Ausgabe 
24.5.1943
 
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7,

eingetr. Wt.

\ln Lud wlgsburg/Würf fern berg

hat

03393

Mitfi

1608D

Gießen,Jm Mai 1943.

03404

Kavalier

der Srhmutxlöser

im Haushalt mit weniger nus behelfen und weicht die schmutzigsten Stücke Burnus, dem Schmutzlöser,

Bur- nur mit ein.

Zur Die erst auf die

Wo verwendet man heute Burnus?

So spart man Burnus und ohne langes Kochen*) klare Wäsche.

ruchssinn zur Paarung. Die Nachkommenschaft eines solchen Paares aber geht bereits in einem Jahre in die Zehntausende, die in dieser Zeit bis zu einem Zentner Wolle vernichten können. Der allbekannte, scharfe Duft des Mottenpulvers übertönt den Geruch der Mottenweihchen und verhindert so Paarung und Vermehrung.

mit Drvnthekm und den noch nördlicher gelegenen Städten her.

Diese emsige Tätigkeit macht jedoch nur einen Teil von Oslos Leben aus. Der andere Teil hat

Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer teueren Entschlafenen

Frau Wilhelmine Neider!, geb. Drinnenberi!

danken wir auf diesem Wege recht herzlich.

Franz Neidert u. Kinder Gisela u. Elke.

Selbst hauchdünn«, Auf. trogen genügt. Ent trocknen lassen. Dann erst bunten u. polieren. Der Glantwird schöner und man spart

Am 22. Mai 1943 entschlief sanft unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroß­mutter, Schwester, Schwägerin, Tante u. Gote Frau Marie Diehl, geb. Ruppenthal.

kurz vor ihrem 85. Lebensjahre.

Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen:

Ludwig Diehl.

Gießen (Asterweg 9), Essen/Ruhr, Nierendorf/ Rhld., Gießen-Wieseck.

Trauerfeier: Mittwoch, 26. Mai, nachmittags 2.80 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. 03397

Der Herr erlöste unsere liebe Mutter, Groß* mutter und Schwiegermutter

Frau Elisabeth Daubertshäuser

geb. Diehl

von ihrem schweren Leiden. Wir haben sie auf Wunsch in aller Stille zu Grabe gebracht, und danken herzlich für alle Beileidsbe­zeugungen und Kranzspenden.

Die trauernden Hinterbliebenen:

E. Daubertshäuser und Familie M. Gombert und Familie.

Krofdorf, den 24. Mai 1943.

Nr*f jede ScAubczeme rtf GuHo/m

Ml nur mi» dem Aufdruck

Guttalin

t Nur In FodigesdräNen J

tofo, Ovflell*-Fabrik JWn JH

Mein edler, aufrechter Lebenskamerad, mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, mein über alles geliebter Papa, unser lieber, guter, hoff­nungsvoller Sohn, mein 1b., herzensguter Bruder, unser lieber Schwager, Pate, Onkel und Neffe

Pg. Karl Vogel

wurde Freitag abend von seinem schweren, stets tapfer und mit bwunderswertcr Geduld ertrage­nem Leiden, nach kaum vollendetem 32. Lebens­jahr, erlöst. Sein Leben war Liebe, Fleiß und Aufopferung für die Seinen.

In tiefer, stiller Trauer: Frau Marie Vogel, geb. Becker, und Sohn Horst; Friedrich Vogel II. und Frau Luise,geb. Lotz; Mime Vogel; und alle Angehörigen.

Gießen-Wieseck, Alten-Buscck, z. Z. Berlin, Bad Homburg, Herborn, im Felde, 24. Mai 1943. Von Kranz- und Blumenspenden bitten wir Abstand zu nehmen.

Die Trauerfeier findet am Dienstag, den 25. Mai, 16 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

Mit den Angehörigen trauern auch wir um unse­ren lieben, stets einsatzfreudigen Arbeitskame­raden. Betriebsführung u. Gefolgschaft der Bezlrkssparkasse Gießen.

1606 D

Ihre Verlobung geben bekannt

Hanni Hausner

Karl Luh

Obergefreiter, z. Z. in Urlaub

Verdunkelungszeit:

24. Mai von 22.23 bis. 4.43 Uhr.

weniger mit dem Materiellen zu tun. Man muß ihn kennen lernen im täglichen Umgang mit einer Bevölkerung, die aus allen Landesteilen zusam­mengewürfelt ist, die sich gegenüber allem Neuem gleichen Zeit kritisch und wohlwollend verhall: Stadt hat ihren eigenen Ton. Hat man ihn gefunden, so gefällt es einem gut hier. Sowohl den Fremden wie auf de-n Einheimischen wirkt Stadt wie ein Gemisch von Stadt und Land.

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Burnus für alle Wäsche für allen Schmutz, das gilt dann, wenn Burnus unbeschränkt zu haben ist. Heute muß man sich

Die Hauptstadt Norwegens

Bon unserem.-Korrespondenten.

Es ist eine der reizvollsten Fragen der Biologie, \ wie sich bei den Tieren die Hochzeiter zusammen- finden, zugleich ist sie auch eine der wichtigsten. Alles Leben auf der Erde wäre schon längst er­loschen, wären nicht die sorgfältigsten Vorkxhrimgen dafür getroffen, daß zur Zeit des Paaruilg^triebes : jedes Tier zu seinem Partner kommt. Die männ­lichen Tiere suchen die weiblichen auf, und bei 1 sehr vielen Arten ist dies sogar ihr einziger Lebens­zweck. Das meiste von allem Getier, das auf der Erde oder im Wasser sich tummelt, wächst einsam auf und lebt einsam, und die Paarungszeit ist die einzige im Leben, in der die Lebenswege zweier Artgenossen für eine kurze Zeit sich kreuzen.

*

Eine Schmetterlingsraupe hat ihr ganzes Leben in völliger Einsamkeit auf ihrer Nährpflanze zu- gebracht und sich um nichts anderes gekümmert als darum, sich recht vollzufressen. Zur Verpuppung ist sie dann irgendwo in die Erde gekrochen, noch einsamer als zuvor. Wenn dann im Frühjahr der männliche Falter die Puppenhülle sprengt, ist ihm I

Hcu4c nacht entschlief plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Weißbindermeisrer HeinrichVogelhöfer

im Alter von 70 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Emma Vogelhöfer Familie Friedrich Reitz Familie Otto Schupp Familie Adolf Seibert Familie Adolf Vogelhöfer Familie Heinrich Vogelhöfer Hilde Laib, Witwe, und Söhnchen Wilhelm und alle Verwandten.

Wieseck und z. Z. im Felde, den 23. Mai 1943.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. Mai, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause, Gießener Straße 48, aus statt.

Bekanntmachung.

Betr.: ReichSsportabzeichen; hier: Radfahren.

Am Dvunerdtag, dem 27. Mai 1943, kann die Prüfung int Radfahren abgelegt werden. Start und Ziel: Gasthaus Feldschloßchen an der Straße nach Heuchelheim. Abfahrt 18 Uhr.

Bewerber können sich vor der Prüfung noch melden. Urkundcnhefte mit Lichtbild und beg aubigter Unterschrift sind mitzubringen.

Gießen, hen 84.Mai 1948. 1612D

Der Landrat des Landkreises Gießen zugleich fiir den Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

Or. Lotz.

Allen Freunden und Bekannten die tiefschmerz­liche Nachricht, daß es dem Herrn übe^ Leben und Tod gefallen hat, am 21. Mai meiiie liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, meine her­zensgute Tochter, Schwester und Schwägerin

Frau Martha Auriga

geb. Happel

im Alter von 38 Jahren, nach kurzer, schwerer Krankheit aus der Zeitlichkeit in die Ewigkeit abzurufen.

In stillem Schmerz ergeben in Gottes Willen: Heinrich Auriger und Kinder Georg Happe) Familie August Weber Familie Karl Luh II.

Bonbaden, Watzenborn-Steinberg, 24. Mai 1943.

Die Beerdigung findet am Montag, dem 24. Mai, nachmittags 2 Uhr, in Bonbaden statt.

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Dies kommt nicht etwa von einem altmodischen Aeußeren. Die Stadt hat sogar ganz im Gegen­teil ein sehr modernes Gesicht, das Zentrum ist im Laufe der letzten zehn Jahre radikal verjüngt worden und weist jetzt eine Reihe von großen, zweckmäßigen Geschäftshäusern auf. Die Stadt hat auch ihre Untergrundbahn die einzige im Nor­den die der Osloer Bevölkerung das stolze Ge­fühl vonGroßstadt" gibt. Was aber bewirkt, daß ein Fremder die Stadt nicht so sehr als Stadt fühlt, sondern mehr als Zwischenglied zur um­liegenden Landschaft, ist Hie gute Gelegenheit zum Leben im Freien und zur sportlichen Betätigung. Eine kurze Fahrt mit dev Straßenbahn nach Kol- saas bringt den jungen Bergsteiger in ein Gelände, wo er seine Kletterfertigkeit auf die härteste Probe stellen kann, im Sommer warten die waldigen Höhen der Ost-, Nord- und Westmark auf den Wan­derer. In den vielen Waldseen und im Fjord hat die Jugend Gelegenheit zum Baden, Segeln und Rudern. Im Winter lädt die Umgebung zum Schi­läufen und Schlittschuhfahren ein.

Obschon Oslo unter dem Kriege fast nicht zu leiden hatte, mag seine Zukunft heute doch zweifel­haft erscheinen. Aber viele Pläne sind bereits fertig und warten nur auf friedliche Tage, um verwirk­licht zu werden. Große, neue Bauwerke sollen er­richtet werden, neue Maßnahmen auf sozialem Gebiet sind beschlossen und warten auf den Tag ihrer Durchführung. Unter denSchlangen", die natürlich in diesen Zeiten auch in Oslo zu sehen sind, stutzt man über diejenige vor dem Standes­amt: Das junge Oslo steht Schlange, um getraut zu werden! Auch dies ist eine Gewähr für. die Zukunft der Stadt ustd ein Beweis dafür, daß die Bevölkerung trotz der kriegsbedingten Schwie­rigkeiten die Fröhlichkeit im Ernst behalten hat.

Für die mir erwiesenen Auf« merksamkeiten anläßlich mei­nes 80. Geburtstages danke ich allen lieben Bekannten und Freunden herzlichst

Eduard Cordes, Lollar.

1609D/

Wer es nicht zuvor weiß, braucht nur einen Blick auf die Karte zu werfen, um gleich darüber klar zu werden, wo die Hauptstadt Norwegens liegen muß, nämlich dort, wo der Fjord breit und tief vom Skagerrak ins Land hinein schneidet und Boote und Schiffe an fruchtbaren Gegenden vorbei bis ins Herz des südöstlichen Norwegens trägt, wo ein tiefer, ausgedehnter Hafen von jeher bereit war, aus einem großen Umland die Erzeugnisse einer intensiv betriebenen Landwirtschaft und einer vielseitigen Industrie entgegen zu nehmen und wo Verkehrswege in alle Himmelsrichtungen aus­strahlen. Da' muß die Hauptstadt liegen und eben hier hat Oslo, oder Kristiania, wie die Stadt früher hieß, seit undenklichen Zeiten gelegen. Wenn sie auch nicht immer die Ehre hatte, Norwegens erste zu sein und erst in jüngerer Zeit die größte ge­worden ist.

Wie so oft bei alten Städten der Fall, ist ihr An­fang in Dunkel gehüllt. Aber schon in grauer Vor- st eit war hier ein Wohn- und Handelsplatz, der für alle die Menschen, die rund umViken" (die Buch) herum an beiden Ufern des Fjord hausten, von Bedeutung wurde. Nach dem Bericht des nor­wegisch-isländischen Geschichtsschreibers Snorre fand die Gründung der Stadt im Jahre 1047 oder 1048 statt und als Gründer wird Harald Haardraade ge­nannt. In den folgenden Jahrhunderten entwi?elte sich Oslo zur größten Stadt am Oslofjord und er­hielt bald das Gepräge eines geistigen Zentrums. Der große Grundbesitz der Kirche gab der Stadt zuerst ihre wirtschaftliche Bedeutung. Aber so offen wie die Stadt dalag den Blick gegen den Kon­tinent gerichtet war es natürlich, daß auch mit den südlichen Ländern bald ein lebhafter Handel zustande kam. Seit 1280 kam ein regelmäßiger Zustrom von Kaufleuten aus Dänemark und Deutschland besonders aus Rostock nach Oslo, um hier mit Korn und Mehl, Salz und Tuchen, Äier und Waffen Handel zu treiben, während Häute und Felle, Talg, Butter und Holz die Aus­fuhrgüter der Stadt darstellten.

Damals war Oslo ohne Zweifel die bedeutendste Stadt Norwegens. Als aber der europäische Han­del sich mehr nach Westen orientierte, verlor d e Stadt an Bedeutung und Ausdehnung, und wurde von Bergen weit überflügelt. Der Wald Nor­wegensgrünes Gold" brachte jedoch im 16. und 17. Jahrhundert wieder einen Aufschwung und die Wasserfälle und Stromschnellen des Ackerselv wurden von Sägewerken und anderen Betrieben ausgenutzt. Aufs neue trat Oslo in Verbindung mit dem Ausland, besonders durch die Holländer, die sich eifrig mit dem Holzhandel befaßten. Die Bür­gerschaft war fleißig und fortschrittlich. Auch war es natürlich, daß die Stadt Mittelpunkt der Ver­waltung wurde, dank der geringen Entfernung von Kopenhagen, wo die gemeinsamen Könige Nor­wegens und Dänemarks ihre Residenz hatten. Die Stadt erhielt dadurch auch eine gewisse militärische Bedeutung und tat sich besonders in den zahlreichen Kriegen mit Schweden hervor.

Einer dieser Kriege war auch die Ursache des Untergangs des alten Oslo und der von Christian dem Vierten befohlenen Anlage der neuen Stadt, die ganz, modern, mit quadratischen Vierteln geplant war. Die Schweden schossen im Jahre 1624 Oslo in Brand und der König beschloß, die Stadt nicht an der alten Stelle, sondern im Schutze der Mauern der Festung Akershus wieder aufzubauen. Die alten Wälle, Mauern und Türme dieser Festung wirken auch heute noch wie das Profil der Stadt, wenn man sich vom Fjord her der Stadt nähert.

sofort die Aufgabe gestellt, ein Weibchen feiner Art aufzusuchen und sich mit ihm zu paaren. Wie macht er das? Wer in einer Sommernacht durch den Wald geht, wird bald von Hunderten von Nacht­schmetterlingen umschwärmt, von denen es Dutzende verschiedener Arten gibt. Für den Laien sehen sie sämtlich gleich aus und sogar für den Fachmann sind sie zuweilen schwer zu unterscheiden. Daß sie sich, Art für Art,- aus diesem Getümmel heraus­finden, ohneEheirrungen", die fast niemals vor­kommen, verdanken sie nur ihrem außerordentlich feinen Geruchssinn. Die Waldluft ist neben anderen Düften erfüllt von Hunderten vonArtgerüchen". Trotz unüberwindlich scheinender Schwierigkeiten findet nun jedes liebestrunkene Männchen mit Hilfe feiner oft gewaltig entwickelten Fühler, in denen der Geruchssinn sitzt, in kurzer Zeit das Ziel seiner Wünsche. Diese Bedeutung des Geruchssinnes für die Vermehrung diefer Tiere hat sich der Mensch in höchst prosaischer Weise zunutze gemacht. Auch die Motte, dieser gefährliche Feind der verpackten wol- I lenen Winterkleidung, findet sich durch den Ge­

Dieneue" Stadt entwickelte sich bald zur fiihrenden Stadt Norwegens. Vom Ende des 17. bis hinein ins 18. Jahrhundert wurde ihre politische und wirt­schaftliche Bedeutung immer größer und als die norwegische Opposition gegen die von der Regierung in Kopenhagen verfolgte Politik nach und nach an Kraft gewann, war es natürlich, daß sie, trotz der großen Zahl von Beamten, gerade in Oslo in erster Linie Fuß faßte. Von hier aus wurde auch das Land verwaltet, als Norwegen und Dänemark während des Krieges des Kontinents gegen Napo­leon voneinander getrennt waren. Hier wurde auch nach jahrelangem Kampf 1813 die norwegische Universität gegründet, als deutliche Kundgebung dafür, daß hier das geistige Zentrum des Landes lag. Schon noch einem Jahr trat Kristiania nach der Auflösung der dänisch-norwegischen Union als Hauptstadt der neuen, freien Nation hervor.

Aber erst 1830 überstieg die Einwohnerzahl die­jenige von Bergen, und Oslo wurde auch zur größ­ten Stadt des Landes. In den Jahren 1858 und 1877 wurden die Stadtgrenzen erweitert, man spricht auch jetzt wieder von einer Erweiterung, durch Zusammenschluß mit der Nachbargemeinde Aker, von der Oslo ganz umgeben ist. Dadurch würde die Einwohnerzahl die man heute mit 271000 angibt um 100 000 vermehrt werden. Mit ihren Vororten zählt die Hauptstadt etwa 13 v. H. der Gesamtbevölkerung des Landes. Oslo ist unter normalen Verhältnissen die größte Schiff­fahrtsstadt des Nordens mit einer Tonnage von 1,8 Millionen Bruttoregistertonnen. Oslo ist auch der größte Umschlagplatz und die bedeutendste In­dustriestadt Norwegens. Ungefähr die Hälfte der Einfuhr des Landes erfolgte über Oslo, vor dem Kriege herrschte täglich ein reger Betrieb im Hafen, der mit seinen gegen 15 Kilometer langen Kai­anlagen selbst den größten Transportschiffen Ge­legenheit zum Löschen bietet. Ein engmaschiges Netz von Verkehrsadern verbindet Oslo mit seinem Umland, dem reichsten und höchst entwickelten, das eine norwegische Stadt hat. Straßen und Eisen­bahnlinien stellen die Verbindung mit Kristiansand in Südnorwegen, Bergen in West-Norwegen und

Während bei den niederen Tieren und den höchst­entwickelten, den Säugern, der Geruchssinn wesent« lief) zur Fortpflanzung beiträgt, so ist es bei vielen: der dazwischen liegenden Arten die Stimme. Die Sprache der Liebe ist die erste Sprache der Welt gewesen, und das erste Ohr der Welt war nur ge­schaffen, um das Liebesquarren oder Zirpen eines abenteuersüchtiaen Freiers zu hören. Von diesem elementarsten Anfänge aus hat sich das Ohr der höheren Tiere ein immer weiteres Gebiet erobert, während gleichzeitig die Stimme zum immer viel, fettigeren Mittel der Verständigung wurde. Frösche, GrUen, Heuschrecken und Zikaden zeigen uns Men­schen das Problem in der einfachsten Form. Bei ihnen und ihren Verwandten verfügen nur die Männchen über die Gabe des Gesanges. Dies wußte schon der sehr ungalante griechische Dichter, der Schöpfer des Verses:Glücklich leben die Zi­kaden, denn sie haben stumme Weiber." Die Weib­chen sind stumme aber um so aufmerksamere Zu­hörer. Erschallen die Laute der männliche« Sire­nen, so verlassen sie, einem unwiderstehlichen Zwange folgend, ihre Schlupfwinkel und eilen dem Männchen zu. Dann kann es vorkommen, daß sich ein ganzer Kreis liebenswürdiger Anbeterinnen um einen solchen Sänger schart.

*

So eng bei diesen Tieren noch die Bindung des Hörsinnes an das Liebesleben ift, so gibt es doch schon bei ihnen eine Lockerung dieses Gefüges. Der auffallende Wettgesang der Männchen unterein­ander erfolgt zwar nur zu Zeiten der Werbung, hat aber direkt nichts mit ihr zu tun. Bei den höheren Wirbeltieren ist die Loslösung der Stimme und des Gehörs vom Liebesleben schrittweise zu verfolgen. Zwar darf man erst bei den Vögeln an­fangen, denn die nächsten Verwandten der Frösche, die Kriechtiere: Schlangen, Eidechsen, Schildkröten, Krokodile haben beides miteinander im Laufe der Entwicklung wieder verloren. Die meisten von ihnen sind stumm und taub zugleich. Bei den Vögeln steht der Balzgesang natürlich noch im Vordergründe, und auch bei ihnen gibt es daher noch viele, im weiblichen Geschlecht stumme, oder wenigstens wortkarge" Arten. Daneben wächst jedoch bereits der Gebrauch der Stimme, besonders bei den ge­selligen Arten, sehr in die Breite. Schließlich ist auch noch bei den Säugetieren eine enge Verbindung des Stimmgebrauchs mit dem Liebesleben festzu­stellen, wie beispielsweise beim Brunftschrei des Hirsches. Aber schon hier hat sich der Schwerpunkt wesentlich verschoben. Die Stimmentfaltung ist in erster Linie Herausforderung des Gegners. Bei den meisten Säugetieren sind Stimmentfaltung und Liebesleben vollkommen voneinander gelöst. Viele von ihnen sind stumm, wie Hase und Kaninchen. Andere brauchen ihre Stimme zur Warnung ihrer Artgenossen bei nahender E fahr, wie die Murmel­tiere oder ihre Verwandten in der Steppe, die Pfeifhasen, deren Verständigung also schon einen wesentlichen Fortschritt bedeutet. Wieder andere, wie der Löwe, benutzen ihre Stimmkraft zum Er­schrecken und Aufscheuchen ihrer Beute ober sie dient dem Ausdruck heftiger Erregung, wie das unheim­liche Knurren aller großen Raubtiere. So steht beim Hörsinn am Anfang die engste Zweckbegrenzung: die Liebe!

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