| ff =06ergruppenführet und General her Polizei, I Freiherr von Eberstein, einen Kranz des Führers
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gegeben sind.
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Kunst und Wissenschaft
Aus der Lugend -es Zirkus.
A. M. Rabenalt inszeniert den Terra-Film „Zirkus Renz
Ein australisches Flugzeug stürzte in den unzugänglichen Dschungelwäldern Nordaustraliens ab. Unter den dabei ums Leben gekommenen Df fixeren befindet sich Brigadegeneral I. A. Crcnpford.
Beethovens C-dur-IReffe im Rundfunk.
Mit der Sendung von Beckhovens C-dur-Messe im Reichsprogramm amDonnerstag von 21.00 bis 22.00 Uhr bereitet der Rundfunk allen Freunden ernster Kunst'eine Stunde innerer Erbauung. Das Seitenstück zu Beethovens „Missa solemnis" hat seinerzeit durch poetische Textausdeutung, sinfonische Verarbeitungstechnik und die Eigenart der durchgehenden Verbindung von Soll und Chor Aufsehen erregt. In unserer Sendung dirigiert Clemens Krauß die Wiener Philharmoniker und den Staatsopernchor.
hochschulnachnchlen.
Pros. Dr. Hans Walter Klewitz, der Freiburger Ordinarius für mittelalterliche Geschichte, wurde durch einen jähen Tod der Wissenschaft entrissen. Zum 1. März als Soldat der Waffen-ff einberu- fen, hatte er den Dienst noch kaum begonnen, als ihn plötzlich eine noch ungeklärte Krankheit überfiel, die bereits nach wenigen Stunden zu seinem Tode führte. Seine wissenschaftliche Ausbildung verdankte er dem Göttinger Historikerkreise (K. Brandt und P. E. Schramm) und der Schule Paul Kehrs, unter dessen Augen er mehrere Jahre am Preüßischen Historischen Institut in Rom gearbeitet hat. In Freiburg gründete er gemeinsanr mit Maurer ein Institut für geschichtliche Landeskunde des Oberrheingebietes. — Prof. Dr. Rudolf R o s e m a n n, der emeritierte o. Professor für Physiologie an der Universität Münster, verschied im Alter von 73 Jcch- ren. Er studierte in Greifswald und Münster und habilitierte sich 1896 in Greifswald. 1904 wurde er
Australien fordert Hilfe.
Schanghai, 23. März. (Europapreß.) Der australische Heeresminister Forde verlangte in einer Rede in Brisbane verstärkten Zustrom von Mann- schaften, Jagdflugzeugen und Bombern der Verbündeten nach Australien. Die Kämvfe auf den Salomonen und aur Neuguinea hätten die I n v a s.i o n s - gesahr für Australien nicht beseitigt. Wenn die Japaner ihre Vorbereitungen beendet hat» ten, würden sie gegen Australien einen Eingriff beginnen, der „wilder ist als ieder Angriff, den wir bisher zu spüren bekamen". Forde schloß: ..Wir dürfen nicht in einem Traumland leben. Wir müssen die ernsten Tatsachen erkennen."
„Sydney Sun" schreibt, Churchills Rundfunkrede, in der er erklärte, daß die Anti-Achsenmächte fcen pazifischen Kriegsschauplatz als z w e i t r a n g i g betrachten, habe nicht dazu beigetragen, die australische Stimmung zu heben. Ebensowenig hätten Berichte aus den USA., daß weder politisch"r Druck noch Hilferufe -ber Befehlshaber im Pazifik die USA.- Regierung zu einer Vermehrung ihrer Lieferungen nach Australien bewegen könnten, die Siegeszuversicht in Australien erhöht.
Gchreckensherrschaff der Tschunakingtrupyen in Huennan.
Tokio, 23. März, (Europapreß.) Ein Domei- Frontbe'richt gibt eine Schilderung von der Schreckensherrschaft, welche die Tschungking-Trup-- pen in Puennan ausüben. Getrieben von der Furcht vor einem japanischen Einmarsch, pressen die Tschungking-Truppen die Bevölkerung zu Zwangsarbeiten und versuchen, durch Zwangsaushebungen ihre Stärke zu erhöhen. Ueberläufer berichten von zahlreichen Plünderungen, wobei die Tschungking- Soldaten oft zu Mundraub gezwungen sind, weil die Habgier ihrer Offiziere ihnen nicht genug Sold läßt, um sich zu verpflegen. An allen Straßen und Brücken stehen Posten, die angeblich als Sicherung gegen einen japanischen Vormarsch dienen sollen, in Wirklichkeit jedoch jeden Passanten durchsuchen und ausplündern. Gleichzeitig betreiben die Tschung- ting-Offiziere einen blühenden Handel mit Heexes-
Kleine politische Nachrichten.
Der bisherige Oberkommandierende der britischen Streitkräfte auf Ceylon, General Sir Henry P ou>. nall, wird in BaKad erwartet, wo er den Oberbefehl über die in yran und Irak stationierte britische 10. Armee übernehmen soll.
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lieber das Gebiet von Teheran und Täbris wurbs bei verschärfte Belagerungszustand verhängt. Die Gebiete wurden zu Militärzonen erklärt, und dls gesamte Zivilverwaltung Militärgouverneuren un-> terstellt, denen sowjetische und britische Berater bei-
nach Münster berufen und 1906 Direktor des Physiologischen Instituts. 1921 bekleidete er das Amt des Rektors. 1925 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden, führte er ftin Institut noch bis 1937. Rosemann ist hervorgetreten durch sein Handbuch der Physiologie, das in 22 Auflagen erschienen ist. Es ist in England und Amerika eingeführt und auch ins Französische und Spanische übersetzt worden. — Im Alter von 51 Jahren starb der Direktor der - Staatlichen Sammlung für deutsche Volkskunde und Leiter des Instituts für Volkskundeforschung an der Universität Berlin, Prof. Dr. Konrad H a h m. Er studierte in Breslau, Berlin und Greifswald und promovierte 1917 in Greifswald auf Grund einer Arbeit über Georg Büchners dichterisches Vermöcht- nis. 1919 wurde er Generalsekretär des Schlesischen Bundes für Heimatschutz in Breslau, 1922 Referent beim Reichskunstwart, 1928 Kustos bei den Staatlichen Musetn, 1934 Direktor der Staatlichen Sammlung für deutsche Volkskunde. 1940 wurde ihm die Leitung des neu errichteten Instituts für Volkskunst- f Löschung übertragen. Sein Buch über deutsche Volkskunst hat rasch weite Verbreitung gefunden. — Der. Direktor der Chirurgischen Klinik in Düsseldorf,! Pros. Dr. Emil Karl Frey, hat einen Ruf an die' Universität München angenommen. Frey wurde 1888 in Kaufbeuren geboren. Er studierte in München/ habilitierte sich 1924 als Schüler von Sauerbruch' und ging 1927 als dessen Oberarzt mit ihm nad) Berlin. 1930 ging er als Ordinarius an die Medizi-, nische Akademie' nach Düsseldorf. 1931 übernahm er die Leitung der Chirurgischen Klinik. 1939 wurde, er Rektor der Medizinischen Akademie. Frey war
Renz will der Film zeigen, wie die Entwicklung eines Unternehmens, das aus kleinsten Anfängen emporwuchs zur europäischen Berühmtheit, hier wir überall allein die Folge eisernen Fleißes sein konnte, und eines unbändigen Willens zu höchster Leistung. Dieser Besitzer einer kleinen Jahrmarktschau, der eines Tages mit feinen wenigen Tieren und zwei, drei Mitarbeitern aus dem Pfälzischen nordwärts über die Landstraßen zockelte und Berlin zu erobern gedachte, war arm an irdischen Gütern, aber reich an Einfällen und begabt mit dem Instinkt für die Forderungen der Zeit, die in originellen Typen und in ihrer ganzen Eigenart auf dem Hintergrund des neuen Films vorüberziehen wird. Hübsch ein-- geflochten sind immer wieder kleine Episoden aus dem Alltag, die schlaglichtartig bi ex (Situation erbeb len und das Menschliche zu dem Recht kommen lassen, das es in einem „Kammerspiel mit zirzensischen Menschen" beanspruchen darf.
Roland Betsch schrieb das Drehbuch — im Stil einer bewegten Schau auf ein Stück Leben, das unter den mannigfad) an Wandlungen der Zeiten im Kern bis heute gleich geblieben ist, insofern es die Besessenheit und die Liebe der Zirkusleute zu ihrer Welt angeht, die Freude an der Ueberwindung aller Schwierigkeiten und die Lust an der Welt, der sie das Staunen beibringen und deren Beifall ihr täglich Brot ist, das sie heute hier und morgen dort als wohlverdienten Lohn für den ganzen Einsatz eines Könnens kassieren, geboren aus schönstem Leistungswillen und zähem nimmermüdem Fleiß...
Hermann Hacker.
Vorräten, die sie zu Wucherpreisen der Bevölkerung verkaufen. Die Zwangsaushebungen haben zu zahlreichen Defertierungen geführt. Die Tschung- king-Armee hat die Beschlagnahme des Prioatbesitzes jedet Familie verfügt, von der em Mitglied desertierte. Dies führte dazu, daß nun viele männlichen Bewohner ihre Heimstätten verlassen und in die Berge fluchten.
Luftangriff auf Palermo.
Rom, 23. März. (DRB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht bekannt gibt, unternahmen etwa 20 viermotorige amerikanische Bomber am Montag- nachmittgg einen Luftangriff auf Palermo. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Die Opfer unter der Zivilbevölkerung belaufen sich auf 38 Tote, und 184 Verletzte. Die Haltung der Bevölkerung war beispielhaft. Fünf Maschinen stürzten, von der Flak und von deutschen und italienischen Jägern getroffen, ins Meer.
gen Ledens. ,
Der Wechsel aus der Schule in den Beruf, der ebenfalls in der Verpflichtung zum Ausdruck kommt,, ist ein oft nicht leichter Uebergang für den Jugendlichen, für den dieser aber nicht mehr sich selbst überlassen ist, gerade jetzt im Kriege, wo meistens bie starke Hand des Vaters fehlt. Dieser liebergang vollzieht sich nämlich nunmehr im Schoße der Gemeinschaft, im Rahmen der Hiller- Jugend und damit imLebensraumderPar- Lei, die Trägerin der Menschenführung in unserem Volke ist. Sie hat die feste Grundlage, der kräftige Nührboden zu sein für die sich zu dieser Zeit innerlich vollziehende Reife des jungen Deutschem Sie umgibt ihn mit der aus der Gemeinschaft strömenden Kraft, wenn er auf dem Hintergründe ernster Entscheidungen für das Leben und im Bewußtsein seiner Pflicht gegenüber Führer und Volk in den neuen Lebensabschnitt tritt.
Wenn früher mehrere verschiedenartige Feiern diesen Lebensabschnitt gekennzeichnet haben, so sind sie jetzt im Zuge der Neuordnung des Gemeinschaftslebens wie auch der persönlichen Lebensbezirke durch den Nationalsozialismus in die große und alleinige Feier zur „Verpflichtung der Jugend" eingemünbet. Die Hitler-Jugend gestaltet zwar diese Feier für ihre Kameraden, aber sie wird von der gesamten Bewegung getragen, weil sie praktisch in alle Bereiche eingreift, besonders in Elternhaus, Schule und Betrieb. Damit beansprucht sie, als einzige in der Volksaemeinschaft anerkannte und für alle Vierzehnjährigen allgemein verbindliche Feier gewertet zu werden. Wir leiten das Recht hierzu aus der Tatsache ab, daß iebe große Revolution und die sie vor- antreibenben Männer und Ideen sich eigene gültige Formen und Gesetze schaffen, nach denen sich auch das persönliche Dasein ihrer Zeitgenossen und kommenden Geschlechter bildet und vollendet.
Die Hiller-Jugend weiß, daß ihre Verpflichtung auf den Führer in einer Zeit des totalen Krieges die Bereitschaft zu jedem Einsatz und zu jedem Opfer bedeutet. Diese Bereitschaft ist für sie eine selbstverständliche, unbedingte und unbegrenzte, die nur dem Befehl des Herzens entspringt und nicht der Einsicht in unabwendbare Tatsachen, die jede lleberfegung nach Zweckmäßigkeit und Vorteil wie die. Pest haßt und jedes lauwarme. oberflächliche „Auch-^dabei-sein-wollen" abgrundtief verachtet. '
Diese Bereitschaft wird dadurch unterstrichen, daß vor der „Verpflichtung der Jugend", mindestens für die Dauer des Krieges, der Heldenaedenktag steht, lieber jedem DpFer erhebt sich gleichsam ein neues Werden. Damit wird der Tag der Verpflichtung zu einem wahren Frühlingstag unseres Volkes, an dem sich die funae Garde seiner Getreuen um den Führer schart, bereit, ihm durch jedes Glück und Leid zu folgen. Denn für diese Jugend, die im Zeichen Advl Hitlers aufmächst und seinen Namen trägt, gibt es nur einen Weg: den Weg zum. Führer, den sie für ihr ganzes Leben beschreiten will!
Dem Gedächtnis Dietrich Eckarts.
Im Bergfriedhof zu Berchtesgaden, an dem Männer des SA.-Sturms Dietrich Eckart die Ehrenwache hielten, legte am 75. Geburtstag des Dichters und Vorkämpfers der Bewegung, Dietrich Eckart,
Das ganze Volk hilft mit!
Zahlreiche Vorschläge zur Durchführung des totale« Krieges. Berlin, 23. März. Das Reichsmini ft e- riurn für V o l k s a u f k l ä r u n g und Propaganda teilt mit:
Unsere Aufforderung an alle Volksgenossen, Vor- chläge zur Durchführung des totalen Krieges einzureichen, hat in weiten Kreisen der Bevölkerung großen Widerhall gefunden. Bereits am Tage nach der Bekanntgabe dieser Meldung gingen Hunderte von Briefen aus allen Teilen des Reiches ein, die wertvol I ft e Vorschläge auf allen Gebieten der Kriegführung enthielten. Arn zweiten Tage hat sich die Zahl der Eingänge verdoppelt und an den darauffolgenden Tagen weiter erhöht. Die totale Kriegführung und die hohe Zahl der Eingänge verbieten es, jedem Einsender per- önlich zu antworten. Jeder Volksgenosse aber, der einen Beitrag leistete, darf versichert sein, daß jede Anregung verwertet, jeder Vor- chlag geprüft und jedem gemeldeten Mißstand nachgegangen und für seine Abstellung gesorgt wird. Die tatkräftige Mitarbeit zahlloser Volksgenossen ist ein Beweis für den Willen unserös Volkes, alle Kräfte im gegenwärtigen Kampf einzusetzen.. Jeder, der kraft seiner Einsicht und Stellung mithllft, wird nach dem Siege einmal mit innerer Genugtuung feststellen dürfen, daß auch er mitgeholfen hat, dieses gigantische Ringen um die Zukunft unseres Volkes siegreich zu beenden.
nieder. Weitere Kränze widmeten Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Giesler. In Neumarkt in der Oberpfalz, der Geburtsstätte Dietrich Eckarts, würdigte Gauleiter Wächtler Leben und Werk Dietrich Eckarts als das eines der ersten Ban- nerträger der nationalsozialistischen Revolution. In einem harten Lebenskampf, in unwandelbarer Treue gegen sich selbst, formt sich in Dietrich Eckart die Persönlichkeit eines Dichters, und zugleich eines politischen Kämpfers für Deutschlands Freiheit und gegen das zerstörende Gift des Bolschewismus. Das eherische Wort Dietrich Eckarts, daß wir einst gemeinsam mit allen Ländern Europas gegen Juda kämpfen, ist verwirklicht. So haben Leben und Werk des ersten unsterblich gewordenen Dichters unserer Belegung sinnvollste Erfüllung gefunden.
Führer feinen unerschütterlichen Glauben an bie innere Kraft unseres Volkes entgegengesetzt hat und — wie der Krieg bisher bewiesen hat — dies mit vollem Recht!
Kann es für ihn, den feine Gegner als einen Habenichts belächelten, eine, schönere Bestätigung dieses Glaubens geben als in dem alljährlich wiederkehrenden feierlichen Akt, wenn sich über eine Million junger Deutscher freiwillig auf ihn verpflichtet? Wer in der ganzen Welt kann außer'ihm Jahr für Jahr Millionen Jungen und Mädel im wahrsten Sinne des Wortes fein eigen nennen? Der prallste Geldsack der Plutokraten wiegt auch nicht einen solchen Jungen, nicht ein Mädel auf!
Seit Wochen bereiten fidh bie zur Verpflichtung gelangenden Jungen und Mädel innerlich auf den hohen Tag und die festliche Stunde ihres Lebens vor, in der sie dem Führer ein persönliches Versprechen für ihr Leben abgeben dürfen. Da' dör Nationalsozialismus in der großen Persönlichkeit, im Vorbild die stärkste erzieherische Macht sieht, hat die G e st a l t d e s Führers im Mittelpunkt dieser Vorbereitung gestanden, ebenso wie der Schwerpunkt der Verpflichtungsfeiern im Bekenntnis zu ihm liegt. Zugleich ist dieser Feiertag für den jungen Deutschen ein Anruf des pflichterfüllten Lebens,'das nunmehr feine Rechte zu fordern beginnt, das nicht nur Bewährung in der Gemein- schäft der Jugend bedeutet, sondern Bewährung des Charakters, der Tüchtigkeit, des Mutes und der Ausdauer in allen Höhen und Tiefen eines töti-
DKD. Zirkus, Welt der tausend Wunder, Welt jubelnder Freude an phantastischen Bildern, des Staunens und der unerhörten Kunststücke, des leichten Schauderns über Wagemut und Sicherheit verwegener Menschen unter dem Zeltdach, Raubtier- aeruch und Parfüm, Manegenzauber, Licht, Illusion, Hauch der Fremde, Atem geballten Lebens, rollende Stadt rund um das Riesenzelt, geheimnisvolles Nebeneinander von Mensch, Tier und Maschine, — so sind wir gewohnt, den Zirkus von heute zu sehen und zu erleben.
Der Film nimmt sich diese fett Jahrhunderten aufregende Welt häufig zur Umwelt seiner Handlung. Arthur Maria Rabenalt, ein Spielleiter, der Blick und Schwung für solche künstlerische Auf naben besitzt, inszeniert in dem Terra-Film „Zirkus Renz" mit Rene Deltgen und Paul Klinger ein zirzensisches Zeitbild, kulturgeschichtlich wie menschlich gleicherweise fesselnd und interessant. Denn nicht immer hatte der Zirkus seine heutige Gestalt, nicht immer reiften die großen Unternehmen mit den weltberühmten Namen in ihrer heutigen Form umher und mancher mag staunen, wenn er erfährt, daß der „Tent-Zirkus", der Zirkus unter dem Zeltdach, beweglich und eingerichtet für raschen Auf- und Abbau, jünger ist als der Zirkus im festen Haus... 1
Ernst Renz ist der Schöpfer des deutschen Zirkus — er hat um die Mitte des vorigen Jahrhunderts den klassischen französischen Zirkus, der damals in Berlin in seinem eigenen Gebäude spielte, abgelöst. Sein Name will als Symbol genommen werden — für alle die anderen Namen, die wir Heute als führend in der Welt des Zirkus kennen. Am Beispiel
Max Reger in seinen Briefen.
Ein Nachtrag zum 70. Geburtstage.
Mar R e r hat ' mit der Leidenschaft des Genies, Gas die frühe Vollendung ahnt und, von widrigen Gewalten bedroht, bie Wunder seines Inneren rasch heroorftoßen muß, die ihm gegönnte kurze Lebe ns span ne durchmessen, hat seinem Volke wundervolle Werke hinterlassen. In das leidenschaft- liche, vom ewigen Schaffensdrang getriebene Tempo seines Daseins gestatten seine in einem stattlichen Bande vorliegenden Briefe einen tiefen Einblick; sie lassen uns die Tragik seiner Natur besser begreifen als die Zeitgenossen es vermochten, die von äußeren Begleiterscheinungen verwirrt wurden. Das kommt schon in den Briefen des jungen Musikstudenten zum Ausdruck, der bei Riemann in Wiesbaden lebte und an seinen Lebensfreund Lindner am 8. März 1894, als er noch nicht 21 Jahre alt war, schrieb: „Ich habe mit allen Freuden und Genüssen des Lebens vollkommen abgeschlossen. Ich bin so schwer zu behandeln, daß hier allgemein die Redensart gilt: Mit Reger kann kein Mensch verkehren. Ich weiß auch, daß ich nicht mehr lange lebe, denn das Gefühl der Schwäche, der körperlichen Schwäd)e, ist zu stark. Hoffentlich halte ich es solange aus, daß ich nicht wahnsinnig werde. Denn wer die Schmerzen kennt, unter denen ich meine Kinder gebäre, wer diese durchwachten Nächte kennt, wer weiß, daß zum Beispiel Opus 11 in zwei Nächten geschrieben- ist. der wird die fatale Zerschlagenheit begreifen. Ja, aufrichtig gestanden. Du kannst in Wiesbaden oft einen Gast treffen, der um 3 Uhr morgens in der einsamsten Ecke im Ratskeller allein sitzt und vor sich hinbrütet. Warum? Ich kann nicht schlafen!" x
Bei diesem einsamen Brüten, aber auch im Kreise der Kameraden hat der Dämon des Alkohols Reger immer wieder angefallen, bis er ihn in feinen letzten Lebensjahren dann energisch bekämpfte. „Ich habe die Periode der künstlerischen und inneren Zerrissenheit hinter mich gesetzt", gesteht er einem Freunde, „da ich schließlich die ganze Haltlosigkeit dieses schrecklichen Zustandes selbst einsah — und
auch follde bin ich geworden. In rein moralischer und sittlicher Beziehung war ich stets im höchsten Grade zurückhaltend un'd werde es auch stets fein, da ich es als eine der größten Gefahren betrachte, in dieser Beziehung nicht gut zu leben. Allein bisher hatte ich doch eines übersehen, nämlich die Gefahren des Alkohols."
So ringt er sich mühsam den Weg empor im Kampf gegen den inneren und den äußeren Feind.
(Scherl-Archiv-M.)
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Er klagt, daß er sich bis früh um drei Uhr mit Notenklecksen ernähren müsse, — „wirklich mal aus- schlafen gehört zu den atterseltensten Genüssen bei mir." Und er muß sich noch das Geld zusammensparen, um als Einjähriger beim Militär dienen zu können.
Gespart hat Reger immer. Später, im Jahre 1908, konnte er an den berühmten Juristen der Leipziger Universität, Adolf Wach, schreiben: „In Geldangelegenheiten bin ich gar fein Künstler! Ich hasse überhaupt den Ausdruck .Künstler'. Anständiger, edler Mensch fein, das ist die Hauptsache." Allmählich ringt er sich zu einer gewissen „Wurschtigkeit" gegenüber allen Anfeindungen durch. „Meinetwegen kann man mich durchprügeln nach allen Dimensionen", schreibt er am 27. Mai 1896 an Busonj, „ich tröste mich mit dem Gedanken, daß Prügeln auch schon in der Bibel vorkommt. Aus jeder Wohnung werde ich rausgeschmissen, da ich
worden sind, jetzt im erfreulichsten, Verkehr stehen
wunderung abringt.'
C. K.
Strauß ist nämlich wirklich ein großer Mufikea: mit, enormem Können, und so hat er mich doch schließlich verstanden! Lor zwei Tagen erhielt ich einen Brief von ihm, wo er mir schreibt: .Ich habe feine so leichte Hand und keine zuverlässige, gehorchende Kompositionstechnik wie Sie, der mir mit seiner un< Besiegbaren Fruchtbarkeit immer Staunen und Be-
Zeiffchriffen.
— Im Februar-März-Hest der künftig nur noch einmal im Vierteljahr erscheinenden biologischen Bilderzeitschrift „Freude am Leben" (Verlag Hugo Bermühler, Berlin-Lichterfelde) lesen wir zu Beginn einen Aufsatz von Professor Dr. W. Lintzel über den Nährwert des Eiweitzes eßbarer Pilze, ein Thema, dem heute auch eine gewisse aktuelle Bedeutung zukommt. Zwei interessante zoologische Beiträge führen in das Land unseres finnischen Verbündeten: Oberst Wolft berichtet auf Grund eigener Erlebnisse 'über die Tierwelt Finnlands, Erna Mohr von neuen Beobachtungen an Berglernminaen; beide Beiträge sind bebildert. Ebenfalls an Hand von Naturaufnahmen schildert Dr. Richard Bott die Biologie der sog. Gottesanbeterin. Das Problem der Färbung lebender Pflcrnzenzellen behandelt der Gießener Ordinarius für Botanik, Professor Dr. Mster, der auf diesem Spezialgebiet bahnbrechend gewirkt hat. Ein bemerkenswertes Kapitel der dynamischen Bokanik erörtert Professor Dr. Boas in seinem Beittage „Die grtigfte Pflanze". Reichhaltiges und interessantes Material findet man in den Berichten aus allen Gebieten und von neuen Forschungsergebnissen; hier wird z. B. über die Untersuchungen von Professor Kranz (früher 'm Gießen) zum Äsozialen-Problem, über die Rekonstruktion von Sauriern, über den Wildbestand Rußlands,! über Vitamin-OMangel und Erblichkeit von Tuberkulose, über Sogelberingung und Ameisenstaaten neben vielem andern berichtet. Buchbesprechungen,j eine Liste der Neuerscheinungen und bie beliebte Preisfrage runden den Inhalt ab.
von allerjüngstem Alter an, hat bisher die heilige Verpflichtung, auf mich zu schimpfen, daß es nur so eine Art ist", schreiot er aus München 1904 an Paul Marsop, und noch 1911 gesteht er, „daß ich nur noch zwei Dinge erwarte, die man mir nachsagen kann: 1. daß ich überall silberne Löffel stehle, 2. daß ich meinen vpr sechs Jahren verstorbenen Vater ermordet habe."
Aber schon der junge Reger bekennt, daß er in seiner Musik „absolut keine Konzessionen machen könne", und so ist er unbeirrt seinen Dornenweg als Musiker gegangen, sein hohes Vorbild Bach vor Augen. „Was ich unter Deutschtum in der Orgelmusik verstehe", schreibt er am 26. November 1900 an Joseph Nenner, „ist natürlich nicht Chauvinismus — ist ganz und gar unpolitisch; der Ausdruck Deutschtum ist für mich da eben nur .Gattungsbegriff'; wir könnten ebenso gut sagen .bachisch', das heißt aus klassischem Geist geboren. Mir kann gewiß niemand im geringsten rückschrittliche Tendenzen vorwerfen, im Gegenteil, im marschiere auf linkster Seite. Allein, was Orgelmusik betrifft, da kann ich auf Grund tiefgehendster Studien nur sagen: „Jede Opgelmusik, die nicht im Innersten mit Bach verwandt ist, ist unmöglich."
Diese enge Verbundenheit mit der Vergangenheit betont auch ein Brief an Adolf Wach vorn 5. Dezember 1914: „Ich gelte als ,blutroter* Anarchist; wer weiß, welche umstürzlerische, extravagante Ideen mir noch nachgesagt werden — eine Ironie der Weltgeschichte, der Musikgeschichte, wie sie drolliger nicht gedacht werden kann. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, daß ich vielleicht von allen lebenden Komponiften derjenige bin, der am meisten wahre Fühlung mit den großen Meistern unserer so reichen Vergangenheit hat. Ich habe aus diesen meinen Anschauungen nie ein Hehl gemacht, und erst vor kurzem Richard Strauß in einer langen persönlichen Unterredung so mmfi einen .fRorh^g* gehalten, so daß dieser mir schließlich recht gab J Diese
zuviel Unordnung mache, die Gardinen in 14 Itagen | Unterredung hat den Erfolg gehabt, daß Sttauß aus blendendstem Weiß in wunderbares Gelb ver- und ich, die wir bisher so gegeneinander gehetzt: wandle durch entsetzliches Qualmen. Auf 20 Stück »'»*’* »***
habe ich's schon täglich gebracht." „Ich dins für gewöhnlich nur gewöhnt, verspottet und verhöhnt zu werden, mit einigen Ausnahmen. Jeder Musiker,
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