Ausgabe 
25.3.1943
 
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Der Generalbevollmächtigte für den Arbettseinsatz

Trier.

(Nachdruck verboten.)

33. Fortsetzung.

n^ch einigen Sekunden mimen die Angen. Ähr elfter unwiderstehlichen

eng- und

rschossen worden.

Die nordckinesische Regierung plant den

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Im Mittelpunkt der Bildberichte sieht die Schlacht von Chark o w. Panzer, Geschütze und Trans­portfahrzeuge rollen in endlosen Kolonnen vor. Flakbatterien brechen in direktem Beschuß die Zu­gänge der Stadt auf. Von Norden und Osten drin­gen unsere Truppen in Charkow ein. Die Kriegs-

einen Fachmann um Rat zu fragen.

Vernünftige Einteilung der Benutzungsdauer und achtsames Umoehen mit unserem Gerät also kann ungeheuer viel helfen- den Empfänger spiel-bereit w

O-'e Zuweisung hauSw rlschastlicher Lehrlinge.

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verfehlten. Renate erhob sich rasch und nahm die Lampe auf.

Ich furchte, Sie werden noch einmal umlernen müssen, Herr Doktor", gab sie mit leichtem Spott zurück, der nur ihre Unsicherheit verbergen sollte.

Er nickte befriedigt.

Also^gehen wit weiter .. ."

Sie standen am Füllort der Sohle sieben, etwa achthundert Meter unter der Erde. Eine dicke, feuchtwarme Luft schlug ihnen hier entgegen und legte sich schwer drückend auf die Lunge. Wenn man die Augen schloß, konnte man sich in ein Treib­haus versetzt glauben. Wohlatig empfand Renate den leichten, kühlen Luttzug, der von der Wetter­anlage im Schacht herkam. Die Männer, die hier unten mit dem Rangieren der Kohlenkipper be­schäftigt waren, arbeiteten-mit nackten Oberkörpern. Sie waren schwarz wie der Teufel. Rur das Weiße in ihren Augen leuchtete auf.

Run standen sie in der Förderstrecke, die hinem- sührte in das dunkle Gewirr von Teilstrecken und Querschlägen, die sich mehrere Kilometer weit, wie die Straßen einer unterirdischen Stadt hinzogen.. Aber die Straßen dieser Stadt der Unterwelt hatten wenig Aehnlichkeit mit denen dort oben. Undurch- drinaliches Dunkel lag über ihnen.« Es war, als schritte man auf ihnen irgendwohin ins Nichts. Die beiden Grubenlampen warfen nur einen schwachen Schein auf den holprigen Weg, der von Stein- und Kohlenbrocken, von Geröll aller Art übersät war. An manchen Stellen kam das Hangende so tief herunter, daß man nur gebückt gehen konnte. Nur geübte Augen und Ohren fanden hier ohne Mühe ihren Weg. . , f .

Renate wpr von einer atemlosen Spannung er­füllt. Sie sprach kein Wort, sie hielt sich nur dicht neben Werner und mußte alle Sinne zusammenhal- ten, um nicht über die am Loden liegenden Schwel­len'und Schienen der Grubenbahn zu stolpern. Eng an die feucktalänzend- Wand g-d'-ängt muhten sie bte unter schrillen Warnungspfiffen heranschnau­fende Grubenlokomotive passieren ließen, die ras-

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hier 500 Kilometer langen Wasserstraße zwischen Keibern Fluß und Kaiserkanal, um eine ausreichende Bewässerung der Reisfelder im Gebiet von Tientsin 51 ermöglichen.

*

Der brasilianische Brigade general Gomez ist in Aordafrika eingettosfen zu Besprechungen mit dem ISA.-General Eifenhoroer.

Kunst und Wissenschaft.

Ehrensenatoren

der Technischen Hochschule Darmstadt.

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Das spielbereite Rundfunkgerät

Wie erhalte ich mir meinen Empfänger?

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Die Technische Hochschule Datmstad-t Hot die k mische Würde eines Ehrensenators verliehen an Ütmisterialdirektor Dr. Erich Körner im Reichs- pistministeriurn in Anerkennung seiner Verdienste M der Erforschung der hoheitlichen Rechtsnatur tr Reichspost sowie um das Zustandekommen des fnftituts für Postwesen und der Nachwuchserziehung cif dem Gebiete des Postwefens, und an Ministe- talbirigent Dr. E. Neugebauer im Reichs- pftministerium in Anerkennung seiner wissenichaft- Ichen Verdienste um das Fernmelde- und Rund- fnkrecht sowie seiner fördernden Mitarbeit bei dem Ausbau des Instituts für Postwesen.

Eine Altmeisterin des Kinderbilderbuches.

In Dresden-Klotzscbe begebt die Altmeister ist des Underbilderbuck)es Frau Gertrud Caspari in viller Schaffensfreude ihren 70. Geburtstag. Um de Jahrhundertwende kam, nachdem eine Krank- Hit sie zur Aufgabe des Zeichentehrerinnenberufes g: zwangen hatte, ihr erstem Kinderbilderbuch auf dn Büchermarkt. Frau Cofbari hat rund fünfzig Bücher mit einer Auflagenhöhe von 3 bis 4 Mil- lisnen der Kinderwelt geschenkt. Dabei ist sie mu iiren Arbeiten nie stehengeblieben. Zur Zeu^ar­beitet sie an zwei neuen Büchern ein schöner Erweis für die Tatsache, daß sie sich trotz ihrer 7i) Jahre ein ewig junges Herz bewahrt hat.

is USA-Militär von der Schußwaffe Gebrauch kochte und 24 Muselmanen niederschoß. Die- !nde Menge tötete sieben USA-Soldaten. In bnftantine sind 16 Eingeborene von einem bch-omerikanischen Militärgericht verurteilt

flüchten Hausen von Bolschewisten. Unaufhaltsam bringt der deutsche Soldat immer tiefer in die Stadt ein. Wir sehen in die Gesichter der Eroberer von Charkow: ---Männer, Panzergrenadiere und Flakkanoniere: in ihren Augen leuchtet das Wissen um den. Sieg klarer denn je.

Mit den Geschwadern unserer Luftwaffe geht es, den Verbänden des Heeres weit voraus, gegen sowjetische Kolonnen und Transportzüge ostwärts von Charkow.

Neben einem interessanten Bericht vpn der Sicke­rung der Südostküste Europas bringt die Wochenschau Bilder vom erfolgreichen Kamps un­serer U-Boote imNordatlantik. Mit einem U-Boot, has zu einem auf ein britisches Geleit an- gesetzten Rudel gehör), tauchen wir zum Angriff. In den Gesichtern der U-Boot-Besatzung spiegelt sich die'Anstrengung dieses Einsatzes. Der Kommandant am Sehrohr verfolgt die feindlichen Schiffe. Tor­pedos los! Zerstörer jagen heran. Alles verfolgt gespannt die Schraub engeräusche. Wasserbomben berftm. Das Boot wird hin- und hergeworfen. Erst langsam wird es wieder ruhiger. Nach dem Auf- tauchen sehen wir einen der torpedierten Dampfer vor uns. Halb schwimmt er noch auf seiner Ladung, dann schießt er senkrecht ins Meer. Der Feind hat wieder kostbaren Frachtraum und wertvolles Ma­terial verloren. ; J.P.S.

Verdunkelungszeit: z

25. März von 19.42 bis 5.43 Uhr.

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sclnd und polternd einen endlosen Zug kleiner Kipp loren hinter sich her zog. Dann war alles wieder still wie in einer Kirche. i

Was ist der Mensch, mußte sie angesichts dieser ungewohnten Umwelt denken. Wenn sich die über ihr bis zur Erdoberfläche hinaufreichenden Erd- und Gesteinsmassen nur um wenige Meter senkten, war alles' Leben hier unten in einer Sekunde ausge- löscht. Und doch zog es den Menschen immer wie­der hinab in bas ungewisse Schicksal, das ihn hier erwartete. War es nur-der Lohn, um defsentwillen er jeden Tag aufs neue einfuhr ober stand doch etwas "anderes dahinter, eine geheime, unbegrer^ bare Macht, von der eine dunkle Ahnung in ihr aufkam, wenn Werner davon sprach, wie er an feinem Beruf hing und an den Menschen hier unten, aus deren Mitte er. kgm. Der Bergmann hing an der Grube, wie der Seemann das Meer liebte. Sie wußten* beide um die Gefahren, denen sie täglich und stündlich ausgesetzt waren. Und den­noch fuhren sie hinein in die Schächte und segelten hinaus in die Weite der Weltmeere ...

Weiter ging der Weg, und bann blitzten weit hinten eine Reihe winziger Lichter au*, Funken, die wie Glühwürmchen durcheinander zu streu schienen. Man näherte sich dem eigentlichen Abdaurevier.

Sehen Sie diese Lichtpünktchen da vorn?" fragte er und wies mit seiner Lampe geradeaus. Das find die Grubenlichter der Hauer, die dort vor der Kohle liegen. Wir werden gleich an Ort und Stelle fein."

Renate sah unverwandt in die Richtung, die er ihr gewiesen hatte. Nur wenige Minuten noch, und sie sollte mit eigenen Augen sehen, wie die aeroalt», tätige Hand des Menschen der Erde das kostbare schwarze Gestein entriß.

Plötzlich erzitterte alles unter einem gewaltigen dumpfen Schlag, der wie ferner Donner heran- rollte, begleitet von einer heftigen, stoßenden Luft- beroegung, die Renate zu Boden gerissen hätte, wäre Werner nicht sofort zur Hand gewesen, um sie aufzufangen. Sie konnte in ihrer Unerfahrenheit

hat im Einvernehmen mit der Reichsfrauen'uhrung derichter haben die spannende Atmosphäre dieses er- ! bezüglich der Zustimmung zur Begründung und-' ditterten Kampfes emge.asgen. Im Hintergründe .-«1111 i'-nrrrnTi»j ***.ux.m

Oktober 1899 im alten GießenerJnfanterie- Regiment Nr. 116 Leutnant und gehörte dem Offizierkorps unseres alten Regiments bis zum Jahre 1912 an. Als Bataillonskommandeur im Jnf.- Regt. Nr. 184 wurde er in derGroßen Schlacht in Frankreich" im Marz 1918 in dem sog.Unter­nehmen Michael" mit dem Orden Pour le märite ausgezeichnet. Nach dem Weltkriege wurde er zur Kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen General- stabes kommandiert und als Archivrat ins Reichs- arch'.v übernommen. Hier hat er sich als Heraus­geber der bekannten BuchreiheSchlachten des Welt­krieges" und derErinnerungsblätter deutscher Re­gimenter" um die Geschichtsschreibung des ersten Weltkrieges besondere Verdienste erworben. So zu den markantesten Persönlichkeiten des deutschen Wehrschrifttums, gehörend, wurde er 1931 Haupt- schriftleiter derDeutschen Wehr". In seinem auf­sehenerregenden, im Jahre 1925 erschienenen Buch Der Mensch und die Schlacht der Zukuntt" suchte Soldan seine persönlichen Erfahrungen für einen zukünftigen Krieg auszuwnten. In dem jetzigen Dölkerringen war der erprobte Frontsoldat wieder­holt alsHöherer Kriegsberichter" im Westen, im Osten und auf dem Balkan eingesetzt.

Als Archivrat und Abteilungsvorst and im Reichs­archiv hat er die im Jahre 1924 im Rahmen der Erinnerungsblätter Deutscher Regimenter" erschie­nene Kriegsgeschichte des Infanterie-Regiments Kai­ser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116 mit einem Geleit- und einem Nachwort bereichert und damit erneut seine enge Verbundenheit mit dem alten Regiment 116 bekundet. In den Kreisen der alt"n 116er erinnert man sich gerne des verdienten Offiziers, dem auch aus feinem Garnisonsort der Leutnantszeit herzliche Sympathie entgegengebracht

LeurilligungspfNchtlg, es fei denn, daß befer Preis spater in zulässiger Weise erhöht wor- d n ist oder erhöht wird, z. B. Preise, die auf Cntnb einer Ausnahmebewilligung erhöht wurden.

Todesstrafe für Diebstahl aus Luftschutzkellern.

Der 20jährige Heinrich Rohmann aus Herne war fhon früh auf Abwege gekommen. An eine regel­mäßige Arbeit konnte er sich nicht gewöhnen. Nach- dm er schon zweimal wegen Diebstahls und einmal vegen Arbeitsverweigerung zu Freih-itsstrafen ver- urteilt worden war, beging er im November 1912 frtaesetzt Einbrüche in Lu.tschutzkeller in Reckling- tzrusen und Herne, und aus diesen Lebensrnittel, Epinnftoffroaren usw. zu entwenden. Das gestohlene ßut brachte er zu Dirnen in Bochum, die es chm Rauften. Die Hauptverhandlung vor dem Dort­runder Sondergericht ergab, daß R. bis Anfang M3 mindestens 12 Diebstähle, hauptsächlich Keller- rnbrüche, verübt hat. Das Sondergericht verurteilte als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Sobe. Die Allgemeinheit hat einen Anspruch bar» cif, vor solchen Elementen geschützt zu werden, und kolksgenossetz, die mit Rücksicht auf die Fliegerge- schr wertvolle Kletdunasstücke, Lebensmutes ttfro. v ihren Kellern aufbewahren, können mit Recht vom (ilaat erwarten, daß gegen diejenigen, die sich die Fiegsbebingten Verhältnisse zunutze machen, mit !zonungslofer Härte vorgegangen wird. Das Urteil ^bereits vollstreckt.

Meine politische Nachrichten.

Die Verbände eines deutschen Flakkorps erzielten ! cit 18.3.1943 chren 1350. Flugzeug- und 1500. ^onzerabschuß im Sudabschnitt der Ostftont.

*

Ein unter dem NamssnUrred" in englischen Üienften stehendes norwegisches U-Boot ist nicht 01 seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Das Schiff be­find sich auf einer Patrouillenfahrt.

*

Alle im britischen Empire lebenden Staatsbürger nn Belgien, der früheren Tschechoslowakei, Grie- ifenland, den Niederlanden, Norwegen, Polen und Jugoslawien im Alter zwischen 18 und 42 Jahren »erden zum Dienst in der britischen Wehrmacht ungezogen. .

In Wasa» kam es zu einem Zusammenstoß zwi* hen USA.-Truppen und Mwokkanern, well die Drbameritaner verschleierte Frauen belästigt hat- tu. Es entstand eine Schlägerei, in deren Verlauf

Aus einer technisch interessierten Bastelei ist der Rundfunk Kulturträger der Ration geworden, und sein Aufgabengebiet ist im Kriege darüber noch er­heblich hinausgewachsen. Keiner will in dieser schicksalsschweren Zeit ohne Rundfunk sein. Da wir uns im totalen Kriegszustand befinden, wo Men­schen und Material vor allem für den Sieg ein­gesetzt werden müssen, entsteht die Frage, wie und wodurch wir uns selbst das Rundfunkgerät spiel- bereit erhalten können.

Rein technisch ist der Rundfunkempfänger in feinen) Aufbau so kompliziert, daß der Laie unmög­lich einen Fehler beseitigen könnte. Deswegen kom- men für die Millionen Gerätebesitzer lediglich Vor­beugungsmaßnahmen in Frage, um den Apparat einsatzbereit, d. h. spielbereit zu erhalten. t

Als wichtiger Bestandteil, der dem Verbrauch ständig unterworfen ist, müssen die Empfangs- und Verstärkerröhren betrachtet werden. Von,ihrer Güte ist nicht nur die Lautstärke abhängig, sondern auch die Klangreinheit wie überhaupt die ganze Funk-' Hon des Empfängers. Geht auch nur eine dieser Röhren entzwei, so witd der Empfang unterbrochen, das Gerät bleibt stumm. Die Frage der Lebens­dauer ist bei den verschiedenen Typen ganz unten schiedlicy, und wenn sie auch von mehreren Fak­toren abhängig ist, so bleibt sie im Wesentlichen doch eine Funktion der tatsächlich verbrauchten Betriebs«, stunden. Es ist daher erklärlich, daß mit doppelter Benutzungszeit die Lebensdauer auf die Hälfte sinken muß, und Dort, wo man heute noch ganz unoer- ständlicherweife bereits morgens den Apparat ein- schaltet und den ganzen Tag bis Mitternacht spie­len läßt, werden die Röhren bald taub werden, ihre Derstärkerwirkung muß zwangsläufig immer mehr nachlassen, bis das (Beirat dann vollkommen schweigt.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß man die Röhren durch kleinere Lautstärke schonen könnte. Wenn der Rundfunkempfänger eingeschaltet wird, so sind damit auch die Röhren automatisch auf ihre maximale ßeiftangpabgabe gebracht worden. Man kann also die Röhre möglichst lange dadurch gesund und betriebsbereit erhalten, wenn man nicht wähl-

Glück auf, Renate!

Roman von Ernst Grau.

schmutzt die Umschalterkontaktc, nistet sich in dem ungekapselten Lautstärkenregler ein und setzt sich zwischen die Platten der Drehkondensatoren, mit Jenen wir auf den erwünschten Sender abstimmen, wodurch zuerst Störgeräusche entstehen und schließ­lich die Bauelemente beschädigt werden. Das (Ein­bringen des Staubes läßt sich zum großen Tell da­durch verhindern, daß wir den Apparat durch ein« faches Ueberdecken schützen, wenn große Staub- mengen aufgewirbelt werden. Wird jedoch der Runofunkempfänger in Betrieb genommen, so muß die Schutzhülle entfernt werden, da sonst die Hitze, die durch die Röhren hervorgerufen wird, nicht ab- ziehen kann, was wiederum schädlich ist. Diese Schutzmaßnahme dgrf aber keinen dazu verleiten, den Empfänger selbst entstauben zu wollen, das Gerät etwa auseinanderzunehmen oder mit dem Staubsauger heranzugehen. Man kann dadurch einen vorerst nicht wieder gutzumachenden Schaden, anrichten.

Der Deutsche Rundfunk hat schon vor dem Kriege eine Warnung durchgegeben, die ebenfalls für dts Lebensdauer des Rundfunkempfängers ihre Be­deutung hat und. die zu beherzigen im Jnteresss jedes Gerätebesitzers ist. Sie heißt: Stellen Sie Ihren Rundfunkempfänger auf Zim­merlaut st arte! Man stört sonst nicht nur die Ruhe seines Nachbarn, sondern beansprucht den ganzen Empfänger weit über Gebühr. Vor allem wird der Lautsprecher in Mitleidenschaft gezogen, well die Konstruktion nur für eine mittlere Zim­merlautstärke bemessen ist. Geht man mit der Laut­stärke über ein gewisses Maß hinaus, so werden die Impulse an der Membrane zu groß, die Musif oder Sprache verzerrt, und schließlich klemmt der Lautsprecher und klirrt. ^Verständlichkeit bei Wort fenbungen und einen flangreinen Ton erreicht man aber nicht durch erhöhte Lautstärke, sondern allein durch genaues Einstellen der Skala auf den zu empfangenden Sender. Je sorgfältiger das Gerät auf die zu empfangende Welle abgestimmt wird, um so klarer, deutlicher und voller tritt der Ton heraus, um so geringer sind die Nebengeräusche.

Die in jedem Rundfunkgerät befindliche Siche­rung dient zum Schutz gegen plötzlich au*tretende. Fehler und gegen Ueberlastungen. In einem solchen Falle trennt sie das Gerät vom Sttomnetz und ver­hütet weitere Schäden. Muß die Sicherung einmal erneuert werden, so ist unbedingt darauf zu- achten, daß die Ersatzsicherung für die gleiche Stromstärke bemessen ist. Aus keinen Fall darf die alte Siche' rung mit irgendeinem Draht oder mit Staniol ge­stickt werden, denn dann ist sie als Schutzvorrich­tung vollkommen zweck- und wertlos. Geht jedoch die Sicherung öfter durch, so ist ein direkter Fehler im Gerät zu vermuten, und es ist dann unerläßlich,

los alles hört, was der Deutsche Rundfunk den. ganzen Tag über sendet, sondern nur durch eine vernünftige' Einteilung der täglichen ^Betriebs- stunden. Besonders aber kann der Empfänger durch eine verständnisvolle Behandlung weitgehend ge­schont werden. Vor allem durch Vermeidung jeder unnötigen Betätigung der Bedienungsgriffe, weil die inneren Organe, die damit in Tätigkeit gesetzt werden, heute nur schwer oder überhaupt nicht zu ersetzen sind. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um den Umschalter, den Lautstärkenregler und die Einftellskala oder den Stationswähler. Auch der technisch vollkommen uninteressierte Rundfunkteil­nehmer wird einsehen, daß durch jede unnötige Be­tätigung auch diese Bauelemente des Geräts ge­schont werden können. Stark Kratz- und Prasset- --------------- ,

geräusche werden, sehr häufig durch Staub hervor- halten und eine genußreiche Teilnahme am mtlua° gerufen, der durch die Oeffnuna an der Rückwand rischen, politischen und kulturellen Geschehen des in das Gerät einbringt uni) sich festfrißt. Er ver- Reiches zu verschaffen. St. Getanen.

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f Schachtmeister Giese, den Hellingrath eingeweiht bi tte, lachte

.Na, keine Angst, Fräulein?" fragte er, als er l»2 beiden einsteigen ließ.

-Sie nickte ihm mit sprühenden Augen zu.

Angst habe ich nur, daß man mich vielleicht vor- bi erwischen könnte", gestand sie.Aber jetzt .. i'Zt freue ich mich nur." . .

Ein kurzes Glockenzeichen für den Mann an der aschine, und dann sank der Korb m die Tiefe.

Renate hörte noch das Poltern der über ihnen psammenschlagenden Falltüren, dann Mmanben ilr plötzlich die Sinne. Erst Mch Einigen Sekunden fr^nete sie noch ganz benonypen die tilgen. Spr aar, als würde ihr von einer unwiderstehlichen rächt der Boden unter den Füßen weggenßen. Sie d'iängt sich dicht an den Mann, der neben ihr auf ihr schmalen Bank saß. Glühlampen schwirrten wie ^ rlichter an ihnen vorüber in die H^h^- f

An den Füllorten der einzelnen Sohlen fiel ge- Jt-nftifd) der Schein der Bogenlampen rasch aup hb! tzend und ebenso schnell wieder verlöschend h^em. $me volle Minute währte dieses unheimliche CAir» 1|tn, bis der Korb plötzlich mit einem heftigen Nuck t'trtanb u

Renate saß eine Weile wie betäubt ©ie hatte ein ®efüht, als fei alles in ihr durchelnanderge- k rbelt und brauchte nun Zeit, wieder an me altge­wohnten Stellen zurückzugelangen.

Nun ... hoffentlich tut es Ihnen nicht schon jext leid .. .7" fragte er lächelnd. ,Zch weiß, es t rchts für eine Frau ...",. . r ,

'Er sagte das nicht ohne Absicht und sah rmt ^»nugtuung, daß seine Worte ihre Wirkung ntcy

sung von Lehrverhältnisstn in der Hauswirtschaft folgendes angeordnet: Die Arbeitsämter weifen ßehrfteUenberoerberhrnen nur an Lehrhaushalte zu. Die Anerkennung der Haushalte als Lehrhaushalte ist Aufgabe des Deutschen Frauenwerks, Abtellung Volkswirtschaft Hauswirtscha't. Die Entscheidung, ob es sich um einen Lehrhaushalt handelt, trifft im Einzelfalle die zuständige Kreisstelle des Deutschen Frauenwerks. <Den besonderen Bedürfnissen der hauswirtschaftlichen Berufserziehung entsprechend, bittet der Gmeralbevollmächtiate die Arbeitseinsatz- stellen, die Zustimmung zur Lösung eines solchen Lehrvertrages nur nach Anhören des Deutschen Frauenwerks zu ertellen.

WüS dis neue Wochenschau bringt.

Den Auftakt zur neuen Wochenschau bilden die Aufnahmen vom Heldengedenktag in Ber­lin. Man wird. Zeuge der weihevollen Stunde im Zeughaus mit der Rede des Führers, erlebt die Kranzniederlegung im Ehrenmal, sieht, wie der Führer die Verwundeten grüßt, und verfolgt den Vorbeimarsch des Ehrenbataillons.

Aus der (Stabt Gießen.

Oie Rückeuschmerzen.

Die beiden sind alte Kriegskameraden. Das will sagen, daß sitz verstehen, welcher Art die Stunde ist, die zu schlagen anhebt. Sie lagen nicht nur, sie standen auch miteinander in den Sommegewit­tern; über sie brauste die Hölle von Verdun hin­weg. Sie kennen den Krieg. Und das noch weit Bitterere: sie kennen die Niederlage!

Jetzt stehen die beiden, oft zwölf, oft vierzehn Stunden an der Drehbank. Diesmal hocken sie nicht in Erdlöchern hinter dem Maschinengewehr, dies­mal bauen sie Maschinengewehre. Je mehr, desto besser. Sie wißen, daß das eine wie das andere wichtig, daß der Kampf an den Fronten ohne die hingehende Arbeit in der Heimat nicht möglich ist. Darum haben sie auch gar kein Ohr für jemanden, der vielleicht anderer Meinung sein könnte. Neu­lich ist einer gekommen und hat gestöhnt, daß es ihm manchmal doch ein wenig viel werde. Manch­mal schmerze ihn der Rücken sehr.

Wenn's nur der Rüchen fei, hat einer der beiden Kriegskameraden entgegnet, dann gehe das noch hin. Ihnen habe einmal das Herz gebrannt und geblutet. Das fei 1918 gewesen, als die Engländer und Amerikaner zu Haufen angerannt gekommen feien gegen die deutschen Gräben und die Deutschen kaum noch etwas anderes gehabt hätten denn einen fanatischen Haß und den nicht zu brechenden Willen, durchzustehen bis zum Ende. Die Feld­flaschen seien leer gewesen, die Brotbeutel nicht minder. Und das Schlimmste: die Patronengurte auch. Mit den letzten Handaränaten habe man spar­sam umgehen müssen. Da habe' einer, der frisch aus der Ruhestellung zurückkehrte, die von allen belaste Meldung mitgeoracht, in der Heimat, in den Fa­briken und Werkstätten, beginne man, die Hände in den Schoß zu legen. WieLLa, ja, es liefen Pa- rolen um, daß es nicht mehr gehe urrö daß es keinen Zweck mehr habe. Wa^, es habe keinen Zweck mehr? Man hätte uns da in den vorderen Gräben, die kaum noch Löcher waren, nur Handgranaten und Maschinengewehre und pralle Pattonengurte geben sollen!

Aber das ist so, wenn die Heimat die Hände in den Schoß legt, dann zerbricht sie der Front das Rückgrat! Dos wollen wir diesmal nicht wieder ex- leben. Darum arbeiten wir heute doppelt und drei­fach, um unseren Soldaten immer und immer noch mehr Waffen, und Munition zu geben. Schn.

Oberstleutnant Soldan 65 Zahre alt.

Am 28. März kann in seinem Wohnort Ferch bei Potsdam der Oberstleutnant z.D. George Sol­dan sein 65. Lebensjahr vollenden. Oberstleutnant Soldan, 1878 in Bremerhaven geboren, wurde im

nichts anderes glauben, als daß ein Unglück ge­schehen sei. Krampfhaft hielt sie beide Hände auf Die Augen gepreßt. Eine Weile lag sie so in seinem Arm, ohne sich zu rühren. Die Lampe war ihr im Fallen entglitten und lag erloschen am Boden.

Es ist doch nichts, Reni ..." sagte er tröstend, wie man einem Kinde zuredet, und zog sie an sich. Da vorn ist nur der Schießmeister an der Arbett.. ein paar Sprengungen, die hier etwas Alltägliches sind." ......

Sie sah ihn stumm an, und er fühlte, rote em Schauer ihren Körper erschütterte.

Wir wollen lieber hier warten ... es wird gleich noch einmal losgehen ..."

Terbrüggen und MeInders betraten saft gleich­zeitig Hellingraths kleines Büro. Aber die von beiden hier erwartete Szene bot sich ihnen nicht, zu ihrer Enttäuschung fanden sie den Raum leer.

Terbrüggen stand und sog einen Augenblick ärger­lich an der Unterlippe.

Schaffen Sie- Hellingrath sofort hierher! Ich warte hier solange!" herrschte er Meinders an. Er hatte so fest damit gerechnet, Renate hier zu treten, daß er nun enttäuscht war, die aufgespeicherte Ent­rüstung nicht an den Mann bringen zu können. Aber bei ruhiger Ueberlegung freute ihn dieser Miß­erfolg wieder" denn er schien darauf hinzudeuten, daß die Auskunft vom Beamtenhaus falfck war und daß Zusammenhänge zwischen Hellingrath und Re­nate nicht bestanden. Aber das würde sich ja gleich zeigen. _

Unruhig kramte er in den Panieren und In­strumenten, die auf Hellingraths Tisch herumlagen. Er zog auch die Schublade auf, nahm diesen und jenen Gegenftand in die Hand, warf aber alles wie ein ertappter Dieb wieder hin, als Meinders zurück-

Es ist unglaublich!" rief dieser, selbst auf- höchste überrascht.Die beiden sinh eingesahrenl .

(Fortsetzung folgt)