Ausgabe 
25.1.1943
 
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Htonfag,25.3anuar(9^3

Metzener Anzeiger

195. Jahrgang M. 20 (fticüemi i a gi ct) au her Sonntaas und ttetertagS 8eila«ett: Gtekener »>amilienblätter Heimat imBttd- DieScholle Be^uaSvreiSr Monatlich .... .RM.1.80 LusteUgebÜör .. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern tnfolae höherer Gewalt

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UwtenlMtrtraderd L tagt General-Anzeiger für Gberhessen

Ankara, im Januar.

: jtur noch ftrtegcr.

So haben sie sich, die Stalingradkämpfer, ganz

ung mit dem britischen Geheimdien ft

Gefühle ist klein geworden. Sie und wir alle haben

Unverminderte Heftigkeit der Mnterschtacht

Jeder kämpft, solange er Waffen führen kann

ertreter da-

Oer Krieg braucht deine ganze Kraft

rumänische unterstützt, Ausgangs- gelang es

sus warfen deutsche Gebirgsjäger und Truppen, wirksam von der Luftwaffe den eingebrochenen Feind auf feine stellung zurück. Am unteren Don

Gewiß, auch du mußt in dieser Zeit aus manches verzichten, was dir zur lieben und angenehmen Gewohnheit geworden war, und du mußt viel von deinen persönliä-en Wünschen aufgeben. Aber hier gibt es nur einen einzigen Maß st ab, und das ist der Kampf des deutschen Solda* ten an den Fronten, insbesondere des todes« mutigen Soldaten im Osten, der im härtesten aller Kämpfe steht, den je Soldaten zu bestehen hatten! Er hat längst alles aufgegeben, was einmal sein versönliches Leben bedeutete. Er ist längst nichts an­deres mehr als Krieger, als Kämpfer unter dem erzenen Gesetz des unerbittlichen Krieges er kämpft nur noch und opfert nur noch, immer ge­wärtig und immer bereit, auch sein Leben hinzu» geben.

i Istanbul. Den Türken blieb diese Fühlungnahme nit England nicht verborgen. Nuri es Said zog » die Konsequenzen, und eines Tages war er

, um dein ganz persönliches Schicksal, um Lebensglück und Zukunft der dir liebsten Menschen, deiner Frau, deines Mannes, deiner Kinder!

tung im Reden und Handeln zeigst, die wirklich hart und stark ist.

Major Willig ist als Sohn eines Dachdecker­meisters in Niederneisen (Kreis Unter« lahn) geboren. Mit seiner Kampfgruppe hot er im Roum von Stalingrad ein besonders wichtiges Bollwerk der deutschen Stellungen gegen den mehrfach wiederholten Ansturm einer erdrücken­den Uebermacht gehalten. Am 19. Dezember griff der Feind nach zweieinhalbstündigem Trommelfeuer aller Kaliber mit drei Schützen-Divisionen^ eines

schttetzung vernichtet. In der Schlacht s ü d l l ch d e s Ladogasees wogten die Kämpfe hin und her. Die Front hielt an allen Stellen dem feindlichen Druck stand. Reu herange'ührte Regimenter war­fen den Feind aus allen Stellungen, in die er tags zuvor elngebrochen war.

Westlich Tripolis fanden gestern außer Aufklärnngsvorstößen keine besonderen Kampfhand­lungen statt. In Tunefien scheiterten feindliche Angriffe gegen die von deutschen und italienischen Truppen in den letzten Tagen genommenen höhen. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht und Kriegsmaterial erbeutet. Rach einem Rachtangrifs der Luftwaffe auf das Hasengebiet von Bone ent­standen ausgedehnte Brände.

Bei Tages- und Rachtangrlffen gegen Orte in den besetzten westgebieken und in Westdeutschland wur­den 16 Flugzeuge abgeschossen. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge warfen am Tage Bomben schwe­ren Kalibers auf kriegswichtige Ziele an der Süd- küfte Englands und fetzten durch Bordwaffenbefchuß einen Verforgungsbetrieb in Brand.

Das Eichenlaub

für tapfere Ostkämvfer des Heeres.

Berlin, 23. Ian. (DRB.) Der Führer ver­lieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes an Major Karl Willig, Bataillonskom­mandeur in einem mol. Grenadier-Regiment als 179. und an Hauptmann Günter Goebel, Ba- laillonskommandeur in einem Grenadier-Regiment als dem 180. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

deutschen schnellen Verbänden, starken Feind in der Flanke zu fassen und ihn unter schwersten Ver­lusten an Menschen und Material nach Osten zu­rückzuwerfen.

Bei Stalingrad hat sich die Lage durch den weiteren Einbruch starker feindlicher Massen von westen her verschärft. Trotzdem halten die Ver­teidiger immer noch ungebrochen als leuchtendes Beifpiel besten deutschen Soldatentums den immer mehr verengten Ring um die Stadt. Sie fesseln durch ihren heldenhaften Einsatz starke feindliche Kräfte und unterbinden nun schon seit Monaten den feindlichen Rachschub an einem seiner wichtigsten Punkte. Ebenso brach sich zwischen Donez und Don der wütende Ansturm starker feindlicher Kräfte an dem tapferen Widerstand einer Pan- zerdivision, die in diesen Kämpfen 16 Panzer ver­nichtete.

Südöstlich des Ilmensees wurde eine feindliche Kräftegruppe nach tagelanger Lin-

Berlin, 24. Ian. (DNB.) In Stalingrad be­gann das Toben der sowjetischen Artillerie schon in der Morgendämmerung. In den Feuerwirbel schlu­gen die Bomben der feindlichen Flieger hinein und verstärkten noch das Trommeln der Granaten, die den heldenmütigen Widerstand unserer Soldaten zerbrechen sollten. Während (noch die Explosionen das immer wieder von , Einschlägen umgepflügte Gelände aufrissen, stießen durch den Wald der hoch­geschleuderten Erdfontänen st arte Panzerfor­mationen und Schützenverbände des Feindes vor. Die deutschen Soldaten stemmten sich dem Angriff entgegen. Karabiner, Handgranaten und Minen, Maschinengewehre, Haubitzen und Flakgeschütze bauten einen Wall von Eisen und Feuer vor die feindliche Uebermacht. Aber iminer füllten die Bolschewisten die Lücken wieder aus, dieser erbitterte Abwehrkampf in ihre Reihen riß. Dem wachsenden Druck wichen unsere Soldaten aus, um sich aber sofort in verbissener Zähigkeit wieder festzusetzen und die eingebrochenen Bolsche­wisten aufzufaygen. Bon den bei diesem erbitterten Ringen vernichteten 20 Sowjetpanzern wurden wie­der viele im Nahkampf erledigt.

Als in diesen lagen eine Panzerabteilung in schwerem dreiviertelstündigem Gefecht bereits 18 feindliche Panzer abgeschossen hatte, gelang es einem der sowjetischen Stahlriesen, das Kampfgewühl au umfahren und ins Hintergelände durch­zubrechen. Dort geriet er in die Nähe der Re­paraturwerkstatt der vom kämpfenden Abteilung, in der gerade ein beschädigter Panzer in Arbeit war. Schnell kletterte einer der Werkstattmänner in diesen hinein und zerschoß den feindlichen Panzer- kampfwagen. Der Kampf in Stalingrad hat den Unterschied Mischen fechtender Truppe und rück- märtigen Diensten ausgelöscht. Jeder kämpft, solange er Waffen führen kann. Ihr Beispiel wird in Zukunft Maßstab für Tapferkeit und Heldenmut sein.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.

Feindliche Angriffe im Weftkaukafus schei­terten. Die Absetzbewegung im Rordkaukafus verläuft planmäßig. Im Dongebiet wurden zahl- reiche Angriffe der Sowjets in schweren und wechselvollen Kämpfen abgeschlagen. Ein Gegenan­griff deutscher Infanterie- und Panzerverbände warf den Gegner nach Osten zurück. Die Verteidiger von Stalingrad leisteten während des gan­zen gestrigen Tages in heroischem Ringen stark überlegenem Feind widerstand. 20 Panzer wurden im Rahkampf vernichtet. Ein tiefer feindlicher Ein­bruch in die Verteidigungsfront wurde unter Auf­bieten aller Kräfte aufgef^rgen. Die schweren Ab­wehrkämpfe am mittleren Donlauf und südlich des Ladogasees dauern an.

Diedeutsch-ltalienischePanzerarmee

setzte sich nach Abwehr feindlicher Angriffe in der ver­gangenen Rächt planmäßig vom Felude ab. Wit dieser Bewegung nach Westen wurde Tripolis kampflos geräumt, nachdem alle Vorräte und das gesamte Kriegsmaterial aus der Stadt fortgefchafft und der Hafen zerstört worden war. Im tune­sischen Kampfraum nahmen die eigenen Kampf­handlungen einen günstigen Verlauf. Eine stärkere feindliche Kräftegruppe wurde eingeschlossen, Lnt- sahversuche abgewiefen. Bei reger beiderseitiger Lufttätigkeit wurden im Mittelmeerraum sieben feindliche Flugzeuge abgeschofsen.

Bei Tagesvorstößen zur Küste der besetzten West­gebiete verlor der Feind durch Iagd- und Flak­abwehr 17 Flugzeuge, vorwiegend Bomber. Einzelne britische Flugzeuge warfen in den Abendstunden des 22. Ianuar vereinzelt Bomben auf westdeutsches Gebiet. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Rächt kriegswichtige Anlagen an der Südküste Eng­lands und im Mündungsgebiet der Flüsse Tees und Tyne an.

Oer Wehrmachtberichi vom Gonniag.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 24. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Winterschlacht im Osten dauert mit unverminderter Heftigkeit an. Im Zuge der plan­mäßigen Verkürzung der Südfront haben sich die Kämpfe in Rordkaukasien in das Kuban- gebiet verlagert, wo auch gestern schwächere An­griffe der Sowjets scheiterten. Im westkauka-

Gtalingradkämpser.

Von Kriegsberichter Oswald Zenkner, PK.

ilfe der Briten von Persien unabhängig zu achen. Er wurde jedoch vorn Schah von Persien »liegt und interniert.

Als die Engländer dann im Laufe des ersten Zeltkrieges nach Basra tarnen, nahm Nuri es o'.d mit ihnen sofort wieder Verbindung auf. ,Jrn «hre 1915 ging er nach Aegypten und gewann !.rt Anschluß an den britischen Obersten Corn--

sönlichen Unsicherheit ist so stark in ihm geworden, daß er den Schutz seiner Person der irakischen Ge- Heimpolizei entzogen hat. Seit langen Monaten schon ist ihm ein Stab von Agenten des Jntelli- genze Service beigegeben worden, deren Aufgabe es ist, diesen Loirdon so wertvollen Exponenten an Leib und Leben zu schützen. Und Nuri es Said ist dankbar. Unter dem Schutz britischer Bajonette hat er es nun endlich gewagt, entgegen dem klaren Willen seines Volkes den Achsenmächten den Krieg zu erklären.

Sei ©ir ist Stalingrad!

Jeder Mann eine Festung!" so lasen wir neu- lich von den Kämpfen in Stalingrad. Aber Stalin­grad ist so groß und so weit, wie die deutsche Sprache klingt. Stalingrad ist nicht allein an der Wolga. Stalingrad ist, wo deutsche Soldaten, deutsche Män­ner, deutsche Frauen stehen, kämpfen und arbeiten.

Es geht nm dein Schicksal!

Lieber Volksgenosse! Die Härte des Krieges stellt unerbittliche Folgerungen an unser Volk. Wenn jetzt aus deiner Zeitung lapidar der persönliche Ap­pell an dich ergeht:Bewähre dich stündlich im Schicksalskampf!" oderW a s leistest du für den S i e g?", so tut es not, recht zu begreifen, daß dies nicht irgendwelche Parolen sind, über die etwa du hinweggehen dürftest, sondern daß wirklich du, du ganz persönlich, damit gemeint bist! Der Krieg, den keiner von uns wollte und der uns allen" aufgezwungen wurde, ist zu ernst, als daß wir uns auch noch ein leeres Wort leisten könnten.

Wir haben uns doch von Anfang an keinen Il­lusionen über die Härte dieses Krieges hingegeben ünd über die Opfer, die er in mehr oder minder totalem Umfang von uns fordern würde. Wir ahn­ten von Anfang an, daß er, wie nie zuvor ein

an gen. In Wirklichkeit ging er nach Basra, "»ort knüpfte er umgehend Beziehungen zu england- reundlichen Arabern an. Dor allem nahm er Füh-

anberer Krieg, in unausweichlicher Konsequenz und unteilbarer Entscheidung über wein oder Nichtsein, über Leben oder Tod, über Untergang oder höchste Erfüllung entscheiden würde. Heute wissen wir es in seiner ganzen Bedeutung: Es fällt nicht nur eine allgemeine, sondern auch eine ganz persön­liche Entscheidung in diesem Kriege: es geht um das ganze Volk und sein Schicksal, unb es geht damit auch u

al l i s , den heutigen - Botschafter Großbritan- ens fr Bagdad. Damit war auch die Tuchfühlung it dem Arabischen Büro des Intelligence Service iederhergestellt, dessen vornehmster V>

frais der bekannte Oberst Lawrence war. Durch ese Stellen wurde Nuri es Said mit Emir Hus- t i n, dem Emir von Mekka und nachmaligem

Englands Mann im Nahen Osten

Von unserem L.-Korrespondenten.

Das ist der Maßstab für dich selbst und deinen Einsatz, der einzige Maßstab, den diese Zeit unse­rer größten Bewährung anerkennen kann! Auch du mußt zu deinem Teil an deinem Platz mit» kämpfen für den Sieg; gib dein B e ft e s und dennoch wirst du immer in der tiefen Schuld und Verpflichtung der kämpfenden Front stehen!

Daran denke immer, an diesen Maßstäben richte dein persönliches Handeln und Verhalten aus! Dann begreifst du deine eigene Pflicht und das, was du über -die Pflicht hinaus noch mehr tun kannst! Daran depke immer, dann wirst auch du immer härter werden, wie wir alle es wer­den müssen, um dem Heldentum und Opfer der. Front würdig zu fein und den großen oieg im schwersten aller Kriege zu erringen!

König des Hedschas bekannt. So kam er nach dem j^dfchas, wurde dort Offizier in der Armee des Königs Hussein und brachte es binnen kurzem zum Hange einesGenerals". Don dieser Zeit her rührt tid) seine Bekanntschaft mit Faisal, dem drit­te Sohn des Königs Hussein, der im Jahre 1921 tin den Briten auf den Thron des neugeschaffenen Königreichs Irak gesetzt wurde, nachdem die Bri- in den Irak den Türken weggenommen und zum .lanbategebiet erklärt halten.

Seit jener Zeit ist die Verbindung Nuri es Saids (im britischen Geheimdienst und den führenden sZlitischen Stellen der Briten im Nahen Osten r cht mehr abgerissen. Mit chrer Hilfe ist es ihm, entgegen dem Willen des irakischen Volkes, klungen, immer wieder, bald als Minister, bald als Ministerpräsident die Geschicke des Landes zu be» I mmen. Und immer dann, wenn es dem Volke Iroglich mar, den Druck der Briten zu lockern, iny n<r dann, wenn eine Regierung gestürzt wurde, die ron Nuri es Said geführt wurde, oder in_Der er k rtreten war, begab er sich ins Ausland. So war k auch 1936, als eine Welle der Empörung feine ferrfdjoft wieder einmal stürzte und der Kurden- Qineral Sidky Bekr die Führung übernahm. Jamals ging Nuri es Said nach London, um sich D>n den Briten dort für nue Aufgaben schulen zu lejfen. Dann verlegte er seinen Sitz nach Aegypten tttb blieb dort, bis seine Zeit reif geworden war, im sich mit Hilfe der Engländer wieder in den Tüttel zu setzen. '

Als 1939 der Krieg zwischen Deittschland und England ausbrach, beeilte sich Nuri öaib, die Be­dungen zu den Achsenmächten sofort abzubrechen, v^nen den Krieg zu erklären wagte er nicht. Da die Kimmung des Volkes eindeutig von feinem Kurse 3" rückte. Erneut war er gezwungen, zurückzutreten, im einer Mehrheitsregierung Platz zu machen, die -sitz unter der Führung von R a s ch i d - e l - G h ai - kni bildete. Es gelang ihm jedoch, in diesem Ka­imett wenigstens als Außenminister zu verbleiben inb so seinen pro-englischen Einfluß weiter auszu- ü. en. Der Druck der Briten auf das Land wurde Ifließlich so stark, daß Ghailani unter Protest von lenem Posten zurücktrat und Die englischen Macht­haber sich von da ab keine Mühe mehr gaben, Der 5 eit zu verbergen, daß sie seit langem die wah­ren H e r r e n des Landes waren.

r Wiederum wurde Nuri es Said als ihr Platz- chrlter zum Ministerpräsidenten erhoben, und a eher um wurde er gestürzt. Das Volk empfand die Methoden der Briten als so unerträglich, daß es iy unter Führung irakischer Militärs gegen Lon- bm empörte. Nuri es Said und sein Regent 2Ib^*t= Rah flohen ins englische Lager. Mit der Wucht der Jengen ihm im Nahen Osten zur Verfügung stehen- btn Macht unterdrückte England diesen Ausstand itt harter Waffengewalt. Ghailani, Der Die Regie- I i.irg erneut übernommen hatte, mußte außer Lan- » )ts gehen. Nuri es Said kehrte zurück, und seitdem i Heb er Ministerpräsident bis auf den heutigen I ^xg.

[ Das Volk aber lehnte ihn weiter ab, der Wider- tmb gegen ihn wuchs, und mit ihm wuchsen Die

N?aus erschwunden. Lediglich ein Brief von" ihm fanD ch vor, in dem er schrieb, er habe Selbstmord be-

Maßnahmen, die Nuri es Said zur Unterdrückung der ihm unbequemen Strömungen ergriff. Kabinett über Kabinett hat seitdem gewechselt. Kein Politiker von Namen und Rang fand sich noch bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten. Das Offizierkorps und die Armee vor allem sind seine erbittertsten Feinde. Tausende von Verhaftungen haben nicht vermocht, an diesem Zustand etwas zu ändern. Im Gegenteil, erst vor kurzem haben irakische Divisionen Die frei­willige Selbstauslösung einer Unterstellung unter britisches Kommandv vorgezogen.

Nuri es Said aber ist ein von Angst geplagter Mann geworden. Zahllose Drohungen aus allen Schichten des Volkes haben ihm gezeigt, wie wenig er in seinem Herzen lebt. Das Gefühl feiner per-

1M mit dem Emir von. Mohammerah, Dem Beherrscher der Damaligen südpersischen Provinz husistan im Gebiet des Schatt el Arab. Dieser Kann war damals Der reichste Mann des alten Persiens und versuchte zu jener Zeit gerade, sich mit

Am 21. August 1942 begann die Schlacht um! wie ein Moloch war. Aber er sprach es nicht aus. Stalingrad. Im Gluthauch dieser Schlacht formte Der Grenadier übersieht aus feinem Erdloch nicht sich der Typus jenes Kriegers, dem der Versuch die Bedeutung Der Ergebnisse seines Kampfes. Er einer Beschreibung gilt: der Stalingrodkämpser. Die ist.nur noch Krieger.

Stalingradkämpfer sind d u r ch eine Hölle ge- So haben sie sich. Die Stalingradkämpfer, ganz schritten. Sie spürten die Glut eines infema» gelöst und alle Brücken abgebrochen. Sie leben nur lischen Hasses. Sie begriffen, daß diese Schlacht an- noch dem ftriege und dem Befehl. Die Skala ihrer ders war als alle Schlachten, die sie bisher schlugen. istk::: Ck . >

Der deutsche Angriffswille erlahmte nicht. Aber Das Gemüt eines Schaukelpferdes. Die Seele ist Der menschlichen Kraft find Grenzen gesetzt. Denn \) 7 *" .

dieselben Soldaten, die in der Sommeroffensive die dattsche Instinkt bleibt wachsam^ Bolschewisten zu Paaren getrieben hatten, schlugen '

Darauf kommt es deshalb an, daß du, wenn die Härte des Krieges in ihren unerbittlichen Forde­rungen ihren Ruf on dich richtet, sie nicht nur in einer Stunde der Besinnung Dir zu Herzen nimmst, w andern Daß Du sie iry Alltag, an Deinem Arbeits-

verkümmert aber verkapselt. Nur der sol- platz, wo immer du auch stehen magst, und Daß du ... !He in Deinem persönlichen Leben wirklich jederzeit NUN auch die'Schlacht um" etalingrab. Viele'Dloi. dann ist es der deutsche Siolinqradkämpset:/ der Uondern^^anÄn^muststdu"' ha°nd Hn' m iH twt

sionen waren vorher durch die harte Winterschlacht alles durchgemacht und durchgestanden hat, was die-! e n - PanDln !nuBt. du, handeln m uifj en

gegangen oder hatten Die Schlacht bei Charkow mit- fer Krieg überhaupt bieten konnte. Er besteht nun

gemacht. Sie wurden monatelang nicht abgelöst Die letzte Feuerprobe der Schlacht. Lu

und konnten auch gor nicht abgelöst werden, weil Stalingradkämpfer sind über sich selbst hinausge Der Krieg jeden Monat neue Aufgaben stellte.v ~ 1 ~ '

Die Kompanien, Bataillone und Regimenter lich­teten sich. Die Zahl Der Kreuze auf Den Heldenfried­höfen nahm zu. Es dachte wohl manch einer* ber . o Stalingradkämpfer, doß diese Stadt an der Wolga reicht.

Aus Der ebenso kurzen wie bewegten Geschichte ^es I r a k ragt ein Name heraus, der in der letzten Zeit häufig genannt wurde und Der vor allem mit -en letzten Jahren des Niedergangs dieses Landes uifs engste verknüpft ist. Es ist fein derzeitiger ion England eingesetzter Ministerpräsident Nuri s Said, ein Mann, den die Engländer aus .-em Dunkel der Bedeutungslosigkeit geholt haben. ?r ist ein ausgesprochener Emporkömmling, der seDer zu den Stämmen, noch den führenden Fa- ' nilien des Londes irgendwelche Beziehungen hat. deshalb auch ist er ohne Die Macht Eng- a n D s nicht denkbar.

Sein Name Elingr zwar arabisch, es wird jedoch um ihm behauptet^ er wäre nicht arabischer Ab- -.tnnmung. Seine früheste Jugend ist in ziemliches dunkel gehüllt, man weih von ihm nur, daß er iit Jahre 1896 in Khanikin an der iranischen grenze geboren wurde und in frühen Jugend jäh­en nach Bagdad kam, weil fei Vater dort eine Tätigkeit als Angestellter aufnahm. Einige Jahre aäter wurde Nuri es Said dann der Irak war amals noch türkisches Hoheitsgebiet auf die httlitärschule in Istanbul geschickt. Er erfuhr dort -ine milttärische Ausbildung und wurde schließlich um Leutnant befördert.

Schon damals, im Jahre 1912, also zwei Jahre or dem ersten Weltkriege, trat er in Serbin-

'mir alle! Es kommt, wenn wir siegen sollen, _. * auch auf dich an, auf die Gewissenhaftigkeit und den Dic Eifer, mit dem du Deine Pflicht erfüllst, und darauf,

meinten, daß sich ihre Wucht nicht weiter würde steigern können, Den Höhepunkt Der Weißglut er-