Ausgabe 
24.3.1943
 
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|anie von Schumann, die Generalmusikdirektor

schied-enen Stellen unseres Gaues zu finden. Die Verbreitung von 40 und mehr Mi!

Money

(Nachdruck verboten.)

29. Fortsetzung.

resiq neugierig

Terbrüggen warf ihm einen kurzen Bllck zu. Auch fiine Gedanken arbeiteten fieberhaft. Ein plötzlicher Entschluß sprang in ihm auf.

..Gut. Kommen Sie", sagte er mit einem Blick, dr den andern gewarnt hätte, hätte er darauf ge- I - i am . . r « - . ! XI (C w Ir AM A 1 Hl fl rt

Abzeichen lenkt wieder die Aufmerksamkeit des ganzen Volkes auf eine nicht unwichtige kulturelle Angelegenheit. Gllt es doch, neben dem Ausdruck der höchsten Opferbereitschaft unseres Volkes einige herrliche Schöpfungen der Natur vor gedankenloser Ausrottung zu bewahren und das Verständnis für den Naturschutz zu Zwecken.

Wie eine große Sonne leuchten uns die Blüten des Adonisröschens von grasigen, warm von der Sonne beschienenen Hängen entgegen. Sein eigentliches Verbreitungsgebiet und seine Urheimat sind die Steppen des Südosteys um das Schwarze Meer, von woher es den weiten Wanderweq durch dos milde Dvnoutal bis zu uns in dasMain­zer Becken" angetreten hat.

Wenn unsere heimatlichen Bergwälder noch in ihrem winterlichen Gewände sieben, aber bereits

mit seinen dunklen, glockenförmigen Blüten gibt es noch verschiedene andere Arten. Zwei davon gibt es in unserem Gaugebiet, in der Nähe von

der Saft in den Stämmen der Bäume zu steigen beginnt,dann steht an den lichten Stellen im Unterholz des Laubwaldes der S e i d e l b a st im ^Schmucke seiner violettroten, stark duftenden Blüten als erster Vorbote des nahenden Frühlings.

Der Enzian ist wegen seiner Verwendung für Arzneimittel und bei der Zubereitung von Enzian­schnaps bekannt. Neben dem stengellosen Enzian

Sie sollen auch einmal eine Freude haben, Direk­tor. Das Mädel ist vor einer halben Stunde zu Ehrern pardon zu meinem Nebenbuhler nach Schacht III gegangen."

Unglaublich!"

Aber leider nicht zu ändern."

Terbrüggen begann dumpf zu ahnen, daß sich hier die Dinge zu einer unvorhergesehenen, schick­salsschweren WeNdung verdichteten Er erhob sich langsam, nahm feinen Regenmantel und ging zur

Ich muh selbst hinüber ich bin für das Mäd- den verantwortlich." r x

Er hatte das wehr zu sich selbst gesagt, aber den . feinen Ohren Meinders' war das nicht entgangen. Also war dieses Mädchen doch? Blitzschnell über» legte er, daß es sich vielleicht lohnen wurde,, den jetzt kommenden Ereignissen aus der Nahe beizu-

..Darf ich Sie begleiten, Terbrüggen? Ich bin

NSG. Am 27. und 28. März sammeln s Ebenfalls als WHW.-Abzeichen finden wir den die Walter der DAF., die Warte der NS.- Türkenbund. Ein merkwürdiger Nome für GemeinschaftKraft durch Freude", Ange- eine unserer schönsten, wildwachsenden Lilien! hörige der Werkscharen, Betriebssührer so. Schauen wir uns ihre prächtige Blüte an. deren wie Mitglieder der Vertrauensräte füt das sechs Blumenblätter von rosaroter Farbe mit Kriegs-Winterhilfswerk. j braunroten Tupfen nach außen in die Höhe ge

Die 7. und letzte Reichsstraßensammlung des 1 bogen sind, so daß sie aussen wie ein oben zu- Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 bringt Abzeichen fammengebundener Turban.

von besonderer Schönheit zum Verkauf. Es sind: Der Märzbecher, die auch alsgroßes kunstvolle Nachbildungen von zehn der schönsten Schneeglöckchen" bekannte Frühlingsknotenblume, unter Naturschutz stehenden Blumen unserer deut- kommt u.a. im Vogelsberg nur noch stellen scheu Heimat. Ein Teil davon ist sogar noch an ver- weise und selten vor. Auf den feuchten Wiesen

~ ~ ~ !unseres Dogelsberges findet man noch die Troll­

blume oder auch ,Llotzblume", wie sie der

I achtet. Aber Meinders sah ihn nicht. Er stand schon an Schrank, um feinen Mantel herauszunehmen. Dann gingen sie. _ . .

Werner Hellingrath stand am seines

Vom Schwarzen Meer zumMainzer Velken"

Heimatliche Blumen unter Naturschutz.

Das Ritterkreuz für Hauptmann Franz List.

Starke eingebrochene Felndkrafle nach schwerem Kamps vernichtet.

NSG. Bei den schweren erfolgreichen Abwehr- kämpfen einer Gebirgsdivision an der D o n e z - front hatte der Bataillonskommandeur in einem Gebirgsjäger-Regiment, Hauptmann Franz Lift, wohnhaftin Lauterbach (Hessen), so hervor- ragenden-Anteil am Erfolg, daß ihm der Führer für feine mehrfache persönliche Tapferkeit und feine überlegene Kampf,ührung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh.

Als der Feind infolge seiner großen zahlenmäßig gen Ueberlegenheit und unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und Material bei der Nachbardivi-sion eingebrochen war, erhielt Hauptmann List den Auf­trag, mit seinem Gebirgsjäger-Bataillon in der Flanke eine Abwehrfront aufzubauen und die vor- stoßenden feindlichen Kräfte aufzuhalten. Kaum hatte Hauptmann List die ihm zugewiesenen, weit ausge° dehnten Stellungen bezogen, als der Feinh, von zahlreichen Panzern unterstützt, angriff. Trotz top ferster Gegenwehr gelang es den Bolschewisten, in Regimentsstärke und mit Panzern in eine Lücke der Verteidigungs*ront einzubrechen und eine be­drohliche Lage zu schaffen. In klarer Erkenntnis der entstandenen Gefahr für den gesamten Verteidi­gungsabschnitt faßte Hauptmann List selbständig den Entschluß, seine letzten Reserven zusammenzu fassen, um mit ihnen gegen den vielfach überlege­nen Feind zu einem kühnen Gegenstoß anzutreten. Persönlich stürmte er feinen Gebirgsjägern voran gegen die Bolschewisten vor. Ein erbittertes Ringen begann. Aber Tapferkeit und'hiakeit der vom Beispiel ihres Hauptmannes angefeuerten Jäger behielten die Oberhand. In heftigem Nohkamp^ wur den vier Sowfetpanzer vernichtet und der feindlichen Infanterie hohe blutige Verluste zuge^ügt. Die blitz schnelle Entschlußkraft und das schneidige Draufgän­gertum des Hauptmanns List und seiner Gebirgs iäger hatten so zu einem vollen Erfolg geführt. Die Maste der eingebrochenen feindlichen Kräfte wurde vernichtet und die Einbruchsstelle abgeriegelt. 'Damit war die Gefahr für die Divisions-Flanke beseitigt und ein ausschlaggebender Abwehrerfolg für die Kampfführung im großen errungen worden.

Schornsteinen wie eine feftc undurchdringliche Wand., Die Menschen, die draußen zu tun hatten, gingen unfroh und verdrossen ihrer Arbeit nach. Schwer- fälliger als sonst rasselten die langen Kohlenzüge hinüber zur Kokerei und zwden Halden. An einigen Stellen, wo die Gleise unter Wasser lagen, spritzte es unter den Rädern in schmutzigen Fontänen hoch auf. ,

Werner sah das alles und sah es doch nicht. Er stand unbeweglich und starrte den Weg hinunter ... fünf Minuten ... zehn Minuten. Es war schon bald dreioiertel zehn und noch immer war nichts von Renate zu sehen. Unpünktlichkeit traute er ihr nicht zu, also kam sie wohl nicht mehr ... und da­mit fiel die Entscheidung, die diese Stunde bringen sollte, gegen ihn. Er war unterlegen, und Terbrüg­gen hatte gesiegt.

Mit einem schweren Seufzer trat er vorn Fenster zurück. Er wollte allein einfahren. Zum letzten Male, ehe er das alles hier verließ. Doch im Zurück­treten fiel fein Blick seitwärts auf den Äteg, der von der Kokerei her hier heraufführte. Und auf diesem Wege, das Herz klopfte ihm laut unter den plötzlich heftig aufwallenden Schlägen, auf diesem Wege kam unvermutet, schlank und schmal, mit raschen, selbstsicheren Schritten, in einen knappliegenden Regenmantel gehüllt, die Gestalt eines jungen Mäd­chens herauf. Leichtfüßig sprang sie hier und da über eine Pfütze, wobei ihr loses, braunes Haar im Winde au^Iatterte.

Werner fühlte ein heißes Glücksgestihl wie eine Feuerwelle über sich dahinströmen. Sie kommt, ju­belte es in ihm, sie kommt! Mit einem Satz war er bei der Tur und riß sie weit auf. Renate stand atemlos vor ihm.

Im ersten Auoenblick freudigen Wiedersehns fan­den beide fein Wort.

Wunderschön, daß Sie noch gekommen sind, Fräulein Reni ..." sagte er dann warm und hielt die Hand, die sie ihm zum Gruße bot, so fest in der seinen, als wollte er sie nie wieder hergeben.

Sie lachte. Aber sie ließ ihm ihre Hand. Und an

Hkück auf, Renate!

Roman von Ernst Grau.

** Sprechstunden beim Bann Gießen (11 6). Mit sofortiger Wirkung hat die Bannfüh­rung des Bannes Gießen (116) der Hitler-Jugend Sprechstunden für alle Volksgenossen ein geführt, die sich in Angelegenheiten der Jugendführung direkt an den K.-Bannführer bzw. an die Bann-Mädel- führerin wenden wollen. Der K.-Bannführer und die Bann-Mädelführerin werden jeweils montogs in bef Zeit von 15 bis 17 Uhr in Angelegenheiten der Jugendführung für jedermann zu sprechen sein. Die Banndienststelle ist für den Dienstverkehr mit den Einheiten der Hitler-Jugend von sofort ab nur noch am Dienstag und Donnerstag in der Woche jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet, an allen übrigen Wochentagen bleibt die Dienststelle für den Verkehr geschlossen.

'leit Kriegsbeginn an der Front als beratender Lhirurg. 1925 gelang Frey die Entdeckung des Pa- tutins, eines im Blute vorhandenen Kreislaufhor-

Neue Aufgaben des Männerchocgefanges.

In Luxembura trat der Bundesbeirat des Deut­schen Sängerbundes unter dem Vorsitz feines neuen Bundesführers, Oberbürgermeister Theo M e m« nel (Würzburg) zusammen, um die Aktivierung ter Mannerchöre für einen vielseitigen Einsatz zu tesprechen. Ihnen ist durch die Gründung des nationalsozialistischen Kulturwerkes eine Fülle von Lufgaben für die Feierabendgestaltung der NSDAP, mgefallen. Den Sinaaemeinschaften wird in Zu- luirft auch eine reichhaltige Literatur zur Ver­fügung stehen. Wesentlich ist ferner, daß die Män- rerchöre in noch weit größerem Maße als bisher ur Betreuung der Verwundeten sowie für die Zwecke des Kriegs-WHW. und des Roten Kreuzes erangezogen werden. Weiter wird die verstärkte Fürsorge für die deutschen Chöre im Ausland in ie Tat umgesetzt werden.

Harald GenzmersBremer Sinfonie.

winzige Zeitspanne sollte eine Entscheidung bringen, von der seine ganze Zukunft abhing.

Der Regen hatte inzwischen nachgelassen, aber überall auf den Wegen und zwischen den vielen kreuz und quer laufenden Schienen standen große Pfützen, in denen sich das trostlose Grau des Him­mels spiegelte, und die Dächer der Werkhallen, das Eisengewirr der Fördertürme und Krane glänzten, wie frisch gewaschen.

Hellingrath fand, daß die Zeit heute mel lang­samer und schwerfälliger dahinkroch als sonst. Um halb zehn wollte Renate hier fein, und feit einer halben Stunde faß ex schon hier und wartete und zerhrach sich den Kops, ob sie überhaupt kommen würde. So siegessicher er noch gestetn abend war, so verzagt war er heute. Sonst die Ruhe selbst, war er heute von einer Spannung erfüllt, die ihm das Ungewisse dieses Augenblicks unerträglich, machte.

Nervös trat er vom Fenster zurück, mochte ein paar hastige Schritte ins Zimmer hinein, setzte sich dann an den Tisch und schraubte mit unruhigen Fingern an den beiden Grubenlampen herum, ob­gleich er sich schon dutzendmal überzeugt hatte, daß sie tadellos in Ordnung waren. Nebenan tobte und brauste die gewaltige Fördermaschine mit ihrem fünfzig Tonnen schweren Schwungrad, und unter ihrem Stampfen zitterte und bebte alles um ihn her in dem kleinen Raum.

Endlich war es soweit. Die Uhr zeigte halb zehn. Aumtrnend erhob er sich und trat wieder vor das Fenster. Jeden Augenblick mußte sie den Weg dort herau'kommen. Denn wenn sie jetzt nicht tarn, war alles aus ... war es endgültig mit allem vorbei, was er feit Taaen erhosit und herbeigesehnt batte. Wäre das Schicksal gerecht, wenn es einem Men- schen wie diesem Terbrüggen zum Schluß noch Recht gab? Wenn er ruhig zusah, wie er selbst hier alles aufgab für ein Nichts? Mer gab es denn ein ge­rechteres Schicksal ...?

Draußen hing noch immer der Himmel m trüben und wolkenschweren Schleiern über der Zeche. Und darum lag der schwarze Rauch aus den vielen

Bedeutet das Leben aber ständige Bewegung, fo bedeutet es damit zugleich auch ständigen Kampf, In jedem Kampf gibt es Siege und Niederlagen, Höhepunkte und Beharrungsmomente, Erwartun­gen und Enttäuschungen. Der wäre ein Tor, der davor die Augen verschließen wollte. Im Gegenteil, gerade diese Erscheinungen des Kampfes sind es ja, die dem Leben zu feinem eigentlichen Sinn verhel­fen. Nur kommt es darauf an, sich nicht in einem unnützen Kampf zu zerreiben oder seine Kräfte dort anzusetzen, wo ledes Bemühen von vornherein aus­sichtslos ist. Und hier zeigt es sich, ob man über bte Lebenskunst verfüatz die auch dazu gehört, wenn man den Kampf des Lebens erfolgreich be­stehen will. Es ist nicht jedem vom Schicksal be­stimmt, das Steuerruder eines Staatswesens zu führen oder als Wirtschastsführer ein großes Werk zu leiten. Es gibt auch Aufgabengebiete, die ihren unscheinbaren Platz im Alltagsgetriebe haben und die deshalb nicht weniger wichtig sind. Zu erkennen- daß man an diesem Platz ebenfalls Bedeutsames zu leisten und den Kampf des Lebens mit Schwung und Energie zu führen hat, darin liegt die Kunst des Lebens.

Gute Zeiten machen es dem Menschen leichter, mit dem Leben fertig zu werden. Anders ist es, wenn die Schicksalsstürme toben, die unsanft in den Ohren gellen. Erst dann zeigt es sich auch, aus welchem Holz man geschnitzt ist und ob man das Zeug besitzt, als ganzer Kerl zu bestehen. Lauheit und Sichgehenlassen sind zu solcher Zeit keine Zeichen der Lebenskunst. Die Dinge zu gestalten, ist vielmehr oberstes Gebot, weshalb auch der geist­reiche Lichtenberg den trefflichen Satz prägte:Je­den Augenblick des Lebens, er falle, aus welcher Hand des Schicksals er wolle, den günstigen so wie den ungünstigsten zum bestmöglichen zu machen, darin besteht die Kunst des Lebens und das eigent­liche Vorrecht eines vernünftigen Wesens"

x H. W. Sch.

Zur Berpfl'chtuno -er Jugend.

Nach Möglichkeit keine Sonntagsarbeif der Eltern.

Der Generalbevollmächtige für den Arbeitsein­satz hat die Betriebsführer gebeten, Gefolgschafts­mitglieder, deren Kinder am kommenden Sonntag. 28. März, bei der Feier der Vervflichtung der Ju­gend antreten werden, nach Möglichkeit zur Sonn­tagsarbeit nicht heranzuziehen. Es kann gegebenen­falls ein Austausch mit solchen Gefolgschaftsmit­gliedern erfolgen, die an dpr Feier nicht unmittel­bar beteiligt sind. Der Generalbevollmächtigte will auf diese Weise den Vätern und Müttern, deren Söhne und Töchter am kommenden Sonntag hn Rahmen der öffentlichen Feiern auf den Führer verpflichtet werden, wenn es die betrieblichen Der- bältnisse irgend gestatten, die Teilnahme an der Verpflichtungsfeier und einem Zusammensein mit ihren Kindern im häuslichen Kreise ermöglichen.

Oie Lufisckuhhandsprihe wird gebrauchsfertig geliefert.

dem Aufleuchten in ihren sammetbraunen Augen sah er, daß alles Hanaen und Bangen dieser letzten Stunde umsonst gewesen war, und eine überwälti­gende Freude brach in ihm auf. diesem Augen­blick eben noch haarscharf auf der Grenze von Sein ober Nichtsein hatte das Schicksal sich doch noch für ihn entschieden, und in frohem Ueberschwange ver­gaß er sogar, daß es Hammerkotts Tochter war, deren Hand er noch immer fest umschlossen hielt.

Sie haben schon lange gewartet, Herr Doktor?" sagte sie, und ihr Blick streifte fragend das schwarze Grubenzeug, in dem er steckte.

Seit Samstagnachmittag, Fräulein Reni", gab er heiter zurück. Sie wurde rot.

Es war meine Schuld, daß ich mich so verspä­tete", berichtete sie nun, ,Zch war ja töricht und wollte durchaus auf eigene Faust hierher finden, statt jemand nach dem Weg zu fragen. Natürlich habe ich mich dabei fürchterlich verlaufen. Aber nun müssen wir uns beeilen ..."

So leicht klärte es sich nun, was er eben noch als schwer und schicksalhaft empfunden hatte. Lohnte es sich wirklich, die Dinge schwer zu nehmen ...?

3a ... beeilen. Aber erst müssen Sie biefen Anzug hier überstreifen. Nehmen Sie auch die Mütze dort. Ich warte draußen solange."

Nun ... gefällt Ihnen der neue Kumpel?" lachte sie übermütig und zog die etwas abgeriffene Mütze über die braunen Locken.

Welche Frage?" gab er ebenso zurück.Hier ..

er reichte ihr eine der beiden Lampen,nehmen Sie Ihr Geleucht, das gehört auch mit zur Ausrüstung. Alles fertig ...? Nun dann Glück auf!"

Sie stiegen zur Hängebank hinauf, einer breiten, tiefen Eisenplattform, in deren Mitte schwarz und unheimlich die Oefmung des Schachtes, der Eingang zur Unterwelt, gähnte. Darüber bewegte sich in beträchtlicher Höhe von mächtigen, eisernen Trägern gehalten und gestützt die Seilkorbwelle, an derer» straf'gesvanntem Drahtseil der mehrere Etagen hohe eiserne Förderkorb aus der Tiefe eben heraufkam»

(Fortsetzung folgt)

Vas Deutsche Kreuz in Gold.

Dem Hauptmann Han? Ulrich Schroeder wurde das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Hauptmann Schroeder wurde 1915 als Sohn eines Offiziers in Gießen geboren; er hat spater m Büdingen gewohnt.

Aenverungen im Güterabfertigungsdienst.

Der totale Krieg zwingt auch auf dem Gebiet des Güterabfertigungsdienstes zu Einschränkungen der Derwaltungsarbeit, die über die bereits ge­troffenen innerdienstlichen Vereinfachungsmoßnah- men hinausgehen. Hierzu müßen nun auch die 23er» kehrstreibenden durch Verzicht auf gewisse bisher gegebene Abfertigungsformen ihren Beitrag leisten. Die oerkehrstreibende Wirtschaft wird sich diesem Gebot der Stunde um so weniger verschließen, als ihre lebenswichtigen Belange durch diese Maß­nahmen nicht berührt werden.

Mit Wirkung vom 1. April 1943 treten folgende Aenderungen in Kraft: 1. Barvorschüsse werden nicht mehr gewährt; 2. Nachnahmen werden nur noch für Wagenladungen zugelassen, und zwar erst von 20 RM. an; 3. für Stückgut muß die Fracht bei der Auflieferung gezahlt werden (Frankatur­zwang); 4. das beschleunigte Eilstückgut wird auf­gehoben, beschleunigtes Eilgut m Wagenladungen bleibt nach wie vor zugelassen.

Weitere Auskunft erteilen die Güterabfertigun­gen, Reichsbahnverkehrsämter oder die "Reichsbahn- oirekttonen.

DerBremer Musikauftrag von 1942" war dem Bremer Harald Genzmer erteilt worden, der soeben lls Lehrer an die Landesmusikschule Hannover be- nifen worden ist. Genzmer schrieb ein dreisätziges ISert, das erBremer Sinfonie" benannte. Der trfte Satz wirkt fast romantisch in seiner Themen­wahl wie seiner durchsichtigen Harmonik; der zweite Satz stehtsehr lebhaft und schwungvoll" an Stelle (ines Scherzos von einst, und der dritte Satz ist «in gewichtiger, langsamer Satz, dem einlebhaft" ungebettet ist und der groß angelegt das ganze Verk front Wie Anlage und Satz, so zeigt auch tesonders die Instrumentation das Streben nach tigener Präaung. Besonders die Behandlung der Holzbläser läßt aufhorchen. Im gleichen Konzert hielte Gerhard Taschner, der Konzertmeister |er Berliner Philharmoniker, das Violinkonzert von Brahms. Den Abschluß bildete die Rheinische Sin-

zkleinen Werkbüros und sah mit unruhig suchendem Aick den Weg hinunter, der von Schacht III zu den fauptgebäuben der Verwaltung hinüberfuhrte. Die zeigte wenige Minuten vor halb zehn, und diese

bchnackenburg in der Jnstrumentotion umsichtig trtb liebevoll aufgelockert hatte. Clemens Cunis.

CrzShlerpreis derneuen tinie".

Zum 12. Male gibt dieneue linie" im Märzheft tas Ergebnis ihres Erzähler-Wettbewerbes bekannt, für den insgesamt 37 000 RM. verteilt worden sind, die Preisrichter Wilhelm von Scholz, Eckart von ftafo, Carl Haensel, Hermann Stahl, Bruno E. Verner konnten sechs Preise in Höhe von 3500 RM. »erteilen. Die Preisträger, von 'denen ein größerer ;eil bei der Wehrmacht steht, sind: Max Lippold, lnny Berg von Linde, Wolfgang Weyrauch, Ger­ard Denecfe, Felix Peltzer. Heinz Risse. Die erste >reisnovelle erscheint im Märzheft, das vorläufig as letzte sein wird, weil die Zeitschrift ihr Er- heinen einstellen muß. Das hohe Ansehen, das ieser Erzählerpreis im deutschen Schrifttum genoß, vird dazu beitragen, die Erinnerung in die lebens» »olle Zeitschrift mach zu erhalten.

RossinisDiebische Elster" in neuer Fassung.

Das Staatstheater in Karlsruhe hat die Oper Die diebische Elster" . (la gazza ladra) von Ros­sini in der Neugestaltung des italienischen Kompo­nisten Ricardo Zandonai erstmals in Deutsch­land aufgeführt. Das 1817 entstandene, seit Jahr- aebnten aus dem Opernspielplan verschwundene Stück lohnte dank seiner unverwüstlichen Melodienfülle tnb rhythmischen Beschwingtheit die Wieder- trmecfung, zumal es Zandonai unter Wahrung des italienischen Urcharakters einer opera tuffa verstau­ten hat. der Musik sparsame, aber wirksame haupt­sächlich instrumentale Retuschen zu geben, szenisch ,u raffen und zu entfalten. Die gewandte textliche fleufortnuna gibt der yaiv-anekdotischen Handlung, Vie ein Mädchen wegen DiebftaHs zum Ta de ver­urteilt und durch eine diebische Elster glücklich ent- hftet wird, .Spannung und Haltung. Karl Joho.

Nietzsches Vorfahren.

Der Geschäftsführer der Nietzsche-Stistung in föeimar, Major a. D. Oehler, sprach in der Uni­versität Halle überNietzsches Ahnenerbe". Der Itortragenbe, ein Ne'fe des Philosophen, betonte, faß der Name Nietzsche nicht etwa slawischen Her- hmmens ist, sein Ursprung sei von dem Vornamen Nikolaus herzuleiten, dem wir in Abwandlungen die Nickel, Nitsche und Nietzsche im 14. und 15. Jahr­hundert begegnen. Nietzsches Vorfahren waren über» viegend Handwerker, Gewerbetreibende und kleine Beamte, die nach und nach Bürger der kleinen Stabte wurden und dann aus dem gehobenen Bür- (ertum zum größten Teil in den Stand der Laild- ffarrer einmündeten. Auch das landschattliche Her- hnftobilb Nietzsches ist von großer Geschlossenheit. Später- und mütterlicherseits stammen seine Vor- fihren aus d»m engsten mitteldeutschen Raum, die väterlichen, Ahnen aus Plauen jinb Zwickau, San» terhausen, Langensalza, die mütterlichen aus dem Kreis um Greiz und Zeitz.

Aus der Stadt Gießen.

Oie Kunst öes Lebens.

Das Leben pulsiert in ständiger Bewegung. Es ist ein quirlendes Auf und Ab, ein fortwährendes Hin und Her. Aus dieser Bewegung aber erwachsen uns immer wieder neue Aufgaben, die zu wichtigen Auseinandersetzungen und damit wieder zu einer Steigerung des Lebensgefühls führen. Wenn Goeche in seinen Betrachtungen über die Natur sagt, daß dos Leben die schönste Erfindung der Natur und der Tod ihr Kunstgriff ist, viel Leben zu haben, so läßt sich anbererfeits vom Leben sagen, daß es seinen Wert erst bekommt durch die Vielgestaltigkeit seiner Bewegung. Was würde ein Leben bedeuten, das in völliger Eintönigkeit dahinflösse und zu keiner Erschütterung ober Steigerung fähig wäre? Es würde ein Dasein sein, das schon von Anbeginn zur Totenstarre verurteilt wäre. Ein solches Dasein hätte zweifellos jeden Reiz verloren.

Vogelsberger Bauer bezeichnet. Sie gehört zwar nicht zu den gänzlich geschützten Pflanzen, dagegen ist das Sammeln für den Handel und für gewerb liehe Zwecke verboten.

Die Weiße Seerose gehört nicht nur als wesentlicher Bestandteil zu dem Bild, das sich der Romantiker von einer Wasierlandschast macht, sie ist auch ein urtümliches Element unserer Wasier-- pflanzen-Gesellschaften. Als Vertreter echter Mit­tesmeervegetation mit der Heimat in Süd- und Westeuropa tritt die (Selb e Narzisse bei uns auf. In der hohen Eifel bildet sie auf den Wiesen ausgedehnte Bestände, die im Frühjahr, zür Zett der Blüte, bas Entzücken jedes Naturfreundes bilden.

Während das Leberblümchen an zahlreichen Stellen unseres Gaues noch gesehen werden kann, ist das Edelweiß eine ausgesprochene Hoch­gebirgspflanze.

Die meisten der hier angeführten Pflanzen blühen in den ersten Frühlingswochen und sind deshalb als Blumenschmuck besonders begehrt unb immer in Gefahr, von gedankenlosen Ausslüglern oder Sammlern gepflückt zu werden. Sie sind des­halb unter Naturschutz gestellt worden. Am kom­menden Samstag unb Sonntag, 27. unb 28. März, werden tebensgetreue Nachbildungen anläßlich der 7, Reichsstraßensammlung durch die Sammler der DAF. zum Verrauf kommen. Jede Müte ist ein hübscher Donk für unsere Spende zum Kriegs- W'mterhllfswerk.

Die Hersteller von Lufttchutzhandspritzen sind ver­pflichtet, die Spritzen gebrauchsfertig, also grunb- sätzlich auch mit bem dazugehörigen Wosserschlauch, zu liefern. Unvollständige oder nicht gebrauchs- fertige Luftschutzhandsoritzen sollen, worauf im neuesten Heft derSirene", der Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, besonders hinaewiesen wird, beim Einkauf abgelehnt werden. Ebenso ist. die etwa geforderte Abgabe eines Eisenbebarfsscheines abzulehnpn. Da die Rohstofte für LS-Handspritzen den Herstellerfirmen, in vollem Umfang behörd­licherseits zur Verfügung gestellt werben, können die Luftschutzhanbspritzen, soweit nach Maßgabe^., .

der gebietsmäßigen Verteilung vorrätig, von der G i e ß e n , den Kreuzenzicm und den seltenen, Bevölkerung ohne irgendeine Rohstoffbejcheimgung weißblühenden, auch unter Naturschutz stehenden gekauft roerben.____________________________________lgefransten Enzian".