Ausgabe 
23.2.1943
 
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Europas überlegene Reserven

um-

nicht lötti des not

Gegen die Sowjets gibt es nur Kampf.

Bukarest, 22.Febr. (Europapreß.) Der rumä­nische Kriegsminister General P a n t a z i hielt im Rundfunk eine Ansprache, in der er der Entschlossen­heit Rumäniens Ausdruck gab, im Verein mit den Verbündeten eine zweite asiatische Invasion Europas zu verhindern. Es sei eine Illusion zu glauben, die

vorgerufen.

Oie Japaner besetzten französische Konzession an der Kwangtschau-Bucht

Tokio, 22. Febr. (Europapreß.) Im Einverneh- i men mit der französischen Regierung sind japanische fteeres» und Marineeinheiten in die französische Konzession an der Kwangtschau^Bucht eingerückt. Die Kwangtschau-Bucht liegt im Süden Chinas, nördlich der Insel Hainan. Da Absichten Tschungkmgs auf die französische Pachtzone festgcstellt wurden, führten japanische Heeres- und Marineeinheiten bei der Stadt und auf der Halbinsel Leitschau Ueberra- schungsangriffe durch und besetzten noch am gleichen Tage die Stadt. Der Eirrmarsch der japanischen Truppen, so unterstreicht man in Tokio, sei im Ge- 1 gensatz zu dem britischen lieb erfaß auf Madagaskar

gemacht hätten und nun den Ausführungen des Ministers, der für eine kriegsbedingte Verlängerung der Arbeitszeit eintrat, fanatisch zustimmten. Wel­cher Wandel der deutschen Nation durch die poli­tische Erziehungsarbeit des Führers! .

Der Generalbevollmächtigte für den Arbettsemfatz Gauleiter Sauckel unterstrich die Notwendigkett, die schaffenden Menschen in größtem Ausmaß f a ch- l ich.z u schulen und fortzubilden. Dem Appell an das deutsche Volk, in die Fabriken zu gehen, müsse eine hervorragende Ein- und Umschulung fol­gen, damit die neuen Gefolgschaftsangehörigen m kurzer Zeit ebenfalls hervorragende Produkttons­leistungen erreichen. Die Betriebsangehörigen selbst forderte Gauleiter Sauckel auf, den neuen Arbetts- kameradinnen und Arbeitskameraden ihr Einleben in die ungewohnte Arbeit in jeder Weise durch ka­meradschaftlichen Rat zu erleichtern. *

Oer Reicksmarsthatt beglürtwÜnW Hauptmann Oruschel.

Soziale Sicherung für die Gefolgschasten stillgelegter Betriebe

Oie arbeitsrechttiche Stellung und die Ansprüche ausscheidender GefolgschastSmitglieder.

erst in zweiter und dritter Linie Berücksichtigung, finden kann? ,, m .

Wie gering muß der vom deutschen Volke denken, der ihm nicht den gleichen Opferwillen zutrauen will, den unsere Väter unter unvergleichlich ungum stigeren Umständen ganz selbstverständlich lauf sich nahmen. Gerade der Mann und die Frau in der Wirtschaft weih, daß man wagen muß, um zu ge­winnen, daß man Opfer und Einschränkungen aus sich nehmen muh, wenn es um etwas Gröhes geht.

Ferdinand Laeiß aus Hamburg, den die Welt als den .König der deutschen Seglerflotte" kannte, hat einmal gesagt, daß niemals der Gewinst Selbst- und Endzweck eines großen Unternehmens fein kann, I und fast die gleichen Worte prägte ein Werner von Siemens. Nie hätten wir den Glanz der deutschen Hanse, nie den Ruhm deutscher Ueberseehäuser m unserer Geschichte verzeichnen können, wenn nicht zur rechten Stunde und in dem notwendigen Aus­maß Opferwille und Einsicht, bedingungslose Un­terordnung unter das Gesetz der Gemeinschaft und kräftiges Zupacken bei der allein entscheidenden Auf­gabe vorhanden gewesen wären. Die gleichen Nürn­berger und Augsburger, die Wiener und Kölner, deren Name in der Welt mehr wert war als bares Gold, standen, wenn der Feind ihre Städte be­kannte, auf den Mauern und Bastionen. Und darin vor allem hat sich in jenenweltläufigen" Deutschen das beste bäuerliche Erbe bewahrt, daß sie alle Kraft vereinten auf eine große Sache, wenn es die Stunde

Kattowitz, 22. Febr. (DNB.) Vor der Ar­beitskammer des Gaues Oberschlesien sprachen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Gauleiter Sauckel über die Aufgaben des Arbeitseinsatzes, der Menschenführung in den Betrieben, der Ein­arbeitung der neu in die Betriebe sttümenden Man­ner und Frauen aus allen Volkskreisen sowie der Mobilisierung der Leistungs- und Produkttons- reseroen Deutschlands. Dr. Ley legte dar, daß Deutschland auf allen Gebieten über gewaltige Re­serven verfüge und dem Bolschewismus überlegene ! Kräfte gegenüberstellen könne. Hinzu kommen noch unsere Verbündeten und das schaffende Europa, das die Waffen schmieden hilft, mit denen deutsche Sol­daten diesen Erdteil vor der Vernichtung bewah­ren. Im Berliner Sportpalast saßen unter den Zu­hörern von Dr. Goebbels auch Menschen, die itn ersten Weltkrieg den Munitionsarbeiterstreik mit­

gebot.

So stchen wir denn, wenn wir uns nur rei blicken, in einer Aufgabe, die auch unseren Vatern und Müttern nicht fremd und einmalig erscheinen kann. Einmalig ist nur die Größe dieser Zeit und einmalig ist auch, daß wir alle 3um ersten­mal wirklich alle unter einer Fahne und einem Mllen vereint sind. Denn das ist doch, was uns \o hartnäckig in früheren Jahrhunderten den Sieg ge­schmälert und vergällt hat: daß es den Fernen immer gelungen war, unsere Reihen zu schwachen. Wie oft haben in einer urdeutschen Angelegenheit mehr Deutsche im anderen als im eigenen Lager gestanden, Verführte, Versprengte und von pfttcht-, vergessenen Fürsten dem Gegner Zugefuhrte. Was heute geschieht, geht uns alle an, well es von al­len für alle durchgestanden werden mutz und durchgestanden wird. Wir brauchen nur den Blick auf die Welt der anderen zu richten, um zu wissen, um was es geht. Ob wir den zur fronenden und geknechteten Masse entwürdigten Menschen an- schauen oder das Häuflein der feisten Nutznießer drüben, eines wissen wir ganz genau: das ist kein Leben, das dieses Namens würdig ist, das ift ms zum letzten ausgeklügelte Sklaverei und das ist das Undeutsche schlechthin. Die Härte des persönlichen Opfers, das bei uns notwendig verlangt werden muß, verkennt keiner und mißdeutet keiner. Aber ,chie Freiheit und das Himmelreich gewinnen keine

der letzten drei Monate vor der Stillegung mofy gebend. Die Hälfte der Abgangsentschädigung ist m Zeitpunkt der Stillegung, der Rest nach drei Dfa naten fällig. Tritt der Angestellte innerhalb von dr» Monaten in ein neges Arbeitsverhältnis ein, io| kürzt sich die zweite Hälfte der Abgangsentschädigung um den Betrag, den er während dieser Zeit in dmi neuen Betrieb erhält..Jedoch können bereits gezahk^ Beträge nicht zurückgefordert werden. Wer die Ol gangsentschädigung erhalten hat, genießt in deck neuen Betrieb nicht den im alten Betrieb erworbn nen höheren Kündigungsschutz. Nach einem Ude« des Reichsarbeitsgerichts vom 20. Februar (RAG. 149/41) kann er sich dieses Recht aber buEiji Ablehnung der Entschädigung erhalten.

In manchen Betrieben bestehen sogenannte sions-, Unterstützungskassen oder ähnliche Ginne- hingen, zu denen die Gefolgschaftsmitglieder träge geleistet haben, lieber den Fortbestand oM die Auflösung dieser Einrichtungen sowie über uiti Ansprüche der Gefolgschaftsmitglieder oder bereu Familien entscheidet, falls die Einrichtung unLS! staatlicher Aufsicht steht, die Aufsichtsbehörde, übrigen der Reichstreuhänder der Arbeit. Sowev die Inanspruchnahme von Mitteln aus der Gemem- schaftshilfe der Wirtschaft in Frage kommt, bat D-t Entscheidung im Einvernehmen mit dem Bezirv- Wirtschaftsamt zu ergeben. Da die Gemeinschaft' Hilfe im Bereiche des Handels nicht eingeführtt-i wird zu diesem Punkt unter Umständen eine derreglung erforderlich sein.

Wie Dienstverpflichtete.

Die infolge der Stillegung ausscheidenden ®efoty| fchaftsmitglieder haben die gleichen Rechte wie y den auf unbegrenzte Zeit dtenstverpftichtetenBp folgschaftsmitgliedern zustehen, soweit sie innerya» von drei Monaten in ein neues Beschäftigungsim' hältnis eintreten. Dies bedeutet also, daß ihnen J dem neuen Betrieb ihre bisherigen Berufsjahre die Dauer der Betriebszugehörigkeit zu dem Ej Betrieb angerechnet werden, sie also keine Na^v erleiden, soweit in bem neuen Betrieb bestimnn- Ansprüche, wie zum Beispiel Urlaubsansprüche, der Dauer der Berufs- oder Betriebszugehöngr« mit abhängig sind. Die gleichen Rechte haben oi» diejenigen Gefolgschaftsmitglisder, die mit mung des Arbeitsamtes zunächst noch weiter*< fchäftigt, später aber infolge der Betriebsstillegr^I gleichfalls entlasten werden. Die Drei-MynatsW beginnt in diesem Falle mit dem Zeitpunkt der IK lassung zu laufen. Auch die Bestimmungen über^! Abgangsentschädigung für Angestellte, die unter £»'| Kündi gun gsschutzgesetz fallen, finden auf sie sprechend Anwendung. Die Drei-Monatsfrrsl auch dann als gewahrt, wenn während w*

: I laufes em Arbeitsplatzwechsel stattgefunds« 9°* 1 |

Halben". L

An den großen Friedenstaten des nattonalsozratt- stischen Reiches, an dem beispiellosen kulturellen Ausstieg unseres Volkes hat jeder ohne Ausnahme teilgenommen. Da müßte doch mit Friedrichs Generalen bei Leuchen zu sprechen der einver­dammter Hundsfott" sein, der nicht in der Stunde der Bewährung vorbehaltlos zur Fahne stunde. Und wer im ersten Augenblick meint, seine neue Aus­gabe entspreche nicht seiner alten Stellung, der mag sich sagen lassen, daß niemand größere Ehre hat als der, der alle seine Kräfte einsetzt für den sieg und die Erhaltung des Volkes, ganz gleich, wo er nun steht.

Noch eines aber soll gesagt werden. Es geht hier nicht um eine Wertung der Berufe und Wirtschasts- zweige, es geht allein um das eherne Richtmaß des | Krieges. Wenn heute etwas zurücktritt, damit die1 Kräfte und Energien frei werden für noch kriegs­wichtigere Aufgaben, das ist damit nicht weniger wert. Wir denken gar nicht daran, irgenbetner Art non Primitivitätskult zu huldigen, ein Norm- und Schemenleben anzustreben. Gerade weil wir gegen diese Welt der Nivellierung der stumpfen Masse, des Geldprotzentumes und der schamlosen Ausbeu> hing angetreten sind, darum upd allein darum wird das Gesetz des Volkes so unterschiedslos angewen­det, darum wird auch das Höchste und Beste vom

Die deutsche Särrberungsaktion in Kroatien und Bosnien.

Berlin, 22. Febr. (DNB.) Im Verlauf der Säuberungsaktionen gegen bolschewistische Banden in Bosnien und im Südwestteil Kroatiens besetzten deutsche Truppen jetzt den Ort Petrovac im Gau Krbava und B i h a c im Gau Psat. Nach einer Schreckensherrschaft, in deren Verlauf die Bolsche­wisten das Land verwüsteten, sämtliche öffentlichen Gebäude vernichteten, die Schulen abbrannten und die Kirchen sprengten, wurden die Banden jetzt tie» fer in die gebirgsreichen Gebiete Westbosniens ab- gebräpgt. Bihac, das Hauptquartier der Banditen, hatte besonders stark unter dem Terror zu leiden. !3M0 Geiseln ließen die Bolschewisten mitgehen, als sie sich auf Petrovac zurückzogen, das nun ebenfalls genommen wurde. Zahlreiche Dörfer und kleine Siedlungen find >vollständig dem Erdboden gleich- gemacht. Ganze Bauern- und Handwerkerfamilien wurden von den Banditen verschleppt, andere, die sich weigerten, erschossen. Die Barbarei des Bolsche­wismus rast sich in diesen Gebirgstälern und Hoch­ebenen Kroatiens und Bosniens aus. Bereits^Tau­sende mußten ihren Blutzoll an Moskaus Terror bezahlen.

Oie Politik der Türkei.

einzelnen verlangt. ., .

Der Führer hat mit unbeschreiblicher Geduld jeden , Weg versucht, der es gestattete, Deutschland und die Kulturwelt nach ihrem Stil, nach ihrem ur­eigenen Lebensgesetz leben zu lassen. Alles, was sich an negativen Kräften und an bewußt zerstöre­rischen und brandstiftersschen Elementen fand, hat sich im Lager unserer Feinde zusammengesunden. Nur unser Schwert hält von unserer Welt das Chaos fern, nur unsere Wehr hindert eine unvor­stellbar große menschliche Katastrophe. Wenn man aber mit der Kraft einer Naturgewalt gegen die drohenden Wetter stehen und siegen will, dann hat alles andere zu schweigen, dann müssen sich auch die letzten C^iergien in unseren Waffenschmie­den ebenso wie in den kämpfenden Armeen sam­meln. Das ist ja die Lehre, die uns die Männer von Stalingrad sterbend und dennoch ungebrochen hin­terließen:Es gilt alles! Und jeder eine Festung in diesem Ringen!"

Daß sich in deutschen Städten und Dörfern, für immer vom ewigen Alpdruck befreit, die höchste imd beste Kultur regen kann, daß jeder an den Schätzen teilhaben kann, die uns gerade auch die unübertreffliche deutsche Wirtschaft auf den Tisch (egt, das wird erst ermöglicht, wenn jeder sich voll eingesetzt sieht und wenn aus der Saat die Ernte reifen kann. Wir wären schlechte Deutsche, wenn wir nicht um die vielen Segnungen wüßten, die uns gerade der nie ruhende deutsche Erfindergeist, der Wagemut des Kaufmanns, die hohe Tradition des Handwerks und die Arbeitsfreude des rechten Gasthalters beschert haben. Wir wissen alle, daß mit dem Begriff Fortschritt der Name des Deutschen untrennbar verbunden ist. Wenn wir heute auf dies und jenes verzichten müssen, wenn wir Be°! triebe schließen, die auch bei uns ihren ehrenvollen Namen haben, dann nehmen wir das nicht auf die leichte Achsel. Aber das wissen wir auch: wer jetzt auf entbehrlichen Dingen besteht, der betrügt das kämpfende deutsche Volk um das Wichtigste. Wer aber die Opfer mutig auf sich nimmt und wer alles einsetzt zum großen Ziel, der wird in sich die Kräfte wachsen fühlen. Und er wird mit Hutten und Luther in ihren deutschesten Stunden ausrusen: ,Zch bin hindurch. Ich bab's gewagt!" Einem Volke, das solchen totalen Einsatzes fähig ist, das in den ern­sten Stunden über sich hinauswächst, dem kann der Lorbeer des Sieges nicht vorenthalten werden.

Eitel Kaper.

Ankara, 22. Febr. (DNB.) Auf dem Fest der Volkshäuser sprach der türkische Ministerpräsident Saracoglu. Er sagte, daß die türkische Regie­rung keinerlei geheime Abmachungen getroffen habe, und daß auch keine Verhandlungen von der türkischen Regierung^über solche geheime Abkommen geführt worden seien. Die Außenpolittk der Türkei bestehe darin, den Weg der Freundschaft und Aufrichtigkeit allen Ländern gegenüber zu ver­folgen. Die Beziehungen zu Deutschland würden durch den Freundschafts- und Nichtangriffs­pakt bestimmt; der feine Ergänzung erfahren habe durch das 10 0 - Mill i o ne n - Kr editab k o m - m e n , das der Türkei die Möglichkeft gebe, ans Deutschland Kriegsmaterial für ihre Sicherheit zu beziehen. Weiter sprach Saracoglu über die Be­ziehungen der Türkei zu den übrigen Großmächten.

(Saulliflengenerol gegen (Menhowers Oberbefehl.

lieber die arbeitsrechtlichen Folgen von Be° i triebsstillegungen im Einzelhandel bringt der - 'Pressedienst des Einzelhandels" die nach- .

stehenden aufschlußreichen Mitteilungen.

Bereits im Jahre 1940 ist durch eine Verordnung vom 21. März und eine Durchführungsverordnung vom 27. August klargestellt worden, wie die Rechts­verhältnisse .zwischen Betriebsführer und Gefolg­schaft für den Fall liegen, daß der Betrieb auf An­ordnung des Landeswirtschaftsamts stillgelegt wird. Diese Vorschriften hatten bisher für den Einzel­handel keine praktische Bedeutung, da es staatlich angeordnete Betriebsschließungen nicht gab. Sie werden aber jetzt wichtig, da nach dem Erlaß des Reichswirtschaftsministers vom 30. Januar jetzt Schließungsverfügungen im Einzelhandel zu er­warten sind.

Nach § 1 der Verordnung enden die Arbeitsver­hältnisse'der Gefolgschaftsmitglieder des stillgelegten Betriebes oder der stlllgelegten Betriebsabteilung mit dem Zeitpunkt der Stillegung. Dieser ist aus dem Schließungsbescheid des Landeswirtschaftsamtes zu entnehmen. Eine Ausnahme gilt für einzelne Gefolgschaftsmitglieder, die mit Zustimmung des Arbeitsamtes über den Zeitpunkt der Stillegung hinaus, insbesondere zur Betriebspflege, weiter be­schäftigt werden. Den ausscheihenden Gefolgschafts­mitgliedern sind also ihre Bezüge bis zum Zeitpunkt der Stillegung zu gewähren. Bereits erworbene, aber noch nicht erfüllte Urlaubsansprüche müssen ab­gegolten werden.

Die Abgangsentschädigung.

Eine Sonderregelung gilt für die sogenannten älteren Angestellten, die unter das Kündigungs­schutzgesetz fallen. Hiernach genießen in Betrieben, die regelmäßig mindestens zwei Angestellte beschäf­tigen, diejenigen Angestellten, die über 30 Jahre alt und mindestens fünf Jahre im Betrieb tätig sind, einen erhöhten Kündigungsschutz, und zwar beträgt die Kündigungsfrist für sie nach einer Beschäftigung von fünf Jahren drei Monate auf den Schluß eines Kalendervierteljahres, von acht Jahren vier Monate, von zehn Jahren fünf Monate, von zwölf Jahren sechs Monate, wobei Dienstjahre vor der Vollendung des 25. Lebensjahres nicht berücksichtigt werden. Die Beschäftigung bei einem Rechtsvorgänger des Ge­schäftsinhabers wird jedoch in diesem Rahmen mit­gezählt. Diejenigen Angestellten, die hiernach An­spruch auf einen erhöhten Kündigungsschutz haben, erhalten bei der Betriebsstillegung eine Abgangs­entschädigung in der Höhe der Hälfte des Gehalts einschließlich aller Nebenbezüge, das der AngesteMe bei Einhaltung der Kündigungsfrist bezogen hätte, : wenn ihm im Zeitpunkt der Stillegung ordnungs- . gemäß gekündigt worden wäre. Für die Bemessung der Arbeitsverdienste ist der Durchschnittsverdienst

Berlin, 22; Februar. (DNB.) Reichsmark schall Göring sandte an Hauptmann Druschel. Gruppenkommandeur in einem Schlachtgeschwader, einem geborenen Oberhessen, zur Verleihung de- Eichenlaubs mit* Schwertern zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes folgendes Glück- Wunschschreiben: Lieber Druschel! Sie tragen als erster meiner kühnen Schlachtf lieget die Schwerter znm Eichenlaub des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Mt dieser hohen Auszeichnunei an Sie hat der Mhrer in besonderem Maße au» die hervorragenden Kampfteistungen Ihrer Waffe gewürdigt. ErMt von Stolz auf Soldaten Ihres Heldentums in den Reihen der Luftwaffe spreche ick. Ihnen aus dies-em Anlaß meine besten Glückwünsche aus. sez- Göring."

IIIM >L

schenk als ein Zeichen der engen deutsck-japanische» Verbundenheit auch auf kulturellem Gebiet.

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Auf Einladung des Gauleiters Forster traf bet; italienische Staatsminister Farinacci zu einem Besuch in Danzig ein und hielt nach Besichttguntzf eines italienischen Arbeitslagers in Gotenhafen uni der dortigen Hafeneinrichtungen vor deutschen un- italienischen Arbeitern eine Ansprache.

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Das Washingtoner Kriegsministerium gibt be- kcmnt, daß 12 Angehörige der nordamerikamschni Luftwaffe und 13 britische Flieger vermißt werden, die mit einem Heerestransportflugzeug über dem SWatlanttk verschollen sind.

»

Das Marineministerium in Washington gibt be­kannt, daß zwei als Transporter in Dienst gestellt! ehemalige Passagierdampfer der USA. im Nord­atlantik unter schweren Verlusten an Menschenleben versenkt wurden. Ueber 800 Personen sind entweder getötet worden oder werden vermißt.

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Der rumänische Wirtschaftsminister Professe F i n t z e s c u ist zurückgetreten. Bis zur Reorgain sierung des Wirtschaftsministeriums wurde der Mi­nister für Rüstungs- und Kriegsproduktion, Genera! Dobre mit der Führung des Ministeriums be­traut. An Stelle des ebenfalls zurückgetretenen Diz» admirals Pais wurde Generalleutnant Schon Staatssekretär für Marine.

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Der portugiesische Ministerpräsident Dr. Sal«-' 3 a r hatte am Sonntag eine Unterredung mit dm | britischen Botschafter Sir Ronald Hugh Camp, bell und dem Gesandten der Vereinigten Staaten, | Bert Fish.

mit vollem Einverständnis der französischen Regie­rung erfolgt. Die japanischen Streitkräfte stießen in Eilmärschen in nördlicher Richtung vor und er­reichten Munchinchiao. Die Operationen zur Säube­rung der Halbinsel von den Tschungking-Truppen sind in vollem Gange.

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Die Kämpfe der japanischen Stteitkräfte in Kiangsn gegen die neuaufgestellte vierte Tschung- king-Ärmee haben im Norden der Provinz zu wei­teren Erfolgen der Japaner geführt. Patan (45 Kilometer nordöstlich von Funing) und Tung- tauchen wurden von den Japanern besetzt. Seit Sonntagmorgen rücken die japanischen Einheiten auch im Mündungsgebiet des Pangtse- kiang weiter vor. Die in diesem Gebiet stehenden tschungking-chinesischen Einheiten sind nach den letz­ten jäpanischen Informationen von völliger Ver­nichtung bedroht.

Die Krise in Gandhis B finden.

Bangkok, 22. Febr. (Europapreß.) Nach einer Meldung Ais Bombay ist in Gandhis Befinden nach Ansicht der ihn behandelnden Aerztedie Krise ein­getreten". Der Mahatma litt an heftigem Brechreiz, war vorüberhegend fast ohnmächtig und sein Puls außerordentlich schwach. Später konnte er dann aber etwas Wasser mit Fruchtsaft zu sich nehmen.

Brigadegeneral pezzi vom !?eindflna nicht zurückgekehrt.

R o m, 23. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Ober­kommandierende der italienischen Luftwaffe an der Ostfront, Brigadegeneral Enrico P e z z i, ist von einem Einsatz an der Ostfront nicht zurückgekehrt. Er hatte den Krieg in Äthiopien und Spanien mit­gemacht und wurde beim Eintritt Italiens in den gegenwärtigen Konflikt Kommandant eines Bom­berverbandes im Mittelmeer. Als Briqadegeneral übernahm er an der Ostfront die Leitung der italienischen Luftwaffe, die in unermüdlichem Einsatz Hunderte von feindlichen Flugzeugen zum Absturz gebracht hat.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels überreichte im Beisein des japanischen Botschafters Oshima der ja­panischen Geigerin Neiko Suwa eine Stradivari- Geige. Die junge Künstlerin hat in einer großen Zahl von Konzerten vor deutschen Verwundeten ge­spielt. Der Botschafter würdigte das kostbare Ge-

Europas.

London enthüllt Moskaus wahre Kriegsziele.

Bulgarien, Kroatien und Ungarn sollen beseitigt werden.

Stockholm, 22. Febr. (DNB.) Die engli'sche ZeitungOb fer Dir" betont, daß der wettere Vor­marsch der Sowjets die Länder Bulgarien, Kroatien unb Ungarn, die jahrzehntelang das ernsteste Hindernis eines dauernden Friedens ! gewesen seien beseitigen werde. Diese Dernich- tungsphantasien können, nachdem man aus der Mos­kauerPrawda" und den Bemühungen desEcono- mift" bereits herauslesen konnte, daß es sich hier nur um eine erste Rate der Sowjetansprüche gehan­delt habe, niemanden mehr überraschen. Nach Be,- farabien, den baltischen Ländern und Finnland wird jetzt auf dem Umwege über London die Moskauer Gier auf Bulgari en, Kroatien und Ungarn an ge­meldet. Weitere Eroberungsplane werden folgen. Die^Völker Europas werden durch derartige Einge­ständnisse der wahren Moskauer Kriegsziele in ihrem Willen, in engster Waffenbrüderschaft unter Führung Deutschlands diese barbarische Menschheits- I gefaxt zu beseitigen, nur bestärkt und alles daran setzen, um den völkermordenden Bolschewistensturm zu zerbrechen, so daß dem KreM die Lust vergeht, I solche Forderungen anzumelden.

Tanger, 22. Febr. (Europapreß.) Der Rund­funk Brazzaville gab die Ernennung des Generals Marchand zum Kommandierenden der gaullisti­schen Truppen in Aequatorial-Aftika und Kamerun bekannt als Nachfolger des Generals Leclerq, der ein Kontingent gaullistischer Truppen aus dem Tschad nach Libyen geführt und sich dort mit der britischen 8. Armee vereinigt hat. Leclerq soll Gene- !ral Giraud mitgeteilt haben, er als Gaullist könne ger Truppen führen, die dem. Oberbefehl _ ____damerikanischen Kommandos unter­

stellt worden seien. Diese ueue Schwierigkeit im Antiachsenlager hat, wie der italienische Rundfunk bemerkt, in Algier neue starke Beunruhigung Her-

Rote Armee könne durch etwas anderes als durch Waffengewalt von ihrem /geplanten Vernichtungs­werk ab gehalten werden. Verträge, internationale Regeln, politische Abmachungen oder Erwägungen der Menschlichkeit seien tote Buchstaben für die Sow­jettruppen und ihre politischen Führer. Rumänien kämpfe nicht nur für die Zukunft der eigenen Nation, sondern erfülle auch alsWächterderDonau- Mündungen eine Pflicht der Verteidigung