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Streifzügen im Freien erleichtert haben-, denn legt man ihn richtig an den Mund, so kann man gellende, auf größere Entfernungen hin hörbare Pfiffe
Die deutsche Gegenoffensive hat den Sowjets schwere Verluste gebracht.
Bis heute hat die Salzofenhöhle die Skelette ober Skelettrdste von etwa 70 Höhlenbären aller Entwicklungsstufen geliefert; außerdem wurden zwei Höhlenlöwen, ein brauner Bär, zwei Höhlenwölfe, ein Vielfraß und ein Alpensteinbock, der wohl als Beutetier eingeschleppt war, festgestellt. In dem ewigen Dunkel der Schächte haben sich grausige Tiertragödien abgespielt. Um die besten Schlafplätze in der Höhle wurden unter den Bären gekämpft. Die alten Bären behaupteten die oberen Räume, während die jungen Bären und Bärinnen ihre Zuflucht in dem gefährlichen Gelände der Schächte und Schlote suchen mußten. Dabei kam es zu Abstürzen; Wölfe griffen dann die abgestürzten und verletzten Tiere an, wie Bißkerben von Wolfzähnen zeigen, die an Bärenknochen gefunden wurden. Eine Befreiung aus der Tiefe war keinem der abgestürzten Tiere möglich, auch wenn es nicht beschädigt war; es mußte langsam an Hunger oder an Wunden verenden.
An der Hand der Funde kann man den Steinzeitmenschen bei seiner Tätigkeit beobachten, die mit dem Erlegen des Höhlenbären in der Salzofenhöhle auch die Aufarbeitung des erbeuteten Wildes räumlich verband. Zum Äbschärfen der Decke, zum Zerwir- ken des Wildbrets und zur Anfertigung der Fell- kleidung benutzte er Werkzeug aus Steinen oder häufiger noch aus Knochen; man sieht da Abstreifer, Schaber und Glätter für die Behandlung des Fells, Sehnenablöser, Pfriemen, Spatel, Spitzen, Fäustel und Faustkeile. Aus Oberarmknochen machte sich der Steinzeitmensch durch Abschlagen des Gelenkkopfes Keulen, der Eckzahn eines Höhlenbären wurde zum „Urwaidmesser" gehauen, auch eine „Urnadel" zum Lochen der Haut und Durchziehen der als „Zwirn" verwendeten Sehne wurde gefunden. Ein Mittelfingerknochen, der in der Mitte der Längsseite kreisrund angebohrt ist, mag dem Höhlenbären- jöger bic Verständigung mit seinem Gefährten bei
führte der Feind i mAbschnittOrel — Wjasma— Slarvja Ruhja und feit gestern weiter südlich des Ladogasees und vor Leningrad frische Truppen zum Angriff vor. Auch diese brachen 'im zusammengefahten Feuer unserer Abwehrfront zusammen oder Wurden in Harken Nahkämpfen zerschlagen.
An der nordtunesischen Front nahmen deutsch-italienische Truppen wichtige Stellungen und brachten 1600 Gefangene ein. 16 Panzer, 30 Geschütze und zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden erbeutet oder vernichtet. Gin deutscher Kampffliegerverband führte einen überraschenden Angriff gegen den Hafen von T r i p o l i s. Die Hafenanlagen wurden schwer getroffen und mehrere Schiffe in Brand geworfen.
Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, führten die im Wehrmachlbericht vom 19.7Närz gemeldeten Operationen unserer Unterseeboote im Tlordatlantik gegen einen feindlichen schwer beladenen nach Osten steuernden Geleitzug zu der bisher größten und erfolgreichsten Kampfhandlung des Unterseebootkrieges überhaupt. In tagelangem, erbittertem Ringen gegen die Zerstörer, Korvetten und Flugzeuge der feindlichen Sicherung versenkten unsere Unterseeboote aus diesem leinen Geleilzug 32 Schiffe mit 204 000 BRT. und
Schauspieler-Schicksal.
Am 21. März jährte sich zum-hundertsten Male der Todestag eines Schauspielers, dessen Leben und Wirken ein Spiegelbild des deutschen Theaters im 19. Jahrhundert gewesen ist. Karl Wolfgang U nze l m a n n , der Sohn eines hochgeschätzten Mimen und der vorbildlichen Weimarer Schauspielerin Friederike Bethmann-Unzelmann, wuchs in Berlin auf und war der Schulkamerad Ludwig Devrients, des dämonisch vielseitigen romantischen Darstellers und Freundes noft E. T. A. Hoffmann. Schon als sie zusammen die Schulbank drückten, machte sich in Devrient der geniale Spieltrieb bemerkbar, und er zog feinen Kameraden mit sich. Auch La Roche, den die Theatergeschichte ehrend nennt, gehörte zu diesem Bunde junger Künstler. Als Upzelmann sechzehn Jahre alt war, stellte ihn seine Mutter Goethe vor, und Goethe ließ sich herbei, den Jungen zu prüfen:
tete auf diesem Gebiete ungewöhnliche Erfolge. Sein Leben ist die typische Tragikomödie vieler Spaßmacher: Tausende bringen sie zum befreienden ßa^ chen, aber sie selbst sind ernste, ja sogar unglückliche. Menschen, im Falle Unzelmanns zerfahren Suchende. — In einer der Anlagen Berlins fand man ihn eines Morgens tot auf einer Bank...es blieb ungeklärt, ob er freiwillig feinem Leben ein Ende gemacht hatte, ober ob er vom Schlage getroffen war.
So spiegelte sich in Unzelmanns Dasein die Romantik, das Virtuosentum und die Klassik Goethes, des guten Sterns, der von ihm wich, als er Weimar! verließ. Auf Unzelmanns zwei letzte unselige Jahr-* .zehnte passen die Worte Fausts: „Ach bin nur durch die Welt gerannt; ein ieb* Gelüst ergriff ich bei denj Haaren, was nicht genügte, ließ ich fahren, was mW entwischte, ließ ich ziehw," Johannes Günther
Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.
DRV. Aus dem Führerhanptquartier, 20. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die unter dem Oberbefehl des Generatfeldmar- schalls von Man st ein stehenden Truppen des Heeres und der Waffen-^ haben in hervorragendem Zusammenwirken mit verbänden der Luftwaffe unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls vonRichthofen im Verlaufe der deutschen Gegenoffensive zwischen Däne; und Dnjepr, die zur Diedereroberung der Städte Charkow und vjel- gorod führte, dem Feind schwerste Verluste an Menschen und Material zugefügt. Der Feind verlor seit dem 13. Februar nach vorläufiger Zählung 19 594 Gefangene, mehr als 50 000 Tote, 3372 Geschütze aller Art, 1410 Panzer und Panzer- spähwagen, 3045 schwere Infanteriewaffen aller Art,
Oer Wehrmachiberichi vom Gonniag.
DRV. Aus dem Führer Hauptquartier^ 21, März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Während im Raum Charkow —vjelgo^ rod unsere Truppen in breiter Front den oberen Donez erreichten, gelang es auch weiter nördlich i m Raum von Ssewfk die letzte noch vorhandene Lücke zu schließen und eine feste Verbindung mik dem Abschnitt Orel herzustellen. Der Feind hak gestern an der gesamten Ostfront nur noch südwestlich Wjasma, nördlich des Ilmensees und südlich des Ladogasees angegriffen. Seine Angriffe schein terten überall. Die Sowjets erlitten neue schwere Verluste und verloren wiederum zahlreiche Panzer. In der Zeit vom 11. bis 20. März wurden an der Ostfront allein durch verbände des Heeres und der Waffen-^ 961Sowjetpanzer zerstört, er, beutet oder bewegungsunfähig geschossen. Der Bahnknotenpunkt Bataisk an der Donmündung, die Stadt Woroschilowgrad, Leningrad. Industriewerke an der oberen Wolga sowie Stadt und Hafen Murmansk waren Ziele wirksamer Luftangriffe. .
Ein Angriff stärkerer feindlicher Kräfte in Mit- t eit unc fielt wurde abgewiesen, der vorübergehend von beweglichen Sicherungskräften besetzte Ort Gafsa im Zuge der Operationen vor einigen Tagen planmäßig wieder geräumt. Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schossen gestern im Mittel, meerraum bei drei eigenen Verlusten 16 feindliche Flugzeuge ab.
Der bisher größte Ll-Boot-Gieg.
Vier Tage und vier Nächte bei schwerster Wetterlage in pausenlosen Angriffen am Feind. — Gegen stärkste Geleit- und Luftsicherung.
einem künstlich abgeplatteten Felsblock, der in der Mitte der Fläche trichterförmig ausgehöhlt ist, und in einem handlichen „Stößel" aus Kalkstein, der in der Höhlung stak, zu erkennen, wenn es auch nicht sicher ist, was darin zerstoßen, zerrieben ober zermahlen würbe.
Aus der jüngeren Kulturschicht in der Höhle wurden außer den Werkzeugen auch primitive Kunsterzeugnisse gehoben, so die Beinplastik eines von oben gesehenen Höhlenbärenkopfes und ein walnußgroßer, abgeflachter Kalkstein mit natürlichen ober künstlichen Einkerbungen, die sich als Züge eines Menschenantlitzes oder einer Dämonenfratze beuten lassen, aber die wissenschaftliche Deutung ist noch nicht sicher. Jedenfalls hat sich die Salz- ostnhöhle als eine der aufschlußreichsten Siedlungsstätten des Steinzeitmenschen erwiesen. C. K_
Engländer gelehrt, wie wenig sich übertriebener Dp* timismus bezahlt mache, denn jetzt seien wieder eins mal alle die schönen Träume in ein Nichts zerron* nen. Auch „Daily Telegraph" vom 19. 3. meint, sowohl bas englische als auch das amerikanische Volk vergegenwärtige sich allmählich die, schwiengs Lage der Achsengegner im Seekrieg. Der Bekämpfung der U-Boote mühten alle Hilfsmittel beiden Völker in erster Linie dienen; denn die Schiffsuntergänge hätten inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, daß die dabei erlittenen Material-* und Menschenverluste deutlich spürbar würden.
Konteradmiral Land, der Leiter der USA.« Schiffahrtsbehörde, erklärte: „Was mir auch probiw zieren mögen, wir können diesen Krieg nicht gewinnen, wenn mir nicht genügend Schiffebauen und sie auch schnell genug bauen. Trotz aller Anstrengungen ist die Steigerung unseres Schiffsraumes nicht schnell genug gewesen, um alle Anforderungen zu erfüllen. Die U-Boot- Gefahr ist sehr ernst; sie ist diesmal schwerer zu! bekämpfen als im letzten Kriege."
Oie Schrffsraumnoi drückt auf Englands Lebensmittelversorgung.
Stockholm, 20. März. (Eurvpapretz.) „Noch nie in diesem Kriege war die Frage nach Schiffsraum so schwerwiegend wie gerade jetzt", erklärte der britische Landwirtschaftsminister Hudson in Cambridge. Hudson wies erneut daraufhin, daß England alle Anstrengungen zur Versorgung m it ß e b e n s m i 11 e I n machen müsse. Er forderte die Bevölkerung auf, mehr Land unter ben Pflug zu nehmen und verlangte einen verstärkten Anbau von Gerste zur Streckung des Brotgetreides^
Iranische Truppen sollen in die Sowjetarmee eingegliedert werden. Ankara, 21. März. (DNB.) Der iranische
Kriegsminister A chm e b i hat sich von Teheran nach Täbris begeben, um dort mit den sowjetischen Mi-- litärbehörbcn über die von ben Sowjets unternom* menen Versuche zu verhandeln, iranische Truppen in die sowjetische Armee einzugliebem. Gerüchie! darüber haben eine Massenflucht iranischer . Männer aus Nordiran ausgelöst. Diö Bolschewistenk haben darauf die Ueberwachung der Semartations« linie der sowjetischen Interessensphäre in Iran sai verschärft, daß praktisch 'der von ben Sowjets beq fetzte Nordteil Irans vom übrigen Lande gänzlich' ab geschnitten ist.
Martinique soll durch Hunger bezwungen werden.
Stockholm, 21. März. (DNB.) In Washingtons . nimmt man jetzt an, daß die über die französisch^ : Antillen-Insel Martinique verhängte Hunger« i blockade bereits in Kürze ihre Wirkung tun und bid : Kapitulation der Insel erzwingen wird. Maui
ses Schlages antrieb, sich an vielen Stätten sehen! und feiern zu lassen.
Aber Unzelmann hat diese 20 Jahre nicht als ga-> stierender Wanderkünstler zugebracht, sondern hat sich immer wieder engagieren lassen, was die Virtuosen des 19. Jahrhunderts, eigentlich nicht taten. EA hat nur in keinem Engagement ausgehalten. Er bekam'glänzende Anträge, Wien und Berlin wollten ihn sogar auf Lebenszeit verpflichten, aber er brach ein (Engagement nach dem anderen ab; ruhelos trieb es ihn hin und her. Uebrigens hatte er sich aus den Bonvivant-Rollen zur Komik hin entwickelt und ern»
3m Kampf mit dem Höhlenbären.
Tteinzeitmenschen im Hochgebirge.
Der höchstgelegene Wohn-, Jagd- und Arbeitsplatz des 'Altsteinzeitmenschen in Großdeutschland wurde im Jahre 1924 im Salzkammeraut in dem 2068 Meter hohen Salzofen bei Bad-Aussee entdeckt und ift seitdem in siebzehnjähriger Forschungsarbeit von Otto Körber erschlossen worben; die Funde sind in dem Ausseer Höhlenmuseum vereinigt, lieber die Ergebnisse berichtet Hans Hofmann-Montan u s in der von Martin Hürlimann heraus gegebenen Monatsschrift „Atlantis". Wie überall in ben Kalkalpen ist auch im Salzosen der Felsen von gewaltigen Höhlen durchzogen, die durch tektonische Klüftung und die Wühlarbeit des Wassers entstanden sind. Ein Flußlauf in einem Tunnel ist bisher bereits in einer Gesamtstrecke von 1100 Metern erschlossen; in diese Höhle ist einstmals der Höhlenbär oorgebrungen, und der steinzeitliche Mensch ist ihm gefolgt, weil hier die Jagd auf ihn fast gefahrlos war. Sie lebten in einer Zwischeneiszeit, in der die Täler durch die Bewegung der Eismassen verheert und später mit deren Abschmelzwassern überschwemmt waren. Während der Höhlenbär bis zu dem quer durch ben Salzofen gehenden Fluhlauf vordrang, der etwa 100 Meter unterhalb des Haupteingangs der Höhle liegt, hielt sich der Mensch nur in dem obersten, vom Tage noch etwas erhellten Geschoß der Salzosenhöhle auf. In der Höhle lief der Bär, wenn er sich zum Winterschlaf hineinbegab, dem Menschen, der ihm mit seinen Waffen kaum hätte etwas antun können, in die Falle. Die Zugänge zu ben Höhlenräumen waren Zwangswechsel für die Bären, und wenn sich das Tier durch die enge Röhre hineinpreßte, lauerten ihm die Jäger an der Innenseite auf, machten es durch einen Hieb auf die Schnauze unschädlich und
töteten das betäubte Tier mit Holzkeulen ober wuchtigen Bärenknochen vollends.
Seiten Aufstellung genommen haben, in das Innere des Ehrenmals, ihm voran schreiten vier Ritterkreuzträger mit dem Kranz Adolf Hitlers. Nachdem der Führer ben Kranz niedergelegt hat, verweilt er einige Augenblicke im stillen Gedenken.
Nach dem Verlassen des Ehrenmals begrüßt der Führer Kriegsbeschädigte des ersten Weltkrieges und Verwundete aus diesem Krieg. Jedem drückt er die Hand und verweilt in längerem Gespräch. Inzwischen hat sich bas Ehrenbataillon formiert, Der Vorbeimarsch an dem Führer unter Dor am tritt der Fahnen beschließt die Feierstunde. Wahrend in der Ferne die Klänge des Musikkorps verhallen, besteigt der Führer seinen Wagen. In ehrfürchtigem Schweigen und unverbrüchlichem Vertrauen grüßen ihn die Tausende, die in dichten Reihen den weiten Platz und die Straße Unter ben Linden umsäumen.
Die Sondermeldung, die bas OKW. am Sams- tagtnittag veröffentlichte, hat im beutschen Volke die größte Freude und Genugtuung über die Taten unserer U-Boot-Männer heroorgerufen. Gerade jetzt tagt in Washington eine Konferenz, auf der sich die militärischen Sachverständigen der USA., Englands und Kanadas eifrig bemühen, im Kampfe gegen die U-Boote einen Schritt weiterzukommen. Sie wollen den Schiffs- und Fliegerschutz der Geleitzüge ver- mehren und wirksamer gestalten. Aber die bisherigen Erfolge der deutschen U-Boote, das ständige Steigen der Dersenkungskurven, wenn man die jahreszeitlichen Bedingungen in Rechnung stellt und die Derfenkungszahlen des letzten Jahres mit ben jeweiligen Ergebnissen der letzten Monate bes Vorjahres vergleicht, alle diese Umstände lassen erraten, daß die deutsche Angriffstaktik der feindlichen Verteidigung weiterhin überlegen bleibt und von ihr nicht eingeholt werden kann.
In einer großräumigen Operation, die aus dem Seegebiet von NeusuiMand quer über ben Atlantischen Ozean bis in die Gewässer westlich der britischen Inseln führte, hat ein deutsches U-Boot- , Rudel die bisher größte und erfolgreichste Geleitzugsschlacht des U-Boot-Krieges geschlagen. Die harten Kämpfe dauerten vier Tage und Nächte. In der Morgendämmerung bes 16. März machten • deutsche Unterseeboote im westlichen Norbatlantik einige feindliche Schiffsziele aus. Bei starken Weststürmen bis zu Windstärke 10 tarnen bald mehr und mehr Fahrzeuge in Sicht. Es wurde festgestellt, daß es sich um einen Großgeleitzug handelte, der von Amerika nach England unterwegs war. Mittlere und größere Schiffe, alle bis zur äußersten Ausnutzung der Tragfähig« feit mit Kriegsmaterial und Rohftof«
„Roch immer nicht die geeigneten Mittel und Wege."
Gens, 21.März. (DNB.) Einen scharfen Angriff gegen die U-Boot-Politik der britischen Admiralität unternahmen der liberale Unterhausabgeordnete (Element Davies. Die Admiralität, so erklärte er, bilde sich offenbar ein, sie habe mit dem Geleitzugsystem und der Errichtung eines Ausschusses für die Bekämpfung der U-Boote das gesamte Problem gelöst. Das Konvoi-System fei aber veraltet, ohne daß sich die Fachleute in der Admiralität Mühe gäben, andere und bessere Mittel zu ersinnen, um der U-Boot-Gefahr auszuweichen. „Warum verschweigt man der britischen Öffentlichkeit die Ziffern der Handelsschiffahrtsyerluste", rief der Abgeordnete. „Fürchtet die Admiralität etwa, baß sie bei der Veröffentlichung ihre Unfähigkeit in der U-Boot-Bekämpfung unb irgendwelche Nachlässigkeit enthülle? Diese alten Tricks dürften heute nicht mehr verschlagen."
„Das U-Boot, hat die Initiative, es ist das U-Boot, das uns zwang, einen so großen Teil unserer Produktionskapazität Veffeidigungsmaßnah- men zu opfern", schreibt „Daily Mail" unb warnt erneut vor einer Unterschätzung ber U-Boot-Gefahr. Man habe in England noch immer n i.ch t die geeigneten Mittel und Wege zur Bekämpfung dieser größten aller Gefahren gefunden. Trotz der schweren anglo-amerikanischen, Schiffsverluste habe der wirkliche Kampf auf den Meeren noch nicht einmal begonnen. Das U-Boot habe die
1846 Kraftfahrzeuge.
Im Raum Charkow — Bjelgorod und nordwestlich Kursk versuchten auf den verschlammten Straßen noch heftige Gegenstöße und stellenweise hartnäckiger Widerstand des Feindes die deutschen Angrifssdivffionen auszuhalten. An mehreren Stellen wurde der obere Donez erreicht.
An Stelle seiner ausgebluteten Angriffsverbände > einen Zerstörer.
Als ber Führer aus dem Häuptpörtal des Zeughauses tritt, steht' die Front bes Ehrenbataillons unter präsentiertem Gewehr. Der Kommandant, Ritterkreuzträger Oberstleutnant Gehrke, erstattet Meldung, und unter den Klängen des Präsentier- marsches schreitet der Führer die Front ab, gefolgt von Reichsmarschall Göring, Generalfeldmarschall Keitel, Großadmiral Dönitz, Reichsführer.-- Himmler, Generalfeldmarschall Milch, Gene- ralfelbmarschall v o n B o ck, Reichskriegsopfersuhrer Dberlinbober unb Generalleutnant von Haase, bem Kommandanten von Berlin.
Währenb bann die Fahnen sich senken unb bas Lied vom guten Kameraden ertönt, begibt sich der Führer mit seiner Begleitung, vorbei an den Reichsministern und Reichsleitern sowie ben Generalen und Admiralen, die inzwischen zu beiden
Massentransport.
Sofort wurde ein U-Boot-Rudel angesetzt, das bei leichter Wetterbesserung im Laufe der Nachmittags- unb Abendstunben Fühlung am Geleit erhielt. Schon in der ersten Nacht wurden 12 Schiffe mit zusammen 77 000 BRT. versenkt und vier weitere torpediert. Die schwerbeschädigten Schiffe hielten sich noch einige Stunden über Wasser, um dann in. ber immer noch hochgehenden See ebenfalls zu versinken. Zerstörer und Korvetten setzten in wilder. Fahrt zur U-Boot-Bekämpfung an. Im Laufe der Zeit griff auch starke feindliche Luftsicherung in die Kämpfe ein. Darunter befanden sich von Land gestartete Großkampfflugzeuge, aber auch Flugzeuge, die von größeren Handelsschiffen starteten. Nun gab es erbitterte Kämpfe. Zu allen Tag- unb Nachtzeiten ließen unsere U-Boote bas Geleit unb seine Sicherung keinen Augenblick zur Ruhe kommen. Wenn sie abgebrängt wurden, stießen sie immer von neuem durch die Sicherung vor. Ein Boot versenkte einen zum Angriff ansetzenden Zerstörer, stieß durch die Sicherungslücke und schickte ihm einen großen Tanker nach. Je weiter sich das Kampf selb nach Osten verlagerte, desto stärker wurde auch die Luftsicherung. Aber noch mit den letzten Torpedos trugen die Boote des zäh kämpfenden Rudels die Angriffe vor. Als ber Kampf vorüber war, hatte der Feind 32 Schiffe — Schwergutfrachter, Passagier frachter unb Tanker — verloren, sein Schiffsraum war um 204 000 BRT. verringert. Die Geleitzugschlacht stellte an Kommandanten unb Besatzungen härteste Anforderungen. Gegen starke See- unb Luftsicherung konnte nur durch Zähigkeit und
f en für England voll beloben, arbeiteten sich ben Weg durch die hochgehende See. Zerstörer und Korvetten umkreisten in großer Zahl den wertvollen
Ausdauer, durch kühnen Einsatz unb überlegene Beherrschung ber Waffen ein Erfolg erzielt werben, wie er bisher in biefem Umfange "och keinem U- Boot-Rubel in zusammenhängender Schlacht ve- ^Man wird sich in England und ben USA. darüber Rechenschaft geben müssen, baß bicfe Gelettzugkata- strophe im Nordatlantik erst ben Makt der An^ griffshandlungen unserer U-Boote bildet. Die Fort setzung wird folgen. Die. USA.-Regierung schein bas Bedürfnis zu verspüren, tf)r Land schon fetzt darauf aufmerksam zu machen, daß höhere Verluste durch die U-Boot-Angriffe zu befurchten stehen. Der sonst allzeit ruhmredige Marinemmlster Knox hat auf Anfrage in der Pressekonferenz erklärt, baß im allgemeinen in letzter Zeit eine regere Tätigkeit ber Achsen-U-Boote festzustellen sei. Auch Haffen deutsche U-Boote in ber letzten Zeit „in gewisser Hinislcht häufiger Angriffe gegen Geleitzüge gerichtet. Das „in gewisser Hinsicht" ist natürlich nur eine Umschreibung eines Tatbestandes, dessen unmittelbare Kenntnis wahrscheinlich von' Herrn Knox als zu strapaziös für die amerikanischen Nerven empfunden wird. Auf diese erste Geftändnisvorbereitung werden aber konkretere Angaben folgen müssen, wenn es gilt, dem USA.--Volk die Ursachen neuer Mangel- erscheinUngen im eigenen Lande begreiflich zu machen.
Oas Echo in Fialien.
Mailand, 21.März. (DNB.) Hatte schon die Sondermelbung am Samstag in ber italienischen Oeffentlichkeit Bewunderung ausgelöst, so hat sich dieser Eindruck jetzt auf Grund ber Einzelheiten über diesen ungeheuren Erfolg der beuffchen U-Boot- Waffe noch verstärkt. Während die Erfolge ber deutschen Armeen an ber Ostfront immer wieder größere Ausmaße annahmen, entwickelte sich bic Offensive des Großadmirals Dönitz, so hebt „Ga,zetta del Po- polo" hervor, auf allen Meeren der Welt in einer Weise, daß auch die optimistischsten Erwartungen übertroffen werden. Der jüngste schwere Schlag erhöhte die Zahl ber in weniger' als drei Wochen versenkten feindlichen Schiffe auf 111 mit insgesamt 717 000 Tonnen. Das Frühjahr 1943, das, wie „Stampa" ausführt, die Achsenmächte be- r-eits auf bem Wege zur bedingungslosen Kapitulation sehen sollte, beginnt stattdessen mit dem grandiosesten Sieg, den die deutschen U-Boote bisher zu verzeichnen hatten. Der Erfolg fft um so größer, als die Schiffe einen überaus starken Geleitschutz hatten und zum Schluß auch die englische Luftwaffe mit beträchtlichen Einheiten in den Kampf eingreifen konnte. Die wahrhaft impofanten Erfolge der deutschen U-Boote werden, wie „Regime Fafeista" unterstreicht, zweifellos auch in England und ben Vereinigten Staaten größten Eindruck machen, wo man bisher vergebens auf die Verwirklichung der von Knox und Alexander so leichtfertig gegebenen Versprechen wartete, die bereits vor einem Monat ankündigten, daß die Erfolge ber Dreierpaktmächte mit neuen Abwehrmitteln annulliert würden. Vielleicht, so meint „Regime Fascista", glaubten sie, baß die Versenkungen allein durch diese Drohungen zurückgehen würden. Die Torpedos der Achse lassen sich jedoch weder durch den Londoner und Washingtoner Nachrichtendienst noch durch die jüdisch-pluto- kratische Presse von ihren Zielen ablenken.
aus einem orientalischen Märchenbuch, bas zufällig dalag, ließ er ihn eine Geschichte vortragen, sozusagen vom Blatt spielen ohne Vorbereitung. Und der Bupsche stellte sich dabei so geschickt an, sprach . .. --------t-,.,,- so gut, holte die zarten dramatischen Effekte so pi-
hervorrufen. Auch einen „Urmörser" glaubt man in kant heraus, daß Goeche sich für ihn interessierte
unb ihn ans Weimarer Theater verpflichtete. Der! edle Weimarer Stil wirkte außerordentlich günstigj auf Unzelmann. Fast 20 Jahre lang, die Direktion^ zeit Goethes noch um etwa vier Jahre überdauerns blieb er in Weimar und tat sich besonders in Bon* vioant-Rollen hervor. Der 3Sjährige gaftierte mit feiner Gattin Christiane Genast in Dresden, beidä ernteten viel Beifall, aber doch wurde dies Gaftspi^ für Unzelmann verhängnisvoll: er verlieh Weimar« unb es folgten nun zwei Jahrzehnte unruhigsten Wanderlebens. Gewiß machte sich damit bas in der Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts fogenannte Virtuosentum bemerkbar, bas die Komödianten dies


