, vor allem in der Metall verarbei­tenden Industrie, hat auch in den mit Stadtgas belieferten Werken zu einer noch gar nicht ahzu- sehenden Steigerung des Gasbedarfs geführt. Die einst geläufige Verteilungsquote des Anteils von HaushÄt und Industrie an der Gesamtgaserzeu­gung hat sich grundsätzlich verändert. Rechnete man früher in den Ortsgaswerken mit einer Haushalts­gasabgabe von 60 bis 70 v. H., fo hat sich selbst dort dieses Verhältnis verschoben zugunsten der Industrie. Aus die/ Gesamtgaserzeugung bezogen, also einschließlich der Kokereiabgabe, beträgt deren Anteil jetzt sogar 80 v. H. v

Diese Zahlen aber können bei oberflächlicher Be­trachtung ein ganz schiefes Bild ergeben und den Eindruck aufkommen lassen, der Haushaltsbedarf habe eine rückläufige Entwicklung genommen. Das Gegenteil ist der Fall, und zwar in so krassem Aus­maß, daß der Appell des Reichsmarschalls zur Gas- Sparaktion ganz bewußt an die Haushalte gerichtet war. Die durchschnittliche Steigerung der Haushalts­gasabgabe liegt wohl bei etwa 10 bis 15 v. H. Es gibt jedoch Werke, die ein Anwachsen der Nach­frage seitens des Haushalts um^20, 30, ja fast 50 v. H. (!) haben decken müssen und sich nun mit Recht fragen, bis zu welchem nicht abzusehenden Ende sich diese Schraube tonb( noch drehen will.

Die Ursachen für diese (Steigerung des Bedarfs sind teilweise in der Umstellung unserer Ernährung, im Uebergong vom kalten Aufschnitt zum warmen Essen zu suchen, im erhöhten Arbeitsanfall im , Haushglt bei gleichzeittg wrminberter Bereitstel- llung menschlicher Hilfe, die zu einem Ausweichen

lächelte Sigrid.Ditte, wollen Sie hier Platz neh- men ...! Entschuldigen Sie mich, bitte, einen Augenblick, ich will nur etwas Wasser für die schö­nen Rosen holen. Es wäre schade, wenn sie erst welk würden"

Während Sigrid mit einer Kristallvase hinausging, blickte Arel sich bewundernd um. Welcher geroalHge. Unterschied zwischen seinem eigenen Heim dem Ottos pedantische Ordnungsliebe und spartanische Lebensweise den Stempel aufgedrückt hatte, und diesem entzückenden Nest, das mit der Ausstrahlung einer gepflegten Frau gesättigt war, wo jeder Gegenstand von der licbenden Hand seiner Besitzerin zu erzählen schien ...

Axel war von dieser kleinen Welt einer gepfleg­ten Behaglichkeit derart gefangengenommen, daß er ganz den eigentlichen Zweck seines Besuches ver­gaß. Während er Sigrid am Teetisch gegenüberfaß, erzählten sie sich gegenseitig aus ihrem Leben, und einer hatte am andern einen solch guten Zuhörer, daß sie nicht merkten, wie schnell die Zeit verrann.

Du lieber Himmel!" rief Sigrid plötzlich,es ist ja schon vier Uhr vorbei Ich muß Ihnen ein Geständnis machen, Herr Holm: Ich erwarte näm­lich heute nachmittag noch zwei andere Gäste, die Sie sicherlich auch..."

Schade", sagte Axel, und er gab sich gar keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen.Es war gerade so gemütlich hier bet Ihnen, gnädiges Frau- lein ... Ja, dann' will ich natürlich nicht länger

auf das Gebiet der Haustechnik führt und das Interesse an arbeitsparendem Gerät geweckt hat. Ferner darf nicht vergessen werden, daß selbst in dem bereits gosversorgten Gebiet, dessen Sättigung doch schon verhältnismäßig dicht erschien, eine Zu­nahme der gasoersorgten Haushalte um 13 v. H. im Durchschnitt zu verzeichnen ist, und daß endlich diese vermehrte Zahl gasversorgter Haushalte, die jetzt eine Gesamtzahl von mehr als 12 Millionen er­reicht hat, einen ganz anderen Bestand an Gas- geräten aufzuweisen vermag als z. B. die geringe Anzahl von Haushalten vor etwa 6 bis 7 Jahren. Millionen von Gasherden, Gaskochern und Gas- wafferheizern, viele Tausende von Gaskühlschrän- ten, Waschmaschinen, Raumheizungen und Bügel­eisen sind in den Jahren feit 1933 von den deut­schen Haushaltungen gekauft und immer lebhafterer Benutzung zugeführt worden, wodurch rasch das einstige Tal der Gasabgode in den depressiven Jah^ ren der Wirtschaft einem Anschwellen der Abgabe- Kurve wich' welches nach einer Erweiterung der be­stehenden Anlagen' schon bald gebieterisch verlangt hatte.

Der Krieg hat dieser gefunden Entwicklung Em- hcllt geboten und die Dringlichkeit des Bedarfs ver­lagert. Darauf muß der Haushalt jetzt Rücksicht nehmen, denn die überwiegende Anzahl der Gas­werke hat die äußerste Grenze der Leistungsfähig­keit erreicht. Die Ansprüche , des Haushatts dürfen nicht noch weiter wachsen, sondern müssen, solange die Kriegswirtschaft vollen Einsatz fordert, sogar durch gewissenhafte Einhaltung der oft erwähnten kleinen Sparregeln zurückgehen. Schon hat man be­gonnen,Verbrauchssünder" besonders unter die Lupe zu nehmen, denn der Verschwenderische und der Sparsanze sollen nach durchaus verschiedenem Maß gemessen werden. Auf erhöhtes Vercmttvor- tungsgefühl jedes einzelnen in Industrie, Haushalt und Gewerbe aber kommt es in jedem Falle an.

Sießen-Wiekeck.

Dem Oberfeldwebel Fritz Keßler, wohnhaft in Gießen-Wieseck, Möserstraße, wurde das Kriegsver­dienstkreuz I. Klaffe mit Schwertern verliehen.

Schädling Gvah.

NSG. Die Schädlichkeit des Spatzen ist allgemein bekannt. Fünfmal *im Jahre brütet die Spätzin und legt jeweilig 6 Eier. Werden davon 4 ausgebrütet, so bedeutet das jährlich einen Nachwuchs von 20 Jungvögeln je Spätzin. Nach Berechnung erfah­rener Landwirte beträgt der Körnerverbrauch eines Spatzen von Mai bis Oktober etwa 200 Grarym. 1000 Spatzen würden also rund 4 Zentner roert-

Frage, liebes Fräulein von Mönckeberg: Lieben Sie Frank Duberftäbt?"

Sigrid wurde in der Schläfengegend ein wenig rot.

,Lch hab' ihn gern, weil er ein netter Kerl ist!"- bekannte sie ehrlich.Aber lieben-!?" Sie schüttelte energisch den Kopf:Nein, von Liebe kann keine Rede fein!"

Axel wagte nutz einen neuen Vorstoß. Er sprach von dem immerhin reckt merkwürdigen «Zufall, daß der Einbruch ausgerechnet mit dem Besuch Duder- stödts zusammenfiel

Zumindest muß der Einbrecher doch. gewußt haben, daß Sie an jenem Abend die Absicht hat­ten, wieder einmal auszugehen! Durch wen anders als durch Duderstädt könnte er aber wohl von die­ser Absicht erfahren Haden ...? Glauben Sie mir, gnädiges Fräulein, hier ist der Schlüssel, um das ganze Rätsel zu lösen!"

Sie befanden sich noch in lebhaftem Meinungs­austausch über diesen Punkt, als draußen die Glocke anschlug.

Sigrid erhob sich.

Wir sprechen noch darüber, Herr Holm! Ent­schuldigen Sie mich bitte einen Augenblick."

Axel hörte draußen lebhaften Stimmenwechsel, und gleich darauf kam Sigrid mit ihren beiden Gästen herein.

Thomas Güstrow war ein kleiner Herr von etwa fünfzig Jahren. Sein bemerkenswerter Spitzbauch und das weinrote Gesicht deuteten an, daß er sich mit Vorliebe lukullischen Genüssen hinzugeben schien; außerdem war er ein leidenschaftlicher Raucher, wie einige gelbgetönte Schatten in seinem eisgrauen und sonst sehr gepflegten Schmirrbart erkennen ließen. Grau und rot schienen überhaupt seine Lieblings- farben zu sein, denn er trug einen sehr vornehmen grauen Anzug, graue Wildlederschuhe und eine weinrote Krawatte dazu. Seine Bewegungen waren schnell und temperamentvoll, seine Stimme gutmütig polternd und ein wenig heiser, aber frei von jedem auÄändifchen Beiklang. (Fortsetzung folgt)

Aus der Siadi Gießen.

Winterschläfer.

Wenn vom Winterschlaf der Tiere die Rede ist, denken mir zunächst wohl meistens an den Dauer­schlaf eines Bewohners unserer Gärten. und An­lagen, den wegen feiner Verborgenheit und seinem fast nirgends häufigen Auftreten die wenigsten von uns in der-Freiheit je zu Gesicht bekommen. Wir meinen den Siebenschläfer, dessen Name wohl besa­gen soll, daß er sieben Monate des Jahres an einem Stück verschläft. Ganz genau stimmt diese Rechnung zwar nicht, aber da der schlaffreudige Nager, den mir uns am besten als die starke Vergrößerung einer Haselmaus vorstellen, bereits Ende Oktober sich in fein warm ausgepolstertes Versteck zurück­zieht und selten vor der ersten Aprilhälfte wieder aufwacht, so ist immerhin mit beinahe einem halben Jahre ein schwer zu überbietender Rekord im Dauerschlafen ausgestellt. Uebrigens ist, abgesehen von Süd- und Ostdeutschland, bei uns die Klein­ausgabe des Siebenschläfers, der Gartenschläfer, be­deutend häufiger, aber sein Bedürfnis nach Schlaf ist nicht geringer als das feines größeren Vetters. Auch die kleinste Vertreterin der Familie, die hübsche und nirgendwo seltene Haselmaus, weicht von dieser Lebensgewohnheit ihrer Sippe, die häß­liche Jahreszeit, in der es draußen nichts zu beißen und zu nagen gibt, in einem warmen Versteck zu verschlafen, nicht ab. Zu den Dauerschläfern gehört auch der Igel, während der Dachs, der auf diesem Gebiete ebenfalls Außerordentliches leistet, feinen Winterschlaf einigemal unterbricht, weil fein im Herbst angesammelter Fettvorrat offenbar nicht groß genug ist, als daß sich bis zum Frühjahr von ihm leben ließe.

Es versteht sich von selbst, daß ein solcher Dauer­schlaf nur dadurch möglich ist, daß die Körperfunk­tionen dieser Tiere roälrcnb der monatelangen Ruhe­zeit bis auf ein Geringstmaß gemindert sind. Daß ihnen die Natur den Winterschlaf verordnet hat, möchte uns zunächst wie eine scherzhafte Laune an­muten: aber wen wir uns auch zur Not vorstellen könnten, daß ein Siebenschläfer auf den Speichern der Bauernhöfe, die er ja auch sommertägs gele- möchten mir die Haselmaus oder den Igel auf kei- gentlich durchstöbert, einiges Genießbare fände, so neu Fall durch den rninterlichen Wald irren sehen, weil sie unweigerlich verhungern würden. Man darf also ohne meiteres annehmen, daß die Natur kei­nem Tier die Wohllat des Winterschlafes ohne trif­tige Gründe zubilligt.

Uebrigens gibt es viel mehr Winterschläfer als man meist annimmt, und die Nicht-Siebenschläfer" find sogar weitaus in der Minderzahl. Denn wenn auch die meisten Warmblüter ohne Winterschlaf auskommen, so stöhnen ihm unter den Amphibien, Reptilien und Insekten die meisten Arten. Und da diese Milliarden Lebewesen im Wachzustand von­einander leben, ruht den Winter über in der Natur der Kampf aller gegen alle fast ganz.

Es gibt Menschen, die die Sieben- und anderen Winterschläfer beneiden und etwas darum gäben, wenn auch sie sich im Herbst, natürlich mit einem entsprechenden Fettpolster auf den Rippen, in einer warmen Ecke zusammenrollen und bis gegen Ostern durchschlafen dürften. Wer diesen frommen Wunsch hegt oder gar äußert, ist ohne weiteres als ein Faulpelz erkannt und fällt entsprechend unange­nehm auf. Denn wie kann man's nur dem Igel nachtun wollen!

stür Tapferkeit vor dem Feinde.

Der Obergefrerte Otto Weiß aus Großen- Linden wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den schweren Kämpfen im Osten mit dem Eiser­nen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

Gefrorene Lebensmittel.

Gefrorene Kartoffeln verwendet man am besten als Pellkartoffeln. Sie werden, ohne aufgetaut zu werden, sofort in kckchendes Wasser gegeben und gar gekocht. Gefrorenes Gemüse braucht man eben­falls nicht aufzutauen. Es wird wie üblich gewa­schen, geputzt, geschnitten und sofort gar gemacht. Gefrorene Eier müssen in Salzwasser 1 bis IV2 Stunden aufgetaut werden. Man rechnet auf V, Li­ter Wasser 1 Eßlöffel Salz. Nach dem Auftauen müssen die Eier sofort verwendet werden. Da die Schale feine Risse hat, wickelt man zum Kochen je­des Ei in weiches Papier.

Es kommt wohl ab und zu auch einmal, vor, daß Einmachgut gefriert. Ist dies der Fall, stellt, man die Einmachgläser oder Saftfloschen in kaltes Was­ser und läßt auftauen. Falls das Glas schon einen Riß haben sollte, stellt man es in eine leere Schüs­sel in ein mit warmem Wasser gefülltes Gefäß und läßt es langsam auftauen.

Allgemein ist zu berichten, daß gefrorene Lebens­mittel in kurzer Frist verbraucht werden müssen.

Lothar Müthel und die Wiener Dichter Mirko Je- lusich, Max Well und Hermann Stuppacek, um der lebergabe der Verleihungsurkunde beizuwohnen. Stabtrat Blaschke betonte Dabei, daß die Auszeich­nung in dem Tiroler Josef Wenter nicht nur einem

bedeutet eine schnellere Erledigung. Ferner ist die allgemeine Friedensregelung, wonach Ehestandsdar- lehen in jedem Fall bis ein Jahr, bei einem Kind bis zwei Jahre und bei zwei Kindern sogar bis drei Jahre nach der Eheschließung noch beantragt ich den Witwen und Verlov- Gleichgestellter zugestanden

Dozent Dr. Kurt Wilde wurde zum a. 0. Pro­fessor ernannt und ihm an der Universität Halle die freie Planstelle eines Direktors des Psychologischen Instituts übertragen. Wilde wurde 1909 in Eldena (Pommern) geboren und habilitierte sich 1939 in Salle. Der a. 0. Professor für Mathematik an der niversität Marburg Dr. Franz Rellich ist zum 0. Professor für reine Mathematik an der Technischen Hochschule Dresden ernannt worden. Rellich wurde 1906 geboren. Er studierte in Graz und Göttingen, promovierte 1929 in Göttingen und habilitierte sich ebenda 1933. In Marburg wurde er 1939 n. b. a. 0. und 1940 außerplanmäßiger Professor.

Ein Alaria-Theresia- Schauspiel von Josef idealer.

Der Grillparzer-Preis der Stadt Men Ist dem in Baden bei Wien lebenden Dichter Dr. Josef Wenter für fein dichterisches Lebenswerk zuer­kannt worden. Im roten Saal des Rathauses hatte sich ein Kreis von Freunden und Verehrern des Meisters versammelt, unter ihnen Generalintendant

ROMAN VON OLAF BOUTERWECK

24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Gut, ich werde entsprechende Anweisungen Beben! Ich muß Sie jedoch darauf aufmerksam machen, Herr Holm, daß jede ungenehmigte izahrt über die Grenzen Groß-Berlins hinaus als Flucht­versuch angesehen wird, der Ihre sofortige Verhaf­tung zur Folge haben würde. Wo ist übrigens ?hr Paß? War der etwa auch in dem gestohlenen ^Nein, mein Paß liegt bei mir daheim im

Schön, diesen Paß werden Sie dem Kriminal- ftlretär Steputat aushändigen, der jetzt sofort mit ihnen nach Kladow hinausfährt! In dem klugen- bjtf, in Sem Ihre Schuld,oliZkeit bewiesen rst. t>e- bmmen Sie den Paß zurück." .

Hoffentlich recht bald!" sagte Axel mit einem tiefen Seufzer und ging nach der Tur.

Mit einem unergrünÄichen Ausdruck im Gesicht hch der Kommissar ihm nach.--

11. Kapitel.

In den nächsten vierundzwanzig Stunden ereig- wte sich nichts, was Axel erneut bcunruhigthatte, ttiö daher machte er auch am frühen Nach^ttag des folgenden Tages den angetunbigten Besuch bei ^Sigrü) errötete ein wenig, als Axel chr einen Ltrauß Teerosen überreichte und sich nder ihre

,Sie^Esi^' eine wahre Verwandlungskünstlerin, fsräulein von Mönckeberg! Jedesmal^ wenn ich «ie sche, haben/Si e sich verändert und immer wieöer $11 Ihrem Vorteil!" , »

Sie sind sehr liebensrvurdis, Herr Holm. Setzt

Ein Schauspiel von Stijn Streuvels brachte das Bremer Schauspielhaus in der deutschen Bear- beitung von Nora Reinhard. Der Flochsacker ist das Gold des flämischen Bauern und wird hier zum Sinnbild seiner Kraft und Leistung überhaupt. Don diesem Flachsacker, der hinter der Szene liegt und doch alle Svenen bestimmt, gehen Ströme aus, die den schwerblütigen flämischen Menschen in fei­ner gesunden Erdverbundenheit umreißen. So zei­gen sich die vier Akte des Schauspiels als eine viel­seitige Darstellung des bäuerlichen Lebens Im Mit­telpunkt der Handlung steht der Großbauer Jan Vermeulen, dev in feiner eigenen Welt wurzelt, deren Grenzen er selber bestimmt, und deren lieber« schreitung er nicht duldet. Er erkennt, daß er sich selber schlug, als er seinen Sohn traf und daß sein Leben sinnlos werden würde, wenn der Erbe stürbe: die Kraft menschlicher Empfindungen bricht m seine starre Selbstgerechtigkeit, und sein Sohn findet ins Leben zurück. Gegenpole seiner Weltbe- trachtung sind der Sohn als Vertreter der nach ihm kommenden Zeit, und der alte Ohm als Vertreter I der älteren Generation, abgeklärt und weife, schon : Ewigkeit verpflichtet. Clemens Cunis.

hochschulnachrichten.

stören!" Er erhob sich taktvoll.

, Aber nein"; wehrte sie lächelnd ab,so war es doch nicht gemeint, Herr Holm! Bitte setzen Sie sich wieder. Ich wollte Sie doch nur auf diesen Besuch vorbereiten." A

Erwarten Sie etwa den Kommiffar Raucheisen?" fragte Axel mißtrauisch und versttmmt. ,^r ist näm­lich der einzige, der mir augenblicklich meine gute Laune verderben könnte!"

..Warum?" lächette Sigrid.Ich finde den Kom­missar reizend abgesehen natürlich von seinerö-- -----;-------- .

scheußlichen Meerschmrmpfeise ... Uebrigens, da wir!Verzeihen Sie mir eine etwas unverfrorene

Der Thealerkritiker Theodor Fontane.

DieGesellschaft für Theatergeschichte" veröffent- cht in Kürze eine Untersuchung über denTheater- Iritifer Theodor Fontane" von Dr. Rüdiger R. Knudsen. Die Arbkit gibt eine erschöpfende Dar» tellung der theaterkritischen Tätigkeit des großen Erzählers, beginnend mit seinem mehrjährigen Eng- änd-Ausenthält bis zu seiner 20 Jahre dauernden Tätigkeit als Theaterkritiker derVossischen Zeitung" in Berlin. Bemerkenswert ist vor allem die Aus- oertung der Fontaneschen Theaternotizbücher, so- iann die Darlegung über den sehr persönlichen Stil ier Fontaneschen Kritik und ihre Ausstrahlungen cuf die Oeffentlichkeit und das Theater. Interesse uirb auch die Erörterung über Fontanes Stellung Mm Naturalismus und zu Gerhart Hauptmann finden.

rgerisch« na eben?

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Dantesmorten sagte Wenter, die Stadt Wien möge chm gestatten, ihr sein demnächst zur Vollendung kommendes Schauspiel um die Kaiserin Maria The- Mesia zuzueignen.

ILlne Maller-Guttenbrunn-Feier in Temeschdurg.

Am 17. Januar jährte sich zum 20. Male der adestag des volksdeutschen Dichters Adam Müller- luttertbrunn, der in feinen RomanenGötzendäm- linerung",Die Glocken der Heimat",Meister Ja- tob und feine Kinder" die große Heimattrilogie les Banater Deutschtums schuf. Die deutsche Volks­gruppe in Rumänien ehrte den Dichter, der sich lefonbers der Schilderung seiner donauschwäbischen Heimat gewidmet hatte, in einer Feierstunde im Kulturpalast von Temeschdurg. Nach Ansprachen les Gebietsleiters Hans Jung und Dr. Rudolf Hol- ingers wurden die Ernennungsurkunden an die Ruiturräte der Deutschen Volksgruppe' in Rumä­nen Otto Alscher, Franz Ferch, Stefan Heger und Rarl von Möller verteilt.

ringenden unipersalistisch gebildeten, durch und !)urch musischen und faustischen Menschen zuteil ge- . worden sei, sondern jenem Dramatiker, der mit dem l foH Lurgtheater aufs innigste verwachsen sei. In seinen