Samstag, 24. / Sonntag, 25. April 1945
Lieber sich selbst hinauswachsen
Japaner bestrafen amerikanische Mordbrenner
im Bunde mit den Dreierpaktmächten ihre ganze Kraft für den Endsieg einsehen.
deutlichem, Heldischem, Tiefernstem, Zartem, Kräftigem und Großem der deutschen Seele lebt. Was in deutsschsm Gemüt lebt, das machst empor in diesen österlichen Tagen. Ostern ist das Abbild des Ewig-Deutschen.
Ernster denn je stellen wir in diesem Jahre im Glanz der einzigen Kerze. Das eine Gefühl kann uns bei dem Nachdenken über das Kommen des neuen Lichtes stolz machen: daß wir in einer Zeit, da unser Volk hoffnungslos am Boden lag, verachtet, verschmäht, verspottet, in einer Zeit, da alles, was deutsch und echt, der Niedertracht und der Ehrlosigkeit weichen mußte, da die Sorge um Deutschlands Zukunft den Besten des Volkes im Herzen brannte, da wirtschaftliche Not und seelisches Elend das blühende Land überfielen, daß wir in jenen Zeiten aus der Kraft der ewigen Sehnsucht all diesem unseren österlichen, lichtbringenden Glauben entgegenhielten — und damit gesiegt haben! Im unerschütterlichen Glauben an das Leben, als einer ergreifend großen Verkündigung der deutschen Seele. In diesem großen Glauben sind wir in einen heiligen Streit gezogen. Und in diesem Glauben tragen wir das Osterlicht dieses neuen Jahres. Es umfängt alles: Freude und Leiden, Schmerz und Glückseligkeit, Besinnen und Tatkraft. Heber allem aber steht der Wille zum Leben. Dieses Leben um- 1 schließt uns alle, uns, die wir draußen stehen, alle in der Heimat und all jene, die mit reinem Schwert und blanker Waffe die höchste Pflicht für das Reich erfüllen. Erich Traumann.
Der deutsche Gesandte in Preßburg, Ludin. der slowakische Gesandte in Berlin, Eernak, und der deutsche General beim slowakischen Betfeihi- gungsminislerium, General Schlieper, nahmen an dem Besuch Dr. Tisos im Führerhauptquartier teil
In weit auseinanderliegenden Seegebieten des Atlantik, in den Gewässern Grönlands, Neufundlands, der USA. und Westafrikas haben deutsche Unterseeboote den feindlichen Nachschub wiederum
Oer Dank des Führers.
DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 22. April. Der Führer gibt bekannt: Zu meinem Geburtstag find mir aus allen Gauen des Reiches und aus dem Auslande so zahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß ich sie nicht einzeln beantworten kann. Ich spreche daher auf diesem Wege allen, die meiner gedacht haben, den aufrichtigsten Dank aus. Adolf Hitler.
Der neue il-Boot-Erfolg.
Wieder 16 Handelsschiffe mit 121500 BAT. im Atlantik und Mittelmeer versenkt.
Oer Wehrmachtbericht vom Freitag.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekanyt:
An der gesamten Ostfront fanden gestern keine nennenswerten Kampfhandlungen statt. Die Luftwaffe führte in der vergangenen Nacht einen schweren Angriff gegen den Marinestützpunkt Poti an der Schwarzmeerküste.
An der tunesischen Westfront sind heftige örtliche Kämpfe im Gang. Bei dem am 22. April gemeldeten erfolgreichen Angriff wurden mehrere hundert Gefangene eingebracht, fünf Batterien und 50 Kraftfahrzeuge erbeutet oder vernichtet. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge zer- sprengten in überraschenden Tiefangriffen Panzerbereitstellungen und Kraftfahrzeuglolonnen des Feindes. Die mit weil überlegenen Kräften geführten Angriffe gegen die deutsch-italienifchen Stellungen an der süd tune fischen Front scheiterten auch gestern unter schweren Verlusten des Gegners.
Sowjetflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht planlos Sprengbomben auf ostpreutzifches Gebiet. Zwoi der angreifenden Bomber wurden abgeschossen.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, erlitt der feindliche handelsfchiffsraum im 2T!i Helmeer und im Atlantik neue schwere Einbußen. 3m Kampf gegen stark gesicherte Geleitzüge versenkten unsere Unterseeboote wieder sechzehn Handelsschiffe mit 121 5 0 0 B HI., darunter mehrere vollbesetzte Truppentransporter sowie zwei Zerstörer und ein Unterseeboot. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert.
Ser slowalische Staatspräsident beim Führer
Besprechungen int Geiste der deuisch-slowakischen Kameradschast.
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8', Uhr desÄormittags
Anzetgen-Preiie:
Anzeigenteil 7 Rvl. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung MalstaffeH SlbschlüsfeMengenstaffelS Pladvorfchrist (vorherige Vereinbarung) 25°'» mehr
90 Tagen von der Erde tilgen. Jetzt jammern ihm die USA.-Verbündeten wie Tschungking-China und Australien die Ohren voll, daß neue japanische Erfolge drohen, daß insbesondere das mächtige Insel- reich seine großen Landgewinne in den Dienst seiner Kriegsrüstung stelle und mit jedem Tag in sich selbst mächtiger werde. Die Luftoffenswe gegen deutsche und italienische Städte ist zugegebenerweise die einzige Form der „zweiten Front". Also: die Flucht in den Lustterror ist die Flucht vor dem Mißerfolg im ehrlichen Krieg. Wahrlich: der ehrliche Krieg ist kein Kinderspiel, aber der indirekte Krieg gegen Nichtsoldaten ist das schmutzige Rechenexempel der gewinnsüchtigen Feigheit.
139 Bomber!
In diesem Jahr bisher allein über Europa verloren.
Berlin, 23. April. (DNB.) England und die USA. bezahlen ihre Terrorangriffe gegen Europa mit ständig wachsende!, Verlusten an Bombenflugzeugen, die unsere Feinde oft genug als Höchstleistungen ihrer Kriegsindustrie bezeichnet haben. Daß
schen Behauptung kommen, diese Urteile wären Barbarei. Barbarei ist vielmehr das absichtliche Hinmorden der unschuldigen ZiMbevötkerung und die sinnlose Zerstörung kultureller Stätten. Das japanische Vorgehen gegen die anglo-amerikanischen Gangsterangriffe ist die einzig richtige Antwort auf die verbrecherische Gemeinheit der englisch-amerikanischen Mörder.
Verdient.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Ostergruß.
Wenn das Licht des neuen Tages durchbricht, b nn Osterflammen und österliche Kerzen brennen, frrn wissen wir, daß wir.alle eins sind im Raume fr: Unendlichkeit, dann wissen wir, daß solches Licht aie umfängt: Heimat und die Front draußen, und d Kerze, erhellt von vielen aufblühenden Herzen, dtÖ dem Volk in seiner Gesamtheit leuchten. Das AIße Sehnen des deutschen Volkes lebt in diesem ij erlichen Glauben. Wenn wir in diesen Tagen die d en deutschen Meister nennen: einen Dürer, Schönauer, Altdorfer, Riemenschneider und viele andere i^ch, wenn wir ihr Lebenswerk, eines ihrer Bilder, fuen Stich oder eine der unvergleichlichen Plasti- zba sehen, überfällt uns dann nicht die Gewißheit, H all dieses Schaffen der Ausdruck der großen (-»hnfucht dieser Menschen war? Kinder mögen von d t Kleinigkeiten reden, die man ihnen in öster- [Qer Zeit zubereitet, die Alten von anderen Din- «n, von der Gnade und von der Erfüllung — durch l diese Worte klingt der ewige Schrei, der in un- s em Volke durch alle Zeiten, durch alle Genera- tmen geblieben ist, und der in diesen unseren Ta- *it besonders laut werden mußte. Nehmen wir Ziorte, nennen wir Kunstwerke, glauben wir an Zusik und vertrauen gar auf den Geist des Mengen, wie er sich in der philosophia perennis aus- trücken mag — alles das spricht nur von dem einen zinken unseres Volkes, von dem, was in diesen W erten aller Zeiten, auch der unsrigen, an Nach-
Berlin, 22. April. (DNB.) Am 18. 4. 1942 : i unternahmen amerikanische Luftpiraten einen Zerrorangriff auf d i e japanische ! Hauptstadt Tokio. Bei diesem Angriff, der k ft) wie alle Unternehmungen der anglo-amerika- I lschen Mordbrenner ausschließlich auf die Zer- | fnrung ziviler und kulturelle r Zr e l e i uii b Werte richtete, wurden zahlreiche Zivilper- I[men, darunter Frauen und Kinder ge- Ätitet. Auf Anordnung der japanischen Regierung | niurben die bei diesem Angriff abgeschossenen und MA fangen genommenen amerikanischen Piloten emer M ernehmung unterzogen. Genaueste Feststel- ■ limgen eines japanischen Kriegsgerichtes ergaben Wde? einwandfreie Absicht der amerikanischen Ftte- UAr, zivile Objekte anzugreifen und die Be- ww>lkerung zu terrorisieren. Die japanische Regierung Boibnete daraufhin die Bestraf u n g dieser über- Mfhrten Mordbrenner an. Gegen einige von ihnen, ihren Mordtaten erwiesen wurden , wurde die
ob es strafe verhängt und — mie R nxrdamerikanische Präsident Roosevelt nunmehr in ener Erklärung mitteilte — das Urteil v o l i - 11 inr e cf t. Bei dieser Mitteilung stellte Roosevelt an- : | g sichts der nachgewiesenen unzähligen reinen Mordtaten der amerikanischen Gangster die unverschämte Behauptung auf, die amerikanischen rzue- 9 r hätten Befehl, ihre Angriffe nur gegen mitt- t'irische Ziele zu richten, und es sei bekannt, daß sie nm diesen Instruktionen nicht abwichen. Ohne em Vort über die barbarischen Methoden der nord- oHierikanischen Luftkriegführung zu verlieren, erkürte Roosevelt, dieses Vorgehen der japanischen 8»ehörden sei „ein Akt der Barbarei".
Die Engländer und Nordamerikaner haben sich tne die Terrorangriffe auf das deutsche Reichsgebiet hundertfach bewiesen haben, geradezu daraus s p e - zi:alisi ert, zivile Objekte in erster Lime die ' Drohnstätten der arbeitenden Zivilbevölkerung, mit bomben zu belegen und Frauen und Kinder jm. Roosevelt besitzt dennoch die unverschämte,Frech- hit zu behaupten, die nordamerikanlschen F eg lütten niemals absichtlich die Zivilbevölkerung ange- p'ifsen. Wenn es noch eines Beweises bedurft hatte, korch die Vernehmung der nordamerikanrfchen Ftte- ?-r in Japan hat sich klar ergeben, daß diese be- rmßt nad)P Art von Banditen und Mordb^nnern cuch die japanische Zivilbevölkerung mtt Bomben k-legt haben, ebenso wie sie in Berlin, Paris, And r»erpen, Essen. Köln oder München ab si chtlich Kulturstätten, Krankenhäuser, Sportplätze und Wohnhäuser angreifen, um die Zivilbevölkerung zu irisieren ..
r Wmn 'jetzt hie Japaner diese Sonhüerb b« >uhresfrist Tokios Zivilbevölkerung te^onslerten, | wch eingehender gerichtlicher Untersuchung 9 Lachten Strafe zuführten, so wird es niemand m »t-r rechtlich denkenden Welt geben, der demnicht i ^stimmt. Mordbrenner, die systemattE sntglegen I d'n Bestimmungen des Völkerrechts Frauen und L Minder töten, verdienen nur die Todesstraf , | bereinigten Sbiaten sollen nicht mit der Heuchler!
Nordamerikanische Flieger haben am 18. April 1942 am Hellen Tage Tokio überfallen — sie stiegen von einem inzwischen versenkten Flugzeugträger auf — und haben mit Maschinengewehren aus geringer Höhe in die flüchtenden Menschen geschossen. Der Kommandant Doolittle hat es renommierend selbst erzählt. Die Japaner haben sich diese Kriegsverbrecher gegriffen und auf Grund nachweisbarer Tatbestände — zum Tode verurteilt. Roosevelt, der Oberkriegsoerbrecher, versucht „aus dieser Blüte Honig zu saugen . Er besteigt däs Humanitätsroß. Aber die autoritativsten englischen und amerikanischen Sprecher haben herausgestellt, daß der Sinn dieser Angriffe der Terror gegen die Zivilbevölkerung, die „indirekte Kriegführung", nicht das Treffen militärischer Ziele ist. Aus der Ueberfülle der Dokumente zitieren wir nur zwei Stimmen! Der britische Luftmarschall Joubert am 25. Oktober 1940: „Wir haben es satt, Bomben auf militärische Ziele zu werfen." Und der amerikanische Ge- neral Eaker, Befehlshaber der amerikanischen Luststreitkräfte in England, am 10. März 1943 — also vor knapp sechs Wochen —: Hiesige deutsche Städte liegen jetzt frei und offen für zerstörende Luftangriffe da. Das Herz der deutschen Moral wird vielleicht in 50 deutschen Städten bekämpft werden." Es ist nicht das Verdienst dieses widerlichen Renommisten, daß sich seine Bomber bei ihren Angriffen erheblich die Finger verbrannten, sondern sein ... Mißgeschick!
Bezeichnenderweise hat der Führer als Kriegsherr der deutschen Wehrmacht schon am 21. Mai 1935 die Brutalität des Luftterrors, dieser neben der Blockade schofelsten Form des „indirekten Krieges" in Acht und Bann getan und ein Abkommen auch' für den Luftkrieg gefordert. Winston Churchill aber hatte bereits ein Jahr vorher in folgender Phantasie geschwelgt: „Vielleicht wird es sich das nächst Mal darum handeln, Frauen und Kinder oder die Zivilbevölkerung überhaupt zu töten, und die Siegesgöttin wird sich zuletzt voll Entsetzen jenem vermählen, der dies in gewaltigem Ausmaß zu organisieren verstand."
Das moralisch Schlimmste aber ist, daß Engländer und Pankees in den „indirekten Krieg", in den Krieg gegen Nichtsoldaten flüchten, weil sie im Krieg gegen Soldaten keine Erfolge haben und gegen sie das Zeugnis ihrer eigenen großmäuligen Verheißungen aufsteht! Der amerikanische Marine- nmnster Knox wollte Japan in den berühmten
„... denn sie sind selber auferstanden ...!" Mit diesen Worten gibt Goethe im Osterspaziergang seines „Faust" dem österlichen Empfinden Ausdruck, das jeder deutsche Mensch verspürt, wenn er die ersten Frühlingsboten liebkost, dem frischen Vogelsang lauscht ober mit hungrigen Lungen die Frühlingsluft atmet, die ihm spürbar und beglückend die eigene Auferstehung aus den Banden des Winters empfinden läßt. Jm ewigen Kampf ist nunmehr das Licht über die Nacht Sieger geblieben, die Sonne steigt an und das schwerste menschliche Geschick wird leichter in diesen Tagen in denen wir ja alle auf das engste verbunden sind mit den lebenspendenden Kräften der alten Erde.
Nun erleben mir dieses Fest des Lebens und Wachsens im vierten Kriegsjahr, in einer Zeit, die erfüllt ist vom Krieg und seinen mannigfachen, unseren Mut und Willen auf harte Proben stellenden unerbittlichen Forderungen. Keiner ist davon verschont geblieben, da wir ein hartes Volksschicksal gemeinsam miteinander zu tragen und zu meistern haben. Wer wollte darüber klagen, und welcher anständige Deutsche möchte abseits stehen Dom Opfer der Nation in einer Zeit, in der es um Sein ober Nichtsein für alle geht? Natürlich sehnt sich jeder bei aller harten und unnachgiebigen Entschlossenheit nach dem Frieden, der unserem Siege folgen wird. Diese Gedanken aber sind nur flüchtig, verscheucht von dem Gebot des Kampfes, vertrieben« von der Sorge um den Mann, den Sohn, den Bruder oder den Freund, der in harter Pflichterfüllung schon jahrelang im Osten, in Afrika, an der Murmanfront oder sonstwo Wache hält für die Sicherheit der Heimat. Diese Sorgen greisen weiter und umspannen jene Volksgenossen, die in den bombengefährdeten deutschen Städten von brutalen Mordbrennern mit Feuer und Vernichtung heimgesucht werden und Hab und Gut und oft sogar Gesundheit und Leben hingeben müssen. Viele Dinge um uns sind laut und fordernd und formen bedingungslos unseren Tag, in den sich jeder fügen muß, solange der Krieg herrscht.
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Und dennoch empfindet jeder von uns in diesen Ostertagen seine innere Auferstehung und grüßt und feiert das Leben. Gewiß es ist ein hartes Leben, voll Anstrengungen und Kampf, aber gerade deshalb ein stolzes, voller Kraft und von erhabener Würde. Als unsere Ahnen vor einem Jahrtausend ben Pflug durch die Erde der Heimat führten, lagen neben dem Werkzeug des Friedens Schwert und Speer. Sie wußten, daß sie nur bann Samen in die aufgebrochene Erde streuen konnten, auf daß er wachse und Früchte trage, wenn sie immer willens und stark waren, die Früchte des Fleißes mit dem Einsatz des Blutes und Lebens zu schützen und zu verteidigen.
Wir Menschen unseres Jahrhunderts find durch Kultur und Zivilisation weit abgetrieben worden von dieser Ursprünglichkeit, und noch vor wenigen Jahrzehnten glaubten Millionen des eigenen Volles, daß dieses unsprünglichste aller Lebensgesetze für sie keine Gültigkeit mehr hätte. Ein hartes Schicksal aber hat dem deutschen Volke auf einem langen Wege des Leidens die Lehre gegeben, daß der Mensch zugrunde geht, wenn er seinem Lebenskampf ausweicht, und baß ein Volk unbarmherzig und jämmerlich verkommt, das es unterläßt, für Ehre, Recht, Freiheit und Zukunft zu streiten, gleich, viel, welche Opfer dieser Kampf auch fordern mag.
In unzähligen Schlachten kämpften und starben unsere Väter im ersten Weltkrieg und erfüllten sd ben Willen des höheren göttlichen Gesetzes in getreuer Hingabe. Uns Jüngeren hat im Westfeldzug ein Gang über die Ehrenfriedhöfe von Verdun, Ppern, Amiens oder Langemarck diese einfache und klare Wahrheit mit elementarer Wucht gezeigt. Wenn ein junger ®e frei ter am Grabe feines gefallenen Vaters Blumen nieberlegte mit einem Zettel, auf den er schrieb: „Wärst du nicht für Deutschland ^fallen, stände ich nicht als Sieger an der Somme", so ist erwiesen, daß der letzte Soldat unserer stolzen Armee von seinem höheren Auftrag weiß, daß er sich seiner großen Sendupg bewußt ist.
In den zahlreichen schicksalhaften Auseinander-
DNB. Führerhauptquarlier, 23.April, 'er Führer empfing heute den slowakischen Ltaatsprösidenlen Dr. T i s o, der mit dem slowa- kschen TNinisterpräsidenten Dr. Tuka, Innen- ninifter Sans Mach und Verteidigungsminister (atlos zu einem Besuch im Führerhauptquar- fer eintraf. Der Führer hatte mit Dr. Tiso eine Omi herzlichem Geiste getragene Aussprache । i»er die Fragen des europäischen Freiheitskampfes uiferer Völker gegen den Bolschewismus und die eglisch-amerikanische Plutokratie. 3n den Be- frechungen, an denen der Reichsminister des Aus- rortigen von Ribbentrop und Generalfeld- earschall Keitel, von slowakischer Seite INini- s rpräsident Dr. Tuka, Innenminister Sano V.ad) und General Eatlos teilnahmen, kamen ic Kameradschaft und Freundschaft zum Aus- duck, die die Beziehungen des Reiches zum slowa- t chen Volk bestimmen. Die Slowakei kämpft mit 6m tapferen Verbänden ihres Heeres an der Leite der deutschen Armeen und wird
schwer getroffen. Bei wechselnden Angriffs- und Witterungsbebingungen stehen sie mit zäher Verbissenheit tm Kampf gegen stark gesicherte Geleit- züge. Boote, die ihre Torpedos verschossen habens kehren zurück ober werben auf See von unseren Dersorgungsbooten zu neuem Einsatz ausgerüstet^ Andere stoßen, von ihren Stützpunkten kommend, zu ihnen, um gemeinsam gegen die von Zerstörern, Korvetten, großen mehrmotorigen Land- und riet* neren Bordflugzeugen gesicherten NachschubgeleitS des Feindes zu kämpfen.
So gelang ihnen im Nordatlantik die Versenkung eines großen, schwer beladenen Schiffes, das aus Kanada kam und m i t G r u b e n h o l z für die englische Bergbauindustrie voll beladen war, Tage nach der Versenkung war die See im Umkreis von vielen. Meilen mit Holz bedeckt, das von der großen Deck- labung stammte, die beim Untergang des Schiffes zum Aufschwimmen gekommen war. Ihren Torpedos fielen ferner drei große Munition s- bampf er zum Opfer, bie infolge ihrer hochexplosiven Ladung im Augenblick der Torpedaexplosioaj völlig auseinandergerissen wurden. Bei einer am Hellen Tage erfolgten Torpedierung war zu beobachten, wie einzelne Besatzungsmitglieder des torpedierten Schiffes durch die Wucht der Explosion mehrere hundert Meter hoch geschleudert wurden. Unter diesen Schiffen befand sich auch eines der in den USA. gebauten 7000 BRT. großen Notschiffe. Jm Atlantik trat ferner der nicht alltägliche Fall ein, daß eines unseres Unterseeboote ein feindliches Unterfee* boot torpedierte und versenkte.
Besonders erfolgreich aber waren unsere Unter* seeboote im Mi11elmeer, wo sie mehrere große, voll beladene Truppentransportes versenkten. Unter diesen ehemaligen Luxusdamp- fern, die heute mit bizarren Tarnanstrichen versehen zum Ueberfeetransport für Truppen Verwendung finden, befand sich auch ein voll besetztes Schiff von 20000 BRT. Einer der Siche* rungszerstörer, die diese Truppentransporte geleiteten, wurde ebenfalls versenkt. Das Ziel dieses großen Schiffe waren Nordafrika-Häfen. Für den Gegner gingen dabei nicht nur Truppen, sondern vor allem wertvollster Schiffsraum verloren, ein Verlust, der sich nachteilig auf die Truppentrans, porte an die überseeischen Fronten auswirken muffr
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Giehener Anzeiger
vriihlsche Universilätrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ 6itßen,9$d)ulftta8e 7-9
mit diesen Flugzeugen auch besonders ausgesuchte Mannschaften verloren gehen, die jahrelang ausgebildet werden müssen, ehe man ihnen einen Langstreckenbomber anvertraute, wollen wir einmal ganz außer acht lassen. Schon die Tatsache, daß die brittsche und die nordamerikanische Luftwaffe in ben ersten drei Monaten 1943 über den besetzten Westgebieten und über Deutschland 491 Bombenflugzeuge verloren haben, ist Ohne Zweifel außerordentlich bemerkenswert. Noch bezeichnender für bie Erfolge der deutschen Luftabwehr sind die 248 englischen und USA.-Maschinen, die in d en e r ft e n drei Wochen dieses Monats, nämlich vom 1. bis 20. 4., zum Absturz gebracht wurden, so daß England und die USA. allein über Europa i n d i e- fern Jahr bereits nicht weniger als 739 Bombenflugzeuge verloren. Dazu kommen, wenn man an die Gesamtsituation zu Luft denkt, die außerordentlich hohen Verluste unserer Feinde an Jagdflugzeugen über Europa und die ebenfalls sehr bettächtlichen Verluste in Nord- a f r i f a.


