(Nachdruck verboten.)
12 Fortsetzung.
lange.
(Fortsetzung folgt.)
Ihre Vermählung geben bekannt
Ihre Vermählung geben bekannt
03289/
1595V
*3 Auch ein Sieg über ,,Kohlenklau .
159 2D
1596D
2et Oberbürgermeister der Stadt Gieße« — SrmthrungSamt Abt. B
Gießen, 22. Mai 1943
GEBR
Marburger Str. 32
CHEMISCHE
23. Mai 1943
03287/
anns
rot
Puddingpulver
03232/
GUNGSWER^
24. Mal 1943
25. Mat 1943
26. Mai 1943
KOSMETISCHE
WELTMARKEN
Schönfeld
Sudetenhmd
A—<9 am Motttag, fy—A am rienstag, L—Q am Mittwoch,
Neukirchen
x. Z. G icben
Zaunhof Pitital
Schwaningen
Kreis Posen Markt 12
19 Stadt im Innern von Honduras in Mittel- amsrika.
Gießen
Lieber Strait 103
Küchenwäsche, Leibwäsche, Berufskleidung, diese arg verschmutzten Stücke sind die ,;Sorgenkinder" der Hausfrau am Waschtag. Dafür spart sie heute Burnus auf. Burnus löst den schwierigen Schmutz schon beim Einweichen. Also halbe Arbeit beim Waschen und Ersparnis an Waschmitteln und Feuerung*).
Gießen
Hultscbiner Str. 4
für Spiunswffware« und Schuhe nicht angenommen. Gienen, den 22. Mai 1943.
ErgäuzungSamt der Waffen-fL, (krg.-Ltelle gulda-Werra (IX), Kassel-Witz., Löwenburgstr. 10.—Tel. 36683 und 3444L
zurüklzugebcn.
Gieben, den 22. Mat 1943.
Statt Karten!
Die glückliche Geburt eines gesunden Stammhalters zeigen in dankbarer Freude an Lieselotte Barth, geb. Angermann Heins Barth, Berichtsassessor t. Z. Oberleutnant und Batterieführer
10 Eine Goldmünze im Werte von nicht ganz zwanzig Mark.
Für die lieben Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlichst, auch im Namen unserer Eltern
Irmgard HOßmer, geb. Werner Obergeireiter Sepp Möflmer
am 27. Mai 1943, um 8.00 Uhr, in Metzen, Rest. Burghof, Burggraben 9.
Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen.
Bedeutendstes fechunttrnehme*
Süddeutxhlarcto_______
Hans Leuning
Hildegard Leuning
geb. Vellmete
Unsere Ursula hat ein Schwesterchen bekommen
Wir haben uns verlobt
Frieda Fuchs
Karl Gengnagel
Unteroffizier in einem Fla.-BatT.
in OiaDen, Seltersweg 63
In Friedberg, Kaiaerstrafle 99
in Bad-Sauheim, Karlatraße 10
Statt Karten I Für die In so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir. auch im Namen unserer Eltern, herzlichst
LntcrofHaler Haue Wild und Frau Else, geb. Schade
Gießen (Mäusburg 16), Im Mal 1943 ___________________ 03318/
Ter Oberbürgermeister der Ttadt Metzen — Srnährungsamt Abt. B unv Wirtschaftöamt.
PERI
KHASANA
Die Verlobung unserer Tochter Frieda und unseres Sohnes Karl geben wir hiermit bekannt
Heinrich Fuchs VI, Fahrzeugbau u. Frau Marie, geb. Geißler
Jakob Gengnagel und Frau Lina, geb. Reinhardt
Annahmeuniersuchung sür die Waffen-^.
Tie Waffen--- stelU ein
Kriegsfreiwillige,
Freiwillige mit Dienstzeitverpslichtong
vom vollendeten 17. bis 45. Lebensjahr.
Ter Dienst in der Waffen--- gilt als Wehrdienst. Körpergröße mindestens 1,70 Meter (bis 20 Jahre 1,68 Meter).
Nähere Ausführungen im redafttvnellen Teil dieser Zeitung, ferner im Merkblatt der Ergänzungsstelle und durch die UntersuchungSkom- nlisston.
Von der Wehrn,acht Gemusterte können sich melden, dürfen aber nicht auügehoben sein.
Nähere Auskunft erteilt die Annahmeuntersuchungttom Mission.
Die Annahmeunterstuhung findet statt
Betr.: Ausgabe der Ansatz-, Zulage- und Wochenkarten f. d. SV.BerFrgungSabschnitt.
Auf Zimmer 16 des ErnührungSamteS werden die Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter, die Zulagekarren sür Lang, und Nacht- arbelter sowie Vie Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter nach folgendem Plan au-gegebeu:
Für Betriebe mit den Anfangsbuchstaben
Die Verlobung unserer Tochter Gabriele mit tierrn cand. med. Paul Feller geben wir bekannt
Prof. Dr. med. Gg. Herzog und
Frau Berta, geb. Brochier
Gießen
Für die Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten zu unsererVer- lobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern,herzlich
Hedwig Huber Karl Volk
Obergefreitcr bei d. Luftwaffe Großen-Buseek, im Mai 1943. _________________________03370/
Munde. „Piraten?" rief er. „Glaubt nur, Hans Kirch, es sind auch dabei brave Kerle! Aber lafct das: das Gespinst ist gar zu lang, mit wem ich all zusammen war!"
Der Alte sah ihn mit erschrockenen Augen an. „Was sagst du?" frug er so leise, als vb es niemand hören dürfe.
Aber bevor eine Antwort darauf erfolgen konnte, wurden schwerfällige Schritte draußen auf der Treppe laut; die Tür öffnete sich, und von Frau Lina gefolgt trat Tante Sule in das Zimmer. Wäh. rend sie pustend und mit beiden Händen sich auf ihren Krückstock lehnend stehenblieb, war Heinz an ihr vorüber schweigend aus der Tür gegangen.
,Hst er fort?" sagte sie, mit ihrem Stocke hinter ihm herweisend.
„Wer soll fort sein?" frug Hans Kirch und sah die Schwester nicht eben allzu freundlich an.
„Wer? Nun, den du seit vierzehn Tagen hier in Kost genommen."
„Was willst du wieder, Äule? Du pflegst mir sonst nicht so ins Haus zu fallen."
„Ja, ja, Hans", und sie winkte der jungen Frau, ihr einen Stuhl zu bringen, und setzte sich darauf; ..du bast's auch nicht um mich verdient; aber iry bin nicht so, Hans; ich will dir Abbitte tun; ich will bekennen, der Fritze Reimers mag doch wohl gelogen haben, oder wenn nicht er, so doch der andre?"
„Was soll die Rederei?" sagte Hans Kirch, und es klang, als ob er müde wäre.
— „Was es soll? Du sollst dich nicht betrügen lassen! Du meinst, du hast nun deinen Vogel wieder eingefangen; aber sieh nur zu, ob's auch der rechte ist!"
,Kommst du auch mit dem Geschwätz? Warum sollt's denn nicht der rechte sein?" Er sprach dos unwirsch, aber doch, als ob es zu hören chn ver«
Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unsrer Vermählung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlichst
Felix Wlnzek, Uffz. der Luftwaffe und Frau Elli, geb. Kambeltz
Dortmund-Huckarde L Ich/Ober h.
im Mal 1943
Ihre Verlobung geben bekannt
Liesel Bingel
Karl Röhm, stud. jur.
Leutnant In einem Pi.-Ball,
Ihre Verlobung geben bekannt
Linny Reitz
Hans Göbel
Feldwebel bei der Luftwaffe
Für all die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir, auch im Namen der Eltern, herzlich
Ewald Velten, Obergefr.
u. Frau Ottilie, geb. Boller
z.Z.i.Felde, Lang-Göns, Mai 43
16010/
Bekanntmachungen.
Betr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den Sv.Bcrsorgungsabschnitt und der Seifenkarten für djeMonateJurri1S43 bis Januar 1944.
I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt:
1. Ausgabetag: Montag, 24. Mai 1943
2. Ausgabetag: TienStag, 25. Mai 1943
3. Ausgabetag: Mittwoch, 26. Mai 1943
4. Ausgabetag: Tonnerätag, 27. Mai 1943
5. Ausgabetag: greitag, 28. Mai 1943 x
AuSgabezeit: von 7 30 biS 13 und vou 14.30 bi4 17.30 Uhr.
(M liegt im eigene« Auterefse der Abholer, die frühen Morgen- stunden zu nutzen, damit eine reibungslose Abfertigung ohne langes Warten gewährleistet wird.
Tie Karten werden nur an Erwachsene au-gehändigt. Für die Altpavierverwertung müssen sämtliche Reste der Karren deS 48. Der- forgungsabschnttteS zurückgegeben werden.
II. Sofort bei Yntgegenuahme sind alle Karten auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nachznprüsen; spätere Beanstandungen sind zwecklos.
111. Tie Bestellscheine der Eier-, Fett-, Marmelade- und Zucker- karten (für die Sonderzuteilung) sowie der Bezugsausweise für entrahmte Frischmilch müssen bis spätesten» Samstag, den 29. Mai 1943 bet den Warenverteilern eingereicht werden, da sonst nicht mit einer Belieferung der entsprechenden Abschnitte gerechnet werden kann.
Tie Bestellabschnitte der Kartoffelbezugsausweije für den 51. Der- sorgungsabschnitt sind bis zum 7. Juni 1943 bei den Kleinverteilern einzureichen.
IV. Die Zuteilung vou Spargeln erfolgt auch während des 50. Der- sorgungSabschnitte« nur auf Abschnitt 32 der Nährmittelkarte 49, die zu diesem Zwecke sorgfältig oufzubewahren ist.
V. Lebensmittelkarten ohne deutlichen Eintrag von Name und Wohnung des Inhabers sind ungültig und dürfen nickst beliefert werden.
VI. ES wird nachdrücklich darauf hingewtesen, daß verlorene Lebensmittelkarten nicht ersetzt werden; dahingehende Anttäge sind zwecklos.
VII. Tie Warenverwiler werden wiederholt darauf hingewtesen, daß alle LebeiiSmittelkmtenabjchnitte nur während der ausgedruckten Gültig- keitsdauer beliefert werden dürfen; die Warenabgabe vor Fälligkeit und nach Verfall der Abschnitte ist unzulässig.
VIII. Während der Ausgabetage werden Anttäge auf Bezugscheine
gewürzte
Futterkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden;
deshalb nie in das Tränkewasser geben,sondern stets unter das Futter mischen.
Lollar, im Mai 1948 Adotf-Hltler-Straie 64
Adolf-mder-StTaie 113 x. Z. In Urlaub
____________03300/
Gießen, den 22. Mai 1943
_____________________03333/
Liesel Nikolaus, geb. Keil
Uffz. Kurt Nikolaus
z. Z. im Felde
Heinz Kurt Gnau Franziska Gnau geb. Feiler
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Burnus ... nur für die „Sorgenkinder"!
Wer wenig Krem auf seine Schuhe streicht, hilst dadurch mit, daß es für alle reicht.
Gießen, den 22. Mai 1943
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Meine Verlobung mit Fräulein Gabriele Herzog med. techn. Assistentin
beehre ich mich anzuzeigen
Paul Feller
Sanitäts-Feldwebel und K.O.A. in einer Schülerkompanie der Luftwaffe
Frankfurt a. M.
28. Mai 1943
s 1579p/
R, S, Lch, 8t am Tounerstag, 27. Mai 1943 T—Z am Freitag, 28. Mai 1943 Uußgabeteiten: vou 8 blt 12.36 und von 14.30 bis 17 Uhr. Tie im 49. Äersorgungsabschnttt nicht verausgabten Karten sind
Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlichst
Ernst Ringwald und Frau Anni, geb.Fischer
Lieh, im Mai 1943
C33M/
Bewerbungen für die Jngenieuroffizier- Laufbahn in der Luftwaffe.
Bewerber für die Jngenieuroffizier-Laufbahn in der Luftwaffe reichen ikir Gesuch nicht mehr an die ihrem Wohnort zuständige Annahmestelle für Offi- zierbewerber der Luftwaffe, sondern an die Annahmestelle 5 für Offizierbewerber der Luftwaffe in Blankenburg/Thür. ein.
Die bisher eingegangenen Gesuche werden dieser Annahmestelle zugeleitet. , ,
Angehörige des Geburtsjahrganges 1926 reichen ihr Gesuch sofort, spätestens aber bis 30. 6.1943 ein; auch Angehörige des Geburtsjahrganges 1927 können sich bereits bewerben. [itstV
Der Neichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Luftwaffenversonalamt.
möcht' Euch schon den Gefallen tun, wenn ich mich selbst noch mal zu schaffen hätte."
Hans Kirch war zurückgetreten: „Wer hat dir das erzählt?" sagte er, „du kannst nicht behaupten, daß ich dergleichen von dir gesagt hätte."
„Aber Euer Gesicht sagt mir's; und unjre junge Frau, sie zuckt vor meiner Hand, als sollt sie eine Kröte fassen. Wußte erst nicht, was da unterwegs sei; aber heut nacht, da drüben, da schrieen es beim Tanz die Eulen in die Fenster."
Hans Kirch erwiderte nichts; der andre aber war ausgestanden und sah auf die Gasse, wo in Stößen der Regen vom Herbstwinde vorbeigetrieben wurde. „Eins aber", begann er wieder, indem er sich finster 3ii dem Alten wandte, „rnöat Ihr mir noch sagen! Warum damals, da ich noch jung war, habt Ähr das mit dem Brief mir angetan? Warum? Denn ich hätte Euch sonst mein altes Gesicht wohl wieder heimgebracht."
Hans Kirch fuhr zusammen. An diesen Vorgang hatte seit dem Tode seines Weibes keine Hand gerührt; er selbst hatte ihn tief in sich begraben. Er fuhr mit den Fingern in die Westentasche und biß ein Endchen von der schwarzen Tabaksrolle, die er daraus hervorgeholt hatte. „Einen Brief?" sagte er dann; „mein Sohn Heinz war nicht für das Briefschrerben."
„Mag fein, Vater; aber einmal — einmal hatte er doch geschrieben; in Rio hatte er den Brief zur Post gegeben, und später, nach langer Zeit — der Temel hatte wohl sein Spiel dabei — in San ^ago'". in dem Fiebernest, als die Briefschaften für die Mannschaft ausgeteilt wurden, da hieß es: »Hier ist auch was für dich/ Und als der Sohn vor Freude zitternd seine Hand ausstreckte und mit den Augen nur die Aufschrift des Briefes erst verschlingen wollte, da war's auch wirklich einer, der von Hause kam, und auch eine Handschrift von zu Hause
Iheringstr. 10
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Vorwäsche: Hälfte des angerührten Schaumpons auf das stark angefeuchtete Haar, gut durchmas- Steren und ausspülenI — Hauptwäsche: Mit dem Rest Haar einschäumen, dann ordentlich nachspülen So haben Sie den größten Mutzen aus dem nicht-alkal^chen flb SCHWARZKOPF y SCHAUMPON
Gießen Henselstraüe 3 x. Z. Im Felde _______03332/
Wenn Hans Kirch oder die jungen Eheleute in die Harmonie gegangen waren, um dort nähere Aufschlüsse über jenes unheimliche Gerücht zu ci» halten, so mußten sie sich getäuscht finden; niemand ließ auch nur ein andeutendes Wort darüber fallen, es war wieder wie kurz zuvor, als ob es niemals einen Heinz Kirch gegeben hätte.
Erst am andern Morgen erfuhren sie, daß dieser am Abend bald nach ihnen fortgegangen und bis zur Stunde noch nickst wieder da sei; die Magd teilte auf Befragen ihre Vermutungen mit, die nicht weit vom Ziele treffen mochten. Als banr endlich kurz vor Mittag der Verschwundene mit stark gerötetem Antlitz heimkehrte, wandte Hans Kirch, den er im Flur traf, ihm den Rücken und ging rasch in seine Stube. Frau Lina, der er auf der Treppe begegnete, sah ihn vorwurfsvoll und fragend an; sie stand einen Augenblick, als ob sie sprechen wolle; aber — wer war dieser Mann? — Sie hatte sich besonnen und ging ihm stumm vorüber.
Nach der schweigend eingenommenen Mittags- mahlM hatte sich Hein3 oben in der Wohnstube des jungen Paares in die Sofaecke gefetzt. Frau Lina ging ab und zu; er hatte den Kopf gestützt und war eingeschlafen. Als er nach geraumer Zeit erwachte, war die Schwester fort; statt dessen sah er den grauen Kopf des Vaters über sich gebeugt; der Erwachende glaubte es noch zu fühlen, wie die scharfen Augen in seinem Antlitz forschten.
Eine Weile hafteten beider Blicke ineinander; bann richtete der Jüngere sich auf und sagte: ,Laßt nur, Vater; ich weiß es schon, Ihr möchtet gern, daß ich der Hasselftitze aus der Armenkate wäre;
stand daraus; aber — es war doch nur sein eigener Brief, der nach sechs Monaten uneröffnet an ihn zurückkam."
Es sah fast aus, als seien die Augen des Alten feucht geworden; als er aber den trotzigen Blick des Jungen sich gegenüber sah, verschwand das wieder. „Viel Rühmliches mag auch nicht darin gestanden haben!" sagte er grollend.
Da fuhr ein hartes Lachen aus des Jüngeren Munde und gleich darauf ein fremdländischer Fluch, den der Vater nicht verstand. „Da mögt Ihr rechl haben, Hans Adam Kirch; ganz regulär war's just nicht hergegangen; der junge Buriche wär' auch bo« mals gern vor seinem Vater hingefallen; lagen aber tausend Meilen zwischen ihnen; und üb erb em — das Fieber hatte ihn geschüttelt, und er war erst eben von seinem elenden Lazarettbett aufgestanden! Und später dann — was meint Ihr wohl, Hans Kirch? Wen Vaters Hand verstoßen, der fragt bei der nächsten Heuer nicht, was unterm Deck geladen ist, ob Kaffeesäcke oder schwarze Vögel, die eigentlich aber schwarze Menschen sind; wenn's nur Dublonen" gibt; und fragt auch nicht, wo die der Teufel holt, und wo dann wieder neue zu bekommen sind!"
Die Stimme, womit diese Worte gesprochen mürben, klang so wüst und fremd, daß Hans Kirch sich unwillkürlich frug: „Ist das dein Heinz, den der Kantor beim Amensingen immer in die erste Reihe stellte, oder ist es doch der Junge aus der Armen- täte, der nur auf deinen Beutel spekuliert?" Er wandte wieder seine Augen prüfend auf des andern Antlitz; die Narbe über Stirn und Auge stammte brandrot. „Wo hast du dir denn das geholt?" sagte er, an seines Pastors Rede denkend. „Bist du mit Piraten im Gefecht gewesen?"
Ein desperates Lachen fuhr aus des Jüngeren
Bekanntmachung über die Vornahme einer Biehzwijchenzahlung am 3. Juni 1943»
Auf Anordnung de» Herrn ReichSministerö für Ernährung und Land- wirtschaft findet am 8. Juni 1943 im Deutschen Reich eine Zählung bet Rindviehs, der Schweine und der Schafe statt. Die Erhebung dient stattsttfchen und volkswirtschaftlichen Zwecken. Jedermann ist zu wahr- beitSge master Auskunft gesetzlich verpflichtet. Tie Erteilung falscher Auskünfte oder Ruskuuftsverweigerung wird strafrechtlich verfolgt.
Um einen reibungslosen Slblauf der Zählung zu gewährleisten, müssen die Biehhatter dafür sorgen, daß am Tage der Zählung (3. Juni 1943) in feder viehbesihenden Haushaltung eine Person anwesend ist, die dem Zahler die verlangten Auskünfte erteilen kann, und die sich über den genauen Viehbestand am Zählungstag vorher unterrichtet hat, so daß sie die Richtigkeit der vom Zähler getroffenen Feststellungen durch Unter- sck-rift tu der Zählbezirksliste bestätigen kann. Falls eine viehbesitzende Haushaltung am Tage der Zählung nicht ausgesucht sein sollte, ist der Haushaltungsvorstand verpflichtet, entweder persönlich oder durch einen von ihm Bemrfttagten sogleich am nächsten Tage (4. Juni 1913) die Angaben zur Zählung im StabthauZ, Bergsttaße 20, Zimmer S, zu machen.
Im Anschluß an die Zählung findet wieder eine Nachkonttolle statt. Für falsche Angaben ist eine sttenge Besttafung vorgesehen.
(stießen, den IS.Mai 1S4S. 1699C
Der Oberbürgermeister. I. V.: gez. Nicolau».
Gießen
Neuenweg S2 03328/
Statt Karten!
Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank
Karlheinz Gerhard
und Frau Irmi, geb. Jäger
Gießen, im Mai 1943.
________ 03389/
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Sainsta Reichste ' 12000 : Lahngel waren, einer '< Reichste leiters i er mit und R< Freude Zentrnle den eifr Weltanf! kurzen Zeiten t kes, an zerfetzt . loren hc , rechtzeiti dergebur den heft' anfchauu ' die Kro niemand^ die Seel dem als . Mitarbei
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