Ausgabe 
23.1.1943
 
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JgÄ Q Samstag, 23./§<

Gietzeuer Anzeiger

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Paris, im Januar.

-ränderungen erlitten ohne die Züge völlig zu verlieren, die ihm seine betroffen als manche Vergangenheit aufgeprägt hat.

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nehr ab«! tr französischen Revolution seine Zusammenkünfte , <j der Terrasse, die die Tuilerien, Fortsetzung des MSvre, abgrenzte; hier sind wiederum soviele Er- rungen an die Zeit Napoleons I. und Napo- d U s III. verwurzelt, und hier, von der (£oncorbe- 3rfo itnlh nnm SRnfftic Rannbon aus. beweate sich

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Heldenmütiger Abwehrkamps der Stalingrad kämpser gegen starken feindlichen Druck.

umenzufinken.

iZwiscyen diesen, in diesen Zeugen der Ver­legenheit lebt heute der Pulsschlag einer Zeit, ►i# neue Fundamente schafft und nicht zur Ab-

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frlitung bereit ist. Don dem Palais Bourbon, dem erftigen Sitz der Abgeordnetenkammer am Sein-e- 1fr, weht die deutsche Fahne. Jenseits der Seine

öffentlichen Diskussion tritt, ein reiches Feld Betätigung gefunden. Paris hat auch in dieser

Erfolge. Die deutsch-italienische Luftwaffe ver­senkte fünf Frachtschiffe mit zusammen 36 000 BRT. und beschädigte zwölf Transporter I zum Teil so schwer, daß mit dem Verlust von fünf * XUIm m ro<4-inen i ff

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jets ab und Lvarfen den Gegner, an vielen Stellen zum Gegenangriff antretend, zurück. Line Panzer­division zerschlug hierbei im entschlossenen Vorstoß einen starken feindlichen Infanterieverband. Im Oftkaukasus setzten sich die deutschen Truppen im Rahmen der beweglichen Kampfführung plan­mäßig vom Feinde ab.

Die vom Gegner eng umschlossene und dem star­ken feindlichen Druck hartnäckigen Widerstand bie­tende deutsche Kräftegruppe in Stalingrad hptte auch gestern schwere Kämpfe gegen die mit weit überlegenen Kräften onrennenden Sowjets zu be­stehen. Troß heldenmütiger Abwehr konnten die Verteidiger von Stalingrad einen Einbruch von Westen her nicht verhindern, was zu einer Zurück­nahme der eigenen Stellungen um einige Kilometer zwang. Im Nahkampf wurde eine größere Zahl von Panzerkampfwagen der Sowjets vernichtet.

Im großen Donbogen und am mittle­ren Donlauf halten die schweren, wechselvollen Kämpfe an.

Oertliche Unternehmen des Feindes im mitt­leren Frontabschnitt und südöstlich des I l - mensees scheiterten. Bet welikije Luki wur­den 18 Panzerkampfwagen abgeschossen. Südlich des Ladogasees brachen heftige Angriffe der Sow­jets an der entschlossenen Abwehr unserer Truppen zusammen. Der Feind verlor hier 14 Panzerkampf, wagen.

In Nordafrika wurden Misurata und Homs nach Zerstörung der kriegswichtigen Anlagen ge­räumt. Nachhuten schlugen in hartnäckigen Kämpfen die Angriffe nachdrängender feindlicher Kräfte ab.

In Tunesien wurden die erfolgreichen eigenen Angrifssunternehmen fortgesetzt, zahlreiche feind- liche Stützpunkte genommen und feindliche Kräfte­gruppen aufgerieben. Deutsche Jagdflieger griffen Lisenbahnziele mit Erfolg an und schossen drei bri­tische Jagdflugzeuge ab.

Die Bekämpfung des feindlichen Großgeleits vor der nordafrikanifchen Lüfte brachte weitere

DNB.... 22. Ion. (PK.)5 eher Mann eine Festun g!", das ist das Wort, das einer von denen aus den Bunkern Stalingrads sprach. Ohne Pause waren wieder die Granaten der feindlichen Artillerie auf die deutsche Stellung niedergegangen und mit bösartigem peitschendem Knall die Geschosse der Granatwerfer. Kein Fußbreit Boden, den nicht ein Stück Eisen getroffen. Splitter über Splitter, lieber das wilde Konzert der Schlacht erhebt sich immer von neuem das dumpfe Trommeln der Salvenge­schütze. Wenn die Erlösung von diesem Höllenlärm zu kommen scheint, dann treten aus den Stellungen der Bolschewisten Hunderte an und stürzen sich über die weite Fläche. Zwischen ihnen wälzen sich die Panzer.

Aus den deutschen Maschinengewehren jagen stumm die Grenadiere ih« Feuerstöße hinein in die an stürmend en Massen. Sie sind selbst oft .genug über dieses Gelände vorgegangen und wissen, welche Macht ein, Maschinengewehr ist. Die feindlichen Panzer, vermögen sie jedoch mit ihren Waffen nicht auszuschalten. Zu erdrückend ist die Zahl, als daß die Abwehr fie vor den Linien abschießen könnte. Der Grenadier muß die Stahlriesen angehen. Es kämpft der Mann gegen den Panzer. Und kann er ihn tödlich treffen, wehrt er auch den Angriff der bolschewistischen Infanterie ab, die im Schutz dieses

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ins SeL!

Lied» Gieße-

Ziehung eine hervorragende Rolle gespielt Faktor für die Eingliederung westeuropäischer Akti­vität in den durch den politischen Umschwung ge­schaffenen, von der Achse zentral beherrschten neuen europäischen Raum. Der Prozeß ist noch nicht ab«

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geheuer weitreichend der Einschnitt ist, der sich mft dem Zusammenbruch Frankreichs in. jenen

nitagen 1940 nicht nur für das Land, sondern ganz Europa und seine Neuordnung vollzogen All das ist vorhanden, die steinernen Zeugen ier großen Vergangenheit, die oft mit Ruhm be­ll, en war, ohne immer segensreich für die Völker F Kontinents gewirkt zu haben, von wo mehr af einmal neue Ideen ihren Zug durch die Wett

starken Wegbereiters vorgeht. Wie eine brausende wilde Welle schlägt der Angriff gegen die deutschen Linien, greift darüber und fällt zusammen.

An allen Fronten von Stalingrad tobt dieser Sturm, Tag für Tag. Wenn der Wintermargen dämmert, beginnt der Höllentanz. Auf jeden Mann, der sich zeigt, schießen Scharfschützen, es gibt für die Besatzungen der Bunker nur den kurzen Weg in ihr Erdloch, von dem aus sie das wütende Anrennen der Sowjets bekämpfen, lieber ihnen brummen die Bomber des Feindes. Was der Bolschewismus be­sitzt, hat er gegen die Stadt, die Stalins Namen trägt und heute ein Schlachtfeld, ein Schutthaufen ist, zusammengezogen.

Der deutsche Soldat hält in diesem Sturm, so rote er selbst oor einigen Monaten die Verteidigung des Gegners niedergerungen hat. Er trägt das Ge­sicht, das die Entbehrung, das mitleidslose Ringen der letzten Zeit geprägt haben. Schmal und hart blickt er über das Schlachtfeld an der Wolga. Seine Uniform ist zerschlissen: das sind die Spuren eines Lebens in der Erde, die die Materialschlacht um­pflügt, so wie sie den Menschen ein neues Gesicht gibt. Wer es einmal gesehen hat, weiß, daß der deutsche Soldat der Flut von Eisen ein stählernes Herz entgegenstellt.

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Zn der Materialschlacht von Stalingrad

Von Kriegsberichter Rudolf Eiche.

|95. Jahrgang Nr. (9 touliemi 1 a g11 d), außer ©onntaaö und ftetertag- Betla-'ent Gießener rtamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.... .RM.1L0 Kustei!gebühr .. -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Frankreichs Hauptstadt

Von unserem a.-Korrespondenten.

General-Anzeiger für Gberhessen rch» HroJeT*

Im Südabschnitt wehrten die deutschen Trup- dieser Schiffe zu rechnen ist.

pen den an gesamter Front zum Durchbruch an- Schwache Kräfte der brtttschen Luftwaffe bom- sehenden Feind unter hohen Verlusten für die Sow-1 bardierten in den gestrigen Abendstunden planlos

Berlin, 22. Jan. (DNB.) 3m Süden der Ost' front standen unsere Truppen weiter in harten Abwehrkämpfen. Ohne daß die Bolschewisten es hinbern konnten, setzten sich unsere im Ost- kaukasus stehenden Verbände vom Feinde ab. Sie gingen an anderen Frontabschnitten zu Gegen­angriffen über und nahmen mit ihren schnellen Bewegungen den Angriffen der Sowjets die Kraft. In schweren Kämpfen brachten unsere Einheiten starke zum Durchbruch angesetzte Kräfte unter schwe- ren Verlusten des Feindes zum Stehen und war­fen im Gegenstoß die oorgebrungenen Sowjets zu­rück. Dabei schnürten deutsche Panzer einen starken feindlichen Stoßkeil ab und rieben ihn auf. Trotz anhaltend schlechten Wetters stießen Kampf- und Sturztampsverbände durch die tiefhängenden Wol­kenbänke hindurch, durchbrachen die Flaksperren und warfen Hunderte von Bomben aus geringer Höhe auf feindliche Kolonnen, die in dem deckungs­losen Gelände den Luftangriffen schutzlos ausge­liefert waren.

Im Raum von Stalingrad lag die Haupt­last des heroischen Ringens auf den Schultern der Heeresverbänbe, denen sich Flakartillerie und an­dere Einheiten der Luftwaffe abgeschlossen haben. Sie standen ohne Pause im hin- und herwogenden Kampf mit den Bolschewisten, die immer wieder in dichten Wellen mit starken Infanterie- und Panzer- kreisten vorbrachen. In den waffenstarrenden Igel­stellungen verbluteten sich ganze sowjetische Regi­menter. Manche Frontabschnitte sind zu wahren Panzerfriedhöfen geworden. 40 bis 50 zerschlagene Panzer auf vier Kilometer Frontbreite sind keine Seltenheit mehr, und jeden Tag kommen neue hin- ui. Unsere Soldaten rangen heldenmütig u m jeden Fußbreit Boden und mit jedem ein­gebrochenen Panzerkampfwagen. Aber immer noch wuchs die Zahl der feindlichen Panzer und Schützen, denen es schließlich unter schweren Verlusten ge­lang, im Westen d e s Verteidigungs­ringes unsere Linien zurückzudrücken. Als sich der feindliche Angriff einem Flugplatz näherte, ver­nichtete das Bodenpersonal des Fliegerhorftes die Reparaturflugzeuge, baute aber vorher die Maschi­nengewehre aus und kämpfte mit diesen Waffen und mit ihren Karabinern weiter.

Der Wehrmachiberichi.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 22. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt

atfe und vorn Palais Bourbon aus, bewegte sich September 1870 der Zug der Pariser Volks- ifen die Seine entlang zum Rathaus, um me ite Republik auszurufen, die im Sommer 1940 unrühmliches Ende fand. Der Blick fällt auch die Infel in der Seine, die Eite, welche Notre e de Paris, die Heilige Kapelle und das Pa- h de Justice mit den Resten der einstigen Rest- öpz der Merowinger und Karolinger trägt.

co spannt sich der Bogen über die Jahrtausende, tt zugleich wird der Blick freigegeben auf die von Itn Prinzip der Neuordnung bewegte Gegenwart, frintreid) vollzieht, mancherlei inneren Wider- färben zum Trotz, feine Eingliederung in das neue Ctrona. Es find nicht nur die im äußeren Ablwrs Vi Dinge wahrnehmbaren Zeichen der rrnlttari. tim Machtentfaltung von deutscher Sette, die die- sm Wandel erzwingen, wie etwa die ^IlEeienheit tieer deutscher Soldaten, die das «traßenbilb leb- h!: beeinflußt, der tägliche Auttnarsch der deutschen ! H'chtkomvanie am Grabmal des unbetannten '®ol- tuen, vorbei am Triumvbboaen, über tue Champs ' tysees u. a. m. In der Chambre des ^but^s, be jfrels und sonstigen Gebäuden, wo deutsche Dienst litten untergebracht sind, wird von der deutschen j tretTSDerroaltung und Wirtschattssachverstandigen ikhnfroe und wertvolle Arbeit geleistet, um die fran IBfifche Wirtschaft an den durch den Krieg geböte- Ipr Anstrengungen teilnebmen zu lassen. Der eg Ihll so vieler Rohstoffe, die Frankreich einst aus Miersee und seinen Kolonien zur

eK hat außerdem dazu gezwungen, dem Lanoe t mancher Beziehung unter die Arme zu ! ' Ihn esn dieser euroväischen Rolle tu bero

! 2-ie Zusammenarbeit zwischen deutschen un s - M'chen Dienststellen hat gerade auf diesem Gevi^

«s im allgemeinen nicht in das Rampenttch

geschlossen; sein Ausgang läßt sich erst in dunklen Umrissen erahnen. Auf alle Fälle hat sich Paris als der ruhende Pol im Leben Frankreichs erwiesen. Vichy, dem von Anfang an nur eine sehr pro­visorische Rolle als vorübergehendem Sitz der Re­gierung zugedacht gewesen war, konnte nie mehr werden als ein blasser Schemen. Seine Aufgabe scheint allmählich erfüllt. In Paris weht wieder von Zeit zu Zeit die Trikolore vom Hotel Ma- tignon, der ehemaligen österreichisch-ungarischen Botschaft in der Rue de Varennes, wenn Minister- eent Pierre Laval zu Bespred)ungen mit . hen Vertretern und seinen eigenen Dienst­stellen in der Hauptstadt weilt, was immer häufiger der Fall ist.

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andere europäische Hauptstadt. Der Pariser hat un­geachtet aller Unbeguemlichkeiten, die die schlecht organisierte Lebensmittelverteilung, die große Knappheit an Heizmaterial und Strom, der Weg­fall vieler Verkehrsmittel, vor allem der Autobusse und Kraftdroschken für ihn bedeuten, eine gewisse natürliche Höflichkeit behalten. Das geistige und kulturelle Leben hat keine Unterbrechung erfah­ren. Nie waren Theater, Konzerte, Kinos so gut besucht wie jetzt. Verschwunden ist zwar seit über drei Jahren der Strom der Hunderttausende von Vergnügungsreisenden aus aller Herren Länder, der gerade das Pariser Leben so mächtig pulsieren ließ, aber auch jetzt noch sind fast alle Vorstellungen der Revuetheater ausverkauft. Auf dem Gebiet der ernsten Kunst hat sich die Verflechtung mit deut­scher Betätigung als ein bedeutender Motor er­wiesen. Zahlreiche deutsche Künsller, häufig ganze Ensembles, die im Rahmen der deutschen Truppen­betreuung nach dem Westen gekommen waren, ha­ben auch vor französischem Publikum gespielt; die Oper und die Comsdie Fran^aise haben besonders eindrucksvolle deutsche Gastspiele erlebt.

Trotz aller gewaltsamen Erschütterungen auf dem politischen Gebiet, die den Verlauf des Krieges be­gleiten und von denen gerade die letzte Zeit Zeuge war, vollzieht sich unmerklich fast der Pro­zeß der Neugestaltung, bei der auch dem Westen eine wenn auch bescheidenere Rolle zugewiesen ist. Auch das Gesicyt von Paris formt sich langsam neu.

Härteste Abwehr.

Mit dem Eintritt des Winters haben die Sow­jets an einer Reihe von strategisch wichtigen Ab­schnitten der Ostfront zum Angriff angesetzt. Sta­lin hat sich nicht auf seine anglo-amerikanischen Verbündeten verlaßen, die statt der von ihm so dringend geforderten zweiten Front in Europa die weniger riskante Landung in Nordafrika unter­nahmen und nun erst mit der Regelung der Zu­ständigkeiten unter sich und mit den französischen Herren des Landes kostbare Zeit verstreichen ließen, die die Achsenmächte dazu nützen konnten, sich in Tunis festzusetzen. Auch der Nachschub für das anglo-amerikanische Expeditionskorps hapert. U-Boote und Luftwaffe der Achse sind auf dem Posten und fügen den feindlichen Geleitzügen, die, um für das Kriegsmaterial den langwierigen Trans­port von den marokkanischen AUantikhäfen über die wenigen Eisenbahnen zur tunesischen Front zu vermeiden, den gefährlicheren Wea durch das Mittelmeer nehmen, immer wieder fehr empfind­liche Verluste zu. So sind dem General Eisenyower und seinen Unterführern von verschiedenen Seiten die Hände gebunden. Er wurde bereits in der Ent­faltung durch den Mangel an schweren Waffen und Kraftfahrzeugen gehemmt, während die Trup­pen der Achse aus dem nur durch die schmale Straße von Sizilien von feiner Nachschubbasis ge­trennten Brückenkopf von Tunis zum Angriff über- gehen konnten. Wenn auch die Briten General Alexanders von Osten her ihren Druck gegen die deutsch-italienische Panzerarmee Feldmarschall Rommels verstärkt haben, so steht doch ein prak­tischer Erfolg der Zanbenbewegung, auf die die Alliierten so große Hofsnunaen gesetzt haben, im­mer noch aus. Stalin jedenfalls glaubte, sich dar­auf nicht verlassen zu können. Die Gefahr des Zu­sammenbruchs seiner Ernährungs- und Dersor- gungsbasis durch den Verlust der für die landwirt­schaftliche Erzeugung, die Produktion von Kriegs­material und die Treibstoffgewinnung entscheiden­den Räume in der Sommeroffensive zwang ihn zu handeln, unabhängig davon, ob den Plänen seiner Alliierten ein Erfolg beschieden fein würde ober nicht. Um jeden Preis mußte er versuchen, die lebensgefährliche Bedrohung durch den deut­schen Vorstoß zum Wolgaknie abzuwenden. Der Winter ist für die sowjetische Kriegführung die Jahreszeit, die ihr für einen Gegenschlag die besten Möglichkeiten zu bieten schien. Sie mußten genutzt werden, bis neue deutsche Angriffsoperationen den Erfolg des vergangenen Sommers erweitern und bann womöglich eine Lage schaffen würden, die für die Sowjet» das unäbMndbare Fiasko bedeuten könnte.

Aus diesem Zwang heraus ist Stalin mit Win­tersanfang zur Generaloffensive geschritten. Es geht ihm diesmal nicht mehr darum, wie im letzten Winterfeldzug durch stures Anrennen feiner Massen an den verschiedensten Abschnitten der langgedehn­ten Front die deutsche Widerstandskraft zu zer­mürben, um dann erst im Frühjahr einen Offensiv­stoß zu führen, wie es der Versuch gewesen war, südöstlich von Charkow und aus der Krim heraus die deutschen Armeen des Südabschnitts in die Zange zu nehmen deutsches Fetdherrngenie hatte damals diese Offensive in einer vernichtenden Kesselschlacht und dem Ausbruch der festen Stel­lungen von Kertsch enden lassen. Nein, diesmal sucht Stalin sofort eine Entscheidung. Er hat noch einmal alles, was ihm das gewaltige Mencchen- reservoir des sowjetischen Raumes immer noch zur Verfügung stellen kann, rücksichtslos aufgeboten und Kriegsmaterial, vor allem schwere Panzer und Ge­schütze aller Kaliber, in einem Ausmaß bereitge­stellt, das alle bisherigen Vorstellungen weit hinter

Sine ! M. jj itere tnbe 3| M. | rieb. > unbe I

tiibert Meter entfernt steht in unberührtem (ihn) das Denkmal der Jungfrau von Orleans, m einst die Vertreter des nationalistischen Frank- li'ts sich versammelten. Gegenüber baut sich die | ei'Inf e Front des Louvre mtt seinen Pavillons auf, Isb der Schatten Mazarins, des Kardinalkanzlers fcroigs XV., scheint sich zu erheben. Der unermeß- Ke üäichtum der Kunstsammlungen, die der Louvre srSefr le: et bergt, bleibt bis auf weiteres aus Sicherheits- ~Se,ntxnben In seinen Unterkünften in verschiedenen Dlössern der Loire geborgen.

Die Epochen der französischen Geschichte über­treiben sich hier auf engstem Raum aufs Sinn- fcigfte. Der Klub der Feuillants hatte während

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Paris, dessen menschliche Physiognomie inmitten all der stummen Zeugen einer großen Vergangen­heit zweifellos tiefgreifende Veränderungen erlitten hat, ist vielleicht doch weniger l

Roch vor kurzem konnte man an manchen ent- i, in IMenen Plätzen von Paris, so in der Gegend der oon | Qßrftille, vergilbte Maueranschläge vorfinden, die ns dem Juni 1^40 flammten. Sie trugen die Un­terschrift des Befehlshabers der eben eingezogenen deutschen Truppen und sicherten der Pariser Be- völlerung, die sich zur friedlichen Mitarbeit bereit- ctfilärte, den Schutz des deutschen Militärs zu. We­nige Tage zuvor hatte Frankreichs Hauptstadt noch in der Gefahr der völligen Vernichtung geschwebt, ak das französische Oberkommando Pläne erwogen Ke, Paris Straße für Straße und Haus für jis zu verteidigen. Nichts kann den völligen Wandel der Situation besser veranschaulid)en als n dieser Blick auf eine um Haaresbreite abgewandte 1 fahr. Jeder, der in Paris eintrifft, auf dem bahnhof oder sonstwo, kann sich davon Rechen- aft ablegen. Die Stadt hat, wenigstens äußerlich, durch den Krieg gelitten. Zerstörungen sind orgerufen worden, aber sie betreffen einige ißenoiertel mit Arbeitersiedlungen, die von der glischen Luftwaffe heimgesucht worden sind.

is trägt weiterhin unverändert die Spuren Hber reichen, zweitausendjährigen Geschichte, die t der Entwicklung der abendländischen Mensch- t untrennbar verknüpft sind. Nichts hat an die Pstina gerührt, die über alledem liegt, und doch "" t uns jeder Schritt, den wir über die Straßen

westdeutsches Gebiet, die Bevölkerung hatte Ver­luste. In Wohnvierteln entstanden Gebäudejchädeu. Durch Jagd- und Flakabwehr verlor der Feind neun Flugzeuge.

Das Eichenlaub für Major Günzel.

Berlin, 22. Jan. (DBB.) Der Führer verlieh dem Major Reinhard Günzel, Gruppenkom­mandeur in einem Kampfgeschwader, das Eichen­laub zum Ritterkreuz als 184. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

*

Major Günzel ist als Sohn eines Reichsbahn­obersekretärs 1907 in Pofen geboren. Nach dem Besuch des Elisabeth-Gymnasiums in Breslap machte er eine dreijährige kaufmännische Lehrzeit durch unb trat dann als Pslizeianwärter in die Lanbespolizei ein. 1935 zum Polizeileutnant be­fördert unb zur Luftwaffe versetzt, kam er später zum Kampfgeschwader Boelcke. Als Freiwilliger der Legion Condor erwarb er sich das Silberne Spa- nienkreuz mit Schwertern. Seit 1940 führte er feine Gruppe bei Angriffen gegen England wie im Osten bei der Vernichtung von Transportzügen, bei der Unterbrechung von Eisenbahnstrecken und gegen viele andere Ziele, die sich ihm und seinen Be­satzungen boten. Für seinen Wagemut erhielt er im September 1941 das Ritterkreuz.

Oer Wille der Heimat.

Der Krieg ist total Er wurde entfacht und wird getragen von dem Dillen einer internationalen Clique aus Juden, Bolschewisten und Plutokraten. Der Bolschewismus hat eine geistige Spitze die Juden und ihre geistesverwandten Kreaturen und eine sture, willenlose Waste, die auf Befehl selbst ins eigene Verderben rennt. Gegen diese Masse stehen unsere Soldaten heute im härteflen Kampf. Am Dillen der Heimat zu gleich har­tem Einsatz liegt es, ob ihnen dieser Kamps er- leichtert werden kann. Alle müssen zupacken, damit wir dem totalen Krieg unserer Gegner unseren eigenen totalen Siegeswillen entgegen- sehen. Zllit diesem Willen werden wir siegen.

litt in unberührtem Frieden der Eoncorhe-Platz, tyi2r einzigartige, nahezu unbegrenzte Platz, und ci'i auf den Gabriel-Palästen an seiner nördlichen 8prit, die die Harmonie einer edlen Linienführung a:nen, künden die deutschen Fahnen und Militär- p^ten von der eingetretenen Aenderung. Don der «Micorde-Brücke umfaßt der Blick dieses ganze ^cwrama einer langen Geschichte, die so ost ganz ;(fyvopa die Spuren ihrer Entwicklung ausgeprägt ho unb die nun in den äußerlich sichtbaren At- trpufen der eingetretenen Veränderung gleichnis- hi * den Wandel gewahr werden läßt, der sich voll- 30; en hat.

tlber auch das tritt hervor, was Bestand haben t ) als unvergänglicher Beitrag zur europäischen Slfturentroitflung. Wir nehmen den Beginn der [Mri Kilometer langen, kolonnadengeschmückten Rue lot Rivoli wahr, wo . das ehemalige Rothschild- $Jais, einst das Palais Talleyrands, steht. Wenige